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DE106084C - - Google Patents

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Publication number
DE106084C
DE106084C DENDAT106084D DE106084DA DE106084C DE 106084 C DE106084 C DE 106084C DE NDAT106084 D DENDAT106084 D DE NDAT106084D DE 106084D A DE106084D A DE 106084DA DE 106084 C DE106084 C DE 106084C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
glass
moistened
fiber fabric
glass mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT106084D
Other languages
English (en)
Publication of DE106084C publication Critical patent/DE106084C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B13/00Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
    • C03B13/02Rolling non-patterned sheets discontinuously

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Glas.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. November 1898 ab. Längste Dauer: 16. Dezember 1912.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Abänderung an der durch das Patent Nr. 100557 geschützten Vorrichtung zur Herstellung von Glastafeln.
Beim Walzen oder Pressen zwischen angefeuchteten Flächen aus Faserstoff dürfen die Flächen weder zu nafs noch zu trocken sein und es mufs auch ein etwaiges Auftreten von Blasen unschädlich gemacht werden, welche infolge der grofsen Hitze des Glases leicht entstehen. In der Praxis hat sich ferner ergeben, dafs sich Gewebe aus Faserstoffen, welche auf eine Unterlage straff aufgespannt werden können, besser eignen, als auf andere Weise hergestellte Faserstoffplatten oder Walzen.
Zu diesem Zweck ordnet die vorliegende Erfindung Platten und Walzen an, welche einen Hohlraum zur Zuleitung von Wasser oder Dampf besitzen und nach der Oberfläche zu siebartig durchbrochen sind, damit das Wasser oder der Dampf zu der Faserstoffauflage in Form eines straff aufgespannten Gewebes behufs gleichmäfsiger Anfeuchtung desselben gelangen kann.
Da es, wie oben gesagt, bei der Verwendung feuchter Faserstoffauflagen und besonders bei Zuführung gröfserer Mengen von Wasser leicht vorkommt, dafs die verdampfende Feuchtigkeit Blasen in der weichen Glasmasse bildet, so empfiehlt es sich, zum Glätten und Niederhalten des Glases einen gröfseren Satz (6 bis 8 oder mehr), hinter einander in einem gemeinschaftlichen Rahmen angeordnet, zu benutzen, so dafs die Glastafel von der langen Reihe Walzen niedergehalten wird, bis sie ihre plastische Bildsamkeit durch Erstarren so weit verloren hat, dafs die verdampfende Feuchtigkeit nicht mehr im Stande ist, Blasen in dem Glase zu bilden. Die Anwendung mehrerer Walzen zur gleichzeitigen Bearbeitung der Glasmasse beim Auswalzen ist an sich schon bekannt, in diesem Falle ist aber die Walzenzahl derartig vermehrt, dafs das Glas bis zu seiner Erstarrung immer wieder von neuem geglättet wird und von der vorhergehenden Walze etwa stehengelassene oder neu entstandene Unregelmäfsigkeiten beseitigt werden, was sich so lange fortsetzt, bis das Glas infolge Erstarrens unempfindlich gegen äufsere Einflüsse geworden ist.
Beim Auswalzen sehr dünner Glastafeln fassen die Walzen die Glasmasse schwer an, so dafs letztere auf dem Walzentisch öfters durch die Walzen im Ganzen fortgeschoben wird.
Es empfiehlt sich daher, diesen in einem Rahmen vereinigten Satz Walzen so zu gestalten, dafs die Walzen im Durchmesser allmälig zunehmen oder in einem fortschreitend abnehmenden Abstand von der Oberfläche des Auswalztisches gelagert sind, damit sie die aufgegossene Glasmasse allmälig fortschreitend dünner auswalzen und erst die letzte Walze ihr die gewünschte Stärke giebt.
Man erreicht dadurch sehr glatte und fehlerfreie Glastafeln.
Die Einrichtung ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt und veranschaulicht
Fig. ι die hohle Platte a, welche auf ihrer oberen Seite mit Durchbrechungen b versehen und mit dem Faserstoffgewebe c bedeckt ist, welches durch einen Rahmen d straff aufgespannt werden kann. Die Walzen e sind in einem gemeinschaftlichen Rahmen /"gelagert. In
Fig. 2 ist dieselbe Einrichtung mit schrä'ggestellter Platte gezeigt, und in
Fig. 3 sind die Walzen mit allmälig wachsendem Durchmesser dargestellt, wobei die kleinste Walze zuerst, die gröfste Walze zuletzt angreift. Das gleiche Ziel läfst sich aber auch durch Lagerung gleich grofser Walzen in abfallender Linie erreichen, so dafs auch hier die am weitesten abstehende Walze zuerst eingreift. In
Fig. 4 ist noch ein Walzenabschnitt gezeigt, bei welchem ebenfalls sich in der Wandung ein Hohlraum α' befindet, der mit der Oberfläche durch die Durchbrechungen b' in Verbindung steht, welche von dem aufgespannten Faserstoffgewebe c' bedeckt sind, um letzteres mittelst Wasser oder Dampf von innen aus zu befeuchten.
Bei richtig gewählter Gröfse des Hohlraumes und der Durchbrechungen in den Platten und Walzen kann man den Wasser- oder Dampfzutritt nach der Gewebeauflage genau regeln.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas nach Patent Nr. 100557, dadurch gekennzeichnet, dafs zum Pressen bezw. Auswalzen der Glasmasse hohle, aus Eisen bestehende und auf ihrer durchbrochenen Oberfläche mit einem Faserstoffgewebe (z. B. Baumwollgewebe) überspannte Platten oder Walzen benutzt werden, bei denen das Faserstoffgewebe durch Wasser oder Dampf von dem Hohlraum aus angefeuchtet wird.
2. Eine Ausführungsf'orm der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Vereinigung mehrerer derartiger Walzen in einem Rahmen, zu dem Zweck, die auf der mit dem angefeuchteten Faserstoffgewebe überspannten Platte befindliche plastische Glasmasse bis zu ihrer Erstarrung gleichzeitig an möglichst vielen Punkten pressen zu können, um einer Beulenbildung der Glasmasse durch die angefeuchtete Giefsfläche vorzubeugen, wobei die Walzen zweckmä'fsig in einem sich fortschreitend vermindernden Abstand zu der Walzfläche angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT106084D Active DE106084C (de)

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