-
Blattzuführvorrichtung zum Zuführen von Päckchenzuschnitten Die Erfindung
betrifft eine Blattzuführvorrichtung, insbesondere zum Zuführen von Päckchenzuschnitten,
die von der Unterseite eines Stapels abgezogen werden.
-
Bei bekannten Anordnungen dieser Art liegen die Zuschnitte gestapelt
in einem Magazin auf Auflagern, die sich gegen die Randteile des untersten Zuschnitts
legen, und es sind Sauger vorgesehen, die sich aufwärts an den untersten Zuschnitt
heranbewegen und dann gesenkt werden, wobei sie den Zuschnitt nach unten aus dem
Magazin herausziehen, wobei sie ihn ein wenig verbiegen, damit er an den Auflagern
vorbeigehen kann.
-
Bei solchen Einrichtungen ergeben sich dann Schwierigkeiten, wenn
die Zuschnitte mit Schlitzen versehen sind, und insbesondere wenn die Schlitze von
den Kanten der Zuschnitte aus schräg nach innen verlaufen. Es kann dann der Fall
eintreten, daß die Schlitze zweier benachbarter Zuschnitte ineinandergreifen, so
daß dann zwei Zuschnitte zugleich abgezogen werden oder einer der Zuschnitte beschädigt
wird.
-
Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß Sauger
vorhanden sind, die das Hauptteil des untersten Blattes des Stapels erfassen und
ein weiterer Sauger, der den vom Hauptteil durch einen Schlitz getrennten Teil erfaßt,
der kein Auflager hat.
-
Wenn die in dem Magazin vorhandenen Auflager das unterste Blatt nur
an dem Hauptteil stützen, dagegen das von dem Haupteil durch einen Schlitz getrennte
Teil ohne Auflager ist, kann der letzterwähnte Teil des Blattes sofort abwärts gezogen
werden, während der Hauptteil an der anderen Seite des Schlitzes von der Unterlage
fortbewegt wird. Auf diese Weise wird ein Ineinandergreifen von Teilen des abzuziehenden
Blattes und Teilen des unmittelbar darüberliegenden Blattes vermieden.
-
Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Ausführungsform einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung, und zwar ist Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, teilweise
im Schnitt, wobei gewisse Teile fortgelassen sind, und Fig. 2 zeigt einen Päckehenzuschnitt,
bei dem schematisch die Auflagen gezeigt sind, auf denen der Zuschnitt in dem Magazin
aufruht, sowie die Sauger, die mit dem Zuschnitt in Anlage kommen.
-
In Fig. 2 ist ein Zuschnitt gezeigt, wie er für die Herstellung von
Päckchen mit einem gelenkig darin angebrachten Deckel verwendet wird, ähnlich wie
in dem deutschen Patent 765633 gezeigt. Der Zuschnitt besitzt an der einen Seite
Seitenteile 1 und 2, die durch einen schrägen Schlitz 3 voneinander getrennt sind,
und an der anderen Seite duIch einen entsprechenden Schlitz 6 voneinander getrennte
Teile 4 und 5.
-
Die Zuschnitte werden aus einem Magazin einzeln zugeführt, gefaltet
und zu einem Päckchen verbunden.
-
Das Magazin 7 besteht aus Seitenwänden 8 und 9 und seitlichen Führungen
10. Die zweite der Führung 10 entsprechende von der Wand 9 ausgehende Führung ist
in Fig. 1 der Deutlichkeit wegen fortgelassen worden.
-
Am Boden des Magazins sind eine Anzahl nach innen gerichteter Auflagen
vorgesehen, die am besten in Fig. 2 zu sehen sind. An der einen Seite des Magazins
stützen zwei Unterlagen 11 und 12 die Randteile des untersten Blattes in dem Magazin.
-
An der gegenüberliegenden Seite des Magazins legen sich die Auflagen
13, 14 und 15 gegen den Rand des Zuschnittsseitenteiles 2, während eine weitere
Unterlage 16 einen Teil des Seitenteiles stützt, der von dem Teil 2 durch einen
Schlitz getrennt ist.
-
Andere Kanten des Zuschnittes werden durch weitere Unterlagen 16 a,
17 und 17 a gehalten.
-
Das Magazin ist um einen Winkel von 300 gegenüber der Senkrechten
geneigt. Aus Fig. 1 ist zu ersehen, daß die Unterlagen 13 bis 16 rechtwinklig zu
der Wand 9 nach innen gerichtet sind, während die Unterlagen 11 und 12 gegenüber
der Wand 8 geneigt sind und etwa waagerecht verlaufen.-Die Saugvorrichtung zum Abziehen
der Blätter aus dem Magazin nach unten besteht aus einem Saugkopf 18, der mit drei
Saugern 19, 20 und 21 versehen ist. Diese stehen über den Saugkopf 18 mit dem einen
Ende eines Schlauches 22 in Verbindung, dessen anderes Ende mit einem Ventil 23
verbunden ist.
-
Letzteres weist einen umlaufenden, auf einer Welle 24 befestigten
TP 1 auf, durch den der Schlauch 22
abwechselnd in und außer Verbindung
mit einem weiteren mit einer geeigneten Saugluftquelle verbundenen Schlauch oder
einem Rohr 25 gebracht werden kann.
-
Der Saugkopf 18 ist an einem Schwingarm 26 befestigt, der um den
Zapfen 27 schwingt und eine Rolle 29 trägt. Letztere wird durch eine Feder 30 in
Anlage an den Umfang einer Kurve 31 auf der Welle 24 gehalten. Bei der Drehung der
Welle 24 in der Pfeilrichtung wird demnach der Saugkopf 18 zwischen den in vollen
bzw. in gestrichelten Linien in Fig. 1 dargestellten Lagen hin- und hergeschwenkt
und führt bei jedem Umlauf der Welle 24 eine vollständige Schwenkbewegung aus. Gleichzeitig
bringt das Ventil 23 die Sauger zu den gewünschten Zeiten in und außer Verbindung
mit der Saugluftquelle.
-
Auf der Welle 24 ist eine weitere Kurve 32 vorgesehen, gegen die
sich eine an dem einen Ende einer Pleuelstange 34 angebrachte Rolle 33 legt und
deren anderes Ende gelenkig mit einem Hebel 35 verbunden ist. Der Hebel 35 wird
durch eine Feder 36 entgegen der Uhrzeigerrichtung (Fig. 1) um den Zapfen 37 geschwenkt,
und die Kurve 32 zieht über die Stange 34 den Hebel in der Uhrzeigerrichtung und
läßt ihn dann bei jeder Umdrehung der Welle 24 einmal entgegen der IJhrzeigerrichtung
schwingen. Das zweite Ende des Hebels 35 trägt eine Rolle 38. Der Hebel 35 schwenkt
die Rolle 38 zwischen den in vollen Linien bzw. in gestrichelten Linien in Fig.
1 gezeigten Lagen hin und her.
-
Zwei einander gegenüber angeordnete Fördersysteme, die aus schmalen,
parallel zueinander um die Rollen 41 und 42 laufenden Bändern 39, 40 bestehen, bewegen
sich in den an den Rollen durch Pfeile angedeuteten Richtungen.
-
An der Wand 9 des Magazins 7 ist oben eine dünne, schmale, nachgiebige
Leiste 43 befestigt, die sich innerhalb des Magazins nach abwärts erstreckt und
durch eine durch die Wand 9 hindurchgeschraubte Schraube 44 ein wenig nach innen
gedrückt wird. Mit Hilfe der Schraube 44 kann die Entfernung der Leiste 43 von der
Wand eingestellt werden. Die Leiste 43 erstreckt sich etwas mehr als zwei Drittel
der Tiefe des Magazins.
-
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet in folgender Weise: Das Magazin
wird mit Zuschnitten der in Fig. 2 gezeigten Art bis zu einer beliebigen Höhe oberhalb
des unteren Endes der Leiste 43 gefüllt. Die Leiste 43 wirkt als Verengungsteil,
der die wirksame Breite des oberen Magazinteiles verringert. Zuschnitte, die unterhalb
des Endes der Leiste liegen, werden vollständig durch die Unterlagen 11 bis 17 abgestützt,
an denen die Randteile des untersten Zuschnittes anliegen. Zuschnitte unterhalb
dieser Ebene werden jedoch an der einen Seite des Magazins (in Fig. 1 an der linken
Seite) durch darunterliegende Zuschnitte und über diese durch die Unterlagen 11
und 12 gehalten, während sie auf der gegenüberliegenden Seite des Magazins durch
die Leiste 43 gehalten werden.
-
Die Leiste 43 verringert also die wirksame Breite des Magazins, und
Zuschnitte oberhalb des unteren Endes dieser Leiste können in dem Magazin nur untergebracht
werden, wenn sie gegenüber den Ebenen, in denen die untersten Zuschnitte liegen,
ein wenig geneigt sind. Der Winkel dieser Xeigung der oberen Zuschnitte wird durch
den Betrag bestimmt, um den die Leiste 43 nach innen in das Magazin hineinragt.
-
Auf diese Weise braucht gleichzeitig nur eine bestimmte Anzahl von
Zuschnitten von den Unterlagen 11 bis 17 vollständig getragen zu werden. Alle Zu-
schnitte
werden zwar an der einen Seite durch die Unterlagen 11, 12 und 17a abgestützt, an
der anderen Seite des Magazins werden jedoch nur diejenigen Zuschnitte von den Unterlagen
13, 14, 15, 16 16 a und 17 gehalten, die unterhalb des Endes der Leiste 43 liegen.
-
Bei einer Drehurg der Welle 24 wird der Saugkopf 18 durch die kurve
31 auf und ab geschwenkt, während gleichzeitig die Rolle 38 an dem Hebel 35 durch
die Kurve 32 auf und ab geschwenkt wird.
-
Wenn der Saugkopf aufwärts schwingt, kommen die Sauger 19, 20 und
21 in Anlage an den untersten Zuschnitt des Stapels und erfassen ihn an den in Fig.
2 gezeigten Stellen. Wenn der Saugkopf seine Abwärtsschwingung beginnt, ziehen die
Sauger 19 und 20, die an dem untersten Zuschnitt nicht weit von seiner Mitte anliegen,
den nittleren Teil des Zuschnitts abwärts, so daß die von den Unterlagen 13, 14,
15, 16, 16 a und 17 gehaltenen Randteil zwischen diesen Unterlagen und dem unmittelbar
darüberliegenden Zuschnitt herausgezogen werden. Bevor diese Endteile von den Unterlagen
frei werden, ist jedoch der Teil 1 schon durch den Sauger 21 herausgezogen und aus
der Ebene des Zuschnittes nach unten abgebogen worden. Dies wird dadurch möglich,
daß der Teil 1 nicht unterstützt ist, während der benachbarte Teil 2, der von dem
Teil 1 durch den Schlitz 3 getrennt ist, von den Unterlagen 13 bis 16 gehalten wird.
-
Dieses unmittelbare Niederbiegen des Teiles 1 des untersten Zuschnitts
verringert oder verhindert die Möglichkeit, daß seine schräge Kante mit der gegenüberliegenden
schrägen Kante des Teiles 2 des unmittelbar darüberliegenden Zuschnittes in Eingriff
gelangt. Wenn dieses nämlich eintreffen würde, würde eine ernste Gefahr bestehen,
daß die beiden Zuschnitte ineinanderfassen, da die leichte Seitwärtsbewegung des
rechten Kantenteiles des Zuschnittes (Fig. 2), wenn dieser von den Auflagern frei
wird, veranlassen könnte, daß der Teil 1 des gezogenen Zuschnittes durch den Schlitz
3 und iber den Teil 2 des unmittelbar darüberliegenden Zuschnittes in dem Stapel
gedrückt wird.
-
Die Sauger schwenken den Zuschnitt abwärts und. wie aus Fig. 1 ersichlich,
schwingen dabei die Zuschnitte um ihre linke Kante (Fig. 1), die noch zwischen den
Unterlagen 11 und 12 und den darüberliegenden Zuschnitten bleibt.
-
Die Sauger ziehen den Zuschnitt in eine Stellung nieder, in der sein
freies Ende auf den Förderbändern 40 ruht, und wenn der Zuschnitt diese Stellung
erreicht hat, wird der Saugzug abgestellt. Gleichzeitig wird die Rolle 38 durch
den Hebel 35 niedergeschwenkt, sie drückt den Zuschnitt gegen die Fördervorrichtung
40 und die Rolle 42. Hierdurch wird der Zuschnitt zwischen den beiden gegenüberliegenden
Förderflächen erfaßt und in der Längsrichtung (Fig. 1) nach rechts gezogen. In dem
Augenblick, in dem der Zuschnitt erfaftwird, liegt er parallel zu den Unterlagen
11 und 12, lie in der beschriebenen Weise angeordnet sind, um das Herausziehen des
Zuschnittes in seiner Längsrichtung zu erleichtern.
-
Die beiden Fördervorrichtungen 39 und 40 bringen den Zuschnitt zu
den verschiedenen Falz- und sonstigen Vorrichtungen, die keinen Teil der Ertindung
bilden und deswegen nicht beschrieben zu werden brauchen.
-
Wenn der Zuschnitt in der beschriebenen Weise herausgezogen und weitergefördert
ist, heben sich Saugkopf und Rolle 38 wieder an, und der Kreislauf wird wiederholt.
der
der Abnahme aufeinanderfolgender Zuschnitte vorder Unterseite des Stapels sinkt
natürlich die ob ; Fläche der an beiden Seiten durch die Unterlag 11 bis 17a gestützten
Zuschnitte allmählich nie r. Wie bereits auseinandergesetzt, liegen die ob n teilweise
durch die Leiste 43 gehaltenen Zusc tte mit ihren der Leiste gegenüberliegenden
K en auf dem darunter befindlichen Zuschnitt auf.
-
W n sich nun die Höhe des Stapels vermindert, so in diese Kanten allmählich
nieder, und die Zusc itte gleilten nacheinander an dem Ende der Leiste 4 orbei.
Die Geschwindigkeit, mit der dies erfolgt, e richt etwa der Geschwindigkeit, mit
der die Zus itte aus dem Magazin entnommen werden. Auf dgl, Weise kann die Anzahl
der von den Unterlagen 1 14, 15, 16, 17 und 17 in getragenen Zuschnitte rzeit unabhängig
von der Gesamtzahl der in dem azin befindlichen Zuschnitte etwa in gleicher e e
gehalten werden.
-
Vie oben auseinandergesetzt, ist der Druck der Zumitte auf die Unterlagen
11 und 12 nicht von er Bedeutung, da die Zuschnitte von diesen Unter-1 n durch Greifer
fortgezogen werden. Der Druck Stapels auf die Unterlagen 13, 14, 15, 16, 16 a 17
jedoch ist von großer Wichtigkeit, da die Zunitte von diesen Unterlagen lediglich
durch Saugabgenommen werden und ein übermäßiger Druck unmöglich machen könnte, dieses
ohne einen entechend stauen Saugzug auszuführen; es besteht eine Gefahr, daß zwei
Zuschnitte gleichzeitig ausgezogen werden. ie beschriebene Anordnung macht es möglich,
das gazin beliebig lang zu machen und es gleichzeitig einer großen Zahl von Zuschnitten
zu füllen, ohne die Gefahr eines übermäßigen Druckes auf die teriagen 13 bis 16
besteht. Dies ist für die Fabriion ein großer Vorteil, da dadurch die Zeitspannen,
trend denen die Vorrichtung ohne Nachfüllen arten kann, erheblich vergrößert werden.
ür eine zufriedenstellende Arbeit des Magazins das Gewicht der Zuschnitte unterhalb
des unteren des der Leiste 43 ausreichend sein, um den untersten
Zuschnitt mit Sicherheit
flach zu halten und ein Durchbiegen oder Knittern zu verhindern. Dies hängt von
der Stärke, dem Gewicht und der Starrheit der Zuschnitte ab. Wenn also biegsame
Zuschnitte mit einer starken Neigung, sich durchzubiegen, zugeführt werden, kann
es z. B. notwendig sein, die Leiste 43 so zu kürzen, daß eine größere Menge von
Zuschnitten unter ihr untergebracht werden kann, damit das Gewicht dieser Zuschnitte
ausreicht, um den untersten von ihnen eben zu halten. In diesem Falle kann es wünschenswert
sein, die Höhe des Magazins so zu vergrößern, daß man oberhalb des unteren Endes
der Leiste 43 eine genügende Reserve aufstapeln kann. Bei der dargestellten Ausführungsform
kann man bei verhältnismäßig starren Zuschnitten zufriedenstellende Ergebnisse erhalten,
aber dünnere, biegsamere Zuschnitte würden unterhalb der Leiste 43 das Bestreben
haben, sich durchzubiegen, wodurch Schwierigkeiten bei ihrer Zuführung erfolgen
könnten.