DE1058390B - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Stabilisatoren auf Schiffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Stabilisatoren auf SchiffenInfo
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- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
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- G05D1/08—Control of attitude, i.e. control of roll, pitch, or yaw
- G05D1/0875—Control of attitude, i.e. control of roll, pitch, or yaw specially adapted to water vehicles
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf die Stabilisierung von Schiffen gegen Schlingern oder Stampfen, insbesondere
auf die Steuerung der Stabilisierungseinrichtung bei Schiffen.
In bereits bekannten Stabilisierungseinrichtungen werden die Steuerfunktionen von der Bewegung des
Schiffes abgeleitet. So kann zur Steuerung der Rollbewegung eine zusammengesetzte Steuerfunktion ausgewählt
werden, die eine oder mehrere der Funktionen der Rollbewegung, der Rollgeschwindigkeit und der
weiteren Ableitungen nach der Zeit umfaßt. Alle diese Funktionen zusammen sind das Ergebnis der auf das
Schiff wirkenden Kräfte. Bei einem nichtstabilisierten Schiff bestehen diese Kräfte aus der von außen einwirkenden
Kraft der See und den Kräften, die sich durch das Manövrieren des Schiffes ergeben, sowie
aus den Kräften, die für die Stabilität des Schiffes charakteristisch sind. In einem stabilisierten Schiff
dagegen wirkt noch eine zusätzliche Kraft auf dasselbe, nämlich die Kraft oder Beschleunigung, die ihm
die stabilisierenden Mittel auferlegen.
Bei den bekannten Stabilisierungseinrichtungen werden die Messungen zur Ermittlung der Steuerfunktion
der Schiffsbewegung entnommen. Infolgedessen entsteht die Winkelbeschleunigung und deren
Änderung aus der Summe der natürlichen Kräfte. Wenn dabei ein Schiff einer Winkelbeschleunigung
von beispielsweise 1° je Sekunde unterliegt und die dieser Beschleunigung oder einer der anderen Funktionen
entgegenwirkenden Stabilisierungsmittel eine Stabilisierungskraft oder -beschleunigung von I0 je
Sekunde in entgegengesetzter Richtung erzeugen, dann ist das sich aus den Messungen ergebende Steuersignal
das gleiche, wie wenn keine Winkelbeschleunigung entsprechend aus den natürlichen Kräften vorhanden
wäre. Das bedeutet, daß eine die Stabilisierung des Schiffes bewirkende Kraft erzeugt, gemessen und
dann gleich darauf aufgehoben oder vermindert wird, und zwar auf Grund ihrer eigenen Wirkung zur Veränderung
der Schiffsbewegung.
Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren zur Steuerung von Stabilisatoren auf Schiffen unter Zugrundelegung
der aus der Schiffsbewegung ermittelten Meßwerte des Schiffsrollwinkels, der Rollgeschwindigkeit
und der weiteren Ableitungen nach der Zeit darin, daß die aus der Anwendung der Stabilisatoren
zu erwartenden Winkeländerungen usw. des Schiffes mit den vorstehend genannten Meßwerten verglichen
und eventuell ermittelte Differenzen zur Verbesserung der Steuerung der Stabilisatoren benutzt werden. Die
hierdurch hervorgerufene endgültige Steuerung steht dann in engerer Beziehung zu den natürlichen auf das
Schiff wirkenden Kräften.
In Verbindung mit einer bekannten Stabilisierungs-
Verfahren und Vorrichtung
zur Steuerung von Stabilisatoren
auf Schiffen
zur Steuerung von Stabilisatoren
auf Schiffen
Anmelder:
Muirhead & Co. Limited,
Beckenham, Kent (Großbritannien)
Beckenham, Kent (Großbritannien)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. J. Ingrisch, Patentanwalt,
Wuppertal-Elberfeld, Wall 27-29
Wuppertal-Elberfeld, Wall 27-29
John Bell, Beckenham, Kent (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
flosse als Stabilisator kann eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens einen mit der Flosse
verbundenen Wechselstromgenerator zum Messen der Winkelgeschwindigkeit der Flosse, einen von einer
Wechselstromquelle und dem Generator gespeisten Modulator und eine elektrische Drehmeldeanlage aufweisen,
deren Rotorstellung von der Flossenstellung gesteuert und deren rechtwinklig zueinander angeordnete
Wicklungen von der Wechselstromquelle und dem Modulator gespeist werden, und deren Ausgang zusammen
mit einer Einstellung der Schiffsgeschwindigkeit durch das Wasser zur Verbesserung der Steuerung
der Stabilisatoren benutzt wird. DieAusgangsleistung der elektrischen Drehmeldeanlage kann dabei einer
weiteren Drehmeldeanlage zugeführt werden, deren Rotor den Rotor eines Induktionsreglers mechanisch
betätigt, von dem eine Wicklung mit einer Spannung gespeist wird, die eine Funktion der Rollwinkelbeschleunigung
oder der Rollgeschwindigkeit oder des Rollwinkels oder der Schiffsgeschwindigkeit oder
einer Kombination von diesen Werten bildet, und von dem die andere Wicklung einen Impuls zur Verbesserung
der Steuerung der Stabilisatoren liefert.
In Verbindung mit einer Flosse als Stabilisator kann die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens auch eine von dem Steuerimpuls für die Flosse gespeiste elektrische Drehmeldeanlage
aufweisen, deren Rotor mit der Flosse über eine Hebelanordnung zur Übertragung der Winkelstellung
der Flosse mechanisch verbunden ist und deren Ausgang zusammen mit einer Einstellung der
Schiffsgeschwindigkeit durch das Wasser zur Ver-
m
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Claims (7)
1. Verfahren zur Steuerung von Stabilisatoren auf Schiffen unter Zugrundelegung der aus der
Schiffsbewegung ermittelten Meßwerte des Schiffsrollwinkels, der Rollgeschwindigkeit und der weiteren
Ableitungen nach der Zeit, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Anwendung der
Stabilisatoren zu erwartenden Winkeländerungen usw. des Schiffes mit den vorstehend genannten
Meßwerten verglichen und eventuell ermittelte Differenzen zur Verbesserung der Steuerung der
Stabilisatoren benutzt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 in Verbindung mit einer
Stabilisierungsflosse als Stabilisator, gekennzeichnet durch einen mit der Flosse (1) verbundenen
Wechselstromgenerator (2) zum Messen der Winkelgeschwindigkeit der Flosse, einen von einer
Wechselstromquelle und dem Generator (2) ge- ίο speisten Modulator (4) und eine elektrische Drehmeldeanlage
(3), deren Rotorstellung von der Flossenstellung gesteuert und deren rechtwinklig
zueinander angeordnete Wicklungen von der Wechselstromquelle und dem Modulator (4) gespeist
werden und deren Ausgang zusammen mit einer Einstellung der Schiffsgeschwindigkeit durch
das Wasser zur Verbesserung der Steuerung der Stabilisatoren benutzt wird (Fig. 1).
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l in Verbindung mit einer
Flosse als Stabilisator, gekennzeichnet durch eine von dem Steuerimpuls für die Flosse (1) gespeiste
elektrische Drehmeldeanlage (5), deren Rotor mit der Flosse (1) über eine Hebelanordnung zur
Übertragung der Winkelstellung der Flosse mechanisch verbunden ist und deren Ausgang zusammen
mit einer Einstellung der Schiffsgeschwindigkeit durch das Wasser zur Verbesserung der Steuerung
der Stabilisatoren benutzt wird (Fig. 2).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsleistung der elektrischen
Drehmeldeanlage (3) einer weiteren Drehmeldeanlage (6) zugeführt wird, deren Rotor
den Rotor eines Induktionsreglers (7) mechanisch betätigt, von dem eine Wicklung mit einer Spannung
gespeist wird, die eine Funktion der Rollwinkelbeschleunigung oder der Rollwinkelgeschwindigkeit
oder des Rollwinkels oder der Schiffsgeschwindigkeit oder einer Kombination von diesen Werten bildet, und von dem die andere
Wicklung einen Impuls zur Verbesserung der Steuerung der Stabilisatoren liefert (Fig. 3).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (8) zum Gleichrichten des
vom Induktionsregler (7) gelieferten Ausgleichssignals (Fig. 4).
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum zeitlichen
Verschieben der Anwendung des Ausgleichssignals.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch eine laufende Einstellung
der Schiffsgeschwindigkeit.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© Μ» 528/41 5.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM26963A DE1058390B (de) | 1955-05-02 | 1955-05-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Stabilisatoren auf Schiffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM26963A DE1058390B (de) | 1955-05-02 | 1955-05-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Stabilisatoren auf Schiffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1058390B true DE1058390B (de) | 1959-05-27 |
Family
ID=7299988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM26963A Pending DE1058390B (de) | 1955-05-02 | 1955-05-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Stabilisatoren auf Schiffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1058390B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1188469B (de) * | 1960-01-29 | 1965-03-04 | Siemens Ag | Einrichtung zum Stabilisieren von Fahrzeugen, insbesondere Schiffen |
| DE1272565B (de) * | 1965-05-11 | 1968-07-11 | Bundesrep Deutschland | Anordnung zur raumfesten Stabilisierung von Geraeten auf Fahrzeugen |
-
1955
- 1955-05-02 DE DEM26963A patent/DE1058390B/de active Pending
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1188469B (de) * | 1960-01-29 | 1965-03-04 | Siemens Ag | Einrichtung zum Stabilisieren von Fahrzeugen, insbesondere Schiffen |
| DE1272565B (de) * | 1965-05-11 | 1968-07-11 | Bundesrep Deutschland | Anordnung zur raumfesten Stabilisierung von Geraeten auf Fahrzeugen |
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