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DE1058169B - Elektrode fuer die Funkenerosion unter Verwendung eines dielektrischen Mediums - Google Patents

Elektrode fuer die Funkenerosion unter Verwendung eines dielektrischen Mediums

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Publication number
DE1058169B
DE1058169B DEF21126A DEF0021126A DE1058169B DE 1058169 B DE1058169 B DE 1058169B DE F21126 A DEF21126 A DE F21126A DE F0021126 A DEF0021126 A DE F0021126A DE 1058169 B DE1058169 B DE 1058169B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dielectric
electrode
disk
spark
disc
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF21126A
Other languages
English (en)
Inventor
Cecil Paul Porterfield
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Firth Sterling Inc
Original Assignee
Firth Sterling Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Firth Sterling Inc filed Critical Firth Sterling Inc
Publication of DE1058169B publication Critical patent/DE1058169B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23HWORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
    • B23H1/00Electrical discharge machining, i.e. removing metal with a series of rapidly recurring electrical discharges between an electrode and a workpiece in the presence of a fluid dielectric

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektrode, insbesondere in Form einer umlaufenden Scheibe, für die Funkenerosion unter Verwendung eines dielektrischen Mediums. Das Dielektrikum befindet sich dabei in dem zwischen der Elektrode und dem leitenden Werkstück vorhandenen Funkenspalt, und die formende Elektrode wird über die zu bearbeitende Werkstückfiäche geführt. Eine derartige Scheibenelektrode kann auch als »Funken-Schleifscheife« bezeichnet werden, obwohl kein mechanisches Schleifen erfolgt und sogar jede Berührung zwischen Werkstück und Scheibe unerwünscht ist.
Das verwendete Dielektrikum ist bei den bekannten Erosionsvorrichtungen meist flüssig (Petroleum) oder gasförmig, dabei können jedoch Schwierigkeiten entstehen. Die dielektrischen Flüssigkeiten lassen sich nur schwer auf der Oberfläche einer Scheibenelektrode zurückhalten. Es können zwar kontinuierliche Flüssigkeitszuführungen und Schutzvorrichtungen für die Scheibenflächen eingebaut werden, doch wird stets ein Sprühregen an der Schneidstelle erzeugt, also an der Stelle, wo eine gute Sicht vorhanden sein muß. Die Flüssigkeitswellen, die radial über die Oberfläche der Scheibe fließen, behindern auch den Schleif Vorgang selbst. Die von der umlaufenden Scheibe beim Schleifen des Werkstückes mitgerissene dielektrische Flüssigkeit spritzt herum, so daß der Arbeiter behindert wird. Die Funken können auch den aus der dielektrischen Flüssigkeit entstandenen Nebel, der von der Schleifscheibe abgeschleudert wird, zur Entzündung bringen.
Mit der Erfindung soll eine Scheibenelektrode zum Funkenschleißen geschaffen werden, bei der die erwähnten Schwierigkeiten behoben sind und die auf einfache und billige Weise frei von einem Sprühregen aus dielektrischer Flüssigkeit gehalten wird, so> daß auch keine Entzündung erfolgen kann.
Die Erfindung besteht darin, daß die Scheibenelektrode in bekannter Weise eine poröse Oberfläche besitzt und daß diese mit einem bei Arbeitstemperatur der Scheibenelektrode plastischen dielektrischen Material überzogen ist.
Es wird also die flüssige und die dampfförmige Phase des Dielektrikums vermieden. Selbstverständlich kann an der Stelle des Funkenüberganges selbst während der Dauer der einzelnen Funkenentladung eine winzige Menge des dielektrischen Wachses oder Fettes flüssig oder dampfförmig werden; sie kondensiert und erstarrt jedoch sofort wieder nach Beendigung der Entladung. Das poröse Material der Schleifscheibe erlaubt eine gewisse Bevorratung des Dielektrikums.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besteht das Dielektrikum aus einem plastischen mikro-Elektrode für die Funkenerosion
unter Verwendung eines dielektrischen
Mediums
Anmelder: .
Firth Sterling Inc.,
Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke1 Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenbergr
München 27, Pienzenauerstr. 2,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. August 1955
und 20. April 1956
Cecil Paul Porterfield1 Pittsburgh, Pa. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
kristallinischen Wachs, insbesondere Petroleumwachs, oder aus einem steifen Fett. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß ein Halter, vorzugsweise mit Abstreifern, zum kontinuierlichen Zuführen des dielektrischen Materials vorgesehen ist, der dieses gegen die Scheibenoberfläche andrückt.
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine halbschematische Darstellung eines Funkenstromkreises zum Betrieb einer Funken-Schleifvorrichtung mit der erfindungsgemäßen Scheibenelektrode,
Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht eines mit einem Hartmetallplättchen besetzten Werkzeuges, das ein Beispiel für Werkstücke ist, die mit der erfindungsgemäßen Maschine vorteilhaft geschärft werden können,
Fig. 3 eine vereinfachte schaubildliche Ansicht des bei der Maschine nach Fig. 1 auftretenden Funkenbearbeitungsvorganges,
Fig. 4 eine Draufsicht einer abgeänderten Ausführung der in den Fig. 1 und 3 dargestellten Farmelektrode oder Schleifscheibe, und
Fig. 5 ist ein Querschnitt der in Fig. 4 dargestellten Scheibe nach Linie 4-4 der Fig. 4.
909 528/317
In den Zeichnungen sind zwar verschiedene bevorzugte Formen dargestellt und sind dann näher beschrieben, doch können verschiedene Änderungen und Abwandlungen von diesen Formen \'orgenommen werden. Die Erfindung ist nicht auf die hier dargestellten Ausführungen beschränkt, sondern umfaßt vielmehr alle möglichen Änderungen im Rahmen der Erfindung.
Der Funkenkreis enthält einen Kondensator, der von einer Ladequelle periodisch aufgeladen und dann über den zwischen zwei Elektroden vorhandenen Spalt kurzzeitig entladen wird, wobei die anodische Elektrode das Werkstück und die kathodische Elektrode das formende Werkzertg ist. Um eine Verwechslung mit dem Werkstück, das oft selbst ein Schneidwerkzeug ist, zu vermeiden, wird die Kathodenelektrode einfach als Elektrode bezeichnet. Befindet sich in dem zwischen den Elektroden vorhandenen Spalt ein Dielektrikum, kann die Entladung über den Funkenspalt kurzzeitig erfolgen, üblicherweise in wenigen Mikrosekunden und bei sehr hohen Stromspitzen. In Fig. 1 ist eine Gleichstromquelle 2, beispielsweise ein A7Olhveggleichrichter. mit dem Sammelkondensator 3 verbunden. Ein Ladewiderstand 4, der in einem der Leiter zwischen der Stromquelle 2 und Kondensator 3 eingebaut ist, begrenzt den Ladestromkreis auf einen Sicherheitswert. Die positive Klemme des Kondensators 3 ist mit dem Werkstück 5 \-erbunden, das üblicherweise eine zu schärfende Werkzeugspitze ist und zur Sicherheit geerdet ist. Die negative Klemme des Kondensators 3 ist mit der Scheibenelektrode 6 verbunden. Eine einseitig betriebene Stromleitvorrichtung? liegt in Reihe mit dem zwischen der negativen Klemme des Kondensators und dem Werkstück vorhandenen Funkenspalt. Die Vorrichtung 7 ist polarisiert, so daß sie den Strom in der bezeichneten Vorwärtsrichtung leitet, die Rückschwingströme aber blockiert. Wegen der bei der Entladung des Kondensators auftretenden Spitzenströme erzeugt dieser dargestellte Ladestromkreis bei einem Gleichstrom von etwa 160 V, einem Ladewiderstand von 16 Ohm und einem Kondensator von 4 Mikrofarad Funkenentladungen von etwa 3 Mikrosekunden Dauer bei einer Häufigkeit von 20 000 Entladungen je Sekunde. Die Diode 7 hat in diesem Falle die Form von mehreren parallel geschalteten Germanium-Doppeldioden. Der durchschnittliche Strom beim Betrieb beträgt 6 bis S Amp. Mit Hilfe des Kathodenstrahloszillographen wurden Stromentladespitzen von 250 bis 300 Amp. gemessen. Die Anzahl der Entladungen richtet sich nach der Art des Kippschwingungskreises.
Es können auch Stromkreise mit höherer Spannung verwendet werden, in denen die Funkenhäufigkeit zeitlich geregelt werden kann. Wichtig ist dabei nur, daß die Entladungen über ein Dielektrikum erfolgen, dessen elektrische Eigenschaften hohe Stromdichten ermöglichen und so das Metall rasch entfernen.
In der dem Stromkreis nach Fig. 1 zugehörenden Maschine ist die glattflächige umlaufende Elektrodenscheibe 6 so stark ausgeführt, daß jedes Schwingen oder Biegen der Scheibe vermieden wird und daß eine genügend breite Fläche bleibt, die ein Schleifen an den Seiten oder an der Umfangsfläche der Scheibe ermöglicht. Eine aus Gußeisen bestehende Scheibe von 250 mm Durchmesser und einer Dicke von 12,5 bis 25 mm ist für allgemeine Anwendungen als zufriedenstellend liefunden worden. Die Scheibe ist auf der Welle 8 des Motors 9 angebracht.
Das Isolieren des Motors vom Funkenkreis 1 erfolgt mit der in Fig. 1 dargestellten Anordnung. Der Fuß
10 der Maschine trägt ein Gestell 11, auf dem der Motor befestigt ist. Eine Schutzwand 12 für den hinteren Abschnitt des Fußes schließt den Motor ein und hat eine lotrechte Zwischenwand 13, in der sich die Welle 8 zur Vorderseite des Fußes erstreckt. Ein Kugellager 14 paßt mit seinem inneren Laufring über die Welle, während der Außenlaufring auf der Wand 13 gelagert ist. Eine am Ende des Wellenansatzes vorhandene Isolierbuchse 15 trägt eine mit Paßsitz angebrachte geflanschte Metallbüchse 16, deren Flansch 17 sich nahe der Wand 13 befindet, von der Wand jedoch einen Isolierabstand hat Eine den elektrischen Kontakt mit der umlaufenden Scheibe herstellende Bürste 18 wird isoliert von der lotrechten Wand getragen. Dies ist die Kathodenverbindung für den Funkenentladekreis. Sie ist daher mit der negativen nicht geerdeten Klemme des Ladekondensators verbunden.
Die Scheibenelektrode hat eine Mittelöffnung, so daß sie über die leitende Buchse 16 mit Paßsitz geschoben und an den Flansch 17 angelegt werden kann, an dem sie vorzugsweise mit Schraubenbolzen befestigt wird.
Der Tisch 19 ist waagerecht mit der Scheibe etwas unterhalb ihrer Mitte ausgerichtet, so daß für die maschinelle Bearbeitung eine große Querfläche zur Verfügung steht. Der Tisch ist in bezug auf das Gestell drehbar gelagert, so daß er in verschiedene Winkelstellungen eingestellt werden kann. Die Drehung erfolgt um den Drehzapfen 20 (Fig. 1). Tisch und Gestell sind geerdet, ebenso die positive Elektrode des Kondensators 3. Ein biegsames Kabel 21 kann zusätzlich mit dem Tisch verbunden sein. Ein auf dem Kabel befindlicher, aus Kupfer bestehender Halter wird mit dem Werkstück verbunden. Ein im Gestell gelegener ausziehbarer Trog 23 sammelt das Material, das von der Fläche der Scheibe nach unten in den Raum zwischen Scheibe und Tisch geschleudert wird.
Bei Verwendung der Maschine wird ein zu schärfendes Werkzeug, beispielsweise das in Fig. 2 dargestellte Werkzeug, das ein Hartmetallplättchen 5 a hat, auf den Tisch in der Nähe des nach unten gerichteten Abschnittes der Elektrodenscheibe aufgestellt. Im vorliegenden Falle, in dem sich die Scheibe mit einer Drehzahl von 1750 Umdrehungen je Minute in Rechtsrichtung", gesehen in Fig. 3, dreht, wird das Werkzeug nahe dem rechtsliegenden Abschnitt der Scheibenvorder fläche aufgestellt.
Erfindungsgemäß wird ein bei Arbeitstemperatur der Scheibe plastisches dielektrisches Material verwendet.
Ein besonders geeignetes Material ist ein halbstarres mikrokristallinisches Petroleumwachs. Diese Wachse lassen sich in Formeln sehr schwer beschreiben, da ihre Eigenschaften sich mit der Erdölquelle, den Fraktionen des Erdöls, auf denen sie abgeschieden worden sind, und der Raffinierung ändern. Die Wachse der hier in Frage stehenden Gruppe sind ein bei Raumtemperatur weicher oder plastischer, also halbstarrer Stoff, der sich ohne Brechen biegen läßt, im Gegensatz zu raffiniertem Paraffinwachs. Die Schmelzpunkte aus Rückständen erhaltenen mikrokristallinen Wachse liegen im Bereich von 60 bis 95° C. Wachse mit niedrigerem Schmelzpunkt als 51°C befinden sich bei Arbeitstemperatur der Scheibenelektrode nahe der flüssigen Phase und neigen zum Spritzen. Die besonders erwünschten Eigenheiten der untersuchten mikrokristallinischen Wachse fanden sich im allgemeinen bei den mikro-
1
kristallinischen Wachsen, die nicht von Motoröldestillaten oder Rohölbehälterrückständen, sondern von Rüekstandsöl erhalten wurden. Die kennzeichnenden Eigenschaften sind Geschmeidigkeit, Bruchfestigkeit, Zähigkeit mit hoher Haftfähigkeit und Dehnbarkeit über einen weiten Temperaturbereich. Derartige Wachse sind beispielsweise im Gegensatz zu makrokristallinischen Paraffinwaciheen plastisch und lassen sich ohne Abbröckeln schneiden. Das Wachs wird wegen seiner Eigenschaften nicht von der umlaufenden Scheibe abgeschleudert, sondern haftet an der Scheibe und erscheint als ein gleichförmiger, sehr dünner Film über der gesamten Scheibenfläche. Das Wachs dringt infolge der Porosität des Gußeisens etwas in das Gußeisen ein und wird auf diese Weise in größeren Mengen bevorratet.
Das Wachs wird von Hand auf die Saheibe dadurch aufgebracht, daß ein Lappen mit einem Wachsklumpen einfach gegen die umlaufende Scheibe gedrückt wird. Es ist nur eine geringe Wachsmenge erforderlich, um die Scheibenoberfläche genügend zu überziehen. Die Scheibe wird sodann von Wachs scheinbar wieder freigewischt, doch genügt der zurückbleibende Film zu einem schnellen und wirksamen Funkenschneiden des Werkstückes. Da das Wachs bei Raumtemperaturen plastisch ist, ist zum Aufbringen des Wachses kein Erwärmen der Scheibe erforderlich, und das Wachs läuft auch nicht von der Scheibe ab.
In Fig. 1 ist auch eine mechanische Einrichtung zum Aufbringen des Wachses dargestellt. Am Gestell ist vor der Scheibe und unterhalb des Tisches ein Hohlzylinder 24 aufgestellt. Ein aus Faserglas bestehender Wischring oder Abstreifring 25 umgibt das Ende des Zylinders nahe der Scheibe und liegt an einem unterhalb des Tisches befindlichen Abschnitt der Scheibenfläche an. Der Zylinder ist mit dem zu verwendenden plastischen dielektrischen Material gefüllt. Ein Kolben 2ö, der sich an dem dem Abstreifende gegenüberliegenden Ende des Zylinders befindet, wird vorgeschoben, um das Wachs gegen die Scheibe zu drücken, wenn der auf der Scheibe vorhandene Film erneuert werden muß. Zur Regelung des Wachsauftrages wird der Kolben 26 AOrzugsweise in den Zylinder eingeschraubt. Kolben 26 hat einen Handgriff 27, der bei jedem Zustellvorgang um eine kleine Strecke gedreht wird.
Bei Verwendung des Wachses ist die Schneidleistung hoch und völlig zufriedenstellend. Sie ist nicht auf ein bestimmtes Werkstückmaterial begrenzt. Der Wolframkarbideinsatz und der aus kaltgewalztem Stahl bestehende Schaft des in Fig. 2 dargestellten Werkzeuges können gleichzeitig mit elektrischen Funken bearbeitet werden. Es ist kein vorhergehendes Hinterschleifen des Stahlschaftes erforderlich, wie dies der Fall sein müßte, wenn das Wolframkarbid von einer Diamantschleifscheibe bearbeitet wird. Die Schleifleistung kommt der mit Kerosin oder den schwereren filmbildenden Ölen als Dielektrikum erzielten gleich. Das Wachs war bei einer Materialabnähme bei einem Versuch von 5 Minuten Dauer so wirkungsvoll wie Kerosin und Öl und erforderte kein dauerndes Aufbringen, wie dies bei Kerosin und öl erforderlich war.
Außer dem Messen und Wiegen der abgenommenen Materialmenge können die Beobachtungen hinsichtlich der Schleifleistung der Funkenentladungen auch unmittelbar gemacht werden, indem einfach die Helligkeit und der Ton der Funken beachtet wird. Wenn der Funke »stark« ist und einen scharfen Schlag erzeugt 169
wie bei den Kerosin- und Ölversuchen, dann kann gefolgert werden, daß die Schneidleistung auf oder nahe ihrem Höchstwert ist. Wenn Funkenton und Helligkeit langsam schwächer werden, nimmt auch die Funkenschneidkraft ab. Die Sichtüberwachung der Funkentätigkeit wird von dem dünnen Wachsfilm nicht behindert. Ein mehrere Mimiten dauernder zu hoher Druck auf das Werkstück hat schließlich einen Kurzschluß zur Folge, der nicht nur durch, den Fortfall oder die Verringerung der Funkenhelligkeit und des Funkentones, sondern auch durch die klirrende Berührung zwischen den beiden Metallen angezeigt wird.
Das Wachs ermöglicht eine sehr einfache Betriebseinrichtung, da der Wachsfilm das Werkstück mechanisch in einem Abstand von der Scheibe hält. Bei der Verwendung der Maschine wird, das zu schleifende Werkstück auf den Tisch aufgelegt und zur umlaufenden Scheibe vorgeschoben. Wenn eine Fläche des Werkstückes schwach an der Scheibe anliegt, verhütet der Wachsfilm eine Berührung von Metall mit Metall, was dadurch angezeigt wird, daß der klirrende Ton fehlt. Bei diesem Abstand erfolgt eine Funkenbildung, wobei jeder Funke an einer anderen Stelle der Scheibe auftritt, wie dies durch den Zeitabstand zwischen den Funken und der quer zur Werkstückfläche sich bewegenden, mit Wadhsfilm überzogenen Scheibenfläche bedingt ist. Die umlaufende Scheibe wird nur an der Funkenentladungsstelle momentan örtlich erhitzt. Der Wachsfilm wird selbsttätig aufrechterhalten bzw. an jeder Funkenfläche wieder erhitzt. Als Beispiel für die geringe Größe der auf das Werkstück zur Einwirkung gebrachten Kräfte und Drücke sowie als Beispiel für die leichte Einstellung und Halterung des Werkstückes sei angegeben, daß das Werkstück einfach auf den Tisch aufgelegt und gegen die mit einem Wachsfilm überzogene Scheibenfläche geschoben wird, ohne daß ein mechanischer Druck oder ein von Hand erfolgender Druck ausgeübt wird. Das AVerkstück wird von den schnell sich bewegenden Scheibenflächen in seiner Stellung nicht geändert, und die Funkenbildung hält so lange an, bis die Oberfläche »ausgefunkt« ist und das Werkstück für einen neuen Schnitt wieder vorgeschoben werden muß. Es können jedoch im Bedarfsfall auch kräftige Drücke zur Einwirkung gebracht werden, da der Wachsfilm nicht leicht von der Oberfläche abgerieben wird.
Eine Prüfung der verschiedenen Gußeisenscheiben zeigt, daß diejenigen Scheiben, die einen geringeren Wachsauftrag und eine geringere Wartung erforderten, um die Schleifleistung aufrechtzuerhalten, eine größere Porosität hatten, wobei vorzugsweise die Poren miteinander in Verbindung standen. Die Scheibenoberfläche ist nicht rauh, da die Poren von Gußeisen klein sind und keine fühlbare Abweichung vom glatten Zustand ergeben. Mit einer Stahl- oder Messingscheibe, die porenfrei ist, kann die Funkenbildung nicht so lange aufrechterhalten werden, ohne daß ein sorgfältiger Druckvorschub des Werkzeuges erfolgt und das Wachs erneuert wird. Selbst wenn die Gußeisenscheibe nach langer Verwendung und hoher Funkenbildung warm wird, wird das Wachs in der Scheibe gehalten und nicht von der Scheibe abgeschleudert. Das Wachs verteilt sich vielmehr besser und erneuert sich auf der Scheibenfläche bei fortschreitender Bearbeitung. Scheiben, die bei ihrer Herstellung durch Sintern porös geworden sind, können ebenfalls verwendet werden und haben außerdem noch eine höhere Verschleißfestigkeit.

Claims (7)

Außer Wachsen kann auch ein Fett verwendet werden, d. h. ein öl, das durch irgendein Mittel, z. B. eine Aletallseife, zu einem halbstarren oder plastischen Zustand versteift worden ist. Es ist gewöhnliches Schmierfett auf Kalziumbasis verwendet worden, wobei das Schmieröl in dem Fett offensichtlich den Funkenstrom wirksam wie ein flüssiges öl hielt, während gleichzeitig ein Sprühstrahl ausgeschaltet und ein Schutz gegen Entzündung erzielt wurde. Die begrenzte Verwendung von Fetten, im Vergleich zu Wachsen, beruht hauptsächlich auf ihrer Weichheit. Fett wird leicht von der Scheibe abgeschleudert. Die zum Versteifen des Fettes dienende Metallseifenmenge beeinträchtigt die Bearbeitungsgeschwindigkeit nicht nachteilig. Versuche, bei denen allein Metallseife verwendet wurde, zeigten, daß eine recht günstige Schneidleistung zusammen mit den filmbildenden Eigenheiten und dem Fortfall des Sprühregens sowie der Feuersgefahr erzielt werden konnte. Die Gerüche waren jedoch unerträglich, so daß Metallseifen und auch einige Fette nicht verwendet werden konnten. Mehrere andere Substanzen der halbstarren Gruppe der hochmolekularen Kohlenwasserstoffe sind mit unterschiedlichem Ergebnis versucht worden. \^ase-Iine beispielsweise wurde erprobt und als verwendbar befunden. Vaseline wird jedoch leicht von der Scheibe abgeschleudert und hat außerdem wie die Schmierfette unter den verschiedenen Temperaturbereichen, wie sie an der Scheibenfläche auftreten, keine so zufriedenstellende Viskosität wie die Wachse. Aus der Beschreibung kann von einem Fachmann aus einem Bereich einwandfreier plastischer Dielektriken aus Wachs oder Fett das Geeignete ausgewählt werden. Ebenso kann die Maschine zur Außenseitenbearbeitung verschiedentlich geändert werden. Bei einer drehbankähnlichen Maschine kann die größere Fläche die Fläche des umlaufenden Werkstückes sein, auf die das halbstarre Dielektrikum aufgetragen wird, jedoch ist wie in der »Schleifmaschine« eine Ouerbewegung der einen Elektrodenfläche gegenüber der anderen Elektrodenfläche vorhanden, so daß die abgerissenen Teilchen weggeschwemmt werden. Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten abgeänderten Ausführung ist die Elektrodenscheibe 28 so geformt, daß sie eine gute Zuführung des halbstarren Dielektrikums in den Funkenspalt ermöglicht. Die Elektrodenscheibe 28 weist in bekannter Weise in ihrer Fläche Xuten 29 auf, die die Form von ineinanderlaufenden Archimedischen Spiralen haben. Jede Spirale erstreckt sich über l3/e Umdrehungen und ist ungefähr 1,6 mm breit und tief. Die dargestellte Scheibe weist vier derartige Spiralnuten 29(7, 29 b, 29 c und 29 d auf, die eine 6,5-mm-Teilung und 25-mm-Steigung haben. Es kann natürlich auch eine einzige Spirale mit 6,35-mm-Teilung und 6,35-mm-Steigung verwendet werden, wobei die gleiche Leistung erzielt wird. Teilung und Steigung der Nuten werden unter Berücksichtigung der Drehzahl der Elektrodenscheibe gewählt. Beim Aufbringen des halbstarren. Dielektrikums auf die Fläche der Scheibe wird das Dielektrikum in den Spiralnuten oder Rinnen konzentriert. Bei jeder Umdrehung der Scheibe streichen die mit Dielektrikum gefüllten Rinnen über die Fläche des zu bearbeitenden Werkstückes. Die losgerissenen Materialteilchen des Werkstückes werden aus der Spaltnähe entfernt, und das Dielektrikum wird im Funkenspalt gehalten. Die Elektrodenscheibe 6 muß mit einer solchen Drehzahl betrieben werden, daß die nachfolgenden Funkenentladungen nicht immer an derselben Stelle der Scheibenfläche auftreten. Im anderen Falle wird die Scheibenfläche mit Vertiefimgen versehen, und das Dielektrikum wird an den Stellen entfernt, an denen ständig Funkenentladungen erfolgen. Patentansprüche:
1. Elektrode, insbesondere in Form einer umlaufenden Scheibe für die Funkenerosion, unter Verwendung eines dielektrischen Mediums, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibenelektrode (6) in bekannter Weise eine poröse Oberfläche besitzt und daß diese mit einem bei Arbeitstemperatur der Scheibenelektrodeplastischen dielektrischen Material überzogen ist.
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dielektrikum ein plastisches mikrokristallinisches Wachs ist.
3. Elektrode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dielektrikum ein mikrokristallinisches Petroleumwachs ist
4. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dielektrikum ein steifes Fett ist.
5. Elektrode nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Halter (24), vorzugsweise mit Abstreifern (25), zum kontinuierlichen Zuführen des dielektrischen Materials vorgesehen ist, der dieses gegen die Scheibenoberfläche (6) andrückt.
6. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche der Scheibe eine oder mehrere in diese hineingearbeitete, bekannte Spiralnuten als Vorratsraum für das dielektrische, bei der Arbeitstemperatur der Elektrode plastische Material aufweist.
7. Anwendung eines bei Arbeitstemperatur plastischen dielektrischen Materials bei dem Funkenerosionsverfahren unter Verwendung eines Dielektrikums.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Schriftenreihe des Verlages Technik«, SVT 94.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 909 52&ϊ17 5.
DEF21126A 1955-08-30 1956-08-29 Elektrode fuer die Funkenerosion unter Verwendung eines dielektrischen Mediums Pending DE1058169B (de)

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