DE1057812B - Verfahren zur Steigerung der Transpiration von Pflanzen - Google Patents
Verfahren zur Steigerung der Transpiration von PflanzenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G7/00—Botany in general
- A01G7/04—Electric or magnetic or acoustic treatment of plants for promoting growth
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Description
AQ 1 N
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Z Γ/1OC
H 27329 III/45 f
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 21.MAI1959
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steigerung der Transpiration von Pflanzen in Gewächshäusern
od. dgl. oder im Freien unter Verwendung eines elektrischen Feldes.
Es ist bereits bekannt, auf das Wachstum von Pflanzen durch Schaffung elektrischer Felder im Erdboden
einzuwirken. Man hat zu diesem Zweck als Antennen ausgebildete Netze im Boden angeordnet, an
welche eine elektrische Spannung angelegt wird, so daß zwischen den Bodennetzen ein Stromfluß entsteht.
Durch eine derartige Maßnahme werden nur im Boden ein elektrisches Spannungsgefälle und Stromfluß hervorgerufen,
der aber njfht durch die Pfl^^e selbst
bzw. Tei1f>^Ysei'ü\.ir hindurchgeht.
Es ist weiterhin bekanntgeworden, zur Steigerung des Pflanzenwachstums elektrische Felder anzuwenden.
Hierzu wurde an die oberhalb der Pflanzen angeordneten Elektroden eine geringe negative Spannung
angelegt, um ein elektrisches Feld zu erzeugen. Mit einer derartigen Maßnahme wurden zwar, nach
den Versuchsberichten, gewisse F.rfolge erzielt, doch kann dahingestellt bleiben, worauf diese zurückzuführen
sind. Bei einer derartigen, bekanntgewordenen Verbuchsanordnung vermochte sich aber, rein
theoretisch, ein elektrisches Feld nicht auszubilden, da es durch die positive Ladung des natürlichen elektrischen
Feldes der Erde kompensiert wurde; da letzteres wesentlich stärker ist als das künstlich erzeugte
elektrische Feld, in welchem sich die Versuchspflanzen befanden, wurde in diesem Bereich das vorhandene
natürliche Feld sogar verringert. Unterstellt man aber, daß ein natürliches elektrisches Feld auf
Grund entsprechender Abschirmungen in Gebäuden nicht oder nur ungenügend vorhanden war, so vermochte
sich ein künstliches elektrisches Feld auszubilden, welches aber dem natürlichen Feld genau
entgegengesetzt gepolt war.
Es wurde gefunden, daß sich die Transpiration von Pflanzen und damit deren Wachstum in erheblichem
Maße und in einfacher Weise dadurch steigern läßt, wenn man die Pflanzen in einem künstlich erzeugten
elektrischen Feld solcher Größe wachsen läßt, in welchem die elektrostatische Spannung pro Meter
Höhendifferenz größer als sie in dem natürlichen Feld ist, so daß ein elektrischer Stromfluß von geeigneter
Größe zwischen der Atmosphäre oberhalb der Pflanze und dem Roden bzw. dem Erdreich, in welchem sich
ihre Wurzeln befinden, aufrechterhalten wird. Zur Erzeugung
des elektrischen Feldes gemäß der Erfindung
wird also an die über den Pflanzen befindliche Elektrode
in Form eines isoliert aufgehängten Drahtes oder Drahtnetzes od. dgl. eine positive, außerordentlich
hohe, regelbare Gleichspannung angelegt, wodurch eine Spannung von etwa 1000 V/m Höhendifferenz er-
Verfahren zur Steigerung
der Transpiration von Pflanzen
der Transpiration von Pflanzen
Anmelder:
Dr.-Ing. Fritz Hahn,
Heidelberg, Lutbcrstr. 13a
Heidelberg, Lutbcrstr. 13a
Dr.-Ing. Fritz Hahn, Heidelb °r9'
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
halten wird. Durch den künstlich erzeugten elek-'
trischen Stromfluß, der höher ist als der durch das
natürliche Feld hervorgerufene, wird der Ionenaustausch und damit die Transpiration, d. h. der Pflanzenstoffwechsel,
auf den geeignetsten, günstigsten Wert gebracht.
Der durchschnittliche natürliche elektrische Strom-
fluß von der Atmosphäre zur Erde beträgt etwa 3X10—1β A/cm2. Dies entspricht einem Ionenaustausch
von etwa 2000 Ionen je Sekunde und cm2. Diese Durchschnittswerte schwanken nun aber zeitlich und
örtlich sehr stark. Untersuchungen und Beobachtungen
haben nun gezeigt, daß das Wachstum der Pflanzen u. a. auch von der Größe des Ionenaustauschs zwischen
den Pflanzen und der Luft, d. h. von der elektrischen Stromdichte in beträchtlichem Maße abhängig ist. Bei
Versuchen ergab sich dann, daß man eine erhebliche
und überraschende Wachsturnssteigcrung erzielen kann, wenn man die Stromdichte auf über etwa
10—1B A/cm2 erhöht, wodurch ein Ionenaustausch zwischen
der Pflanze und dcv Luft in der Größenordnung
von etwa 63 000 Ionen je Sekunde und cm2 erhalten
wird. Da bei der erfmdungsgc-mäßen Anordnung die
Feld- bzw. Stromlinien durch die ganze Pflanze gehen und an den Wurzeln in das Erdreich münden, wirkt
die Steigerung des Ionenaustauschs gleichmäßig auf die ganze Pflanze.
Wendet man die Methode gemäß der Erfindung zur Steigerung des Wachstums und damit praktisch auch
zur Steigerung des Ertrags bezüglich deren Früchte bei Gewächshauskulturen an, so stellt man eine Feldstärke
von etwa 1000 V/m ein. Da der Luftwiderstand
in einem Treibhaus im allgemeinen um 1014 Ohm/cm2
beträgt, ergibt sich fin StroniHul.i in der Größenordnung
von etwa 10—u A/cm2, der als Minimalwcrt
angesehen werden kann. Durch Regulierung der Spannung an den Elektroden kann die Stromdichte bzw.
Λ 909 527/135
cie Feldstärke je nach Bedarf den herrschenden Verhältnissen
angepaßt werden.
Eine Erhöhung der Stromdichte läßt sich fernerhin dadurch erreichen, daß die zwischen der Pflanze und
der Elektrode befindliche Luft zusätzlich ionisiert wird, was durch bekannte Mittel geschehen kann.
, Die Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens besteht aus einer Elektrode an sich bereits bekannter Art, z. B. aus einem oder mehreren bzw. einem System von metal- ίο lischen Drähten, welche über den Pflanzen angeordnet sind, und die mit dem positiven Pol einer Gleichspannungsquelle verbunden ist. Der negative Pol der Gleichspannungsquelle Hegt an einer Erdelektrode.
, Die Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens besteht aus einer Elektrode an sich bereits bekannter Art, z. B. aus einem oder mehreren bzw. einem System von metal- ίο lischen Drähten, welche über den Pflanzen angeordnet sind, und die mit dem positiven Pol einer Gleichspannungsquelle verbunden ist. Der negative Pol der Gleichspannungsquelle Hegt an einer Erdelektrode.
Die Gleichspannungsquelle hat vorzugsweise Mittel, um die Gleichspannung regulieren zu können, damit
sie den gegebenen Verhältnisse in geeigneter Weise angepaßt werden kann.
Claims (3)
1. Verfahren zur Steigerung der Transpiration von Pflanzen in Gewächshäusern od. dgl. oder im
Freien, unter Verwendung eines elektrischen Feldes, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzen
20 in ein künstlich erzeugtes, regelbares elektrisches
Feld solcher Größe gebracht werden, in welchem die elektrostatische Spannung pro Meter Höhendifferenz
größer ist als diejenige des natürlichen Feldes und durch welches ein elektrischer Stromfluß
von geeigneter Größe zwischen der Atmosphäre oberhalb der Pflanze und dem Boden bzw.
Erdreich, in welchem sich ihre Wurzeln befinden, aufrechterhalten wird.
2. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gegenzeichnet durch oberhalb
der Pflanzen angeordnete, gegenüber Erde an eine hohe positive Gleichspannung angelegte, an sich
bekannte Elektroden.
3. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch an sich bekannte Mittel zur Erhöhung der
Ionisierung der zwischen den Pflanzen und den Elektroden befindlichen Luft.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift »The scientific monthly«, March 1944,
Zeitschrift »The scientific monthly«, March 1944,
S. 207 bis 217;
Zeitschrift »Journal of the Franklin institute«, Sep-
tembre 1957, S. 169 bis 180.
90» 527/135 5.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH27329A DE1057812B (de) | 1956-06-16 | 1956-06-16 | Verfahren zur Steigerung der Transpiration von Pflanzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH27329A DE1057812B (de) | 1956-06-16 | 1956-06-16 | Verfahren zur Steigerung der Transpiration von Pflanzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1057812B true DE1057812B (de) | 1959-05-21 |
Family
ID=7150549
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH27329A Pending DE1057812B (de) | 1956-06-16 | 1956-06-16 | Verfahren zur Steigerung der Transpiration von Pflanzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1057812B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2451707A1 (fr) * | 1979-03-20 | 1980-10-17 | Tessier Michel Patrick | Procede hydroponique de culture destine a l'alimentation animale et procede pour sa mise en oeuvre |
| EP0791651A1 (de) * | 1996-01-31 | 1997-08-27 | IPR-Institute for Pharmaceutical Research Riehen AG | Method zur Behandelung von biologischem Material |
-
1956
- 1956-06-16 DE DEH27329A patent/DE1057812B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2451707A1 (fr) * | 1979-03-20 | 1980-10-17 | Tessier Michel Patrick | Procede hydroponique de culture destine a l'alimentation animale et procede pour sa mise en oeuvre |
| EP0791651A1 (de) * | 1996-01-31 | 1997-08-27 | IPR-Institute for Pharmaceutical Research Riehen AG | Method zur Behandelung von biologischem Material |
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