DE1056537B - Vorrichtung zum Befoerdern einer Anzahl gleichartiger Koerper an vorgegebene Plaetze, insbesondere zum Beschicken von Kernreaktoren - Google Patents
Vorrichtung zum Befoerdern einer Anzahl gleichartiger Koerper an vorgegebene Plaetze, insbesondere zum Beschicken von KernreaktorenInfo
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- DE1056537B DE1056537B DEB47326A DEB0047326A DE1056537B DE 1056537 B DE1056537 B DE 1056537B DE B47326 A DEB47326 A DE B47326A DE B0047326 A DEB0047326 A DE B0047326A DE 1056537 B DE1056537 B DE 1056537B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
KL.81e 83/02
INTERNAT. KL. B 65 g
B47326XI/81e
AKMELDETAG: 2. JANUAR 1958
BKKANWTMAGHDNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AHSLEGESCHRIFT: 30. AP RIL 19 5 9
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AHSLEGESCHRIFT: 30. AP RIL 19 5 9
Bei Reaktoren müssen beispielsweise die Brennstoffelemente -unter gas- und strahhingssiaherem Verschluß
ferngelenkt an ihre vorbestimmten Plätze gelegt werden. Zu diesem Zweck sind bereits fernsteuerbare
Legevorrichtungen bekannt, die in einem vorbestimmten Bewegungsvorgang die Brennstoffelemente
einzeln ergreifen und an den jeweils zugehörigen Platz transportieren.
Soll jedoch eine größere Anzahl von Brennstoffelementen in den Reaktprraum transportiert werden,
so dauert der Vorgang mit der bekannten Anordnung verhältnismäßig lange. Die Erfindung betrifft daher
eine Einrichtung, die unter anderem ein wesentlich schnelleres und einfacheres Legen der Brennstoffelemente
als bisher ermöglicht.
An sich sind Verteilvorrichtungen zum Beschicken von Industrieöfen bekannt, die mit einem heb- und
senkbaren Beschickungsrohr mit Gelenkteilen und ineinander verschiebbaren Teilen arbeiten. Andererseits
sind Verladeeinriohtungen bekannt, bei denen zum Verteilen des Schüttgutes mit Seilzugbetätigung ausfahrbare
und verschließbare Teleskoprohre Verwendung finden. Ferner sind Schüttrohre aus Gelenkgliedern
bekannt, bei denen die Einzelglieder mit starren, als ösen für ein zusammenhaltendes Zugmittel
dienenden Auslegern versehen sind. Ähnliche Gelenkrohre sind auch bereits als biegsame Maste für
Hebezeuge od, dgl. benutzt worden.
Die Erfindung benutzt in neuartiger und vorteilhafter Kombination diese an sich bekannten Einzelheiten
für das Beschicken eines Kernreaktors mit Brennstoffelementen od. dgl. und zum Verteilen dieser
Elemente auf den Reaktorraum. Sie besteht in der folgenden Vereinigung der teilweise an sich.bekannten
Merkmale:
1. einem Gelenkrohr, das aus mehreren starren Einzelgliedern besteht, die gegeneinander um einen
kleinen Winkel schwenkbar miteinander verbunden sind und mindestens teilweise starre Ausleger mit
ösen an den Enden besitzen,.
2. einem Teleskoprohr, an dessen beweglichem Ende ein Endglied des Gelenkrohres befestigt ist,
3. Seilzügen, die zum Ein- und Ausfahren des Teleskoprohres sowie zum Bewegen des Gelenkrohres
dienen, indem, sie am freien Endglied des Gelenkrohres befestigt und an den übrigen Ekizelgliedern
durch die ösen der Ausleger beweglich geführt sind. . ■
Die Erfindung sei an Hand der Ausführungsbeispiele
in den Abbildubgen 'erläutert . .. - - - .
Abb. 1 zeigt, die Gesamtanordnung, wie sie; zum
Legen von Brennstoffelementen im Reaktor verwendet wird, . ..- _■-..-.· .-
Abb. 2 ein Gelenkrohr. -...".. .;;
Vorrichtung zum Befördern
einer Anzahl gleichartiger Körper
an vorgegebene Plätze, insbesondere zum Beschicken von Kernreaktoren
Anmelder:
Brown, Boveri & Cie. Aktiengesellschaft, Mannheim-Käfertal, Boveristr. 22,
und
Aktiengesellschaft für Unternehmungen der Eisen- und Stahlindustrie,
Essen, Altendorf er Str. 103
Dr. Rudolf Schulten, Mannheim,
Dipl.-Ing. Andreas Setzwein, Neuhermsheini,
und Helmuth Braun, Rülzheim,
sind als Erfinder genannt worden
Abb. 3 ein Einzelglied davon;
Abb. 4 bis 8 beziehen sich auf ein Teleskoprohr mit dessen Einzelheiten,
Abb'. 9 bis 13 auf einen Seilantrieb und '. -
Abb. 14 und 15 auf ein Zubehörteil, den Vorratsbehälter für. Brennstoffelemente.
Aus Abb. 1 erkennt man, daß im Reaktor das Legen der beispielsweise kugelförmigen Brennstoffelemente
über eine relativ große Entfernung erfolgen muß, nänrlich von einem VorratsbehälterT bis" in den
Reaktorraum 16, wobei noch zu beachten ist, daß nicht die volle Höhe der Anordnung gezeigt ist, sondern
nur deren wesentliche Teile; wie durch waagerechte Doppelstriche angedeutet ist, sind die Einzelteile nicht
in ihrer ganzen Länge, sondern nur in ihren Endteilen dargestellt. Ferngesteuert wird die gesamte Beförderungseinrichtung
von einem Bedienungspult 24 aus. Die ganze Einrichtung wird über Seilantriebe betätigt,
die sich in einem Behälter 3 befinden, in den ein aus mehreren Einzelrohren bestehendes Teleskoprohr
8 mit einem am letzten Einzelrohr 14 befestigten Gelenkrohr 15 eingefahren werden kann, wenn die
Einrichtung nicht mehr benötigt wird und der ge1-
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füllte Reaktor in Betrieb "genommen werden soll. Diese Seilantriebe gestatten die Auf- und Abbewegung
des Teilrohres 14 mit dem Gelenkrohr 15, die Steuerung der Schwenkung "bzw. Krümmung des "'
Gelenkrohres 15 und 'die Betätigung eines-Verschiu'sses '-19
zur Regulierung des Auslaufens der zu legenden Kugeln am Ende des Rohres 15. Bei Inbetriebnahme
wird der Reaktor durch eine-Drehverschließscheibe 57 verschlossen, die durch" einen Motor 25 über ein Getriebe
26 angetrieben wird.f ;
Ist der Vorratsbehälter ί leer, so kann er an einem
über eine- Leiter 54 zugänglichen Antrieb 46 zusammen mit der zugehörigen "Einlaßöffnung des Behälters
3 gas- und strahlungssicher verscbloeiefiij^vom '
Behälter 3 gelöst und abtransportiert bzw. gegen einen vollen gleichartigen Vorratsbehälter ausgetauscht
\verden. Aber auch der Behälter 3 läßt sich bei geschlossener Drehscheibe 57 nach dichtem Verschließen
seiner entsprechenden unteren öffnung abtransportieren
bzw. auswechseln. ao
Das in Abb. 2 in seinen Einzelheiten dargestellte " Gelenkrohr 15 besteht aus einer Kette von starren
Einzelgliedetra 33, die dtirdh Verbindungsstücke 34
miteinander so verbunden sind, daß jeweils zwei benachbarte Einzelglieder gegeneinander um einen
kleinen Winkel verschwenkt werden können. An einem Ende ist das Rohr 15 am letzten-Einzelrohr14
des Teleskoprohres 8 befestigt und am anderen Ende trägt es eine Verschlußklappe 19, die an ihren Versteifungsrippen
allein in zwei Gelenken 20, 21 gehalten wird.- Am Gelenk 21 der Klappe 19 ist ein
Gegenglied 22 befestigt, das einen Anschlag gegen das letzte Einzelglied des Gelenkrohres bildet und dort
fest aufliegt, weil ein daran befestigtes Zugseil 18, das durch ösen 60 an den Einzelgliedern beweglich geführt
ist, angezogen ist. Die Kraft, mit der das Seil 18 angezogen ist, bestimmt die Krümmung des
Rohres 15; d. h., durch entsprechendes Ziehen am..Seil
18 wird das Rohr .15 ausgelenkt.. Dabei bleibt die Klappe 19 um das Gelenk 21 drehbar. Ein gegenüberliegendes
Seil 17 überträgt nur eine geringe Zugkraft und hält die Klappe 19 geschlossen; Wird das Seil 17
losgelassen, so öffnet sich-..die Klappe 19, indem sie
sich unter dem Druck der dagegenliegenden Kuigeln um das Gelenk 21 (im Bild im Uhrzeigersinn) dreht
und das Seil 17 nachzieht "Die ganze Anordnung ist
symmetrisch, so daß statt, des Seiles 18 das Seil 17
angezogen und das Rohr 15 nach, der anderen Seite äüsgelenkt werden kann. ' '
An Stelle einer Verschlußklappe 19 kann selbstyerständlioh
eine beliebige Verschluß- oder Ausflußreguliervorrichtüng neben irgendwelchen sonstigen
Einrichtungen angebracht sein, z. B. eine durch .ein Druckmittel gesteuerte. So kann das letzte Einzelglied
33 innen eine aufblasbare .Gummimanschette aufτ
weisen. Die DruckmitteUeitung ist dann am Gelenkrohr entlangzuführen,...was", am, ;schonendsten, !und
"sichersten in der Seele eines Zugseiles geschiäit, ;.,_
'Das Ende des Gelenkrglir.es-hatdrei Freiheitsgrade:
den ersten in der -Vertikalen" durch.Auf- .uiid_Äbf
bewegen des Teleskoprohres· (mit: .dem[Ende 14); 'in
Richtung der senkrechten "Ächse4;;deiiVzweiten, in
einemliorizontalen Kreis durch^^Drehen: des.TelesköJ?r
rohres um diese senkrechte" Achse -und [den; dritten iii
radialer Richtung durcii'.Aiiz.iehen z.-B^desj^eiies.!^
wobei-die. senkrechte Bewegungskomp~orie^^
eme entsprechende,yert&Tefgewegung"des^Älf
ausgegiichen werden kaWn.^nmrhalb"einp
Raumes jst^alsftjedeiji^uiycf fm lääs .ffi^
Gelenkrohres 15"erreiciitrar. '"'* -"'"'""
HI308 002 i
25
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55 Abb. 3 zeigt ein starres Einzelglied 33 des Gelenk-
robres im Querschnitt, damit insbesondere die An-Ordnung
der beweglichen Seilführung durch, die starr "an Auslegern 59 befestigten ösen 60 deutlich wird.
Abb. 4 -zeigt· das ausgefahrene Teleskoprohr 8 im
Längsschnitt. Das eine auf das Gelenkrohr zeigende F,nde jedes Einzelrohres trägt einen außen herumgelegten
Ring 32, der die Aufgabe hat, erstens das Einzelrohr mechanisch zusammenzuhalten, zweitens
als Anschlag beim Zusammenziehen des Teleskoprohres für das nächste darübergestülpte Einzelrohr zu
dienen und drittens als Anschlag beim Ausfafaren des
Teleskoprohres für das jeweilige Einzelrohr an entsprechend bemessene, in der Betonwand 62 befestigte
Gegenkörper 63 zu dienen. Am letzten Einzekohr 14 hängt an Gliedern 34-das Gelenkrohr, dessen zwei Betätigungsseile
17,18 mit durch" das Teleskoprohr 8 geführt sind. .-.
In Abb. 5 ist ein Einzelsegment 31 irn Längs- und
£)uerschnitt, und in Abb. 6 der etwa zur Mitte genommene Querschnitt eines Einzelrohres des Teleskoprohres
dargestellt, das aus vier Einzelsegmenten 31 aufgebaut ist, die nur an den ausschiebbareri Enden
durch den umgelegten Ring zusammengehalten werden, der gleichzeitig beim Ein- und Ausfahren des
Teleskop-rohres als Anschlag dient. (Die Zahl der Einzelsegmente 31, die ein Einzelrohr bilden, ist jedoeh
unwesentlich).. Sonst sind die Einzelsegmente 31 über die ganze Länge völlig, voneinander getrennt.
Der Querschnitt durch ein 'Einzelrohr dies TeIeskoprohres
nach Abb..7 unterscheidet sich gegenüber Abb. 6 nur dadurch,- daß am inneren Ende der
Flankender Segmente 31 .über die Länge, des Einzelrohres .diese verbindeiide.-besonders dünne Wände 6-1
vorgesehen sind, die nicht viel mechanischen Halt geben, aber das Teleskoprohr gegen zerbröckelnde
Körper und pulverförmige, flüssige oder gasförmige Stoffe abdichten, wenn es einmal in einem anderen Zusammenhang
gebraucht werden soll. In diesem Fall sind die Flanken der Einzelsegmente 31 zusammen
mit "den dünnen Stirnwänden 61 also noch als nach
innen.reichende Längsinuten anzusehen, die zur Führung
der "durchzuleitenden Körper und zur gegenseitigen Führung der Einzelrohre dienen. Die dünnen
Wände 61 bewirken, daß bei ausgefahrenem Teleskoprohr sich der für die. beispielsweise durchzuleitendeii
Kugeln freie. Raum über die Länge des Teleskoprohres nicht'wesentlich.-ändert. .Das unterste Rohe braucht
ja gerade nur den Kugeldur.chmesser freizulassen, während das nächste über das jeweils kleinere überschiebbare
Rohr innen.nur um „die Dicke der dünnen Wände6A~ weiter, sein ,muß. Diese geringe Quer-"schni.ttsänderung.'überÜas
Gesamtrohar ist mit einem herkömmlichen, .aus kreiszylindrischen. Einzelrohrai
bestehenden Teleskoprohr, bei .gleichen Anfofderungen
an..die.mechatiisq.he.Stabilität jaicht.zu erreichen und
vef&indpst>.„daß?',.sicji.- z^Bwdie-Kugeln· Lm/'flfei.testen
Ende „des". /Teleskoprohres'-"gegenseitig verklemmen
könnend.. Außerdem., .wörä .dter ,.-V>erschMß .. sowohl
der. durchgleitenden-'Körper-^lIs..'äudh dps Teleskopbliies
.^g^n^er^^eaZbikannten.Rohren rverringert,
WaMe'6T'diesen Korpefn'riur selir
kantgji biaten,.^,. v^?, ε.Γί
l3Sofi"däs 'Tä^oJ^l
kantgji biaten,.^,. v^?, ε.Γί
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benen.
^EnäerJfes
Kprg^. durd^lexte^
jfti^tet^.aeiiir-. so. ei|^enr".^ch'..Ein?;eIro^!5e* naph AbBTo nooh"besser, weil äbftJder Querschnitt für;,die Kugeln über das ganze Rohr..,ex,akjt, ^ojostan* ijstj-'unä überhaupt keine Kanten, auf 'die die"Kügeln aufstoßen
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können, vorhanden sind, so daß hier die Möglichkeit 42 laufen, um über die Kupplungen 13 und Schnecken
des Verklemmen« und der Verschleiß von Kugeln und 41 die Seiltrommeln 10 antreiben zu können,
Teleskoprohr ganz fortfällt. . Die Abb. 10 bis 12 zeigen die jeweils etwas gegen-
Ein nach diesem Muster aufgebautes Teleskoprohr einander versetzten Seilantriebe bzw. entsprechende
zeigt Abb. 8 im Querschnitt im zusammengefahrenen 5 Aufwickelvorrichtungen für Schläuche, Kabel usw.,
Zustand gleichzeitig mit eingefahrenem Gelenkrohr. die aus der Innenverzahnung 43 am Behälter 3, den
Die Innenkanten der Flanken- der ineinandergescho- Zahnrädern 40 mit Schneckenantrieb 41 und Seilbenen
Kreissegmente ergänzen sich nahezu zu. einem trommeln 10 im eisernen Behälter 37 und den entkoaxialen,
das Gelenkrohr umgebenden Kreiszylinder, sprechenden, von oben in das Teleskoprohr geführten
der deshalb zur Seite nicht ganz geschlossen ist, damit io Seilen bzw. Kabeln oder Schläuchen bestehen. In
die Ausleger des Gelenkrohres 15 mit den Seilzügen Abb. 10 sind das die Seile 44 für das Ein- und Aüs-17,
18 in den Kreissegmenten untergebracht werden fahren des Teleskoprohres, in Abb. 11 die Kabel 22
können. Damit sind die mechanisch, empfindlichen und die Schläuche 23 und in Abb. 12 die Seile 17, 18
Teile der Anordnung geschützt und platzsparend für die Schwenkbewegung des Gelenkrohres.
untergebracht. Aus gleichen Erwägungen befinden 15 Abb. 13 zeigt den Antrieb, der den ganzen Behälter
sich in den Segmenten auch elektrische Leitungen 22, 37 und das Teleskoprohr über das Zahnrad 36 und die
Druckgasverbindungen 23 und die Seilzüge 44 zum feste Innenverzahnung 39 des Behälters 3 dreht und
Ein- und Ausfahren des Teleskoprohres. Im Inneren aus dem Motor 11 und dem Getriebe 12 besteht,
des Gelenkrohres 15 können bei jeder Einstellung des In den Abb. 14 und 15 ist ein auf den Behälter 3
Teleskoprohres Brennstoffkugeln 2 duicihgleiten.. 20 passender Transportbehälter mit seinen Einzelheiten
In Abb. 9 sind die Einzelheiten des Aufnahme- erkennbar, und zwar in Abb. 14 von der Seite und in
behälters 3 für das Teleskoprohr 8 (gerade aus- Abb. 15 von oben, im teilweisen Schnitt gesehen. Die
gefahren) mit den Antriebselementen gezeigt. Der Be- einzelnen BreninstoffTcugeln 2 können durch Verschlüsse
halter 3 selbst steht mit seiner Weicheisendichtuag 64 55 in verschiedene, durch Seitenwände 27 und Böden
auf der Drehverschließscheibe 57, die in der Ruhe 25 28 begrenzte zweigängige Wendeln gefüllt werden
wiederum durch eine Weicheisendichtung 65 und bei und gleiten in diesen hinunter, bis sie an einer druckder
das öffnen oder Schließen bewirkenden Drehung luftgesteuerten Ausfluß reguliervorrichtung 9 aufgeum
die Achse 66, bei der sie auf dem durch Hydrau- halten werden. Da der gezeigte Behälter sieben zweilikheber
67 angehobenen Rollenlager 68 läuft, durch gängige Wendeln hat, lassen sich grundsätzlich vierdie
mit passiver Sperrflüssigkeit gefüllte Dichtung 69 30 zehn verschiedene Kugelsorten für verschiedene
gas- und strahlungssicher abgedichtet ist. Zwecke (Brennstoff, Brutstoff, Moderator, Falsch-
In jeder Stellung und in jedem Bewegungszustand kugeln usw.) speichern, die in beliebig gesteuerter
des Teleskoprohres können aus dem Vorratsbehälter 1 bzw. programmierter Reihenfolge mittels entsprechendurch
die Öffnung 70 Brennstoffelemente· in das TeIe- der Betätigung der Regulierorgane 9 in das Teleskopskoprohr
8 abgegeben werden. Der Antrieb zum Ein- 35 rohr 8 abgegeben werden können. Falschkugeln benö-
und Ausfahren des Teleskoprohres 8 und zum Be- tigt man 2. B., wenn die eigentlichen Brennstoffkugeln
wegen des Gelenkrohres erfolgt durch einen einzigen, (z. B. beim homogenen Reaktor mit Graphit zugemeinsamen
Motor 11 und eine Schnecke 35 an einem sammengepießtes Uran oder dergleichen) kein freies
Getriebe 12. Die Bewegungen in den einzelnen Frei- Fallen bei völlig leerem Teleskoprohr zu Beginn der
heitsgraden erfolgen, wenn entsprechende elektroma- 40 Beschickung über die Länge des Behälters 3 vertragen,
gnetische Kupplungen 13 eingekuppelt werden. Die Die Anordnung der Elemente in Wendeln ist unter
Kupplungen 13 sind einzeln ein- und ausrückbar. Bei den gegebenen Bedingungen besonders platzsparend,
eingerückter Kupplung 13 wird jeweils eine zu- Wesentliche neue konstruktive Merkmale weisen
gehörige Seiltrommel 10 gedreht und dadurch das ent- von einem gemeinsamen Antrieb zu betätigende Versprechende
Bedienungsseil betätigt. Diese Anordnung 45 Schlüsse 6, 7 der beiden Behälter 1, 3 auf. Diese Verhat
den Vorteil, daß ein programmierter Legevorgang Schlüsse sollen nur geöffnet werden, nachdem der Beunabhängig
von der Geschwindigkeit des Motors 11 halter 1 auf den Behälter 3 aufgebracht, an Scbrauist,
der sonst mit erheblichem Aufwand auf einer ge- ben 4 festgeschraubt und dadurch an den Weicheisen nügend
konstanten Geschwindigkeit gehalten werden dichtungen 5 fest aufgepreßt und die Dichtigkeit des
müßte. 50 Zwischenraumes 56 durch Beaufschlagen mit Druck-
Im gezeigten Beispiel sind Bewegungen in anderen gas geprüft ist. Der Druck im Raum 56 kann gegebe-Freiheitsgraden
nur ausführbar,, wenn sich das TeIe- nenf alls zur Sicherung belassen werden,
skoprohr gleichzeitig um seine Längsachse, d. h. das Der Verschluß 6 des Behälter 3 kann nur durch
Ende des Gelenkrohres im Kreise dreht. Die Brenn- Verdrehen eines Vierkants am Ende einer Spindel 51
Stoffelemente werden also ringweiee gelegt. Jeweils 55 geöffnet werden, die an einem starr mit dem Behälter 3
wenn ein Ring voll ist, wird kurzzeitig eine elektro- verbundenem Bügel 50 geführt ist. Bei abgenommenem
magnetische Kupplung 13 eingekuppelt, wodurch ein Behälter 1 ist der Behälter 3 wenigstens ohne Werk-Seil
ein Stück angezogen bzw. abgelassen^ wird, so zeug überhaupt nicht zu öffnen. Erst bei aufgesetztem
daß das Legen in einem neuen Ring beginnt. Dieses Behälter 1 kann auf dem Vierkant ein Vierkantgegenkurzzeitige
Einkuppeln kann auch durch das Berühren 60 stück 52 -durch eine an einem kleinen Handrad 71 bevon
entsprechenden Kontakten durch mit dem TeIe- tätigte Fühlspindel 53 aufgesetzt und durch Drehen
skoprohr 8 umlaufende Nocken erfolgen. einer großen als Verschluß antrieb dienenden Antoebs-
Uber das Getriebe 35 wird das Zahnrad 36 ange- spindel 46 betätigt werden. Die einzelnen Antriebstrieben, das auf einer festen Innenverzahnung 39 des spindeln 46 und 53 sind dabei durch Stopfbuchsen 29
Behälters 3 läuft und dadurch den inneren, den gesam- 65 und mit Druckgas beaufschlagte Zwischenräume 30
ten Aufbau tragenden und auf einem Rollenlager 38 .. abgedichtet.
laufenden Behälter 37 um seine Längsachse dreht. Der -■
Die-Verschlußschieber 7 des Behälters 1 können bei
Motor 11 wird bei der Drehung über Schleifkontakte ' abgenommenem Behälter ebenfalls nicht durch
43 versorgt, ebenso die Kupplungen 13, während Drehung der Antriebsspindel 46 hochgezogen werden,
Zahnräder 40 an weiteren festen Innenverzahnungen 70 wodurch auch ein Öffnen des Behälters 1 verhindert
Claims (13)
1.5
1. Vorrichtung zum Befördern einer Anzahl gleichartiger Körper an vorgegebene Plätze, z. B.
in Vorrats- oder. Reaktionsräume, insbesondere zum Beschicken von Kernreaktoren, gekennzeichnet
durch die Kombination folgender teilweise an ao sich bekannter Merkmale:
a) ein Gelenkrohr (15), das aus mehreren starren
Einzelgliedern (33) besteht, die gegeneinander um einen kleinen Winkel schwenkbar miteinander
verbunden sind und — mindestens teilweise — starre Ausleger (59) mit ösen (60) an
den Enden besitzen,
b) ein Teleskoprohr (8), an dessen beweglichem Ende (14) ein Endglied des Gelenkrohres (15)
befestigt ist,
c) Seilzüge (17, 18), die zum Ein- und Ausfahren des Teleskoprohres (8) sowie zum Bewegen des
Gelenkrohres (15) dienen, indem sie am freien Endglied des Gelenkrohres befestigt und au
den übrigen Einzelgliedern durch die ösen (60) der Ausleger (59) beweglich geführt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Endglied des Gelenkrohres
(15) eine vorzugsweise über mindestens einen Seilzug betätigbare Verschlußklappe (19)
vorgesehen ist. ■
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 unter Verwendung von zwei Seilzügen, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Seilzüge (17. 18) an den Auslegern (59) des freien Endgliedes des Gelenkrobres beweglich
durch ösen (60) geführt und je an einem '
Gelenk (20, 21) der Verschlußklappe (19) derart befestigt, sind, daß die Verschlußklappe (19) beim
Loslassen eines der beiden Seile (z. B. 17) unter Drohung um das Gegengelenk (21) zu öffnen,
bzw. durch Anziehen dieses. Seiles (17) wieder * schließbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung einer am freien
Endglied des Gelenkrohres (15) angebrachten, durch ein Druckmittel gesteuerten Verschluß- oder'"'
Regulier vorrichtung, eine Druckmittelleitung am Gelenkrohr entlang geführt und hierfür an der
Seele eines der Zugseile angebracht ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelrohre
des Teleskoprohres zur Führung der dtorchzuileitenden
Körper und zur gegenseitigen Führung der Einzelrohre nach innen reichende Längsnuten besitzen.
- -
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innenliegenden Stirnwände
(61) der Längsnuten wesentlich dünner sind als ..die übrigen Wandteile der Einzelrohre.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelrohre
■ des Teleskoprohres aus mehreren über die Länge
des Einzelrohres völlig getrennten Kreissegmenten (31) bestehen, die an ihrem ausschiebbaren Endedurch
einen außen herumgelegten Ring (32), der gleichzeitig beim Ein- und Ausfahren des TeIe-.
. skoprohres als Anschlag dienen kann, zusammengehalten
werden, und deren Flanken sich bei zusammengeschobenem Teleskoprohr ganz oder nahezu zu einem koaxialen Kreiszylinder ergänzen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
einzelnen Nuten bzw. innerhalb der einzelnen
■ Kreissegmente (31) die Aufrichtungen zum Ein-
und Ausfahren des Teleskoprohfes und/oder zum Betätigen des Gelenkrohres und dessen Verschlußklappe,
ferner die Seilzüge, die Schlauchverbindungen sowie elektrische Leitungen für sonstige
Steuer- und Regelvorgänge untergebracht sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß ein gemeinsamer Antrieb für das Ein- und Ausfahren des Teleskoprohres und
zum Bewegen des Gelenkrohres vorgesehen ist in Gestalt eines Motors (11) mit mehreren, einzeln
ein- und ausrückbaren Kupplungen für den Antrieb von Seiltrommeln (10) für die Seilzüge.
10. Vorrichtung nach -Anspruch 9 in. Anwen-.
dung bei Reaktoren, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb mit den Seiltrommeln, und Kupplungen
in einer strahlungssicheren Umhüllung (3) angeordnet ist, in die das Teleskoprohr mit dem
Gelenkrohr einziehbar ist und die bei eingezogenem Teleskoprohr und Gelenkrohr dicht und strahlungssicher
verschließbar ist und dadurch eine zu- und abtransportierbare Einheit bildet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß -die Umhüllung (3) auf eine
Drehverschließscheibe (57) dicht aufsetzbar und das Teleskoprohr mit dem daranhängenden Ge-.
lenkrohr durch diese Scheibe hindurch in den Reaktorraum einbringbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch· gekennzeichnet, daß auf die Umhüllung (3)
ein Vorratsbehälter (1) -für die einzubringenden Körper dicht aufsetzbar und gas- und strahlungssicherabnehmbar
ist. ...
13."Vorrichtung nach Anspruch 12/. dadurch gekennzeichnet,
daß am Vorratsbehälter (1) ein Verschlußantrieb (46) vorgesehen ist, der .gleichzeitig
einen gas- und straMungssichearea Verschluß (.6)
des Behälters (1) mit einem, gas- und strahlungssicheren Verschluß (7) der Umhüllung (3) zu öffnen
oder zu schließen vermag, der aber nicht einen -- -der beMenrVerschlüsse (6, 7.) allein öffnen kann.
In Betracht gezogene Druckschriften: ■
Deutsche Patentschriften Nr. 435 596, 8Q3 888,
528; , " "
USA.-Patentschriften Nr. 2-524 748, 2 772 764.
Deutsche Patentschriften Nr. 435 596, 8Q3 888,
528; , " "
USA.-Patentschriften Nr. 2-524 748, 2 772 764.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
©909 508/267 4.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB47326A DE1056537B (de) | 1958-01-02 | 1958-01-02 | Vorrichtung zum Befoerdern einer Anzahl gleichartiger Koerper an vorgegebene Plaetze, insbesondere zum Beschicken von Kernreaktoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB47326A DE1056537B (de) | 1958-01-02 | 1958-01-02 | Vorrichtung zum Befoerdern einer Anzahl gleichartiger Koerper an vorgegebene Plaetze, insbesondere zum Beschicken von Kernreaktoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1056537B true DE1056537B (de) | 1959-04-30 |
Family
ID=6968232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB47326A Pending DE1056537B (de) | 1958-01-02 | 1958-01-02 | Vorrichtung zum Befoerdern einer Anzahl gleichartiger Koerper an vorgegebene Plaetze, insbesondere zum Beschicken von Kernreaktoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1056537B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1271272B (de) * | 1960-10-19 | 1968-06-27 | Technical Operations Inc | Vorrichtung zur Aufbewahrung und Befoerderung von radioaktiven Strahlungsquellen |
| DE1275697B (de) * | 1963-07-13 | 1968-08-22 | Kernforschung Gmbh Ges Fuer | Einrichtung zum Beladen von Brennelementkanaelen in einem Kernreaktor |
| FR2540776A1 (fr) * | 1983-02-10 | 1984-08-17 | Atomic Energy Authority Uk | Bras manipulateur |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE435596C (de) * | 1925-03-14 | 1926-10-15 | Gustav Hilger | Verteilungsvorrichtung fuer die Beschickung von OEfen |
| US2524748A (en) * | 1948-05-04 | 1950-10-10 | Edwin E Baker | Hoisting apparatus with an articulated mast boom |
| DE803888C (de) * | 1950-01-17 | 1951-04-12 | Max Mayr | Auslaufrohr fuer Bunker zum Verladen von Schuettgut |
| DE894528C (de) * | 1951-04-13 | 1953-10-26 | Ernst Dipl-Ing Jansen | Vorrichtung zum Verladen oder Einspeichern von staubfoermigem Gut |
| US2772764A (en) * | 1953-09-03 | 1956-12-04 | David B Mcclellan | Grain unloader |
-
1958
- 1958-01-02 DE DEB47326A patent/DE1056537B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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