DE1055940B - Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffsuspension - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer FaserstoffsuspensionInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffsuspension, die in bekannter
Weise zu Faserstoffbahnen, wie Papier u. dgl., verarbeitet werden kann, durch Niederschlagen von
wasserunlöslichen Substanzen aus wässerigen Dispersionen auf den in Wasser suspendierten Fasern mit
Hilfe von Koaguliermitteln.
Bei den normalen Papierherstellungsverfahren ist es üblich, Fasern beispielsweise durch Schlagen zu
suspendieren und der Suspension eine wässerige Dispersion oder Emulsion von Substanzen zuzugeben,
welche in Wasser unlöslich sind oder im wesentlichen unlöslich gemacht werden können. Danach wird ein
Koaguliermittel, z. B. Alaun, zu dem Zweck eingerührt, die Dispersion oder Emulsion der wasserunlösliehen
Substanz aufzubrechen, so daß die Teilchen agglomerieren und auf den Fasern niedergeschlagen
werden. Da jedoch die Koagulation in der wässerigen Phase eintritt, findet eine beträchtliche Agglomeration
vor dem Absetzen auf der Faser statt, so daß die wasserunlösliche Substanz auf der Faser in verhältnismäßig
großen Klumpen niedergeschlagen wird oder an den Fasern überhaupt nicht anhaften kann.
Es hat sich auch als schwierig erwiesen, durch die vorstehend beschriebenen Mittel ein gleichmäßiges
Überziehen der Fasern herbeizuführen. Ein weiteres bekanntes Verfahren besteht darin, den in Wasser
suspendierten Fasern ein Koaguliermittel, z. B. Alaun, zuzugeben und dann diese Mischung in die wässerige
Dispersion oder Emulsion der wasserunlöslichen Substanz einlaufen zu lassen. Bei beiden Verfahren tritt
die Koagulation vor dem Niederschlagen auf der Faser ein.
Es ist weiterhin bekannt, zum Tintenfestmachen von Papier das ungeleimte Papier vor oder nach
seiner Fertigstellung mit einer Lösung von aus hochmolekularen Verbindungen bestehenden Hydrophobierungsmitteln
in Wasser oder organischen Lösungsmitteln zu besprühen bzw. durch einen Raum zu führen, der die genannten Lösungen in Nebelform
enthält, worauf das Papier bei erhöhter Temperatur von etwa 90 bis 130° C getrocknet wird.
Gemäß der Erfindung wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art so vorgegangen, daß man
eine wässerige Suspension der zu überziehenden Fasern ansäuert, dann der angesäuerten wässerigen
Suspension ein an sich bekanntes polymeres wärmeempfindliches Koaguliermittel zusetzt, das aus einer
organischen Verbindung besteht, welche eine Ätherverkettung R—O—R' enthält, wobei R eine polymere
Gruppe und R' eine Alkyl- oder Arylgruppe ist, und welche sich dadurch auszeichnet, daß sie bei einer
gegebenen Temperatur in Wasser löslich ist und bei erhöhter Temperatur in Wasser unlöslich wird, dann
Verfahren zur Herstellung
einer Faserstoffsuspension
einer Faserstoffsuspension
Anmelder:
Jointine Products Company Limited,
Lincoln, Lincolnshire (Großbritannien)
Lincoln, Lincolnshire (Großbritannien)
Vertreter: Dr. E. Wiegand, München 9,
und Dipl.-Ing. W. Niemann, Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
und Dipl.-Ing. W. Niemann, Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Beanspruclite Priorität:
Großbritannien vom 31. Januar 1955
Philip Harold Amphlett, James Dundas
und Geoffrey Lionel Hickson Woodthorpe,
Lincoln, Lincolnshire (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
und Geoffrey Lionel Hickson Woodthorpe,
Lincoln, Lincolnshire (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
die sich ergebende Mischung, welche das wärmeempfindliche Koaguliermittel enthält, auf eine erhöhte
Temperatur erwärmt, um die Fasern mit dem Koaguliermittel zu präparieren, die erwärmte
Mischung abkühlt, zu der gekühlten Mischung eine wässerige Dispersion der wasserunlöslichen faserüberziehenden
Substanz und ein Schutzmittel hinzufügt, die sich ergebende Mischung rührt und die gerührte
Mischung auf eine erhöhte Temperatur erwärmt, um ein Niederschlagen der faserüberziehenden
Substanz auf den präparierten Fasern zu bewirken.
Unter dem Ausdruck »wasserunlöslicher Stoff« sind alle diejenigen Stoffe zu verstehen, welche in
Wasser unlöslich sind oder in Wasser unlöslich gemacht werden können und welche die Form einer
»wässerigen Dispersion oder Emulsion« in natürlichem Zustand haben oder zu einer Dispersion oder
Emulsion in Wasser gemacht werden können. Von dem Ausdruck »wässerige Dispersion oder Emulsion«
werden Systeme in Wasser umfaßt, welche Partikeln eines Feststoffes oder einer Flüssigkeit enthalten, die
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durch irgendeines der bekannten Schutzmittel stabilisiert worden ist, die sowohl unter sauren als auch
unter alkalischen Bedingungen und in Gegenwart von metallischen Salzen stabil sind, jedoch sind solche
Systeme ausgeschlossen, welche durch kationische Seifen stabilisiert sind, um Dispersionen oder Emulsionen
zu ergeben, welche Partikeln enthalten, die eine positive elektrische Ladung besitzen. Typische
Beispiele bekannter Schutzmittel sind die Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensate und das Natriumsalz von
alkylierter Naphthalinsulfonsäure.
Es können viele wasserunlösliche Substanzen verwendet werden, die in Wasser dispergiert oder emulgiert
sind, und die folgenden Arten einer wässerigen Dispersion werden als Ausführungsbeispiele gegeben,
ohne daß die Erfindung auf sie beschränkt ist:
Kautschukmilch, entweder wie sie natürlich vorkommt oder wie sie durch Wiederdispergieren von
festem, vulkanisiertem oder unvulkanisiertem Kautschuk hergestellt ist, und Latices aus den folgenden
Substanzen: Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Mischpolymerisate von Vinylchlorid und Vinylidenchlorid,
Polyvinylacetat, Mischpolymerisate von Vinylacetat und Vinylchlorid, Polyacrylate, Polymethacrylate
und Mischpolymerisate davon, Polyisopren, Polychloropren, Mischpolymerisate von Butadien
und Styrol, Mischpolymerisate von Butadien und Acrylnitril, Polystyrol, Leinsaatöl, Harz, Alkydharze,
Estergummi, Paraffinwachs, Petroleumgallerte, Carnaubawachs, mikrokristalline Wachse, Asphalt,
Teer, Pech, Bitumen- und Terpenharze, Phenolformaldehyd-, Harnstofformaldehyd-, Melaminformaldehydharze
und Polyesterharze. Es können auch Mischungen verschiedener Latices verwendet werden,
beispielsweise Dispersionen von Vinylpolymerisaten oder -mischpolymerisaten mit Dispersionen von Butadienacrylnitrilmischpolymerisaten.
Bei dem Verfahren der Erfindung wird die Koagulation der Dispersion der wasserunlöslichen Substanz
an der Oberfläche der Fasern herbeigeführt, und es ist ein fortschreitender Aufbau des Koagulats auf der
Faser vorhanden, bis die Dispersion von wasserunlöslicher Substanz vollständig erschöpft ist. Auf
diese Weise werden die Fasern gleichmäßig und gleichförmig überzogen.
Das wesentliche Merkmal des Verfahrens liegt in der Zugabe eines polymeren wärmeempfindlichen
Koaguliermittels zu der Suspension von Fasern in Wasser vor der Zugabe der wässerigen Dispersion
einer in Wasser unlöslichen Substanz. Dies erfolgt, um sicherzustellen, daß die Koagulation auf der Faser
erfolgt und die wasserunlösliche Substanz auf ihr niedergeschlagen wird.
Von den bekannten Koaguliermitteln für wässerige Dispersionen sind einige beim Inberührungkommen
mit der wässerigen Dispersion unmittelbar wirksam, z. B. Säuren und gewisse Salze. Andere Koaguliermittel
haben eine verzögerte Wirkung, so daß ein inniges Mischen des Koaguliermittels mit verzögerter
Wirkung und der wässerigen Dispersion vorgenommen werden kann und die Koagulation nach einem
Zeitraum folgt. Eine dritte Gattung sind die als wärmeempfindliche Koaguliermittel bekannten Koaguliermittel,
die in die wässerige Dispersion eingemischt werden können und bei denen die Koagulation
erst eintritt, wenn die Mischung erwärmt wird, beispielsweise oberhalb 15° C.
Einige dieser wärmeempfindlichen Koaguliermittel zersetzen sich beim Erwärmen, um Säure freizusetzen
und dadurch die Koagulation hervorzurufen. Einige,
die bei Raumtemperatur sehr schwer lösbar sind, können als Dispersion zugegeben werden; sie lösen
sich dann beim Erwärmen auf und verursachen die Koagulation. Einige, die bei Raumtemperatur löslich
sind, werden bei erhöhten Temperaturen unlöslich. Die letztgenannte Klasse von wärmeempfindlichen
Koaguliermitteln kommt für das Verfahren der Erfindung in Frage, nämlich polymere organische
wärmeempfindliche Koaguliermittel von bestimmter Art, die bei einer gegebenen Temperatur in Wasser
löslich sind und bei erhöhter Temperatur unlöslich werden. Unter dem Ausdruck »erhöhte Temperatur«
ist diejenige Temperatur zu verstehen, bei welcher die Löslichkeit des polymeren wärmeempfindlichen
Koaguliermittels in Wasser so klein wird, daß eine Ausfällung eintritt. Ein typisches Beispiel eines solchen
Koaguliermittels ist Polyvinylmethyläther, welcher bei 20° C in Wasser löslich ist, jedoch innerhalb
des Temperaturbereiches von 30 bis 40° C sehr viel weniger löslich wird und ausgefällt wird. Die Alkylarylpolyäthylenglykoläther
verhalten sich entsprechend, jedoch liegt die erhöhte Temperatur, bei welcher die Ausfällung eintritt, höher, nämlich im Bereich
von 40 bis 85° C
Es ist bekannt, Polyvinylmethyläther als Gelieroder Koaguliermittel für wässerige Dispersionen und
Latices zu verwenden. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung kommt es jedoch auf die Art und Weise
an, in welcher der Polyvinylmethyläther benutzt wird, um die Koagulation der wässerigen Dispersionen
oder Latices an der Oberfläche der Fasern zu verursachen, indem zuerst der Polyvinylmethyläther auf
den Fasern niedergeschlagen wird, so daß beim Zusatz der wässerigen Dispersion oder des Latex und
beim Erhitzen die Koagulation nur dort eintreten kann, wo eine Berührung mit dem Polyvinylmethyläther
erfolgt, nämlich an der Faser.
Verschiedene Fasern sowohl natürlicher als auch künstlicher Art, z. B. aus Cellulose, Holz, Jute, Hanf,
Sisal, Manilahanf, Wolle, Reyon, Polyamid (Nylon), Leder, Asbest, Glas und Mischungen von ihnen, können
nach dem Verfahren der Erfindung behandelt werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung ist folgende:
Die Faser wird mit Wasser zu einer gleichförmigen Suspension geschlagen, die dann mit einer Säure oder
einer sauren Substanz oder einem Salz eines dreioder mehrwertigen Metalls, z. B. Aluminiumsulfat,
das nachstehend als Alaun bezeichnet wird, behandelt wird. Ein polymeres wärmeempfindliches Koaguliermittel,
welches die Eigenschaft hat, daß es bei einer Temperatur oberhalb z. B. 30° C in Wasser unlöslich
wird, wie Polyvinylmethyläther, wird dann in die Fasersuspension in Wasser eingemischt, und die ganze
Mischung wird auf eine Temperatur über 30° C erhitzt, zu dem Zweck, das polymere wärmeempfindliche
Koaguliermittel auf der Faser niederzuschlagen. Die Mischung wird dann auf eine Temperatur unter
30° C abgekühlt und eine wässerige Dispersion oder Emulsion einer in Wasser unlöslichen Substanz zugegeben,
welche ein entsprechendes Schutzmittel, z. B. anionische oder nichtionische Seifen, enthält, die
unter alkalischen und sauren Bedingungen und in Gegenwart von Metallsalzen stabil sind. Unter diesen
Bedingungen findet keine Koagulation der Dispersion statt, jedoch wird bei der nachfolgenden Wiedererwärmung
auf eine Temperatur über 30° C die wasserunlösliche Substanz auf der Faser in gleichförmiger
Weise niedergeschlagen.
Es wurde gefunden, daß dieses Verfahren auf folgende Weise abgeändert werden kann:
Das Verfahren gemäß der Beschreibung kann in gleicher Weise bis zu dem Punkt ausgeführt werden,
wo das polymere wärmeempfindliche Koaguliermittel 5 zu der Mischung von Wasser und Faser zugegeben
ist. Die wässerige Dispersion einer wasserunlöslichen Substanz, welche auf die vorstehend beschriebene
Weise geschützt ist, kann dann vor dem Erwärmen auf eine Temperatur über 30° C zugegeben werden.
Beim Erwärmen auf eine Temperatur über 30° C wird die wasserunlösliche Substanz koaguliert, und
es findet ein teilweiser Niederschlag auf der Faser statt, der ein weniger gleichförmiges Produkt ergibt.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform kann das Verfahren gemäß der Beschreibung bis zu dem Punkt
durchgeführt werden, an dem die Mischung von Wasser, Faser und polymerem wärmeempfindlichem
Koaguliermittel auf eine Temperatur über 30° C erhitzt wird. An diesem Punkt wird die besondere
wässerige Dispersion der in Wasser unlöslichen Substanz zugegeben, und es tritt eine Teilkoagulation ein.
Es hat sich jedoch als notwendig erwiesen, die Mischung zu kühlen und sie dann wieder auf eine Temperatur
über 30° C zu erwärmen, um das vollständige Niederschlagen zu bewirken.
Das Verfahren kann weiterhin dadurch abgeändert werden, daß die Säure (oder Säuren), die saure Substanz
oder das Salz des drei- oder mehrwertigen Metalls zusammen mit der wässerigen Dispersion der
in Wasser unlöslichen Substanz, die auf zweckentsprechende Weise durch Seife geschützt ist, zugesetzt
wird, statt sie der Faser in der ersten Stufe des Verfahrens zuzugeben.
Obgleich das bevorzugte Verfahren einen gleichförmigeren Niederschlag der wasserunlöslichen Substanz
auf der Faser ergibt und leichter zu steuern ist, liefern auch die anderen Verfahren ein Erzeugnis, aus
dem eine Bahn oder Masse hergestellt werden kann, welche brauchbare Eigenschaften hat.
Die Säure oder Säuren, die saure Substanz oder das Salz eines drei- oder mehrwertigen Metalls und
die Schutzseife werden zu dem Zweck verwendet, eine Koagulation der wässerigen Dispersion der wasserunlöslichen
Substanz vor dem Erhitzen zu verhindern und dennoch gleichzeitig die Koagulation bei der erhöhten
Temperatur zu gestatten.
Die Wahl der Säure oder Metallsalze wird durch die Art der wässerigen Dispersion der zu verwendenden
wasserunlöslichen Substanz bestimmt. Gewisse natürliche Kautschukmilcharten werden durch kleine
Mengen von Säure leicht koaguliert, während einige synthetische Dispersionen beträchtliche Mengen an
während der Herstellung eingebrachtem Schutzmittel enthalten und durch Säure nicht leicht koagulierbar
sind, jedoch durch ein Metallsalz, wie Alaun, koaguliert werden können.
Andererseits wird die Art der zu verwendenden Schutzseife durch die Wahl der Säure oder des
Metallsalzes beeinflußt. Anionische Seifen, welche aus Fettsäuren durch Neutralisation mit Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumhydroxyd abgeleitet sind, sind nicht geeignet, da sie unter sauren Bedingungen
oder in Gegenwart gewisser Metallsalze keine Schutzwirkung ausüben.
Anionische Seifen, welche Sulfonsäuregruppen enthalten, die durch Natrium-, Kalium- oder Ammoniumhydroxyde
neutralisiert sind, sind unter sauren Bedingungen stabil und können daher mit Säure verwendet
werden; sie sind jedoch nicht für die Verwen-
dung mit Salzen von drei- oder mehrwertigen Metallen geeignet.
Nichtionische Seifen können mit Säuren oder Salzen drei- oder mehrwertiger Metalle verwendet
werden. Ein typisches Beispiel dafür ist ein Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensat.
Die Menge an Säure oder Säuren, saurer Substanz oder Salz von drei- oder mehrwertigem Metall, welche
bei einem der vorbeschriebenen Verfahren verwendet werden, kann innerhalb weiter Grenzen geändert
werden. Weiterhin beeinflußt die auf diese Weise verwendete Menge die Menge der zu verwendenden
Schutzseife und regelt ihrerseits die Menge des erforderlichen polymeren wärmeempfindlichen Koaguliermittels.
Die folgende Tabelle gibt den Bereich der Anteile dieser Bestandteile an, die mit Holzfaser verwendet
werden können, wobei alle Teile auf das Trockengewicht bezogen sind:
| A | B | ||
| 100 | 100 | ||
| Wässerige Dispersion von Kau- | |||
| 50 | 50 | ||
| 100 | 2 | ||
| Polymeres wärmeempfindliches | |||
| 15 | 3 | ||
| 10 | 1 |
Die Spalten A und B stellen die weiten Grenzen dar, innerhalb welcher diese Bestandteile verändert
werden können. Weiterhin beeinflußt die Art der Faser und die besondere wässerige Dispersion der
verwendeten, im Wasser unlöslichen Substanz die Mengen der verschiedenen erforderlichen Bestandteile,
und es ist notwendig, eine Reihe von Versuchen durchzuführen, um die bevorzugten Mengen zu bestimmen.
Es wurde gefunden, daß das beste Verfahren darin besteht, mit einer großen Menge Alaun
zu beginnen und die in der Spalte A dargestellten Anteile für die verschiedenen Bestandteile zu verwenden.
Das Alaun wird dann fortschreitend reduziert mit einer entsprechenden Verkleinerung der Menge der
Schutzseife und des polymeren wärmeempfindlichen Koaguliermittels. Es besteht keine genaue proportionale
Beziehung zwischen diesen Bestandteilen, und es kann notwendig sein, den einen oder anderen Bestandteil
zu verändern. Die Spalten A und B sollen die angenäherten erforderlichen Anteilverhältnisse wiedergeben.
Die erforderliche Menge an Säure kann durch ein entsprechendes Vorgehen bestimmt werden.
In den nachfolgenden Beispielen des Verfahrens bedeuten alle angegebenen Teile Gewichtsteile.
5 Teile Holzfaser wurden mit IOOOTeilen Wasser zu einer Suspension geschlagen. Diese Suspension
wurde dann auf einen pH-Wert von 3,5 mit 20 Teilen einer Alaunlösung, welche 20 Teile Aluminiumsulfat
in 80 Teilen Wasser enthielt, angesäuert. Zu der sauer gemachten Suspension wurden 5 Teile einer Lösung,
welche 15 Teile Polyvinylmethyläther in 85 Teilen Wasser enthielt, zugesetzt, und das Ganze wurde dann
unter leichtem Umrühren auf 35° C erwärmt. Sobald diese Temperatur erreicht war, wurde die Suspension
abgekühlt und die folgende Mischung zugegeben:
1
8 Teile einer wässerigen Dispersion aus 40 Teilen Butadienacrylnitrilmischpolymerisat und
60 Teilen Wasser,
5 „ einer Lösung einer nichtionischen Seife mit einem Gehalt von 10 Teilen Seife in
5 „ einer Lösung einer nichtionischen Seife mit einem Gehalt von 10 Teilen Seife in
90 Teilen Wasser,
100 „ Wasser.
100 „ Wasser.
Die Suspension wurde dann unter leichtem Rühren wieder auf 35° C erwärmt, und die sich ergebende
behandelte Faser wurde zu einer Bahn geformt, indem die überschüssige Flüssigkeit entfernt wurde.
5 Teile gemahlenes Leder wurden mit 1000 Teilen Wasser zu einer Suspension geschlagen. Die Faser
wurde durch Zugabe von 5 Teilen Ammoniak (SG 880) entgerbt, so daß die Suspension einen pH-Wert
von 7,5 annahm. Die Suspension wurde dann mit einer Alaunlösung, welche 20 Teile Aluminiumsulfat
in 80 Teilen Wasser enthielt, auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt.
Der sauer gemachten Suspension wurden 5 Teile einer Lösung, welche 15 Teile Polyvinylmethyläther
in 85 Teilen Wasser enthielt, zugesetzt, und das Ganze wurde unter leichtem Rühren auf 35° C erwärmt.
Sobald diese Temperatur erreicht war, wurde die Suspension abgekühlt und die folgende Mischung
zugegeben:
8 Teile einer wässerigen Dispersion, welche 40 Teile Butadienacrylnitrilmischpolymerisat und
60 Teile Wasser enthielt,
5 ,, einer Lösung einer nichtionischen Seife, welche 10 Teile Seife in 90 Teilen Wasser enthielt,
100 „ Wasser.
5 ,, einer Lösung einer nichtionischen Seife, welche 10 Teile Seife in 90 Teilen Wasser enthielt,
100 „ Wasser.
Die Suspension wurde dann unter leichtem Rühren wieder auf 35° C erwärmt, und die sich ergebende
behandelte Faser wurde durch Entfernen der überschüssigen Flüssigkeit zu einer Bahn geformt.
5 Teile Holzfaser wurden mit 1000 Teilen Wasser zu einer Suspension geschlagen. Diese Stispension
wurde dann mit 10 Teilen einer Alaunlösung, die 10 Teile Aluminiumsulfat in 90 Teilen Wasser enthielt,
angesäuert. Der sauer gemachten Suspension wurden 2 Teile einer Lösung, welche 10 Teile Polyvinylmethyläther
in 90 Teilen kaltem Wasser enthielt, zugesetzt, und das Ganze wurde unter leichtem Rühren
auf 35° C erwärmt. Sobald diese Temperatur erreicht war, wurde die Suspension abgekühlt und die folgende
Mischung hinzugesetzt:
5 Teile natürliche Kautschukmilch, welche 60 Teile
Heveakautschuk und 40 Teile Wasser ententhielt,
1 Teil einer 4%igen Lösung von Formaldehyd in Wasser,
6 Teile einer Lösung einer nichtionischen Seife
(Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensat) mit einem Gehalt von 1 Teil Seife in 90 Teilen
Wasser, 100 „ Wasser. ö
Die Suspension wurde dann unter leichtem Rühren wieder auf 35° C erwärmt, und die sich ergebende
behandelte Faser wurde durch Entfernen der überschüssigen Flüssigkeit zu einer Bahn geformt.
940
5 Teile langfaseriger Asbest wurden mit 1000 Teilen Wasser zu einer Suspension geschlagen. Diese
Suspension wurde dann auf einen pH-Wert von 3,5 mit 20 Teilen einer Alaunlösung angesäuert, welche
aus 20 Teilen Aluminiumsulfat und 80 Teilen Wasser bestand. Der sauer gemachten Suspension wurden
5 Teile einer Lösung, welche 15 Teile Polyvinylmethyläther in 85 Teilen kaltem Wasser enthielt, zugefügt,
und das Ganze wurde unter leichtem Rühren auf 35° C erwärmt. Sobald diese Temperatur erreicht
war, wurde die Suspension abgekühlt und die folgende Mischung zugegeben:
6 Teile einer wässerigen Dispersion aus 40 Teilen
Butadienacrylnitrilmischpolymerisat und 60 Teilen Wasser,
6 „ einer Lösung, welche 1 Teil Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensat in 99 Teilen Wasser enthielt,
100 „ Wasser.
6 „ einer Lösung, welche 1 Teil Fettalkohol-Äthylenoxyd-Kondensat in 99 Teilen Wasser enthielt,
100 „ Wasser.
Die Suspension wurde dann unter leichtem Rühren wieder auf 35° C erwärmt, und die sich ergebende
behandelte Faser wurde durch Entfernen der überschüssigen Flüssigkeit zu einer Bahn geformt.
5 Teile Holzfaser wurden mit 1000 Teilen Wasser zu einer Suspension geschlagen. Diese Suspension
wurde dann auf einen pH-Wert von 3,5 mit IO1 Teilen einer Alaunlösung angesäuert, welche 10 Teile Aluminiumsulfat
in 90 Teilen Wasser enthielt.
2 Teile eines Alkylarylpolyäthylenglykoläthers (»Emullat 29«) wurden der Suspension zugegeben,
und das Ganze wurde unter leichtem Rühren auf 80° C erwärmt. Sobald diese Temperatur erreicht war,
wurde die Suspension abgekühlt und die folgende Mischung zugegeben:
6 Teile einer wässerigen Dispersion aus 40 Teilen
Butadienacrylnitrilmischpolymerisat und 60 Teilen Wasser,
6 einer Lösung, welche 1 Teil Fettalkohol-
6 einer Lösung, welche 1 Teil Fettalkohol-
Äthylenoxyd-Kondensat in 99 Teilen Wasser enthielt,
100 „ Wasser.
100 „ Wasser.
Die Suspension wurde dann unter leichtem Rühren wieder auf 80° C erwärmt, und die sich ergebende
behandelte Faser wurde durch Entfernen der überschüssigen Flüssigkeit zu einer Bahn geformt.
5 Teile Holzfaser wurden mit 1000 Teilen Wasser zu einer Suspension geschlagen. Diese Suspension
wurde dann mit 10 Teilen einer wässerigen Lösung von 4 η-Essigsäure angesäuert. Der sauer gemachten
Suspension wurden 6 Teile einer Lösung, welche 10 Teile Polyvinylmethyläther in 90 Teilen kaltem
Wasser enthielt, zugegeben, und das Ganze wurde unter leichtem Rühren wieder auf 35° C erwärmt. Sobald
diese Temperatur erreicht war, wurde die Suspension abgekühlt und die folgende Mischung zugegeben
:
5 Teile einer natürlichen Kautschukmilch aus 60 Teilen Heveakautschuk und 40 Teilen
Wasser,
1 Teil einer 4°/oigen Lösung von Formaldehyd in Wasser,
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffsuspension, die in bekannter Weise zu Faserstoffbahnen,
wie Papier u. dgl., verarbeitet werden kann, durch Niederschlagen von wasserunlöslichen
Substanzen aus wässerigen Dispersionen auf den in Wasser suspendierten Fasern mit Hilfe
von Koaguliermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässerige Suspension der zu überziehenden
Fasern ansäuert, dann der angesäuerten wässerigen Suspension ein an sich bekanntes polymeres
wärmeempfindliches Koaguliermittel zu-
setzt, das aus einer organischen Verbindung besteht, welche eine Ätherverkettung R—O—R' enthält,
wobei R eine polymere Gruppe und R' eine Alkyl- oder Arylgruppe ist, und welche sich dadurch
auszeichnet, daß sie bei einer gegebenen Temperatur in Wasser löslich ist und bei erhöhter
Temperatur in Wasser unlöslich wird, dann die sich ergebende Mischung, welche das wärmeempfindliche
Koaguliermittel enthält, auf eine erhöhte Temperatur erwärmt, um die Fasern mit dem Koaguliermittel zu präparieren, die erwärmte
Mischung abkühlt, zu der gekühlten Mischung eine wässerige Dispersion der wasserunlöslichen
faserüberziehenden Substanz und ein Schutzmittel hinzufügt, die sich ergebende Mischung rührt und
die gerührte Mischung auf eine erhöhte Temperatur erwärmt, um ein Niederschlagen der faserüberziehenden
Substanz auf den präparierten Fasern zu bewirken.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Suspension der zu
überziehenden Fasern mit sauer reagierenden Salzen drei- oder mehrwertiger Metalle angesäuert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als polymeres wärmeempfindliches
Koaguliermittel Polyvinylmethyläther verwendet wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Schutzmittel eine
nichtionische Seife verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Suspension
der zu überziehenden Fasern auf einen pH-Wert von etwa 3,5 angesäuert wird und der angesäuerten
Suspension als polymeres wärmeempfindliches Koaguliermittel eine organische Verbindung der genannten Art zugesetzt wird, die
bei der Erwärmung auf eine Temperatur von 30 bis 35° C wasserunlöslich wird, und daß die
Mischung, welche das wärmeempfindliche Koaguliermittel enthält, auf eine Temperatur von etwa
35° C erwärmt wird, um das Koaguliermittel auf den Fasern niederzuschlagen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 924 185;
französische Patentschrift Nr. 822 787;
Noble, Latex in industry, 1953, S. 357.
Deutsche Patentschrift Nr. 924 185;
französische Patentschrift Nr. 822 787;
Noble, Latex in industry, 1953, S. 357.
© 909 507/502 4.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2823/55A GB831599A (en) | 1955-01-31 | 1955-01-31 | Coating fibres |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1055940B true DE1055940B (de) | 1959-04-23 |
Family
ID=9746613
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Patent Citations (2)
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