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Automatische Wurftaubenschleuder Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung,
welche beim Schießen auf bewegte Ziele zum Schleudern von künstlichen Wurftauben
dient, wobei sich die Richtungen bei jedem Wurf automatisch ändern.
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Bei solchen Vorrichtungen soll die Wurfrichtung, in der die Wurftaube
abgeschleudert wird, von einem Wurf zum nächsten in völlig unvorhersehbarer Weise
geändert werden. Eine sich wiederholende Folge, selbst wenn sie noch so lang und
vielfältig ist, würde sich der Schütze im Laufe der Zeit bewußt oder unbewußt einprägen,
so daß die Aufeinanderfolge der Wurfrichtungen für ihn nicht mehr völlig unerwartet
kommt.
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Die Änderungen der Wurfrichtung erfolgen gewöhnlich durch Veränderung
des Seitenwinkels durch Verschwenken der Vorrichtung um eine senkrechte Achse und
durch Änderung des Höhenwinkels um eine waagerechte Achse.
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Es sind bereits Maschinen dieser Art bekannt, bei denen die @@'urfrichtung
beim Spannen der Schleuder automatisch durch Drehung um eine senkrechte Schwenkachse
des beweglichen Teils der Vorrichtung dadurch verändert wird, daß eine federnd gelagerte
Rolle mit einer Nochenscheibe zusammenwirkt, die mit Reibung auf dem feststehenden
Sockel der Vorrichtung koaxial zur Schwenkachse gelagert ist und durch ein erstes
Klinkenrad und eine erste Klinke in eine unstetige Drehung versetzt wird.
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Diese -Maschinen ergeben bereits eine verhältnismäßig komplizierte
Folge der Seitenrichtungen des Geräts. Diese Folge ist durch die Form der Nockenscheibe
bestimmt und daher nicht völlig zufällig. Sie wiederholt sich vielmehr, wenn auch
erst nach einer sehr großen Zahl von Würfen.
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Das Ziel der Erfindung besteht demgegenüber darin, bei einer derartigen
Maschine die Aufeinanderfolge der Richtungswinkel völlig zufällig und unvorhersehbar
zu gestalten.
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Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch ein erstes Hemmrad, welches
fest mit einem zweiten Klinkenrad verbunden ist, das koaxial zum ersten Klinkenrad
gelagert ist und durch eine zweite Klinke bewegt wird, wobei das erste Hemmrad Vorsprünge
aufweist. die mit einer Nase der ersten Klinke so zusammenwirken, daß sie diese
aus dein ersten Klinkenrad je nach der Länge des Vorsprungs am Hemmrad für eine
mehr oder weniger große Anzahl von Klinkenschritten ausheben und für die entsprechende
Zeit den Vorschub der Nockenscheibe unterbrechen, wodurch die durch die Form der
Nockenscheibe allein bedingte Aufeinanderfolge der Seitenwinkel der Wurfrichtungen
noch weiter unregelmäßig abgeändert wird.
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Die erfindungsgemäße Konstruktion hat die Wirkung, daß der Vorschub
der Nockenscheibe völlig unregelmäßig und unvorhersehbar erfolgt. Dadurch wird die
durch die Form der Nockenscheibe allein bedingte Folge der Richtungswinkel bei jedem
Wurf unterbrochen und abgewandelt.
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Die gleiche Maßnahme läßt sich auch zur automatischen Veränderung
des Höhenwinkels anwenden. Zu diesem Zweck besteht der um die senkrechte Achse beweglicheTeil
der Vorrichtungvorzugsweise aus zwei Baugruppen, wobei die untere Baugruppe mit
einem waagerechten Lagerzapfen versehen ist, auf welchem die den Wurfarm tragende
obere Baugruppe beweglich gelagert ist, und wobei eine an der oberen Baugruppe angebrachte
Rolle auf einer Scheibe aufliegt, deren Oberseite eine wellenförmige Rollbahn bildet
und welche mittels des zweiten Klinkenrads derart gesteuert wird, daß gleichzeitig
mit der Änderung des Seitenwinkels der Wurfrichtung auch deren Höhenwinkel geändert
wird.
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L m die automatische Veränderung des Höhenwinkels ebenso unregelmäßig
wie diejenige des Seitenwinkels zu gestalten, wird die Vorrichtung zweckmäßig so
ausgebildet, daß die Scheibe mit der wellenförmigen Rollbahn, welche den Höhenwinkel
verändert, mit einem zweiten Hemmrad zusammenwirkt, welches durch ein Klinkenrad
vorwärts bewegt wird und ebenfalls mit Vorsprüngen versehen ist, die mit einer Nase
an der das zweite Klinkenrad steuernden Klinke so zusammenwirken,
daß
sie diese aus dem zweiten Klinkenrad je nach der Länge des Vorsprungs am Hemmrad
für eine mehr oder «-en=ger große Anzahl von Klinkenschritten ausheben und für die
entsprechende Zeit den Vorschob der den Höhenwinkel beeinflussenden Scheibe unterbrechen,
wodurch die durch die Form der Scheibe allein bedingte Aufeinanderfolge der Höhenwinkel
des @@'urfs noch weiter unregelmäßig abgeändert wird.
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Bei dieser Ausführung werden sowohl für die Verstellung des Seitenwinkels
als auch für die Verstellung des Höhenwinkels je zwei Klinkenräder und Klinken benötigt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schleudervorrichtung
wird ohne Beeinträchtigung der gewünschten Wirkung eine wesentliche Vereinfachung
dadurch erzielt, daß einerseits das erste Hemmrad, dessen Vorsprünge den Vorschub
der die Seitenverstellung bewirkende \ockenscheibe unterbrechen, fest mit der Höhenverstellscheibe
verbunden ist und daß andererseits das zweite Hemmrad, dessen Vorsprünge den Vorschub
der Höhenverstellscheibe unterbrechen, fest mit der die Seitenverstellung bewirkende
Nockenscheibe verbunden ist, wobei nur zwei Klinken und zwei Klinkenräder vorhanden
sind und wobei das vorübergehende Ausklinken der Vorschubklinken der Scheiben in
den beiden Systemen zur Veränderung des Seitenwinkels bzw. des Höhenwinkels gegenseitig
überkreuzt ist.
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Die mit der Erfindung erreichte unregelmäßige und unvorhersehbare
Folge der Wurfrichtungen bringt jedoch eine erhöhte Gefahr für die Bedienungsperson
mit sich, die das Spannen der Vorrichtung besorgt, und zwar insbesondere dann, wenn
der Abzug zum Auslösen des Wurfs durch einen Elektromagnet aus der Ferne betätigt
wird. Die Bedienungsperson kann selbst nicht vorhersehen, in welche Richtung sich
die Vorrichtung während des Spannens einstellt. Es muß daher gewährleistet sein,
daß sich die Bedienungsperson in Sicherheit bringen kann, bevor die Auslösung des
Wurfs aus der Ferne möglich ist. Dies kann bei der erfindungsgemäßenVorrichtung
dadurch erreicht werden, daß im Stromkreis des Elektromagnets eine die Wurfbereitschaft
der Vorrichtung anzeigende Signallampe und ein Schalter liegen, wobei der bewegliche
Kontakt des Schalters über eine Feder mit der zum Spannen der Vorrichtung dienenden
Betätigungsstange derart verbunden ist, daß sich der Schalter automatisch erst dann
schließt, um die Signallampe zum Aufleuchten zu bringen und den Auslösestromkreis
des Elektromagnets vorzubereiten, wenn die Betätigungsstange, nachdem sie zum Spannen
des Abzugs ganz zurückgezogen worden war, nahezu bis zum Ende des Hubs wieder nach
vorn geschoben ist.
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Eine beispielsweise Ausführung der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt. Darin sind Fig. 1 eine seitliche Ansicht der gesamten Vorrichtllilg.
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Fig.2 eine perspektivische Teilansicht des unteren Teils der Vorrichtung,
Fig. 3 eine Oberansicht des Sockels, wobei der Hauptteil der Vorrichtung abgehoben
ist, Fig. -1 eine Oberansicht der oberen Baugruppe der Vorrichtung in größerem Maßstab.
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Fig. 5 eine Seitenansicht der oberen Baugruppe nach dein Spannen.
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Fig.6 eine ähnliche Ansicht wie Fig.5 nach dem Abschleudern der Wurftaube,
Fig. 7 eine seitliche Teilansicht zur schematischen Darstellung der Anordnung der
Klinken, von denen eine mit vollen und die andere mit gestrichelten Linien dargestellt
ist, Fig.8 eine Oberansicht des K=linkenrads und der Rolle, Fig. 9 die Klinkenanordnung
in Oberansicht, Fig. 10 die Klinkenanordnung in Seitenansicht und Fig. 11 ein axialer
Schnitt durch die Anordnung der Klinken- und Hemmräder in größerem Maßstab.
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Die Vorrichtung besteht aus -drei Hauptteilen: Dem feststehenden Sockel
S, der eine senkrechte Lagerpfanne bildet und die zur Verstellung des Seitenwinkels
dienende Nockenscheibe und Bremseinrichtung trägt; der unteren BaugruppeP mit einem
senkrechten Lagerzapfen, welcher sich in der Lagerpfanne dreht, und mit der Rolle
zur Veränderung des Seitenwinkels, die mit der Nockenscheibe des Sockels zusammenwirkt,
wobei diese BaugruppeP einen waagerechtenLagerzapfen trägt; und der oberen Baugruppe
B, welche auf diesem waagerechten Lagerzapfen drehbar gelagert ist, die Wurfplatte
und die verschiedenen Organe zum Spannen, Auslösen und Sichern der Wurfplatte trägt
und mit einer Rolle zur Veränderung des Höhenwinkels versehen ist.
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Die untere Baugruppe P des Geräts enthält an der Unterseite einen
Lagerzapfen 28, welcher in einer senkrechten Lagerpfanne 29 des Sockels S drehbar
gelagert ist. An diesem Lagerzapfen ist ein großer ringförmiger Kranz 30 vorgesehen,
welcher an einem Punkt seines Umfangs ein Auge 31 aufweist, in welchem die Achse
32 eines Schwenkarms 33 gelagert ist. Der Schwenkarm 33 trägt eine Rolle 34 und
wird durch eine Feder 35 dauernd zur Mittelachse des Lagerzapfens hin gedrückt (Fig.
2 und 8). Schließlich ist auf einem senkrechten Ausleger 36 ein waagerechter Zapfen
37 angebracht, auf welchem die die Wurfplatte tragende obere Baugruppe B drehbar
gelagert ist.
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Ein ringförmiges Teil 0 dient zur Festlegung der Richtung der unteren
BaugruppeP. Dieses ringförmige Teil 0 ist auf der Grundplatte des Sockels S koaxial
zum Schwenkzapfen 28 gelagert und wird dort in axialer Richtung durch eine Bronzenabe
38 gehalten, welche auf den oberen Teil der Lagerpfanne 29 aufgesetzt ist und am
Sockel mittels drei Bolzen 59 mit Federn 60 so gehalten wird, daß sie nicht verdreht,
jedoch geringfügig in axialer Richtung verschoben werden kann. Die N abe 38 ist
am Umfang konisch geformt und in die gleichfalls konische Bohrung des Teils 0 eingepaßt.
Da sie elastisch gegen diese Bohrung gedrückt wird, bildet sie eine Bremse für das
Teil 0, welches sich ohne diese Bremse frei drehen könnte. Ferner weist das Teil
0 an seinem Umfang drei abgestufte Teile auf: Die Nockenscheibe 39, welche mit der
Rolle 34 zusammenwirkt, um die Seitenrichtung des Geräts zu bestimmen, ein Klinkenrad
40, welches mittels einer Sperrklinke betätigt wird, und ein Hemmrad 41. Ein gleichartiges
Teil H, welches dazu dient, den Höhenwinkel der oberen Baugruppe B zu bestimmen,
ist frei drehbar rings um den Bund 42 der unteren Baugruppe P angeordnet und liegt
auf dessen Ansatz 30 auf. Dieses Teil weist an seinem Umfang drei Stufen auf: Die
Scheibe 43, deren obere Seitenfläche die Kurvenbahn für eine Rolle 44 (Fig. 1) bildet,
welche von der oberen Baugruppe B getragen wird, ein Klinkenrad 45, welches mittels
einer Sperrklinke betätigt wird, und ein Hemmrad 46.
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Schließlich ist an einem unabhängigen und frei um die Lagerpfanne
29 drehbar zwischen der Grundplatte der unteren BaugruppeP und dem ringförmigen
Teil 0 eingefügten Kranz 47 ein Teil 48 befestigt, welches die Klinken trägt und
durch eine Schubstange 49 betätigt wird, deren eines Ende in das Auge 49' der Klinkenachse
50 eingreift, so -daß sie deren Drehung verhindert
(Fig. 1. 9 und
10), während ihr anderes Ende an einem einstellbar an der Betätigungsstange 1 befestigten
Bolzen 51 (Fig. 1 und 4) angelenkt ist. Auf der Hülse 52, welche sich frei um die
Klinkenachse 50 drehen kann, ist die (in Fig. 7 gestrichelt dargestellte) Sperrklinke
53 aufgekeilt, welche mit dem Klinkenrad 40 der Nockenscheibe 39 zusammenwirkt.
Auf der Hülse 54, welche sich frei auf der Hülse 52 drehen kann, ist eine weitere
(in ausgezogenen Linien dargestellte) Sperrklinke 55 aufgekeilt, welche mit dem
Klinkenrad 45 zur Veränderung des Höhenwinkels zusammenwirkt. Die Hülse52 der zum
Teil 0 gehörigen Klinke53 trägt eine Nase 53', die auf der Höhe des Hemmrads 46
des Teils H liegt, während die Hülse 54 der zum Teil H gehörigen Klinke
55 eine Nase 55' trägt, welche dem Hemmrad 41 des Teils 0 (Fig. 7) gegenübersteht.
Die Klinken und ihre Nasen werden gegen die zugehörigen Kränze durch Federn gedrückt,
welche an einem Backen 56 anliegen, der fest mit der Klinkenachse 50 verbunden ist,
deren Drehung behindert ist. Wenn die Nase einer der Klinken auf einen Vorsprung
des zugehörigen Hemmrads aufläuft, wird die Klinke je nach der Länge des Vorsprungs
für eine mehr oder weniger große Anzahl von Klinkenschritten aus ihrem Klinkenrad
ausgehoben, und die Drehung der Einrichtung 0 zur Veränderung des Seitenwinkels
bzw. der Einrichtung H zur Veränderung des Höhenwinkels wird für die entsprechende
Zeit unterbrochen. Drehbare Haken 57,58 ermöglichen es, gegebenenfalls die
Klinken an dein Backen 56 aufzuhängen, um sie unabhängig von der Wirkung der Hemmräder
dauernd außer Eingriff mit den Klinkenrädern zu halten.
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Die Bedienungsperson bedient die Maschine mittels eines Bedienungshebels,
welcher um ein feststehendes Lager geschwenkt werden kann und nicht dargestellt
ist. Dieser Hebel versetzt über einen Winkelhebel die Betätigungsstange 1 (Fig.
1 und 4 bis 6) in eine Hin-und Herbewegung in der Längsrichtung. Diese Betätigungsstange
1 endet in einer Öse, welche in das Auge 2 einer Kurbel 3 faßt, welche sich um die
Achse 4 an der Baugruppe B drehen kann und bei 6 gelenkig mit einer Stange ? verbunden
ist. Diese ist ihrerseits über eine Kette 8 mit dem kurzen Arm 9 eines Winkelhebels
9, 10 verbunden, welcher auf einen Schwenkbolzen 11 aufgekeilt ist. Dieser ist in
der Baugruppe B so gelagert, daß er um seine Achse gedreht werden kann. Auf den
Bolzen 11 sind ferner die Wurfplatte 12 und ein Auslöseiinger 13 aufgekeilt. Am
anderen Ende des Winkelhebelarms 10 ist eine Stange 14 angelenkt, welche die zur
Betätigung der Wurfplatte (Fig.4) dienende Feder R zusammendrückt. Wenn die Betätigungsstange
1 bis zum Ende ihres Hubs nach hinten gezogen wird, spannt sie die Kette 8 und läßt
dann den Winkelhebel 9, 10 mit der Wurfplatte eine Drehung ausführen, so daß diese
mit der im folgenden beschriebenen Vorrichtung zum Eingriff kommt und von dieser
in der in Fig. 4 und 5 dargestellten Stellung, in der die Feder R gespannt ist,
verriegelt wird. Die Wurfplatte wird in der verriegelten Stellung gehalten, selbst
wenn die Schubstange wieder ein wenig nach vorn geschoben wird und sich die Kette
8 entspannt, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Zu diesem Zweck ist bei 15 an der Baugruppe
B ein Auslöser 16 gelagert, welcher in der Ruhestellung durch die Feder 17 in Richtung
des Pfeils f (Fig. 4) gedrückt wird. Wenn der Finger 13 durch den Zug der Kette
8 v erschwenkt wird, greift er in eine entsprechende Kerbe am Auslöser 16 ein und
übt dann mit seinem Abschnitt 13' einen Druck auf die Nase 16' des Auslösers aus.
Er verdreht dadurch diesen Auslöser gegen die Kraft der Feder 17, so daß dieser
die in Fig. 4 gezeigte Stellung einnimmt. Der Auslöser verriegelt sich dann in dieser
Stellung dadurch, daß die an seinem Ende angebrachte Nase 16" am Arm 18 des Abzugs
anschlägt. Der Abzug wird durch eine Hülse 19 gebildet, die um die Achse 20 gedreht
werden kann und außer dem Verriegelungsarm 18 zwei Hebel 21 und 22 trägt. Der Hebel
21 dient als Druckhebel zum Auslösen von Hand, während der Hebel 22 so angeordnet
ist, daß er durch den Anker eines Elektromagnets 23 betätigt werden kann, der eine
Auslösung mittels Fernsteuerung ermöglicht.
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Die im folgenden beschriebenen elektrischen und mechanischen Sicherungseinrichtungen
verhindern jede falsche Betätigung.
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Die Feder 17, welche das Ende des Arms 18 des Abzugs mit dem Auslöser
16 verbindet, versucht den Abzug stets in der gespannten Stellung zu halten (Fig.
4 und 5). Ferner ist der Abzug dadurch verriegelt, daß seine Zunge 25 an der oberen
Nase 26' eines Gegengewichts 26 anliegt, welches sich frei um die Achse 27 drehen
kann, jedoch normalerweise durch sein eigenes Gewicht in der Verriegelungsstellung
gehalten wird. Wenn die Betätigungsstange 1 zum Spannen der Vorrichtung bis zum
Ende ihres Hubs zurückgezogen worden ist und dann um eine geringe Strecke nach vorn
geschoben wird, verschwenkt sie die Kurbel 3, deren Hauptteil 3 a an der
unteren Nase 26" des Gegengewichts 26' anschlägt. Dadurch kippt dieses und gibt
die Zunge 25 des Abzugs frei, der erst dann um die Achse 20 entweder von Hand aus
mittels des Hebels 21 oder vom Elektromagnet 23 mittels des Hebels 22 verdreht werden
kann, so daß er den Auslöser durch Ausrücken des Arms 18 freigibt und den Wurf abfeuert.
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Die elektrische F ernsteuerungseinricbtung enthält folgende Sicherung.
Am Elektromagnet 23 ist ein Schalter vorgesehen, und eine Feder 24 verbindet den
beweglichen Kontakt des Schalters mit der Kurbel 3 oder der Stange 7, so daß der
elektrische Stromkreis so lange unterbrochen ist, wie die Schubstange 1 und die
Kurbel 3 nicht bis zum Ende ihres Hubs nach vorn geschoben sind. Im elektrischen
Stromkreis liegt ein Signal, z. B. eine Lampe, welche am Schießstand angebracht
ist. Diese Lampe leuchtet also nicht eher auf, um die Wurfbereitschaft anzuzeigen,
bis die Bedienungsperson, nachdem sie die Betätigungsstange zum Spannen des Wurfarms
bis zum Ende ihres Hubs zurückgezogen hatte, diese wieder bis fast zum Ende ihres
Hubs nach vorn geschoben hat. Man erkennt, daß dank dieser mechanischen und elektrischen
Sicherungsvorrichtungen jede Möglichkeit einer falschen Betätigung und eines Unfalls
verhindert wird. Der Rand der 'Wurfplatte ist mit einer Leiste aus gehärtetem Stahl
versehen, welche mittels Schrauben an der Platte befestigt ist. Man verhindert dadurch
die sonst entstehende Abnützung der Kante. Diese Abnützung erzeugt im Laufe der
Zeit eine geringfügige Welligkeit der Kante, welche Störungen in,der Wurfbahn der
Tauben hervorruft. Der Anker des Elektromagnets wirkt nicht durch Zug auf den Abzug
ein, was zu Reibungen und unerwarteten Hemmungen des Ankers bei seiner Bewegung
führen könnte, sondern er wirkt hier auf den Arm 22 durch Schub- und Stoßwirkung
ein, was jede Möglichkeit des Hängenbleibens ausschließt.
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Die Vorrichtung hat folgende Wirkungsweise: Nach dem Abschleudern
einer Wurftaube steht die Schleudervorrichtung in der Stellung gemäß Fig.6, wobei
die Betätigungsstange 1 und die Kurbel 3 nahezu bis zum Ende ihres Hubs nach vorn
bewegt sind und die Kette 8 entspannt ist. Die Bedienungsperson zieht die
Betätigungstange
1 nach hinten. Die Zugwirkung der Betätigungsstange 1 auf das Auge 2 führt dazu,
daß die Vorrichtung um ihren Schwenkzapfen 28 so gedreht wird, daß ihre Mittelebene
oder genauer die Ebene. welche durch den Schwenkzapfen 28 und das Auge 2 geht, mit
der Betätigungsstange 1 fluchtet. @t"älirend dieser Zeit hat das Gegengewicht 26
seine normale Stellung eingenommen. Dann spannt sich die Kette8 und damit auch die
Feder24, so daß derStromkreis desElektromagnets 23 und der Signallampeunterbrochen
wird. Am Ende des Rückwärtshubs ist die Wurfplatte gespannt und verriegelt, und
die Klinken 53 und 55 ]laben, je nach der Wirkung der Vorsprünge an den zugehörigen
Hemmrädern, ihre zugehörigen Teile O bzw. H um einen bestimmten Betrag gedreht.
Da die Baugruppe P durch die Wirkung der Zugstange in der Stellung gehalten wird,
in welcher ihre Mittelebene mit der Zugstange fluchtet, bleibt die Rolle 34, wenn
sie in diesem Augenblick auf einer Rampe der Nockenscheibe 39 steht, zunächst in
dieser Stellung.
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Die Bedienungsperson läßt dann den Betätigungshebel los und schiebt
die Betätigungsstange ein wenig nach vorn. Da null die Baugruppe P nicht mehr durch
die Zugstange zurückgehalten wird, folgt die Rolle 34 dem Druck der Feder 35, so
daß sie die Rampe hinabläuft, auf welcher sie sich befand, bis sie an der tiefsten
Stelle zwischen zwei Vorsprüngen steht. Da die Scheibe 39 durch die Bremse 38 festgehalten
wird, geschieht dies dadurch, daß die Rolle entlang der Rampe läuft und dabei über
den an dem Bund 30 angelenkten Arm 33 die Baugruppe P je nach der Richtung der durchlaufenen
Rampe nach vorn oder nach hinten verdreht, so daß der Baugruppe P ein neuer Seitenwinkel
erteilt wird. Gleichzeitig wird durch die auf der wellenförmigen Bahn 43 aufliegende
Rolle 44 der Baugruppe B eine neue Höhenrichtung erteilt. Die Bedienungsperson kann
nun in völliger Sicherheit die Wurftaube auf die Wurfplatte auflegen. Sie schiebt
dann die Betätigungsstange 1 bis zum Ende ihres Hubs nach vorn. Dabei hebt die Kurbel
3 das Gegengewicht 26 an, wodurch bei 25 der Abzug 18 entriegelt wird. Die entspannte
Feder 24 läßt den Kontakt des Schalters für den Elektromagnet 23 schließen, und
die Signallampe, «-elche dann aufleuchtet, zeigt am Schießstand die Wurfbereitschaft
an.
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Es genügt dann, entweder direkt von Hand mittels des Hebels 21 oder
vom Schießstand aus durch Schließen des Stromkreises des Elektromagnets mittels
eines Druckknopfs auf den Abzug einzuwirken, um den Auslöser freizugeben und den
Wurf zu tätigen. Die Vorrichtung kann außer mittels eines Hebelarms auch durch jede
andere geeignete Vorrichtung gespannt werden, z. B. durch einen Ölkolben, Druckluft,
Elektromotor usw.