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DE1054880B - Verfahren zum Aufbringen eines aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf Patronenhuelsen, Geschosshuelsen od. dgl. aus Stahl - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen eines aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf Patronenhuelsen, Geschosshuelsen od. dgl. aus Stahl

Info

Publication number
DE1054880B
DE1054880B DEH19610A DEH0019610A DE1054880B DE 1054880 B DE1054880 B DE 1054880B DE H19610 A DEH19610 A DE H19610A DE H0019610 A DEH0019610 A DE H0019610A DE 1054880 B DE1054880 B DE 1054880B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lubricant
sleeves
projectiles
cases
steel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH19610A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Godefroy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VEEDOL GES MIT Beschrankter H
Original Assignee
VEEDOL GES MIT Beschrankter H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VEEDOL GES MIT Beschrankter H filed Critical VEEDOL GES MIT Beschrankter H
Priority to DEH19610A priority Critical patent/DE1054880B/de
Publication of DE1054880B publication Critical patent/DE1054880B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B14/00Projectiles or missiles characterised by arrangements for guiding or sealing them inside barrels, or for lubricating or cleaning barrels
    • F42B14/04Lubrication means in missiles
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases
    • F42B5/28Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal
    • F42B5/295Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal coated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufbringen eines aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf Patronenhülsen, Geschoßhülsen od. dgl. aus Stahl Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen eines aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf Patronenhülsen, Geschoßhülsen od. dgl. aus Stahl.
  • Es ist bekannt, daß die Gängigkeit von automatischen Waffen in besonderem Maße von der Ausziehbarkeit für die abgeschossene Patronenhülse abhängig ist. Man hat daher danach getrachtet, die Ausziehbar-]zeit durch eine Schmierung zu erleichtern. Solange Messinghülsen Verwendung fanden, traten bei der Wahl des zur Schmierung auf die Hülsen oder Geschosse aufzubringenden Gleitmittels keine nennenswerten Schwierigkeiten auf. Nachdem aber zu Hülsen aus Stahl, insbesondere aus oberflächengalvanisiertem Stahl, aus Mangel an Messing gegriffen werden mußte oder aus Gründen der größeren Brauchbarkeit des Stahles gegriffen wurde, stellte sich heraus, daß die landläufigen Gleitmittel nicht mehr brauchbar waren. Es wurde dann gefunden, daß die Verwendung von synthetischen Hartwachsen hier zu besonders günstigen Ergebnissen führt, da diese den an das Gleitmittel zu stellenden Anforderungen in jeder Hinsicht entsprechen.
  • War damit das Problem scheinbar endgültig gelöst, so stellte sich bald heraus, daß dies ein Trugschluß war, denn die Schwierigkeiten traten nun erst beim Aufbringen des Gleitmittels auf die Stahlhülsen oder -geschosse auf. Als herkömmliche Methoden standen mehrere zur Verfügung. Zunächst ist als einfachste Methode das Eintauchen der Hülsen in ein Wachsschmelzbad zu erwähnen. Diese Methode stellte sich als unbrauchbar heraus, da die entstehende Überzugschicht infolge der Konsistenz der synthetischen Wachse zu dick wurde und beim Gebrauch der Geschosse zu den übelsten Folgen führte, da nur eine hauchdünne Überzugschicht vorhanden sein darf. Man griff daher zur Verwendung von Wachslösungen, bei denen man es in der Hand hat, das Wachs in der Lösung so fein zu verteilen, daß auf den Hülsen nach Verdunstung des Lösungsmittels nur eine dünne Wachsschicht auf den Hülsen verbleibt.
  • Dieses günstige Ergebnis wurde aber dadurch hinfällig, daß hierbei das Aufbringen Schwierigkeiten mit sich brachte, die für einen erforderlichen Massenausstoß an mit dem Gleitmittel versehenen Stahlhülsen oder -geschossen untragbar waren. Man konnte nämlich die Wachslösung entweder mit der Sprühpistole oder aber im bekannten Tauchbad aufbringen. Die erstere Möglichkeit scheidet aus, da das gleichmäßige Aufbringen viel zu schwierig und zeitraubend ist; denn man muß die Hülsen oder Geschosse dabei irgendwie einzeln halten. um sie von allen Seiten bespritzen zu können. Die zweite Möglichkeit führt wirkungsmäßig zu guten Ergebnissen, ist aber verfahrenstechnisch nicht oder nur unter größten maschinellen und damit auch wirtschaftlichen Aufwendungen durchzuführen, ohne daß die Garantie besteht, daß die Beschaffenheit der Überzüge auf den einzelnen Hülsen oder Geschossen gleichmäßig ist. Die Hülsen sind nämlich sehr »wachsfreudig«, so daß sich die Konzentration der Lösung, auf die es gerade ausschlaggebend ankommt, ändert. Man muß also schon diese Konzentration der Lösung dauernd auf das genaueste kontrollieren und gleichmäßig halten. Das ist aber nur durch komplizierte Wachsautomaten möglich.
  • Es wurde nun gefunden, daß man alle diese Schwierigkeiten hinsichtlich der Aufbringung des aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf eine außerordentlich vorteilhafte Weise beseitigen kann, wenn man erfindungsgemäß das Gleitmittel in feinstzermahlener Form auf die mit dem Gleitmittel zu versehenden Stahlhülsen oder -geschosse aufstreut und durch Umwälzen der Hülsen oder Geschosse fest als Überzug mit diesen verbindet. Beim Feinstzermahlen der Wachse ist lediglich darauf zu achten, daß die auftretende Wärme einwandfrei abgeführt wird, um ein Kleben der Wachsteilchen zu vermeiden. Als Beispiel des Grades der Feinstzermahlung mag dienen, daß vorteilhaft 90 % des Mahlgutes für Patronenhülsen ein 900er Sieb, für Geschosse ein 2500er Sieb passieren.
  • Bei dieser Aufbringung in feinstzermahlenem Zustande mit anschließendem Umwälzen .der Hülsen oder Geschosse zur Erzielung eines festen Überzuges ergeben sich zwei Möglichkeiten, nämlich das Aufschmelzen auf heiße Hülsen oder Geschosse und zum anderen das Aufschlagen auf kalte Hülsen oder Geschosse. Im ersteren Falle bildet sich die erforderliche Überzugsschicht sehr schnell, da das feinstzermahlene Wachs augenblicklich schmilzt und sich dabei als feste Schicht mit der Hülse oder dem Geschoß verbindet. Im zweiten Falle dauert das Aufbringen der Überzugsschicht länger, weil sie durch längeres intensives Aufschlagen mit der Hülse oder, dem: Geschoß fest verbunden werden muß.
  • Welche der beiden Arten angewendet wird, richtet sich nach den jeweiligen Umständen. Bei Hülsen ist im allgemeinen das Heißverfahren vorteilhafter, da man das Gleitmittel unmittelbar nach der Bonderung aufbringen kann, wo die Hülsen sowieso heiß sind. Bei fertiglaborierterMunition kann man meistens nur das Kaltverfahren anwenden, da sie einer nachträglichen Erhitzung nicht unterworfen werden dürfen. Daß dabei infolge des für das Aufschlagen erforderlichen Kraftaufwandes und der längeren Bearbeitungsdauer Oberflächenbeschädigungen auftreten können, ist ohne Bedeutung, da sich diese lediglich auf die Bonderschicht erstrecken, diese aber wieder durch die feste und harte Überzugsschicht geschützt wird.
  • Das Aufbringen geschieht bei kleineren Teilen wie gewöhnlichen Patronenhülsen und Geschossen vorteilhaft in drehbaren, mit ihrer Achse zur Waagerechten geneigten Trommeln. Für das Heißaufbringen werden vorteilhaft perforierte Trommeln verwendet, damit Schmutz herausfallen kann und nicht auf die Oberfläche des Trommelgutes aufgeklebt wird. Das feinstvermahlene Gleitmittel wird auf das die Trommel etwa zur Hälfte füllende erwärmte Trommelgut aufgestreut und dann durch Drehen der Trommel und dadurch hervorgerufenes Umwälzen des Trommelgutes auf dieses aufgeklebt. Der Innenmantel der Trommel ist mit Leisten oder Vorsprüngen versehen, damit ein einwandfreies Umwälzen herbeigeführt wird. Die Temperatur des Trommelgutes muß so sein, daß das aufgestreute Wachs sofort schmilzt, wobei normal 10° C über dem Tropfpunkt genügen. Die aufzustreuende Wachsmenge ist sehr gering und die Trommelzeit normal etwa 1 Minute. Geschwindigkeit der Trommel, Trommelzeit und Neigungswinkel der Trommel richten sich nach der Empfindlichkeit des Trommelgutes. Der Neigungswinkel wird normal zwischen 30 und 45° liegen. Beim Kalttrommeln werden vorteilhaft keine perforierten Trommeln verwendet, um ein Herausfallen des Wachspulvers zu verhindern. Man muß dabei allerdings den Nachteil in Kauf nehmen, daß der Schmutz in der Trommel bleibt und mit auf das Trommelgut aufgeschlagen wird. Die erforderliche Wachsmenge ist größer und die Trommelzeit erheblich länger, mindestens 5 Minuten. Vorteilhaft werden zum Kalttrommeln Taumeltrommeln verwendet, in denen das Tromm-elgut enn.em regelrechten Impact ausgesetzt ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Aufbringen eines aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf Patronenhülsen, Geschoßhülsen od. dgl. aus Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitmittel in feinstzermahlener Form auf die mit dem Gleitmittel zu versehenden Hülsen oder Geschosse aufgestreut und durch Umwälzen der Hülsen oder Geschosse fest als Überzug mit diesen verbunden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Gleitmittel zu versehenden Hülsen oder Geschosse auf eine mindestens um etwa 10° C über dem Tropfpunkt oder Klarschmelzpunkt des Wachses liegende Temperatur erwärmt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auf die mit dem Gleitmittel zu versehenden, kalten Hülsen oder Geschosse aufgestreute, feinsitzermahlene Gleitmittel durch intensives und genügend langes Umwälzen auf die Hülsen oder Geschosse aufgeschlagen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschriften Nr. 64 453, 98 201; französische Patentschriften Nr. 652 332, 689 095; USA.-Patentschrift Nr. 2 193 631; Auszüge deutscher Patentanmeldungen, Bd. 22 vom 7. 9. 1949, S. 757; Zerbe: »Mineralöle und verwandte Produkte«, S.1250.
DEH19610A 1954-03-11 1954-03-11 Verfahren zum Aufbringen eines aus synthetischen Hartwachsen bestehenden Gleitmittels auf Patronenhuelsen, Geschosshuelsen od. dgl. aus Stahl Pending DE1054880B (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT64453B (de) * 1911-12-07 1914-04-25 Chemische Producten Und Zuendk Überzug für Patronen.
AT98201B (de) * 1918-04-13 1924-10-25 Auto Ordnance Corp Verfahren zum Aufbringen eines Schmiermittels (Tauche) auf Patronen.
FR652332A (fr) * 1926-05-20 1929-03-06 Perfectionnements aux cartouches et procédé pour leur revêtement
FR689095A (fr) * 1929-01-31 1930-09-02 Anciens Ets Skoda Dispositions pour prolonger la durée de service des tubes de canons
US2193631A (en) * 1935-02-28 1940-03-12 Remington Arms Co Inc Ammunition lubrication

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