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DE105454C - - Google Patents

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Publication number
DE105454C
DE105454C DENDAT105454D DE105454DA DE105454C DE 105454 C DE105454 C DE 105454C DE NDAT105454 D DENDAT105454 D DE NDAT105454D DE 105454D A DE105454D A DE 105454DA DE 105454 C DE105454 C DE 105454C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frame
centrifugal force
thread
coil
friction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT105454D
Other languages
English (en)
Publication of DE105454C publication Critical patent/DE105454C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/52Ring-and-traveller arrangements
    • D01H7/58Ring-and-traveller arrangements with driven rings ; Bearings or braking arrangements therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf Läufer für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen der durch die Patentschrift Nr. 98243 bekannt gewordenen Art und besteht in einem Mitnehmer für den Läufer, vermittelst dessen ein Reifsen des aufzuwindenden Fadens dadurch vermieden wird, dafs der Antrieb des Läufers nicht, wie bisher meist üblich, durch den Faden, sondern durch Mitnahme eines den Läufer tragenden, gegen die Spule anliegenden Rahmens von der Spule selbst bewirkt und so gleichzeitig eine vollkommene Regelung des Umlaufes des Läufers erzielt wird. Hierbei ergiebt sich die zur Mitnahme des Rahmens erforderliche Reibung zwischen Spule und Rahmen aus der Centrifugalkraft, welche durch die dem Rahmen mitgetheilte Drehbewegung entwickelt wird, während der Rahmen zur Zeit der Ingangsetzung der Maschine in der zur Rahmenmitnahme erforderlichen Reibung mit der Spule durch eine Hülfskupplungsvorrichtung in Berührung gehalten wird, welche dann, wenn der Rahmen eine so grofse Geschwindigkeit erlangt hat, dafs durch die Centrifugalkraft selbst diese Reibung erzeugt wird, aufser Wirkung tritt.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einer Spinnmaschinenspindel veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι die Verticalschnittansicht in Richtung der Spindelachse,
Fig. 2 die Draufsicht, bei welcher der Rahmen in der Berührungslage mit der Spule gezeigt ist und durch die Hülfskupplungsvorrichtung gegen dieselbe angedrückt gehalten wird,
Fig. 3 eine der vorigen entsprechende Draufsicht, bei welcher jedoch die Wirkung der Hülfskupplungsvorrichtung gegen den Rahmen unterbrochen ist,
Fig. 4 die Schnittansicht nach Linie 4-4, Fig. 2,
Fig. 5 die Schnittansicht nach Linie 5.-5, Fig. 2.
Der Läufer besteht in bekannter Weise aus einem auf Kugeln α1 in der runden Aussparung eines festen Ringes A1 gelagerten Ring A, welcher ein Häkchen α für die Fadenführung trägt. Dieser Ring enthält zwei einander gegenüberliegende feste Führungsösen ä2 α2, in welchen die beiden Schenkel B B eines Rahmens geführt sind, von dessen beiden anderen Seiten die eine, B1, mit einer Rolle C versehen ist, vermittelst deren der Rahmen mit dem Spulenkörper in Berührung tritt, während die andere Seite B'2 ein Auge b trägt, durch welches zur Vervollständigung der Rahmenführung eine am Ring A befestigte Stange D hindurchgeführt ist.
Der Rahmen kann demnach in der Weise verschoben werden, dafs seine Seite B2 sich dem Mittelpunkte des Ringes A mehr oder weniger nähert und dafs folglich seine Masse mehr oder weniger weit aufserhalb des Mittelpunktes zu liegen kommt.
An der dem Fadenführungshäkchen α entsprechenden Seite des Ringes A sind auf einer fest mit dem letzteren verbundenen Stange D ein oder mehrere Gewichte is verschiebbar gelagert, und zwar können dieselben auswechselbar auf der Rahmenseitenwand B'2 aufsitzen. Diese auswechselbaren Gewichte E haben den

Claims (4)

Zweck, einerseits die Regelung der für verschiedene Fadensorten wechselnden Fadenspannung zuzulassen und andererseits der an der Stelle des Fadenführungshäkchens α auftretenden Zugwirkung nach aufwärts entgegenzuwirken. Die eben beschriebene Vorrichtung bildet das eigentliche Mitnehmersystem, welches jedoch nur dann in Wirkung tritt, wenn die Centnfugalkraft die zur Herbeiführung der nöthigen Reibung zwischen Spule und Mitnehmerrahmen erforderliche Gröfse erlangt hat. Um jedoch den Antrieb des Mitnehmersystems bereits bei Ingangsetzung der Maschine zu ermöglichen, wenn also die erforderliche Centrifugalkraft noch nicht vorhanden ist, wird folgende Kupplungsvorrichtung verwendet, welche nur die Ingangsetzung bewirkt, deren Wirkung aber unter dem Einflufs der Centrifugalkraft selbstthätig unterbrochen wird, und welche, obwohl durch sie das Zerreifsen des Fadens bei Ingangsetzung der Maschine vermieden wird und das vorliegende Mitnehmersystem nur dann einen vollkommenen Erfolg liefert, wenn dieses System mit der Kupplungsvorrichtung in Verbindung steht, durch eine andere Einrichtung ersetzt werden kann. Diese Kupplungsvorrichtung besteht aus zwei um Verticalachsen ff des Ringes A drehbaren Hebeln FF, welche durch die Endösen eines Armes G geführt sind, der in seinem Mittelpunkte an einer lothrecht zu ihm gerichteten, mit Reibung in einer horizontalen Führung gl verschiebbar gelagerten Stange g befestigt ist. Der jeweiligen Lage der Stange g in ihrer Führung g1 entsprechend, legen sich die verdickten Enden der Hebel FF entweder, wie in Fig. 2 gezeigt, gegen die Rahmenwand B1 an und drücken so den Rahmen bezw. die Rolle C gegen den Spulenumfang an, oder sie lassen, wie in Fig. 3 dargestellt, den Rahmen frei, und zwar tritt letzteres unter der Wirkung der Centrifugalkraft ein. Es können auch mehrere solcher Stangen g mit einer entsprechenden Zahl von Führungen g1 vorgesehen sein. Die Wirkungsweise des beschriebenen Mitnehmersystems ist folgende: Der von den Speisewalzen kommendeFadenüf geht durch das ■ am Ring A befestigte Häkchen α und wird auf die Spule I aufgewickelt, die durch den Wirtel i einen beständigen und regelmäfsigen Antrieb erhält. Bevor die Vorrichtung in Thäfigkeit, gesetzt wird, werden die Theile FF so gegen die Rahmenseite B1 hingeführt, dafs der Rahmen mit dem .Spulenkörper in Berührung kommt. Wenn dann die Vorrichtung in Bewegung gesetzt wird, sucht der Rahmen sich unter der Wirkung der Centrifugalkraft von der Seite des Theils, welcher die gröfste Masse in Bezug auf den Drehungsmittelpunkt darbietet, so zu verschieben, dafs die Rahmenseite J51 sich mittelst der Rolle C gegen den Spulenkörper anlegt. Bald darauf nimmt die Centrifugalkraft eine solche Gröfse an, dafs der Druck zwischen Rolle C und Spule / Veranlassung zur Erzeugung einer für die Mitnahme genügenden Reibung giebt. In diesem Augenblick hört die Wirkung der den Rahmen gegen die Spule drückenden Hebel F auf und das Stangensystem G g, dessen Masse und Reibung in der Führung g1 in geeigneter Weise begrenzt ist, entfernt sich, unter der Wirkung der Centrifugalkraft, durch Verschiebung in seiner Führung g1 vom Mittelpunkt und läfst den Rahmen frei, welcher gegen die Spule angelegt bleibt. Indem der Rahmen den Veränderungen des Spulendurch-' messers folgt, welche sich aus der Auf- und Abwärtsbewegung sowie aus der Füllung der Spule ergeben, entfernt sich derselbe vom bezw. nähert er sich dem Drehungsmittelpunkt. Die Centrifugalkraft, durch welche die zur Mitnahme des Läufers erforderliche Reibung erzeugt wird, ändert sich entsprechend diesen Ortsveränderungen. Auch wechselt die Kraft der Mitnahme zwischen dem Spulenkörper und der Rahmenrolle gleichfalls; dieselbe nimmt in dem Mafse zu, wie der Spulendurchmesser zunimmt, und umgekehrt. Daraus entsteht ein Ausgleich zwischen diesen beiden Factoren für die Mitnahme des Rahmens, dem aus der Centrifugalkraft herrührenden Druck und der Mitnahmekraft, welche sich aus dem Spulendurchmesser ergiebt, ein Ausgleich, welcher dem Rahmen und damit zugleich auch dem Läufer eine, dem jeweiligen Lauf, welchen derselbe den verschiedenen Spulenbildungsphasen entsprechend auszuführen hat, entsprechend geregelte, im Uebrigen aber von dem Gewicht und den Lagen der Massen abhängige Geschwindigkeit ertheilt. Da der Faden unter diesen Bedingungen von der Arbeit der Mitnahme des Läufers befreit ist, können mit dieser Vorrichtung Fäden von bedeutend gröfserer Feinheit gesponnen werden, ohne dafs ein Reifsen derselben eintritt, ein Uebelstand, welcher beim Ingangsetzen der Spindel bei älteren Systemen häufig eintrat. Das vorliegende Mitnehmersystem des Läufers gestattet aufserdem, in vollkommener Weise die · Spannung des Fadens zu regeln durch Regelung der Verzögerung des Läufers in Bezug auf die Spindel, und zwar durch Zufügung entsprechender Gewichte zum verschiebbaren Theil der Vorrichtung. Pateντ-AnSprüche:
1. Eine Vorrichtung für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen zum Antrieb des Läufers, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Vermeidung
des Reifsens des Fadens der unmittelbare Antrieb des Läufers durch einen mit ihm verbundenen, gegen die Spule anliegenden Rahmen (B) von der Spule selbst bewirkt und die Regelung des Läuferumlaufs durch die jeweilige, aus der Centrifugalkraft herrührende Reibung * zwischen Spule und Rahmen erzielt wird. ■
Eine Vorrichtung der unter ι. bezeichneten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs der Rahmen (B) auf den in bekannter Weise im Kugellager laufenden Ring (A) aufgesetzt und in, an letzteren befestigten Führungen verschiebbar gelagert ist, die eine Rahmenseite durch Vermittelung einer RoUe in Berührung mit der Spule tritt und der Rahmen mit auswechselbaren Gewichtsmassen versehen ist.
3. Eine Vorrichtung der unter 1. bezeichneten Art,, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Kupplung den Rahmen (B) während der zur Entwickelung der geeigneten Reibung mit der Spule sichernden Centrifugalkraft erforderlichen Zeit in Berührung mit der Spule hält.
4. Eine Ausführungsform der unter 3. bezeichneten Kupplung , dadurch gekennzeichnet, dafs diese Kupplung aus zwei um Verticalachsen schwingenden Hebeln (F) besteht, welche in Berührung mit dem Rahmen (B) gebracht werden und mit einer oder mehreren, mit Reibung in ihren Führungen gleitenden Stangen verbunden sind, derart, dafs die Kupplung sich unter der Wirkung der Centrifugalkraft vom Rahmen entfernen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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