DE1054364B - Kontinuierlich arbeitende, fahrbare Freifall-Mischmaschine fuer Baustoffe - Google Patents
Kontinuierlich arbeitende, fahrbare Freifall-Mischmaschine fuer BaustoffeInfo
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- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
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Description
Die Erfindung betrifft eine kontinuierlich arbeitende, fahrbare Freifall-Mischmaschine für Baustoffe,
insbesondere für Beton und Mörtel, mit einer umlaufenden zylindrischen oder konischen Mischtrommel,
welcher das Mischgut in regulierbai en Mengen über einen Höhenförderer zugeführt wird
und welche das Mischgut mit einer an der Innenseite des Trommelmantels befindlichen, schraubenlinienförmig
gewundenen Förderfläche, zwischen deren Windungen durchlaufende Längsstege eingesetzt sind,
am. Trommelende laufend ausbringt
Bekannt ist eine Freifall-Mischmaschine, bei welcher an der Innenseite der in horizontaler Lage oder
in einer zum Austragende hin leicht ansteigenden Lage angeordneten, umlaufend angetriebenen Mischtrommel
eine weit in das Trommelinnere hineinragende, mk großer Ganghöhe ausgeführte sehraubenlinige
Förderfläche und zwischen deren Windungen mehrere parallel zur Trommelachsrichtung verlaufende
kurze Schaufelflächen angeordnet sind, die eine geringere Höhe haben als die Förderfläche. Eine
gründliche Durchmischung der Mischstoffe ist mit einer solchen Anordnung der Förder- und Schaufelelemente
nicht erreichbar, weil das von der in weiten Windungen geführten Förderfläche hochgeförderte
Mischgut in großen Klumpen nach unten in die Mischtrommel zurückfällt, ohne genügend durcheinandergeschaufelt
zu werden, und weil das Mischgut von der hohen schraubenlinigen Förderfläche allzu
rasch durch die Mischtrommel hindurchgefördert wird.
Zur Vermeidung dieser Mangel der bekannten Freifall-Mischmaschine ist schon vorgeschlagen worden,
die schraubenlinige Förderfläche als niedrigen Steg, der eine geringere Höhe hat als die zwischen
seinen Windungen verlaufenden Schaufelflächen, mit verhältnismäßig eng nebeneinanderliegenden Windungen
auszuführen. Eine in dieser Weise ausgebildete Mischtrommel hat sich für das Mischen von
Stoffen in flüssigem oder teigartigem Zustand bewährt, ist aber für das Mischen, von Baustoffen, die
steif sind, einen großen Reibungskoeffizienten haben und/oder dazu neigen, zusammenzubacken, z. B. steife
Zement-, Sand- oder Kohlenstaubmischungen, nicht recht geeignet, weil die Mischstoffe von den hohen
Längsstegen, sobald diese in eine bestimmte Schräglage nach oben gelangt sind, in Klumpen oder Haufen
abfallen, wohingegen es für ein gutes Durchmischen dieser Stoffe erwünscht und notwendig ist, die Mischstoffe
nach und nach unter möglichst großem Streuwinkel von den Längsstegen abgleiten zu lassen.
Diese für das Mischen der vorgenannten Stoffe wie auch für das Mischen von Faserstoffen, beispielsweise
zur Herstellung von Asbestzement, günstige Kontinuierlich arbeitende,
fahrbare Freifall-Mischmaschine
für Baustoffe
Anmelder:
Rudolf Arnold Erren,
Hannover-Limmer, Wunstorfer Str. 88
Hannover-Limmer, Wunstorfer Str. 88
Rudolf Arnold Erren, Hannover-Limmer,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Wirkungsweise wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Höhe der schraubenlinigen Förderfläche
nicht viel kleiner ist als ihre Ganghöhe und die Höhe der durchlaufenden Längsstege etwa zwei
Drittel derjenigen der schraubenlinigen Förderfläche beträgt.
Die durchlaufenden Längsstege und die weiter als diese in das Trommelinnere hineinragende schraubenlinige
Förderfläche umgrenzen eine Vielzahl von Kammern, mit schmalen Böden, von denen die in der
Mitte der Kammer befindliche Mischgutmenge nach unten zuerst abzufallen beginnt, während die an den
beiden Enden der Kammer befindlichen Mischgutmengen durch Reibungswirkung' an den die Kammern
seitlich begrenzenden Wandungen der höheren schraubenlinigen Förderfläche langer festgehalten
werden, so daß sie mit gewisser Verzögerung nach unten fallen. Hierdurch ergibt sich trotz der schmalen
Längsstege ein großer Schüttwinkel und der für die gründliche Durchmischung ausschlaggebende Effekt
eines Auseinanderreißens benachbarter Mischgutschichten. Es hat sich ergeben, daß es mit einer
Mischtrommel nach der Erfindung gelingt, Faserstoffe, die bekanntlich schlecht mischbar sind, mit anderen
Stoffen, beispielsweise Zement od. dgl., in kurzer Zeit zu einer homogenen Masse zu mischen.
Die Höhe der schraubenlinigen Förderfläche verhindert ein unerwünscht schnelles Weiterwandern des
Mischgutes in der Mischtrommel zu deren Austragende hin. Gleichwohl kann eine voll befriedigende
Leistung erreicht werden, weil es ohne Beeinträchtigung der Mischgüte möglich, ist, die Mischtrommel
mit höherer Tourenzahl laufen zu lassen als bei den
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bekannten Mischmaschinen. Zur Erreichung der gleichen Mischgüte wird dann nur noch etwa die
Hälfte der Durchlaufzeit benötigt, welche die bekannten kontinuierlich arbeitenden Freifall-Mischmaschinen
erfordern. Die Leistungssteigerung wirkt sich bei Unternehmen, die ständig große Mengen von
Baustoffen zu mischen haben, in einer Verminderung der Anlagekosten vorteilhaft aus.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 die Seitenansicht bzw. den Grundriß einer Freifall-Mischmaschine mit einer im Sinne der
Erfindung ausgebildeten Mischtrommel,
Fig. 3 in größerem Maßstabe die Ansicht auf das Austragende der Mischtrommel und
Fig. 4 ebenfalls in größerem Maßstabe den hinteren
Teil dar Mischtrommel im senkrechten Längsschnitt.
Der allgemeine Aufbau der Mischmaschine sowie der Beschickungsvorrichtung entspricht dem üblicher
Mischmaschinen.
Der auf zwei Rädern 1 fahrbare, den Träger der Freifall-Mischmaschine bildende Rahmen 2 ist an
einem Ende zu einer Zuggabel 3 gestaltet und kann durch Ankuppeln einer an der Zuggabel befindlichen
Zugöse 4 an ein Kraftfahrzeug oder einen Schlepper mit der ständig an dem Rahmen verbleibenden Freifall-Mischmaschine
auf bequeme Weise an die Baustelle gefahren bzw. an der Baustelle umgesetzt werden.
Zwei in der Nähe der Zuggabel 3 am Rahmen 2 angelenkte, vorzugsweise hochklappbare Bügelstützen
5 und zwei am entgegengesetzten Rahmenende höhenverstellbar angeordnete Stützbolzen 6 mit Fußplatten
7 dienen dazu, den Fahrgestellrahmen 2 der Freifall-Mischmaschine auf der Baustelle sicher festzustellen.
Hierbei können die beiden Räder 1 aus der Fahrstellung so weit nach oben verstellt werden, daß
sie entweder gemeinsam mit den Stützen 5, 6 den Rahmen 2 und die auf ihm ruhende Last tragen oder
ganz von. der Bodenfläche abgehoben sind.
Durch entsprechendes Einstellen der Stützen' 5, 6
und. der Räder 1 kann die Freifall-Mischmaschine auch auf unebenem Gelände verschiebungs- und kippsicher
so eingestellt werden, daß die Ouermittellinie des Fahrgestellrahmens 2 eine horizontale oder annähernd
horizontale Lage einnimmt und die Längsmittellinie des Rahmens in einer dem gewünschten
Neigungswinkel der Mischtrommel entsprechenden abfallenden, ansteigenden oder horizontalen Lage sich
befindet. Auf diese Weise ist es möglich, den sekundliehen Durchsatz durch die Mischtrommel nach den
jeweiligen Erfordernissen sehr genau zu regulieren und erforderlichenfalls auch während des Betriebes
zu ändern.
Auf dem Rahmen 2 ist die Mischtrommel 8 drehbar gelagert. Sie ruht auf vier an Böckchen 9 des
Rahmens drehbaren Rollen 10 und ist durch zwei U-förmige Führungsschienen 11, welche um den
Trommelmantel herumgelegt sind, auf den TragroJlen durch ihr Eigengewicht sicher festgehalten. Um beim
Transport der Mischmaschine ein Abspringen der Mischtrommel 8 von den Tragrollen 10 mit Sicherheit
auszuschließen, empfiehlt es sich, die Trommel durch Spanngurte festzulegen, die in die Führungsschienen
11 eingefügt und vom Lagerböckchen 9 an der einen Seite des Rahmens 2 zum gegenüberliegenden
Lagerböckchen 9 an der anderen Seite des Rahmens gespannt werden können.
Die Mischtrommel 8 besitzt beim gezeichneten Beispiel eine zylindrische Form mit einem kurzen
Hohlkegelabschnitt 8' an der Beschickungsseite. Sie ist so auf dem Rahmen 2 angeordnet, daß sie von der
hinteren Ouerschiene des Rahmens bis etwa zur Rahmenmitte oder etwas darüber hinaus reicht. Auf dem
vorderen Abschnitt des Rahmens ist die Beschickungsvorrichtung untergebracht. Ihre hauptsächlichen
Bestandteile sind ein in zwei oder mehrere Kammern unterteilter Vorratstrichter 12, an dessen schräger
Rückseite über Auslaßöffnungen 13, deren. Öffnungsweite durch Schieber regulierbar ist, die zu mischenden
Stoffe in dosierten Mengen austreten, ferner ein als Becherwerk ausgebildeter Höhenförderer 14, ein
oberer Schütttrichter 15, in den das Mischgut aus den Bechern des Hohenförderes entleert und über eine
Rutsche 16 in das Vorderende 8' der Mischtrommel 8 eingebracht wird.
Der Antrieb1 der Mischtrommel 8 erfolgt durch einen auf dem Rahmen 2 montierten Elektromotor 17
über einen Keilriementrieb' oder einen Kettentrieb und eine Zwischenwalle, deren. Drehmoment über einen
weiteren Kettentrieb auf eine zweite Zwischenwelle übertragen wird. Auf der sich längs der einen Seite
der Mischtrommel 8 erstreckenden Zwischenwelle sitzen zwei Zahnräder, welche im Zahneingriff stehen
mit zwei Zahnkränzen 18j die am Trommelmantel neben den bereits erwähnten Führungsschienen 11 befestigt
und mit einer Triebstockverzahnung versehen sind (s. Fig. 4).
Von einer der Zwischenwellen wird über ein geeignetes Getriebe zweckmäßigerweise auch der Antrieb
für das Becherwerk sowie der Antrieb für eine Wasserpumpe abgeleitet, welche eine am Austrittsende
der Mischtrommel befindliche Sprüheinrichtung mit Wasser versorgt.
An der Innenfläche des zylindrischen Abschnittes der Mischtrommel 8 ist eine schraubenlinienförmig
umlaufende Förderfläche 19 angebracht. Die Höhe der frei in das Trommelinnere hineinragenden Förderfläche
19 ist erfindungsgemäß so- bemessen, daß sie nicht viel kleiner ist als der gegenseitige Abstand je
zweier nebeneinanderliegender Windungen, d. h. als ihre Ganghöhe (vgl. Fig. 4). Gleichmäßig über den
Trommelumfang verteilt sind zwischen den. einzelnen Windungen Schaufelflächen. 20 eingesetzt, deren
Höhe erfindungsgemäß etwa zwei Drittel derjenigen der sdhraubenlinienförmigen Förderfläche 19 beträgt.
Die Schaufelflächen 20 sind in längs der Mantellinien
des Trommelmantels verlaufenden, radial zur Trommelachse stehenden Reihen hintereinander angeordnet,
von denen beim gezeichneten Ausführungsbeispiel (s. Fig. 3) vier vorgesehen sind. Sie haben die Aufgabe,
das durch die in Wendelform umlaufende Förderfläche 19 dem Austrittsende der Mischtrommel
8 zugeschobene Mischgut beim Weiterdrehen der Trommel in kleinen Mengen vom Trommelmantel
nach unten abgleiten zu lassen und auf diese Weise durch ständiges Umschichten des Mischgutes eine
gründliche Durchmischung der Bestandteile des Mischgutes herbeizuführen, ohne die Fördergeschwindigkeit
wesentliah zu vermindern. Durch die obenerwähnte Verstallbarkeit des Neigungswinkels der
Mischtrommel 8 kann die Durchsatzgeschwindigkeit willkürlich so geregelt werden, daß die Durchmischung
der Bestandteile des Mischgutes für jedes Material, jede Materialzusammensetzung und jede
Materialbeschaffenheit in vollkommener Weise erreicht wird.
Die Sprüheinrichtung (s. Fig. 3 und 4) sitzt an dem vor dem hinteren Trommelende liegenden Endabschnitt
einer Druckleitung 21 und besteht beispiels-
Claims (1)
- weise aus zwei Rohren 22., die oberhalb der Trommelachse parallel zu ihr und in symmetrischer Anordnung zur senkrechten Längsmittelebene der Trommel in das Trommelinnere hineinragen. Der letzte Abschnitt der Druckleitung 21 ist mittels einer Schelle 23 an dem Flacheisenstück 24 eines auf dem Rahmen 2 befestigten Trägerrahmens festgelegt, der aus zwei vertikalen U-Schienen 25, zwei kurzen horizontalen Schienen 26 und einer letztere verbindenden Querschiene 27 gebildet ist. An. der vor der Austrittsseite der Mischtrommel 8 liegenden Querschiene. 27, in deren Mitte das Flacheisenstück 24 angebracht ist, sind zwei Streben 28 angeschweißt, von denen jede eines der beiden Sprührohre 22 trägt. Die an den freien Enden geschlossenen Sprührohre sind an der Unterseite mit feinen Austrittslöchern versehen, aus denen das zugeführte Wasser über das vorher im trockenen Zustand gründlich durchgemischte Mischgut verspüht wird, und nach oben hin über die ganze Länge durch Winkelschienen 29 abgedeckt, welche ao verhindern, daß die feinen Öffnungen der Sprührohre durch an diese haranfallendes Mischgut oder durch Staub des Mischgutes verstopft werden. Die Abdeckschienen sind auf den Sprührohren 22 durch Zwischenstücke 30 befestigt. An einer der Vertikalschienen 25 des Trägerrahmens 25, 26, 27 ist mittels einer Schelle 31 od. dgl. die Druckleitung 21 festgelegt.Patentanspruch:Kontinuierlich arbeitende, fahrbare Freifall-Mischmaschine für Baustoffe mit einer umlaufenden zylindrischen oder konischen Mischtrommel, welcher das Mischgut in regulierbaren Mengen über einen Höhenförderer zugeführt wird und welche das Mischgut mit einer an der Innenseite des Trommelmantels befindlichen, schraubenlinienförmig gewundenen Förderfläche, zwischen deren, Windungen durchlaufende Längsstege eingesetzt sind, am Trommelende laufend ausbringt, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der schraubenlinigen Förderfläche (19) nicht viel kleiner ist als ihre Ganghöhe und die Höhe der durchlaufenden Längsstege (20) etwa zwei Drittel derjenigen der schraubenlinigen Förderfläche beträgt.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 820 726, 478 111;schweizerische Patentschrift Nr. 254186;französische Patentschrift Nr. 762 824;britische Patentschrift Nr. 60S 628;USA.-Patentschriften Nr. 1 557 275, 1 516 293,
231;deutsche Patentanmeldung E5819IVe/80<a
(bekanntgemacht am 13. 1. 1955).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 809 788/230 3.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE10890A DE1054364B (de) | 1955-06-22 | 1955-06-22 | Kontinuierlich arbeitende, fahrbare Freifall-Mischmaschine fuer Baustoffe |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1054364B true DE1054364B (de) | 1959-04-02 |
Family
ID=7067972
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEE10890A Pending DE1054364B (de) | 1955-06-22 | 1955-06-22 | Kontinuierlich arbeitende, fahrbare Freifall-Mischmaschine fuer Baustoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1054364B (de) |
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1955
- 1955-06-22 DE DEE10890A patent/DE1054364B/de active Pending
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