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Kreiselwipper Die Erfindung bezieht sich auf einen Kreiselwipper,
insbesondere für Förderwagen in Grubenbetrieben, und es liegt ihr die Aufgabe zugrunde,
für Wagenumläufe mit elektrischer Oberleitung einen Wipper zu schaffen, der auch
von elektrischen Lokomotiven durchfahren werden kann.
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Die für den Einsatz in Wagenumläufen von Grubenbetrieben bekannten
Wipperbanarten besitzen nicht die erforderliche lichte Höhe. um der Forderung zu
genügen, daß auch die Lokomotive durch den Wipper hindurchfahren kann. Hierzu müßten
die Außenlaufringe eine entsprechend große innere Offnung haben. Eine solche Bemessung
dieser Außenlaufringe würde jedoch zu übergroßen und entspreehend schweren Bauarten
führen, die nur in den seltensten Fällen in Grubenbetrieben vertretbar sind. Aber
selbst eine mit Außenlaufringen entsprechend großen Durchmessers versehene Wipperbauweise
würde es in Wagenumläufen mit elektrischer Oberleitung nicht ermöglichen, den Wipper
mit Elektroloks zu durchfahren, weil die Oberleitung nicht ohne Unterbrechung durch
den Wipper hindurchgeführt werden kann. Eine nterbrechung der elektrischen Oberleitung
am Eintritt und Austritt in den Wipper bringt eine erhöhte Gefahr der Funkenbildung
mit sich.
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Eine solche Lösung des Problems ist daher auf Grund der Schlagwetter-Sicherheitsvorschriften
unzulässig. Daher werden in Grubenbetriehen immer besondere Geleise vorgesehen,
damit die Lokomotiven den Wipper umfahren können. Diese Umfahrgeleise R erursachen
jedoch nicht nur infolge ihres Platzbedarfes erhebliche Kosten. Vielmellr kommt
noch hinzu, daß der Förderbetrieb durch das umständliche und zeitraubende Lokomotivwechseln
und den zusätzlichen Kosten- und Zeitaufwand durch das Heranschleppen der Züge mittels
einer Kette belastet ist.
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Diese stark ins Gewicht fallenden Nachteile werden beseitigt. wenn
man in den Wagenuinläufen Wipper einschaltet, die ein Durchfahren mit elektrischen
Lokomotiven gestatten. ohne eine Unterbrechung der elektrischen Oberleitung zu erfordern.
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Um die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe. einen Kreiselwipper
insbesondere für die Verwendung in Wagenumläufen mit elektrischer Oberleitung von
Grubenbetrieben zu schaffen, der von elektrischen Lokomotiven durchfahren werden
kann, ohne daß seine Abmessungen gegenüber Kreiselwippern bekannter Bauart wesentlich
vergrößert werden müssen, ist in Abweichung von der für die Verwendung in Grubenbetrieben
bisher üblichen Bauart der den Wagen aufnehmende Wipperkorb an seinem Umfang mit
Laufrollen versehen, die sich beim Wippen auf um den Wipperkorb angeordneten festen
Innenlaufringen abwälzen. Diese Maßnahme ist nach einem be-
kanntgewordenen Vorschlag
bei einer Vorrichtung zum Entleeren von Kipploren bereits angewendet worden, wobei
die Kipploren mittels einer Hebebühne an einem Krangestell erst senkrecht nach oben
und dann schräg nach außen geführt und selbsttätig gekippt werden. Bei ihrer Anwendung
auf den Erfindungsgegenstand wird der Wipperkorb mit seinen Laufrollen zwangsweise
in den Innenlaufringen geführt, was den weiteren Vorteil mit sich bringt, daß der
Wipper nicht mehr angehoben werden bzw. entgleisen kann. Diese Anordnung ermöglicht
jedoch erst die erfindungsgemäße Maßnahme, den Wipperkorb, in Richtung seiner Längsachse
gesehen, in Form eines U-Profils auszubilden, welches in der Normallage nach oben
hin offen ist.
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Es ist bei Kreiselwippern zum Entleeren von Forderwagen in Grubenbetrieben
nicht mehr neu, dem eigentlichen Wipperkorbs in Längsrichtung gesehen, einen U-förmigen
Querschnitt zu geben. Nach einem bekanntgewordenen Vorschlag dient diese Maßnahme
dazu, einen Wagenzug ohne Abkuppeln der einzelnen Wagen durch den Wipper zu ziehen
und dabei kippen zu können.
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Demgegenüber hat die in Längsrichtung gesehene U-förmige und in der
Normallage nach oben hin offene Ausbildung des Wipperkorbes erflndungsgeinäß den
Zweck, für die über die Förderwagen nach oben vorstehenden Stromabnehmer der Lokomotiven
freien Raum zum Durchfahren zu schaffen. Nach einem weiteren Merkmal weisen die
den Wipperkorb umgebenden Innenlaufringe oberhalb der Gleisspur eine das Hindurchtreten
der Stromabnehmer ermöglichende Öffnung oder Ausnehmung auf, die es gleichzeitig
erlaubt, die elektrische Oberleitung so anzubringen, daß sie außerhalb des Schwenkradius
des Korbes liegt und daher ununterbrochen durch den Kreisdwipper hindurchgeführt
werden kann.
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Der erfindungsgemäße Kreiselwipper, insbesondere für Förderwagen
in Grubenbetrieben mit elektrischer Oberleitung für die Grubenlokoinotiven mit einem
den Wagen aufnehmenden Wipperkorb, der an seinem Umfang mit Laufrollen versehen
ist, die sich auf um den Wipperkorb angeordneten Laufringen abwälzen, besteht demgemäß
darin, daß der Wipperkorb, in Richtung seiner Längsachse gesehen, in an sich bekannter
Weise einen U-förmigen Ouerschnitt besitzt, der in der Normallage nach oben hin
offen ist, und daß die den Wipperkorb umgebenden festen Laufringe in ebenfalls an
sich bekam'teer Weise etwa über die Breite der Gleisspur oberhalb derselben unterbrochen
sind oder um ihren Umfang eine dem Stromabnehmer entsprechende Ausnehmung besitzen
und daß ferner -die Stromschiene außerhalb des Schwenkradius des Wipperkorbes, gegebenenfalls
in der vorgesehenen Ausnehmung der festen Laufringe. angeordnet ist Auf Grund der
erfindungsgemäßen Ausbildung braucht die Oberleitung nicht unterbrochen zu werden,
so daß die sonst unvermeidliche Gefahr der Funkenbildung entfällt. Da mit der vor
den Zug gespannten Elektrolok alle erforderlichen Rangierarbeiten durchführbar sind,
ist es auch nicht mehr notwendig, die Lokomotiven umzusetzen und den Wipper mittels
besonderer Umfahrgeleise zu umfahren bzw. die Förderwagenzüge mittels Kettenbahnen
und ähnlicher Einrichtungen durch die Wipper hindurchzuführen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ergibt sich ein besonders
einfacher Gesamtaufbau des Krei selwippers dadurch, daß die Innenlaufringe von Halteschilden
getragen werden, die in Verbindung mit Längsstreben einen Käfig bilden, in dem sich
der gesamte Wipper befindet. Der Käfig bzw. die Halteschilde sind zweckmäßig nach
oben entsprechend dem Durchfahrtsprofil einer Lokomotive bzw. deren Strom abnehmer
ausgenommen und dienen außerdem als Halterung für die elektrische Oberleitung; dieses
ist deshalb möglich, weil der Käfig nicht gedreht wird, sondern lediglich der Wipperkorb.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Kreiselwippers nach
der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigen Abb. 1 und 2 den Kreisdwipper
in verschiedenen Betriebsstellungen, Abb. 3 einen Längsschnitt.
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Die Halteschilde 1 bilden mit den Längsstreben 1a einen Käfig, in
dem die Innenlaufringe 2 fest angeordnet sind. In den Innenlaufringen 2 führen sich
Rollen3, welche über Achsen 4 den Wipperkorb 5
tragen. Der zu wippende Förderwagen
6 steht auf der Fahrbahn 7. In der Kippstellung wird der Wagen 6 durch Sehwingmetallpuffer
8 im Korb 5 gehalten. Die Oberleitung für die Elektrolok ist mit 9 bezeichnet.
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Weiterhin ist eine Rüttelvorrichtung, die gegenüber dem Korb durch
Schwingmetallpuffer 11 federnd abgestützt ist, mit dem Bezugszeichen 10 versehen.
Die Rüttelvorrichtung 10 wird in der Kipplage mittels des mit seiner Führungsrolle
13 an der Steuerkurve 14 anlaufenden Schwenkhebels 12 mit dem Förderwagen 6 in Verbindung
gebracht.
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Wie aus Abb. 3 zu ersehen ist, werden die Laufringe 2 von stirnseitig
angeordneten Halteschilden 1 getragen, die in Verbindung mit Längs- und Diagonalstrehen
1 a einen Käfig bilden.
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PATENTANSPPB tçcIIE 1. Kreisdwipper für Förderwagen in Grubenbetrieben
mit elektrischer Oberleitung für die Grubenlokomotiven, bestehend aus einem den
Wagen aufnehmenden Wipperkorb, der an seinem Umfang mit Laufrollen versehen ist,
die sich auf um den Wipperkorb angeordneten Laufringen abwälzen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wipperkorb (5), in Richtung seiner Längsachse gesehen. in an sich bekannter
Weise einen U-förmigen Ouerschnitt besitzt, der in der Normallage nach oben hin
offen ist, und daß die den Wipperkorb umgebenden festen Laufringe (2) in ebenfalls
an sich bekannter Weise etwa über die Breite der Gleisspur oberhalb derselben unterbrochen
sind oder um ihren Umfang eine dem Stromabnehmer entsprechende Ausnehmung besitzen
und daß ferner die Stromschiene (9) außerhalb des Schwenkradius des Wipperkorbes,
gegebenenfalls in der vorgesehenen Ausnehmung der festen Laufring, angeordnet ist.