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DE1053517B - Verfahren zur Herstellung von Sulfogruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfogruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd

Info

Publication number
DE1053517B
DE1053517B DEF22263A DEF0022263A DE1053517B DE 1053517 B DE1053517 B DE 1053517B DE F22263 A DEF22263 A DE F22263A DE F0022263 A DEF0022263 A DE F0022263A DE 1053517 B DE1053517 B DE 1053517B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkali
formaldehyde
parts
phenols
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF22263A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Komarek
Dr Gustav Mauthe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF22263A priority Critical patent/DE1053517B/de
Priority to CH5485858A priority patent/CH390274A/de
Publication of DE1053517B publication Critical patent/DE1053517B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfogruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd Die Herstellung synthetischer Gerbstoffe aus Phenolen, Formaldehyd und Alkalibisulfiten ist bekannt und auch schon in der Patentliteratur behandelt worden. Dieser an sich schonenden Methode, Phenolee und Phenolkondensationsprodukte in wasserlösliche synthetische Gerbstoffe überzuführen, haften jedoch einige Mängel an, die entweder die Anwendbarkeit oder Qualität der auf diesem Wege hergestellten Produkte beeinträchtigen oder aber zusätzliche Arbeitsgänge erfordern, so z. B. die Beseitigung der beträchtlichen Mengen an eingeschleppten Neutralsalzen. Nachteilig macht sich. auch .der hohe Alkaliverbrauch z. B. bei der Sulfom@ethylierung von Dioxydiphenylsulfon bemerkbar, hervorgerufen einerseits durch .die geringe Löslichkeit dieser Verbindung in Wasser sowie auch durch die Reaktionsträgheit einiger Ph.enole beim Umsatz mit Formaldehvd und Bisulfit. Bei der Sulfomethylierung von Phenolen entstehen unter den bisher beschriebenen Bedingungen auch meist mehr oder weniger große Mengen von monomeren Phenolmethan-sul.fonsäuren, die bekanntlich nicht die Eigenschaft besitzen, Blöße in Leder überzuführen. Beim Arbeiten mit den preisgünstigen, technischen Phenol-Kresol-Gemischen wirkt sich schließlich die sehr unterschiedliche Umsetzungsgeschwindigkeit der einzelnen Komponenten eines solchen Gemisches sehr nachheilig aus, indem die reaktionsträgen Anteile durch die Kondensation nur unvollständig oder gar überhaupt nicht erfaßt werden.
  • Um die hier aufgezählten Mängel zu beheben oder zu mindern, wurden schon nachstehende Wege beschritten Anwendung höherer Temperaturen und höherer Drücke während des Darstellungsverfahrens. Anwendung höherer Mengen .des als Katalysator wirkenden Alkalis, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit der Umsetzung erheblich gesteigert werden kann. Etwa im gleichen Sinne wirkt sich die Anwendung von Gemischen von Alkalibisulfit und neutralere Alkalisulfiten aus.
  • Vorkondensation der Phenole zu einem niedermolekularen; methylolgruppenhaltigen Harz, welches in einer zweiten Reaktionsstufe mit Alkalibisulfit umgesetzt wird.
  • Eine Steigerung der Reaktionsgeschwindigkeit durch Temperaturerhöhung (über den Siedepunkt) und Druckerhöhung befriedigt aber deshalb nicht, da ein solches Verfahren druckfeste Apparaturen erfordert, die sowohl in der Erstellung wie auch Wartung schwierig zu handhaben sind und daher auf diesem Wege dargestellte synthetische Gerbstoffe oft ungleichmäßig ausfallen.
  • Die Anwendung höherer Alkalimengen wirkt sich durchweg im Sinne einer Beschleunigung des Umsatzes von Phenol und Formaldehyd aus. Bei der Herstellung synthetischer Gerbstoffe aus Dioxyd.iphenylsulfon z. B. ist der Einsatz von Alkali nicht nur zum Lösen des Sulfons notwendig, sondern auch für die beschleunigte Umsetzung dieses mit Formaldehyd nur träge reagierenden Produktes erforderlich. Bei der Verwendung technischer Phenol-Kresol-Gemische aktivieren steigende Mengendes eingesetzten Alkalis auch jene Anteile des Ph.enolgemisches, die mit Formaldehyd kaum oder nur sehr langsam reagieren, und erhöhen somit die Ausbeute an gerbender Substanz.. Der Einsatz von Alkali bei der Herstellung von sulfomethylierten Gerbstoffen führt jedoch in jedem Falle zu einer Anreicherung von Neutralsalzen und somit zu einer Verschlechterung der gerberischen Eigenschaften der so gebildeten Produkte, die sich nicht nur in der erheblichen Minderung der Lederqualität äußert, sondern wegen der Unverträglichkeit mit vegetabilischen Geribstoff@en ihre Anwendbarkeit einschränkt. Die durch einen höheren Einsatz von Alkali erzielten Vorteile kommen daher nur dann zum Tragen, wenn dem. eigentlichen Herstellungsvorgang des Gerbstoffes ein weiterer Arbeitsgang zur Entfernung der anhaftenden, Neutralsalze folgt. Soweit der Einsatz bestimmter Mengen von Alkali für -das Darstellungsverfahren nicht ohnehin notwendig ist (so z. B. im Falle der Sul.fomethylierung von Dioxydiphenylsulfonen und bei der Vorkondensation der Phenole zu einem methylolgruppenhaltigen Harz) ist man daher bestrebt, den Gehalt des Alkalis und den daraus bei der Fertigstellung des Gerbstoffes resultierenden Neutralsalzgehalt möglichst niedrig zu halten, da das Problem der Salzbeseitigung bisher nicht befriedigend gelöst werden konnte. Der Vorgang des Entsalzen:s bedingt nicht nur einen zusätzlichen Arbeitsgang, sondern ist wegen der in der Mutterlauge verbliebenen Gerbstoffanteile stets mit einem Materialverlust verbunden..
  • Bei der Herstellung der sulfomethylierten Gerbstoffe nach dem Zveistufenverfahren, bei .dem in der ersten Stufe die Kondensation der Ph enole mit Formaldehyd im alkalischen Medium durchgeführt und in der zweiten. Stufe das Vorko:ndensat mit Natriumbisulfit in Lösung gebracht wird, erfolgt die Beseitigung .des Alkalis z"veckmäßig durch Ausfällen des Vorkondensates mit Säure. Das dabei gebildete Neutralsalz verbleibt fast quantitativ in der Mutterlauge, die Verluste an organischer Substanz sind wegen der Schwerlöslichkeit des Kondensationsproduktes relativ gering.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch eine Modifizierung des Darstellungsverfahrens alle hier genannten Nachteile zu beheben und gleichzeitig die gerberischen Qualitäten der erhaltenen Produkte wesentlich, verbessert werden können, ohne daß dabei zusätzliche Arbeitsgänge erforderlich werden und Materialverluste auftreten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein- und/oder mehrwertige Pheno:le oder mehrkernige Phenole, deren Phenylgruppen nicht kondensiert sind, und Formaldehyd in Gegenwart von 0,2 bis 0,75 Mol Alkali, bezogen auf 1 Mol eines Phenols, oder 0,4 bis 1,5 Mol Alkali, bezogen auf 1 Mol einer aus 2 Phenolmolekülen aufgebauten Verbindung, in bekannter Weise zu einem methylolgruppenhaltigen Harz kondensiert werden, daß das Alkali mit äquivalenten Mengen Schwefeldioxyd in Alkalibisulfit übergeführt und daß -das Gemisch dann so lange im neutralen bis schwach sauren Medium weiterkondensiert wird, bis Wasserlöslichkeit erreicht ist.
  • Durch .den hohen Alkalizusatz in der ersten Konden: satio.nsstufe wird eine gleichmäßige Kondensation selbst von Phenolen mit sehr unterschiedlicher Realetionsgeschwindigkeiterreicht. An Stelle des früher in der zweiten Kondensationsstufe zur Löslichmachung verwendeten Alkalibisulfits wird erfindungsgemäß in das alkalihaltige Vorkondensat bis zur bleibenden neutralen Reaktion Schwefeldioxyd eingeleitet. Auf diese Weise ist das gesamte Alkali im erfindungsgemäßen Reaktionsprodukt enthalten und tritt im Gerbstoff nicht als Neutralsalz in Erscheinung. Neben einer wesentlichen Verbesserung der Qualität des erzeugten Gerbstoffes bedeutet ,dies eine Ersparnis an Alkali und Säure. Durch diese erfindungsgemäße Modifizierung des Darstellungsverfahrens ist es möglich, die erste Kondensationsstufe, nämlich die Darstellung des methylolgruppenhaltigen Harzes, in einer kurzen Zeit durchzuführen und überraschenderweise auch das Einkondensieren der löslichmachenden Gruppe in der zweiten. Kondensationsstufe ganz wesentlich abzukürzen.
  • Reicht die ursprünglich bei der Kondensation der Phenole mit Formaldehyd eingesetzte Alkälimenge nicht aus, um nach dem Einleiten der dem Alkali äquivalenten Menge Schwefeldioxyd das methylolgruppenhaltige Phenolharz in die wasserlösliche Form überzuführen, so wird nachträglich so viel Natriumbisulfit hinzugefügt, bis die angestrebte Wasserlöslichkeit des Reaktionsproduktes erreicht ist.
  • Bei Phenolen, die mit Formaldehyd im stark alkalischen Medium sehr schnell- reagieren, kann es unter Umständen zweckmäßig sein, .das reaktionsbeschleunigende Alkali in- einer geringeren Menge einzusetzen, als es erforderlich wäre, um zusammen mit der eingebrachten äquivalenten Schwefeldioxydmenge die zur Löslichmachung notwendige Anzahl der Sulfomethylgruppen auszubilden. Auch in diesem Falle wird es erforderlich sein, Natriumbisulfit nachzusetzen, um das Kondensationsprodukt in die wasserlösliche Form überzuführen. Zweckmäßigerweise wird dabei die noch .erforderliche Menge des Natriumbisulfits zuerst in das Reaktionsgemisch eingegossen und erst im Anschluß daran die der ursprünglich einbesetzten Alkalimenge äquivalente Menge Schwefeldioxyd hinzugefügt und bis zur Wasserlöslichkeit wei terkondiensl ert.
  • Es ist aus der deutschen Patentschrift 848 823 bekannt, Kondensationsprodukte dadurch herzustellen, daß man technische Phenolgemische, die im wesentlichen aus Brenzkatechin und dessen Homologen bestehen, mit ungesättigten Aldehyden und schwefliger Säure und mit Aldehyden gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge, gegebenenfalls unter Mitverwendung anderer kondensationsfähiger Verbindungen, umsetzt. Das patentbegründende Merkmal diesets Verfahrens ist die Anwendung eines ungesättigten Aldehyds mit SchNvefel:dioxyd.
  • Die an die Doppelbindung des ungesättigten Aldehyds angelagerte schweflige Säure bewirkt die Wasserlöslichkeit der beanspruchten Kondensationsprodukte. In den Beispielen der Patentschrift 848 823 werden jeweils auf 1 Mol des ungesättigten Aldehyds etwas mehr als 2 Mol schwefliger Säure angeboten. Dies ist erforderlich, dn. bei der Umsetzung von nur 1 Mol schwefliger Säure mit dem ungesättigten Aldehyd bevorzugt die Aldehyd-Bisulfit-Verbindung entsteht und erst .das zweite Mol der schwefligen Säure an die Doppelbindung angelagert werden kann.
  • Beidem erfindungsgemäß beanspruchten, Verfahren werden in, keinem Falle ungesättigte Aldehyde verwendet, darüber hinaus unterscheidet sich der Reaktionsmechanismus beider Verfahren grundsätzlich, wie aus einem einfachen Vergleich der Beispiele ersichtlich ist. Beispiel 1 150 Gewichtsteile Rohkresol und 50 Gewichtsteile Phenol werden mit 112 Gewichtsteilen einer 5Oo/oigen Natriumhydroxydlösung versetzt und unter Rühren 245 Volumteile Formaldehydlösung 30% hinzugefügt. Das Reaktionsgemisch wird auf eine Temperatur von etwa 70° C ,gebracht und bei dieser Temperatur 3 Stunden gehalten. Danach wird in das Vorkondensat Schwefeldioxyd bis zur neutralen. Reaktion eingeblasen. Die Temperatur steigt dabei-bis zum Siedepunkt :des Gemisches. Der während der Kondensation ansteigende pH-Wert wird durch erneutes Einblasen von Schwefeldioxyd auf 6 bis 7 gebracht. Nach etwa einer Stunde ist das Produkt klar löslich in verdünnter Säure. Der mit Essigsäure eingestellte Gerbstoff liefert Beinweiße, weiche und volle Leder.
  • Beispiel 2 250 Gewichtsteile Dioxydiphenylsulfon werden mit 250 Gewichtsteilen Wasser versetzt und .durch Zusatz von 100 Gewichtsteilen 50o%oiger Natronlauge in der Hitze in Lösung gebracht. Unter Rühren werden 130 Volumteile Formaldehyd eingetragen und das Reaktionsgemisch 3 Stunden unter Rückfluß .gekocht. Danach wird bis zur neutralen Reaktion Schwefeldioxyd- eingeblasen und dieser Vorgang bis zur bleibenden neutralem: Reaktion des Kondensationsproduktes fortgesetzt. Nach- einer Kondensationsdauer von 2 Stunden ist das Produkt klar löslich in verdünnten Säuren,. Das mit Essigsäure sauer gestellte Kondensationsprodukt liefert einen synthetischen Weißgerbstoff, der volle, außerordentlich lichtbeständige Letter ergibt.
  • Beispiel 3 200 Gewichtsteile Rohkresol werden mit 52 Gewichtsteilen festem '.\Tatriumhydroxyd versetzt und in das Gemisch unter Rühren allmählich 200 Volumteile 371/o Formaldehydlösung eingetragen-. Die Kondensation erfolgt bei einer Temperatur von 85° C innerhalb von 3 Stunden.. Danach wird in das so erhaltene Vorkondensat Schwefeldioxyd bis zur bleibenden neutralen Reaktion eingeblasen. Der Sulfitierungsprozeß wird bei einer Temperatur von 95° C durchgeführt und ist nach einer Stunde beendet. Während des Sulfitierungsprozesses wird im schwachen Vakuum Wasser abgedampft. Nach Zusatz einer festen Dicarbonsäure, z. B. Adipinsäure, erhält man nach dem Abkühlen einen festen Gerbstoff mit guten gerberischen Eigenschaften. Beispiel 4 300 Gewichtsteile Phenol werden mit 96 Gewichtsteilen Natronlauge 45%,ig (1,08 Mol) versetzt und in das Gemisch unter Rühren allmählich 300 Volumteile Formaldehyd 30% eingetragen. Das Reaktionsgemisch wird 11/z Stunid:ell, unter Rückfluß erhitzt und danach bis zur neutralen Reaktion Schwefeldioxyd eingeblasen (1,1 Mol). Das bei 98° C gehaltene Reaktionsgemisch wird nach einer Kondensationsdauer von etwa 30 Minuten klar wasserlöslich. Nach: Ansäuern mit Essigsäure erhält man einen Gerbstoff, der bei der Gerbung weiße und volle Leder liefert.
  • Werden dagegen 300 Gewichtsteile Phenol mit 300 Volumteilen Formaldehyd 30%i:g und 450 Gewichtste.ile Natriumbisulfit Lösung 40%ig (1,08 Mol) versetzt und unter Rühren auf 98° C erhitzt, so wird das Reaktionsgemisch auch nach einer Kondensationsdauer von mehreren Stunden nicht klar wasserlöslich. Beispiel 5 320 Gewichtsteile eines technischen Kresols (Zusammensetzung: 20% Phenol, 62% o-Kresol, 5% m-Kresol und 8% p-Kresol) werden mit 161 Gewichtsteilen Natronlauge 45 %ig (1,81 Mo1) versetzt und in das auf 60° C angewärmte Gemisch unter Rühren, allmählich 350 Volurnteife Formaldehyd 30%ig eingetragen. Das Reaktionsgemisch wird 35 Minuten bei einer Temperatur von. 98° C gehalten und anschließend so lange Schwefeldioxyd eingeblasen, bis :der Ansatz schwach sauer reagiert. Die Wasserlöslichkeit des Reaktionsproduktes wird nach einer Kontdensationsdauer von 11/z Stunden bei &iner Temperatur von 98° C erreicht. Das mit Essigsäure angesäuerte Produkt ist ein weißgerbender Gerbstoff, der sich durch gute gerberische Eigenschaften. auszeichnet.
  • Werden .dagegen 320 Gewichtsteile eines technischen Kresols (Zusammensetzung wie unter Beispiel 5) mit 350 Volumteilen Formaldehyd 300/aig und 472 Gewichtsteile latriumbisulfitlauge 40% (1,81 Mol) versetzt und unter Rühren auf 98° C erhitzt, so gelingt es auch nach einer sehr langen Kondensationsdauer nicht, dieses Reaktionsgemisch in einen brauchbaren synthetischen Gerbstoff überzuführen.
  • Beispiel 6 350 Gewichtsteile eines technischen Kresolgemisches (Zusammensetzung 10% Phenol, 151/o o-Kresol, j e 37'% m- und p-Kresol) werden mit 146 Gewichtsteilen Natronlauge 45%ig versetzt auf 60° C erwärmt und in dieses Gemisch 350 Volumteile Formaldehyd 30%ig einsgegossen. Nach einer Kondensationsdauer von 15 Minuten unter Rückflüß wird in das Reaktionsgemisch die dem Alkali äquivalente ,Menge Schwefeldioxyd eingebracht und die Temperatur weiter bei 98° C .gehalten. Nach weiteren 20 Minuten bei einer Temperatur von. 98° C ist :das Produkt klar löslich in Wasser und verdünnten Säuren. Die Umsetzung des Kresolgemisches mit Formaldehyd im stark alkalischen Medium ist eine exotherme Reaktion, die Neut;ralisationswärme des Alkalis mit Schw.efel,dioxvd ist beträchtlich. Für .die Herstellung des oben beschriebenen Gerbstoffes benötigt man daaher fast keine Wärmezufuhr von außen.
  • Nach Ansäuern des oben beschriebenen Reaktionsproduktes mit Essigsäure auf einen; p11-Wert von 3,5 erhält man einen weißgerbenden synthetischen Gerbstoff. Beispiel 7 228 Gewichtsteile Dioxydiphenyl-dimethylmeth@an werden mit 200 Volumteilen Wasser aufgeschlämmt und mit 100 Gewichtsteilen Natronlauge 45% versetzt. In das auf 80° C angeheizte Gemisch werden unter Rühren 200 Volumteile Formaldehyd 30%ig eingegos.s.en und die Reaktionsmischung 40 Minuten bei 98° C gehalten. Anschließend wird bis zur neutralen Reaktion Schwefeldioxvd eingeblasen und «,eitere 30 Minuten unter Rüclcfluß gekocht. Nach dem Ansäuern mit Essigsäure erhält man einen Weißgerbstoff mit guten gerber.ischen Eigenschaften.
  • Beispiel 8 40 Gewichtsteile Phenol und 290 Gewichtsteile Rohkresol werden: mit 96 Gewichtsteilen Natronlauge versetzt und auf 60° C erwärmt. In die alkalische Lösung des Phenolgemisches werden allmählich 325 Volumteile Formaldehyd 30%ig einsgegossen und das Reaktionsgemisch 30 Minuten unter Rückfluß gekocht. Im Anschlußdaran wird die dem Alkali äquivalente Menge Schwefeldioxyd in, das Reaktionsgefäß eingeblasen und unter Rückfluß 2 Stunden weitergekocht. Nach Ansäuern mit Essigsäure erhält man einen weißgerbenden Gerbstoff mit ausgezeichneten gerberi-schen Eigenschaften. Beispiel 9 330 Gewichtsteile Brenzkatechin werden mit 96 Gewichtsteilen Natronlauge 45% versetzt und unter Rühren 300 Volumteile Formaldehyd 30% langsam hinzugefügt. Das Reaktionsgemisch wird unter Rückfluß 15 Minuten gekocht und anschließend mit Schwefel,dioxyd neutral .gestellt. Nach einer Stunde bei einer Temperatur von 98° C ist die Reaktion beendet, man versetzt das Kondensationsprodukt mit Essigsäure bis zu einem pH-Wert von 3. Der so erhaltene synthetische Gerbstoff liefert volle um,d weiche Leder. Beispiel 10 320 Gewichtsteile m-Kresol werden mit 300 Volumteilen Formaldehyd 30%ig versetzt und auf etwa 50° C erwärmt. In -dieses Gemisch fügt man unter Rühren allmählich 36 Gewichtsteile Natronlauge techn.. 45 % hinzu, wobei die Temperatur bis zum Sieden ansteigt. Man hält das Gemisch 20 Minuten bei dieser Temperatur und fügt anschließend 175 Gewichtsteile Natriumbisulfitlösung 40% hinzu und leitet so lange Schwefeldioxyd ein, bis das Reaktionsgemisch schwach sauer reagiert. Nach einer Kondensationsdauer von etwa 20 Minuten bei einer Temperatur von 98° C ist das Produkt klar löslich in Wasser und verdünnten Säuren. Nach dem Einstellen mit Essigsäure auf einen pH-Wert von 3,5 erhält man einen weißgerbenden synthetischen Gerbstoff, :der volle und weiche Leder liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sulfogruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß ein- und/oder mehrwertige Phenode oder mehrkernige Phenole, deren Phenylgruppe n nicht kondensiert sind, und Formaldeyd in. Gegenwart von 0,2 bis 0,75 Mol Alkali, bezogen auf 1 Mol eines Phenols, oder 0,4 bis 1,5 Mol Alkali, bezogen auf 1 Mol einer aus 2 Phenolmolekülen aufgebauten Verbindung, in bekannter Weise zu einem methylolgruppenhaltigen, Harz kondensiert werden, daß das Alkali mit äquivalenten, Mengen Schwefeldioxyd in Alkalibisulht übergeführt wird und daß das Gemisch dann so lange im neutralen bis schwachsauren Medium weiterkonidensiert wird, bis Wasserlöslichkeit erreicht ist. In, Betracht gezoglene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 848 823; USA.-Patentschrift Nr. 2 677 675.
DEF22263A 1957-02-02 1957-02-02 Verfahren zur Herstellung von Sulfogruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd Pending DE1053517B (de)

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