DE105338C - - Google Patents
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- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B63/00—Adaptations of engines for driving pumps, hand-held tools or electric generators; Portable combinations of engines with engine-driven devices
- F02B63/04—Adaptations of engines for driving pumps, hand-held tools or electric generators; Portable combinations of engines with engine-driven devices for electric generators
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung besteht in einer Maschine, durch welche Spannungsenergie
von Dämpfen oder Gasen in elektrische Energie oder umgekehrt elektrische Energie in Spannungsenergie umgesetzt wird.
Mit anderen Worten, die Erfindung bezweckt, eine Maschine zu schaffen, welche sowohl durch
Elektricitä't als auch durch Dampf oder gespannte Gase getrieben werden kann, und in
welcher elektrische und Spannungsenergie unabhängig von einander erzeugt werden können.
Wenn die Maschine mit Spannungsenergie gespeist wird, um elektrische Energie zu erzeugen
, so stellt sie die Vereinigung eines Dampf- bezw. Gas- oder Heifsluftmotdrs und
einer Dynamomaschine dar. Wenn die Maschine dagegen mit elektrischer Energie gespeist
wird, um Spannungsenergie zu erzeugen, so bildet sie einen vereinigten Elektromotor und
Compressor oder Pumpe. Da die Maschine jedoch gebraucht werden kann, um elektrische
Energie zu erzeugen oder mit solcher gespeist zu werden, unabhängig von der Speisung mit
oder der Erzeugung von Spannungsenergie, so wird das Wesen der Maschine durch die soeben
gegebene Bestimmung derselben als eine Combination zweier verschiedener Maschinenarten
nicht völlig erschöpft; sie mag daher einfach elektrische Maschine genannt werden.
Der Raum- und Kraftbedarf der Maschine ist aufserordentlich gering. Ueberdies kann
dieselbe an zahlreichen Stellen mit Vortheil Anwendung finden, wo die Anwendung von
Energieerzeugern der bekannten Arten entweder mit grofsen Unbequemlichkeiten verbunden
oder geradezu unmöglich ist.
Um eine dem Vorstehenden entsprechende Maschine herzustellen, werden die zur Erzeugung
der magnetischen Felder dienenden Magnete oder ein Theil derselben im Innern hohl
hergestellt, so dafs dieselben Cylinderkammern bilden. Innerhalb dieser Cylinderkammern
arbeiten Kolben, welche durch geeignete Vorrichtungen mit der Armatur der Dynamo verbunden
werden können und zweckmäfsigerweise verbunden werden, so dafs eine Bewegung der
Kolben eine Drehung des Ankers und eine Drehung des letzteren eine Bewegung derersteren
erzeugt.
Zwischen dieser Art - von Kolbenkammern und den bei Dampfmaschinen zur Anwendung
gebrachten Cylindern besteht ein wesentlicher Unterschied. Bei Dampfmaschinen gewöhnlicher
Construction ist der bei der Herstellung der Cylinder leitende Gesichtspunkt der, dafs
die Cylinder hinreichende Festigkeit besitzen sollen, um die gewünschte Dampfspannung auszuhalten,
bei gleichzeitig möglichst geringem Materialverbrauch, wobei das Material lediglich
dem Zweck dient, den Dampf einzuschliefsert, um eine angemessene Spannung desselben zu
ermöglichen.
Bei der vorliegenden Maschine wird die Form der als Begrenzung der Cylinderkammern
dienenden Magnete durch die Menge elektrischer Energie bestimmt, welche dieselben
zu erzeugen oder aufzunehmen im Stande sein sollen, bezw. durch die Zahl der Kraftlinien,
welche sie zu fassen vermögen. Die Anwendung der Magnete als Träger von Cylinderkammern
ist ihrer Bestimmung, als magnetische Leiter zu dienen, untergeordnet. Aus dieser
Verschiedenartigkeit der Bestimmung und der Leistung der die Kolbenkammern umschliefsenden
Metallmassen bei einer gewöhnlichen Dampfmaschine und bei der vorliegenden Maschine
geht hervor, dafs die Lage der Kolbenkammern im Innern eines Magneten nicht auf den centralen Theil des Magneten beschränkt
zu sein braucht. Auch brauchen die räumlichen Verhältnisse der Kolbenkammer gegenüber
denen des Magneten nicht dieselben zu sein, wie sie gewöhnlich bei Dampfmaschinencylindern
festgehalten werden.
Wenn durch geeignete Ventilverbindungen Dampf in die Kolbenkammer eingeführt wird
und auf diese Weise die mit Spannungsenergie arbeitende Maschine die besondere Form einer
Dampfmaschine annimmt, so wird die Arbeit der Kolben eine Drehung des Ankers der Maschine
veranlassen und die Maschine bildet einen Stromerzeuger. Wird die Maschine dagegen
mit elektrischer Energie gespeist und als Motor benutzt, so hat die Drehung des Ankers
eine hin- und hergehende Bewegung der Kolben zur Folge und aus der Dampfmaschine
ist eine Pumpe oder ein Compressor geworden. Die Kraft der hin- und hergehenden Kolben kann auch mit der durch den Anker
erzeugten vereinigt werden, um die Maschine zu gröfseren Kraftleistungen zu befähigen.
In den beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Formen der Maschine zur Darstellung
gebracht. Fig. ι bis 3 stellen eine zweipolige Maschine in verschiedenen Ansichten und
Schnitten dar. Fig. 4 und 5 sind Ansichten zweier weiterer Constructionsformen. Bei der
Construction der elektrischen Maschine gemäfs vorliegender Erfindung haben Rücksichten hinsichtlich
der Oekonomie der Kraft erzeugung, der weitgehendsten Ausnutzung der erzeugten
Kraft und der Vermeidung schädlicher Erhitzung der Spulen der Elektromagnete zu verschiedenen
Maschinentypen geführt, von denen jeder ganz bestimmten, besonderen Verhältnissen
angepafst ist. Von diesen verschiedenen Maschinentypen mögen im Nachstehenden drei
vorzugsweise in Betracht kommende beschrieben werden, und zwar
1. eine zweipolige Maschine mit in beiden Magnetkernen angeordneten Kolbenkammern,
2. eine zweipolige Maschine, bei der nur der eine Magnet in seinem Innern eine Kolbenkammer
enthält, und
3. eine mehrpolige Maschine, bei welcher zwei Magnete Kolbenkammern enthalten.
Die unter 1. genannte Maschine ist in den Fig. 1 bis 3 dargestellt. In den Figuren sind
die Polschuhe der Magnete bezw. die letzteren selbst mit A, der Anker mit B, die Windungen
der Elektromagnete mit C und der die Magnete verbindende Rahmen mit D bezeichnet. Der
Querschnitt des Rahmens D und der Polschuhe A wird nach der Menge elektrischer
Energie, welche in einem besonderen Fall nutzbar gemacht oder erzeugt werden soll,
bemessen, und sollte reichlich genügen, um die erforderlichen Kraftlinien aufzunehmen.
Das besondere Merkmal der Maschine besteht in dem Gebrauch, welcher von den Feldmagneten
gemacht wird.
Diese Magnete dienen nämlich, wie bereits oben angegeben, nicht nur ihrem gewöhnlichen
Zweck, ein magnetisches Feld zu erzeugen, sondern sind so eingerichtet, dafs sie in ihrem
Innern Kolbenkammern besitzen, in denen sich Kolben bewegen, die mit dem rotirenden Anker
gekuppelt sind. Die Kolbenkammern werden von HöhlungenE (Fig. 3) im Innern der Magnete
gebildet.
Zum Zweck der Steuerung der in den Cylindern E arbeitenden Kolben sind Ventilkammern
/ vorgesehen, welche zweckmäfsig in dem Rahmen D so angeordnet sind, dafs zwischen
ihnen und den Polschuhen A freier Raum für die Spulen C bleibt. Innerhalb der
Ventilkammern / befinden sich Ventile I1, welche die Cylinderenden abwechselnd mit den Kanälen
H1 und H'2 verbinden. Bei der Speisung der Kolben mit Dampf dient H1 für die
Zuführung, H2 für die Ableitung des Dampfes.
Die Kanäle H1 und H'2 sind in das Rahmenstück
H eingegossen, welches die beiden Magnete verbindet und gleichzeitig bei dieser besonderen
Form der Maschine dazu dient, einen Theil der von den Erregungsspulen C erzeugten
Kraftlinien aufzunehmen. In das Rahmenstück H ist auch der Hauptdampfeinlafs
H3 und der Hauptdampfauslafs eingegossen.
Das von der Achse j getragene, von der Linie 6-6 (Fig. 3) geschnittene Drosselventil
zur Regelung der Dampfzufuhr zu den Cylindern steht zweckmäfsig unter dem Einflufs
eines elektromagnetischen Reglers L. Dieser Regler besteht aus in irgend einer passenden
Weise gelagerten Magneten M, deren Anker mit einem an die Ventilachse j angeschlossenen
Hebel verbunden ist und für gewöhnlich durch Spiralfedern m (s. Fig. 4 und 5) aufser Berührung
mit den Magnetpolen gehalten wird. Die Magnete M befinden sich in dem Hauptstromkreise.
Die Stärke des die Magnete erregenden Stromes ist auf diese Weise unmittelbar abhängig von der Geschwindigkeit
des Ankers, wodurch eine wirksame Regelung der in die Kolbencylinderii eintretenden Dampfmengen ermöglicht ist.
Ein derartiger elektrischer Ventilregler wird zweckmäfsigerweise nur angewendet, wenn die
Maschine als combinirte Dampf- und Dynamomaschine benutzt wird. Wenn die Maschine
dagegen als combinirter Motor und Compressor oder Pumpe benutzt wird, so wird der elektrische
Regler ausgeschaltet.
Die Kolben sind durch Schubstangen O mit dem Anker der Dynamo verbunden, so dafs
die hin- und hergehende Kolbenbewegung in eine rotirende Bewegung des Ankers und umgekehrt
die rotirende Bewegung des Ankers in eine hin- und hergehende Bewegung der Kolben umgesetzt wird. Die Schubstangen O
sind mit der Kolbenstange durch Zapfen ο verbunden, welche letzteren in Schlitzen der
Führungen g gleiten; die Verbindung der Stangen O mit dem Anker wird durch Zapfen ρ
hergestellt, die an in irgend einer Weise mit der Achse des Ankers verbundenen Scheiben P
sitzen. Die Kurbelzapfen ρ tragen ferner Schubstangen K zur Steuerung der Kolbenventile.
Da die Schubstangen um 90 Grad versetzt gegen einander an die Scheibe P angreifen,
so ist ein ordnungsmäßiges Arbeiten der Ventile gesichert. Durch geeignete Wahl
der Länge der Kurbeln K1, die an die Achsen Is der Steuerungsventile angreifen,
kann die Bewegung der Ventile dem Bedürfnifs entsprechend begrenzt werden.
Die Wirkungsweise der Maschine ergiebt sich aus Folgendem:
Wenn die Kolben der Maschine durch Dampf angetrieben werden sollen, um die Maschine
als combinirte Dampf- und Dynamomaschine zu benutzen, so wird durch die Einlafsöffnung
Ha den Cylindern Dampf zugeführt. Die Dampfspannung veranlafst eine hin- und
hergehende Bewegung der Kolben. Der Abdampf entweicht auf symmetrisch zur Zuleitung
liegenden Wegen. Da die von aufsen zu den Cylindern und umgekehrt von letzteren nach
aufsen führenden Leitungen innerhalb der Maschine bezw. der Eisentheile der Maschine
selbst liegen, so ist jeder Dampfverlust durch Undichtheiten ausgeschlossen und zu gleicher
Zeit eine grofse Festigkeit des gesammten Aufbaues gewährleistet.
Die hin- und hergehende Bewegung der Kolben wird durch die Verbindung derselben
. mit den auf der Ankerachse sitzenden Scheiben P in eine Drehbewegung des Ankers umgesetzt.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit des Ankers wird durch die Dampfmenge bestimmt, welche den Ventilkammern I zugeführt wird.
Diese Dampfmenge wird ihrerseits durch die Stellung des Dampfeinlafsventils geregelt, das
unter dem Einflufs der von dem Hauptstrom durchflossenen Magnete M steht, so dafs für
eine genaue Regelung der Umdrehungsgeschwindigkeit des Ankers gesorgt ist.
Wenn die Maschine als ein mit einer Pumpe combinirter Motor gebraucht werden soll, so
ist ihre Wirkungsweise der soeben beschriebenen gerade entgegengesetzt. Die hin- und hergehende
Bewegung der Kolben ist in diesem Falle die Folge und nicht die Ursache der Drehung des Ankers; im Uebrigen bleibt die
Arbeitsweise jedoch im Wesentlichen dieselbe.
Bei der in Fig. 4 dargestellten zweipoligen Maschine enthält nur der eine Magnet in
seinem Innern eine Kolbenkammer. In diesem Falle ist die erregende Spule C um den die
Polstücke verbindenden Rahmen gewickelt.
Diese Anordnung hat einen doppelten Zweck:
1. den der Ersparnifs an Kupfer, da bei ,der vermehrten Gröfse des Polstückes, die
durch die Benutzung desselben als Cylindermantel erforderlich wird, die directe Umwickelung
des Polstückes einen ziemlich grofsen Kupferaufwand zur Folge haben würde, und
2. den, eine schädliche Erhitzung der Spule zu vermeiden. In diesem Falle ist es nothwendig,
das Rahmenstück H, in welchem sich der Dampf-Ein- und Auslafs beöndet, magnetisch
zu isoliren.
In Fig. 5 ist eine mehrpolige Maschine dargestellt, in welcher zwei Magnetkerne als Cylinder
ausgebildet sind. , Die hohlen Magnete liegen einander gerade gegenüber; die Maschine
entspricht vollständig dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten Typus mit der einzigen
Ausnahme, dafs zwei Zusatzmagnete hinzugefügt sind.
In jedem Falle erscheint es vortheilhaft, die Magnetkerne und die Polschuhe mit Rücksicht
auf die in ihrem Innern befindlichen Kolbenkammern sehr massiv herzustellen, insbesondere
wenn die Maschine als durch Dampfkraft betriebener Stromerzeuger benutzt werden soll,
damit die von den Kolbenkammern ausgehende Hitze ausgestrahlt werden kann, ohne eine die
Isolirung der Magnetwickelungen beeinträchtigende Wärmeentwickelung zu veranlassen.
Claims (1)
- Pa te nt-An spruch:Elektrische Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die Feldmagnete in ihrem Innern mit cylindrischen Hohlräumen zur Aufnahme von Arliteitskolben versehen sind. .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE105338C true DE105338C (de) |
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ID=375636
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE105338C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1991000639A1 (de) * | 1989-06-27 | 1991-01-10 | Ficht Gmbh | Stromaggregat |
-
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- DE DENDAT105338D patent/DE105338C/de active Active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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