DE1053369B - Flugspielzeug, insbesondere Hubschrauber, mit einer biegsamen Antriebswelle und einer koaxialen Steuerwelle - Google Patents
Flugspielzeug, insbesondere Hubschrauber, mit einer biegsamen Antriebswelle und einer koaxialen SteuerwelleInfo
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- A63H27/00—Toy aircraft; Other flying toys
- A63H27/04—Captive toy aircraft
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT 1 053 ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DEK
AÜSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DEK
AÜSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
PATENTSCHRIFT:
KL.77f 27/04
INTERNAT. KL. A 63 h 31. DEZEMBER 1954
19. MÄRZ 1959
24. SEPTEMBER 1959
STIMMT OBEREIN MIT AÜSLEGESCHRIFT
1053 369 (E 10047 XI/77 f)
Es ist bekannt, allseitig im Raum frei fliegende Flugspielzeuge durch ein besonderes Bedienungsgerät
und eine zwischen dem Bedienungsgerät und dem Flugspielzeug vorgesehene biegsame Antriebswelle
fernanzutreiben. Hierbei ist auch schon der Vorschlag gemacht worden, durch einen besonderen verschiebbaren
Antriebsdraht bzw. durch eine verschiebbare Hülle über der Antriebswelle Steuerkräfte von dem
Bedienungsgerät auf das Flugspielzeug zu übertragen. Das Vorsehen einer relativ zu dem Bedienungsgerät
bzw. dem Flugspielzeug bewegbaren S teuer leitung ergibt
aber einen verwickelten Aufbau desselben bei nicht zuverlässiger Wirkungsweise. Insbesondere ist
es nicht möglich, durch eine solche Anordnung einen Hubschrauber so zu steuern, daß er wie das großtechnische
Vorbild alle von diesem geforderten Bewegungen, insbesondere Vorwärts- und Rückwärtsflug,
ausführt bzw. im Raum stillsteht.
Es sind auch mit Tragflügeln und Luftschraube versehene, fernangetriebene Flugspitelzeuge bekannt, bei
welchen in der Mitte des Flugzeugrumpfes ein Winkeltrieb vorgesehen ist, der eine nach unten gehende,
um die Luftschraubenwelle pendelnd befestigte Antriebswelle aufweist, die über eine biegsame Übertragungswelle
mit dem Antriebsgerät verbunden ist. Auch hat man, die biegsame Übertragungswelle mit
einer Versteifungshülle1 versehen. Mit einer solchen Einrichtung ist es aber nicht möglich und nicht beabsichtigt,
Steuerkräfte von dem Antriebsgerät auf das ■ Spielflugtzeug zu übertragen. Auch ist es nicht möglieh,
hierbei eine stabile Fluglage des Spielflugzeuges zu erzielen.
Gemäß der Erfindung wird bei einem allseitig im Raum frei fliegenden Flugspielzeug, das durch ein besonderes
Bedienungsgerät fernäntreibbar und fernsteuerbar
ist und bei dem die Antriebskräfte mittels einer biegsamen Welle auf den Flugzeugkörper übertragen
werden und eine koaxiale weitere biegsame Welle zur Übertragung von Steuerkräften zwischen
Antriebsgerät und Flugzeug vorgesehen ist, vorgeschlagen, die Steuerwelle, die in an sich bekannter
Weise in einer hohlen, biegsamen Antriebs welle angeordnet ist, mit dem Antriebsgerät und mit dem
Flugzeugkörper drehfest zu verbinden. Die Erfindung eignet sich besonders zum Fernantrieb und zur Fernbedienung
eines Hubschraubers.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn die zur Übertragung der
Antriebskräfte vorgesehenen Wellen an Flugspielzeug und Bedienungsgerät als Röhrchen ausgebildet und
durch eine vorzugsweise als ausgezogene Drahtwendel ausgebildete Hohlwelle verbunden sind, durch die die
mit dem Flugspielzeug und dem Bedienungsgerät fest verbundene Steuerwelle geführt ist. Die Steuerwelle
Flugspielzeug,
insbesondere Hubschrauber,
mit einer biegsamen Antriebswelle und einer koaxialen Steuerwelle
Patentiert für: Max Ernst, Nürnberg
Jürgen Bortfeldt, Lehrte, ist als Erfinder genannt worden
bildet hierbei eine Art Führung für die sich drehende Antriebswelle, wobei auch bei durchgebogener Steuerbzw.
Antriebswelle eine vollkommen ruhige Kraftübertragung von Antriebsgerät auf das Flugspielzeug
gewährleistet wird.
Besonders schwierig erscheint die Steuerung eines Hubschraubers in bezug auf Vorwärts- und Rückwärtsflug
bzw. Stillstand. Auch diese Aufgabe läßt sich mit der Erfindung in einfacher Weise dadurch
lösen, daß Steuer- und Antriebswelle seitlich in den Rumpf .des Flugspielzeuges eingeführt werden. Durch
Verdrehen des Bedienungsgerätes werden hierbei über den Steuerdraht Torsionskräfte um die Querachse auf
das Flugspielzeug übertragen, so daß je nach der Neigung der Ebene der Hubschraube das Flugspielzeug
vorwärts oder rückwärts fliegt oder im Raum stillsteht. Selbstverständlich läßt sich auch in bequemer
Weise ein Flugspielzeuig mit starren Tragflügeln für
Steig-, Gleit- oder Geradeauisflug steuern.
Ein Ausführungsbeispiel zu der Erfindung ist in den Fig. 1 bis 6 näher beschrieben. In den Figuren
stellt dar:
Fig. 1 einen Hubschrauber nach der Erfindung in einer Seitenansicht,
Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Hubschrauber in einer Ansicht von oben,
Fig. 3 das Bedienungsgerät in einer Seitenansicht,
Fig. 4 den Rumpf des Hubschraubers in einem Schnitt entsprechend der Linie IV-IV gemäß Fig. 2, ;
Fig. 5 den Rumpf des Hubschraubers in einem Schnitt entsprechend der Linie V-V gemäß Fig. 1,
Fig. 6 einen Schnitt entsprechend der Linie VI-VI durch das Antriebsgerät gemäß Fig. 3.
In den Figuren stellen im einzelnen, dar: 1 den im
wesentlichen aus zwei Hohlschalen gebildeten Flug-
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zeugrump'f, mit dem die ebenfalls aus einer Hohlschale
gebildete Kabine 2 durch Zapfen verbunden ist. Rumpf 1 und Kabine 2 können, damit das Spielflugzeug
möglichst leicht wird; aus Leichtmetall, vorzugsweise aus bedrucktem Aluminium, hergestellt sein. S
Zur Lagerung der'Rotorwelle 3 und der horizontalen Antriebswelle 4 dient ein vorzugsweise aus Eisenblech
bestehendes, im wesentlichen Z-förmiges Blechform-"' teil 5, 6, 7, dessen Schenkel 6 und 7 jeweils mittels
zweier Hohlniete 8 mit dem Flugzeugrumpf verbunden sind. An der Querwand 5 sind verschiedene Lappen
vorgesehen: die beiidan Lappen 9 und 10, welche
zur Lagerung der horizontalen Welle 4 dienen, und die beiden Lappen 11 und 12, welche zur Lagerung
der Rotorwelle dienen. Mit der Antriebswelle 4 ist eine Schnecke 13, und mit der Rotorwelle 3 ein entsprechendes
Schneckenrad 14 verbunden, welches durch eine Öffnung in der Querwand 5 hindurchragt
und mit dem Schneckenrad 13 im Eingriff steht.
Das obere Ende der Rotorwelle 3 ist: mit einem verstärkten
Ansatz 15 versehen, auf .den der Rotor z. B. aufgenietet werden kann. Der Rotor selbst ist dreiflüglig
ausgebildet und besteht im wesentlichen aus dem sternförmigen Nabenteil 16 und den Luftschraubenblättern
17, die jeweils z.B. mittels zweier Hohlniete 18 mit dem Nabenteil verbunden sind. Der Rotor
ist mit einem möglichst kleinen Trägheitsmoment ausgebildet, so· daß also nur geringe Beschleunigungskräfte vom Bedienungsgerät auf die Rotorwelle übertragen
werden müssen. Es bestehen daher die Blätter des Rotors nur aus dünnen, schwach gewölbten, vorzugsweise
aus einem Kunststoff hergestellten Folien. Im übrigen hat sich gezeigt, daß die. Rotorblätter aus
relativ elastischem Material bestehen können, da. sie bei Rotation durch die Zentrifugalkräfte horizontal
gespannt werden.
Zum Antrieb1 des Hubschraubers kann ein Bedienungsgerät
benützt werden, wie es in den Fig. 3 und 6 dargestellt ist. Das Bedienungsgerät besteht im
wesentlichen aus einem Gehäuse 37, in dem eine Kurbei
38 gelagert ist. Das Gehäuse 37 kann in die eine Hand genommen und mit der anderen. Hand kann die
Kurbel betätigt werden. Im Inneren des Bedienungsgerätes befindet sich ein Übersetzungsgetriebe, und'
zwar ist die Kurbelwelle 39 mit einem Zahnrad 40 verbunden,' das mit einem Ritzel 41 kämmt. Mit dem
Ritzel 41 ist ein Zahnrad 42 verbunden, das mit einem Ritzel 43 kämmt. Mit dem Ritzel .43 ist ein Kegelrad
44 verbunden, das mit einem kegelförmigen Ritzel 45 im Eingriff steht. Das Ritzel 45 ist am Ende einer
röhrchenförmigen Welle 46 befestigt, die in dem Triebwerksgehäuse 47 gelagert ist. Die röhrchenförmige
Antriebswelle 46 ist mit einer elastischen, aus eimer ausgezogenen Drahtwendel bestehenden Welle
48 verbunden, insbesondere verlötet, die in gleicher Weise mit der Antriebswelle 4 am .Spielflugzeug verbunden sein kann. Die einzelnen Räder bzw. Triebe
40, 41, 42, 43, 44 und 45 können, aus Kunststoff hergestellt
sein, wobei die zur Lagerung dienenden Wellen 39, 48 und 49 aus Metall bestehen'können. Eine
derartige Ausbildung ergibt bei billiger Herstellung auch ' eine hohe Lebensdauer des Antriebsgerätes.
Innerhalb der als ausgezogene Drahtwendel ausgebildeten elastischen Welle 48 ' und ■ dem Röhrchen-46 bekundet sich ein Stahldraht 50, der am Ende des Röhr-
chens 46 am Bedienungsgerät ein mehrfach umwinkeltes Teil 51 aufweist, mit dem er in der Wand des
Triebwerksrahmens 47 befestigt ist. In gleicher Weise ist dieser Stahldraht 50 durch die ebenfalls als Röhrchen
ausgebildete Welle 4 am Flugzeugkörper geführt und, wie Fig. 5 zeigt, am hinteren Ende mit einem
mehrfach umgewinkelten Teil 52 versehen, der durch die beiden Hohlniete 8 in der rechten Wand des Flugzeugkörpers
gesteckt und somit ünverdrehbar befestigt ist.
Die Länge des Drahtes 50 und der Wendel 48 kann an sich beliebig gewählt werden, doch empfiehlt es
sich, diese nicht zu groß, etwa von der Größenordnung 1 m, auszuführen, damit der Hubschrauber noch
genügend sieher gesteuert werden kann. ·' Die Wirkungsweise des Flugspielkörpers ist folgende:
Der Flugzeugkörper wird mit dem Fahrwerk auf eine Unterlage aufgesetzt und das Bedienungsgerät
bei gestreckter bzw. nur leicht abgebogener Antriebswelle in die Hand genommen. Durch Drehen an
der Kurbel 38 wird der Rotor in Bewegung gesetzt: Bei einer gewissen Stärke der Drehbewegung hebt sich
der Hubschrauber von dem Boden ab. Das Manövrieren, des Hubschraubers erfolgt mittels Bewegen des
Bedienungsgerätes, und zwar in erster Linie durch Drehen um die Achse der Antriebswelle. Bei einem
Drehen nach links setzt, sich der Hubschrauber nach vorn in Bewegung und beim umgekehrten Drehen nach
hinten. Außerdem ist es möglich, durch Verschwenken des Bedienungsgerätes um irgendeine Achse ebenfalls
gewisse Steuerkräfte auf den Hubschrauber zu übertragen, so* daß dieser jede Lage im Raum einnehmen
und auch jederzeit an eine Stelle sanft aufgesetzt und zum Landen gebracht werden kann.
Claims (3)
1. Allseitig im Raum frei fliegendes Flugspielzeug, insbesondere Hubschrauber, das durch ein
besonderes Bedienungsgerät fernantreibbar und fernsteuerbar ist, bei dem die Antriebskräfte mittels
einer biegsamen Welle auf den Flugzeugkörper übertragen werden, und eine koaxiale biegsame
Welle zur Übertragung von Steuerkräften zwischen Antriebsgerät und Flugzeug vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (50), die in an sich bekannter Weise in. einer hohlen
biegsamen Antriebswelle (48) angeordnet ist, mit dem Antriebsgerät und mit dem Flugzeugkörper
drehfest verbunden ist.
2. Flugspielzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die biegsame Antriebswelle aus
einer ausgezogenen Stahldrahtwendel (48) besteht, wobei die zum Befestigen der Drahtwendel dienenden
Wellenendan am Flugzeugrumpf und am Antriebsgerät als Röhrchen (4 bzw. 46) ausgebildet
sind, durch welche der Steuerdraht geführt ist.
3. Flugspielzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide koaxialen biegsamen
Wellen in den Flugzeugrumpf seitlich eingeführt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 808 563, 80S 562;
französische Patentschrift Nr. 913 329.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 770/85 3. (909606/182 9.59)
Priority Applications (7)
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