DE1053035B - Verfahren zur Verstaerkung elektrischer Groessen, insbesondere zur Nullstromverstaerkung, unter Verwendung saettigbarer Drosseln - Google Patents
Verfahren zur Verstaerkung elektrischer Groessen, insbesondere zur Nullstromverstaerkung, unter Verwendung saettigbarer DrosselnInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03F—AMPLIFIERS
- H03F9/00—Magnetic amplifiers
- H03F9/02—Magnetic amplifiers current-controlled, i.e. the load current flowing in both directions through a main coil
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf magnetische Verstärker, insbesondere auf sogenannte magnetische
Nullstromverstärker, bei denen einer Eingangsleistung Null auch eine Ausgangsleistung Null entspricht. Um
das zu erzielen, werden bei der einen Art der bekannten magnetischen Nullstromverstärker zwei gleiche
magnetische Verstärker, die beim Fehlen der Eingangsleistung einen Ausgangsstrom aufweisen, so
gegeneinandergeschaltet, daß sich die Ausgangsströme, die vorher gleichgerichtet werden, in bezug
auf den Verbraucher aufheben. Beim Auftreten eines Steuergleichstromes wird in einem Verstärker der
Ausgangsstrom vergrößert, in dem anderen verkleinert, und der Verbraucher erhält den Differenzstrom.
Die Differenzbildung bringt mit sich, daß die Nullpunktsicherheit von der Konstanz der Bauelemente,
d. h. der Drossel und der Gleichrichter, abhängt. Ebenso wird die Nullpunktsicherheit beeinträchtigt,
wenn die Bauelemente verschieden stark auf Umwelteinflüsse (z.B. Temperatur) reagieren. Insbesondere
der Trockengleichrichter ist wegen seiner Inkonstanz und seiner starken Temperaturabhängigkeit der
schwache Punkt derartiger magnetischer Verstärker. Die Vermeidung von Gleichrichtern bedeutet also eine
stark erhöhte Nullpunktsicherheit, die in der Meß- und Regeltechnik von großer Bedeutung ist.
Ohne einen Gleichrichter kommt eine andere Art von magnetischen Nullstromverstärkern aus, die den
Effekt ausnutzen, daß an einer wechselstromgespeisten Drossel unsymmetrische Verzerrungen des Spannungsabfalles
und damit geradzahlige Oberwellen auftreten, sobald sie mit einem Gleichstrom (dem
Steuer- bzw. Meßstrom) vormagnetisiert wird.
Die Größe der Spannung gerader Oberwellen ist dann ein Maß für die Höhe des Steuerstromes. Da ein
solcher Verstärker jedoch nur geringe Leistungsabnahme verträgt, wird die zweite Oberwelle dann
meist mit Hilfe eines Röhrenverstärkers verstärkt, um z.B. einen Steuermotor zu betreiben. Sobald jedoch ein
Gleichstrom am Ausgang verlangt wird, müssen 4·° diese Oberwellen gleichgerichtet werden, was mit
Hilfe eines phasenabhängigen Gleichrichters geschieht. Abgesehen von den Fällen, in denen verhältnismäßig
komplizierte mechanische Gleichrichter verwendet werden, ist eine genügende Nullpunktsicherheit
dann auch nicht gewährleistet.
Unsymmetrische Verzerrungen an vormagnetisierten Drosseln nutzt eine weitere bekannte Schaltung
aus, die ohne Verwendung von Gleichrichtern einen Gleichstromausgang besitzt. Die Grundschaltung ist
in Abb. 1 dargestellt und besteht aus einer an eine Wechselspannungsquelle U angeschlossenen Serienschaltung
einer sättigbaren Drossel Dr eines nichtlinearen Widerstandes R, dessen Kennlinie sym-
Verfahren
zur Verstärkung elektrischer Größen,
insbesondere zur Nullstromverstärkung,
unter Verwendung sättigbarer Drosseln
insbesondere zur Nullstromverstärkung,
unter Verwendung sättigbarer Drosseln
Anmelder:
Hartmann & Braun Aktiengesellschaft,
Frankfurt/M.-West 13, Gräfstr.97
Frankfurt/M.-West 13, Gräfstr.97
Dr.-Ing. Stane Osterman, Frankfurt/M.-Heddernheim,
ist als Erfinder genannt worden
metrisch ist, und eines Gleichstromverbrauchers /. Eine Gleichstromvoimagnetisierung der Drossel verursacht
eine unsymmetrische "Verzerrung des durch die Arbeitswicklung wa fließenden Wechselstromes.
Derselbe fließt aber auch durch den symmetrischen nichtlinearen Widerstand R. Aus der Abb. 2 erkennt
man leicht, daß ein unsymmetrischer Wechselstrom i, dessen Form in dem Beispiel rechteckig gewählt
wurde, um ein besonders einleuchtendes Ergebnis zu erhalten, an einem nichtlinearen Widerstand mit symmetrischer
Kennlinie eine Gleichspannungskomponente Uc erzeugt, die über den geschlossenen Kreis,
also auch durch den Verbraucher, einen Gleichstrom zu treiben vermag. Um von dem Gleichstromverbraucher
den Wechselstrom fernzuhalten, ist es zweckmäßig, dem Verbraucher einen entsprechenden Kondensator
(C in Abb. 1) parallel zu schalten.
Das Fließen der Wechselströme von Grundfrequenz durch den Gleichstromverbraucher kann auch dadurch
vermieden werden, daß zwei Kreise nach Abb. 1 zu einer Differenzschaltung nach Abb. 3 zusammengefügt
werden, in der der Verbraucher im Differenzzweig liegt. Im Gegensatz zu den Gleichstromkomponenten
heben sich im Verbraucher die Grundwellen beider Kreise auf. Die geraden Oberwellen summieren sich
im Verbraucher / genauso wie die beiden Gleichströme und können von ihm ebenfalls durch einen
Uberbrückungskondensator C ferngehalten werden. Je größer dessen Kapazität ist, um so größer wird auch
der Verstärkungsgrad, da Ströme der geraden Oberwellen, die ja für die Bildung der Gleichspannungskomponente verantwortlich sind, dann den geringsten
Kreiswiderstand vorfinden. Die erzeugten Gleichströme wirken beim Durchfließen der Arbeitswicklungen
magnetisch auf die Kerne, entweder im Sinn··.
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der Vormagnetisierung (innere Mitkopplung) oder entgegengesetzt (innere Gegenkopplung), je nachdem,
ob der nichtlineare Widerstand mit steigendem Strom fällt oder steigt. Um also eine innere Mitkopplung zu
erzielen, ist es notwendig, nichtlineare Widerstände zu verwenden, deren Werte mit anwachsendem Strom
fallen (z.B. Silizium-Carbid-Widerstände).
Dieser Verstärker ist dem Prinzip nach sehr geeignet als Nullstromverstärker, da die Alterung seiner
Bauteile auf die Nullpunktsicherheit keinen Einfluß ausübt.
Die Ursachen, daß dieser Nullstromverstärker trotzdem keinen Eingang in die Praxis gefunden hat,
dürften folgende sein: Erstens fallen die Kennlinien der hier in Frage kommenden nichtlinearen Widerstände
nicht völlig symmetrisch aus. Dies hat zur Folge, daß am Ausgang auch ohne Eingangsstrom
bereits eine Gleichspannung auftritt. Zweitens ist die Leistungsverstärkung nur gering (etwa 13fach). Drittens
eignet sich die Netzfrequenz nur mäßig zum Betrieb dieses Verstärkers.
Bei der Erfindung wird nun ein neues Prinzip für magnetische Verstärker, insbesondere magnetische
Nullstromverstärker, angewendet, das nicht nur die Vorteile der oben beschriebenen bekannten Anordnung
aufweist, sondern auch deren Mangel vermeidet.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verstärkung elektrischer Größen, insbesondere zur Nullstromverstärkung
unter Verwendung sättigbarer Drosseln, die durch die Eingangsgröße vormagnetisiert
werden, und nichtlinearer Widerstände in der Differenz- oder Brückenschaltung mit einem Kondensator
in der Diagonale, das erfindungsgemäß durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:
1. Die Betriebsspannung wird so. hoch gewählt, daß beim Eingangssignal Null in jeder Halbwelle die
Sättigung der Drossel überschritten wird.
2. Die nichtlinearen Widerstände erhalten eine Trägheit, die so groß ist, daß sie den voneinander
unterschiedlichen Widerstandswert, den sie nach erfolgter Sättigung der Drosseln durch das Zusammenwirken
des Kondensatorentladestromes und des durch die Betriebsspannung hervorgerufenen
Stromes erhalten, in wirksamem Umfang während des letzten Abschnittes der Halbwelle beibehalten.
Die Grundschaltung zur Ausübung des Verfahrens der Erfindung ist eine mit einer Hilfswechselspannung
gespeiste Differenz- bzw. Brückenschaltung. In ihren Zweigen ist je eine Arbeitswicklung der sättigbaren
Drosseln mit einem nichtlinearen Widerstand gewisser, der Frequenz der Hilfswechselspannung angepaßter
Trägheit in Serie geschaltet, während sich im Differenzzweig bzw. einer Diagonale als wesentliches
Bauelement ein Kondensator geeigneter Größe befindet. Die Arbeitswicklungen der Drosseln werden
so dimensioniert, daß die Drosseln durch die Hilfswechselspannung, deren Größe sich hauptsächlich
nach den nichtlinearen Widerständen richtet, während jeder Halbwelle gesättigt werden. Die Kerne der
sättigbaren Drosseln bestehen vorzugsweise aus einem Material mit rechteckiger Hysteresisschleife, damit
die Sättigung möglichst schlagartig einsetzt. Das Prinzip der Erfindung wird an der Differenzschaltung
Abb. 4 erläutert, in der zunächst einfachheitshalber angenommen werden soll, daß die Vormagnetisierung
durch Gleichstrom erfolgt. Sie zeigt zwei sättigbare Drosseln Drx und Dr2, deren Arbeitswicklungen Wa
in den beiden Zweigen einer Differenzschaltung liegen. In jedem Zweig der Differenzschaltung liegt noch in
Reihe mit der Arbeitswicklung Wa der Drossel ein
träger Widerstand W1 bzw. PF2 mit nichtlinearer
Charakteristik. In der Diagonale der Differenzschaltung liegt der Kondensator C. Parallel dazu ist der
Verbraucher Rv angeschlossen. In Reihe mit dem Verbraucher
ist eine Drossel Dr3 geschaltet. Die Steuerwicklungen
W8 der beiden sättigbaren Drosseln Dr1
und Dr2 sind einander entgegengesetzt in Reihe geschaltet.
Durch den Steuerstrom is werden beide Drosseln Dr1 und Dr2 in entgegengesetztem Sinn vormagnetisiert.
Wie sich die Vormagnetisierung auf die Magnetisierungsströme, die von der Arbeitswechselspannung
hervorgerufen werden, auswirkt, wird an Hand der Abb. 5 näher erläutert. Diese Abbildung
zeigt die — einfachheitshalber idealisierte — Hysteresisschleife, die die Abhängigkeit des Flusses Φ der
sättigbaren Drosseln von der gesamten Amperewindungszahl in Arbeitswicklung und Vormagnetisierungswicklung
wiedergibt. In einer der beiden Drosseln magnetisiert der Steuerstrom is den Kern in
der einen Richtung um den Betrag +I8-W3 vor, in der
anderen Drossel in entgegengesetzter Richtung um denselben Betrag -I5-W5. Die Arbeitswicklung wird
nun gemäß einem Verfahrensschritt nach der Erfindung so groß gewählt, daß die Drosseln in jeder Halbwelle
gesättigt werden. Es ist aus der Abb. 5 zu ersehen, daß z. B. beim Übergang aus der negativen
Sättigung — Φ$ in die positive Sättigung +Φ, in
beiden Drosseln verschiedene Amperewindungszahlen I1+wa notwendig sind. Die Differenz der Magnetisierungsströme
it+i2 fließt in den Kondensator C, der
dadurch aufgeladen wird. Während des Aufladevorganges steigt die Spannung im Kondensator C, die
sich zu der Arbeitswechselspannung ■— in dem einen
Zweig der Differenzschaltung addiert und in dem anderen Zweig subtrahiert, so daß die Spannungsabfälle an den sättigbaren Drosseln ungleich werden.
Dadurch gelangt eine der beiden Drosseln eher in die positive Sättigung als die andere. Es tritt deshalb
eine Differenz in den Sättigungswinkeln, d. h. ein zeitlicher
Unterschied des Sättigungseinsatzes beider Drosseln auf.
Während dieser Zeitdifferenz liegt die halbe Hilfs-
spannung — an der Serienschaltung von Kondensator
und dem nichtlinearen Widerstand, welcher zu der zuerst gesättigten Drossel gehört (W2 in Abb. 4). Der
Kondensator wird durch die HilfsSpannung kräftig geladen, was um so schneller erfolgt, je kleiner der
vorgeschaltete nichtlineare Widerstand zu dieser Zeit ist. Der Aufladevorgang wird abgebrochen, sobald
auch die zweite Drossel gesättigt ist. Von diesem Zeitpunkt ab sind nämlich in beiden Zweigen nur noch
die nichtlinearen Widerstände wirksam, d. h., die Schaltung ist hinsichtlich der Hilfsspannung abgeglichen.
Der Kondensator entlädt sich nun über die beiden nichtlinearen Widerstände, wobei sich der
Entladestrom in dem einen nichtlinearen Widerstand zum von der Betriebsspannung hervorgerufenen
Speisestrom addiert, im anderen subtrahiert. Die Zeitkonstante des Entladevorganges soll dabei so groß
sein, daß die nichtlinearen Widerstände — trotz ihrer Trägheit — entsprechend der Summe bzw. der Differenz
der Ströme verschiedene Werte annehmen und somit eine Verstimmung der Differenzschaltung hervorrufen.
Diese Verstimmung hält in der Diagonale, auch wenn der Kondensatorstrom größtenteils abgeklungen
ist, zusammen mit dem Speisestrom eine Spannungsdifferenz aufrecht, die entsprechend der
Trägheit der nichtlinearen Widerstände langsam ab-
klingt, so daß innerhalb einer Halbwelle eine Gleichspannungskomponente
in der Diagonale entsteht. In der nächsten Halbwelle läuft der gleiche Vorgang ab,
wobei die Spannungsdifferenz in der Diagonale ihr Vorzeichen behält. Somit tritt die erwähnte Gleichspannungskömponente
in der Ausgangsspannung Ua dauernd auf. Sie ist um so größer, je langer die Verstimmung
der Differenzschaltung dauert, also je größer die Trägheit der nichtlinearen Widerstände
ist. Allerdings ist ihr nach oben dadurch eine Grenze gesetzt, daß die beschriebene Verstimmung der Schaltung
bis zu der in der folgenden Halbwelle stattfindenden Sättigung weitgehend abgeklungen sein
muß.
Einen ausschlaggebenden Einfluß auf die Ausgangsspannung hat die Kapazität des Kondensators.
Sie bestimmt nämlich zusammen mit der Höhe der \formagnetisierung die Größe der S ättigungs winkel differenz
und damit die Kondensatoriadezeit. Die Ladezeit ist um so größer, je kleiner die Kapazität ist.
Andererseits ist aber die während der Ladezeit aufgespeicherte Energie (und durch sie die Verstimmung
der Schaltung) um so größer, je höher der Kapazitätswert ist. Diese beiden gegensätzlichen Forderungen
C-^-O und C-^oo haben zur Folge, daß es für einen
gegebenen Verstärker nach der Erfindung einen endlichen optimalen C-Wert gibt, bei dem die Verstärkung
am größten ist.
Die Höhe dieses Wertes Copt ist dabei von der
Trägheit der nichtlinearen Widerstände abhängig, da die Kondensatorenladung nicht vor dem Auftreten
einer merklichen Widerstandsdifferenz in den nichtlinearen Widerständen abgeklungen sein darf. Die
Zeitkonstante des elektrischen Entladevorganges muß daher wenigstens die Größenordnung der Zeitkonstante
der nichtlinearen Widerstände erreichen.
Die Verwendung der Kapazität Copt, bei der» sich
für die Verstärkung ein Maximum ergibt, hat noch den Vorteil, daß sich eine Änderung der Kapazität
(z. B. infolge Alterung) bei diesem Wert auf die Verstärkung am wenigsten auswirkt.
Da die Spannung einer Halbwelle zunächst hauptsächlich von den Drosseln, und dann — bei fehlender
Vormagnetisierung ■—· nach gleichzeitiger Sättigung von den nichtlinearen Widerständen übernommen
wird, hängt es nun von verschiedenen Faktoren ab, in welchem Verhältnis diese Aufteilung der Halbwelle
vorgenommen wird. Hat z. B. die Hilfsspannungshalbwelle ein ausgeprägtes Maximum, so ist es im
Hinblick auf einen großen Verstärkungsfaktor angebracht, den Zeitpunkt der Sättigung in oder kurz vor
dem erwähnten Maximum festzulegen. Jedenfalls fällt die zweckmäßige Aufteilung immer so aus, daß
die beiden Spannungszeitflächen der Halbwelle von gleicher Größenordnung sind. . _ " "
Wenn der Verstärker nach der Erfindung als Nullstromverstärker arbeiten soll, werden an die tragen
. nichtlinearen Widerstände hinsichtlich ihrer Kennlinien keine Forderungen gestellt, solange die Zweige
der Schaltung, die in Serie an der Hilfswechselspannung liegen, vollkommen gleiche Bauelemente (Drossel
und nichtlineare Widerstände) aufweisen. Diese Bedingung ist jedoch schwer zu erfüllen und läuft
außerdem, da die Gleichheit der Bauelemente auf die Dauer im allgemeinen verlorengeht, der Absicht zuwider,
die Nullpunktsicherheit unabhängig von Alterung und Umwelteinflüssen zu machen. Sind jedoch
die Kennlinien der nichtlinearen Bauelemente symmetrisch, soi kann man innerhalb gewisser Grenzen
Differenzen unter den nichtlinearen Bauelementen zulassen. Bei Fehlen der Vormagnetisierung ist dann die
Diagonale zwar nicht vollkommen spannungslos, doch es entsteht wenigstens keine Gleichspannungskomponente.
Da nun die Drosseln bereits symmetrisch sind, ist
also lediglich noch dafür zu sorgen, daß auch bei den tragen nichtlinearen Widerständen Symmetrie vorliegt,
und zwar am besten von Natur aus, denn dann bleibt auch bei Alterung diese Symmetrie erhalten.
ίο Solche Widerstände sind z. B. auf thermischem Prinzip
beruhende nichtlineare Widerstände, deren Wert sich infolge der vom Betriebsstrom entwickelten Jouleschen
Wärme stark ändert. Diese Wärmeentwicklung und damit die Widerstandsänderungen sind unabhängig
von der Polarität des Stromes, wodurch solche Widerstände von Natur aus eine symmetrische Kennlinie
aufweisen.
In den meisten Fällen, insbesondere wenn eine weitere Magnetverstärkerstufe nachgeschaltet wird,
nimmt der Verbraucher, der parallel zu dem Kondensator C liegt, eine Leistung auf. Der Parallelschluß
eines Verbraucherwiderstandes zu dem Kondensator stört aber dessen Funktion, wodurch die Ausgangsspannung
stark vermindert wird. Um das zu vermeiden, wird erfindungsgemäß dem Verbraucher (Rv
in Abb. 4) ein Sperrglied geeigneter Größe vorgeschaltet, daß die geraden Oberwellen von ihm fernzuhalten
hat, z. B. eine Drossel Drs, die im Falle eines Gleichstrom Verbrauchers nur Gleichstrom fließen läßt.
Der Verbraucherstrom schließt sich über die Zweige der Differenz- (oder Brücken-) Schaltung. Seine Teilströme
fließen damit durch die Arbeitswicklungen der sättigbaren Drosseln und erzeugen eine weitere Vormagnetisierung,
die die Vormagnetisierung des Eingangsstromes entweder unterstützt oder ihr entgegenwirkt.
Es entsteht eine Mit- oder Gegenkopplung, entsprechend dem Kennlinienverlauf der nichtlinearen
Widerstände. Die hier besonders interessierende Mitkopplung tritt auf, wenn die Widerstandswerte mit
steigender Spannung zunehmen. Für temperaturabhängige Widerstände trifft das zu bei Kaltleitern
(Widerstände aus reinen Metallen, z. B. W, Pt, Fe, Ni usw.), die einen großen positiven Temperaturkoeffizienten
aufweisen. Sie werden praktisch dadurch
+5 realisiert, daß man sehr dünne Metallfäden zwischen zwei Elektroden spannt und diese Anordnung in ein
mit neutralem Gas gefülltes Gefäß einschließt. Die erforderliche thermische Trägheit kann durch geeignete
Dimensionierung des Metallfadens sowie durch Art und Druck des Füllgases weitgehend erreicht werden.
Die Größe des die Rückkopplung bewirkenden Verbraucherstromes wird vom Verbraucherwiderstand Rv
mitbestimmt. Je kleiner dieser Widerstand ist, um so größer ist im Falle der Mitkopplung die Spannungs-
und Leistungsverstärkung. Unterhalb eines bestimmten Verbraucherwiderstandswertes, der wiederum von
der Größe der Kapazität C abhängt, tritt dabei Selbsterregung auf.
Die experimentell ermittelten Kurven in Abb. 6 veranschaulichen die Abhängigkeit der Leistungsverstärkung von dem angeschlossenen Verbraucherwiderstand Rv bei verschiedenen Kapazitätswerten C. Die Kurve mit dem Parameter Copt (Kapazität, bei welcher die höchste-Ausgangsspannung auftritt, wenn kein Leistungsverbraucher angeschlossen wird) ist die Grenzkurve; alle anderen Kurven verlaufen zwischen dieser und den beiden Koordinatenachsen. Aus ' Abb. 6 ist ersichtlich, daß bei den Verbrauchern mit Widerstandswerten bis zu Rvo die höchste Verstärkung erreicht wird, wenn man einen entsprechenden
Die experimentell ermittelten Kurven in Abb. 6 veranschaulichen die Abhängigkeit der Leistungsverstärkung von dem angeschlossenen Verbraucherwiderstand Rv bei verschiedenen Kapazitätswerten C. Die Kurve mit dem Parameter Copt (Kapazität, bei welcher die höchste-Ausgangsspannung auftritt, wenn kein Leistungsverbraucher angeschlossen wird) ist die Grenzkurve; alle anderen Kurven verlaufen zwischen dieser und den beiden Koordinatenachsen. Aus ' Abb. 6 ist ersichtlich, daß bei den Verbrauchern mit Widerstandswerten bis zu Rvo die höchste Verstärkung erreicht wird, wenn man einen entsprechenden
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Kondensator C wählt. Diese Anpassung des Verstär- Steuerkreis, was eine bekannte Maßnahme darstellt,
kers an den Verbraucher hat jedoch den schon er- können die Ausgleichs Wechselströme weitgehend unterwähnten
Nachteil zur Folge, daß sich die Verstärkung drückt werden. Je größer die Induktivität der Drossel
bei eventueller Änderung des Kondensators ebenfalls ist, um so weniger sinkt die Verstärkung ab; allerändert,
so daß unter Umständen sogar Selbsterregung 5 dings wird auch die Zeitkonstante des Verstärkers
auftreten kann. vergrößert.
Liegt der Verbraucherwiderstandswert nicht allzu Mit Hilfe der Sperrdrossel kann nur eine Begrenweit
unterhalb des Wertes Rvo, so iist es zweckmäßig, zung der Wechselströme im Steuerkreis erreicht werden
Verbraucherwiderstand durch einen Vorwider- den, nicht jedoch eine völlige Unterdrückung derstand
so weit zu vergrößern, daß Copi verwendet wer- io selben. Um diese zu erreichen, werden erfindungis-gemäß
den kann. Ist der Verbraucherwiderstand jedoch von zwei Punkten der Schaltung, zwischen denen die
größer als Rvo, so ist gemäß dem Diagramm Abb. 6 Frequenz der Hilfsspannung grundsätzlich nicht erzweckmäßig
stets die Kapazität Covt anzuwenden. Der scheint, die auftretenden geraden Oberwellen mit
Verstärkungsfaktor kann in diesen Fällen durch Par- Hilfe eines Transformators SO' in den Eingangskreis
allelschalten eines geeigneten Ohmschen Widerstandes 15 transformiert, daß sie den im stationären Zustand in
zum Verbraucher auf höheren und sogar den höchsten den Steuerwicklungen induzierten geraden Ober-Wert
gebracht werden. Dabei geht zwar ein Teil der Wellenspannungen entgegenwirken und sie teilweise
Ausgangsleistung im Parallelwiderstand verloren, je- oder ganz kompensieren. Somit kann auch bei niederdoah
erhält der Verbrauidher dann immer noch mehr ohmig geschlossenem Eingangskreis kein Ausgleichs-Leistung
als ohne diese Maßnahme. Die optimale Aus- 20 wechselstrom fließen. Eine Sperrdrossel im Eingangsnutzung wird erreicht, wenn der Verbraucherwider- kreis ist jetzt selbstverständlich überflüssig,
stand dem Verstärker derart angepaßt ist, daß er Die praktische Anwendung dieses Transformators jenen Wert oberhalb von Rvo erhält, welcher ·— nach soll an Hand der Abb. 8 erläutert werden. Diese Abdem Diagramm ·—· für- die Kapazität Copt der er- bildung zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel einer strebten Verstärkung entspricht. 25 für das Verfahren nach der Erfindung geeigneten
stand dem Verstärker derart angepaßt ist, daß er Die praktische Anwendung dieses Transformators jenen Wert oberhalb von Rvo erhält, welcher ·— nach soll an Hand der Abb. 8 erläutert werden. Diese Abdem Diagramm ·—· für- die Kapazität Copt der er- bildung zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel einer strebten Verstärkung entspricht. 25 für das Verfahren nach der Erfindung geeigneten
Man kann aber auch umgekehrt verfahren, indem Schaltung eine Brückenschaltung. Diese Schaltung ist
man durch geeignete Bemessung der Verstärkerbau- für die Anordnung des zusätzlichen Transformators
elemente den Verstärkerausgang an einen gegebenen besser geeignet als die Differenzschaltung nach Abb. 4.
Verbraucherwiderstand anpaßt. Die einzelnen Bauteile der Anordnung nach Abb. 8
Dasselbe kann man auch dadurch erreichen, daß 30 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen wie die
man zusätzlich eine äußere Rückkopplung über beson- ihnen entsprechenden Bauteile der Anordnung nach
dere Wicklungen an den sättigbaren Drosseln vorsieht Abb. 4.
und der inneren Rückkopplung überlagert. Ein zu Die in gegenüberliegenden Brückenzweigen einge-
großer Verbraucherwiderstand hat nach dem oben Ge- schalteten Arbeitswicklungen der sättigbaren Drosseln
sagten eine geringe innere Mitkopplung zur Folge. 35 können — wie hier —- einen gemeinsamen Kern be-
Diese kann nun zur Erzielung eines gewünschten Ver- sitzen, so daß bei dieser Brückenschaltung insgesamt
Stärkungsgrades durch eine entsprechende äußere nur zwei sättigbare Drosseln Dr1 und Dr3 notwendig
Mitkopplung ergänzt werden. Ist dagegen der Be- sind, die mit je einer Steuerwicklung auskommen. Es
lastungswiderstand zu klein, so ist die Folge davon sind jedoch vier nichtlineare Widerstände W1 bis W1
eine zu große innere Mitkopplung. Durch die Anord- 40 notwendig.
nung einer äußeren Gagenkopplung kann auch in Die Arbeitsweise einer solchen Brückenschaltung
diesem Fall der Ausgang des Verstärkers an den Be- nach der Erfindung entspricht im wesentlichen der-
lastungswiderstand angepaßt werden. jenigen der Differenzschaltung. Die Brückenschaltung
Der Verstärkungsfaktor des Verstärkers nach der kann aber im Gegensatz zur Differenzschaltung so geErfindung
ist im allgemeinen auch von der Höhe der 45 staltet werden, daß Punkte (z. B. A und B in Abb. 8)
Hilfswechselspannung abhängig. Diese Abhängigkeit vorhanden sind, zwischen denen nicht- nur eine Spanwird-durch
Abb. 7 veranschaulicht. Um eine mög- nung auftritt, die ausschließlich gerade Oberwellen
liehst kleine Spannungsabhängigkeit zu erreichen, enthält, sondern die zugleich die Differenz der in den
wird der Wert der Hilfswechselspannung zweckmäßig Arbeitswicklungen induzierten Spannungen ist. Da
entsprechend dem Maximum der Kurve nach Abb. 7 50 die Differenz der in den Steuerwicklungen induzierten
gewählt. Je flacher das Maximum ist, um so weniger Spanungen U31 und US2 jener Differenz der Spannunwird
der Verstärkungsfaktor auch bei starken Hilfs- gen an den Arbeitswicklungen und damit auch der
Spannungsschwankungen beeinflußt. Spannung zwischen A und B in jedem Augenblick bis
Bei Auftreten einer Vormagnetisierung heben sich , . , _, , ws . . . . .
nicht alle in beiden Steuerwicklungen induzierten 55 auf emen konstanten Faktor - gleich ist, kann man Wechselspannungen auf, sondern es erscheint an den also mittels des Transformators die Spannung zwi-Eingangsklemmen eine Differenzspannung, die —· bei sehen A und B in den Steuerkreis derart transforvollkommener Gleichheit der Bauelemente —· nur ge- mieren, daß sie die dort herrschende Spannungsrade Oberwellen enthält. Den bisherigen Betrach· differenz in jedem. Augenblick aufhebt,
tungen lag die Annahme zugrunde, daß der Eingangs- 60 Ein Teil des Ausgangsgleichstromes iv schließt sich (Steuer-) Strom eingedrückt wird, d. h. über einen über die Primärwicklung des Transformators und sehr großen Außenwiderstand fließt. In solchen Fällen wirkt auf dessen Kern magnetisch in derselben oder braucht man die in den Steuerwicklungen induzierten in entgegengesetzter. Richtung der ■ Eingangsstrom-Spannungen nicht zu berücksichtigen. In den meisten vormagnetisierung, je nachdem, ob in den Drosseln Anwendungsfällen der magnetischen Verstärker liegt 55 eine Gegen- oder eine Mitkopplung stattfindet (was, aber kein großer Eingangsaußenwiderstand vor, so wie beschrieben, wiederum von dem Kennliniendaß nun Ausgleichsströme geradzahliger Oberwellen verlauf der Widerstände abhängt). Im wichtigeren fließen und die Verstärkung stark herabsetzen. Durch Fall der Mitkopplung kann durch die Abgleichwiderdas zusätzliche Einschalten eines geeigneten Sperr- stände r, erreicht werden, daß sich auch die magnegliedes, beispielsweise einer Sperrdrossel, in den 7° tischen Wirkungen der beiden Gleichströme im Trans-
nicht alle in beiden Steuerwicklungen induzierten 55 auf emen konstanten Faktor - gleich ist, kann man Wechselspannungen auf, sondern es erscheint an den also mittels des Transformators die Spannung zwi-Eingangsklemmen eine Differenzspannung, die —· bei sehen A und B in den Steuerkreis derart transforvollkommener Gleichheit der Bauelemente —· nur ge- mieren, daß sie die dort herrschende Spannungsrade Oberwellen enthält. Den bisherigen Betrach· differenz in jedem. Augenblick aufhebt,
tungen lag die Annahme zugrunde, daß der Eingangs- 60 Ein Teil des Ausgangsgleichstromes iv schließt sich (Steuer-) Strom eingedrückt wird, d. h. über einen über die Primärwicklung des Transformators und sehr großen Außenwiderstand fließt. In solchen Fällen wirkt auf dessen Kern magnetisch in derselben oder braucht man die in den Steuerwicklungen induzierten in entgegengesetzter. Richtung der ■ Eingangsstrom-Spannungen nicht zu berücksichtigen. In den meisten vormagnetisierung, je nachdem, ob in den Drosseln Anwendungsfällen der magnetischen Verstärker liegt 55 eine Gegen- oder eine Mitkopplung stattfindet (was, aber kein großer Eingangsaußenwiderstand vor, so wie beschrieben, wiederum von dem Kennliniendaß nun Ausgleichsströme geradzahliger Oberwellen verlauf der Widerstände abhängt). Im wichtigeren fließen und die Verstärkung stark herabsetzen. Durch Fall der Mitkopplung kann durch die Abgleichwiderdas zusätzliche Einschalten eines geeigneten Sperr- stände r, erreicht werden, daß sich auch die magnegliedes, beispielsweise einer Sperrdrossel, in den 7° tischen Wirkungen der beiden Gleichströme im Trans-
Claims (5)
1. Verfahren zur Verstärkung elektrischer Größen, insbesondere zur Nullstromverstärkung, unter
Verwendung sättigbarer Drosseln, die durch die Eingangsgröße vormagnetisiert werden, und nichtlinearer Widerstände in Differenz- oder Brückenschaltung
mit einem Kondensator in der Diagonale, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) Die Betriebsspannung wird so hoch gewählt, daß beim Eingangssignal Null in jeder Halbwelle
die Sättigung der Drossel überschritten wird.
b) Die nichtlinearen Widerstände erhalten eine Trägheit, die so groß ist, daß sie den voneinander
unterschiedlichen Widerstandswert, den sie nach erfolgter Sättigung der Drosseln
durch das Zusammenwirken des Kondensatorentladestromes und des durch die Betriebs-,
spannung hervorgerufenen Stromes erhalten, in wirksamem Umfange während des letzten
Abschnittes der Halbwelle beibehalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitpunkt der Sättigung der
Drossel in die Umgebung jenes Zeitpunktes gelegt wird, in dem eine Halbwelle des Betriebsstromes
ihren Maximalwert aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß träge nichtlineare Widerstände
mit einander gleichen Kennlinien und untereinander gleichen Drosseln verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß träge nichtlineare Widerstände
mit symmetrischer Charakteristik Verwendung finden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und den folgenden, gekennzeichnet durch die Verwendung von
auf thermischem Prinzip beruhenden trägen nichtlinearen Widerständen.
809 770/343
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH31297A DE1053035B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Verfahren zur Verstaerkung elektrischer Groessen, insbesondere zur Nullstromverstaerkung, unter Verwendung saettigbarer Drosseln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH31297A DE1053035B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Verfahren zur Verstaerkung elektrischer Groessen, insbesondere zur Nullstromverstaerkung, unter Verwendung saettigbarer Drosseln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1053035B true DE1053035B (de) | 1959-03-19 |
Family
ID=7151594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH31297A Pending DE1053035B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Verfahren zur Verstaerkung elektrischer Groessen, insbesondere zur Nullstromverstaerkung, unter Verwendung saettigbarer Drosseln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1053035B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2388070A (en) * | 1941-08-22 | 1945-10-30 | Gen Electric | Electromagnetic apparatus |
-
1957
- 1957-10-05 DE DEH31297A patent/DE1053035B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2388070A (en) * | 1941-08-22 | 1945-10-30 | Gen Electric | Electromagnetic apparatus |
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