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Verfahren zur Herstellung von abstimmbaren Resonanzkreisen kleinster
Abmessungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kleirnstbauteirten,
insbesondere von geschirmten Abstimmkreisen für die Verwendung in trag- und fahrbaren
Funksprechgeräten, die außerordentlich stabil und widerstandsfähig gegen Erschütterungen
sind.
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In dem Bestreben nach einer Verkleinerung des Bauvolumens von trag-
und fahrbaren Funksprechgeräten kleinster Abmessungen sind zahlreiche Wege beschritten
worden, wobei aber die an ein modernes Gerät zu steuerndem Anforderungen bezüglich
der Frequenzkonstanz, Erschütterungsfestigkeit, Einstellbarkeit oder Klimafestigkeit
solcher Teile von den bekannten Ausführungen nur in unbefriedigendem Maße erfüllt
werden.
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Es ist z. B. bekannt, die Bestandteile eines Schwingkrei:ses oder
Filters, wie Spule, Regelkernführung, Kondensatoren usw. in einem Becher mit Hartwachs
zu vergießen.
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Eine Verbesserung der Geräte im Sinne einer Verkleinerung soll nach
Möglichkeit keine zusätzliche Verteuerung mit sich bringen, sondern es besteht gerade
für solche Geräte die Forderung, auch serienmäßig herstellbare Baugruppen, wie z.
B. vollständige Abstimmkreise, mit einfachen Mitteln herzustellen und dabei die
optimalen elektrischen Eigenschaften zu erreichen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, abstimmbare
Resonanzkreise kleinster Abmessungen und höchster Stabilität zu schaffen, die die
genannten Forderungen weitgehend erfüllen. Um dies zu erreichen, geht die Erfindung
von dem Gedanken aus, anstatt besonderer, bisher bekannter Einrichtungen zur Aufnahme
und Führung einstellbarer Ferritkerne beim Arbeitsgang des Vergießens gleichzeitig
eine stabile Führung für einen Ferritkern zur Einstellung der Spuleninduktivität
vorzusehen.
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Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung abstimmbarer
Resonanzkreise für die Verwendung in tragbaren Funksprechgeräten kleinster Abmessung,
bei dem die dem Filterkreis zugeordneten Schaltelemente in einem Abschirmbecher
vergossen sind, in der Weise vorgeschlagen, daß unmittelbar in der Vergußmasse durch
einen vor dem Vergießen eingebrachten Formkern ein Hohlraum mit Gewinde zur Aufnahme
eines einstellbaren Ferritkernes eingelassen ist.
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Hierzu wird ferner vorgeschlagen, bei diesem Herstellungsverfahren
dem Formkern einen schraubenkopfartigen Ansatz zu geben und dann diesen Formkern
von ausreichender Länge vor dem Vergießen bereits in den im leeren Abschirmbecher
angeordneten Spulenkörper festzulegen, und zwar so. weit, daß der schraubenförmige
Ansatz des Formkernes an den Rändern der im Abschirmbecher für diesen Zweck vorgesehenen
Bohrung fest anliegt und damit gegen ein Herauslaufen der noch flüssigen Vergußmasse
gesichert wird.
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Ferner wird vorgeschlagen, abstimmbare Resonanzkreise, die nach diesem
Verfahren in großen Stückzahlen herstellbar sind, mit einer derartigen Ausnehmung
durch den nach dem Erkalten wieder herausgenommenen Formkern zu versehen, daß diese
ein Gewinde zur Aufnahme eines Schraubkernes freiläßt. Für noch kleinere Abstimmkerne,
die sich bekanntlich nicht mehr mit Gewinde herstellen lassen bzw. die bei dem Brennen
der Ferritmasse eine unzulässige Formänderung infolge ihrer Kleinheit erleiden,
wird vorgeschlagen, daß die in der Vergußmasse des Abstimmkreises eingelassene Ausnehmung
nur zum Teil ein Gewinde trägt und im Anschluß daran eine zylinr drische Bohrung
geringeren Durchmessers aufweist, die in das Innere der abzustimmenden Spule hineinragt.
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Auf diese Weise wird eine außerordentliche Raumersparnis erreicht,
da nunmehr besondere Teile zur Aufnahme der Ferritkerne vollständig entfallen. Ein
weiterer Vorteil der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten abstimmbaren
Resonanzkreise besteht darin, daß die Führung des Kernes unmittelbar mit der im
Spulenkörper vorgesehenen Bohrung fluchtet, so daß die zur Abstimmung der Induktivitätswerte
eingebrachten Ferritkerne in keinem Falle einer Scherung ausgesetzt sind und demzufolge
einen extrem geringen Durchmesser haben können.
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In Weiterbildung der Eründung wird vorgeschlägen, daß extrem dünne
Abstimmkerne mittels eines
gefalteten elastischen Tsodierstoffblättchens,
beispielsweise aus Plastikkunststoff, in der Gewindebohrung in axialer Richtung
durch Drehen einstellbar befestigt werden und daß derartige Abstimmkerne unmittelbar
von den Isolierstoffblättchen gehalten sind. Auf diese Weise ist es möglich, daß
ein an sich glatter Ferritkern zur Grobabstimmung innerhalb des Isolierblättchens
in axialerRichtungversehiebhar angeordnet, mit Hilfe dieses Plastikkunststoffblättchens
genau einzustellen ist und danach mit Hilfe eines Tropfens flüssiger Vergußmasse
eindeutig festgelegt werden kann.
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Das vorgeschlagene Verfahren, mit dem sich erschütterungsfeste sowie
gegen Verstaubung und Feuchtigkeit unempfindliche abstimmbare Resonanzkreise herstellen
lassen, soll folgenden an. Hand eines Ausführungsbeispieles, das ein nach diesem
Verfahren hergestelltes fertiges Abstimmelement darstellt, näher erläutert werden.
Dabei zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch einen gemäß der Erfindung hergestellten
abgeschirmten Resonanzkreis; in Fig.2 ist die Einbringung eines Formkernes mit schraubenförmigem
Ansatz zur Durchführung des vorgeschlagenen Herstellungsverfahrens dargestellt;
Fig. 3 zeigt etwa in natürlicher Größe die zur Abstimmung der Spuleninduktivität
in die Ausnehmung der erkalteten Vergußmasse einzudrehenden Teile; Fig. 4 stellt
ein Isolierstoffröhrchen dar, mit dem die zur Abstimmung dienenden Teile in den
vergossenen Resonanzkreis eingedreht werden; Fig. 5 zeigt in einer entsprechenden
Vergrößerung die Halterung eines extrem kleinen Ferritkernes in einem 9,b-stimmbaren
Resonanzkreis, gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren.
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Der in Fig. 1 im Schnitt dargestellte abstimmbare Resonanzkreis umfaßt
eine Spule 1, einen handelsüblichen Kleinstkondensator 4 so-,vie die nicht dargestellte
hierzu gehörende Verdrahtung. Diese Teile sind in einem Abschirmbecher 5 angeordnet,
der mit erstarrter Vergußmasse vollständig ausgefüllt ist, mit Ausnahme einer durch
einen vor dem Vergießen eingebrachten Formkern. freigelassenen Ausnehmung, in der
bei 2 ein extrem dünnen Ferritkern eingebracht ist, der durch ein gefaltetes Plastikkunststoffbiättchen
3 in seiner Lage gehalten wird. Dieses Plastikkunststoffblättchen ist zum Teil in
das in dieser Figur zu sehende Gewinde eingeschraubt, wobei sich die Gewindegänge
in das elastische Material. eindrücken.
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Fig. 2 zeigt eine Einbringung des Formkernes vor dem Vergießen der
Anordnung, wobei die elektrischen Einzelteile nicht dargestellt sind. Man erkennt,
daß der Formkern ein zylinderförmiges vorderes Ende für den später einzuführenden
Spulenkern aufweist und daß ferner ein mit Gewinde versehener Teil vorgesehen ist,
der so weit im die entsprechende Bohrung des Abschirmbleches 5 eingeführt wird,
daß der schraubkopfartige Ansatz 6 fest an den Rändern der Bohrung anliegt, so daß
ein Becher für die Aufnahme des flüssigen Vergußmateriales geschaffen ist, der allseitig
abgeschlossen ist.
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In Fig. 3 ist das Plastikkunststoffblättchen 3 im Herstellungszustand
dargestellt, in dessen mittlere Bohrung der extrem dünne Ferritkern 2 eingeführt
wird. Wie aus dieser Figur zu ersehen ist, wird das Plastikkunststoffblättchen einfach
umgefaltet, um in die in Fig. 1 dargestellte Lage in die Ausnehmung des vergossenen
Bauteiles einsgeführt zu werden.
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Die in Fig. 4 dargestellte Isolierstoffröhre 7 dient in einfacher
Weise zur Durchführung dieses Arbeitsganges und ist zu diesem Zweck am vorderen
Ende geschlitzt, wodurch sich unmittelbar der vom Plastik-Kunststoffblättchen gehaltene
Ferritkern erfassen und in die zugehörige Gewindebohrung einführen läßt. Unterhalb
des Isoliers:toffröhrchens 7 ist die entsprechende Draufsicht auf das vordere eingeschlitzte
Ende zu sehen.
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In Fig. 5 ist schließlich die Lage des Ferritkernes 2 in der Gewindebohrung
der Vergußmasse mit Hilfe des eingepreßten Plastik-Kunststoffblättchens 3. Nach
der genauen Einstellung der für die Abstimmung des Kernes notwendigen Lage werden
diese Teile durch einen Tropfen flüssiger Vergußmasse ebenfalls festgelegt.
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Auf diese Weise wird bei dem vorgeschlagenen Verfahren außer den an
sich bekannten Vorteilen einer vollständigen Vergießung elektrischer Schaltelemente
innerhalb eines Abstimmbechers gleichzeitig eine außerordentliich stabile Führung
und Halterung des Abstimmkernes ohne zusätzlichen Raumbedarf erreicht, so daß sich
nach diesem Verfahren in gleicher Weise ganze Filteranordnungen oder Gruppen als
feste Bausteine herstellen lassen, die den Beanspruchungen von Funksprechgeräten
kleinster Abmessungen in jeder Hinsicht gewachsen sind.