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DE1052971B - Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen wasserfreiem Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen wasserfreiem Formaldehyd

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Publication number
DE1052971B
DE1052971B DEP18447A DEP0018447A DE1052971B DE 1052971 B DE1052971 B DE 1052971B DE P18447 A DEP18447 A DE P18447A DE P0018447 A DEP0018447 A DE P0018447A DE 1052971 B DE1052971 B DE 1052971B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formaldehyde
vapors
condensate
water
steam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP18447A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Oliver Elder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Priority to DEP18447A priority Critical patent/DE1052971B/de
Publication of DE1052971B publication Critical patent/DE1052971B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/81Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen wasserfreiem Formaldehyd Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von hochwertigem reinem, im wesentlichen wasserfreiem Formalidehyd durch stufenweise Teilkondensation von hochmolekularem polymerem Formaldehyd.
  • Formaldehyd ist bekanntlich außerordentlich reaktionsfähig, und bei der Dehydratisierung von wäßrigenFormaldehydlösungen bilidet sich ein niedrigmolekulares festes, als P.araformaldehyd bekanntes Formaldehydpo:lymeres, das eine große Menge, wie 7 %, an Wasser und anderen Verunreinigungen enthalten kann. Es ist ferner bekannt, daß man durch Pyrolyse von niedrigmolekularen Formaldehydpolymeren, w;ieParaforrnaldehyd oder a-Polyoxymethylen, Formalidehyd von einem Wassergehalt von etwa 5 bis 7 1/o herstellen kann. Diese Formaldehydquellen sind jedoch verhältnismäßig teuer, und ein Pyrolyseverfahren bereitet erheblich größere Schwierigkeiten als ein Destillationsverfahren, wenn große Mengen an reinem Formaldehyd hergestellt werden sohlen.
  • Es wurde bereits ein Verfahren zur Herstellung von hochreinem Formaldehyd durch Umsetzung von unreinem Formaldehyd mit einem Alkohol zu einem Formal,dehydhalbacetaal, Dehydratisi.erung desselben und anschließende Zersetzung desselben unter Gewinnung des gereinigten Formalidehydas vorgeschlagen. Bei diesen Verfahren erhält man ein hochwertiges, im wesentlichen wasserfreies Produkt; das erfindungsgemäße Verfahren schafft einen weiteren Weg zur Herstellung von hochreinem Formaldehyd.
  • Auf den ersten Blick scheint die naheliegendste Methode zur Herstellung von reinem Formaldehyd die Destillation wäß,räger Formaldehydlösungen zu sein. Es sind schon viele Versuche zur Durchführung dieses Verfahrens unternommen worden, die aber alle durch die spontane Bildung von Paraformaldehyd oder die Reaktion des Formaldehyds mit Wasser und anderen Verunreinigungen unter Bildung unerwünschter Verbindungen vereitelt wurden.
  • Es wurde gefunden, daß man dampfförmiges monomeres Formaldehyd von einem Wassergehalt unterhalb 0,1% erhält, indem man,dieDämpfe einer wäßrige-n Fo.rmalidehydlösung einer zweistufigen Teilkondensation bei Atmosphären- oder einem etwas höheren Druck unterwirft und anschließend die aus dem Kondensator der zweiten Stufe erhaltenen Dämpfe teilpolymerisiert. Durch Kombination dieser Stufen erhält man in wirksamer Weise ein Formalidehydmonomeres, das weniger als 0,05 Gewichtsprozent Wasser enthält, während das Restwasser von dem Polymerisat aufgenommen wunde.
  • Zur Erläuterung ist in der Zeichnung eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung :dargestellt. In die Anlage wird bei 1 wäßriger Formaldehyd eingepumpt. Als Ausgangsgut wird eine 50-- bis 60gewichtsprozentige Formal.dehydlösung bevorzugt, man kann aber bei leichter Abänderung .der _ Anlage und Modifizierung der Reaktionsbedingungen auch Beschickungen anderer Formaldehydkonzentrationen verwenden. Der bei 1 eingeleitete flüssige Beschickungsstrom wind durch einen Verdampfer 2 geführt, in welchem er genügend Wärme aufnimmt, um bei 3 eine dampfförmige Phase zu bilden. Verdampfer 2 kann mittels Dampf oder auf andere Weise erhitzt werden und beispielsweise aus einem Rohr oder aus einer Gruppe von Rohren bestehen, die parallel oder in Reihe geschaltet sind.
  • Der bei 3 abströmendeFormaldehydidampf hat einen Druck, der zur Überwindung der auf ihn wirkenden Reibungskräfte ausreicht und gewöhnlich etwa 0,14 atü beträgt, und eineTemperatur von etwa 120 bis 130° C. Höhere Drücke können angewendet werden, aber bei den meisten Ausführungsformen der Erfindung werden etwas oberhalb Atmosphärendruck .liegende Drücke bevorzugt. Der Gutstrom tritt unter diesem Druck und mit dieser Temperatur in den Teilkondensator 4 der ersten Stufe ein, in welchem von den hindurchströmenden Dämpfen genügend Wärme abgezogen wird, um einen Teil der Dämpfe zu konidensieren. Man erhält ein im Vergleich zu dem Beschickungsstrom wasserreiches Kondensat. Der Kondensator der ersten Stufe kann gekühlt werden, indem man durch einen ihn umgebenden Mantel 5 Wasser leitet. Das den Kondensator der ersten Stufe verlassende Gemisch aus Kondensat und Dampf wird in den Behälter 6 eingeleitet, in welchem sieh :das Kondensat von den nichtkondensierten Dämpfen trennt. Das Kondensat wird durch Auslaß 7 entfernt.
  • Die bei 8 abströmenden Dämpfe -werden dann dem Einlaß des Kondensators 9 der zweiten Stufe zugeführt. In den Kühlmantel dieses Korndensators wird bei 10 Wasser oder anderes Kühlmittel eingeleitet, das am entgegengesetzten Ende wieder austritt. Die bei 9 aus dem Kondensator abströmenden Dämpfe sind teilweise kondensiert und gelangen in :den Behälter 11, in welchem sich das Kondensat von den nichtkondensierten Dämpfen trennt und bei 12 abgezogen wird. Das bei 12 abgezogene Kondensat ist im Vergleich zu dem in den Kondensator eintretenden Gemisch wasserreich und kann im Kreislauf in das System zurückgeführt und mit dem bei 1 eingeleiteten Beschickungsstrom vermischt werden. Das bei 7 abgezogene Kondensat wird in bekannten, nicht eingezeichneten Vorrichtungen durch Einengen wieder auf die Konzentration (des Beschickungsgutes gebracht und mit dem bei 1 eingeleiteten Beschickungsstrom vermischt.
  • Die bei 13 abströmenden Dämpfe werden dann einem Vorpolymerisationsgefäß zugeführt, in welchem ihr Gehalt an Wasser undanderen Verunreinigungen auf die gewünschteHöhe verringert wird. In der Zeichnung sind zwei identische Vorpolymerisationsgefäße 14, 15 idargestel_lt, die zwischen Einlaß 13 und Auslaß 16 parallel geschaltet sind. Bei normalem Betrieb verwendet man jeweils nur das eine Vorpolymerisationsgefäß, während das andere gereinigt wird. Die Reinigung kann erfolgen, indem man .durch die teilweise verstopften Rohre Frischdampf bläst, hierdurch die abgelagerten Feststoffe zersetzt und löst .und die gebildete wäßrige Formal@dehydilösung wiederum in bekannter Weise konzentriert oder verdünnt und mit dem bei 1 eingeleiteten Bescbi.ckungsstrom vermischt. Die Vorpolymerisationsgefäße 14 und 15 sind identisch und bestehen aus einem von außen gekühlten Rohrbündel, .durch das die Forma@:dehyddämpfe strömen. Die Rohre werden durch an ihrer Außenseite zirkulierendes Kühlmittel auf niedriger Temperatur gehalten. An der Innenseite der kalten Rohre bildet sich eine kleineMenge von festem rliedrigmolekularem Formal@dehydpoly meren, wobei aus -dem durch das Vorpolymeri!sationsgefäß strömenden Formaldehyddampf ein großer Anteil des in ihm noch enthaltenen Wassers entfernt wird. Die das Vorpolymeriswtrionsgefäß bei 16 verlassenden Dämpfe enthalten etwa 99,2 bis 99,7% Formaldehyd und etwa 0,02 lyis etwa 0,05 % Wasser. Diese Dämpfe sind genügend rein, um sie unmittelbar zu einem hochmolekularen Formaldehydpolymeren zu polymerisieren, und können dementsprechend direkt vom Auslaß 16 des Vorpolymerisationsgefäßes dem Fertigpolymerisationsgefäß zugeführt werden.
  • Da die Formal.dehyddämpfe in :den Rohrleitungen zwischen Odem Verdampfer 2, den Kondensatoren 4 und 8 und .den Vorpolymerisationsgefäßen 14 und 15 vorzeitig polymerisieren und diese dadurch verstopfen könnten, sind alle freiliegenden Leitungen mit Heizeinrichtungen 17 versehen, mit denen eine Abkühlung und mögliche Polymerisation .der Dämpfe verhindert werden kann. Es sind beliebige Heizeinrichtungen geeignet, z. B. Dampfmäntel, elektrische Widerstarrdsheizelemente und andere bekannte Vorrichtungen. Die Kondensatoren 6 und 11 wie auch die Vorpolymerisationsgefäße14 und 15 sind in geeigneter Weise isoliert, um in ihnen die richtige Temperatur aufrechterhalten zu können. Außer dem Wasser liegen noch viele andere Verunreinigungen vor, die in d emBeschickungsstrom enthalten sein und durch chemische Umsetzung zwischen den Bestandteilen des Beschickungsstroms gebildet werden können. Zum Beispiel sind in wäßrigen Forma,1dehyd1ösungen bekanntlich Ameisensäure, Methanol, Methylformat und Methylal anwesend. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Konzentration dieser vier Verunreinigungen so weit gesenkt, daß sie die Herstellung der hochwertigen Forma1dehydpolymeren nicht stören.
  • Es haben sich verschiedene Verfahrenstechniken als zweckmäßig erwiesen, um eine optimale Ausbeute und Produktqualität zu erhalten und die Bildung von Nebenprodukten auf den geringstmöglichen Umfang zu verringern. Als Richtlinien .für die bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens .sind folgende Punkte zu beachten: 1. Zweckmäßiiig wird der Zeitraum, in welchem sich die Dämpfe und das flüssige Kondensat in den Kondensatoren im Kontakt miteinander befinden, so kurz wie möglich gehalten, da längere Kontaktzeiten die Lösung von Formaldehyddämpfen in dem Kondensat begünstigen und damit die Ausbeute verringern. Bei extrem langen Kontaktzeiten kann das Kondensat so stark an Form:alidehyd konzentriert werden, d@aß sich in dem Kondensator feste, niedrigmolekulare Polymere bilden.
  • 2. Das Kondensat soll von :den Dämpfen so abgetrennt werden, daß turbulente Strömungen und eine innige Vermischung von Dampf und Kondensat,aus dem gleichen Grund, wie unter 1 erörtert, vermieden werden.
  • 3. Die Anwesenheit von Ameisensäure während der Kondensation Ist unerwünscht, und es sollen alle Maßnahmen durchgeführt werden, um dieKonzentration der Ameisensäure so niedrig wie möglich zu halten. Durch Anwesenheit von Ameisensäure wird -leicht der Kondensationsgrad des Wassers verringert und die Bildung von Methylenglykol und Polyoxymethylenglykolen katalysiert, und ,diese Erscheinungen sind insofern unerwünscht, a'ls,der Wirkungsgrad :des Verfahrens und dieAus--beute an reinem Formaldehyd verringert wemden. Eine Möglichkeit zur Senkung ,der Amei.sensäurekonzentration besteht in der Reinigung des Beschickurrgs:gutes, eine weitere Möglichkeit darin, daß man Bedingungen aufrechterhält, welche den Ablauf :der Cannizaroischen Reaktion, 2HCH0+H20->HCOOH+CH3OH, nicht begünstigen. Da die Cannizarosche Reaktion oberflächenkatalysiert wird und die Reaktionsgeschwindigkeit mit der Temperatur ansteigt, kann man diese Reaktion verlangsamen, indem man die Kontaktzeit im Verdampfer2 s ehr kurz und gleichzeitig die Oberflächentemperatur des Verdampfers so -niedrig wie möglich hält.
  • 4. Bessere Ausbeuten werden erhalten, wenn man die . Teilkondensatoren mit. den praktisch niedrigstmöglichen Oberflächentemperaturen betreibt. Die Wirksamkeit der Wärmeübertragung wird bei Verwendung niedriger Oberflächentemperaturen verbessert, und ferner kondensiert das Wasser unter solchen Bedingungenleichter unter Bildung eines Feuchtigkeitsfilms an den Oberflächen, der -wiederum dazu beiträgt, eine Ansammlung von festen Polymeren an den Wandungen zu verhindern.. Wo kein Kondensat zur Benetzung der Wandungen zur Verfügung steht, wie in den Zu- und Ableitungen der Kondensatoren, wird die Bildung von festem Polymerem auf den Oberflächen der Leitungen verhindert, indem man dieselben auf etwa 70 bis 130° C erhitzt.
  • Die Dämpfe und das Kondensat fließen im Kon-4ensator im Gegens.trorn, so daß flüssiges Kondensat bei seinem Abwärtsfließ:en auf Grund der Schwerkraft die Wandungen benetzt und die Bildung fester Polymerer verhindert. Im Vorpolymerisationsgefäß fließen Dämpfe und Kondensat dadurch im Gegenstrom, daß die Dämpfe am Boden eintreten und das sich bildende Kondensat unter Wirkung derSchwerkraft inRichtung zumD-ampfeialaß strömt und an den trockenen Wandungen der Rohre im Vorpollymerisations:gefäß ein festes Polymeres bildet. Beispiel Eine Reihe von Versuchen zeigt, daß sich das erfindungsgemäße Verfahren in hervorragender Weise zur Herstellung von hochreinem Formaldehyd eignet. Als Verdampfer wunden zwei parallel geschaltete, mit Dampfmänteln umgebene Kupferrohre von 9,25 mm Innendurchmesser und 1,22 m Länge verwendet. Als Kondensator der ersten Stufe diente ein Kupferrohr von 10,973 mm Inmendurchm,esser und 2,67 m Länge, als Kondensator der zweiten Stufe ein Kupferrohr von 6,315 mm Innendurchmesser und 2,43 m Länge und als Vorpolymerisatiorisgcfäß ein Rohrbündelaust2tvscher mit 46 Rohren aus rostfreiem Stahl von je 7,14 mm Innendurchmesser und 0,61 m Länge, die über je eine an den Rohrenden vorgesehene, entsprechend gelochte Stirnwand parallel geschaltet waren.
  • Die flüssige Beschickung wurde mittels einer Getriebepumpe bei einer Temperatur von 67 bis 70° C und mit einer Geschwindigkeit von 12,7 bls 14,5 kg/ Stunde in den Verdampfer eingeführt, der mittels Dampf auf 135 bis 165°C erhitzt wurde. Der aus dem Verdampfer abströmende Dampf hatte einen Druck von etwa 0,14 atü und eine Temperatur von etwa 115° C. Die den Verdampferauslaß mit dem Einlaß des Kondensators der ersten Stufe verbindende Leitung wurde mittels Dampf erhitzt"der durch einen die Leitung umgebenden Mantel geleitet wurde; die in den Kondensator eintretenden Form ildehyddämpfe hatten hierdurch eine Temperatur von etwa 120 bis 130° C.
  • Der Kondensator 4 wurde mittels eines Wassermantels gekühlt, in welchem das Kühlmittel im Gegenstrom zu den kondensierenden Dämpfen strömte. Das Kühlwasser wurde in den Mantel mit einer Temperatur von 35 bis 40° C eingeführt und verließ ihn am entgegengesetzten Ende mit einer Temperatur von 45 bis 50° C. Vom Kondensator strömte zum Aufnahmebehälter der ersten Stufe ein Gemisch von Dämpfen und Kondensat von einer Temperatur von 65° C; das flüssige Kondensat wurde im Behälter abgetrennt und der Dampf zum Kondensator der zweiten Stufe weitergeleitet. Die Bildung und Entfernung des Kondensates erfolgten mit einer Geschwindigkeit von 9,5 bis 10,4 kg/Stunde. Die Ausbeute an dampfförmigere Formaldehyd im Kondensator der ersten Stufe betrug 40 bis 43 %; dieser Wert wurde errechnet, indem die Menge des Formaldehyds, der in dem vom Behälter der ersten Stufe abströmenden Dampf enthalten ist, durch die Menge des in den Kondensator (der ersten Stufe eintretendenFormaldehyds idividiert wurde. Die den Aufnahmebehälter der ersten Stufe mit dem Kondensator der zweiten Stufe verbindende Leitung wunde mittels Dampf erhitzt, der,durch einen die Leitung umgebenden Mantel .geleitet wurde. Beim Eintritt in den Kondensator der zweiten Stufe haben die Dämpfe eine Temperatur von etwa 105° C und treten mit einer Geschwindigkeit von 3,2 biss 4,1 kg/Stunrde ein.
  • Der Kondensator der zweiten Stufe wurde mittels Wasser gekühlt, das im Gegenstrom zu den kondensierenden Dämpfen .geführt wurde. Das Wasser wurde in den Kühlmantel mit einer Temperatur von etwa 10° C eingeleitet und trat am entgegengesetzten Ende mit einer Temperatur von etwa 15° C aus. Vom Kondensator strömte ein Gemisch von Dampf und Kondensat von einer Temperatur von 35° C zum Aufnahmebehäfter der zweiten Stufe, in welchem die Flüssigkeit gesammelt und mit einer Geschwindigkeit von 1,4 bis 1,8 kg/Stunde abgezogen wird. Die Ausbeute an dampfförmigem Formaldehyd, der durch den Kondensator und den Aufnahmebehälter ,der zweiten Stufe strömt, beträgt 67 bis 73°/o. Die vomAufnahmebehälter der zweiten Stufe abströmenden Dämpfe werden mittels Dampf erhitzt, den man durch einen die Leitung umgebenden Mantel führt, so daß die in das Vorpolymerisationsgefäß eintretenden Dämpfe eine Temperatur von, 70 bis 90° C haben und mit einer Geschwindigkeit von 1;8 bis 2,3 kg/Stun(de einströmen.
  • Das Vorpolymerisationagefäß wurde mittels Heptau gekühlt, das im Gegenstrom zu den Formaldehyddämpfen geführt wurde, und zwar wurde das Kühlmittel in das Vorpolymerlsationsgefäß mit einer Temperwtur von etwa -20 bis -15° C eingeführt und trat mit einer Temperatur von etwa -17 bis -12° C aus. An den Innenwandungen der Rohre im Vorpolymerisationsgefäß bildeten etwa 15 % -der Formaldehyddämpfe eine feste Masse; der Rest ider Dämpfe strömte aus dem Vorpolymerisationsgefäß mit einer-Geschwindigkeit von etwa 1,7 bis 1,9 kg/Stunde und einer Temperatur von 0 bis 20° C ab. Die Ausbeute an. dem durch das Vorpolymerisationsgefäß strömenden Formaldehyd betrug etwa 85 0/0.
  • In der nachfolgenden Tabelle sind Analytsen des B.ehandlungsguts an verschiedenen Stadien des oben beschriebenen Verfahrens wiedergegeben. Die Prozentangaben beziehen sich auf das Gesamtgewicht der jeweils genommenen Probe. Mit »Säure« und »Ester« sind diejenigen Verbindungen bezeichnet, die sich analytisch als Säure oder Ester erweisen, aber ,wohl Ameisensäure bzw. Methylformiatdamtellen dürften.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die in dem obigen Beispiel angegebenen Konzentrationen, Temperaturen und Drücke beschränkt. Die in diesem Beispiel gewählten Verfahrensbedingungen sind das Ergebnis verschiedener Versuche und stellen die Werte dar, bei denen man eine optimale Reinheit des Preduktes und eine optimale Wirtschaftlichkeit des Verfahrens erhält. Mit Beschickungsgut anderer Konzentration kann man die gleiche Reinheit bei geringerer Ausbeute erhalten, und wenn man andererseits die Bedängungen so verändert, d-aß die Ausbeute erhöht wird, so erhält man ein Endprodukt von geringerer Reinheit. Im allgemeinen kann jedoch ein Beschickungsgut mit einem Formaldehydgehalt von 30 bis 60°/o verarbeitet wenden, wobei Konzentrationen von 50 bis 601/o bevorzugt wenden.
  • Das Verfahren eignet sich insbesondere zur Durchführung bei Drücken, die nicht unter Atmosphärendruck liegen, da die Dampfpumpen oder -kompres-soren, die sonst zur Erhöhung des Druckes auf Atmosphärendruck erforderlich sind, ständig durch Bildung niedrigm-olek mlarer Formaldchydpolymerer auf den
    Vom Kondensat- Vom Kondensat-
    Flüssiganteil im aufnehme- Flüssiganteil im aufnahme- Vom
    Kondensat- behälter Kondensat- behälter der Vorpolymeri-
    Beschickung aufnehme- - der ersten Stufe aufnehme- zweiten Stufe sationsgefäß
    behälter abströmender behälter der abströmender
    der ersten Stufe Dampf zweiten Stufe abströmender Dampf
    (geschätzt) Dampf
    Formaldehyd, 0/0 50 bis 60 42 bis 45 85 bis 90 65 bis 68 97 bis 99 99,2 bis 99,7
    Wasser, 0/0 .... 48 bis 38 57 bis 52 8 bis 12 33 bis 28 0,5 bis 1,5 0,02 bis 0,05
    Säure, 0/0 ...... 0,08 bis 0,15 0,15 bis 0,2 0,01 bis 0,04 0,06 bis 0,15 0,004 bis 0,01 0,0005 bis 0,0015
    Ester, % ...... 0,005 bis 0,015 0,005 bis 0,01 0,005 bis 0,01 0,005 bis 0,01 0,01 bis 0,02 0,007 bis 0,02
    Methanol, 0/a . . 1,3 bis 2,0 1,5 bis 2,5 0,8 bis 0,9 1,5 bis 2,5 0,07 bis 0,2 0,008 bis 0,025
    Methylal, 0/0 . . . 0,5 bis 1,0 0,3 bis 1,0 0,8 bis 0,9 1 bis 1,5 0,8 bis 0,9 0,3 bis 0,8
    Gesamt-
    strömungsge-
    schwindigkeit,
    kg/Std. ....... 12,70bis14,51 9,53bis10,43 3,18bis4,08 1,36bis1,81 1,81bis2,27 1,54bis1,91
    sich bewegenden Maschinenteilen im. ihrer Funktion gestört oder verstopft werden. Das erfindungsgetnäße Verfahren bietet daher den besonderen Vorteil, daß von der Einführung der Beschickungslöstiag im den Verdampfer an bis zum Austragen des rennen: Formaldehyds aus .dem Vorpolymerticationsgefäß kenne sich bewegenden Anlegeteile notwendig sind. Höhere Drücke können zwar verwendet werden, aber die Anwendung von Drücken oberhalb etwa 2 at abs. scheint keine besonderen Vorteile zu bilden, da ein zur Aufrechterhaltung der Strömung ausreichender Druck für die meisten Ausführungsformen oder Erfindung genügt.
  • Die Rohrleitungen, die zurWeiterleitung der Formaldehyddämpfe vom Verdampfer zum Kondensator der ersten Stufe, dem Kondensator der zweiten Stufe und dem Vorpolymerisaüionsgefäß dienen, werden zweckmäßig erhitzt, um die Bildung von Formaldehyd in diesen Leitungen zu verhindern. Die Temperaturen müssen ausreichen, um den Formaldehyd in dampfförmiger Phase zu halten. Zu Beginn dieses Verfahrens kann die Temperatur 100 ,bis 130' C betragen, während am: Eingang des Polymerisationsgefäßes Temperaturen von 70 bis 90° C im allgemeinen ausreichen.
  • Im VorpolymerisationsgefäB kommen die strömenden Formaldehyddämpfe mit einer großen Oberfläche in Kontakt. Diese Oberfläche ist vorzugsweise metallisch, obgleich auch Glas- und andere Flächen verwendbar sind. Die Kontaktflächen im Vorpolymerisationsgefäß werden auf einer Temperatur unterhalb )o C, vorzugsweise auf etwa -50 oder -20o C, gehalten. Die Formalxiehyddämpfe und die in ihnen enthaltenen Verunreinigungen polymerisieren an den alten Flächen spontan unter Bildung eines -festen, :nedri-no'leku.1,a:ren.Polymeren_ Es ist erwünscht, daß nicht mehr als etwa 20 Gewichtsprozent des strömenden Dampfes polymerisiert, allerdings mini eine be-3timmte gelinge Menge #so polymerisieren, daß der. Ehauptanteil des noch enthaltenen Waisseris und von arideren Verunreinigungen entfernt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die Verwendung von zwei und nur zwei Kondensatoren beschränkt, es kann vielmehr bei einigen Ausführungsformen vorteilhaft sein, drei oder mehr hintereinandergeschaltete Kondensatoren zu verwenden, um Spezialproldukte herzustellen.
  • Das bei .dem arfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Produkt kann wie oben beschrieben dampfförmig sein, aber auch zu einer Flüssigkeit konldensiert werden. In jedem Falle eignet es sich hervorragend für die verschiedenen Reaktionen, bei denen hochreiner Formaldehyd erforderlich .ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen wasserfreiem Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Formaldehydlösung verdampft, die Dämpfe bei einem absoluten Druck von nicht wenäger als 1 bis 2 at teilkondensiert, das flüssige Kondensat abtrennt, die Operation der Teilkondensation und Korrdensabaabtren.-nung unter den gleichen Bedingungen nochmals wiederholt und anschließend in den nach der zweiten TeNkoadensation noch verbleibenden Dämpfen die Menge des Wassers und anderer Verunreinigungen vermindert, indem man bis zu 20 Gewichtsprozent der Dämpfe in ein niedermolekulares Formaldehydpolymeres umwandelt, wobei durch das Polymere ein große Menge des Wassers und der anderen Verunreinigungen zurückgehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenM-zeichnst, daß man von einer wäßrigen Lösung ausgeht, die 50 bis 60 Gewichtsprozent Farmailtdehyd enthält, die Lösung bei 115 bis 130° C verdampft, zunächst etwa 75 % der Dämpfe kondensiert, die restlichen Dämpfe auf 90 bis 1050 C erhitzt und etwa 50% denselben teilkondensiert, nach Entfernung des Kondensates den Dampf auf 70 bis 90' C erhitzt und verhältnismäßig kurze Zeit mit einer auf -20 bis -15o C gehaltenen Fläche in Kontakt bringt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1140921B (de) * 1960-06-02 1962-12-13 Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen Verfahren zur Herstellung von hochgereinigtem Formaldehyd.
DE1159420B (de) * 1961-04-18 1963-12-19 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von reinem Formaldehyd
DE1172657B (de) * 1960-03-07 1964-06-25 Stamicarbon Verfahren zur Herstellung sehr reinen Formaldehyds

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