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B ogenzuführvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Zuführen von Bogen aus Pappe od. dgl., z. B. zu Schneid-, Schlitz oder Umbrechvorrichtungen.
Es ist bereits bekannt, bei solchen Vorrichtungen einen Schieber zu verwenden, der
an der mit der Bogenoberfläche in Eingriff kommenden Seite aufgerauht ist und der
mit einem zahnförmigen Stößer zum Hintergreifen des jeweils vorgeschobenen Bogens
zusammenarbeitet. Von den bekannten Ausführungen dieser Art unterscheidet sich die
Erfindung dadurch, daß der oder die Zähne des Stößers eine zur Bogenebene im wesentlichen
parallel gerichtete und zum Untergreifen der Bogen geeignete Form aufweisen und
der Stößer unabhängig von der Bewegung des Schiebers eine das Vorschieben des Bogens
bewirkende Bahn beschreibt, während bei den früheren Ausführungen der hakenförmige
oder zahnförmige Stößer niemals auf dem obersten vorzuschiebenden Gegenstand des
Stapels aufliegt, sondern auf einer Führungsplatte ruht und durch eine schräge Kante
an der Platte geführt werden muß, um mit der Hinterkante des vorzuschiebenden Gegenstandes
in Eingriff zu kommen, der vorher durch ein besonderes Element teilweise abgeschwenkt
worden ist.
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Vorzugsweise ist neben der vorderen Kante des Stapels eine Sperrgabel
oder Schleuse vorgesehen, deren oberer Teil auf dem oberen Bogen des Stapels liegt
und deren unterer Teil in einer gewissen Entfernung von dem oberen angebracht ist
und bei jedem Zuführhuh den Durchgang einer gewünschten Anzahl von Bogen, z. B.
eines Bogens, zwischen den beiden Teilen gestattet, wobei die Sperrgabel frei auf
und ab beweglich ist, um sich während der Bogenzuführung kleinen Änderungen in der
Höhe des Stapels anzupassen.
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Zum seitlichen Ausrichten des Stapels kann gemäß der Erfindung ein
seitlicher Stößer vorgesehen sein, der periodisch gegen die Kante der einen Seite
der oberen Bogen des Stapels stößt, so daß die Bogen gegen einen Anschlag, z. B.
die eine Seitenführung, gedrückt werden.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist als Beispiel in den Zeichnungen
dargestellt, und zwar ist Fig./1eine schematische Seitenansicht der Einrichtung;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht einer Plattform für einen Bogenstapel mit der Einrichtung
zu seiner Aufwärtsbewegung; Fig. 3 zeigt schematisch die bewegliche Plattform aus
Fig. 2 und eine feste Plattform hinter ihr; Fig. 4 ist eine Seitenansicht eines
Teiles der Einrichtung gemäß Fig. 1 in größerem Maßstab; Fig. 5 ist ein Grundriß
eines Teiles von Fig. 4; Fig. 6 zeigt eine Sperrgabel zur Regelung der Bogenzufuhr
von dem Stapel; Fig. 7 zeigt eine V-förmig profilierte Riemenscheibe mit veränderbarem
Durchmesser zur Änderung der Geschwindigkeit gewisser Teile der Vorrichtung zu einander;
Fig. 8 und 9 zeigen Einzelheiten der Vorrichtung.
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In Fig. 1 und 2 ist eine Plattform 1 gezeigt, die auf einem senkrechten
hohlen Pfosten 2 ruht, der in Lagern 3 und 4 auf und ab gleiten kann. Das untere
Ende des Pfostens ist bei 5 abgeflacht, um ein Verdrehen des Pfostens zu verhindern.
Der Pfosten besitzt einen Schlitz 6, in den das eine Ende eines Hebels 7 einfaßt.
Letzterer sitzt frei schwingbar auf einer Welle 8.
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An einem Ansatz 10 des Hebels 7 ist eine Kurvenrolle 9 gelagert. die
auf einen auf der Welle 12 sitzenden Nocken 11 läuft. Die Welle 12 trägt ferner
ein Sperrad 13, mit dessen Zähnen eine Klinke 14 im Eingriff steht, die an einem
schwenkbar auf der Welle 12 gelagerten Arm angebracht ist. Eine Gegenklinke 14a
verhindert die Rückwärtsbewegung des Sperrades.
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Der Arm 15 ist durch eine Stange 16 gelenkig mit einem Exzenter 17
auf der Welle 8 verbunden, so daß bei der Drehung der Welle 8 der Arm 15 hin- und
hergeschwenkt wird und die Klinke 14 dem Sperrad 13 und dadurch auch dem Nocken
11 eine absatzweise Bewegung erteilt. so daß der Hebel 7 den Pfosten 2 allmählich
anhebt.
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Die Plattform 1 hat Führungsschienen 18, die die Räder oder Rollen
19 eines Karrens 20 tragen, der zum Tragen des Bogenstapels dient.
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In Fig. 3 trägt dieser Karren 20 einen Stapel, von dem die Bogen
bereits teilweise abgenommen sind.
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Die Plattform ist in einer angehobenen. Stellung gezeigt, während
sie sich in Fig. 2 in ihrer unteren Stellung befindet. Die Plattform 21 besitzt
auch Führungsschienen 22, die einen zweiten mit Rädern ver-
sehenen
Karren 23 tragen, der in Fig. 3 mit einem zweiten Stapel beladen gezeichnet ist.
Wenn die Plattform 1 in ihrer untersten Stellung ist, kann der Karren 23 an den
Führungsschienen 22 auf der Plattform 1 entlang geschoben werden, wenn der Karren
20 vorher entfernt ist. Gegebenenfalls kann auch ein Handrad verwendet werden, um
die Plattform nach der Abnahme aller Bogen von dem Stapel rasch zu senken. Um eine
zu rascheAbwärtsbewegung der Plattform und des Pfostens 2 zu verhindern, ist ein
Gegengewicht C vorgesehen, daß durch eine Kette C 1 mit dem Pfosten 2 verbunden
ist. Die Kette läuft über ein Kettenrad C2, das an einem Ansatz des Lagers 4 angeordnet
ist.
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Der Nocken 11 hat hinter seinem höchsten Punkt eine kleine Vertiefung
11 a, durch die die Plattform für kurze Zeit in einer Höhe gehalten wird, die kurz
unter ihrer obersten Stellung liegt, bevor sie in ihre untere Lage zurückkehrt.
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Die Einrichtung zum Zuführen der Bogen von dem Stapel ist in Fig.
1 und im einzelnen in Fig. 4 und 5 gezeigt. Ein Stößer 25, bestehend aus einem Nadelkissen
mit nach unten und vorn gerichteten Nadeln 26, deren Spitzen mit dem obersten Bogen
des Stapels nahe dessen vorderen Kante in Eingriff kommen, wird von einer Stange
27 getragen, die an einem Hebel 28 befestigt ist. Der Hebel 28 sitzt frei auf einem
Zapfen 29, an dem ein Lenker 30 befestigt ist, und zwischen dem Hebel 28 und dem
Lenker 30 liegt eine Reibscheibe oder eine Zwischenlage 31. Eine Druckfeder 31 a
(Fig. 5) drückt den Hebel 28, den Lenker 30 und die Reibscheibe 31 fest gegeneinander,
so daß der Hebel 28 so lange von dem Lenker 30 mitgenommen wird, bis der Hebel genügend
Widerstand bietet, um die Reibung an der Scheibe 31 zu überwinden. An den Hebel
28 ist eine Zunge 28 ci angelenkt, die mittels einer Feder mit einem festen Teil
der Maschine verbunden ist. Die Zunge kann, wie aus Fig. 4 zu ersehen, entgegen
der Uhrzeigerrichtung über die bitte der Feder in eine Stellung geschwenkt werden,
in der die Feder gespannt ist und die Zunge in dieser Stellung verriegelt und dadurch
den Hebel 28 gemäß Fig. 4 in der Uhrzeigerrichtung zieht. Dies geschieht zu dem
Zweck, das Nadelkissen des Stößers 25 oberhalb der Ebene des Stapels zu halten,
wenn dies erforderlich ist. Während der gewöhnlichen Zuführarbeit befindet sich
die Zunge 28 a in der dargestellten Stellung. Die Aufwärtsbewegung der Stange 27
wird durch eine Rolle 27ci verhindert, die sich in einer kurzen Entfernung oberhalb
der Stange 27 befindet.
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Das untere Ende des Lenkers 30 ist an dem einen Ende einer Welle
32 befestigt, an derem zweiten Ende ein kurzer Hebel 33 befestigt ist. Letzterer
ist an das eine Ende einer Stange 34 angelenkt, deren zweites Ende an das obere
Ende eines frei um einen Zapfen 36 schwingenden Schwingarmes 35 angelenkt ist. Der
Arm 35 trägt eine Kurvenrolle 37, die durch eine nicht dargestellte Feder im Eingriff
mit dem Umfang einer Kurvenscheibe 38 gehalten wird.
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Als Zuführelement dient ein Stößer 40 mit einem dünnen blattartigen
Zahn 41. Der Stößer sitzt an dem einen Ende einer Stange 42, deren zweites Ende
an einem schwenkbaren Querhaupt 43 befestigt ist. Letzteres erstreckt sich quer
zu dem Blattstapel und ist an seinen beiden Enden mit zwei Schwingarmen 44 gelenkig
verbunden, von denen einer in Fig. 4 zu sehen ist, während in Fig. 5 beide Arme
dargestellt sind. Die Arme 44 sind auf einer Schwingwelle 45 befestigt und werden
durch eine Kurvenscheibe 46 hin- und her-
bewegt. Die Kurvenscheibe wirkt auf eine
Rolle 47 (Fig. 4) an einem Hebel 48, der an dem Zapfen 36 befestigt ist, auf dem
auch der mit dem Arm 44 durch einen Lenker 50 verbundene Hebel 49 fest angeordnet
ist.
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Der Zahn 41 des Stößers 40 ruht auf dem oberen Bogen des Stapels,
nahe seinem hinteren Ende, und da das Querhaupt 43 an den Armen 44 frei schwenkbar
ist, hat der Stößer 40 das Bestreben nach unten zu fallen. Um eine unerwünschte
Abwärtsbewegung des Stößers zu Zeiten, in denen sich kein Bogen unter ihm befindet,
zu verhindern, also z. B. wenn die Plattform gesenkt ist, um einen neuen Stapel
aufzunehmen, ist eine nicht dargestellte Rolle an einem Ansatz des Querhauptes oberhalb
einer festen Bahn befestigt, die etwas unterhalb der Ebene des obersten Bogens eines
Bogenstapels in der normalen Zuführstellung liegt.
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Wenn also Bogen zugeführt werden, berührt die Rolle die Bahn nicht,
sie kommt nur mit ihr in Eingriff, wenn keine Bogen vorhanden sind oder wenn sich
der oberste Bogen des Stapels unterhalb der richtigen Zuführlage befindet. Infolgedessen
ruht der Zahn 41 während der Zuführung eines Bogens frei auf dem obersten Bogen.
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Die Kurvenscheiben 38 und 46 laufen zusammen um und sind zeitlich
so eingestellt, daß sich der Stößer 25 um ein kurzes Stück vorbewegt, bevor der
Stößer 40 des Zuführarmes seine Vorwärtsbewegung beginnt, d. h. in Fig. 4 die Bewegung
nach links.
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In Fig. 6 ist eine Sperrgabel gezeigt, die auch in Fig. 5 zu sehen
und in Fig. 4 als Ganzes durch das Bezugszeichen 51 angedeutet ist. Sie dient zum
Regeln der Bogenzuführung von dem Stapel, so daß immer nur ein Bogen gleichzeitig
zugeführt werden kann. Die Sperrgabel, die auch als Schleuse bezeichnet werden kann,
besteht aus einem oberen Teil, nämlich einem Stift 52 und einem unteren Teil 53,
die beide an einer Gabel 54 befestigt sind. Die Gabel 54 sitzt frei schwenkbar auf
einem Zapfen 55, der dicht neben dem Bogenstapel so angebracht ist, daß der Stift
52 auf dem obersten Blatt des Stapels aufruhen kann, während neben dem unteren Teil
53 (Fig. 6) ein Anschlag 53Q liegt, der eine etwas vor dem Teil 53 liegende Fläche
aufweist und mit der Vorderkante der Blätter in dem oberen Teil des Stapels im Eingriff
steht. Der Stift 52 ist von dem Teil 53 um einen Abstand entfernt, der etwas größer
ist als die Stärke eines zwischen den beiden Teilen zuzuführenden Bogens. Der Stift
ist vorzugsweise exzentrisch, so daß durch seine Drehung der Zwischenraum je nach
den verschiedenen Stärken des Bogens eingestellt werden kann.
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Der Zapfen 55 kann in seiner Längsrichtung gleiten und wird durch
eine Druckfeder 56 (Fig. 4 und 5) in eine Lage geschoben, in der der Anschlag 53
a die vorderen Kanten der Bogen nicht berührt, obwohl der Stift 52, der sich nach
hinten über den Anschlag hinaus erstreckt, noch auf der Oberseite des Stapels aufruht.
Der Zapfen 55 hat einen Ansatz 57, der mit einem Vorsprung 58 an dem Querhaupt 43
in Eingriff kommen kann, wenn die Arme 44 sich dem Ende ihrer Rückwärtsbewegung,
d. h. in Fig. 4 und 5 nach rechts, nähern. Hierdurch wird der Zapfen 55 und die
Gabel 54 nach hinten gezogen und der Anschlag 53a gegen die Vorderkante der oberen
Blätter in dem Stapel gedrückt, so daß solche Bogen, die sich etwa ein wenig nach
vorn bewegt haben, zurückgeschoben werden.
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Neben der Gabel 54 ist ein ortsfester Zeiger 59 angebracht (Fig.
6), und in die Fläche der Gabel 54 isl eine Linie 60 eingeritzt. Dadurch kann der
die Maschine
Bedienende sich vergewissern, ob ein Bogenstapel in
die richtige Höhe für den Vorschub gebracht ist, da ja der Stift 52, wie bereits
erwähnt, auf dem obersten Blatt des Stapels aufliegt und die Gabel 54 frei schwingen
kann, wenn der Stift 52 durch die Bogen gehoben und gesenkt wird. Wenn der Zeiger
59 mit der Linie 60 übereinstimmt, hat der Stapel die richtige Höhe für den Vorschub
der Bogen.
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An den Seiten der Plattform 1 und des von dieser getragenen Bogenstapels
sind Seitenführungen vorgesehen, die mit dem Bezugszeichen 61 und 61a versehen sind.
In Fig. 5 ist ein Stößer 62 für das seitliche Ausrichten der oberen Bogen des Stapels
gezeigt, der periodisch so gegen die Seitenkanten stößt, daß er die Bogen gegen
die gegenüberliegende Seitenführung drückt, die einen Anschlag zum Ausrichten der
Bogen bildet. Der Stößer 62 sitzt auf einem Zapfen 63, um den er frei gedreht werden
kann. Der Zapfen 63 ist an einem Schwingarm 64 angebracht, der bei 65 gelenkig gelagert
ist und eine Kurvenschiene 66 aufweist.
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Letztere kann mit einer Rolle 67 an einem Ansatz 67a an einem der
Arme 44 in Eingriff kommen. Wenn sich der Arm 44 vorbewegt, d. h. in Fig. 5 nach
links, kommt die Rolle 67 mit der Kurvenschiene an dem Arm 64 in Eingriff und stößt
den Arm dadurch nach innen. Der Stößer 62 legt sich gegen die Kanten einiger der
oberen Bogen des Stapels, und wenn der Arm 64 nach innen geschwenkt wird, werden
die Bogen dadurch gegen die gegenüberliegende Seitenführung gestoßen und auf diese
Weise seitlich ausgerichtet.
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Der Stößer 62 besitzt einen nach oben gerichteten Tei162a, der auf
dem oberen Bogen des Stapels aufsitzt, während der untere Teil 62 b sich gegen die
Kanten der Blätter legt. Der Stift 63 ist frei um den Zapfen 68 schwenkbar und kann
so auf- und abwärts schwingen, daß der obere Teil 62cd des Stößers frei auf der
Oberseite des Stapels liegen kann und der Stößer sich frei um den Zapfen 63 drehen
und eine waagerechte Stellung einnehmen kann, so daß der ganze Teil 62 b im Eingriff
mit den Kanten der Bogen bleibt.
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Die Welle 8 des Exzenters 17, durch den die Plattform gehoben wird,
und die Kurvenscheiben 38 und 46, die die Teile 25 und 40 zum Vorschieben der Bogen
betätigen, werden durch einen Elektromotor M (Fig. 1) angetrieben. Da es zuweilen
erwünscht sein kann, Bogen anderer Stärke als diejenigen der vorher geförderten
vorzuschieben, ist es notwendig, die Geschwindigkeit der Welle 8 so veränderbar
zu machen, daß z. B. beim Anheben eines Stapels von dickeren Bogen die Kurvenscheiben
38 und 46 mit größerer Geschwindigkeit laufen, als wenn ein Stapel mit dünnen Bogen
in Behandlung ist, unter der Voraussetzung, daß die Bogen in beiden Fällen mit der
gleichen Geschwindigkeit vorgeschoben werden. Zu diesem Zweck wird eine V-förmig
profilierte Riemenscheibe? mit veränderbarem Durchmesser verwendet, wie sie im einzelnen
in Fig. 7 gezeigt ist. Diese Scheibe weist zwei Teile 70 und 71 auf, die auf einer
Welle 72 gelagert sind und mit konischen, zusammen die V-Profilierung bildenden
Flächen 73, 74 versehen sind. Diese Flächen besitzen in Abständen voneinander rings
um die Innenflächen der Teile 70, 71 herum angeordnete Aussparungen 75, 76, die
bei dem Teil 70 gegenüber denjenigen an dem Teil 71 versetzt sind, so daß die beiden
Teile, wie in Fig. 7 zu sehen, ineinandergeschoben werden können, indem die Teile
77 in die Aussparungen 75 eintreten.
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Der Teil70 sitzt fest auf der Welle72, während der Teil 71 auf ihr
gleiten kann, aber durch einen
Keil 78 gegen Drehung ihr gegenüber gesichert ist.
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Eine Feder 79 drückt die beiden Teile auseinander, und der Teil 71
kann mit Hilfe einer in die Welle eingesetzten Schraube 80 in der Richtung nach
dem Teil 70 zu und von ihm fort bewegt werden. Der Antriebsriemen 81 ist so geformt,
daß er sich den Winkeln der konischen Teile anpaßt.
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Es hat sich mitunter gezeigt, daß ein Bogenstapel nicht gleichmäßig
aufgestapelt ist, d. h., die Bogen liegen nicht gleich dicht aneinander, so daß,
selbst wenn alle Bogen die gleiche Stärke haben, doch die Höhe des Stapels verschieden
ist, wenn er in der beschriebenen Weise angehoben ist. Unter diesen Umständen kann
es mit Hilfe der bisher beschriebenen Vorrichtung unmöglich sein, den Stapel so
anzuheben, daß sich das oberste Blatt in der gewünschten Vorschublage befindet,
da ja die Wirkung des Gesperres 13 beim Heben der Plattform 1 durch die beschriebene
Riemenscheibe mit veränderlichem Durchmesser unter der Annahme bestimmt wird, daß
alle Blätter gleichmäßig aufgestapelt sind, also der Stapel bei einer gleichen Anzahl
von Bogen die gleiche Höhe hat. Es müssen infolgedessen Mittel vorgesehen werden,
um die Aufwärtsbewegung der Plattform entsprechend der Höhenlage des obersten Bogens
in jedem Augenblick selbsttätig zu steuern.
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Zu diesem Zweck ruht (Fig.5 und 8) eine Rolle 85 auf dem obersten
Bogen des Stapels. Sie ist an einem Arm 86 angebracht, der frei schwenkbar bei 87
gelagert ist, so daß die Rolle sich mit dem Bogenstapel heben und senken kann. Ein
Ansatz 88 an dem Arm 86 trägt eine einstellbare Schraube 89, die einen elektrischen
Mikroschalter 90 bei der Bewegung des Armes 86 betätigen kann. Wenn der Arm 86 infolge
des Ansteigens der Höhenlage des obersten Bogens, auf dem die Rolle ruht, um einen
bestimmten Betrag aus der gewünschten Stellung aufwärts schwingt, wird der Schalter
geschlossen.
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Ein Gewicht 91 kann entlang einem Schlitz 92 des Armes 86 in verschiedene
Lagen eingestellt werden, um den Druck der Rolle 85 auf den obersten Bogen einzustellen,
so daß einerseits die Rolle, wenn sie frei ist, sicher fallen kann und andererseits
ein unerwünschter Druck auf den obersten Bogen, der dessen Gleiten über den darunterliegenden
Bogen verhindern könnte, vermieden wird.
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Der Mikroschalter ist elektrisch mit einem Solenoid 93 (Fig. 2) verbunden,
an dessen Kolben 94 ein Stößer 95 angelenkt ist, der durch eine Feder 96 um seinen
Zapfen geschwenkt wird. Eine an dem Stößer vorgesehene I,ippe 97 legt sich gegen
eine Kante des Kolbens 94, so daß der Stößer an einem zu weiten Schwingen unter
der Wirkung der Feder verhindert wird.
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Der Stößer 95 kann mit einem Stift 98 an der Sperrklinke 14 in Eingriff
kommen, wenn sich der Kolben des Solenoids aufwärts bewegt, und dadurch die Sperrklinke
von dem Sperrad 13 abheben. Die Schwenkbarkeit des Stößers 95 ermöglicht sein Nachgeben,
falls er in einem Augenblick gegen die Sperrklinke 14 gehoben werden sollte, in
dem die Klinke auf dem Vorwärtshub im Eingriff mit einem Sperrzahn ist. In diesem
Fall drückt die Feder so gegen den Stößer, daß er die Sperrklinke 14 anhebt, sobald
diese den Rückwärtshub beginnt.
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Jedesmal, wenn die Fühlerrolle 85 (Fig. 8) hoch genug angehoben ist,
um den Mikroschalter 90 zu schließen, wird das Solenoid 93 erregt, und der Kolben
94 hebt den Stößer 95, der dann die Sperrklinke 14 von dem Sperrad 13 abhebt und
sie so lange außer Eingriff hält, wie das Solenoid erregt ist. Das
Schließen
des Mikroschalters durch die Fühlerrolle 85 verursacht also, daß die Aufwärtsbewegung
der Plattform 1 aufhört und diese stehenbleibt, bis die Rolle 85 so weit fällt,
daß der SIikroschalter wieder geöffnet ist, worauf der Kolben 94 des Solenoids zurückgezogen
wird und die Klinke 14 wieder mit dem Sperrzahn in Eingriff kommen kann.
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Zur Berücksichtigung von Unterschieden in der Blattstärke veranlaßt
also der Antrieb der Welle 8 durch Einstellung des beschriebenen Geschwindigkeits-Wechselgetriebes
ein etwas rascheres Anheben der Plattform 1, als dies bei der Zuführung von gleich
mäßig gestapelten Blättern erwünscht wäre. Nach einiger Zeit kommt dann der oberste
Bogen des Stapels in eine höhere Ebene als erwünscht, und die Fühlerrolle 85, die
mit dem Bogenstapel steigt, hebt den Arm 86 an, so daß der Mikroschalter geschlossen
und das Solenoid erregt wird. Dies hat ein Aufhören der Aufwärtsbewegung der Plattform
1 in der schon beschriebenen Weise zur Folge, und die Plattform bleibt in der gleichen
Höhe, bis einige Blätter abgenommen sind, worauf der Mikroschalter geöffnet und
die Aufwärtsbewegung der Plattform 1 wieder aufgenommen wird.
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Es hat sich mitunter gezeigt, daß, wenn z. B. stark geprägte Platten
gefördert werden, diese einem Gleiten aneinander Widerstand leisten, z. B. deswegen,
weil die geprägten Teile zweier benachbarter Bögen ineinander fassen. Um dies zu
vermeiden und den Nadeln 26 und dem Stößer 40 zu ermöglichen, den obersten Bogen
über den darunter befindlichen vorzuschieben, werden Luftstrahlen gegen die oberen
Seitenkanten des Bogenstapels geblasen, um die Bogen zu lockern und den obersten
Bogen leicht von dem darunterliegenden zu trennen. Es sind an der einen Seite des
Stapels nahe der Vorderkante zwei Düsen 100 (Fig. 5) angeordnet, die durch Rohre
102 über ein Ventil mit einer geeigneten Pumpe oder sonstigen Vorrichtung zur Zuführung
von Druckluft verbunden sind. Das Ventil ist in Fig. 9 gezeigt. Es besitzt einen
Kolben 103, der in einer Kammer 104 gleitet, durch die Druckluft von einem Rohr
105 aus nach dem Hauptrohr 102 strömen kann. Der Kolben ist bei 106 ausgeschnitten,
so daß die Luft durch den Raum streichen kann, wenn der fortgeschnittene Teil sich
in gleicher Richtung mit den beiden Rohren befindet.
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Der Zweck dieser Anordnung ist es, Luft nur dann durch die Mundstücke
zu führen, wenn der Kolben 40 sich für das Vorschieben eines Bogens in seiner hintersten
Stellung befindet, während die Druckluftzufuhr abgeschnitten wird, sobald der Stößer
seinen Vorschub beginnt. Der Kolben 103 ist an einer Stange 107 angeordnet die an
das Ende eines Armes 108 angelenkt ist. Der Arm ist an der Schwingwelle 45 befestigt,
auf die auch einer der Arme 44 aufgesetzt ist. Auf diese Weise bewegt sich der Kolben
103 in zeitlicher Übereinstimmung mit dem Arm 44 und damit auch mit dem Stößer 40
hin und her. Der ausgeschnittene Teil des Kolbens deckt sich mit den Ein- und Auslaßrohren,
wenn der Stößer 40 in seiner hintersten Stellung ist. Wie oben auseinandergesetzt,
führt der die Nadeln 26 tragende Teil 25 seinen Vorwärtshub kurz vor dem Beginn
der Vorbewegung des Stößers 40 aus. Auf diese Weise arbeiten die Luftdüsen, die
gegen die Kanten der Bogen zu blasen beginnen, sobald der Stößer 40 seine hinterste
Lage am Ende eines Rückhubes erreicht hat, weiter, während die Nadeln 26 den obersten
Bogen etwas vorschieben. Sobald der Stößer 40 seine Vorwärtsbewegung beginnt, wird
die Luft abgesperrt.
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Wie schon erwähnt, werden die Welle 8 des Exzen ters 17, durch das
die Plattform gehoben wird, und di Kurvenscheiben 38 und 46, die die Teile 25 und
41 zum Vorschub der Bogen betätigen, von einem Elek tromotor M angetrieben. Fig.
1 zeigt schematisch de Antrieb dieser Teile. Der Motor M treibt eine Scheib 110,
die über eine Kette 111 ein Zahnrad 112 antreibt Das Zahnrad kämmt mit einem auf
einer Welle 11 befestigten Zahnrad 113, und auf der Welle 114 sitze: die Kurvenscheiben
38 und 46. Eine Scheibe 115, di mit dem Zahnrad 112 umläuft, treibt die V-förmil
profilierte Scheibe P mit veränderlichem Durchmesse über einen Riemen 116. Ein auf
der Welle de Scheibe P angeordnetes kleines Zahnrad 117 treib ein Zahnrad 118 auf
der den Exzenter 17 tragende Welle 8. Die Einstellung der Scheibe P ändert dem nach
die Geschwindigkeit der Welle 8 im Verhältni zu derjenigen der Kurvenscheiben 38
und 46 und ver ändert dadurch die Geschwindigkeit, mit der die Bc gen aufwärts gefördert
werden, im Verhältnis zu de zeitlichen Regelung der Teile 25 und 40, die die auf
einanderfolgenden Bogen von dem Stapel vorschieber Die beschriebene Vorrichtung
dient zum Zuführe von Bogen aus Pappe od. dgl. zu zwei zusammenar beitenden, einander
gegenüberliegenden Walzen, di die Bogen weiterschieben und sie dabei bearbeiter
indem sie sie schneiden und umbrechen, um darau Zuschnitte für Kartons zu bilden.
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Die Beschickung des Stapelträgers und seine mi veränderbarer Geschwindigkeit
erfolgende Aufwärts bewegung sowie die hierzu erforderlichen Einrich tungen sind
nicht Gegenstand der Erfindung.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende Angenommen, daß alle
Blätter eines Stapels von die sem abgenommen sind und der Karren 20 leer is dann
hat die Plattform ihre oberste Stellung erreicht die Rolle 9 fällt in die Einsenkung
11 cd des Nocken 11, und die Plattform wird auf diese Weise etwas ge senkt. Sie
bleibt in dieser gesenkten Stellung so lange daß ein Arbeiter den leeren Karren
20 entferne: kann, und fällt dann in ihre tiefste Lage, die in Fig. gezeigt ist.
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In der Zwischenzeit wurde ein weiterer Karren 2 (Fig. 3) mit Bogen
gefüllt, und wenn der leere Karre 20 entfernt und die Plattform 1 in ihre unterste
Stel lung gelangt ist, wird der Karren 23 von der Platzt form 21 auf die Plattform
1 geschoben. Der leer Karren 20 kann dann auf die feste Plattform 21 ge schoben
und weitere Bogen auf ihm aufgestapel werden.
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Die Welle 12 wird nun von Hand so weit gedrehl daß die Plattform
1 in eine geeignete Stellung zur Zuführen von Bogen von dem Stempel gehoben wirt
Diese Stellung kann nach der Lage der Linie 60 a: der Gabel 54 (Fig. 6) gegenüber
dem Zeiger festge stellt werden, wie bereits auseinandergesetzt.
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Wenn sich der Stapel in der richtigen Lage be findet, ruht der Zahn
41 des Zuführgliedes auf der oberen Bogen des Stapels nahe dessen hinterer Kante
und das Nadelkissen 25 des Stößers ist von der obersten Bogen abgehoben. Das Zuführglied
und de Stößer befinden sich in ihrer hinteren Stellung. Z dieser Zeit werden Luftstrahlen
durch die Düsen 10 und 101 gegen die Kanten der obersten Blätter de Stapels geblasen.
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Bei der Drehung der Kurvenscheiben 38 und 4 schwingt die Kurvenscheibe
38 zuerst den Arm 35 i Fig. 4 nach rechts, wodurch der Hebel 33, Lenker 3 und Hebel
28 aus der Stellung nach Fig. 4 entgege der Uhrzeigerrichtung um die Welle 32 geschwenkt
werden.
Der Hebel 28 und der Lenker 33 bewegen sich als ein Stück, da vorher der Hebel 28
keinen Widerstand findet, der die Reibung mit der Scheibe 31 überwinden könnte.
Diese Bewegung schwingt das Nadelkissen abwärts auf den oberen Bogen des Stapels.
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Bei der weiteren Bewegung kommt das Nadelkissen in Eingriff mit dem
oberen Blatt, und der Hebel 28 kann keine weitere Schwingbewegung ausführen und
gleitet infolgedessen an der Reibungsscheibe. Das Nadelkissen wird infolgedessen
in waagerechter Richtung vorgeschoben, und die etwas in den oberen Bogen einfassenden
Nadeln stoßen ihn um eine kurzes Stück vorwärts.
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Wenn das Nadelkissen den obersten Bogen so weit vorgeschoben hat,
daß sein hinteres Ende vor die Spitze des Zuführzahnes 41 gelangt und die Vorderkante
des Bogens durch die Sperrgabel hindurchgegangen ist, veranlaßt die Kurvenscheibe
46 den Beginn einer Schwingbewegung der Arme 44 nach links in Fig. 1 und 4, und
der Zahn 41 bewegt sich somit vorwärts und gleitet unter die hintere Kante des oberen
Bogens, der auf diese Weise erfaßt und durch den Stößer 40 und den Zahn 41 vorgeschoben
wird.
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Wenn sich der Zahn 41 zu bewegen beginnt, stellt der Kolben 103 die
Luftzufuhr zu den Luftdüsen ab.
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Wenn das Nadelkissen 25 sich um den vollen Betrag in die in Fig.
4 gezeigte Stellung vorbewegt hat, schwingt es bei der Weiterdrehung der Kurvenscheibe
38 aufwärts und von den Bogen fort. Dies erfolgt dadurch, daß bei der Schwenkung
des Lenkers 30 in der Uhrzeigerrichtung (Fig. 4) der Hebel 28 mit ihm schwingt,
da kein Widerstand zur Überwindung der Reibung an der Scheibe 31 vorhanden ist.
Die Rolle 27a kommt mit der Stange 27 in Eingriff, wenn die letztere sich aufwärts
bewegt, und begrenzt dadurch deren Aufwärtsbewegung, so daß der Hebel 28 während
des verbleibenden Teiles der Bewegung des Lenkers 30 in der Uhrzeigerrichtung an
der Reibungsscheibe gleitet und der Arm 27 sich waagerecht zurückbewegt.
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Bei der weiteren Vorwärtsbewegung des Zuführgliedes 40 im Eingriff
mit der hinteren Kante eines Bogens wird die Vorderkante des letzteren noch weiter
durch die Sperrgabel zwischen deren Teilen 52 und 53 so weit vorgeschoben, daß sie
erfaßt und in beliebiger Weise durch eine weitere Vorrichtung vorgeschoben wird,
zu der die Bogen gefördert werden.
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Wenn sich der Arm 44 in seine äußerste vordere Stellung zu bewegen
beginnt, also in die weiteste Linksstellung in den Fig. 1, 4 und 5, läuft die Rolle
67 (Fig. 5) über die Kurvenschiene 66 und stößt den Arm 64 nach innen, so daß der
Stößer 62 gegen die Kanten einiger der oberen Blätter des Stapels trifft und sie
seitlich in der bereits beschriebenen Weise ausrichtet.
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Bei dem Rückwärtshub der Arme 44 kommt der Ansatz 58 mit dem Vorsprung
57 an dem Stift 55 in Eingriff und schiebt den Stift und den Teil 51 rückwärts,
d.h. in Fig. 4 und 5 nach rechts. Hierdurch wird der Anschlag 53 gegen die Vorderkanten
der oberen Blätter in dem Stapel gedrückt und schiebt diejenigen von ihnen, die
z. B. durch das Vorschieben des oberen Bogens zu weit mitgenommen waren, zurück.
Hierdurch werden nicht nur die Blätter in dem Stapel richtig geordnet, sondern es
wird auch ein Zwischenraum zwischen dem Anschlag 53 und der Vorderkante der Blätter
geschaffen, sobald die Arme 44 sich vorzubewegen beginnen, so daß eine Vorbewegung
der Gabel 54 unter dem Druck der Feder mög-
lich wird. Es ist wichtig, diesen Spielraum
aufrechtzuerhalten, damit der Stift 52 sich frei mit dem Stempel auf- und abbewegen
kann, dessen Höhe sich ja von Augenblick zu Augenblick etwas ändert, da die Aufwärtsbewegung
des Stapels durch die Klinken 14 und das Sperrad 13 nicht genau mit der Förderung
der Bogen von dem Stapel Schritt hält, sondern wie oben auseinandergesetzt, ein
wenig zu viel fördert und die Förderung zeitweise durch die Fühlerrolle 85 unterbrochen
wird.
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Die Bogenzuführung, wie sie bisher beschrieben ist, setzt sich fort,
bis das letzte Blatt aus dem Karren entnommen ist. Inzwischen hat der Arbeiter einen
frischen Bogenstapel in den Karren auf der festen Plattform 21 gelegt, und wenn
der Karren auf der Plattform 1 leer ist, kann der beschriebene Kreislauf sich wiederholen.
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PATENTANSPROCHE: 1. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen aus Pappe
od. dgl., z. B. zu Schneid-, Schlitz- oder Umbrechvorrichtungen, mit einem an der
mit der Bogenoberfläche in Eingriff kommenden Seite aufgerauhten Schieber und einem
zahnförmigen Stößer zum Hintergreifen des jeweils vorgeschobenen Bogens, dadurch
gekennzeichnet, daß der oder die Zähne des Stößers (40) eine zur Bogenebene im wesentlichen
parallel gerichtete und zum Untergreifen der Bogen geeignete Form aufweisen und
der Stößer unabhängig von der Bewegung des Schiebers (25, 26) eine das Vorschieben
des Bogens bewirkende Bahn beschreibt.