DE105147C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
- F23N3/08—Regulating air supply or draught by power-assisted systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Control Of Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
STANISLAW STÜCKGOLD in WARSCHAU.
Zugregler.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1898 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung, um den Zug an Dampfkesseln
selbstthätig zu regeln; es ist jedoch auch die Möglichkeit vorgesehen, nach Ausschalten eines
kleinen Hebels die Regelung mit der Hand vorzunehmen.
Fig. ι zeigt eine Kesselanlage mit dem neuen Regler,
Fig. 2 einen Zugmesser nebst Schaltungsübersicht und
Fig. 3 einen Zugmesser für unmittelbaren elektrischen Antrieb.
Der Rauchschieber 35 ist durch eine über die Rollen 5 und das Zahnrad 6 laufende
Kette 7 mit dem Ausgleichsgewicht 8 verbunden. An dem Zahnrad 6 ist ein zweites Zahnrad 9 befestigt, in welches eine Zahnstange
10 eingreift. Den Zug im Rauchkanal 11 zeigt ein Zugmesser 12 an (Fig. 2),
welcher durch die Leitung 1 3 mit dem Rauchkanal 11 verbunden ist. Die Theilscheibe
dieses Zugmessers 12 besteht in der Mitte aus einem Isolationsstück 14, während sie sich rechts
und links aus von dem Zeiger i 5 isolirten Metallstreifen 16, 17 zusammensetzt, an welche
elektrische Stromleitungen 1 und 3 angeschlossen sind. Der Zeiger 15 des Zugmessers 12
ist mit einem Metallstück 18 versehen und mit Leitung 2 an die Batterie 19 angeschlossen.
Ein Ausschalter 4 gestattet, die Batterie auszuschalten. Von dem Zugmesser 12 aus werden
die Elektromagnete 20 und 21 beeinflufst, und zwar wird der Elektromagnet 21 erregt,
wenn eine Luftverdünnung eintritt, da dann der Zeiger 15 des Zugmessers 12, nach links
ausschlagend, den Stromkreis 1 und 2 schliefst (Fig. 2), während zu wenig Zug ein Ausschlagen
des Zeigers i 5 nach rechts und damit ein Schliefsen des Stromkreises 2, 3 bewirkt,
wodurch der Elektromagnet 20 erregt wird. Die Anker der Magnete 20 und 21 sind an
Hebeln 22 und 23 angebracht, welche in Böcken 24 und 25 drehbar gelagert und durch
Spiralfedern 26, 27 gegen feste Anschläge 28, 29 gedrückt werden. Ventile 30 und 31 sind an
die Hebel 22 und 23 angehängt und werden beim Anziehen der Elektromagnete 21 und 20
geöffnet. Die mit dem Zahnrad 9 kämmende Zahnstange 10 ist an dem Tauchkolben eines
Druckwassercylinders 32 befestigt, welcher sein Betriebswasser durch die Leitung 33 erhält und
sein Ablaufwasser durch die Leitung 34 abführt. Die Wirkungsweise ist folgende:
Im gewöhnlichen Betrieb steht der Zeiger des Zugmessers über dem Isolationsstück 14. Er
wandert nach links, wenn die Kohlen heruntergebrannt sind und der Zug dann zu grofs
wird. Hierdurch wird der Stromkreis 1 und 2 geschlossen und der Elektromagnet 21 erregt.
Derselbe zieht den Anker nebst Hebel 23 an und öffnet das die Abwasserleitung schliefsende
Ventil 31. Das Wasser wird durch das Eigengewicht und den Druck des Tauchkolbengewichtes
ablaufen, wodurch vermittelst der am Tauchkolben befestigten Zahnstange 10,
sowie der Zahnräder 9 und 6 und der Kette 7 eine Senkung des Rauchschiebers 35 bewirkt
wird. Das geschieht so lange, bis gewöhnlicher
Zug herrscht und sich der Zeiger 15 des Zugmessers 12 über das Isolationsstück 14 bewegt
hat. Der Hebel 23 ist dann wieder freigegeben und hat vermittelst Feder 27 das Ventil 31
geschlossen. Das Umgekehrte tritt beim Aufschütten von frischen Kohlen auf. Es wird
dann mehr Zug gebraucht, der Stromkreis 2 und 3 infolge dessen geschlossen, das Ventil 30
geöffnet und die Zahnstange 10 gehoben, welche Bewegung auch dem Rauchschieber
mitgetheilt wird.
Anstatt des von Druckwasser bewegten Tauchkolbens 32 kann man eine kleine Dampfmaschine
oder einen kleinen.Elektromotor verwenden und die Zahnstange 10 auch durch
einen Wurmtrieb ersetzen. Bei Regelung des Rauchschiebers durch einen Elektromotor kann
die Einschaltung desselben auch unmittelbar ohne Zwischenschaltung von Elektromagneten
vom Zugmesser aus erfolgen. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist bei diesem Zugmesser auf die
Achse 36 desselben eine Scheibe 37 gesetzt, auf welche zwei gegenseitig isolirte, an die
Leitungen 1 und 3' angeschlossene Federn 38 schleifen. Ein auf der Scheibe 37 isolirt angebrachtes,
mit der Achse 36 elektrisch verbundenes Metallstück 39 schliefst beim Ausschlagen
des Zeigers 40 entweder den einen oder den anderen Stromkreis.
Claims (2)
1. Zugmesser, gekennzeichnet durch zwei in der Mitte durch ein Isolationsstück (14) getrennte
Metalltheilscheiben, auf welche je nach dem Ausschlagen des den Zug anzeigenden
Zeigers ein an der Spitze des letzteren befestigtes Metallstück (18) gleitet,
zum Zweck, durch geeignete elektrische Uebertragung das jeweilige Schliefsen bezw.
Oeffnen des Zugschiebers zu veranlassen.
2. Eine weitere Ausführungsform des Zugmessers, gekennzeichnet durch eine auf
der Achse des den Zug anzeigenden Zeigers befestigte Scheibe, auf welche ein mieder
Achse des Zeigers verbundenes Metallstück (39) derart befestigt ist, dafs je nach
Ausschlagen des Zeigers das Metallstück mit einer der Federn (38) in Berührung kommt, hierdurch ein Schliefsen eines
Stromkreises herbeigeführt und der Zugschieber bethä'tigt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE105147C true DE105147C (de) |
Family
ID=375459
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT105147D Active DE105147C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE105147C (de) |
-
0
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