DE1050429B - Schutzschaltung fur ortsveränderliche Stromverbraucher - Google Patents
Schutzschaltung fur ortsveränderliche StromverbraucherInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/22—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for distribution gear, e.g. bus-bar systems; for switching devices
- H02H7/226—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for distribution gear, e.g. bus-bar systems; for switching devices for wires or cables, e.g. heating wires
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Description
DEUTSCHES
In Betrieben unter Tage ist es erforderlich, elektrische Leitungen für ortsveränderliche Stromverbraucher
so zu überwachen, daß die angeschlossenen Stromverbraucher bei Beschädigung der Leitung sofort
abgeschaltet werden.
In schlagwettergefährdeten Grubenräumen wird weiterhin verlangt, daß bei einer Beschädigung der
Leitung und dem darauffolgenden Ansprechen der Überwachungseinrichtung keine zündfähigen Funken
entstehen, die anstehende Schlagwetter oder andere explosive Gasgemische zur Explosion bringen können.
Der Aufbau und die Schaltung derartiger Überwachungseinrichtungen können stark voneinander abweichen,
da es möglich ist, die gewünschte Überwachung der Leitung auf verschiedene Weise zu erreichen.
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art wird beim Auftreten von Beschädigungen an der Leitung
ein Stromkreis eines Relais geschlossen, das die Leitung und damit den Stromverbraucher abschaltet. Damit
keine zündfähigen elektrischen Funken entstehen, muß die Stromaufnahme des Relais sehr klein sein.
Das setzt wieder eine hohe Empfindlichkeit des Relais voraus.
In Betrieben unter Tage werden für größere elektrische Stromverbraucher meistens Leitungen verwendet,
bei denen der Überwachungsleiter die einzelnen Netzphasen sowie den geerdeten Schutzleiter
umgibt und von den Netzphasen und dem Schutzleiter durch eine dünne Isolationsschicht getrennt ist.
Der Überwachungsleiter hat bei einem solchen Aufbau der Leitung eine große Kapazität gegen die einzelnen
Netzphasen. In Wechsel- und Drehstromnetzen kann durch die unvermeidlichen Kapazitäten der einzelnen
Netzphasen untereinander und durch kapazitive Rückwirkungen auf den Relaisstromkreis ein
so hoher Strom übertragen werden, daß ein unerwünschtes Ansprechen des Relais und damit ein
unnötiges Abschalten der geschützten Leitung und des daran angeschlossenen Stromverbrauchers erfolgt.
Der aus einer Spannungsquelle, z. B. einem Spannungswandler, und einem Überwachungsrelais bestehende
Überwachungsstromkreis ist bei den bekannten Anordnungen zwischen dem Überwachungsleiter und dem geerdeten Schutzleiter angebracht. Bei
einem Erdschluß im Netz fließen über den geerdeten Schutzleiter und den Spannungswandler des Überwachungsstromkreises
sowie über das Überwachungsrelais zu dem Überwachungsleiter kapazitive Ladeströme,
da der Überwachungsleiter gegen die einzelnen Netzphasen eine verhältnismäßig große Kapazität
hat.'Diese Ladeströme sind vielfach so hoch,
daß sie das Überwachungsrelais zum Ansprechen bringen. Beim Auftreten eines Erdschlusses, der
irgendwo im Netz vor der schutzgeschalteten Leitung Schutzschaltung für ortsveränderliche
Stromverbraucher
Stromverbraucher
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H.,
Hamburg 36, Hohe Bleichen 22
Dipl.-Ing. Joseph Gonsior, Essen-Haarzopf,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
liegen kann, \vird auf diese Weise der geschützte Stromverbraucher abgeschaltet oder läßt sich nicht in
Betrieb nehmen, selbst wenn das Netz bei dem Erdschluß weiter in Betrieb bleiben kann.
Es sind Schutzschaltungen bekanntgeworden, wobei sowohl der Schutzleiter als auch der Überwachungsleiter
mit dem geerdeten Sternpunkt des Netzes verbunden ist. Der Nachteil dieser Schaltungsanordnung
besteht jedoch darin, daß das Überwachungsrelais nicht genau eingestellt werden kann,
da sich im Falle eines Erdschlusses außerhalb des zu schützenden Leitungsabschnittes der kapazitive Strom
wesentlich ändert, so daß die Schutzeinrichtung dann anspricht.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Nachteile in einer Schutzschaltung zu vermeiden,
unter Beibehaltung der bekannten Vorteile dieser Schaltungen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht,, daß der Überwachungsleiter und der
geerdete Schutzleiter an je einen Sternpunkt der Netzphasen angeschlossen sind, wobei der Sternpunkt,
an dem der Schutzleiter angeschlossen ist, geerdet ist, während der Überwachungsleiter unter Zwischenschaltung
einer Spannungsquelle, eines Gleichrichters und eines Relais mit einem freien Sternpunkt der
Netzphasen verbunden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
An den Zuleitungen RST ist ein Transformator Wi1
angeschlossen, von dem auf der Sekundärseite die Phasen UVW zu dem Stromverbraucher führen.
Mittels eines Schützes α sind die zu schützende Leitung und der daran angeschlossene Stromverbraucher ni
abschaltbar. Vor diesem Schütz ist an zwei Phasen der Leitung ein Spannungswandler m.2 angeschlossen,
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der als Spannungsquelle :f.ür den Überwachungsstrpmkreis
dient. Das eine Ende der Sekundärwicklung dieses Transformators ist mit dem Überwächungsleiter
ÜL verbunden. Das andere Ende dieser Wickwachungsieiter ÜL nach dem Überwachungsleiter. Dabei
verschiebt sich das Potential des Überwachungsleiters ÜL und damit auch das Potential des freien
Sternpunktes k2. Die Potentialverschiebung erfolgt in
d Wi ß d Plh i
lung führt über einen Gleichrichter η und das Über- 5 der Weise, daß der Potentialunterschied zwischen dem
wachungsrelais d zu einem aus einer Drossel k2 künst- Schutzleiter und dem Überwachungsleiter nicht mehr
Hch gebildeten Sternpunkt des Netzes. Parallel zu so groß wie die Phiasanispannuog ist. Der gesamte
dem Überwachungsrelais d kann ein Kondensator C1 den Überwachungsleiter durchfließende kapazitive
geschaltet, sein. Der geerdete Schutzleiter SL ist an Strom ändert sich nicht so viel, daß das Überwaeinen
durch eine Drossel Zs1 ebenfalls künstlich gebil- 10 chungsrelais d anspricht. Der gegebenenfalls parallel
deten Sternpunkt des Netzes angeschlossen. Zur zum Relais d geschaltete Kondensator C1 beeinträchtigt
Strombegrenzung kann in dieser Verbindung ein die Arbeitsweise des Überwachungsrelais nicht.
Widerstandr angeordnet sein. Zwischen den Über- An Stelle des Überwachungsrelais d kann auch,
Widerstandr angeordnet sein. Zwischen den Über- An Stelle des Überwachungsrelais d kann auch,
wachungsieiter ÜL und den Schutzleiter ,SL ist ein wie hier nicht dargestellt, der Eingangsteil eines
als Selbsthaltekontakt ausgebildeter Arbeitshilfskon- 15 Röhren- oder Magnetverstärkers od. dgl. treten,
takt d2 des Überwachungsrelais d geschaltet. Außer- Außerdem können zusätzliche Vorschaltwiderstände
zur Strombegrenzung eingebaut sein. Das Relais d selbst kann noch eine Ansprechverzögerung erhalten
oder ein anderes Relais steuern. Derartige Zusatzeinchers bei Auftreten einer Störung. 20 richtungen sind jedoch nicht unbedingt für das Ar-
Bei störungsfreiem Betrieb der Leitung kann über beiten der Schutzschaltung erforderlich,
das Überwachungsrelais d kein Strom, fließen. Erhält
nun der Überwachungsleiter ÜL mit dem Schutzleiter SL eine Verbindung, z. B. durch eine äußere
Beschädigung der Leitung, wie dies durch den Blitz- 25
pfeil 1 angedeutet ist, so wird das Überwachungsrelais folgendermaßen erregt: Spannungswandler m2,
Überwachungsleiter ÜL, Fehlerstelle 1, Schutzleiter
SL, Widerstand r, Drossel kv Netzphasen UVW,
das Überwachungsrelais d kein Strom, fließen. Erhält
nun der Überwachungsleiter ÜL mit dem Schutzleiter SL eine Verbindung, z. B. durch eine äußere
Beschädigung der Leitung, wie dies durch den Blitz- 25
pfeil 1 angedeutet ist, so wird das Überwachungsrelais folgendermaßen erregt: Spannungswandler m2,
Überwachungsleiter ÜL, Fehlerstelle 1, Schutzleiter
SL, Widerstand r, Drossel kv Netzphasen UVW,
dem hat das Überwachungsrelais d in dem Stromkreis des Schützes α einen Rühehilfskontakt dt zum Abschalten
der geschützten Leitung und des Verbrau-
Drossel k2, Überwachungsrelais d, Gleichrichter n,
Spannungswandler m2. Das Relais d spricht an und
öffnet den Ruhehilfskontakt dv womit die Leitung
und der Stromverbraucher abgeschaltet sind. Zugleich wird aber der Selbsthaltekontäkt(i2 geschlossen. Durch
diesen Selbsthaltekontakt wird die Fehlerstelle im Netz überbrückt. Diese Maßnahme ist wichtig; da bei
einem intermittierenden Erdschluß das Netz sonst dauernd aus- und eingeschaltet würde. Nach Beseitigung
der Fehlerstelle läßt sich durch öffnen des Selbsthaltekontaktes d2 von Hand die Leitung wieder
einschalten.
Bei einem Schluß einer der Leitungsphasen UVW der schutzgeschalteten Leitung mit dem Überwachungsleiter
ÜL fließt ein Strom von dem Sternpunkt der Drossel k2 über das Relais d, den Gleichrichtern,
den Überwachungsleiter ÜL und die Schadensstelle nach der betreffenden Netzphase. Das Relais d spricht
an und schaltet die Leitung ebenfalls aus.
Tritt nun der Fall auf, daß ein Netzerdschluß vor dem Schutzschalter α liegt, so wird der geerdete
Schutzleiter SL auf die Phasenspannung aufgehoben. Von der erdgeschlossenen Phase fließt nun über den
Schutzleiter SL ein Teilstrom nach dem Sternpunkt der Drossel k1 und ein zweiter Teilstrom über den
Schutzleiter SL und die gestrichelt gezeichnete Kapazität C2 des Schutzleiters SL gegen den Über-
Claims (5)
1. Schutzschaltung für ortsveränderliche Stromverbraucher und die dazugehörigen Leitungsabschnitte, wobei ein Überwachungsleiter die
einzelnen Netzphasen und den geerdeten Schutzleiter umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Überwachungsleiter und der geerdete Schutzleiter an je einen Sternpunkt der Netzphasen angeschlossen
sind, wobei der Sternpunkt, an dem der Schutzleiter angeschlossen ist, geerdet ist, während
der Überwachungsleiter unter Zwischenschaltung einer Spannungsquelle, eines Gleichrichters
und eines Relais mit einem freien Sternpunkt der Netzphasen verbunden ist.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schutz- und
dem Überwachungsleiter ein Ruhehilfskontakt des Überwachungsrelais als Selbsthaltekontakt angeordnet
ist.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Überwachungsrelais
ein Kondensator (C1) vorgesehen ist.
4. Schutzschaltung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Überwachungsrelais
die Eingangsstufe eines Röhren-, Magnetverstärkers od. dgl. angeordnet ist.
5. Schutzschaltung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Überwachungsrelais mit einer Ansprechverzögerung ausgerüstet
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 000 098, 1 002 446;
ETZ-B, 1954, S. 322.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 749/297 2.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1050429B true DE1050429B (de) | 1959-02-12 |
Family
ID=590837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1050429D Pending DE1050429B (de) | Schutzschaltung fur ortsveränderliche Stromverbraucher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1050429B (de) |
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0
- DE DENDAT1050429D patent/DE1050429B/de active Pending
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