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Füllhalterständer Der Erfindungsgedanke erstreckt sieh. auf einen
Füllhalterständer, der insbesondere in Schulen von. Schülern sowie in Büros od.
dgl. besonders vorteilhaft verwendet werden kann. Es sind bereits Füllhalterständer
bekannt, deren Köcher gelenkig schwenkbar auf dem die Grundplatte des Ständers bildenden
Boden eines Füllhalteretuis angeordnet ist. Bei diesen bekannten Anordnungen erfolgt
die Befestigung des Köchers vor allem in der Weise, daß der Köcherfuß wie auch seine
Halterung schraubenartig ausgebildet sind. Hierbei wird als Halterung insbesondere
ein gekröpfter Teil verwendet. Ebenso ist es auch bereits bekannt, den Fuß des Köchers
mit einer Nut zu versehen und mittels einer Metallscheibe od. dgl. zu befestigen.
Diese bekannten Anordnungen sind in ihrem Aufbau verhältnismäßig kompliziert und
damit recht teuer. Es besteht außerdem die Gefahr, daß schon nach verhältnismäßig
kurzer Benutzung derartiger Köcherbefestigungen eine Beschädigung eintritt, die
eine weitere Verwendung erschwert bzw. unmöglich macht.
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Diese Nachteile sind auf einfache und fortschrittliche Weise nunmehr
dadurch vermieden, daß erfindungsgemäß der Fuß des Köchers aus einem kurzen, rechtwinklig
zu seiner Längsmittelachse angeordneten Zylinder besteht, der in einer Schlaufe
des Schreibgeräteetuis befestigt ist. Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung besteht
darin, daß das Füllhalteretai als sog--nannte Schulfedertasche ausgebildet ist.
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Gerade für den besonderen Verwendungszweck in Schulen ist es wichtig,
einen Füllhalterständer zu schaffen, der mit wenigen Handgriffen und vor allem auf
einfadheWeise auch von jün.gerenSchülern schnell in seineArbeitsstellung gebracht
werden kann. Ebenso ist es hierbei wichtig, daß nach dem Gebrauch der Füllhalterständer
schnell und mit wenigen Handgriffen in dem Schreibgeräteetui, insbesondere einer
Schulfedertasche, wieder untergebracht und in seine Ruhestellung übergeführt werden
kann.
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Die Befestigung des zylindrischen Fußteiles des Köchers in einer Etuischlaufe
ergibt eine sichere Lage des Köchers in allen seinen nur denkbaren Arbeitsstellungen;
denn derartige meistens aus Gummi gefertigte Etuischlaufen ergeben einen besonders
guten und elastischen Halt des Köcherfußes.
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Nach dem Erfindungsgedanken kann: der Köcher des Füllhalterständers
außermittig an dem einen; Ende des Zylinders angeordnet sein, wobei der Zylinder
nur mit seinem längeren freien Rumpfteil in die Etuischlaufe einschiebbar ist. Eine
andere Ausführung besteht darin, daß der mittig auf dem Zylinder befestigte Köcher
ebenfalls mittig zu der Etuischlaufe liegt, wobei der Köcher in einem Schlitz der
Schlaufe geführt ist bzw. gleitet.
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Um eine zusätzliche Beweglichkeit, und zwar nach allen Richtungen,
für den Köcher zu erzielen, können der Fußteil und der Köcher in an sich bekannter\.Veise
kugelgelenkartig miteinander verbunden sein.
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Es ist auch weiterhin noch möglich, den zylindrischen Fußteil an einer
oder an seinen beiden Stirnseiten mit je einem Längsschlitz zu versehen. Hierdurch
ist,es zusätzlich noch ermöglicht, den lösbar mit dem Boden des Schreibgeräteetuis
verbundenen Köcher für den Füllhalter beispielsweise aus einer Gummischlaufe des
Etuis herauszuziehen und mittels seines stirnseitigen Schlitzes an einem Buchdeckel,
Heftrand. od. dgl. zu befestigen.
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Der Köcher des Ständers kann ein in sich festes Ganzes bilden. Ebenso
ist es aber auch möglich, daß er becherartig aus ineinanderschiebbaren konischen
Ringen gebildet ist, die zusammenschiebbar und in sich herausziehbar sind. In der
Ruhestellung liegen die einzelnen Ringe in sich zusammengesdhoben auf ihrem Fußteil.
Durch Herausziehen der einzelnen ineinand.erliegenden Ringteile gelangt der Köcher
alsdann in seine Arbeitsstellung, ähnlich wie bei den bekannten Trinkbechern gleichartiger
Ausbildung.
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Eine weitere Abwandlung und Ausgestaltung nach dem Erfindungsgedanken
besteht auch noch darin, daß der Köcher nicht auf dem Boden eines Etuis angeordnet
ist, sondern, auf einem der aufklappbaren Teile, d. h. der Seitenteile oder des
Deckelteiles des Etuis. Insbesondere ist hierbei der Köcher lösbar in einer Schlaufe,
z. B. innen in dem Deckel des Etuis, befestigt, so daß bei geöffnetem Etui der Köcher
als Füllhalterständer benutzbar ist. Um ein Herunterklappen dieses Teiles des Etuis
zu vermeiden, kann in dem Etui zwischen Boden- und Seitenteil eine gelenkartige
Stütze vorgesehen sein. Ebenso ist es aber auch möglich, an Stelle eines solchen
Gelenkes an der gleichen Stelle einen keilartigen Einsatz einzulegen, z. B. in Form
eines Radiergummis od. dgl., um ein
Herunterklappen dieses Etu.iteiles
des eingesteckten Füllhalters zu vermeiden.
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Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele .des Erfindungsgedankens und
lassen weitere neuartige Aus, gestaltungen und- Merkmale desselben, erkennen.
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Fig. 1 ist eine Draufsicht einer geöffneten Schulfedertasch:e mit
einem in eine Etui.schlaufe eingelegten Füllhalter und einem in einer besonderen
Etuischlau.fe befindlichen Füllhalterständer in seiner Ruhelage; Fig.2 stellt eine
entsprechende Seitenansicht mit dem Füllhalterständer in seiner Arbeitsstellung
dar; Fig.3 zeigt eine Seitenansicht des Köchers des Füllhalterständers mit Fußteil;
Fig.4 ist eine Draufsicht des zylindrischen Fußteiles des Ständers bei mittiger
Anordnung desselben in einer Befestigungsschlaufe eines Federetuis, und Fig.5 ist
eine perspektivische Darstellung eines Federetuis mit in Arbeitsstellung befindlichem
Köcher des Ständers.
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In einem als Schulfedertasche 12 ausgebildeten Füllhalteretui befinden
sich die an sich bekannten Schlaufen 18 zum Einschieben eines Füllhalters 5, von
Bleistiften, Farbstiften; usw. Das Etui-12 wird, wie ebenfalls an sich bekannt,
mittels eines Reißverschlusses 13 verschlossen und geöffnet. Außer den üblichen
Schlaufen 18 ist auf dem Bodenteil 2 der Federtasche 12 noch. eine zusätzliche,
z. B. eine aus Gum.ms bestehende Schlaufe 3 vorgesehen, die zur Aufnahme des Köchers
1 des Füllhalterständers dient. Der Fuß des Köchers 1 besteht aus einem kurzen,
rechtwinklig zur Längsmittelachse des Köchers 1 angeordneten Zylinder 4 (Fig. 1,
2, 3). Entsprechend der Ausführung dieses Fußteiles nach Fig. 1, 2 und 3 ist der
Köcher 1 außermittig an dem einen Ende des zylin.drischenFußteiles 4 angeordnet,
so daß der Zylinder 4 lediglich mit seinem längeren freien Rumpfteil 6 in die Etuischlaufe
3 einschiebbar ist.
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In seiner Ruhestellung und während des Transportes des Etuis 12 ist
der Köcher 1 flach auf dem Bodenteil 2 des Etuis entsprechend Fig.-1 verschwenkt.
Nach dem Öffnen des Etuis wird der hülsenartige Köcher 1 alsdann um seinen zylindrischen
Fußteil 4 in der Schlaufe 3 nach oben verschwenkt, wodurch er in seine Arbeitsstellung,
etwa entsprechend- Fig. 2., gelangt. Dadurch, daß der Boden 2 des Etuis 12 als Grundplatte
für den Köcher 1 wirkt, erhält der Ständer vor allem auch bei eingestecktem Füllhalter
5 eine besonders sichere Standfläche. Wie sich aus denFig.1 und 2 ergibt, ist hierbei.
der Köcher 1 mit dem Etuiboden 2 lösbar verbunden. Hierbei kann in einer oder in
beiden Stirnseiten des zylindrischen Fußteiles 4 ein Längsschlitz 9 zusätzlich angeordnet
sein. Hierdurch ergibt sich, daß nach Herausziehen; des Fußteiles 4 aus seiner Befestigungsschlaufe
3 der Köcher 1 mittels seines Schlitzes 9 an einem Buchdeckel, einem Heftrand od.
dgl. durch Einschieben befestigt werden kann.
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Für manche Zwecke kann es vorteilhaft sein, den eigentlichen Fußteil
und den Köcher gelenkartig miteinander zu verbinden, so daß der Köcher praktisch
allseitig beweglich ist.
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Eine weitere Abwandlung einer Ausführung entsprechend des in. der
Fig.1 dargestellten Ständers zeigt Fig. 4. Hierbei ist der ebenfalls in einer Etuischlaufe
3 liegende zylindrische Fußteil 4 für den Köcher 1 mittig in der Schlaufe 3 angeordnet,
und der Köcher 1 wird hierbei in einem Schlitz 7 der Schlaufe.3 geführt. Hieraus
ergibt sich ebenfalls eine unlösbare Anordnung des Köchers 1 in der Schlaufe 3 im
Gegensatz zu der lösbaren Ausbildung entsprechend Fig. 1 und Fig. 2.
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Die Fig. 5 zeigt eine mögliche Arbeitsstellung des Füllhalterständers,
wobei von einer Ausbildung entsprechend der in der Fing. 1 und 2 dargestellten ausgegangen
ist. Nach dem Öffnen des Etuis 12 wird der Köcher 1 mittels seines zylindrischen
Fußes 4, wie in Fig.2 dargestellt,in seineArbeitsstellungverschwenkt, und danach
kann das Etui mittels des Reißverschlusses 13 verschlossen werden,. Hierbei- wird
der Reißverschluß nur bis etwa dicht-an den aus dem Etui nach oben herausragenden
Köcher 1 herangeführt.
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Der Füllhalterständer ist damit in seine Arbeitsstellung gelangt.
Das Überführen in seine Ruhestellung geschieht, indem man das Etui durch entsprechende
Bedienung des Reißverschlusses wieder öffnet und alsdann den Köcher in seine Ruhestellung
entsprechend Fig. 1 zurückschiebt.