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DE1049039B - Verfahren und Vorrichtung zum Erwaermen von Fluessigkeiten durch katalytische Oxydation - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Erwaermen von Fluessigkeiten durch katalytische Oxydation

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Publication number
DE1049039B
DE1049039B DEO5003A DEO0005003A DE1049039B DE 1049039 B DE1049039 B DE 1049039B DE O5003 A DEO5003 A DE O5003A DE O0005003 A DEO0005003 A DE O0005003A DE 1049039 B DE1049039 B DE 1049039B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
fuel
catalyst
fluidized bed
oxidation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO5003A
Other languages
English (en)
Inventor
Eugene Jules Houdry
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oxy Catalyst Inc
Original Assignee
Oxy Catalyst Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oxy Catalyst Inc filed Critical Oxy Catalyst Inc
Publication of DE1049039B publication Critical patent/DE1049039B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C13/00Apparatus in which combustion takes place in the presence of catalytic material
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C10/00Fluidised bed combustion apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Erwärmen von Flüssigkeiten durch katalytische Oxydation Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum indirekten Erhitzen von Flüssigkeiten unter Verwendung einer Wirbelschicht eines Oxydationskatalysators.
  • Bei den üblichen Vorrichtungen zum indirekten Erwärmen von Flüssigkeiten, z. B. für die Erzeugung von Dampf, verbrennt der Brennstoff unter Flammenbildung; um heiße Verbrennungsgase zu erzeugen, welche dann über Heizrohre oder eine wärmeaustauschende Fläche, durch welche eine Flüssigkeit fließt, geführt werden, wodurch die Hitze von den Gasen auf die Flüssigkeit übertragen wird. Es wurde gefunden, daß ein anderes Verfahren, bei welchem eine Wirbelschicht eines Oxydationskatalysators verwendet wird, viele Vorteile gegenüber den gewöhnlichen Verfahren, die mit offener Verbrennung <arbeiten, hat.
  • Nach diesem Verfahren wird eine Mischung aus Luft und Brennstoff aufwärts durch eine Schicht von verhältnismäßig kleinen Teilchen des Oxydationskatalysators geführt, wobei die Geschwindigkeit so eingestellt ist, daß eine Wirbelschicht entsteht und der Brennstoff innerhalb der Schicht katalytisch oxydiert wird. Rohre oder andere Wärmeaustauschflächen werden in die Schicht eingetaucht, und die zu erhitzende Flüssigkeit wird durch diese Rohre geleitet und nimmt so die Wärme aus der Schicht auf.
  • Dieses System hat gegenüber den üblichen mit Flammenbildung arbeitenden Systemen die folgenden Vorteile: 1. Pro Volumeneinheit der Wirbelschicht kann eine hohe Wärmeleistung erreicht werden, oft 20- bis 30mal soviel wie in einem System, das mit Flammenbildung arbeitet. Dies ergibt eine wesentliche Verringerung der Ausmaße der Vorrichtung.
  • 2. Innerhalb der Wirbelschicht, in der die Oxvdation des Brennstoffes stattfindet, kann eine große Wärmeaustauschoberfläche angebracht werden, im Gegensatz zu dem üblichen System, in welchem das Innere des Feuerraumes im wesentlichen leer ist. Dies ermöglicht eine weitere Verringerung der Ausmaße der Vorrichtung.
  • 3. In der Wirbelschicht werden hohe Wärmeaustauschkoeffiziente erhalten, die im Durchschnitt 3- bis 7mal so hoch sind wie die, die in dem Übertragungsabschnitt von gewöhnlichen Boilern erhalten werden. Dies verringert die Ausmaße der wärmeaustauschenden Oberfläche, die erforderlich ist, und ergibt noch eine weitere Verringerung der Vorrichtung.
  • 4. Im Gegensatz zu der Verbrennung mit Flammenbildung, bei welcher maximale Temperaturen in der Größenordnung von 1650 bis 1930° C erhalten werden, kann die Abgabe der Wärme des Brennstoffes in einer Wirbelschicht- des Oxydationskatalysators bei Temperaturen erreicht werden, die weit unterhalb der Flammentemperatur sind, gewöhnlich im Bereich von 540 bis 1100° C.
  • Obwohl die oben besprochenen Vorteile vorhanden sind, wurde gefunden, daß dieses System im Betrieb eine große Anzahl von praktischen Schwierigkeiten zeigt. Eine der Hauptschwierigkeiten ist es, ein System zu schaffen, welches unter Verwendung eines verhältnismäßig billigen Katalysators befriedigend arbeitet. Oxydationskatalysatoren mit einer brauchbaren Aktivität leiden oft unter Abriebverlusten, wenn spie in einer Wirbelschicht angewendet werden, bei welcher die Katalysatorteilchen dauernd gegeneinander und gegen die in die Schicht eingetauchten Rohre stoßen. Durch diesen Abrieb entsteht sehr feines Material, dessen Teilchengröße weit unterhalb der durchschnittlichen, in der Schicht vorhandenen Teilchen ist, und diese feinen Teilchen werden von dein Strom der ausströmenden Gase aus der Schicht fortgetragen. Diese unvermeidbaren Verluste verhindern die Verwendung von hochaktiven teueren, katalytischen Substanzen, wie z. B. von Katalysatoren, die Platin enthalten, und es ist deshalb notwendig, weniger aktive, billigere Substanzen zu verwenden, wie z. B. Katalysatoren, die Silber, Kupfer oder Chrom enthalten.
  • Die Verwendung von billigen Oxydationskatalysatoren mit geringer Aktivität hat jedoch den Nachteil, daß diese Katalysatoren. eine höhe Aktivität nur bei verhältnismäßig hohen Temperaturen, wie 540 bis 820° C, erreichen. Wegen dieser Eigenschaft ist die Wärmeabgabe innerhalb der Schicht zu niedrig, wenn die Schichttemperatur unter diese Temperaturen fällt. Die Verbrennungsluft muß daher mit verhältnismäßig hohen Temperaturen, z. B. 540° C, in die Schicht eingeführt werden.
  • Das Erfordernis, daß die eingeführte Verbrennungsluft auf verhältnismäßig hohe Temperaturen in der Größenordnung von z. B. 540° C vorgewärmt werden muß, gibt eine starke Beschränkung der praktischen Anwendung des Systems, da diese Vorwärmtemperaturen praktisch durch Wärmeaustausch mit den ausströmenden Gasen nicht vollkommen erhalten werden können. Wenn ein Hilfsflammenverbrenner angewendet wird, um genügend heiße Verbrennungsgase zu liefern, um die Temperatur der Luft in den Bereich von 540° C zu bringen, ist einer der Hauptvorteile dieses Systems verloren, da ein großer Hilfsofen vorhanden sein muß, um einen wesentlichen Teil, z. B. in der Größenordnung von einem Drittel der gesamten Brennstoffmenge, mittels Flammen zu verbrennen. Weiterhin tritt das Problem auf, ein großes Volumen heißen Gases aus dem Hilfsflammeni erbrenner mit der Verbrennungsluft zu vermischen, und die Schwierigkeit, die vorgewärmte Mischung bei einer Temperatur von z. B. 540 bis 650° C über die Fläche der Wirbelschicht richtig zu verteilen, so daß gleichmäßige Wirbeleigenschaften erhalten werden. Diese Schwierigkeiten sind in wirtschaftlicher Weise schwer zu lösen.
  • Es ist der Hauptgegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, welche die praktische Verwendung einer Wirbelschicht mit Oxydationskatalysatoren mit verhältnismäßig niedriger Aktivität in dem oben beschriebenen System ermöglicht, ohne daß es notwendig ist, auf einen großen Hilfsflammenverbrenner zurückzugreifen, um die notwendige Wärme zum Vorwärme-ii der Verbrennungsluft zu schaffen unter Vermeidung der mit dem Mischen der heißen Verbrennungsgase des Hilfsbrenners mit der Hauptluft und der gleichmäßigen Verteilung der erhaltenen Mischung hoher Temperatur in der ganzen Wirbelschicht verbundenen Schwierigkeiten.
  • Erfindungsgemäß wird ein System geschaffen, welches aus zwei Schichten des Oxydationskatalysators besteht, die vorzugsweise übereinander angeordnet sind. Die untere Schicht hat ein verhältnismäßig kleines Volumen. Sie besteht aus einem Oxydationskatalysator mit verhältnismäßig hoher Aktivität, wie z. B. einem Platinkatalysator. Diese Schicht ist so angeordnet, daß sie wenig oder gar nicht in Bewegung ist, so daß der Katalysator keine Verluste durch Abrieb erleidet. In dieser Schicht ist im wesentlichen keine Wärmeaustauschfläche angebracht. Die zweite oder obere Schicht des Katalysators hat ein im Verhältnis größeres Volumen und besteht aus einem Oxydationskatalysator, der im Verhältnis zu dem der ersten Schicht billiger ist und eine geringere Aktivität hat. Diese Schicht ist unter normalen Betriebsbedingungen eine Wirbelschicht und ist mit Rohren oder anderen Wärmeaustauschflächen versehen, die in die Schicht eingetaucht sind und durch welche eine Flüssigkeit zirkuliert, um die Wärme aus der Schicht aufzunehmen.
  • Beim Betrieb dieses Systems wird die Hauptluftzufuhr im wesentlichen nicht vorgewärmt oder nur auf verhältnismäßig niedrige Temperaturen, wie 200 bis 320° C, und wird zusammen mit einem geringen Anteil der Gesamtbrennstoffmenge durch die erste Schicht aus hoch aktivem Katalysator geleitet. Die Brennstoffmenge soll hierbei so gering sein, daß sie nur genügt, die Temperatur der Luft in den Bereich von 480 bis 820° C zu bringen. Die katalytischen Oxydation dieses Teils des Brennstoffes tritt in der ersten Schicht ein, und die erhaltenen, ausströmenden Gase, die so auf eine Temperatur vorgewärmt sind, wie sie der richtige Betrieb der zweiten Wirbelschicht erfordert, werden mit dem Rest des Brennstoffes am Bodenteil der Wirbelschicht gemischt. Die katalytische Oxydation des größeren Teils des Brennstoffes tritt in der zweiten Schicht ein, und frei werdende Wärme wird von der Schicht auf die Flüssigkeit übertragen, die durch die in die Schicht eingetauchten Rohre fließt.
  • Wenn auf diese Art gearbeitet wird, kann die Verteilung der Luftzufuhr über die Querschnittsfläche der Wirbelschicht am Eingang zu der ersten oder unteren Schicht bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur durchgeführt werden, und den notwendigen Grad der Vorwärmung erhält die Luft in einer üblichen und wirtschaftlichen Weise in einem verhältnismäßig kleinen Volumen hochaktiven Katalysators, bei dem keine Abriebverluste eintreten, wie dies bei dem Betrieb mit Wirbelschicht der Fall ist. Wie aus der genaueren folgenden Beschreibung ersichtlich, ergibt diese Art des Betriebes auch eine Anpassungsmöglichkeit im Betrieb der Wirbelschicht, die nicht möglich ist, wenn ein System mit einer einzigen Schicht verwendet wird.
  • Mit Bezug auf die Zeichnungen soll die Erfindung nunmehr im einzelnen beschrieben werden.
  • In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine halbschematische Ansicht, die eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeigt; Fig.2 ist ein rechtwinkliger, senkrechter Schnitt durch die Mittelachse der Kammer nach Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
  • In den Fig. 1 und 2 bezeichnet das Bezugszeichen 1 eine Stahlkammer mit einer feuerfesten Auskleidung 2. In dem unteren Teil der Kammer befindet sich eine perforierte Verteilungsplatte 3, die von den Stützen 4 getragen wird. Diese Platte dient dem zweifachen Zweck, die am Boden der Kammer durch .die Leitung 5 eintretende Verbrennungsluft gleichmäßig über den ganzen Querschnitt der Kammer zu verteilen und die untere Schicht des Oxydationskatalysators, die aus verhältnismäßig großen Körnern 6 in Zylinderform besteht, zu tragen. Die Katalysatorteilchen haben z. B. einen Durchmesser und eine Länge von annähernd 1 cm.
  • Um die gleichmäßige Verteilung der Verbrennungsluft zu sichern, ist es im allgemeinen notwendig, einen wesentlichenDruckabfall durch die Verteilungsplatte3 oder andere gleichartige Mittel zu schaffen. Im Falle einer perforierten Platte z. B. wurde festgestellt, daß die Verwendung von verhältnismäßig kleiner, in engem Abstand angebrachter Perforation notwendig ist, um gleichmäßige Verteilung zu sichern. Perforationen von 1,5 mm Durchmesser, deren Mittelpunkte ungefähr 3 mm voneinander entfernt sind, wurden z. B. brauchbar befunden, um eine befriedigende Verteilung eines Luftstromes von ungefähr 6 kg/min über eine Ouerschnittsfläche von annähernd 930 dem zu sichern.
  • Die untere Schicht besteht, wie oben festgestellt, aus einem Oxydationskatalysator mit verhältnismäßig hoher Aktivität. Besonders geeignet sind Katalysatoren, die Platin oder Palladium enthalten, die in sehr fein verteiltem Zustand auf einem Träger sind, der aus einem-aktivierten Metalloxyd; wie z.. B. aktiviertem Aluminiumoxyd, Berylliumoxyd, Thoriumoxyd, Magnesiumoxyd oder Ci:rconoxyd,. besteht. Hochaktive und stabile Oxydationskatalysatoren können z. B. hergestellt werden, indem man Körnchen aus aktiviertem Aluminiumoxyd mit 0,2 bis 1 Gewichtsprozent feinverteiltem Platin imprägniert. Die Imprägnierung kann z. B. ausgeführt werden, indem Aluminiumoxydkörnclien in eine verdünnte Lösung von Platinchlorwasserstoffsäure eingetaucht werden. Dann werden sie getrocknet, und danach wird das Platinsalz durch Erwärmen zersetzt.
  • Angesichts der verhältnismäßig hohen Kosten dieser l#,'atalysatorenart ist es erforderlich, Abriebverluste in der unteren Schicht zu vermeiden, und aus diesem Grunde muß der Katalysator in der unteren Schicht so angeordnet werden, daß er- bei Betriebsbedingungen wenig oder keine Bewegung erleidet. Wenn z. B. der Katalysator in der unteren Schicht aus Körnern besteht, wie in der Zeichnung gezeigt, so müssen diese 9 enügend groß sein oder mechanisch festgehalten werden, damit die Schicht bei den Betriebsbedingungen nicht in Wirbelung gerät. Die Körnchengröße in der unteren Schicht ist so im Verhältnis zu der der oberen Schicht, welche unter Wirbelbedingungen steht, festgelegt, wobei die Körner in der unteren Schicht größer sind als die in der oberen Schicht, um Wirbelung zu vermeiden. Ganz allgemein wurde festgestellt, daß Körner irn Größenbereich von 3 bis 13 mm für die untere Schicht brauchbar sind. Größere Körner sind gewöhnlich nicht erforderlich bzw. brauchbar wegen des ungünstigen Verhältnisses von Volumen zur Oberfläche und wegen des größeren Zwischenraumes zwischen den Körnern.
  • Anstatt der Anwendung von Körnern können in der unteren Schicht auch Katalysatoren mit anderen Formen verwendet werden, wie z. B. katalytische Einheiten, die aus einem Porzellanrahmen bestehen, der stangenähnliche Teile mit einem dünnen Film von katalytisch-aktivem Aluminiumoxyd von 0,025 bis 0,16 inin Dicke hat, welcher wiederum mit einer verhältnismäßig kleinen Menge wie 1 Gewichtsprozent feinverteiltem Platin imprägniert ist.
  • Hochaktive Katalysatoren, wie die oben beschriebenen Platin- oder Palladiumkatalysatoren, arbeiten wirksam, obwohl das eintretende Luft-Brennstoff-Gemisch eine niedrige Temperatur hat. In einigen Fällen zeigte es sich, daß es möglich war, die Mischung im wesentlichen mit der Umgebungstemperatur oder leicht über dieser Temperatur, z. B. mit Temperaturen von 90 bis 150° C, einzuführen. Die maximale Temperatur, auf welche die in die untere Schicht eintretende Luft vorgewärmt werden muß, liegt in der Größenordnung von 320° C. Die Verbrennungsluft kann leicht auf diese Temperatur vorgewärmt werden, und mit diesen Temperaturen läßt sich leicht arbeiten, und sie können über die ganze Fläche der unteren Katalysatorschicht verteilt werden, z. B., wie gezeigt, durch eine perforierte Platte als Verteiler.
  • Ein 2#,Tetz von Brennstoff verteilenden Leitungen 7 ist in der Nähe des Bodens in der unteren Katalysatorschicht angeordnet, um einen geringen Anteil des Gesamtbrennstoffes einzuführen. Der in der unteren Schicht zu oxydierende Brennstoff kann wahlweise mit der Verbrennungsluft, die durch die Leitung 5 am Boden der Kammer eintritt, vorgemischt werden. (Die hier gezeigte Methode des Verteilens ist jedoch im allgemeinen vorzuziehen.) Die Menge des Brennstoffes, die auf diese Art in die Verbrennungsluft, die in die untere Schicht eintritt, eingeführt wird, muß, wie oben festgestellt, so eingestellt werden, daß die Lufttemperatur so weit erhöht wird, wie für eine stabile Betätigung der oberen Wirbelschicht notwendig ist, Diese Temperatur ist im allgemeinen im Bereich von 480 bis 820° C und meistens in dem Bereich von 540 bis 650° C. Die Temperaturerhöhung ergibt sich natürlich aus der durch die katalytische Oxvdation des Brennstoffes in der unteren Schicht frei werdenden Wärme.
  • Zwischen der ersten und der zweiten Schicht können Trennmittel vorgesehen sein, wie sie in der Zeichnung gezeigt und allgemein mit der Bezugsziffer 8 bezeichnet sind. Diese Mittel können, wie gezeigt, die Form einer Reihe von U-förmigen Kanälen 9 haben, die sich quer durch die Schicht erstrecken und die so viel Abstand voneinander haben, daß eine Schlitzreihe 10 gebildet wird, um den Gasdurchlaß von der ersten zur zweiten Schicht zu ermöglichen. Die Schlitze 10 sind wiederum mit Kappen in Form von umgedrehten U-förmigen Kanälen 11 versehen. Diese Anordnung dient hauptsächlich dazu, zu verhindern, daß die verhältnismäßig kleinen Teilchen der oberen Schicht in die untere Schicht wandern, und umgekehrt, und bis zu einem gewissen Grade trägt sie zur Verbesserung des. gleichmäßigen Stromes. der Gase bei, die von der ersten in die z"veite Schicht ausströmen. In einigen Fällen zeigte es sich als brauchbar, die Trennmittel. zwischen der oberen Schicht und der unteren Schicht wegzulassen. Die untere Schicht kann z. B. aus einer Schicht aus verhältnismäßig großen Körnern bestehen, und zwar von solcher Größe, daß sie höchstens eine beschränkte Vibration unter dem Einfluß des aufwärts strömenden Gasflusses erleiden, während die zweite Schicht aus einer darüber angebrachten tieferen Schicht von verhältnismäßig kleinen Körnern besteht, die so sind, daß sie bei den angewendeten Gasgeschwindigkeiten Wirbelung erleiden können. Ebenfalls können natürlich auch andere Mittel als die gezeigten verwendet werden, um die beiden Schichten zu trennen.
  • Die zweite oder obere Katalysatorschicht besteht aus vielen Körnern oder Teilchen 12, die kleiner sind als die Körner 6 der unteren Schicht. Dieser Katalysator ist verhältnismäßig billig und hat eine niedrigere Aktivität als der der unteren Schicht. An Stelle des Platin oder Palladium enthaltenden Katalysators kann z. B. der Katalysator der oberen Schicht aus weniger aktiven Oxydationskatalysatoren bestehen, wie z. B. aus Katalysatoren, die Silber, Kupfer, Nickel oder Mangan enthalten, vorzugsweise in feinverteiltem Zustand auf Trägern verteilt, wobei die Träger aus aktivierten 1Tetalloxyden bestehen, z. B. aus aktiviertem Aluminiumoxyd oder einem anderen obenerwähnten aktivierten Oxyd. Zum Beispiel kann ein Katalysator mit guter Aktivität, obwohl beträchtlich niedrigerer Aktivität als die entsprechenden Platin- oder Palladiumkatalysatoren, hergestellt werden, indem Körnchen aus aktivem Aluminiumoxyd mit einer Mischung aus Kupfer und Chrom oder aus Silber und Chrom imprägniert werden (vorzugsweise indem die Körnchen in Lösung von Nitraten dieser Metalle getaucht und dann getrocknet werden und worauf die Nitrate thermisch zersetzt werden). Durch das Imprägnieren werden z. B. 3 bis 6 Gewichtsprozent des gesamten Metalls auf dem Aluminiumoxyd niedergeschlagen (bezogen auf das Gewicht der Aluminiumoxydkörner). Diese billigeren Katalysatoren mit niedrigerer Aktivität arbeiten in dem beschriebenen System nur befriedigend, wenn eine verhältnismäßig hohe Temperatur aufrechterhalten wird und wenn die Einführungstemperatur in die Schicht ebenfalls verhältnismäßig hoch gehalten wird, nämlich über 48ß° C und vorzugsweise über 540° C. Die maximal mögliche Betriebstemperatur dieser Katalysatoren schwankt etwas, aber in den meisten Fällen soll sie 870 bis 980° C nicht überschreiten. Höhere Temperaturen als diese verursachen einen raschen Abfall der Aktivität des Katalysators und schließlich sogar einen vollkommenen Verlust der Aktivität.
  • Die Größe der Katalysatorteilchen oder Körnchen in der oberen Schicht muß, wie festgestellt, so sein, daß die Schicht unter den Betriebsbedingungen in Wirbelurig gehalten wird; vorzugsweise soll die durchschnittliche Teilchengröße im Bereich von 1,6 bis 4 mm sein. Die geringsten Wirbelungsgeschwindigkeiten, um Körnchen dieses Größenbereiches im Wirbelzustand zu erhalten, reichen im allgemeinen von 60 bis 180 '.l\Tm3/Stunde bei Schichttemperaturen im Bereich von 650 bis 820° C.
  • Das Phänomen der Wirbelurig ist an sich bekannt. Bei der Wirbelurig wird dieTeilchenschicht unter dem Einfluß des sie aufwärts durchströmenden Gases bis zu einem Grad ausgeweitet, so daß die einzelnen Teilchen voneinander losgelöst werden und frei durch die ganze Schicht zirkulieren, in der Art, wie Konvektionsströme in einer siedenden Flüssigkeit zirkulieren. Die Schicht als Ganzes ist selbstverständlich in ihren Eigenschaften pseudoflüssig mit einer turbulenten oberen Fläche, wie in der Zeichnung mit dem Buchstaben L bezeichnet, und sie übt einen pseudohydrostatischen Druck auf die Wände und den Boden des Behälters aus.
  • In der Nähe des Bodens der Wirbelschicht ist eine zweite Reihe von Brennstoff verteilenden Rohren 13 angebracht, damit der größere Teil des Gesamtbrennstoffes zugegeben werden kann, und dieser mischt sich mit der vorgewärmten Verbrennungsluft aus der unteren Schicht. Ein wesentlicher Teil des Volumens dieser Schicht wird durch ein Rohrbündel 14 eingenommen, in dem die zu erwärmende Flüssigkeit zirkuliert. Es wurde gefunden, daß die vertikale Anordnung der Rohre, wie sie gezeigt ist, in mancher Beziehung vorteilhaft ist, da sie die geringste Störung der gleichförmigen Wirbelurig der Schicht verursacht.
  • Die verschiedenen Abschnitte des Rohrbündels, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, können in Reine oder parallel geschaltet sein, oder Teile davon können in Reihe und andere parallel geschaltet sein, je nach der besonderen Art des Heizsystems und der zu erwärmenden Flüs-"igkeit. Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, tritt die zu erwärmende Flüssigkeit in das Rohrbündel durch die Leitung 16 ein und wird durch ein geeignetes System von Kopfstücken (nicht gezeigt) verteilt. Die letzteren können in dem Raum 17 angebracht sein. Die erwärmte Flüssigkeit wird durch eine ähnliche Reihe von Kopfstücken (nicht gezeigt) in dem Raum 18 gesammelt und zum Verwendungsort oder für weiteres Erwärmen durch die Leitung 19 abgezogen.
  • Natürlich kann jede gewünschte Flüssigkeit durch das Rohrbündel 14 zirkulieren. So kann das System zum Erwärmen von Wasser oder zur Erzeugung und bzw. oder zum überhitzen von Dampf oder für das Erhitzen anderer Flüssigkeiten, wie z. B. für das Erwärmen von flüssigem Petroleum, wie es in den Ölraffinerien üblich ist, angewendet werden. Wie in Fig. 1 gezeigt, wird die Verbrennungsluft dem System mittels eines Gebläses 28 zugeführt. Dieses führt die Luft mit der Geschwindigkeit ein, die für das Verwirbeln der oberen Schicht erforderlich ist, und zwar durch die Leitung 5, die von dem Ventil 5a gesteuert wird. Die Brennstoffzuführung erfolgt durch die Hauptzuführungsleitung 29, und der zugeführte Brennstoff fließt durch eine mit Ventil versehene Zweigleitung 30 in ein Kopfstück 31, durch welches das Rohrsystem 7 in der unteren Schicht versorgt wird, und fließt durch eine ebenfalls mit Ventil versehene Zweigleitung 32 in ein Kopfstück 33, welche das Rohrsystem 13 in der oberen Wirbelschicht versorgt.
  • Wie in Fig. 1 gezeigt, wird die (wenn überhaupt) notwendige Vorwärmung der Verbrennungsluft, die durch das Gebläse 28 zugeführt wird, mittels eines kleinen Zusatzbrenners 34 erreicht. Dieser Zusatzbrenner 34 wird durch ein Zusatzgebläse 35 mit Verbrennungsluft und durch die Zweigleitung 36 mit Brennstoff versorgt. Die heißen Verbrennungsgase aus dem Brenner 34 gehen durch die Leitung 37 und werden dann mit der Verbrennungsluft in der Leitung 5 gemischt, wodurch eine Mischtemperatur von nicht mehr als 320° C erhalten wird. Der Zusatzbrenner 34 liefert nur einen kleinen Bruchteil der im Hauptteil des Systems insgesamt frei werdenden Wärme, nämlich 5 bis 101/e.
  • An Stelle des in Fig. 1 gezeigten Systems kann auch eines, wie in Fig. 3 gezeigt ist, angewendet werden. Hier wird, anstatt der Verwendung eines Zusatzbrenners zur Erzeugung der notwendigen Vorerwärmung für die Verbrennungsluft, diese statt dessen mittels eines Lufterwärmers erreicht, der in ein Wärmeaustauschsystem unterhalb der Wirbelschicht eingebaut ist.
  • Aus Fig. 3 sieht man, daß die Anordnung der zwei Katalysatorenschichten im wesentlichen die gleiche ist, wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt. Diese sind in einer Kammer, die mit dem Bezugszeichen 19 bezeichnet is: und die mit feuerfestem Material ausgekleidete Wände 20 hat. Die untere Katalysatorschicht 21 lagert auf einer perforierten Verteilungsplatte 22. Wie oben mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschrieben, besteht der Katalysator in der unteren Schicht aus Körnchen solcher Größe, daß er keine oder nur wenig Bewegung unter den Betriebsbedingungen mitmacht, oder er ist auf andere Weise so aufgebaut oder angeordnet, daß er diese Bedingung erfüllt, und er ist so zusammengesetzt, daß er verhältnismäßig hohe Aktivität hat.
  • Die zweite Katalysatorschicht 23 besteht aus Katalysatorkörnern mit verhältnismäßig geringerer Aktivität und solcher Größe, daß sie in Wirbelurig bleiben können. Treammittel, die mit dem Bezugszeichen 24 bezeichnet sind, bestehen aus Kanälen, wie bei Fig. 1 und 2 beschrieben, und werden zwischen der oberen und der unteren Schicht verwendet.
  • Brennstoff wird den beiden Schichten durch die Hauptzufuhrleitung 25 zugeführt und durch die mit Ventil versehene Zweigleitung 26, welche das Netz der Verteilungsrohre 27 in der unteren. Schicht versorgt, und durch die mit Ventil versehene Zweigleitung 28, welche das Netz der Brennstoff verteilenden Rohre 29 der oberen Schicht versorgt. Ein Rohrbündel 30 ist in der oberen Schicht angeordnet, um die Zirkulation der zu erwärmenden Flüssigkeiten zu ermöglichen.
  • Bei der Ausführungsform von Fig. 3 ist nach der Wirbelschicht, aus welcher die Gase mit Temperaturen, die zwischen 540 und 870° C variieren, austreten können, eine übliche Vorrichtung für die Abhitzeverwertung angeordnet. Der erste Abschnitt dieser Vorrichtung besteht aus einem Rohrbündel 31, über welches die heißen Gase. die die Wibelschicht verlassen, auf ihrem Weg zum Kaihin weggehen, wie mit den gestrichelten Pfeillinien angegeitell ist.
  • Ein zweiter Abschnitt für die Abh.itzegLwinnurlg, bestehend aus einem rohrförmigen Lufterwärmer 32. ist vorgesehen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht der Lulfterwärmer aus mehreren Rohren 33. durch welche die beißen, aus dem Rohrbündel 31 austretenden Verbrennungsprodukte auf ihrem Weg zum Kamin hindurchgehen. Verbrennungsluft, die durch das Gebläse 33 geliefert wird, tritt in den Lufterwärmer durch die Leitung 34 ein und zirkuliert über die Oberflächen der Rohre in einem kreisförmigen Weg, der durch die Prallwände 35 geschaffen wird.
  • Verbrennungsluft, die aus dem Lufterwärmer kommt, wird durch die Führung 36 zur Verteilungsplatte 22 geführt, durch welche sie in die untere Katalvsatorenschicht eintritt. In dem Lufterwärmer kann die Verbrennungsluft auf Temperaturen im Bereich von 90 bis 260° C vorgewärmt werden. Diese Temperatur ist für den Fall, daß ein aktiver Katalysator in der unteren Schicht verwendet wird, genügend, um einen gleichmäßigen Betrieb zu sichern und die untere Schicht in dem wirksamen Bereich ihrer Betriebstemperatur zu halten.
  • Das Wasser oder eine andere zu erwärmende Flüssigkeit wird in das System durch die Leitung 37 und die Zirkulationspumpe 38 eingeführt. Von dort geht es in das Konvektionsrohrbündel 31, in welchem es vorgewärmt werden kann, und dann geht es durch die Leitung 39 in das Rohrbündel 30, wo es durch die Aufnahme der in der Wirbelschicht des Oxydationskatalysators frei werdenden Wärtne weitererhitzt wird. `denn Dampf erzeugt werden soll, kann z. B. das Konvektionsbündel 31 als Vorwärmer und Dampferzeugungsschlange verwendet werden. während in dem Rohrbündel 30 das Überhitzen des Dampfe: stattfinden kann. Wahlweise kann die Konvektionsschlange 31 vollkommen als Vorwärmer verwendet werden, während das Rohrbündel 30 in der Wirbelschicht als Dampferzeugungsschlange verwendet werden kann. Es können natürlich auch andere Kolnbinationen als diese, die nur als Beispiele erwähnt sind, angewendet werden. Die erwärmte Flüssigkeit wird aus dem System mittels einer Leitung 40 abgezogen.
  • In der gezeigten Ausführungsform sind die Rohrbündel 30 und 31 in Reihe geschaltet, und es wird mit Zwangsumlauf gearbeitet. Obwohl dies eine besonders vorteilhafte Art des Flüssigkeitsumlaufs in dem erfindungsgemäßen System ist, können natürlich auch andere Umlaufsysteme verwendet werden, einschließlich des Umlaufs teilweise in Reihenschaltung und teilweise parallel oder nur parallel, wenn gewünscht.
  • Bei der Anordnung von Fig. 3, besonders geeignet für große Vorrichtungen, wird kein Vorwärmbrenner benötigt, da die notwendige Vorwärmung der Verbrennungsluft vor ihrem Eintritt in die untere Schicht durch den Lufterwärmer erhalten wird oder durch ähnliche Mittel, die die Wärme der abgehenden Gase auf die eintretende Verbrennungsluft übertragen. Deshalb wird in Fig. 3 der gesamte in dem System verbrannte Brennstoff katalytisch in den zwei Schichten verbrannt.
  • Das oben beschriebene Zweischichtensysteln ermöglicht eine große Anpassungsfähigkeit des Betriebes der oberen Wirbelschicht des Katalysators, da der Grad der Vorwärmung der Verbrennungsluft, die in die Wirbelschicht eintritt. je nach Wunsch durch Variieren der Menge des in die untere Schicht eingeführten Brennstoffes gesteuert werden kann, wobei durch die Oxydation in der unteren Schicht natürlich die Eintrittstemperatur der in die obere Schicht eintretenden Verbrennungsluft erhöht wird. Da es möglich ist. die Vorwärmung der Verbrennungsluft zu verändern, ermöglicht das System die Betätigung der Wirbelschicht in einem größeren Bereich von Betriebstemperaturen, was wiederum größere Variationen-der Kapazität der Einheit und auch größere Variationen der Außentemperatur der in die Schicht eingetauchten Rohre ermöglicht.
  • Da keine wärmeaustauschende Fläche oder sehe wenig in der unteren Schicht vorhanden ist, kann die darin durch katalytische Oxydation des Brennstoffes an der Oberfläche des Katalysators erzeugte Wärme vollkommen zum Erwärmen der Verbrennungsluft verwendet werden, und so kann die Temperatur der aus dieser Schicht ausströmenden Gase sehr .empfindlich auf die zunehmende oder abnehmende Menge des in die untere Schicht eingeführten und dadurch oxydierten Brennstoffes ansprechen. Im Gegensatz dazu sind große Wärmeaustauschflächen in der oberen Wirbelschicht vorhanden, und ein wesentlicher Anteil der in der unteren Schicht und in der Wibelschicht selbst erzeugten Wärme wird von der Flüssigkeit in den Rohren oder anderen Wärmeaustauschmitteln, die in die obere Schicht eingetaucht sind, aufgenommen. Die Betriebstemperatur der Wirbelschicht wird in einem großen Maße durefh die Außentemperatur der darin eingetauchten Rohre gesteuert.
  • Da im wesentlichen die gesamte Verbrennungsluft und nur ein geringer Anteil des Brennstoffes unter gewöhnlichen Betriebsbedingungen in die untere Schicht eingeführt werden, enthält das Luft-Brennstoff-Gemisch in der unteren Schicht natürlich gewöhnlich einen großen Sauerstoffüberschuß im Verhältnis zu dem, der erforderlich ist, den in der unteren Schicht zugegebenen Brennstoff zu oxydieren. Um eine möglichst große Wirksamkeit zu erreichen, ist es vorteilhaft, genügend Brennstoff in die obere Schicht einzuführen, so daß das Luft-Brennstoff-Gemisch in der oberen Schicht einen möglichst geringen Prozentgehalt an überschüssiger Luft enthält. So ist es wünschenswert, daß der Luftüberschuß in dem Luft-Brennstoff-Gemisch in der Wirbelschicht so, gesteuert wird, daß er im Bereich von ungefähr 5 bis 20°/o ist.
  • Geeignete Brennstoffe für die Einführung in die untere Schicht sind die üblichen gasförmigen und flüssigen Brennstoffe. Eine gleichmäßige Verteilung des Brennstoffes in dem Luftstrom ist natürlich erforderlich. Im Falle von flüssigen Brennstoffen ist eine feine Verteilung, z. B. durch Atomisierungsdüsen, erwünscht, um eine gleichmäßige Verteilung und einen innigen Kontakt zwischen dem Brennstoff und dem Katalysator zu ermöglichen. In der oberen Schicht können natürlich auch gasförmige und flüssige Brennstoffe verwendet werden, wobei ähnliche Maßnahmen für gleichmäßige Verteilung getroffen werden müssen. In einigen Fällen können auch sehr fein verteilte feste Brennstoffe, wie sehr fein gepulverter Koks oder Kohle, in die obere Schicht eingeführt und oxydiert werden.
  • Beispiel In diesem Beispiel wird ein System, wie es im wesentlichen in Fig. 1 und 2 gezeigt wird, verwendet, mit der Ausnahme, daß keine Trennmittel zwischen der oberen und der unteren Katalysatorschicht vorhanden sind. Die Katalvsatorkammer hat einen rechteckigen Querschnitt mit einer Querschnittsfläche von 0,125 m'-.
  • Die untere Katalysatorschicht wurde von einer perforierten Platte aus rostfreiem Stahl getragen und bestand aus 9,07 kg Körnchen zylindrischer Form mit einem Durchmesser und einer Länge von annähernd 9,5 mm. Diese Körner bildeten eine Schicht von annähernd 9 cm Dicke und bestanden aus aktiviertem Aluminiumoxyd, das mit annähernd 0,6 Gewichtsprozent feinverteiltem Platin imprägniert war.
  • Die obere Katalysatorschicht bestand aus 32 kg zylindrischer Körner mit 3,2 mm Durchmesser und Länge, die eine Schicht von annähernd 43 cm Dicke bildeten, die direkt auf der Schicht aus den 9,5-mm-Körnern ruhte. Die Körner der oberen Schicht bestanden aus aktivem Aluminiumoxyd, das mit 1,7 Gewichtsprozent Chrom und 3,3 Gewichtsprozent Kupfer imprägniert war. Diese wurden auf den. Körnern niedergeschlagen, indem die Aluminiumo@xydkörner nacheinander mit Chrom- und Kupfernitrat imprägniert wurden, wonach die Nitrate thermisch zersetzt wurden. Eingetaucht in die obere Schicht waren 18,5 m von Rohren mit 1 Zoll äußerem Durchmesser, die eine Oberfläche von annähernd 1,5 m2 hatten. Die Rohre waren in Reihen geschaltet und sollten nur einmal durchflossen werden. Diese Rohre waren im Vertikalabschnitten, wie im wesentlichen in Fig. 1 und 2 gezeigt, angeordnet.
  • Der Boden des Rohrbündels in der Wirbelschicht war etwa 18 cm über dem oberen Rand der unteren Schicht großer Körnchen angeordnet, während der obere Teil der Rohre gerade in die Wirbelschicht eingetaucht war, nachdem diese bei der Verwirbelung eine Ausbreitung von annähernd 15 bis 20°/o erhalten hatte.
  • Als Brennstoff wurde Propangas angewendet. Annähernd 1,2 Nm3/Stunde oder 10°/o des Gesamthrennstoffes wurden in einem kleinen Zusatzbrenner verbrannt, um heiße Verbrennungsgase zu schaffen, die mit 282 Nm3/Stunde Verbrennungsluft gemischt wurden, um eine Vorwärmtemperatur von annähernd 270° C zu erzeugen. Annähernd 3 Nm3/Stunde Propan oder 30°/o des Gesamtbrennstoffes wurden durch das Netz der Verteilungsrohre, das für diesen Zweck in der unteren Schicht vorgesehen war, eingeführt. Der Rest des Propans oder ungefähr 6,6 Nm3/Stunde wurden in die obere Schicht durch die Verteilungsrohre eingeführt, die in dem unteren Abschnitt dieser Schicht vorgesehen waren. Unter diesen Bedingungen war der Luftüberschuß in denn System als Ganzes ungefähr 16'%.
  • Die Oxydation des Propans in der unteren Schicht erhöhte die Lufttemperatur auf annähernd 580° C, während die durchschnittliche Schichttemperatur der zweiten Schicht annähernd 730° C war. 136 kg/Stunde Wasser (Eintrittstemperatur 16° C) wurden durch die in die Wirbelschicht eingetauchten Schlangen geleitet und wurden im überhitzten Dampf mit einem Druck von 0,35 atü und einer Temperatur von 260° C umgewandelt. Die gesamte in dem System abgegebene Wärme war 198000 kcal/Stunde. Von dieser traten ungefähr 60°/o in der Wirbelschicht auf. Annähernd 947401-.cal/Stunde wurden von dem Wasser aufgenommen, das in den Rohren zirkulierte, die in die Wirbelschicht eingetaucht waren. Die Gasaustrittstemperatur aus der Wirbelschicht war 593° C. Es ist selbstverständlich, daß die oben beschriebene Erfindung abgeändert werden kann, z. B. können beide Katalysatorenschichten ebenso inertes Material wie katalytisches Material enthalten; so kann z. B. die Wirbelschicht zum Teil aus einem Material bestehen, das eine geringe katalytischeWirksamkeit für die Einleitung der Oxydationsreaktion hat, und kann teilweise aus Material bestehen, das eine bedeutende oxydative Wirksamkeit hat. Ein bestimmtes Minimum an Aktivität ist natürlich erforderlich in der Wirbelschicht, um eine im wesentlichen vollständige Oxydation des Brennstoffes im Bereich der Betriebstemperaturen zu erreichen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur indirekten Erwärmung von Flüssigkeiten durch katalytische Oxydation eines Brennstoffes in einer Katalysatorwirbelschicht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Luft-Brennstoff-Gemisch, das einen großen Luftüberschuß enthält, durch eine Schicht eines Oxydationskatalysators mit verhältnismäßig hoher Aktivität geleitet wird, daß zu dem durch die Oxydation entstandenen heißen Gas zusätzlicher Brennstoff gegeben wird und daß die erhaltene Mischung durch eine zweite Schicht eines Oxydationskatalysators geleitet wird, die Katalysatorteilchen mit im Verhältnis niedrigerer Aktivität enthält, die durch den aufwärts strömenden Gasstrom in einem Wirbelzustand gehalten werden, wobei der zusätzliche Brennstoff in der zweiten Schicht katalytisch oxydiert und die dabei frei werdende Wärme eine Flüssigkeit in indirektem Wärmeaustausch erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die erste Schicht bildende Katalysator durch den Gemischstrom nicht in Bewegung versetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schicht unmittelbar über der ersten Schicht angeordnet ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsluft vorgewärmt wird, bevor sie in die erste Schicht eingeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der aus der ersten Schicht ausströmenden Gase im Bereich von 480 bis 820° C gesteuert wird.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem unteren Teil der ersten Schicht die den Brennstoff verteilenden Elemente angeordnet sind und daß zusätzlichen Brennstoff verteilende Mittel in dem unteren Teil der zweiten Schicht angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Schicht im wesentlichen die gleiche Querschnittsfläche in Richtung des Gasstromes haben und miteinander an mehreren Punkten ihrer Zwischenfläche in Verbindung stehen, so daß die aus der ersten Schicht ausströmenden Gase gleichmäßig über die ganze Fläche der zweiten Schicht verteilt werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2305690A1 (fr) * 1975-03-24 1976-10-22 Comstock & Wescott Catalyseur et appareil de combustion sans flamme
DE19508692A1 (de) * 1994-03-03 1995-09-07 Vaillant Joh Gmbh & Co Brenner mit Festkörperschüttung

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