DE1048442B - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23R—GENERATING COMBUSTION PRODUCTS OF HIGH PRESSURE OR HIGH VELOCITY, e.g. GAS-TURBINE COMBUSTION CHAMBERS
- F23R3/00—Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel
- F23R3/005—Combined with pressure or heat exchangers
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23R—GENERATING COMBUSTION PRODUCTS OF HIGH PRESSURE OR HIGH VELOCITY, e.g. GAS-TURBINE COMBUSTION CHAMBERS
- F23R3/00—Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel
- F23R3/02—Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel characterised by the air-flow or gas-flow configuration
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
Description
DEUTSCHES
kl 46 f 7/03
PATENTAMT
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LE GE S CH RI FT:
B 38209 Ia/46f
8. DEZEMBER 1955 8. J A N U A R 19 5 9
Die Erfindung bezieht sich auf Brennkammern und ähnliche Reaktionsräume unter hoher Betriebstemperaturen,
vorzugsweise auf Brennkammern für Gasturbinen, und betrifft insbesondere die Zuführung der
in den Brennraum einzubringenden Verbrennungsluft sowie die Ausbildung zugehöriger, am Ort des Eintritts
der Verbrennungsluft in den Brennraum angeordneter Brenner.
In Brennkammern für Gasturbinen mit Gastemperaturen bis 80° C wird im allgemeinen mit erheblichem
Luftüberschuß gearbeitet. Man führt dabei den für die Verbrennung benötigten Teil der Luft unmittelbar
in den Brennraum ein und leitet die restliche bzw. Sekundärluft, die zu Abkühlung der Verbrennungsgase
dient, so um den inneren Brennraum herum, daß sie in der gleichen Richtung strömt wie
die Flamme. Bei bekannten Brennkammern wird die Kühlluft auch durch Löcher oder Spalte den Verbrennungsgasen
zugesetzt, wodurch die innere Wandung und die Verbrennungsgase gekühlt werden. Durch die ao
Sekundärluft wird dabei gleichzeitig auch die Temperatur der äußeren, den Druck aufnehmende Wandung
herabgesetzt. Die Entwicklung der Gasturbinen geht jedoch dahin, immer höhere Gastemperaturen anzuwenden.
Der Luftüberschuß wird dabei geringer und somit die zur Kühlung dienende Sekundärluftmenge
kleiner. Wird außerdem die Primärluft im Verhältnis zur Brennstoffmenge geringer, so wird die Verbrennungstemperatur
sehr hoch. Es entsteht dann die Gefahr, daß die Brennkammerwand nicht mehr genügend
gekühlt werden kann und ihre Standfestigkeit verliert.
Ferner ist bekannt, die Luft ohne in Primär- und Sekundärluft aufzuteilen, entgegen der Flammenrichtung
um die Brennkammer herumzuführen und danach zur Verbrennung in den Brennraum einzublasen.
Dadurch wird erreicht, daß die Verbrennungsendtemperatur nicht wesentlich über der Eintrittstemperatur
in die Turbine liegt und außerdem durch die gesamte Luft die Wandung des Brennraumes gekühlt
wird. Bei dieser Anordnung wird eine metallische Wandung bei hohen Betriebstemperaturen nur dann
genügend gekühlt, wenn diese die Möglichkeit hat, ihre Wärme über den äußeren Mantel an die Umgebung
abzustrahlen. Die Kühlung durch Konvektion mit der hinter dem inneren Mantel vorbeiströmenden 45 c)
Luft hat für sich nur eine geringe Wirkung. Die Wärmeabstrahlungsverluste müssen also in Kauf genommen
werden. d)
Würde eine an sich ebenfalls bekannte Isolierung auf dem äußeren Mantel innerhalb eines druckfesten
Behälters angebracht werden, so würde bei den angestrebten hohen Temperaturen der innere Mantel innerhalb
kurzer Zeit zerstört, da die Wärme nicht mehr abgestrahlt werden kann.
Brennkammer mit Brenner für hohe Betriebstemperaturen
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Dipl.-Ing. Erich Kube, Wachenheim (Pfalz), Dipl.-Ing. Heinz Leib und Dipl.-Ing. Joachim Nitschke1
Ludwigshafen/Rhein, sind als Erfinder genannt worden
Durch eine besonders sorgfältige Luftführung in dem den Brennraum umschließenden ringförmigen
Raum in Verbindung mit einer an sich bekannten Isolierung der drucktragenden Brennkammerwand sowie
durch die Anordnung eines Ablenkschirmes, an dem die in den Brennraum eintretende Luft eine über den
inneren dünnwandigen Brennkammermantel sich fortsetzende wirbelnde Bewegung erhält, lassen sich indes
auch extreme Brennraumbelastungen und wesenntlich höhere Temperaturen als bisher üblich beherrschen.
Nach der Erfindung werden somit in Brenn- und Wirbelkammern an sich bekannte Merkmale so zusammengezogen,
daß eine qualitativ und quantitav einheitliche neue Wirkung gegeben ist. Diese Merkmale bestehen
im einzelnen
a) in einem äußeren drucktragenden Mantel mit eingelagerter Isolierschicht,
in einem sich an die Isoliersicht anschließenden ringförmigen Raum, durch den sowohl die Brennluft
als auch die Kühlluft entgegen der Flammenrichtung im Brennraum zweckmäßig wendelförmig
hindurchgeführt wird,
in der Umlenkung und anschließenden Einführung der Luft in den Brennraum hinter einem Ringwirbel
auslösenden Ablenkschirm, in dem Austritt der Brenngase am dem Ablenkschirm gegenüberliegenden Ende des Brennraumes
durch einen oder mehrere innen isolierte Rohrstutzen.
Bei dieser Anordnung kann für die Mäntel ein Werkstoff ohne nennenswerte Warmfestigkeit verwendet
werden, sofern der Werkstoff ausreichend zun-
b)
809 728/90
derbeständig ist. Um den'deh Brennraum umschließenden dünnwandigen Mantel auch nicht kurzzeitig
Drucklx;!astungen auszusetzen, kann dieser zwischen dem ringförmigen Raum und dem eigentlichen Brennraum
kleine, dem Druckausgleich dienende Durchbrechungen aufweisen.
Die Luft besitzt durch die wendelförmige Führung in dem Ringkanal noch einen Drall um die Brennkammerachse.
Dieser Drall sorgt für eine dem Ringwirbel überlagerte Drallbewegung, wodurch eine
innige Durchmischung von Brennluft und Brennstoff und damit eine kurze Flamme erzielt wird. Der durch
die Wendel erzeugte Drall erwirkt ferner, daß der in den Ringwirbel gelangende und an der Verbrennung
nicht teilnehmende Luftanteil nach außen gegen den inneren Mantel geschleudert wird und dort nochmals
m wendelförmiger Bewegung eine Kühlwirkung erzielt.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist auch darin zu sehen, daß der innere Verbrennungsraum
klein gehalten werden kann. Eine mit den genannten Merkmalen aufgebaute Brennkammer wird einschließlich
der Innenisolierung nicht größer als die heute üblichen Brennkammern für weniger hohe Temperaturen.
Versuche haben ergeben, daß die Verbrennüngstemperatur bei dieser Anordnung kaum höher
liegt als die Temperatur vor der Turbine. Bei den üblichen Brennkammern, bei denen ein großer Teil
der Luft in Flammenrichtung um die Brennkammer herumgeführt werden muß und nachträglich den Verbrennungsgasen
zugeführt wird, liegt die VerbrennungstemperatuT zwangläufig bedeutend höher als die
Temperatur vor der Turbine.
Die Luft wird auf der dem Brenner gegenüberliegenden Seite in den Luftführungskanal zwischen
dem äußeren und inneren Mantel der Brennkammer zugeführt. Im Luftführungskanal können Luftführungsbleche
angeordnet werden, die eine gleichmäßige Verteilung der Luft bewirken. Man kann die Luftfühfungsbleche
so anordnen, daß an den Stellen höherer Temperatur des inneren Mantels eine stärkere
Luftströmung auftritt, so' daß die Kühlwirkung an diesen Stellen erhöht wird. Die Luftführungsbleche
werden zweckmäßig in Form einer Spirale bzw. eines Wehdels angeordnet, so daß die Luft bis zum Eintritt
in1 den' Verbrennungsraum einen längeren Weg zurückzulegen hat, dadurch besser kühlt und selbst
stärker vorgewärmt wird. An den Stellen erhöhter Temperatur kann ferner die Steigung der Spirale
geringer gewählt werden, insbesondere kann, entsprechend dem Venturi-Düsenprinzip, der durch zwei benachbarte
Bleche bestimmte Strömungsquerschnitt verengt werden, so daß die Luftgeschwindigkeit erhöht
wird. Bei besonders schwer verbrennbaren Brennstoffen besteht die Gefahr, daß ein Teil des
Brennstoffes erst an der inneren Wandung vollständig ausbrennt. Da an diesen Stellen meist kein Luftüberschuß
vorhanden ist und sich somit eine erhöhte Temperatur einstellen würde, kann an diesen Stellen
auch der innere Mantel durch Löcher oder Schlitze durchbrochen werden, durch die ein kleiner Teilstrom
der durch den Wendel geführten Luft unmittelbar in den Verbrennungsraum überströmt.
Die Verbrennungsgase werden auf der dem Brenner gegenüberliegenden Seite durch einen oder mehrere
Stutzen, die mit Innenisolierung und inneren Gasführungsrohren ausgerüstet sind, abgeführt. Diese
Stutzen können direkt mit der Turbine verflanscht werden. In diesem Fall muß die Brennkammer so gelagert
werden, daß ihre thermische Ausdehnung keine
Spannungen auf die Turbine überträgt. Man kann aber zwischen der Turbine und den Abgasstutzen der
Brennkammer auch eine weniger unmittelbare Verbindung durch längere, wärmeisoJierte Rohre herstellen.
.
Bei der Konstruktion muß darauf geachtet werden, daß sich alle Brennkammereinbauten frei dehnen können,
damit sich das Material nicht durch Wärmespannungen verwirft. Es ist günstig, z. B. die Luftführungsbleche
im Luftführungskanal nur an einer Stelle mit dem inneren oder äußeren Mantel zu verbinden
und im übrigen die Luftführungsbleche untereinander durch Stege, Rohre oder Zuganker festzulegen.
Da diese Verbindungen, Stützen od. dgl. ebenso wie auch die Luftführungsbleche im Luftstrom liegen,
haben sie stets etwa die gleiche Temperatur und verändern die Lage zueinander nicht. Der innere Mantel
kann frei beweglich auf den Luftführungsblechen liegen und wird nur an einer Stelle in axialer Rich-
ao tung an dem äußeren Mantel festgelegt. In kaltem Zustand muß man den gewendelten Luftführungsblechen
genügend Spiel geben, damit die radiale Dehnung des inneren Mantels nicht behindert wird, während
bei der Betriebstemperatur die Luftführungsbleche jedoch praktisch an beiden Mänteln anliegen
sollten.
Der äußere Mantel wird in an sich bekannter Weise so an dem Druckgehäuse befestigt, daß er sich frei
dehnen kann. Man kann hierzu z. B. mehrere radiale Bolzen benutzen oder ihn auf Stegen oder Kugeln
lagern. Jedenfalls soll bei kaltem Einbau zwischen dem Gehäuse und den Stegen oder Kugeln so viel
Spiel vorhanden sein, daß die radiale Dehnung weder zu örtlichen noch zu weiterverbreiteten Spannungen
des äußeren Mantels führt. An einer Stelle wird der äußere Mantel am Druckbehälter festgelegt. Es ist
zweckmäßig, für den Raum zwischen dem äußeren Mantel und dem Druckbehälter ein elastisches Isoliermaterial
zu verwenden, das bei der Wärmedehnung des äußeren Mantels nachgibt, z. B. wärmebeständiges
Fasermaterial. Man kann aber auch Isoliersteine verwenden, wenn genügendes Spiel zwischen dem äußeren
Mantel und der Isolierschicht vorgesehen werden kann.
Die Luft aus dem Luftführungskanal gelangt nach einer durch die Formgebung des äußeren Mantels bedingten
Richtungsänderung beispielsweise unmittelbar hinter dem Brenner in den Verbrennungsraum.
Der Brenner besteht aus einem tellerförmigen, ebenen oder schwach konischen Ablenkschirm, auf dem die
Luft von hinten ohne Berücksichtigung ihres Dralls etwa senkrecht auftrifft. Es bildet sich vor dem Ablenkschirm
ein Wirbel, in den der Brennstoff eingeführt wird. Hierdurch läßt sich erreichen, daß die
Flamme in einem sehr weiten Betriebsbereich nicht abreißt. Dieser Bereich wird noch erweitert, wenn
man an dem Ablenkschirm einige Löcher oder Schlitze anbringt. Dadurch gelangt bei jedem Belastungszustand
aus dem Luftführungskanal übergeströmte frische Luft unmittelbar in den Wirbel. Bei genügend
großer Luftgeschwindigkeit ist die Strömung im Wirbel turbulent. Wie an sich bekannt, ergeben sich dabei
besonders große Feuerraumbelastungen, und der Verbrennungsraum kann sehr klein gehalten werden.
Wird ein gasförmiger Brennstoff benutzt, so wird der Ablenkschirm zweckmäßig auf. dem Gaszuführungsrohr
befestigt. Dieses Rohr endet am Ablenkschirm und nimmt eine beispielsweise in axialer Richtung
verschiebbare Abdeckplatte auf, so daß ein schmaler, vorzugsweise einstellbarer Ringspalt ent-
Claims (3)
1. Brennkammer mit Brenner für hohe Betriebstemperaturen, insbesondere zur Verwendung für
Gasturbinen, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) einen drucktragenden Mantel mit eingelagerter Isolierschicht,
b) einen sich an die Isolierschicht anschließenden ringförmigen Raum, durch den sowohl die
Brennluft als auch die Kühlluft entgegen der Flammenrichtung im Brennraum, zweckmäßig
wendelförmig, hindurchgeführt wird,
c) die Umlenkung und anschließende Einführung der Luft in den Brennraum hinter einem Ringwirbel
auslösenden Ablenkschirm,
d) den Austritt der Brenngase am dem Ablenkschirm gegenüberliegenden Ende des Brennraumes
durch einen oder mehrere innen isolierte Rohrstutzen.
2. Brennkammer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in den der Luftführung dienenden ringförmigen
Raum eingelagerte Luftführungsbleche, die untereinander durch Stege abgestützt und mit
der begrenzenden Wandung an nur einer Stelle verbunden sind.
3. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablenkschirm auf einem in
der Kammerachse angeordneten Rohr bzw. Doppelrohr befestigt ist, durch das gasförmige und/oder
gleichzeitig flüssige Brennstoffe in den Brennraum eingeführt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 457 906;
österreichische Patentschrift. Nr. 34 863;
schweizerische Patentschrift Nr. 241 750;
französische Patentschriften Nr. 1021444, 728686; britische Patentschrift Nr. 626 275;
USA.-Patentschrift Nr. 2686 400.
Deutsche Patentschrift Nr. 457 906;
österreichische Patentschrift. Nr. 34 863;
schweizerische Patentschrift Nr. 241 750;
französische Patentschriften Nr. 1021444, 728686; britische Patentschrift Nr. 626 275;
USA.-Patentschrift Nr. 2686 400.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 728/90 12.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1048442B true DE1048442B (de) | 1959-01-08 |
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ID=589632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1048442D Pending DE1048442B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1048442B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1113396B (de) | 1958-02-28 | 1961-08-31 | Boelkow Entwicklungen Kg | Feststoffraketentriebwerk fuer Flugkoerper |
| DE1224095B (de) * | 1962-07-24 | 1966-09-01 | Prvni Brnenska Strojirna Zd Y | Gasturbinen-Brennkammer |
| FR2117965A1 (de) * | 1970-12-15 | 1972-07-28 | Mitsubishi Heavy Ind Ltd |
-
0
- DE DENDAT1048442D patent/DE1048442B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1113396B (de) | 1958-02-28 | 1961-08-31 | Boelkow Entwicklungen Kg | Feststoffraketentriebwerk fuer Flugkoerper |
| DE1224095B (de) * | 1962-07-24 | 1966-09-01 | Prvni Brnenska Strojirna Zd Y | Gasturbinen-Brennkammer |
| FR2117965A1 (de) * | 1970-12-15 | 1972-07-28 | Mitsubishi Heavy Ind Ltd |
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