DE1048337B - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
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- H02J3/18—Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks
- H02J3/1821—Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks using shunt compensators
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Description
Es sind selbsttätige Regelvorrichtungen bekannt, die den Blindstrom in Leitungen und bzw. oder Generatoren
durch Zu- oder Abschalten von Kondensatoren bzw. Drosselspulen kompensieren. Diese Regler bestehen im
allgemeinen aus einer Meßeinrichtung für den cos φ und einer damit verbundenen Schaltvorrichtung, welche bei
Abweichungen vom cos ^-Sollwert die kompensierenden Mittel an- oder abschaltet.
Mit derartigen Vorrichtungen ist jedoch eine optimale Regelung nicht zu erzielen, da der cos φ kein direktes,
sondern nur ein abgeleitetes Maß für den zu kompensierenden Blindstrom bzw. für die anzuschaltenden
Kompensationsmittel darstellt. Insbesondere ist keine von der Art des Blindstroms, also direkt vom / · sin φ
kapazitiv oder aber vom / · sin φ induktiv bestimmte Regelung zu erzielen, wie dies beispielsweise bei der Induktionserhitzung
von ferromagnetischem Schmelzgut erwünscht ist. Dort nimmt nämlich der induktive Blindstrom
bei Erreichung des Curiepunktes schnell und beträchtlich ab, zur Kompensation des ursprünglich starken ao
induktiven Blindstromes angeschaltete Kondensatoren machen dann nach Überschreiten des Curiepunktes den
Blindstrom kapazitiv.
Weiterhin ist die Ansprechempfindlichkeit der vorgenannten Regler von Natur aus gerade in dem besonders
interessierenden Bereich um cos φ = 1 sehr gering, da die relative Änderung des cos ^-Betrages in diesem Bereich
bei Änderungen des Phasenwinkels nur sehr klein ist.
Die im folgenden näher beschriebene Regelvorrichtung weist demgegenüber gerade in dem Bereich um cos φ = 1 3 ο
eine große Ansprechempfindlichkeit auf, ermöglicht eine direkt vom / ■ sin φ induktiv oder / · sin φ kapazitiv bestimmte
Regelung und zeichnet sich weiterhin durch eine relativ einfache Schaltung und Arbeitsweise aus, die eine
unkomplizierte fabrikatorische Herstellung ermöglicht. Durch die Verwendung eines einfachen Drehspulsteuermeßwerks
zur Betätigung der Kompensationsmitteleinschaltung ergibt sich ein weiterer Vorteil gegenüber den
bekannten Vorrichtungen.
Die genannten Vorteile werden erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß einer Gleichrichterbrücke eine dem
Scheinstrom proportionale und wählbare Spannung entnommen wird, die der dem Wert / · sin φ entsprechenden
Spannung über einen Nullstromregler entgegengeschaltet ist.
Die Schaltung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung ist in Abb. 1 dargestellt. Die ohmschen Widerstände 1, 2,
und 4 bilden zusammen mit den Richtleitern (Gleichrichtern) 5, 6 und 7 eine sogenannte Walther-Brücke,
wie sie beispielsweise in der Zeitschrift für technische Physik, Jahrg. 1932, Heft 8, S. 366ff., beschrieben ist.
Dieser Brücke wird sowohl der in den Leitungen O—R fließende Strom über den Stromwandler 8 zugeführt als
auch eine mit dem Kondensator 9 um 90° in der Phase Regler zur Blindstromkompensation
Anmelder:
P. Gossen & Co. G.m.b.H.,
Erlangen, Nägelsbachstr. 25
Erlangen, Nägelsbachstr. 25
Dipl.-Phys. Michael Sangl, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gedrehte Spannung über den Richtleiter 6 eingeprägt. Hierdurch entsteht an den Widerständen 3 und 4 eine
EMK, die dem in der Leitung fließenden Blindstrom J · sin φ entspricht und deren Polarität von der Phasenlage
des Blindstromes abhängig ist. Eine zweite, vom Scheinstrom bestimmte EMK wird von den im Sekundärkreis
eines zweiten Stromwandlers 10 liegenden Richtleitern 11 und 12 am Potentiometer 13 erzeugt. Die Blindstrom-EMK
und die Scheinstrom-EMK haben die Form von Gleichspannungen und bilden zusammen die Steuergröße
für das Steuermeßwerk 14, das mit Schaltkontakten zur Ein- oder Ausschaltung von Blindstromkompensationsmitteln
versehen ist. Als Steuermeßwerk genügt daher beispielsweise ein einfaches Drehspulrelais. Auf
den in Serie dazu liegenden ohmschen Einstellwiderstand 15 wird weiter unten noch näher eingegangen.
Im Steuerkreis besteht dann Stromlosigkeit, wenn die Blindstrom-EMK bei einem mit dem Potentiometer 13
eingestellten Widerstandswert Null ebenfalls Null ist oder, allgemein, wenn folgende Gleichung erfüllt wird:
/ ■ sin φ = J · Κ,
das ist sin φ = Κ.
das ist sin φ = Κ.
Die Größe K bezeichnet hierbei den eingeschalteten Widerstandsteil des Potentiometers 13 {zwischen Potentiometermitte
und dem veränderlichen Abgriff). Mit diesem Regler kann also eine nach Betrag und, bedingt
durch die Mittelanzapfung, auch nach Vorzeichen genau definierte EMK, die auch Null sein kann, in den Steuerkreis
eingespeist werden. Diese EMK läßt sich durch entsprechende Dimensionierung des Potentiometerwiderstandes
13 an die Größe der an den Widerständen 3 und 4 entstehenden Blindstrom-EMK angleichen, so daß die
Skala des Potentiometers 13 direkt in Blindstromwerten oder in den entsprechenden Werten [cos φ induktiv] —
[cos φ = 1] — [cos φ kapazitiv] beschriftet werden kann.
Diese somit nach Betrag und Phase voreinstellbaren cos φ-Werte werden dann selbsttätig durch den an das
Steuermeßwerk 14 angeschlossenen Schaltmechanismus
80Ϊ 728/120
Claims (4)
1. Phasenregler zur automatischen An- und Abschaltung von Kompensationsmitteln zwecks Einregelung
eines vorgegebenen cos 9?-Wertes, bei dem über eine Walther-Brücke ein Gleichspannungswert
proportional / · sin φ gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß einer Gleichrichterbrücke eine dem
Scheinstrom proportionale und wählbare Spannung entnommen wird, die der dem Wert / · sin φ entsprechenden
Spannung über einen Nullstromregler gegengeschaltet ist.
2. Phasenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gleichrichterbrücke ein in der
Mitte angezapftes Potentiometer liegt, dessen Schleiferstellung, bezogen auf Potentiometermitte, ein Maß für
den einzuregelnden induktiven oder kapazitiven cos 95-Wert ist.
3. Phasenregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechempfindlichkeit des
Nullstromreglers mit Hilfe eines ihm vor- oder parallel geschalteten ohmschen Einstellwiderstandes wählbar
ist.
4. Phasenregler nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Nullstromregler zum Zwecke
des Handbetriebes ein entsprechendes Meßinstrument vor- oder parallel geschaltet werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
& 809 728/120 12.58
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1048337B true DE1048337B (de) | 1959-01-08 |
Family
ID=589552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1048337D Pending DE1048337B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1048337B (de) |
-
0
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