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DE1047194B - Verfahren zur Herstellung von gemischten Dicarbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gemischten Dicarbonsaeureestern

Info

Publication number
DE1047194B
DE1047194B DES29633A DES0029633A DE1047194B DE 1047194 B DE1047194 B DE 1047194B DE S29633 A DES29633 A DE S29633A DE S0029633 A DES0029633 A DE S0029633A DE 1047194 B DE1047194 B DE 1047194B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
mixed
dicarboxylic acid
epoxy
ethylene glycol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES29633A
Other languages
English (en)
Inventor
Marcel Jean Viard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie de Saint Gobain SA filed Critical Compagnie de Saint Gobain SA
Publication of DE1047194B publication Critical patent/DE1047194B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von gemischten Dicarbonsäureestern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen gemischten Dicarbonsäureestern der allgemeinen Formel in welcher R1, R2 und R, Wasserstoff oder einen Ko'hlenwasserstoffrest bedeuten, der im Falle von R3 auch chloriert sein kann, R einen Al.kylenrest, vorzugsweise den Äthylenrest, und R' einen zweiwertigen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder aromatischen Rest darstellt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man einen sauren Dicarbonsäureester der allgemeinen Formel mit der äquimolaren Menge eines Epoxyds der allgemeinen Formel bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 80 bis 90° C, umsetzt. Die Umsetzung von Aminen, Carbonsäuren und auch Kohlensäureamid.en, z. B. dem Diphenylth,ioh@arn.-stoff, mit Epoxyden ist bekannt; aber es ist demgegenüber überraschend, daß bei den Ausgangsstoffen des neuen Verfahrens ausschließlich die C O O H-Gruppe, nicht aber die N H2 C O O-Gruppierung in Reaktion. tritt.
  • Die erfindungsgemäße Reaktion verläuft wie folgt: Die Reaktion vollzieht sich sehr leicht und mit einer ausgezeichneten Ausbeute, wenn der saure Ester des Glykolmonourethans mit einer äquimolekularen Menge an Epoxyd bei einer Temperatur in der Größenr ordn;ung von 80 bis 90° C behandelt wird.
  • Es kann auch mit einem Überschuß an Epoxyd gearbeitet werden., wodurch der Reaktionsverlauf im allgemeinen beschleunigt wird. Das Fortschreiten der Reaktion und ihr Ende kann durch Bestimmung der Säurezahl des Reaktionsproduktes verfolgt und kontrolliert werden.
  • Wenn das verwendete Epoxyd einen zieml.ic#h hohen Schmelzpunkt, der z. B. oberhalb von 100° C liegt, besitzt, so genügt es, dieses mit dem sauren Ester des Glykolmonourethans zu erhitzen. Wenn ein flüchtiges Epoxyd, wie z. B. Äthylenoxyd, verwendet wird, so kann man dieses in den Ester, den man dann auf der Reaktionstemperatur erhält, in gasförmigen Zustand einführen.
  • Die Reaktion kann ferner auch inAnwesenheit eines Katalysators durchgeführt werden. Die für diesen Zweck geeigneten Katalysatoren, sind die sekundären Amine, wie das Dimethylamin oder das D.iäthylanilin, oder heterozyklische Basen, wie das Pyridin.
  • Die Verwendung dieser Katalysatoren erhöht die Geschwindigkeit der Reaktion erheblich, welche in gewissen Fällen, vor allem zu Beginn, so stark exoth.ermisch verlaufen kann; daß es notwendig ist, das Reaktionsgemisch zu kühlen.
  • Es ist zu bemerken, daß gewisse Katalysatoren, insbesondere die substituierten, Aniline, gleichzeitig das erhaltene Erzeugnis färben. Wenn diese Färbung vermieden werden soll, so muß entweder ohne Katalysator gearbeitet oder als Katalysator das Pyridin oder eine andere heterozyklische Base verwendet werden.
  • Das Verfahren kann mit oder ohne Verwendung eines Lösungsmittels durchgeführt werden.. Insbesondere kann auf die Verwendung eines Lösungsmittels verzichtet werden, wenn der Schmelzpunkt des verwendeten sauren Esters des Glykol.monourethans niedriger ist als die Reaktionstemperatur (80 bis 90° C).
  • Sonst wird ein beliebiges anderes Lösungsmittel verwendet, das mit den Epoxy den nicht reagiert. Ferner kann als Lösungsmittel ein Überschuß des Epoxydes selbst verwendet werden, wenn dieses flüssig ist, wie das Epichlorhydrin.
  • Die Verfahrensprodukte stellen je nach denArbei.tsbedingungen mehr oder weniger gefärbte viskose Flüssigkeiten dar, die in denmeisten üblichen Lösungsmitteln, mit Ausnahme der Benzolkohlenwasserstoffe, löslich sind und sich, insbesondere als Ausgangsstoffe für die Herstellung von Kunstharzen, beispielsweise durch Kondensation mit Aldehyden, oder Diisocyanaten, oder anderer, Kettenreaktionen auslösender Reaktionskomponenten eignen.
  • Nachstehend werden einige Ausführungsbeispiele der Erfindung gegeben: Beispiel 1 203 g (1 Mol) saures Maleat des Äthylenglykolurethan.s der Formel und 98 g (1 Mo1, zuzüglich 5%) Epichlorhydrin werden gemischt Die Mischung wird im. Wasserbad 8 bis 10 Stunden lang bei 90° C oder, falls in Anwesenheit von Diäthylanilin als Katalysator gearbeitet wird, 5 Stunden lang erhitzt.
  • Das erhaltene Produkt wird im Vakuumerhitzt, um das überschüssige Epichlor'hydrin abzutreiben. Es ergeben sich schließlich 288 g einer leicht gelben, dicken Flüssigkeit mit einer Säurezahl von 5 und der formelmäßigen Zusammensetzung: die:.ein gemischtes MaIeat von Chlnropropylglyko:l und 4thrlenglylzoluretharndarstellt. _ Beispiel 2 Es wird in der vorstehend beschriebenen Weise, unter Verwendung von 219 g (1 Mo1) saurem Succinat des N-Mebhylurethans des Äthylenglykols und 98 g Epichlorhydrin in Anwesenheit von 4 g Diäthylanilin als Katalysator gearbeitet. Die Reaktion ist in 5 bis 6 Stunden beendet. Ihre Dauer beträgt, wenn ohne Katalysator gearbeitet wird, 14 bis 15 Stunden.
  • Es ergeben sich 311 g einer viskosen Flüssigkeit mit der Säurezahl Null, die aus dem gemischten Succinat des N-Methylurethans des Glykols und des a-ChJoropropylglykols besteht. Dies;eVerbindung ist in Alkohol und in Dichloräthan löslich. Sie .hat die Formel Beispiel ä Es wird in der oben beschriebenen Weise, ausgehend von 231 g (1 Mol) saurem Maleat des i\T-Äthylurethans des Äthylenglykols und von 150 g Epichlorhydrin, gearbeitet. Nach 12stündigem Erhitzen auf 90° C wird der Überschuß an Epichforhydrin abgetrieben, und man erhält 320 g eines gemischten Esters mit der Säurezahl Null, der ein gemischtes Maleat von N-Äthylurethan und von a-Chloropropylglykol der folgenden Formel darstellt: Dieses Produkt ist eine viskose, in den meisten organischen Lösungsmitteln, reit Ausnahme der Benzolkohlenwasserstoffe, lösliche Flüssigkeit.
  • Beispiel 4 Es wird in der vorstehend beschriebenen Weise, ausgehend von 205 g (1 Mol) saurem Succinat des Äthylenglykolmonourethans und von 98g Epichlorhydrin in Gegenwart von 4 g Dimethylanilin gearbeitet. Die Reaktion ist nach 6 Stunden beendet. Es ergeben sich 295 g einer leicht gelb gefärbten dicken Flüssigkeit, die das gemischte Succinat von Äthylenglykolurethan und von a-Chloropropylglykol der folgenden Formel darstellt: Beispiel 5 In einem Kolben werden 126,5g 0/2M01) saure Äthylenglykölp@hthalat und 100-g Epichiorhydrin eingebracht, d. h. ein Überschu$ an Epichlorhydrln, der als@ösungsm@itte7dien@t, weih das a1:sAusgangsmaterid verwendete Phthalat einen vergleichsweise hohen, Schmelzpunkt besitzt. -Die Misdhung wird unter Rühren :auf 9,5'.C erwärmt. Nach 8- bis 9s'ttindiger Erhitzung auf --diese Ternperatur'be#t-rägt-die Säurezahl des erhaltenen Erzeugnisses Null. Der -7:berschuß an Epichlorhy drin wird unter Vakuum abgetrieben, und es ergeben sich 172 g an gemischtem Phthalat des Äthylenglykol:urethans und von a-Chlorpropylglykol, welches eine in Alkohol, Aceton, Chloroform und Dichloräthan lösliche, in Benzin unlösliche dicke Flüssigkeit darstellt.
  • In den vorstehenden Beispielen wurde als Epoxyd Epichlorhydrin verwendet. Wenn an Stelle von Epichlorhydrin Ät'hylenoxyd verwendet wird, so ergeben sich gemischte Ester von Glykolureth.an und Äthylenglykol. Dies sind die einzigen Ester der Reihe, welche eine primäre Alkoholfunktion besitzen.
  • Beispiel 6 Im Wasserbad werden bei 85°C 101,5g (1 Mol) saures Maleat des Äthylenglykolmonourethans geschmolzen. Durch die Schmelze wird unter Rühren ein Strom von gasförmigem Äthylenoxyd geleitet.
  • Nach 8stündiger Reaktionsdauer ist die Säurezahl des Reaktionsgemisches auf 4 abgesunken. Die Reaktion kann damit als praktisch beendet betrachtet werden. Nach Abtreiben des geringfügigen, in Lösung verbleibenden Überschusses an Äthylenoxyd im Vakuum ergeben sich 125 g eines gelben viskosen Stoffes, der aus dem gemischten Maleat von Äthylenglykol und Äthylenglykolmonouretihan besteht und die folgende Formel besitzt: In analoger Weise können das gemischte Succinat vonÄthylenglykol undvonÄthylenglykolmonourethan, das gemischte Maleat von Äthylenglykol und des N-Äthylurethans des Äthylenglykols, das gemischte Succinat des Äthylenglykols und des N-Methylurethans des Äthylenglykoals, das gemischte Phthalat des Äthylenglykols und des X-Methylurethans des Äthylenglykols, das gemaischte Maleat des Äthylenglykols und des N,N-Diäthylurethans des Äthylenglykols usw. hergestellt werden.
  • Diese Verbindungen sind mehr oder weniger nach Gelb oder nach Braun hin gefärbte, in Alkohol, Aceton, Chloroform und Dichloräthan lösliche dicke Flüs#-sigheiten.
  • Sämtliche gemischten Ester von Glykol und Glykolurethan, .die Gegenstand der Erfindung sind, lassen sich sehr leicht mit guter Ausbeute herstellen.
  • Die neuen Ester, insbesondere die, die unter Verwendung von Äthylenoxyd als Ausgangskomponente hergestellten, sind gut wärmebeständig. Eine 4 Stunr den lange Erhitzung auf 160° C verändert sie praktisch nicht.

Claims (5)

  1. PA1 eNFAVSEnnciiE. 1. Verfahren zur Herstellung von gemischten Dicarbonsäureestern der allgemeinen Formel in welcher R1, R2 und R3 Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest bedeuten, der im Falle von R3 auch chloriert sein kann, R einem Alkylen,-rest, vorzugsweise den Äthylenrest, und R' einen zweiwertigen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder aromatischen Rest, dadurch gekennzeichnet, daß man einen sauren Dicarbonsäureester der allgemeinen Formel mit der äquimolaren Menge eines Epoxyds der allgemeinen Formel bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 80 bis 90° C, umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Überschuß an Epoxyd gearbeitet wird.
  3. 3. Verfahren, nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in Gegenwart eines Katalysators, insbesondere eines sekundären Amins oder von, Pyridin, durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines bei Reaktionstemperatur gasförmigen Epoxyds dieses in gasförmigem Zustand in den sauren, auf Reaktionstemperatur gehaltenen Ester des Glykolurethans eingeführt wird.
DES29633A 1951-08-03 1952-08-02 Verfahren zur Herstellung von gemischten Dicarbonsaeureestern Pending DE1047194B (de)

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DES29633A Pending DE1047194B (de) 1951-08-03 1952-08-02 Verfahren zur Herstellung von gemischten Dicarbonsaeureestern

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