DE1046748B - Einrichtung zur Lichtbogenloeschung an elektrischen Kleinselbstschaltern mit Druckknopfbetaetigung - Google Patents
Einrichtung zur Lichtbogenloeschung an elektrischen Kleinselbstschaltern mit DruckknopfbetaetigungInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H73/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
- H01H73/02—Details
- H01H73/18—Means for extinguishing or suppressing arc
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Description
Der Kleinselbstschalter soll eine möglichst hohe Abschaltleistung erreichen, ohne daß der bei der
Kontakttrennung entstehende Lichtbogen seine inneren Bauteile gefährdet oder die Funktion nachteilig
beeinflußt.
Bekanntlich geht das Bestreben dahin, die Abmessungen des Kleinselbstschalters so klein wie möglich
zu halten und trotzdem eine rasche Löschung des Lichtbogens durch höchstmögliche Sdhaltgeschwindigkeit,
Kühlung und magnetische Blasung zu erreichen.
Bei den bekannten Konstruktionen wird die größtmögliche Schaltgeschwindigkeit, Blaswirkung und
Kühlung erreicht, die kaum noch gesteigert werden kann. Um den Lichtbogen zu beherrschen, werden bei
den bekannten Kleinselbstschaltern in der Schaltkammer Rippen bzw. Vorsprünge angebracht, die aus
Isolierstoff oder Metall bestehen. Sie haben den Zweck, den Lichtbogen aufzuteilen, um einen hohen
Lichtbogenwiderstand zu erreichen. Zusätzliche Metallteile werden in der Schaltkammer angeordnet,
um den Lichtbogen zu kühlen und abzulenken. Der bei der Kontaktöffnung entstehende Lichtbogen hat
das Bestreben, sich durch den entstehenden Druck über die Schaltkammer hinaus auszubreiten und in
den weiteren Schalterraum einzudringen.
Bei den bekannten Kleinselbstschaltern ist zwischen der Schaltkammer und der Schaltmechanik üblicherweise
eine aus Isolierstoff gefertigte Abdeckung angeordnet. In dieser befinden sich ein bzw. zwei Durchbrüche
für den beweglich angeordneten Kontaktträger. Durch diese kann der Lichtbogen bzw. das
Schaltfeuer ungehindert eindringen und sich bei einer Kurzschlußabschaltung störend auswirken. Um diese
Auswirkungen abzuschwächen, sind Ausführungen bekanntgeworden, bei denen in der Schaltkammer kleine
Schlitze vorgesehen sind, durch die der Lichtbogen gekühlt werden soll, bevor er in den verbleibenden
Schalter raum eintreten kann.
Ferner gibt es Kleinselbstschalter, bei denen die Durchbrüche ohne Abdichtung für das kontakttragende
Schaltelement verhältnismäßig groß ausgebildet sind. Mittels einer mit kleinen Löchern versehenen
Platte werden diese abgedeckt, wodurch eine Kühlung des Lichtbogens beim Durchtritt erreicht
werden soll. Es sind auch Schaltkammern bekanntgeworden, welche mit sogenannten Fangkammern versehen
sind, die die bei der Kurzschlußschaltung verdrängte sauerstoffhaltige Luftmenge aufnehmen und
erst dann wieder freigeben sollen, wenn die Löschung des Lichtbogens erfolgt ist. Auch gibt es Ausführungen
mit beiderseits der Kontaktstelle angeordneten ferromagnetisehen Blechen, die den Lichtbogen
durch Aufteilung in seiner Auswirkung behindern sollen.
Einrichtung zur Lichtbogenlöschung
an elektrischen Kleinselbstschaltern
mit Druckknopfbetätigung
Anmelder:
VEB Elektroinstallation Annaberg,
Annaberg-Buchholz 1 (Erzgeb.),
Straße der Arbeit 5
Siegfried Kleditzsch, Mauersberg über Marienberg (Sa.),
ist als Erfinder genannt worden
Durch umfangreiche Versuche wurde festgestellt, daß die bekannten Maßnahmen bei Kleinselbstschaltern
für höchste Abschaltleistung noch immer nicht ausreichen, um den Lichtbogen bei dem kleinen
für die Schaltkammer zur Verfügung stehenden Raum so plötzlich abzuschwächen, daß die Kurzschlußsicherheit
gewährleistet ist.
Je kleiner die Schaltkammer bzw. das Schaltervolumen
ist, um so größer ist der im Moment der Abschaltung entstehende innere Druck, durch den der
Kleinselbstschalter bis zur Unbrauchbarkeit beansprucht werden kann. Auch besteht die Gefahr, daß
das Schaltfeuer durch die Führung des Einschaltdruckknopfes nach außen treten kann und den Bedienenden
gefährdet. Daher wird dafür gesorgt, daß der Lichtbogen von Beginn bis zu seinem Erlöschen
so beherrscht wird, daß er sich nur begrenzt entwickeln kann und in kürzester Zeit gelöscht wird.
Erfmdungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß oberhalb der Schaltkammer ein mechanisch gesteuerter
Schieber mit dem beweglichen Kontaktträger so verbunden ist, daß er beim Öffnen der Kontakte
die Schaltkammer von dem verbleibenden Schalterraum während des Abschaltvorganges abschließt.
Daher werden die in der Schaltkammer durch die hohe Temperatur des Lichtbogens bzw.
Schaltfeuers entstandenen Gase zurückgehalten, die eine löschende Wirkung auf den Lichtbogen ausüben.
Hierbei ist es vorteilhaft, zwei in bekannter Weise sich gegenüberliegende Leitbleche einseitig zur
Schaltkammermitte, auf der dem Bimetall abgekehrten Seite innerhalb der Schaltkammer anzuordnen.
809 699/441
Durch die einseitige Anordnung der Leitbleche wird der Lichtbogen nur in Richtung des beweglichen
Kontaktes abgelenkt und kommt mit Teilen, die auf dem entgegengesetzten Potential liegen, nicht in
Verbindung. Durch die zweckentsprechende Anordnung der Leitbledhe erfolgt gleichzeitig die Kühlung
des Lichtbogens.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist ein vorzugsweise aus Isolierstoff gefertigtes Abdichtungsplättchen,
welches den Einschaltdruckknopf gleitend umschließt und auf den Oberkanten der beiden Seitenplatinen
der Schaltmechanik aufliegt und durch die obere labyrinthförmig ausgebildete Innenwand des
Schaltergehäuses beweglich gehalten wird.
Der während der Abschaltung entstehende Druck im Schaltergehäuse preßt das Abdichtungsplättchen
an die obere labyrinthförmig ausgebildete Innenwand des Schaltergehäuses, so daß das restliche Schaltfeuer
nicht nach außen treten kann. Durch die angeführten Merkmale wird die Abschaltsicherheit der Kleinselbstschalter
wesentlich erhöht.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 den Schalter teilweise im Schnitt durch das Gehäuse in Ausschaltstellung;
Abb. 2 zeigt den Schalter teilweise im Schnitt durch das Gehäuse in Einschaltstellung;
Abb. 3 zeigt eine Ansicht der Schaltkammer mit festem und beweglichem Kontakt und den beiden
Leitblechen;
Abb. 4 und 5 zeigen eine Draufsicht auf das Schiebeplättchen mit dem im Schnitt dargestellten
zweiarmigen Kontaktträger, wobei sich in Abb. 4 der Schalter in Einschaltstellung und in Abb. 5 in Ausschaltstellung
befindet;
Abb. 6 zeigt eine Draufsicht auf den Einschaltdruckknopf mit Abdichtungsplättchen und den beiden
Seitenplatinen für die Schaltmechanik.
Die für den Kontaktträger 1 vorgesehenen Durchbrüche
2 und 2' (Abb. 4) in den aus Isolierstoff bestehenden Abdeckungen 3 und 4 werden während des
Schaltvorganges mit dem am Kontaktträger 1 beweglich angeordneten Schieber 5 abgedeckt, der somit die
Schaltkammer von dem verbleibenden Schalterraum während des Abschaltvorganges abschließt. Der
Schieber 5 wird zwischen den beiden aus Isolierstoff bestehenden Abdeckungen 3 und 4 (Abb. 1) während
des Schaltvorganges durch den Kontaktträger 1 mechanisch gesteuert.
Die Endstellungen des Schiebers 5 sind aus Abb. 1, 2, 4 und 5 zu ersehen. Die in Abb. 3 dargestellten
Leitbleche 6 und 6' sind in der Schaltkammer 7 (Abb. 1 bis 3) auf nabenförmigen Vorsprüngen
8 und 8' (Abb. 3) eingerastet. Beim Auftreffen der Lichtbogen auf die aus ferromagnetischem
Material, z. B. Eisen, gefertigten Leitbleche 6 und 6' werden die Lichtbogen stark gekühlt und durch
deren einseitige Anordnung in Richtung auf den beweglichen Kontakt 9 (Abb. 3) abgelenkt, so daß sie
mit Teilen auf entgegengesetztem Potential nicht in Verbindung kommen.
Trotz dieser Maßnahmen kann es bei einer hohen Abschaltleistung vorkommen, daß das unter hohem
Druck stehende, stark abgeschwächte Schaltfeuer zum Teil in den Raum des Schaltmechanismus 10 (Abb. 1)
gelangen kann. Um ein Austreten des restlichen Schaltfeuers in der Nähe des Einsdhaltdruckknopfes
(Abb. 1) zu vermeiden, ist ein vorzugsweise aus Isolierstoff gefertigtes Abdichtungsplättchen 12 angebracht,
das den Einschaltdruckknopf 11 gleitend umschließt und auf den Oberkanten der beiden Seitenplatinen
13 und 13' der Schaltmechanik aufliegt und durch die obere labyrinthförmig ausgebildete Innenwand
des Schaltergehäuses 14 (Abb. 1) beweglich gehalten wird.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Lichtbogenlöschung an elektrischen Kleinselbstschaltern mit Druckknopfbetätigung,
dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Schaltkammer (7) ein mechanisch gesteuerter
Schieber (5) mit dem beweglichen Kontaktträger (1) so verbunden ist, daß er beim Öffnen
der Kontakte die Schaltkammer (7) von dem verbleibenden Schalterraum während des Abschaltvorganges
abschließt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in bekannter Weise sich
gegenüberliegende Leitbleche (6 und 6') einseitig zur Schaltkammermitte auf der dem Bimetall (15)
abgekehrten Seite angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise aus Isolierstoff
gefertigtes Abdichtungsplättchen (12) den Einschaltdruckknopf (11) am unteren Teil gleitend
umschließt und auf den Oberkanten der beiden Seitenplatinen (13 und 13') für die Schaltmechanik
aufliegt und durch die obere labyrinthförmig ausgebildete Innenwand des Schaltergehäuses
(14) beweglich gehalten wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mechanisch gesteuerte
Schieber (5) zwischen zwei aus Isolierstoff bestehenden Abdeckungen (3 und 4) leicht beweglich
und geradlinig geführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©■ 809 699/441 12.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV13705A DE1046748B (de) | 1958-01-16 | 1958-01-16 | Einrichtung zur Lichtbogenloeschung an elektrischen Kleinselbstschaltern mit Druckknopfbetaetigung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV13705A DE1046748B (de) | 1958-01-16 | 1958-01-16 | Einrichtung zur Lichtbogenloeschung an elektrischen Kleinselbstschaltern mit Druckknopfbetaetigung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1046748B true DE1046748B (de) | 1958-12-18 |
Family
ID=7574318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV13705A Pending DE1046748B (de) | 1958-01-16 | 1958-01-16 | Einrichtung zur Lichtbogenloeschung an elektrischen Kleinselbstschaltern mit Druckknopfbetaetigung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1046748B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194489B (de) * | 1960-12-07 | 1965-06-10 | Licentia Gmbh | Selbstschalter in Schmalbauform mit strom-abhaengigen Ausloesevorrichtungen und Mitteln zur Lichtbogenloeschung |
-
1958
- 1958-01-16 DE DEV13705A patent/DE1046748B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194489B (de) * | 1960-12-07 | 1965-06-10 | Licentia Gmbh | Selbstschalter in Schmalbauform mit strom-abhaengigen Ausloesevorrichtungen und Mitteln zur Lichtbogenloeschung |
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