DE1045677B - Verfahren und Vorrichtung, um einen oder mehrere bestimmte Magnetkoepfe fuer Aufzeichnen oder Abtasten aus einer Vielzahl hinter-einandergeschalteter Magnetkoepfe wirksam zu machen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung, um einen oder mehrere bestimmte Magnetkoepfe fuer Aufzeichnen oder Abtasten aus einer Vielzahl hinter-einandergeschalteter Magnetkoepfe wirksam zu machenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Magnetköpfen, die zum Aufzeichnen und/oder Abtasten in
magnetischen Registriergeräten verwendet werden, welche mehrere Köpfe enthalten, die getrennt wirksam
gemacht werden müssen, um das Aufzeichnen und/oder Abtasten von Signalen auf einem oder mehreren Aufzeichnungsträgern
bzw. in einer oder mehreren Spuren auf solchen Trägern zu gewährleisten, wobei die
Zahl der erwähnten Träger bzw. Spuren höchstens gleich der Zahl der Magnetköpfe ist.
Die Erfindung bezieht sich im besonderen, aber nicht ausschließlich, auf Verbesserungen an Magnetköpfen
von Registriergeräten, die dazu dienen, Hochfrequenzsignale zu speichern und abzutasten, wie
beispielsweise Magnettrommelspeicher für Signale, Rechenmaschinentrommeln, wie sie häufig in numerischen
Rechenmaschinen und ähnlichen Maschinen vorkommen. Zur einfacheren Darstellung und weil die
Verwirklichung der Erfindung bei dieser Anwendung besonders interessante Vorteile bietet, wird im folgenden
nur die Anwendung bei Trommelspeichern betrachtet.
In einem Gerät mit Magnettrommel ordnet man meistens eine Reihe von Doppelspaltmagnetköpfen fest
längs einer Mantellinie der kontinuierlich umlaufenden Magnettrommel an. Bei einem Doppelspaltmagnetkopf
folgen die Nutzspalte in kurzem Abstand auf dem Trommelumfang aufeinander, und eine Registrierspur
ist durch den Ort des Kopfes bestimmt. Jeder Magnetkopf besitzt zwei Schenkel beiderseits eines magnetisierbaren
Mittelstegs, dessen Ende mit den Schenkeln abschneidet. Ein Schenkel trägt eine Wicklung für den
Aufzeichnungsstrom, der andere eine Wicklung für den Abtaststrom. Man kann auch, falls gewünscht,
getrennte Köpfe mit je einem Luftspalt und einer Wicklung anordnen, so daß jeder Spur ein Paar
auf dem Umfang gegenseitig entsprechend versetzter Köpfe zugeordnet ist.
Im allgemeinen wirkt jedes aufzuzeichnende Signal zunächst auf einen Kanal eines gegebenen Aufzeichnungsverstärkers,
der mindestens einem Teil der Magnetköpfe gemeinsam ist, die an der vielspurigen Trommel
angeordnet sind. Es war bisher üblich, zwischen diesem allen aufzuzeichnenden Signalen gemeinsamen
•Kanal des Aufzeichnungsverstärkers und den Magnetköpfen der mit dem Signal zu beaufschlagenden Gruppe
eine fremdgesteuerte Koinzidenzschaltung für die Signale einzuschalten. Eine derartige Einrichtung konnte
unter der Steuerung durch mindestens ein Wählsignal das aufzuzeichnende Signal derart weiterleiten, daß
es nur den Magnetkopf erreichte, der die Aufzeichnung vornehmen sollte. Ebenso war es üblich, eine
Koinzidenzschaltung anzuordnen, die ein abgetastetes Signal unter den von den Magnetköpfen einer Gruppe
Verfahren und Vorrichtung,
um einen oder mehrere bestimmte
um einen oder mehrere bestimmte
Magnetköpfe für Aufzeichnen
oder Abtasten aus einer Vielzahl hinter-
einandergeschalteter Magnetköpfe
wirksam zu machen
Anmelder:
S. E. A. Societe d'EIectronique
S. E. A. Societe d'EIectronique
et d'Automatisme,
Courbevoie, Seine (Frankreich)
Courbevoie, Seine (Frankreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Prinz, Patentanwalt,
München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 30. April 1954
Frankreich vom 30. April 1954
gleichzeitig abgetasteten Signalen auswählte, um es in einen dieser Gruppe von Magnetköpfen gemeinsamen
Abtastverstärker zu leiten. Hierzu mußte dem Magnetkopf je ein Verstärker und eine Torschaltung
(Gate) für die Aufzeichnung und für die Abtastung zugeordnet werden.
Ziel der Erfindung ist es, diese umfangreichen und bei dem gedrängten Aufbau der Magnettrommelspeicher
schwierig unterzubringenden Koinzidenzsehaltungen für die aufzuzeichnenden und abgetasteten
Signale in allen magnetischen Speichergeräten der eben beschriebenen oder ähnlichen Art zu vermeiden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist gegenüber den bekannten Verfahren zum Wirksammachen bestimmter
Magnetköpfe (z. B. mittels Matrizen von magnetischen Ringkernen) bei gleicher Betriebssicherheit
weniger kostspielig, besonders bezüglich des Energieverbrauches im Verhältnis zu demjenigen des ganzen
Gerätes und führt auch zu einem einfacheren Gerät.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um einen oder
mehrere bestimmte Magnetköpfe für Aufzeichnen oder Abtasten aus einer Vielzahl hintereinandergeschalteter
Magnetköpfe auf einem bewegten Aufzeichnungsträger
eines Signalregistriergerätes, insbesondere einer Re-
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cheiimaschine, wirksam zu machen, das erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet ist, daß das Wirksammachen dadurch geschieht, daß die bei Unwirksamkeit
bestehende Gleichflußsättigung des Bereiches des Arbeitsspaltes des oder der betreffenden Magnetköpfe
aufgehoben wird.
Zur Ausführung dieses Verfahrens sind die Magnetköpfe so gebaut, daß die keine Wicklung tragenden
Mittelstege der Magnetköpfe jeweils zwischen einem quer liegenden Magnetkern hindurchgehen, der mit
einem die Sättigung des betreffenden Schenkels bewirkenden Gleichstrom gespeist ist.
Bei einer ersten Ausführungsart der erfmdungsgemäßen
Konstruktion von Doppelspaltmagnetköpfen umschließen die Pole des erwähnten Magnetkernes *5
einen freien Teil des Schenkels. Bei einem Magnetkopf mit einfachem Spalt werden sie einfach an einen der
Schenkel des Magnetkerns angelegt.
Bei einer zweiten Ausführungsart der genannten Konstruktion sind die Pole des quei liegenden Magnet- a°
kerns eingeklemmt zwischen einander berührende Teile der Schenkel (bei Doppelspaltkopf). Bei Magnetkopf
mit einfachem Luftspalt ist nur ein Pol zwischen den Schenkeln eingeklemmt, der andere Pol liegt an der
Außenseite des freien Schenkels.
Es ist klar, daß die neue Konstruktion der Magnetköpfe mit Doppel- oder Einfachspalt es ermöglicht,
jederzeit einen bestimmten Kopf für Aufzeichnung oder Abtastung wirksam zu machen. Einem Magnetkopf
kann also eine beliebige Folge von Signalen, von der nur gewisse Signale auf dem magnetischen Träger
aufgezeichnet werden sollen, durch die Aufzeichnungswicklung geschickt werden, wobei aber nur diejenigen
Zeichen gespeichert werden, die gleichzeitig mit Nichtsättigung des Elektromagneten und damit des Spaltes
eintreffen. In gleicher Weise werden nur diejenigen Aufzeichnungen durch den Kopf von dem magnetischen
Träger abgenommen und in Abtastsignale verwandelt, die gleichzeitig mit NichtSättigung der erwähnten
Schaltungselemente vorbeilaufen. Die Steuerung für Aufzeichnung und/oder Abtastung erfolgt
also direkt.
Bei einer Gruppe von erfindungsgemäßen Magnetköpfen mit je einer besonderen Zuleitung für die Steuerung
der Sättigung mittels der betreffenden Wicklung auf dem Elektromagneten kann jede Folge von Signalen,
die für diese Gruppe von Magnetköpfen bestimmt ist, auf alle Magnetköpfe zur Aufzeichnung
gegeben werden. Dabei wird das eingegebene Signal durch einen Steuerbefehl beispielsweise an einen ein- So
zigen, bestimmten Magnetkopf durch ein Signal für die Aufhebung der Sättigung nur von diesem Kopf
allein aufgezeichnet, während die übrigen Magnetköpfe durch Sättigung gesperrt sind. In ähnlicher Weise
wird ein Signal nur von dem einen Magnetkopf der Gruppe abgetastet, dessen Spalt nicht wie die der anderen
Magnetköpfe gesättigt ist. In dieser Weise wird es möglich, sowOhl die Wicklungen für die Aufzeichnung
einerseits als auch die Wicklungen für die Abtastung andererseits in Reihe zu schalten, und zwar
sowohl hinsichtlich der Eingabe für zu speichernde Signale als auch hinsichtlich der Entnahme für die
gelesenen Zeichen, wobei die Auswahl allein von den Befehlssignalen für die Aufhebung der Sättigung herrührt
und jede Weiterleitung durch eine Koinzidenzschaltung bekannter Art für die zu speichernden oder
zu entnehmenden Signale in allen erfindungsgemäß ausgeführten Anlagen oder Geräten unnötig wird.
Claims (7)
1. Verfahren, um einen oder mehrere bestimmte Magnetköpfe für Aufzeichnen oder Abtasten aus
einer Vielzahl hintereinandergeschalteter Magnetköpfe auf einem bewegten Aufzeichnungsträger
eines Signalregistriergerätes, insbesondere einer Rechenmaschie, wirksam zu machen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wirksammachen dadurch geschieht, daß die bei Unwirksamkeit bestehende Gleichflußsättigung des Bereiches des Arbeitsspaltes des oder der betreffenden Magnetköpfe
aufgehoben wird.
2. Magnetkopf zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
keine Wicklung tragende Mittelsteg (3) zwischen den Polen eines quer liegenden Magnetkernes (5)
eines Steuermagneten hindurchgeht, der mit einem die Sättigung des Mitteistegas (3) bewirkenden
Gleichstrom gespeist wird.
3. Magnetkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der quer liegende Magnetkern
(5) so angebracht ist, daß seine Pole einen zwischen dem Luftspalt und der Berüharungsstelle
mit dem Schenkel (1, 2) liegenden Teil des Mittelsteges (3) einschließen.
4. Magnetkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der quer liegende Magnetkern
(5) so angebracht ist, daß seine Pole einen Teil des Mittelsteges (3) umschließen, der direkt mit
dem Schenkel zusammenwirkt, und zwar so, daß ein Polstück des Magnetkernes (5) zwischen dem
erwähnten Teil des Ankers und dem entsprechenden Teil des Polschenkels eingeklemmt ist.
5. Magnetkopf nach Anspruch 4, der zugleich als Aufzeichnungs- und Abtastkopf vermittels
zweier spulentragender Schenkel beiderseits des Mittelsteges dient, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Pole des quer liegenden Magnetkernes (5) an der dem doppelten Luftspalt gegenüberliegenden
Seite in direkter Berührung zwischen dem Mittelsteg (3) und den entsprechenden Flächen
der Schenkel eingeklemmt sind.
6. Magnetkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelsteg (3) in bekannter
Weise aus Mu-Metall, die Schenkel (I, 2) in bekannter
Weise aus Ferrit und der quer liegende Magnetkern (5) aus dem gleichen Material wie
der Mittelsteg bestehen.
7. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
Ausgangskreis eines Aufzeichnungsverstärkers (6) die Aufzeichnungswicklungen (7) der Magnetköpfe
in Reihe geschaltet sind, während im Abtastverstärker (11) die Abtastwicklungen (10) der
Magnetköpfe in Reihe geschaltet sind, wobei die Wicklungen (14) des die GleichfmßSättigung bewirkenden
Magnetkernes (5) dieser Magnetköpfe getrennt an einzeln steuerbaren Stromquellen (18,
19, 20) liegen, so daß die Magnetköpfe einzeln in und außer Betrieb gesetzt werden können.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 061 712.
Französische Patentschrift Nr. 1 061 712.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
& «09 697/292 11.5
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