DE1045584B - Fluessiges Reinigungsmittel - Google Patents
Fluessiges ReinigungsmittelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf flüssige Reinigungsmittel, welche klare wäßrige Lösungen darstellen.
Flüssige organische seifenfreie Reinigungsmittel besitzen Vorteile hinsichtlich bequemer Verwendung
und werden in großem Umfange für leichtere Waschvorgänge, ζ. Β. Geschirrspülen und Waschen leicht
beschmutzter Textilien, verwendet. Es hat sich jedoch als schwierig erwiesen, flüssige, für Grobwaschzwecke
geeignete Reinigungsmittel zu schaffen, z. B. für das Waschen stark verschmutzten Baumwollzeugs, und
daher wurden bisher pulverförmige organische seifenfreie Reinigungsmittel für solche Zwecke stark bevorzugt.
Um erfolgreich mit pulverförmigen Reinigungsmitteln für Grobwaschzwecke in Wettbewerb treten
zu können, müßte ein flüssiges Mittel hochkonzentriert sein, ein starkes Reinigungsvermögen besitzen und die
Fähigkeit haben, den während des Waschens entfernten Schmutz an dem Wiederaufziehen auf das Wäschestück
zu verhindern. Dieses Wiederaufziehen von Schmutz während des Waschens ist bei vielen pulverförmigen
organischen anionischen seifenfreien Reinigungsmitteln durch die Einverleibung von Salzen der
Cellulosemethyläthercarbonsäure verringert oder verhindert worden. Jedoch wurde gefunden, daß, wenn
Salze der Cellulosemethyläthercarbonsäure in konzentrierten flüssigen Reinigungsmitteln einverleibt werden,
diese Mittel insbesondere bei niedrigen Temperaturen zum Trübwerden neigen und ein flockiger
Niederschlag ausgeschieden werden kann. Dies beeinträchtigt das Aussehen des Mittels und kann seine
Wirksamkeit infolge der Ausscheidung aktiver Bestandteile verkleinern.
Es ist auch bereits bekannt, Celluloseschwefelsäureester in pulverförmigen anionische Reinigungsmittel
enthaltenden Waschmitteln zu verwenden. Diese bekannten festen Zusammenstellungen enthalten so wenig
aktives Reinigungsmittel (höchstens 10°/») und solche große Mengen anorganischer Bestandteile, daß es
völlig unmöglich ist, klare konzentrierte Lösungen an dem organischen Reinigungsmittel daraus herzustellen.
Es findet sich dort auch nicht der geringste Hinweis, daß Cellulosesulfate sich anders als Celluloseglykolate
verhalten. Diese bekannten Waschmittel geben also keine klaren konzentrierten Lösungen und
geben auch keine Hinweise, wie solche Lösungen herstellbar wären.
Die eingangs geschilderten Mängel werden nun durch die Erfindung beseitigt. Das neue Reinigungsmittel
in Form einer bei gewöhnlicher Temperatur klaren wäßrigen Lösung mit einem Gehalt von 10 bis
Gewichtsprozent an einem oder mehreren organischen anionischen seifenfreien Reinigungsmitteln ist
dadurch gekennzeichnet, daß es im wesentlichen frei von anorganischen Salzen ist und nicht mehr als 5, vor-Flüssiges
Reinigungsmittel
Anmelder:
Unilever N. V., Rotterdam (Niederlande)
Unilever N. V., Rotterdam (Niederlande)
Vertreter: Dr.-Ing. A. van der Werth, Patentanwalt, Hamburg-Harburg 1, Wilstorfer Str. 32
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 2. Juni 1952
Lloyd Fisher Henderson, Fairlawn, Bergen, N. J.,
und William French Hunnewell,
Waterford, New London, Conn. (V. St. A.),
siind als Erfinder genannt worden
zugsweise zwischen 0,5 und 4 Gewichtsprozent eines Celluloseschwefelsäureesters, insbesondere Natriumcellulosesulfat,
enthält.
In den Mitteln gemäß der Erfindung verwendbare Celluloseschwefelsäureester können durch die Einwirkung
von Schwefelsäure auf ein Cellulosematerial erhalten werden. Gemäß der Erfindung brauchbare Celluloseschwefelsäureester
können in geeigneter Weise nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 539 451 hergestellt werden. Niedrigviskose Produkte sind besonders
geeignet, jedoch können auch Produkte mittlerer Viskosität benutzt werden.
Celluloseschwefelsäureester sind sauer und werden vorzugsweise zwecks Bildung von Salzen zur Verwendung
gemäß der Erfindung neutralisiert. Diese Neutralisation kann vor der Einverleibung der Ester in
die Mittel der Erfindung ausgeführt werden. Der saure Ester kann auch als solcher benutzt und in situ
in dem flüssigen Mittel durch den Zusatz einer Base, z. B. eines organischen Amins, neutralisiert werden.
Die Celluloseschwefelsäureester können in der Form ihrer Alkalisalze, z. B. des Kalium-, Natrium- und
Ammoniumsalzes, und in Form der Salze organischer Amine,, ζ. B. der Salze von Mono-, Di- und Triäthanolamin,
benutzt werden.
Eine so geringe Menge wie 0,025 Gewichtsprozent des Celluloseschwefelsäureesters wird im allgemeinen
eine Verbesserung des Reinigungsvermögens des Mittels hervorrufen. Größere Beträge als 5 Gewichtsprozent
können Trübwerden der Lösung hervorrufen. In den Mitteln gemäß der Erfindung verwendbare
organische anionische seifenfreie Reinigungsmittel umfassen die wasserlöslichen Salze organischer SuI-
«W 697/541
Claims (2)
- 3 4fonsäuren und Alkylschwefelsäuren mit Reinigungs- Andere den Mitteln nach der Erfindung einverleibvermögen, z. B. die Alkylarylsulfonate, Alkylsulfate bare Bestandteile sind Parfüme, welche zum Uber- und Alkylsulfonate. Vorzugsweise werden sulfatiert« decken des Geruchs eines vorhandenen organischenpolyäthoxylierte Alkylphenole der Formel ■ Amins erforderlich sein können, Farbstoffe unds . 5 fluoreszierende Weißmacher.R—< >—A-(CH2CH2O)25-CH2CH2OSO3M\ / Beispiel 1verwendet, worin R eine gerad- oder verzweigtkettige Ein flüssiges Reinigungsmittel wurde hergestellt Kohlenwasserstoffgruppe ist, welche gesättigt oder aus folgenden Bestandteilen: ungesättigt sein und 8 ^iS 18 Kohlenstoffatome be- ίο Ammoniumsalz von sulfatiertem polysitzen kann, A Sauerstoff oder Schwefel 5 eine Zahl äthoxyliertem Nonylphenol, hergestellt von 3 bis 8 und M Wasserstoff, ein Alkalimetall oder aus Non lphenol und 5 Mol Äthylenein organisches Ammradikal sein kann. Beispiele von oxyd 10 0% Gruppen, welche R darstellen kann, sind n-Octyl, NatriumceilülosesulfaV .''.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. 0>/σ tert.-Octyl, Nonyl und Dodecyl. 15 GemischteUm das Schaumvermögen von flüssigen orga- höhere Fettsäurediäthanolamide 5,0%nisohen anionischen seifenfreien Reinigungsmitteln Lauryldiäthanolamid 5,0»/»mit einem Gehalt an sulfatierten polyathoxylierten Morphalinphenylpolypropylensulfonat... 15,0%Alkylphenolen zu verbessern, kann em zweites Polyäthylenglykol (Molekulargewicht 600) 5,0%anionisches Reinigungsmittel, vorzugsweise em sul- ao Morpholin .... 200%fatierterAlkohol oder einAlkylarylsulfonat, zugesetzt Wasser, Parfüm,'Farbstoff usw. ....... 39^5%.werden.Geeignete Alkylarylsulfonate zur Verwendung ge- Das obige Mittel blieb bei Temperaturen bis 7° Cmaß der Erfindung sind die sulfonierten Alkylbenzole, klar. Beim Verdünnen mit Wasser auf eine Konzen-in welchen die Alkylgruppe von Polypropylen abge- 25 tration von 0,14% hatte das Mittel einen pH-Wertleitet ist. . von 8,9. Bei-soiel 2Die anionischen Reinigungsmittel können als Alkali- Fsalze, z. B. Natrium-, Kalium- und Ammoniumsalze Ein flüssiges Reinigungsmittel wurde hergestelltoder in Form der freien Säuren einverleibt werden, aus folgenden Bestandteilen:welche in situ in der Reinigungsmittellösung durch 30 Ammoniumsalz von sulfatiertem, poly-den Zusatz eines organischen Amins oder von Am- äthoxyliertem Nonylphenol, hergestelltmoniumhydroxyd neutralisiert werden können. Die aus Nonylphenol und 5 Mol Ätylenoxyd 13,0%Verwendung solcher Salze des Ammoniums oder orga- Lauryldiäthanolamin 3,0 %nischer Amine kann eine höhere Konzentration des Phenylpolypropylensulfonsäuren 13,0%anionischen Reinigungsmittels m der Losung als bei 35 Natriumcellulosesulfat 0,65 %Verwendung der Alkalisalze ermöglichen und ver- Triäthanolamin 20,0%meidet eine hohe Konzentration an Natriumionen, Polyäthylenglykol (Molekulargewicht 150) 14,0»/»welche Ausfallen des Celluloseschwefelsaureesters Wasser, Parfüm, Farbstoff usw 36,35 %verursachen konnten, .berner können solche Ammonium- oder organische Aminsalze enthaltende Lö- 40 Das obige Mittel blieb klar bei Temperaturen bis sungen bei Temperaturen bis zu —18° C klar bleiben. —18° C unter leichtem Verdicken. Beim Verdünnen Die Menge des anionischen, den Zusammenstellungen mit Wasser auf eine Konzentration von 0,15% hatte nach der Erfindung einzuverleibenden Reinigungs- die Lösung einen pH-Wert von 8,6. mittels kann zwischen 10 und 40 Gewichtsprozent der . . Gesamtmenge betragen. Vorzugsweise werden zwi- 45 Beispiel ο sehen 20 und 30 Gewichtsprozent an anionischen Rei- Ein flüssiges Reinigungsmittel wurde hergestellt nigungsmitteln verwendet. aus folgenden Bestandteilen:Dui ReinJf U.?gS~ Γ*1 Schaumvermögen der Mittel Ammoniumsalz von sulfatiertem, poly-nach der Erfindung kann ferner durch Einverleibung äthoxyliertem Nonylphenol, hergestelltvon aus der Umsetzung von Fettsäuren mit 10 bis 50 aus phenol und 5 Mol Äthyletloxyd ... 12,9%18 Kohlenstoffatomen und Dialkylolammen erhalt- Natriumcellulosesulfat 0,7 %liehen Fettsauredialkylolamiden verbessert werden. Gemischte höhere Fettsäurediäthanol-x1 lussige Reinigungsmittel gemäß der Erfindung amide 2 5 %wurden als am wirksamsten gefunden, wenn sie in Lauryldiäthanoiamid ''.'.'.'.".'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. 2,5 «/0einer Waschlosung bei einem PH-Wert von 7 bis 10,5, 55 Phenylpolypropylensulfonsäuren 13,0%und vorzugsweise von 8 bis 9, benutzt werden. Em Triäthanolamin 13,0%organisches Amin kann dem Mittel zugesetzt werden, Diäthylenglykol 19,4 %um bei der Aufrechterhaltung des pH-Wertes inner- Wagserj Parfüiri) Farbstoff usw 36j0%halb des Bereiches mitzuwirken. Geeignete Ammesind die stark basischen wasserlöslichen Amine, ζ. B. 6o Das obige Mittel blieb klar bei Temperaturen bisDi- und Triäthanolamin und Morpholin. Gewöhnlich —18° C unter leichtem Verdicken. Beim Verdünnenwerden 5 bis 25 Gewichtsprozent des Amins, bezogen mit Wasser auf eine Konzentration von 0,15% hatteauf das Mittel, ausreichend sein. die Lösung einen pH-Wert von 8.Die Menge an Wasser, welche die flüssigen Mittelnach der Erfindung ohne Trübwerden vertragen 65 Patentansprüche: können, kann durch Zusatz eines Polyäthylenglykols 1. Reinigungsmittel in Form einer bei gewöhnvergrößert werden. Vorzugsweise werden zu diesem licher Temperatur klaren wäßrigen Lösung mit Zweck Polyäthylenglykole mit einem Molekulargewicht einem Gehalt von 10 bis 40 Gewichtsprozent an von 150 bis 6000 benutzt. Vorzugsweise werden 5 bis einem oder mehreren organischen anionischen 20 Gewichtsprozent Polyäthylenglykol benutzt. 70 seifenfreien Reinigungsmitteln, dadurch gekenn-5 6zeichnet, daß es im wesentlichen frei von anorga- mittel das Salz eines sulfatierten, polyäthoxyliertennischen Salzen ist und nicht mehr als 5, Vorzugs- Alkylphenols und gegebenenfalls auch ein Alkyl-weise zwischen 0,5 und 4 Gewichtsprozent eines arylsulfonat enthält.Celluloseschwefelsäureesters, insbesondere Na-triumcellulosesulfat, enthält. 5
- 2. Reinigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch In Betracht gezogene Druckschriften:gekennzeichnet, daß es als anionisches Reinigungs- Deutsche Patentschrift Nr. 692 029.ι 80S-697/541 11.5»
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