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DE1044509B - Geblaeseluftgekuehlte gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit Fremdzuendung - Google Patents

Geblaeseluftgekuehlte gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit Fremdzuendung

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DE1044509B
DE1044509B DED21784A DED0021784A DE1044509B DE 1044509 B DE1044509 B DE 1044509B DE D21784 A DED21784 A DE D21784A DE D0021784 A DED0021784 A DE D0021784A DE 1044509 B DE1044509 B DE 1044509B
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DE
Germany
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cylinder
cylinder head
combustion chamber
valve
cooling air
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DED21784A
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02FCYLINDERS, PISTONS OR CASINGS, FOR COMBUSTION ENGINES; ARRANGEMENTS OF SEALINGS IN COMBUSTION ENGINES
    • F02F1/00Cylinders; Cylinder heads 
    • F02F1/24Cylinder heads
    • F02F1/26Cylinder heads having cooling means
    • F02F1/28Cylinder heads having cooling means for air cooling
    • F02F1/30Finned cylinder heads
    • F02F1/32Finned cylinder heads the cylinder heads being of overhead valve type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B1/00Engines characterised by fuel-air mixture compression
    • F02B1/02Engines characterised by fuel-air mixture compression with positive ignition
    • F02B1/04Engines characterised by fuel-air mixture compression with positive ignition with fuel-air mixture admission into cylinder
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2275/00Other engines, components or details, not provided for in other groups of this subclass
    • F02B2275/34Lateral camshaft position

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Gebläseluftgekühlte gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit Fremdzündung Die Erfindung bezieht sich auf eine gebläseluftgekühlte gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit Fremdzündung und bezweckt eine solche Ausbildung eines besonders hochtourigen leistungsstärkeren Motors, die die gleichzeitige wirtschaftliche Herstellung zweier in der Leistung verschiedener Motortypen der gleichen Bauart ermöglicht.
  • Erfahrungsgemäß ist es bei der Entwicklung von Verbrennungsmotoren nämlich häufig der Fall, daß aus bewährten Motoren mittlerer Leistung, die etwa als Tourenmotoren zu bezeichnen sind, besonders leistungsstarke, hochbeanspruchte Motoren entwickelt werden sollen. Der Aufwand bleibt hierbei dann klein, wenn für den Hoch.leistungsmotor möglichst viele der kostspieligen Teile Verwendung finden können, die auch beim weniger beanspruchten Grundmodell in Verwendung stehen. Es kommt in diesem Zusammenhang besonders darauf an, daß das Kurbelgehäuse und dessen Einbauteile, wie etwa der Antrieb der Steuerung, unverändert bleiben und sich die Abänderungen nur auf bestimmte Teile beschränken, deren zusätzliche Neuauflage durch die große Zahl der bei ihnen auftretenden Änderungen und durch deren Einfluß auf das Resultat zu vertreten ist. In diese Richtung weisen zwar bereits Vorschläge, wonach der Motor wahlweise so ausgebildet wird, daß er nach dem Zwei- oder Viertaktverfahren arbeitet, doch setzt dies den Austausch zahlreicher Teile voraus, ohne gleichzeitig eine für die meisten Wünsche ausreichende Leistungssteigerung erzielen zu lassen.
  • Es ist bekannt, daß gebläseluftgekühlte Verbrennungsmotoren für eine Abänderung in eine Hochleistungsforrn besonders geeignet sind, da durch die Steigerung der Gebläseleistung die zusätzliche thertnische Belastung leicht aufzunehmen ist. Dies unterstützt die Reihenanordnung der Zylinder und die Zuführung der Kühlluft senkrecht zur Zylinderreihe. Die Einlaßkanäle liegen dabei zweckmäßig im Bereich des Stromes der zum Motor hinzutretenden Luft, während die Auslaßkrümmer etwa im rechten Winkel zur Kühlluftströmung münden.
  • Hängend angeordnete, oben gesteuerte Ventile, deren Stoßstangen an der dem Einlaßkrümmer gegenüberliegenden Seite der Zylinder liegen, geben im Verein mit der durch herstellungsmäßige Vorteile begründeten Zusammenfassung der Köpfe je zweier benachbarter Zylinder zu einem Gußstück die Möglichkeit, nur durch Austausch des Zylinderkopfes einen Motor mittlerer Belastung in einen Hochleistungsmotor umzuwandeln, wobei lediglich die Verstärkung einiger kleinerer Bauteile, deren Abänderung kostenmäßig nicht ins Gewicht fällt, vorzunehmen ist.
  • Der beim Hochleistungsmotor zu verwendende Zylinderkopf, der den Gegenstand der Erfindung bildet, ist hinsichtlich seines Aufbaues und der Form seiner Teile durch folgende, im einzelnen an sich bekannte Merkmale bestimmt: a) Der Brennraum ist gegenüber dem Zylinderraum abgesetzt und besteht aus einer Vertiefung, deren im wesentlichen parallel zum Zylindermantel und mit Abrundungen in die Bodenfläche der Vertiefung verlaufende Seitenflächen die Randpartien der Ein- und Auslaßventilsitze mit Ausnahme des Ventilsteges annähernd in Form einer Lemniskate begrenzen und deren Bodenfläche, in der die Ventilsitze vorgesehen sind, mit der Dichtfläche des Zylinderkopfes einen spitzen Winkel einschließt, dessen offener Teil gegen die ansaugseitige, von der Kühlluft angeströmte Längsseite der Zylinderreihe gerichtet ist; b) die hängend angeordneten, obengesteuerten Eih-und Auslaßventile sind zur Zylinderachse schräg angeordnet, wobei die Ventilschäfte mit ihren von Kipphebeln gesteuerten Enden entsprechend der Neigung der die Ventilsitze enthaltenden Bodenfläche der Brennraumv ertiefung gegen die an der abströmseitigen Längsseite der Zylinderreihe vorgesehenen Ventilstoßstangen geneigt sind; c) die schräg nach oben herausgeführte, ansaugseitig vorgesehene Zündkerze mündet in der größeren Seitenfläche der Brennraumvertiefung zwischen den Ventilen ein, wobei die gegen die verlängerte Zylinderachse gerichtete Bohrung für die Zündkerze annähernd tangential in die Bodenfläche der Brennraumvertiefung verläuft.
  • Unabhängig vom Kühl- und Zündsystem sowie vom Wirkungsprinzip der Brennkraftmaschine sind Konstruktionen bekannt, welche einzelne Merkmale des im vorangegangenen gekennzeichneten Erfindungsgegenstandes aufweisen, ohne jedoch dessen Effekt, der erst durch ihre vorteilhafte Kombination erreichbar ist, vorwegzunehmen. So ist es bei flüssigkeits-,;ekühlten Brennkraftmaschinen bekannt, Zylinderköpfe mit vom Zylinderraum abgesetztem Brennraum und mit einer ähnlichen Anordnung der Ventile zu versehen, wie dies auch beim Erfindungsgegenstand der Fall ist.
  • Brennkraftmaschinen mit schräg angeordnetenVentilen im gewölbten und in einzelnen Fällen zum Teil durch eine ebene Fläche begrenzten Brennräumen sowie mit schräger Anordnung der Stoßstangen sind bekannt, ebenso solche mit in der Zylinderachse angeordneten Ventilen. In beiden Fällen weisen jedoch die den Brennraum seitlich begrenzenden Wände nicht den für den Erfindungsgegenstand bezeichnenden lemniskatenartigen Verlauf auf. Lediglich eine zur Ebene durch die Ventilschäfte symmetrische Grundrißform der Brennraumseitenwände, bei der eine geringe mittlere Einschnürung des Verbrennungsraumes eine Lemniskatenform andeutet, ist bisher nur bei einem Zylinderkopf vorgeschlagen worden, bei dem die Ventile parallel zur Zylinderachse liegen und der Boden des Brennraumes senkrecht zur Zylinderachse verläuft. Bei einem anderen bekannten Zylinderkopf, bei welchem ebenfalls die Ventile in Achsrichtung der Zylinder angeordnet sind und der Brennraum abgesetzt ist, ist eine der beiden Brennraumseitenwände nach innen gewölbt, wobei sich eine nieren- oder kardioidenartige Form der Verschneidungslinien ergibt.
  • Auch die Anordnung der Zündkerze im Zylinderkopf in der großen Seitenfläche der Brennraumvertiefung ist ebenso wie die Neigung der Zündkerze gegen die Dichtungsfläche des Zylinderkopfes an sich bekannt, doch ist im ersten Fall die Zündkerze nicht schräg, sondern senkrecht zur Zylinderachse herausgeführt, während im zweiten Fall vorwiegend kugelförmige Verbrennungsräume Verwendung finden bzw. die Zündkerze in die hier parallel zur Dichtfläche verlaufende Bodenfläche des Verbrennungsraumes zwischen den Ventilen hineinragt. Bei keinem der bisher bekanntgewordenen Vorschläge ist die günstige Form des Brennraumes gemäß der Erfindung erzielt. Diese zeigt, wie später noch ausgeführt wird, eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit des Zylinderkopfes gegen Kerb- und Wärmerisse, und außerdem ist die Zündkerze beim Zylinderkopf nach der Konstruktion gemäß der Erfindung besser zugänglich.
  • Beim Austausch der erfindungsgemäßen Zylinderköpfe erwachsen in der Fertigung keine nennenswerten höheren Einrichtungskosten, weil es die herangezogene Bauart zuläßt, daß die Grundform des Zylinderkopfes gleichbleiben kann und lediglich einzelne Funktionsorgane desselben abgeändert werden müssen.
  • Die gegenüber dem Zylinderraum abgesetzte Aus-Eihrung des Brennraumes mit seiner im Grundriß lemniskatenartigen, die Ein- und Auslaßventile begrenzenden Form, ermöglicht gegenüber der leistungsschwächeren Ausführung, bei welcher der Brennraum weniger oder gar nicht abgesetzt ist, ohne Änderung der bei derartigen Brennkraftmaschinen gebräuchlichen Kolben mit einem ebenen Boden oder ohne zusätzliches Abschleifen des Zylinderkopfbodens, wie dies vielfach üblich ist, das Verdichtungsverhältnis in der erforderlichen Weise zu erhöhen und gleichzeitig einen günstigen Brennstoffverbrauch zu erzielen.
  • Durch die im Gegensatz zur leistungsschwächeren Ausführung geneigte Anordnung des Brennraumbodens in der Zylinderkopfvertiefung können einerseits die in diesem hängend angeordneten, obengesteuerten Ein- und Auslaßventile schräg zur Zylinderachse in Richtung gegen die an der abströmseitigen Längsseite der Zylinderreihe vorgesehenen Ventilstoßstangen geneigt gelagert werden, so daß bei Beibehaltung dieser Bauteile die Kipphebel kürzer ausgeführt werden können, um die bei hohen Drehzahlen auftretenden Massenkräfte möglichst klein zu halten. Hierbei kann gleichzeitig eine Vergrößerung des Ventilhubes durch ungleich große Hebelarme der Schwinghebel bei gleicher Nockenwelle erzielt werden.
  • Anderseits ergibt sich durch die geneigte Ausführung des Brennraumbodens in einem spitzen Winkel zur Dichtfläche des Zylinderkopfes, dessen offener Winkelteil gegen die ansaugseitige, von der Kühlluft angeströmteLängsseite der Zylinderreihe gerichtet ist, eine Vergrößerung und Verstärkung derjenigen Seitenfläche des gegen den Zylinderraum abgesetzten Brennraumes, die der ansaugseitigen, von der Kühlluft angeströmten Längsseite der Zylinderreihe benachbart ist. Auf diese Weise kann die Bohrung der auf der gleichen Seite angeordneten, schräg nach oben herausgeführten Zündkerze, die zwischen den Ventilen in die Brennraumvertiefung einmündet, annähernd tangential in die Bodenfläche des Brennraumes verlaufen, ohne daß befürchtet werden muß, daß sich zwischen den Ventilsitzbohrungen und der Zündkerzenbohru.ng Kerbrisse bilden, die den Zylinderkopf unbrauchbar machen, wie dies schon bei der niedrigertourigenAusführungsart mit einem üblichen, flach gewölbten bzw. im Ouerschnitt trapezförmigen Brennraum bei einer Dauerbeanspruchung des Motors auftreten kann.
  • Diese Anordnung der Zündkerze unmittelbar an der Bodenfläche der Brennraumvertiefung schafft jedoch besonders günstige Bedingungen für gute Zündeigenschaften, insbesondere bei hochverdichteten Brennkraftmaschinen unter anderem hinsichtlich des Kaltstartes sowie hinsichtlich des gefährlichen Auftretens eines Klopfens des Motors.
  • Damit der in der vorstehend geschilderten Weise ausgebildete bzw. abgeänderte Zylinderkopf den erhöhten Anforderungen, die sich durch das Anwachsen der Leistung ergeben, ansaugseitig in festigkeitsmäßiger und thermischer Hinsicht entspricht, wird erfindungsgemäß weiter vorgeschlagen, für jeden Zylinder einen eigenen Ansaugkanal vorzusehen, welcher an der von der Kühlluft angeströmten Längsseite des Zylinderkopfes ausmündet und in einer zur Zylinderlängsebene senkrecht verlaufenden Ebene liegt und den zwischen den Ein- und Auslaßkrümmern und ihren Ventilführungen verbleibenden Raum zwecks Versteifung des Zylinderkopfes und gleichmäßiger Wärmeverteilung vollwandig auszuführen. Dagegen sind zwischen den beiden benachbarten Ansaugkanälen quer zur Zylinderlängsebene verlaufende Kühlluftdurchtrittsöffnungen mit Kühlrippen vorgesehen, von denen vorzugsweise die unterste, den Zylindern zugewandte Öffnung mit einem zum Spannungsausgleich. dienenden, in der gleichen Richtung zwischen den beiden Brennräumen in der Mitte des Zylinderkopfes vorgesehenen Spalt in Verbindung steht, der sich durchgehend bis zur Fläche des Zylinderkopfbodens erstreckt.
  • Durch diese aus strömungstechnischen, festigkeitsmäßigen und thermischen Gründen bedingte Ausbildung des Zylinderkopfes wird jedoch gleichfalls seine Grundform nicht geändert. Zur Erhöhung der Ladungsmenge kann gegebenenfalls auch für jeden Zylinder ein eigener Vergaser vorgesehen werden, wie dies bei Sport- und Rennmotoren häufig der Fall ist. Die bei der erfindungsgemäßen, vollwandigen Ausführung des zwischen dem Ein- und Auslaßkanal verbleibenden Querschnittes aufgetretenen Bedenken, daß nämlich das Ansaugrohr durch die Abgaswärme zu stark aufgeheizt wird und dadurch eine schlechte Füllung des Zylinders auftritt, haben sich als unbegründet erwiesen, weil die Ansaugkanäle durch die zwischen denselben verlaufenden Kühlluftdurchtrittsöffnungen in genügend hohem Maße abgekühlt werden. Dagegen wirkt sich die Verstärkung dieser Zylinderkopfpartie für eine gleichmäßige thermische Belastung dieses Querschnittes günstig aus, so daß hierdurch die oft im Ventilsteg und zwischen den Ventilsitzen und der Bohrung für die Zündkerze bei einem Überhitzen des Motors in der Brennraumwand auftretenden Rißbildungen vermieden werden, wie dies durchgeführte Dauerversuche bewiesen haben.
  • Durch die erfindungsgemäße Vereinigung der obengenannten, an sich bekannten Maßnahmen ist eine Zylinderkopfform geschaffen, die eine weitgehende Leistungssteigerung einer luftgekühlten Brennkraftmaschine unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Bauart zuläßt, wobei bei gleichzeitiger Fertigung der verschieden starken Motoren nur unwesentliche Mehrkosten verursacht werden, welche gegenüber einer unabhängigen Fertigung von Motoren verschiedener Leistung noch tragbar sind.
  • In der Zeichnung ist der erfindungsgemäße Zylinderkopf für Hochleistungsmotoren beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 einen Querschnitt des Zylinderkopfes durch eine Ventilachse, Fig.2 eine Seitenansicht der ansaugseitigen Zylinderkopflängsseite, Fig. 3 einen Längsschnitt in der Ventilebene gemäß der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 eine Unteransicht des Zylinderkopfes mit den Grundformen des Brennraumes und Fig. 5 einen Querschnitt durch den Ventilsteg gemäß der Linie V-V der Fig. 4.
  • Mit 1 ist der sich über zwei der in Reihe angeordneten Zylinder erstreckende Zylinderkopf bezeichnet, der mit Kühlrippen 2 versehen ist, die quer zur Zylinderachse angeordnet sind und von einer Zylinderreihenlängsseite aus von der Kühlluft angeströmt werden. Die die Ventilsitze tragenden Mündungsöffnungen der Gasführungskanäle 3,4 des Zylinderkopfes 1 liegen in einer Längsrichtung der Zylinderreihe und sind etwas gegenüber der Längsmittelebene seitlich versetzt. Für jeden Zylinder ist in der gebräuchlichen Weise je ein Einlaßkanal3 und je ein Auslaßkanal 4 vorgesehen. Die Einlaßkanäle 3 sind symmetrisch zur Quermittelebene des Zylinderkopfes 1 nebeneinander zu der von der Kühlluft angeströmten Zylinderlängsseite herausgeführt und besitzen dort voneinander getrennte Mündungsöffnungen 5, so daß zwecks Erhöhung der Ladungsmenge gegebenenfalls an jedem Einlaßkanal ein Vergaser angeschlossen werden kann.
  • Die Auslaßkanäle 4 hingegen sind in einer Längsebene der Zylinderreihe angeordnet und erhalten ihre einander gegenüberliegenden Anschlußöffnungen 6 für die Abgasleitungen jeweils an den senkrecht zur Längsebene der Zylinderreihe verlaufenden Seitenwände des Zylinderkopfes 1.
  • Der Verbrennungsraum 7 des Zylinderkopfes 1 ist statt der bei niedertourigen Motoren gebräuchlichen, dem Zylinderdurchmesser entsprechenden gewölbten bzw. trapezförmigenOuerschnittsform gegenüber dem Zylinderraum abgesetzt und besteht aus einer Vertiefung, deren im wesentlichen parallel zum Zylindermantel und eventuell mit Abrundungen in den Zylinderkopfboden bzw. in die Bodenfläche der Vertiefung verlaufende Seitenflächen 8, 9 die Randpartien der Ein- und Auslaßventilsitzes 11, 12 mit Ausnahme des Ventilsteges annähernd in Form einer Lemniskate begrenzen und deren Bodenfläche 10, in denen die Ventilsitze 11,12 vorgesehen sind, mit der Dicht-bzw. Auflagefläche des Zylinderkopfes einen spitzen Winkel von vorzugsweise 5 bis 15° einschließt, dessen offener Teil gegen die ansaugseitige, von der Kühlluft angeströmte Längsseite der Zylinderreihe gerichtet ist.
  • Die im geneigten Verbrennungsraumboden 10 vorgesehenen, obengesteuerten Ein- und Auslaßventile 13,14 sind hängend und im Gegensatz zur Regelausführung des Zylinderkopfes für den niedertourigen Motor schräg zur Zylinderachse angeordnet, wobei entsprechend der Neigung der die Ventilsitze 11,12 enthaltenden Bodenfläche der Brennraumvertiefung die Ventilschäfte mit ihren von Kipphebeln 15 gesteuerten Enden gegen die an der abströmseitigen Längsseite der Zylinderreihe vorgesehenen Ventilstoßstangen 16 geneigt sind. Durch die schräge Anordnung der Ventile können die Kipphebel mit dem Vorteil einer Verkleinerung der bei hohen Drehzahlen auftretenden Massenkräfte entsprechend gekürzt ausgeführt werden, wobei aber durch ungleiche Hebelarme die Ventilhübe bei gleicher Nockenwelle vergrößert werden können.
  • Im Verbrennungsraum mündet schließlich noch die schräg nach oben herausgeführte Zündkerze 17 (angedeutet durch deren -Mittellinie), und zwar zwischen den Ventilen 13 und 14, zweckmäßigerweise in Richtung auf die verlängerte Zylinderachse zu. Die Bohrung 18 für die Zündkerze 17 durchsetzt die größere Seitenfläche 8 der Brennraumvertiefung 7 von der Ansaugseite der Zylinderreihe aus, und zwar in einer solchen Höhe, daß die schräg nach oben verlaufende Bohrung annähernd tangential in die Bodenfläche 10 der Brennraumvertiefung 7 verläuft, wodurch bei einer gleichzeitigen Vermeidung von Wärme- bzw. Kerbrissen zwischen der Zündkerzenbohrung und den Ventilsitzen besonders günstige Zündeigenschaften des Motors zu erzielen sind.
  • Der zwischen den Ein- und Auslaßkrümmern und ihren Ventilführungen verbleibende Raum 19 ist zwecks Versteifung des Zylinderkopfes und gleichmäßiger Wärmeverteilung vollwandig ausgeführt, wogegen zwischen den beiden benachbarten Ansaugkanälen 3 quer zur Zylinderlängsebene verlaufende, Kühlluftdurchtrittsöffnungen 20 mit Kühlrippen vorgesehen sind, von denen vorzugsweise die unterste, den Zylindern zugewandte Öffnung mit einem zum Spannungsausgleich dienenden, in der gleichen Richtung zwischen den beiden Brennräumen in der Mitte des Zylinderkopfes vorgesehenen Spalt 21 in Verbindung steht, der sich durchgehend bis zur Fläche des Zylinderkopfbodens erstreckt.
  • Unter Heranziehung eines vorstehend beschriebenen, eine hoheVerdichtun g ermöglichenden Zylinderkopfes ist es bei einer gemäß der Erfindung herangezogenen luftgekühlten Brennkraftmaschine einer bestimmten Bauart in Verhindung mit den üblichen, zur Leistungssteigerung dienenden :Maßnahmen, das sind z. B. eine Erhöhung der Drehzahl, Aufbohrung der Zylinder, Verwendung zweier oder mehrerer Vergaser, Vergrößerung der Einlaßventile, Verstärkung der Ventilfeder u. dgl., möglich, die Leistungsdaten der niedertourigen Brennkraftmaschine von z. B. 25 bis 30 PS bei 3000 bis 3400 U/min mit einem Rauminhalt von ungefähr 1100 bis 1200 cm und einer Verdichtung von etwa 6 : 1 innerhalb der gleichen Fertigung, also bei Aufrechterhaltung derselben Zylinderachsabstände, des gleichen Hubes u. dgl. und unter Verwendung der gleichen, eventuell nur unwesentlich abgeänderten Bauteile, auf weit darüber hinausgehende Werte zu verbessern, die einem Hochleistungsmotor entsprechen, wie er insbesondere für Sport- und Rennzwecke verwendet wird, nämlich auf eine Leistung von 50 bis 60 PS bei einer Umdrehungszahl von 4000 bis 5500 U/min, einem Rauminhalt von 1300 cm und einer Verdichtung von 7,5: 1 bis 8,2: 1.
  • Dieser durch die erfindungsgemäße Fertigung einer bestimmten Motorbauart erzielbare technische Fortschritt wird noch augenscheinlicher durch den Umstand, daß beim Einbau des erstgenannten, niedertourigen Motors in einen serienmäßigen, viersitzigen Personenkraftwagen eine Geschwindigkeit von annähernd 110 km/h erreicht werden kann, wogegen beim Einbau des zweiten, hochtourigen Motors in denselben Personenkraftwagen eine Geschwindigkeit von 140 km/h und beim Einbau dieses Motors in einen leichten Sportwagen sogar eine Geschwindigkeit von über 160 km/h zu erzielen ist.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Ausbildung des Zylinderkopfes lediglich bei einer einreihigen Brennkraftmaschine erläutert. Es ist jedoch für den Erfindungsgedanken unerheblich, in welcher Weise die Zylinderreihen der luftgekühlten Brennkraftmaschine angeordnet sind. Die Erfindung erstreckt sich vielmehr auf alle Ausführungsarten von luftgekühlten mehrzylindrigen Reihenmotoren, ob deren Zylinderreihen nun nebeneinander, in V-Form, gegenüberliegend als Boxeranordnung oder sternförmig vorgesehen sind. Sie ist nicht nur bei einer Serienfertigung derartiger luftgekühlter Brennkraftmaschinen, sondern auch mit a11 ihren Vorteilen bei einer Einzelfertigung anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Gebläseluftgekühlte gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit Fremdzündung und im Kurbelgehäuse einsetzbaren Zylinderbüchsen in Reihenanordnung, von denen jeweils zwei nebeneinanderliegende einen gemeinsamen Zylinderkopf mit hängend angeordneten, obengesteuerten Ventilen besitzen, die mit den brennraumseitigen Mündungsöffnungen der Gasführungskanäle in Längsrichtung der Zylinderreihe liegen, wobei an der von der Kühlluft angeströmten Längsseite jedes Zylinderkopfes die einander benachbarten, in einem gemeinsamen Krümmer vereinigten Einlaßkanäle, an dessen senkrecht zur Längsmittelebene der Zylinder verlaufenden Seitenwänden die einander gegenüberliegenden Auslaßkanäle ausmünden, gekennzeichnet durch die Kombination sämtlicher folgender, im einzelnen an sich bekannter Merkmale: a) Der Brennraum (7) ist gegenüber dem Zylinderraum abgesetzt und besteht aus einer Vertiefung, deren im wesentlichen parallel zum Zylindermantel und mit Abrundungen in die Bodenfläche der Vertiefung verlaufende Seitenflächen (8,9) die Randpartien der Ein- und Auslaßventilsitze (11,12) mit Ausnahme des Ventilsteges annähernd in Form einer Lemniskate begrenzen, und deren Bodenfläche, in der die Ventilsitze (11,12) vorgesehen sind, mit der Dichtfläche des Zylinderkopfes einen spitzen Winkel einschließt, dessen offener Teil gegen die ansaugseitige, von der Kühlluft angeströmte Längsseite der Zylinderreihe gerichtet ist; b) die hängend angeordneten, obengesteuerten Ein- und Auslaßventile (13.14) sind zur Zylinderachse schräg angeordnet, wobei die Ventilschäfte mit ihren von Kipphebeln (15) gesteuerten Enden entsprechend der Neigung der die Ventilsitze (11,12) enthaltenden Bodenfläche der Brennraumvertiefung (7) gegen die an der abströmseitigen Längsseite der Zylinderreihe vorgesehenen Ventilstoßstangen (16) geneigt sind; c) die schräg nach oben (herausgeführte, ansaugseitig vorgesehene Zündkerze (17) mündet in der größeren Seitenfläche (8) der Brennraumvertiefung (7) zwischen den Ventilen (13,14) ein, wobei die gegen die verlängerte Zylinderachse gerichtete Bohrung (18) für die Zündkerze (17) annähernd tangential in die Bodenfläche der Drennraumvertiefung (7) verläuft. z. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, deren Zylinderkopf quer zur Zylinderlängsebene verlaufende Kühlluftdurchtrittsöffnungen aufweist. dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Zylinder ein eigener Einlaßkanal (3) vorgesehen ist, der an der von der Kühlluft angeströmten Längsseite des Zylinderkopfes (1) ausmündet und in einer zu dieser senkrecht verlaufenden Ebene liegt und der zwischen den Ein- und Auslaßkanälen (3,4) und ihren Ventilführungen verbleibende Raum zwecks Versteifung des Zylinderkopfes (1) und gleichmäßiger Wärmeverteilung vollwandig ausgeführt ist, wogegen zwischen den beiden benachbarten Einlaßkanälen (3) quer zurZylinderlängsebene verlaufende Kühlluftdurchtrittsöffnungen (20) 'mit Kühlrippen vorgesehen sind, von denen vorzugsweise die unterste, den Zylindern zugewandte öffnung mit einem zum Spannungsausgleich dienenden, in der gleichen Richtung zwischen den beiden Brennräumen (7) in der Mitte des Zylinderkopfes (1) vorgesehenen an sich bekannten Spalt (21) in Verbindung steht, der sich durchgehend bis zur Fläche des Zylinderkopfbodens erstreckt. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 181128; französische Patentschriften Nr. 589 646, 897 550; britische Patentschriften Nr. 567 660, 661923; USA.-Patentschrift Nr. 2 361191.
DED21784A 1954-12-11 1955-11-25 Geblaeseluftgekuehlte gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit Fremdzuendung Pending DE1044509B (de)

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