DE1044097B - Verfahren zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen Aminen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen AminenInfo
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- DE1044097B DE1044097B DEF18261A DEF0018261A DE1044097B DE 1044097 B DE1044097 B DE 1044097B DE F18261 A DEF18261 A DE F18261A DE F0018261 A DEF0018261 A DE F0018261A DE 1044097 B DE1044097 B DE 1044097B
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C209/00—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
- C07C209/68—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton
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Description
DEUTSCHES
Gegenstand des Patentes 951 501 ist ein Verfahren zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen
Aminen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Olefine in Gegenwart von Aluminium oder seinen
Legierungen auf aromatische Amine einwirken läßt und die Umsetzung bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise
um 200 bis 350° C, und erhöhten Drücken, vorzugsweise um 100 bis 200 at, durchführt.
In weiterer Bearbeitung des dem Verfahren des Hauptpatentes zugrunde liegenden Erfindungsgedankens
wurde nun gefunden, daß man noch bessere Ergebnisse erhält, wenn man die im Hauptpatent beschriebene
Umsetzung in Gegenwart von Jod oder von Jodverbindungen als zusätzlichem Aktivator
durchführt. Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Jodverbindungen sind solche, in denen das
Jod nicht ausgesprochen heteropolar gebunden ist, wie etwa in den Alkali- und Erdkalijodiden.
Besonders wirksam sind die Jodverbindungen mit den Elementen der III. bis VIII. Gruppe des Periodensystems
der Elemente, insbesondere die Metallverbindungen, wie z.B. NiJ2, CoJ2, AlJ3, PbJ2 und vorzugsweise
die Jodide der Metalle aus der VIII. Gruppe. Jedoch können auch elementares Jod und dessen
Nichtmetallverbindungen, wie beispielsweise Phosphortrijodid, verwendet werden. Im allgemeinen hat
es sich als zweckmäßig erwiesen, dem Reaktionsgemisch etwa 0,5 bis 1% (bezogen auf das zu alkylierende
Amin) des Jods bzw. der Jodverbindungen zuzusetzen. Jedoch können größere oder kleinere Mengen
angewandt werden.
Die für das Verfahren geeigneten Olefine sind hauptsächlich die bei den modernen Crackprozessen
auftretenden gasförmigen Olefine wie Äthylen, Propylen, Butylen, Isobutylen. Das Verfahren ist jedoch
nicht auf diese beschränkt.
Das neue Verfahren kann in der gleichen Weise wie das Verfahren des Hauptpatentes durchgeführt
werden, z. B. indem man das aromatische Amin mit etwa 2% seines Gewichtes an Aluminium und mit
etwa 0,5 bis 1% seines Gewichtes an wasserfreiem Nickeljodid versetzt, das Gemisch auf 280° C erhitzt
und Äthylen bis zu einem Druck von 200 atü aufpreßt. Die Äthylenaufnahme erfolgt sehr rasch und kommt
je nach der Art des benutzten Amins nach Aufnahme von 1 oder 2 Mol Olefin pro Mol Amin zum Stillstand.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren entstehen im Prinzip die gleichen Produkte, die nach dem Verfahren
des Hauptpatentes erhalten werden. Die Reaktion verläuft jedoch bei Verwendung der Mischkatalysatoren
einheitlicher, so daß beispielsweise aus Anilin und Äthylen praktisch quantitativ das 2,6-Diäthylanilin
entsteht. Die günstigste Reaktionstempe-
zur Herstellung von kernalkylierten
aromatischen Aminen
aromatischen Aminen
Zusatz zum Patent 951 501
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkus en-B ay er werk
Dr. Rudolf Stroh, Dr. Josef Ebersberger,
Dr. Hans Haberland, Leverkusen,
Dr. Hans Haberland, Leverkusen,
und Dr. Willi Hahn, Köln-Stammheim,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
ratur für das neue Verfahren liegt durchschnittlich um etwa 50° C tiefer als bei dem Verfahren des
Hauptpatentes.
Die Aufarbeitung der Ansätze erfolgt durch fraktionierte Destillation des Reaktionsgemisches. Gegebenenfalls
wird dieses vorher durch Verrühren mit Natronlauge von der gebildeten Aluminium-Amin-Verbindung
befreit. Aus den Destillationsrückständen läßt sich das im Katalysator enthaltene Jod nach den
üblichen Oxydationsmethoden wiedergewinnen.
Die nach dem neuen Verfahren leicht zugänglichen o-substituierten aromatischen Amine sind wertvolle
Zwischenprodukte für die Herstellung von Farbstoffen, Arzneimitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln,
Kunststoffen, Kautschukhilfsstoffen, Inhibitoren und anderen Zusatzmitteln für Mineralöle, Treibstoffe
u. dgl.
300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß und 2 g wasserfreies Nickeljodid werden in einem Autoklav auf
280° C erhitzt und mit Äthylen unter 200 atü Druck behandelt. Die Äthylenaufnahme erfolgt sehr rasch und
ist nach 3V2 bis 5 Stunden beendet. Insgesamt werden
185 g Äthylen aufgenommen, was rund 2 Mol Äthylen pro 1 Mol Anilin entspricht. Die Destillation des Reaktionsproduktes
liefert kein unverändertes Anilin. Das Destillat besteht aus reinem 2,6-Diäthylanilin.
Die Ausbeute beträgt 96% der Theorie. Das 2,6-Diäthylanilin siedet unter 10 Torr bei 110 bis 111° C.
80S 679-/412
Wie ein Vergleich mit dem Beispiel 7 der deutschen Patentschrift 951 501 ergibt, ist das erhaltene Reaktionsprodukt
auf Grund des Jodidzusatzes wesentlich einheitlicher.
300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß und 2 g wasserfreies Kobaltjodid werden nach dem Verfahren des
Beispiels 1 bei 280° C mit Äthylen umgesetzt. Die Äthylenaufnahme geht etwa mit derselben Geschwindigkeit
vor sich wie im Beispiel 1 und kommt nach Aufnahme von etwa 2 Mol Äthylen pro Mol Amin
zum Stillstand. Etwa 2 bis 3% des Reaktionsproduktes sind Kohlenwasserstoffe, der Rest ist 2,6-Diäthylanilin.
300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß und 2 g wasserfreies Aluminiumjodid werden nach dem Verfahren
des Beispiels 1 mit Äthylen bei 280° C umgesetzt. Die Äthylenaufnahme (180 g) ist nach 5 Stunden beendet.
Bei der Destillation des Reaktionsproduktes wird das 2,6-Diäthylanilin in einer Ausbeute von 94% der
Theorie erhalten.
300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß und 3 g Bleijodid werden nach dem Verfahren des Beispiels 1 umgesetzt.
Die Äthylenaufnahme erfolgt etwas langsamer als bei Verwendung von Nickel] odid. Neben
wenig 2-Äthylamlin wird 2,6-Diäthylanilin in 88%iger
Ausbeute erhalten.
unter 200 atü Druck behandelt. Im Verlaufe von
6 Stunden werden 155 g Äthylen verbraucht, was einer Aufnahme von 2 Mol Olefin pro Mol Amin entspricht.
Bei der Destillation des Reaktionsgemisches wird das 4-Methyl-2,6-diäthylanilin vom Kp.lo = 121
bis 122° C in einer Ausbeute von 90°/» der Theorie erhalten.
ίο 300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß und 2 g Jod werden
nach dem Verfahren des Beispiels 1 bei 280 bis 300° C mit Propylen bei einem Druck von 200 atü
umgesetzt. Im Verlaufe von 6 Stunden werden 65 bis 70 g Olefin aufgenommen. Das Reaktionsprodukt wird
zur Zerstörung des Aluminiumanilids mit verdünnter Natronlauge ausgeschüttelt und im Vakuum fraktioniert.
60%* des Produktes sind unverändertes
Anilin, 38 % 2-Isopropylanilin vom Kp. 10 = 96° C,
2,6-Diisopropylanilin ist nur in einer Menge von etwa 1% enthalten.
300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß, 3 g Phosphortrijodid und 0,2 g Sublimat werden nach dem Verfahren
des Beispiels 1 bei 280° C mit Äthylen bei einem Druck von 200 atü umgesetzt. Nach etwa
4 Stunden ist die Reaktion beendet. In dieser Zeit werden insgesamt 180 g Äthylen verbraucht. Das mit
verdünnter Natronlauge ausgeschüttelte Reaktionsprodukt besteht praktisch nur aus 2,6-Diäthylanilin,
das bei der Destillation in einer Ausbeute von 92% der Theorie erhalten wird.
300 g Anilin, 6 g Aluminiumgrieß und 2 g Jod werden nach dem Verfahren des Beispiels 1 mit Äthylen
umgesetzt. Die Äthylenaufnahme (2 Mol pro Mol Anilin) ist nach etwa 6 Stunden beendet. Bei der
Destillation des Reaktionsproduktes werden etwa 2% 2-Äthylanilin erhalten, der Rest ist 2,6-Diäthylanilin.
300 g p-Toluidin, 6 g Aluminiumgrieß und 2 g wasserfreies
Nickeljodid werden bei 300° C mit Äthylen
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Weiterbildung des Verfahrens zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen Aminen aus Olefinen und aromatischen Aminen in Gegenwart von Aluminium oder seinen Legierungen gemäß Patent 951 501, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart von Jod oder Jodverbindungen durchführt, in denen das Jod nicht ausgesprochen heteropolar gebunden ist.I 809 579/412 11.58.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF18261A DE1044097B (de) | 1955-01-22 | 1955-08-24 | Verfahren zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen Aminen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE823223X | 1955-01-22 | ||
| DEF18261A DE1044097B (de) | 1955-01-22 | 1955-08-24 | Verfahren zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen Aminen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1044097B true DE1044097B (de) | 1958-11-20 |
Family
ID=25949350
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF18261A Pending DE1044097B (de) | 1955-01-22 | 1955-08-24 | Verfahren zur Herstellung von kernalkylierten aromatischen Aminen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1044097B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2426395A1 (de) * | 1973-06-04 | 1974-12-12 | Ethyl Corp | Verfahren zur aminalkylierung |
| FR2588557A1 (fr) * | 1985-10-16 | 1987-04-17 | Rhone Poulenc Chim Base | Procede de preparation d'arylaminoaluminium |
-
1955
- 1955-08-24 DE DEF18261A patent/DE1044097B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2426395A1 (de) * | 1973-06-04 | 1974-12-12 | Ethyl Corp | Verfahren zur aminalkylierung |
| FR2588557A1 (fr) * | 1985-10-16 | 1987-04-17 | Rhone Poulenc Chim Base | Procede de preparation d'arylaminoaluminium |
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