DE1043822B - Ausgleichvorrichtung fuer hydraulische Drucksysteme - Google Patents
Ausgleichvorrichtung fuer hydraulische DrucksystemeInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Ausgleichvorrichtung für hydraulische Drucksysteme, insbesondere für auf
Flugzeugen vorgesehene Drucksysteme. Solche Drucksysteme weisen einen Vorratsbehälter auf, der die
Aufgabe hat, in der Druckflüssigkeit enthaltene Luft auszuscheiden und Volumenänderungen der in dem
System vorhandenen Flüssigkeit auszugleichen.
Die bekannten Ausgleichbehälter für hydraulische Drucksysteme auf Flugzeugen sind verhältnismäßig
einfach und stellen wenig mehr als Tanks mit einem Zweiwegeüberströmventil dar, das auf Druckänderungen,
die durch Änderungen der Flughöhe oder der atmosphärischen Bedingungen entstehen, anspricht.
Ein Luftraum wird grundsätzlich benötigt, damit Schwankungen des Druckflüssigkeitsinhaltes ausgeglichen
werden können, die sich durch die Arbeit des Drucksystems und die Bewegungen der Druckkolben
ergeben. Infolge der Anwesenheit der Luft ist es bei bestimmten Flugbedingungen auch möglich, daß die
Pumpe keine Flüssigkeit, sondern Luft ansaugt, wodurch im hydraulischen System Lufteinschlüsse gebildet
werden, die ein ungenaues und träges Arbeiten der hydraulischen Steuervorgänge zur Folge haben.
Die meisten hydraulischen Systeme dieser Art werden so ausgebildet, daß diese Lufteinschlüsse durch
eine Nebenschluß leitung der Pumpe wieder in den Vorratsbehälter gelangen, doch besteht immer die
Möglichkeit, daß sie in die Servozylinder gelangen.
Mit der Einführung der servogesteuerten oder durch Servomotoren unterstützten Flugsteuerung, die
eine ständige zwangläufige Arbeitsweise des Drucksystems voraussetzt, und mit der Zunahme der Flughöhe
und der höheren Arbeitstemperaturen und Arbeitsdrücke des hydraulischen Systems hat es sich als
wünschenswert erwiesen, luftlos arbeitende hydraulische Systeme vorzusehen, da bei den in großen Höhen
herrschenden Drücken und den hohen in den hydraulischen Systemen herrschenden Temperaturen
die Druckflüssigkeit sehr schnell oxydiert. Auch müssen Lufteinschlüsse deshalb unbedingt vermieden werden,
weil der größte Teil der hydraulisch zu bedienenden Geräte für ein sicheres Fliegen des Flugzeuges
unbedingt notwendig ist.
Bei einem bekannten luftlos arbeitenden hydraulischen System besteht der Vorratsbehälter aus einem
Zylinder, in dem ein federbelasteter Kolben vorgesehen ist, der die Flüssigkeit unter Druck hält und
Änderungen des Flüssigkeitsvolumens zuläßt. Die Flüssigkeit ist dabei in der zur Pumpe führenden
Saugleitung unter Druck gesetzt, um sicher zu verhindern, daß der Flüssigkeitszufluß zur Pumpe unterbrochen
wird und die Pumpe Luft ansaugt. Doch sind bei diesem Behälter keine Mittel vorgesehen,
Abgleichvorrichtung
für hydraulische Drucksysteme
für hydraulische Drucksysteme
Anmelder:
Canadian Patents and Development
Limited, Ottawa
Limited, Ottawa
Vertreter: Dipl.-Ing. G. Weinhausen, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 46
München 22, Widenmayerstr. 46
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. April 1956
V. St. v. Amerika vom 20. April 1956
Kazimierz Korsak, North York, Ontario,
und Lionel Mervyn Treleman, Toronto, Ontario
und Lionel Mervyn Treleman, Toronto, Ontario
(Kanada),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
durch die etwa in der Flüssigkeit vorhandene Luft abgeschieden werden kann.
Eine wesentliche Aufgabe der im folgenden beschriebenen Erfindung ist es, in einem hydraulischen
Drucksystem für Flugzeuge einen Flüssigkeitsvorrat zu schaffen, in dem keine Luft vorhanden ist. Ein
solches System muß in jeder Höhe und unter den verschiedensten Beschleunigungskräften zuverlässig arbeiten.
Deshalb sieht die Erfindung weiterhin vor, die in dem Vorratsbehälter und in der zur Pumpe führenden
Saugleitung vorhandene Flüsigkeit unter Druck zu setzen, um ein Leersaügen der Pumpe unter derartigen
Bedingungen mit Sicherheit zu vermeiden.
Außerdem sieht die'Erfindung Mittel vor, die durch
Außerdem sieht die'Erfindung Mittel vor, die durch
4.0 Temperatur- und Druckänderungen oder durch Reaktionen
der Flüssigkeitskomponenten und durch Leckverluste entstehenden Änderungen des Flüssigkeitsvolumens auszugleichen.
Schließlich sieht die Erfindung Einrichtungen vor, durch die die in der Flüssigkeit enthaltene Luft ausgeschieden
wird, die im anderen Falle sich an irgendwelchen anderen Stellen des Systems sammeln, Lufteinschlüsse
bilden und ein träges Arbeiten der hydraulischen Anlage zur Folge haben würde.
Im Hinblick darauf, daß wesentliche Aufgaben der Erfindung dadurch gelöst werden, daß die in dem
Vorratsbehälter befindliche Flüssigkeit unter Druck gesetzt wird, und da nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung die hierzu benötigte Kraft durch
«09 67W461
3 4
hydraulische Mittel hervorgerufen wird, ist es ein sigkeit wird normalerweise am Zutritt zu der Druckweiteres
wesentliches Merkmal der Erfindung, für seite 18 der Vorrichtung durch ein Ventil gehindert,
den Fall eines Ausfalls der normalen hydraulischen das durch den in der Leitung 19 herrschenden Druck
Druckquelle oder eines wesentlichen Druckabfalls, geschlossen gehalten wird. Wenn diese Druckquelle
der unter gewissen Flugbedingungen eintreten könnte, 5 jedoch einmal versagt, so bildet das in der Leitung 16
zur Sicherheit eine andere Druckquelle vorzusehen. befindliche Strömungsmittel einen Ersatz für das aus-
Gemäß der Erfindung sieht die Ausgleichvorrich- gefallene andere Druckmittel.
tung einen großen Zylinder vor, der nach unten durch Die Ausgleichvorrichtung 13 enthält, wie Fig. 2
einen Kolben begrenzt ist, welcher mit einem gleich- und 3 erkennen lassen, einen großen Kolben 26, der
achsig angeordneten kleineren Kolben verbunden ist, io sich in einem Zylinder 28 bewegen kann. Die Abdich-
der in einem entsprechenden kleinen Zylinder ange- tung erfolgt mittels eines Dichtungsringes 27. An der
ordnet und auf der Unterseite hydraulisch beauf- Unterseite des Kolbens schließt sich an diesen ein
schlagt ist. In die gewölbte Haube, die wie üblich hohler Kolben 29 geringeren Durchmessers an, der
das obere Ende des großen Zylinders abschließt, mün- sich unter Zwischenlage eines Dichtungsringes 30 in
det die Zuführungsleitung für die Druckflüssigkeit 15 einem entsprechenden Zylinder 31 bewegen kann, des-
erfindungsgemäß etwa tangential, und der Auslaß- sen oberes Ende fest mit dem Boden 32 des Zylinders
stutzen ist in der gewölbten Haube so· angeordnet, 28 verbunden ist, so daß die beiden Zylinder in Tan-
daß sein inneres Ende zentral etwas nach unten in demanordnung liegen. Das obere Ende des Zylinders
die Haube hineinragt. An der höchsten Stelle der 28 wird durch eine gewölbte Haube 33 abgeschlossen.
Haube ist ein Überströmventil angeschlossen. 20 die mit einem Austrittsstutzen 34 versehen ist, an den
Durch diese Ausbildung entsteht in der Haube ein die Saugleitung 11 der Pumpe 10 angeschlossen ist.
schneller Umlauf der durch die tangentiale Zufüh- Die Haube 33 ist nach innen durch einen konischen
rungsleitung eintretenden Druckflüssigkeit, der eine Blecheinsatz 35 abgeschlossen, dessen Außendurch-
Abscheidung der Luft bewirkt, die sich im obersten messer kleiner als der Innendurchmesser des Zylin-
Teil der Haube sammelt, von wo sie durch Betätigen 25 ders 28 ist. Sie ist an vier Ansätzen 36 der Haube 33
des Überströmventils entfernt werden kann. mittels Schrauben 37 befestigt, die durch radiale Zun-
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise gen 38 des Blecheinsatzes hindurchgehen. Ein weitedargestellt,
und zwar zeigt res ringförmiges Leitblech 39 ist in dem durch den
Fig. 1 einen schematischen Plan des luftlosen hy- Blecheinsatz 35 abgedeckten Innenraum der gewölb-
draulischen Drucksystems, in dem eine hydraulische 3° ten Haube 33 vorgesehen und mittels eines rohrför-
Ausgleich vor richtung gemäß der Erfindung vorgese- migen, den Austrittsstutzen 34 umgebenden Ansatzes
hen ist, 40 an dem Blecheinsatz 35 befestigt. Der Außendurch-
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Ausgleichvorrich- messer des Leitblechs 39 ist etwas kleiner als die ge-
tung, wölbte Haube 33., so daß zwischen beiden ein ring-
Fig. 3 einen lotrechten Schnitt durch die Vorrich- 35 förmiger Schlitz frei bleibt. Außerdem befinden sich
tung nach der Linie 3-3 in Fig. 2 und in dem Leitblech dort, wo es mit dem rohrförmigen
Fig. 4 einen lotrechten Schnitt durch das Überstrom- Ansatz 40 zusammenkommt, auf den Umfang gleich-
ventil der Vorrichtung nach der Linie 4-4 in Fig. 2. mäßig verteilt vier Luftdurchlaßöffnungen 41. Der
In dem in Fig. 1 dargestellten hydraulischen Druck- zwischen dem Blecheinsatz 35 und der Haube 33 besystem
ist eine Pumpe 10 vorgesehen, die die Druck- 40 findliche Raum 42 dient als Luftabscheideraum,
flüssigkeit durch eine Saugleitung 11 aus dem Vor- An der Haube 33 ist ein Einlaßstutzen 43 vorgeratsbehälter 12 der Ausgleichvorrichtung 13 ansaugt. sehen, der sich zu der etwa tangential in den Raum Die Pumpe fördert die Flüssigkeit durch ein Rück- 42 einmündenden öffnung 44 verjüngt,
schlagventil 15 in eine Druckleitung 14. Zwischen der Zentral in dem kleineren Druckzylinder 31 ist ein Saugleitung 11 und der Druckleitung 14 befindet sich 45 sich über die ganze Länge des Zylinders erstreckenein Entlastungsventil 20, um einen durch die Pumpe des Rohr 45 vorgesehen, das in der Abschlußhaube 46 erzeugten übermäßig hohen Druck in der Druckleitung des Zylinders befestigt ist und mit einem in dieser zu verhindern. Durch die Druckleitung 14 gelangt die Haube vorgesehenen Stutzen 47 in Verbindung steht, unter Druck stehende Flüssigkeit zu einem Steuer- Verschiebbar auf dem Rohr 45 ist ein sich mittels ventil 21, durch das der Eintritt der Flüssigkeit in den 5o eines Dichtungsringes 49 gegen die Innenwand des Servomotor 22 geregelt wird. Die aus dem Servo- Zylinders 31 anlegender, frei beweglicher Kolben 48 motor austretende Flüssigkeit gelangt über das Steu- angeordnet. Er ist auch gegenüber dem Rohr 45 miterventil 21, die Rückführleitung 23, ein Filter 24 und tels eines Dichtungsringes 50 abgedichtet. Das der eine Leitung 25 in den Vorratsbehälter 12 der Aus- Haube 46 zugewendete Ende des Zylinderraumes steht gleichvorrichtung 13 zurück. Dieser Behälter enthält 55 mit einem weiteren, in der Haube vorgesehenen Stutden für die Versorgung des soeben beschriebenen zen 51 in Verbindung.
flüssigkeit durch eine Saugleitung 11 aus dem Vor- An der Haube 33 ist ein Einlaßstutzen 43 vorgeratsbehälter 12 der Ausgleichvorrichtung 13 ansaugt. sehen, der sich zu der etwa tangential in den Raum Die Pumpe fördert die Flüssigkeit durch ein Rück- 42 einmündenden öffnung 44 verjüngt,
schlagventil 15 in eine Druckleitung 14. Zwischen der Zentral in dem kleineren Druckzylinder 31 ist ein Saugleitung 11 und der Druckleitung 14 befindet sich 45 sich über die ganze Länge des Zylinders erstreckenein Entlastungsventil 20, um einen durch die Pumpe des Rohr 45 vorgesehen, das in der Abschlußhaube 46 erzeugten übermäßig hohen Druck in der Druckleitung des Zylinders befestigt ist und mit einem in dieser zu verhindern. Durch die Druckleitung 14 gelangt die Haube vorgesehenen Stutzen 47 in Verbindung steht, unter Druck stehende Flüssigkeit zu einem Steuer- Verschiebbar auf dem Rohr 45 ist ein sich mittels ventil 21, durch das der Eintritt der Flüssigkeit in den 5o eines Dichtungsringes 49 gegen die Innenwand des Servomotor 22 geregelt wird. Die aus dem Servo- Zylinders 31 anlegender, frei beweglicher Kolben 48 motor austretende Flüssigkeit gelangt über das Steu- angeordnet. Er ist auch gegenüber dem Rohr 45 miterventil 21, die Rückführleitung 23, ein Filter 24 und tels eines Dichtungsringes 50 abgedichtet. Das der eine Leitung 25 in den Vorratsbehälter 12 der Aus- Haube 46 zugewendete Ende des Zylinderraumes steht gleichvorrichtung 13 zurück. Dieser Behälter enthält 55 mit einem weiteren, in der Haube vorgesehenen Stutden für die Versorgung des soeben beschriebenen zen 51 in Verbindung.
Systems erforderlichen Flüssigkeitsvarrat, der durch Der ringförmige Boden 32 des großen Zylinders 28
hydraulische Mittel, die nachstehend noch beschrie- dient als Sumpf und weist eine nach außen durch eine
ben werden, unter Druck gehalten wird. unter Federwirkung stehende Klappe 53 verschlossene
Wie man aus Fig. 1 erkennen kann, wird durch 6o Öffnung 52 zum Einführen eines Meßstabes auf. Eine
eine Leitung 19 der Druckseite 18 der hydraulischen Ablaufbohrung 54 sowie eine mit einem Filter 56
Ausgleichvorrichtung 13 eine Druckflüssigkeit aus versehene Entlüftungsöffnung 55 sind außerdem in
dem hydraulischen Hauptsystem des Flugzeuges zu- dem Boden 32 vorgesehen.
geführt. Diese Flüssigkeit übt einen Druck auf den Ein kombiniertes Überström- und von Hand zu
Vorratsraum 12 über ein Kolbensystem aus, das in 65 betätigendes Sicherheitsventil 57 ist in einem Anguß
Fig. 1 nur gestrichelt dargestellt ist. 58 der Haube 33 vorgesehen. Der Anguß enthält eine
Die Druckleitung 14 ist im übrigen noch über eine größere Bohrung 59 und gleichachsig dazu in Tan-
Leitung 16 und ein Druckminderventil 17 ebenfalls demanordnung eine kleinere Bohrung 60, die über
mit der Druckseite 18 der Ausgleichvorrichtung ver- einen axialen Kanal 61 mit dem Austrittsstutzen 34
bunden. Die in der Leitung 16 befindliche Druckflüs- 7o UI1(i über einen Ouerkanal 62 mit dem Luftabscheide-
raum 42 verbunden ist. Ein weiterer, von der größeren Bohrung 59 ausgehender Querkanal 63 (s. Fig. 2)
führt ins Freie. In den Bohrungen befindet sich ein Ventilkörper 64 mit einer konischen Dichtungsfläche
65, mit der er durch eine Schraubenfeder 66 gegen den am Übergang zwischen der großen und der kleinen
Bohrung vorgesehenen Sitz 67 gedruckt wird. Etwas außerhalb des Sitzes münden in der konischen
Dichtungsfläche 65 einige Löcher 68 aus, die den Innenraum des Ventilkörpers 64 mit dem großen Zylinderraum
59 verbinden. Die konische Dichtungsfläche 65 läuft in einen hohlen zylindrischen Ansatz 69 aus,
der an seinem Ende mittels radialer Ansätze 71 in der kleinen Bohrung 60 geführt ist und Löcher 70 aufweist,
durch die sein Inneres mit dieser Bohrung in Verbindung steht. In der nach dem Ende des Ansatzes
zu offenen Bohrung des zylindrischen Ansatzes 69 ist ein zweiter Ventilkörper 72 axial verschiebbar
angeordnet, der sich unter der Wirkung einer Schraubenfeder 73 mit einer konischen Dichtungsfläche gegen
einen Sitz 74 anlegt, der sich an dem Übergang zwischen der kleinen Bohrung 60 und dem Kanal 61
befindet. In dem hohlen Ventilkörper 64 befindet sich weiterhin eine Kugel 75, die durch eine Schraubenfeder
77 gegen einen Ventilsitz 76 gedrückt wird, der am Übergang zwischen der Bohrung des Ventilkörpers
und der Bohrung des Ansatzes 69 vorhanden ist. Diese Feder stützt sich gegen einen Schraubstöpsel 78
ab, der in das offene Ende des Ventilkörpers 64 eingeschraubt ist. Der Ventilkörper 64 selbst wird in dem
Anguß 58 durch eine Schraubbüchse 79 gehalten, die gleichzeitig als Widerlager für die den Ventilkörper
64 beaufschlagende Feder 66 dient. Der Ventilkörper 64 kann entgegen der Kraft der Feder 66 von dem
Sitz 67 abgehoben werden, und zwar mittels eines Winkelhebels 80, der an einem an die Haube 33 angegossenen
Lagerbock 81 schwenkbar gelagert ist und in eine an dem Schraubstöpsel 78 vorgesehene Gabel
82 eingreift.
Im Betrieb gelangt Druckflüssigkeit aus dem Servomotor 22 durch die Rückströmleitung 23, das Filter
24, die Leitung 25 und den Einlaßstutzen 43 mit durch dessen Verjüngung hervorgerufener Beschleunigung
tangential durch die Öffnung 44 in die Luftab scheidekammer 42. Hierdurch entsteht innerhalb der
Kammer ein Flüssigkeitswirbel, so daß etwa in der Flüssigkeit enthaltene Luft sich im mittlerem Teil der
Kammer unter dem Leitblech 39 sammelt, durch die Löcher 41 nach oben steigt und sich an der höchsten
Stelle der Kammer 42 sammelt. Von hier gelangt die Luft entweder durch selbsttätiges Arbeiten des Ventils
57 oder infolge Handbetätigung des Ventils in die freie Atmosphäre.
Die Stellung des Kolbens 26 in dem Zylinder 28 wird durch die Gesamtflüssigkeitsmenge in dem
Drucksystem bestimmt (das vorgesehene größte Fassungsvermögen der Ausgleichvorrichtung selbst beträgt
bei der bevorzugten Ausführungsform etwa 8 1) und kann bei einer Überholung mittels einer durch
die öffnung 52 eingeführten Stange eingestellt werden. Ein Dichtungsring 27 sorgt für gute Abdichtung
zwischen dem Kolben 26 und dem Zylinder 28. Der Boden 32 bildet einen Sumpf zum Sammeln von trotzdem
in den unterhalb des Kolbens 26 befindlichen Raum gelangender Flüssigkeit und ist zur Ableitung
solcher Flüssigkeit mit einer Bohrung 54 versehen, die normalerweise mit einer außenbords geführten
Leitung verbunden ist. Zur Aufrechterhaltung eines gleichbleibenden Luftdrucks unterhalb des Kolbens
bei dessen Bewegungen oder bei Höhenänderungen kann Luft durch die mit einem Filter 56 versehene
öffnung 55 ein- oder austreten.
Die Lieferung von Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter erfolgt durch den nach oben zentral abgehenden
und um 90° gekrümmten Stutzen 34. Die aus dem hydraulischen Hauptsystem des Flugzeuges mit
einem Drude von etwa 105 at kommende Druckflüssigkeit
tritt durch den Stutzen 47 und das Rohr45 in den Druckzylinder 31 ein. Sie drückt den Kolben 48
ίο infolgedessen gegen die Haube 46 des Zylinders und
außerdem von unten gegen den hohlen Kolben 29 und bewegt diesen und damit den Kolben 26 nach oben,
wodurch die in dem Vorratsbehälter 28 befindliche Flüssigkeit entsprechend dem Flächenverhältnis der
Kolben 29 und 26 unter einen Druck von etwa 6 at gesetzt wird. Die an den Dichtungsflächen auftretenden
Reibungskräfte, die sich einer Bewegung des Kolbens widersetzen, entsprechen einem Druck von
etwa 2,5 at. Infolgedessen kann der in dem System
ao herrschende Druck zwischen 3,5 und 9,5 at variieren, bevor diese Reibung überwunden wird und die Bewegung
des Kolbens den Druck wieder näher an den Normaldruck von 6 at heranbringt.
Die aus der Druckleitung 14 kommende Flüssigkeit gelangt durch ein Reduzierventil 17, in der ihr Druck
auf etwa 90 at herabgesetzt wird, durch den Stutzen 51 in den unterhalb des freien Kolbens 48 befindlichen
Raum. Da der über dem Kolben herrschende Druck normalerweise etwa 105 at beträgt, wird der Kolben
also in seiner untersten Stellung bleiben. Sinkt dieser Druck aber aus irgendeinem Grunde ab, so wird der
freie Kolben 48 in dem Zylinder 31 aufwärts bewegt und legt sich schließlich von unten gegen den hohlen
Kolben 29 an, so daß auf diesen und dadurch auch auf den Kolben 26 eine aufwärts gerichtete Kraft
aufrechterhalten wird, die sich infolge des etwas geringeren Drucks der durch den Stutzen 51 zugeführten
Flüssigkeit und der geringeren wirksamen Fläche des freien Kolbens 48 in der im Vorratsbehälter enthaltenen
Flüssigkeit mit einem Druck von etwa 5 at auswirkt. Hierdurch wird erreicht, daß der freie Kolben
stets in seiner unteren Stellung bleibt, außer wenn der erwähnte Notfall eintritt.
Ein Mittel gegen das Entstehen eines unzulässig hohen Überdrucks in dem Vorratsbehälter 28 und zur
Kontrolle des Luftablassens aus diesem Raum stellt das kombinierte Überdruck- und Ablaßventil 57 dar.
Das Überdruckventil, das durch die Kugel 75 gebildet wird, wird mittels der Feder 77 auf einen Druck von
etwa 11,5 at eingestellt. Wenn in dem Vorratsbehälter dieser Druck überschritten wird, so wird die sich
in der Kammer 42 angesammelte Luft durch den Kanal 62, die Bohrung 60 und durch die Löcher 70
in den Innenraum des Ansatzes 69 gedrückt, wo sie die Kugel 75 von ihrem Sitz 76 abhebt. Die Luft gelangt
dann durch die Löcher 68 in die Bohrung 59 und aus dieser durch den Kanal 63 ins Freie. Der Luft
folgt schließlich die Flüssigkeit auf dem gleichen Wege, bis der Überdruck in dem Behälter 28 unter
den Wert von 11,5 at sinkt, so daß sich die Kugel 75 wieder auf ihren Sitz setzt. Während der normalen
Arbeitsweise der Ausgleichvorrichtung wird die Luft, die sich in der Kammer 42 angesammelt hat, an einem
Eintritt in den Auslaßstutzen 34 durch das Ventil 72 gehindert, das auf seinem Sitz 74 bleibt. Soll der
Vorratsbehälter aber von Hand entlüftet werden, so wird der Winkelhebel 80 in Richtung des Pfeiles X
in Fig. 4 verschwenkt. Dadurch wird der gesamte Ventilkörper entgegen der Kraft der Feder 66 zurückgezogen.
Überschüssige Flüssigkeit kann dann durch
den Kanal 61, an dem Ventilkörper 72 vorbei sowie durch den Kanal 62 in die Bohrung 60 und auf dem
gleichen Wege, der schon vorher beschrieben wurde, zu dem Kanal 63 und von da ins Freie gelangen. Wird
der Hebel losgelassen, so sorgt die Feder 66 dafür, daß sich sämtliche Ventilkörper wieder auf ihre Sitze
setzen.
Claims (3)
1. Ausgleichvorrichtung für hydraulische Drucksysteme, deren Ausgleichbehälter aus einem großen
stehend angeordneten Zylinder besteht, dessen oberes Ende durch eine gewölbte Haube und dessen
unteres Ende durch einen unter Druck stehenden Kolben begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser Kolben (26) mit einem gleichachsig angeordneten Kolben (29) kleineren Durchmessers
verbunden ist, der in einem Zylinder (31) von unten hydraulisch beaufschlagt ist, die Rückführleitung
(23, 25, 43) in die gewölbte Haube (33) etwa tangential einmündet, der Auslaß stutzen (34)
in ihr so angeordnet ist, daß sein inneres Ende zentral etwas nach unten in die Haube hineinragt,
und an ihrer höchsten Stelle (42) ein Überstromventil (57) angeschlossen ist, so daß durch die
tangentiale Einleitung der Druckflüssigkeit aus der Rückführleitung in die gewölbte Haube eine
Zentrifugalabscheidung der in der Druckflüssigkeit enthaltenen Luftblasen bewirkt wird, die sich
im höchsten Teil der Haube ansammeln, von wo sie durch Betätigung des Überströmventils entfernt
werden können.
2. Ausgleichvorrichtung nach Anspruch 1, da-" durch gekennzeichnet, daß in der gewölbten Haube
(33) ein im wesentlichen ebenes waagerechtes Leitblech (39) vorgesehen ist, das oberhalb der Ein-■
mündungsöffnung (44) der Rückführleitung (43) liegt und über sich innerhalb der gewölbten Haube
eine Luftabscheidekammer (42) bildet.
3. Ausgleichvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem kleineren Zylinder
(31) unterhalb des mit dem großen Kolben (26) verbundenen kleineren Kolbens (29) ein frei beweglicher
Kolben (48) vorgesehen ist, der auf seiner Unterseite mit einem Druck beaufschlagt
ist, der etwas geringer als der Druck ist, mit dem der kleinere Kolben normalerweise beaufschlagt ist,
und der auch den freien Kolben von oben beaufschlagt,
so daß der freie Kolben normalerweise durch diesen Druck im unteren Teil des kleinen
Zylinders gehalten wird, bei Ausbleiben dieses Drucks aber durch den etwas geringeren Druck
aufwärts gegen den kleineren Kolben bewegt wird und dadurch auch den großen Kolben (26) weiterhin
unter Druck hält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©«09-578/461 11.5a
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US1043822XA | 1956-04-20 | 1956-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC14688A Pending DE1043822B (de) | 1956-04-20 | 1957-04-16 | Ausgleichvorrichtung fuer hydraulische Drucksysteme |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1043822B (de) |
-
1957
- 1957-04-16 DE DEC14688A patent/DE1043822B/de active Pending
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