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DE1043669B - Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Pruefen des Mahlgrades von Papierstoff - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Pruefen des Mahlgrades von Papierstoff

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Publication number
DE1043669B
DE1043669B DEZ5396A DEZ0005396A DE1043669B DE 1043669 B DE1043669 B DE 1043669B DE Z5396 A DEZ5396 A DE Z5396A DE Z0005396 A DEZ0005396 A DE Z0005396A DE 1043669 B DE1043669 B DE 1043669B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring
sieve
measuring cells
cells
filtrate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ5396A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Baumbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Original Assignee
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zellsloff Fabrik Waldhof AG filed Critical Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Priority to DEZ5396A priority Critical patent/DE1043669B/de
Publication of DE1043669B publication Critical patent/DE1043669B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/34Paper

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Prüfen des Mahlgrades von Papierstoff Zur Verfolgung der Mahlung von Papierstoff in Holländern oder sonstigen Mahlgeräten und zur Charakterisierung des Mahlungszustandes steht bis heute als Anzeige-Meßmethode hauptsächlich die Mahlgradbestimmung nach Schopper-Riegler zur Verfügung. Bei dieser Mahlgradbestimmung wird analytisch die Entwässerbarkeit einer Faseraufschwemmung in Abhängigkeit von der Konsistenz und Menge bestimmt. Hierzu wird ohne Einwirkung von Druck oder Vakuum ein Faservlies gebildet, indem man die Faserstoffsuspension in einen Behälter mit Siebboden bringt, und die Filtriergeschwindigkeit der freiwillig unter Atmosphärendruck ablaufenden Flüssigkeit wird gemessen. Das bei der Bildung des Faserstoffvlieses auf dem Sieb durch dieses abfließende Wasser gelangt in einen Trichter, aus dem es durch zwei Öffnungen ausfließen kann, und zwar durch ein enges Loch in der Trichterspitze und durch einen seitlichen Ausfluß. Wenn nur wenig Wasser in der Zeiteinheit in den Trichter gelangt, wenn also die Filtriergeschwindigkeit gering ist, kann alles Wasser durch die Trichterspitze ablaufen. Läuft jedoch das Wasser bei hoher Filtriergeschwindigkeit schneller in den Trichter als es durch die Trichterspitze ablaufen kann, dann fließt das überschüssige Wasser durch den seitlichen Ausfluß ab. Seine Menge je Zeiteinheit gibt also indirekt ein Maß für die Filtriergeschwindigkeit. Je länger nun der Stoff gemahlen wird und je feiner er dementsprechend ist, desto langsamer entwässert er und desto weniger Wasser fließt also seitlich aus dem Trichter aus, und umgekehrt. Aus dem seitlich ausfließenden Anteil des Wasservolumens kann also der Mahlgrad des Papierstoffes in einfacher Weise ermittelt werden. Solche Messungen erfordern jedoch die laufende Entnahme einzelner Proben aus den Mahlgeräten.
  • Es sind zwar auch Geräte zur fortlaufenden Messung des Mahlungsgrades bekannt. Bei ihnen wird aber ein Filter in die Stoffsuspension eingetaucht, was die Geräte selbst und ihre Arbeitsweise kompliziert macht und zudem die Übertragung der Meßergebnisse auf selbsttätige Anzeige- oder Registriergeräte erschwert.
  • Durch die Erfindung gelingt es nun, diese Schwierigkeiten zu überwinden und in einfacher Weise den Mahlungsgrad von Papierstoff und ähnlichen Faserstoffsuspensionen kontinuierlich zu ermitteln und zur Anzeige und/oder Registrierung zu bringen. Hierzu bedient sich die Erfindung der bekannten Bestimmung der Entwässerbarkeit von Faserstoffaufschwemmungen in Abhängigkeit von der Dichte und Menge. Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß eine Vielzahl von mit Siebboden versehenen Meßzellen durch eine gemeinsame Zuleitung, an der sie im Kreis- lauf vorbeigeführt werden, nacheinander mit der zu messenden Faserstoffaufschlämmung und gegebenenfalls durch eine weitere Leitung mit Zusatzwasser gefüllt werden, worauf jeweils das in der Aufschlämmung enthaltene Wasser durch den Siebboden jeder Meßzelle abläuft und in Abhängigkeit von der Zeit gemessen wird, und daß die so indirekt gemessene Entwässerbarkeit der Faserstoffaufschlämmung durch ein auf den entsprechenden Mahlungsgrad geeichtes Meßgerät laufend angezeigt oder aufgezeichnet wird.
  • Das Gerät kann in den Hauptstoffstrom des Betriebes oder in einen von diesen abgezweigten Teilstrom eingeschaltet werden. Bringt man es in den Hauptstoffstrom, so müssen nur Zu- und Ableitung entsprechend dimensioniert werden. Da die einzelnen Meßzellen sowieso bis zum Überlauf gefüllt werden, fließt die überschüssige Menge der Stoffsuspension einfach ab. Doch ist es meist überflüssig und daher unzweckmäßig, das Gerät in den Hauptstoffstrom einzubauen und demgemäß einzelne seiner Teile entsprechend groß dimensionieren zu müssen. Meist wird man es daher in einen vom Hauptstoffstrom abgezweigten Teilstrom einbringen.
  • Da die einzelnen Meßzellen des Gerätes bis zum Überlauf gefüllt werden, fließt ein Teil der durch das Gerät gehenden Stoffsuspension gleich wieder ab, ohne zur Messung beizutragen. Die der Messung zuzuführende Wassermenge kann grundsätzlich auf zwei verschiedene Weisen abgenommen werden.
  • So kann das aus jeder Meßzelle ablaufende Wasser für sich der Messung zugeführt werden. Diese erfolgt dann zweckmäßig in an sich bekannter Weise dadurch, daß durch eine enge Abflußöffnung eines Auffangtrichters je Zeiteinheit eine einem bestimmten hohen Mahlgrad entsprechende Mindestmenge Wasser ablaufen kann, während die darüber hinaus je Zeiteinheit durch das Sieb gehende Wassermenge, die durch einen Überlauf schnell abfließt, gemessen wird. Diese Messung wird sodann auf eine nach dem Mahlungsgrad des Papierstoffes geeichte Anzeige- und/oder Registriervorrichtung übertragen.
  • Man kann aber auch die aus mehreren oder allen jeweils tätigen Meßzellen abfließende - Wassermenge gesammelt der Messung zuführen, die zweckmäßig nach dem Durchflußverfahren in Abhängigkeit von der Zeit erfolgt.
  • Das Gerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann in verschiedener Weise konstruiert sein. So können die Meßzellen auf einer horizontal umlaufenden Drehscheibe oder auch auf einem vertikal umlaufenden Transportband angebracht sein.
  • Sie können runden oder eckigen Horizontalschnitt aufweisen, können - vor allem bei passender eckiger Form - dicht aneinander stehen oder auch in Abständen angeordnet sein.
  • Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden die Siebböden der Meßzellen vor der Füllung jeder Meßzelle einzeln abgedeckt und nach der Füllung freigegeben. Vorzugsweise erfolgt dies mit Abdeckkonussen, die durch Zugfedern von ihrem Sitz gehoben und zur Abdeckung der 5 iebböden während der Füllung der Meßzellen durch eine Steuervorrichtung automatisch auf die 5 iebböden gedrückt werden.
  • Nach dem Abfluß des Filtrats werden die Meßzellen zur Beseitigung des Siebrückstandes jeweils mit Wasser ausgespült, bevor sie automatisch wieder abgedeckt werden. Nach erneuter Füllung werden sie dann jeweils wieder freigegeben.
  • Die Faserstoffsuspension, die zur Messung gelangt, kann vorher in der bei Mahlungsgradbestimmungen bekannten Weise in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser verdünnt werden.
  • Die Zeichnungen zeigen beispielsweise schematische Ausführungsformen zur Durchführung des kontinuierlichen Mahlgradmeßverfahrens, und zwar zeigt Abb. 1 einen Längsschnitt durch einen Mahlgradprüfer der Erfindung, Abb. 2 einen Ouerschnitt A-A der Abb. 1, Abb. 3 eine Gesamtseitenansicht, Abb. 4 eine Abwicklung der Meßzellen gemäß Abb. 2, Abb. 4a eine weitere Ausführung der Meßvorrichtung zu Abb. 4; Abb. 5 einen Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform mit einem drehbaren Meßzellensystem im Schnitt 17 der Abb. 6, Abb. 6 einen Querschnitt B-B der Abb. 5, Abb. 7 einen Querschnitt B-B der Abb. 5 in einer weiteren Ausführungsform, Abb. 8 eine Teilansicht der Abb. 5 von C aus, Abb. 9 eine Abwicklung der Meßzellen gemäß Abb. 6 oder 7, Abb. 10 einen Teillängsschnitt in vergröMertem Meßsieb der Ausführungsform nach Abb. 5.
  • Wie Abb. 1, 3 und 5 zeigen, sind innerhalb eines vornehmlich zylindrischen geschlossenen Gehäuses 1, das am oberen Außenumfang mit einem Einlaß 2 und einem unteren zentralen Auslaß 3 ausgestattet ist, an einer in der Nilitte gelegenen Drehachse4 über den Umfang verteilte Meßzellen s angesetzt. Die Drehachse4 kann am Boden 6 des Gehäuses 1, beispielsweise in Höhe des Auslasses 3, in einem Lagerkreuz 7 drehbar gelagert sein, durchgreift oben den Deckel 8 des Gehäuses und wird über ein Getriebe 9 beispielsweise von einem Elektromotor 10 mit gleichbleibender, aber sehr langsamer Drehzahl angetrieben. Dieser Antrieb der Achse 4 kann mit einstellbarer oder gleichbleibender Drehzahl erfolgen.
  • Die Meßzellen besitzen zweckmäßig jeweils eine etwa bis zur Unterkante des Einlasses 2 sich erstrekkende Außenwand 11 und bei entsprechenden Zwischenverbindungen eine kurzgehaltene Innenwand 12. Der Boden 13 jeder Meßzelle 5 ist mit einem Siebgewebe 14 versehen, das zweckmäßig auswechselbar ist. Die Meßzellen 5 können im Querschnitt von an sich beliebiger Form sein. Diese Meßzellen können mit Armen 15 und 16 an der Drehachse 4 befestigt sein.
  • In jeder Meßzelle 5 befindet sich ein Abschlußkonus 17, der an einer Spindel 18 befestigt ist und mittels Federn 19 oder Gewichten oder in sonstiger beliebiger Weise in der Öffnungsstellung in einem gleichbleibenden Abstand vom Siebboden 13, 14 gehalten wird und über die Spindel 18 durch eine Steuervorrichtung, z. B. eine ortsfeste Steuerschiene 20, mit schräg nach unten gerichteter Führung zum Abschluß der mit dem Sieb 14 ausgelegten Öffnung auf den Boden 13 aufgedrückt werden kann. Beispielsweise kann die Spindel 18 mit einer Rolle 18 a auf der Unterseite der Steuerschiene 20 entlang gleiten.
  • Die Größe der Meßzellen 5 richtet sich nach der Menge des zu messenden Stoffes und kann beispielsweise einen Inhalt von 1000, 2000 bis 5000 ccm oder noch darüber oder darunter haben. Eine stets gleichbleibende Füllung wird durch die Höhe der inneren Abschlußwand 12 jeder Zelle gewährleistet. Der bei 2 eintretende Stoff läuft nämlich nach Füllung der Meßzelle über den Randl2a der Wand 12 hinweg zum Auslaß 3.
  • An bestimmten Stellen des Gehäuses 1 unterhalb der Meßzellen 5 sind ortsfeste Brausen 21 oder sonstige geeignete Spritzvorrichtungen vorgesehen, welche über ein Rohr 22 mit einem Spülwasserzulaufrohr 23 verbunden sind. Mit diesen Spritzvorrichtungen werden nach den Messungen die Faservliese aus den Meßzellen 5 durch den Auslaß 3 hinausgeschwemmt.
  • Unter Umständen kann auch ein Wasserzugabekasten an den Siebboden 14 von unten angedrückt werden, oder der Siebboden wird hochklappbar ausgeführt, damit das Vlies nach unten durch einen gesonderten Ablauf hinausgespült werden kann (nicht gezeichnet).
  • Unter den Meßzellen 5 befinden sich an bestimmten Stellen des Gehäuses 1 ortsfeste Auffangtrichter und Meßgeräte, die das Filtrat zur Messung des Mahlgrades aufnehmen. An sich kann die Mahlgradbestimmung in beliebiger Weise erfolgen.
  • Die Durchführung der kontinuierlichen Mahlgradermittlung erfolgt nach den Abb. 1 und 2 derart, daß die Menge des aus den Meßbechern 5 je Zeiteinheit ablaufenden Filtrats fortlaufend in einer gemeinsamen ortsfesten Meßeinrichtung 26 gemessen wird, welcher das Filtrat über einen Auffangtrichter 25 zufließt. Die Meßzellen 5 bilden zu diesem Zweck einen in sich geschlossenen Kranz. Die Abwicklung des äußeren Zellenradumfanges in Abb. 4 zeigt die Anordnung und den Verlauf des Meßvorganges während einer Umdrehung. Bevor eine Meßzelle durch die Drehung des Zellenrades mit ihrem oberen Einlauf 11 a in den Bereich des Einlaufstutzens 2 gelangt, wird durch Wasserzugabe von unten, z. B. durch eine starke Brause 21, das Faservlies der vorangegangenen Füllung bei noch hochgehobenem Abschlußkonus 17 aus der Zelle 5 a berausgeschwemmt. Bei der nächsten Zelle 5 b beginnt sich unter Einwirkung der Steuerschiene 20 der Abschlußkonus 17 langsam zu schließen, und bei der Zelle 5 c ist der Abschlußkonus 17 bereits auf den Siebboden 14 aufgesetzt, d. h., das Sieb 14 der Zelle 5 c ist nach unten abgeschlossen. In der nächsten Stellung, d. h. in der Stellung der Zelle 5d erfolgt der Zufluß des zu messenden Stoffes durch den Meßstutzen 2. Die Zelle 5 e und folgende sind schon vollständig bis zum Uberlauf 12 a der Innenwand 12 gefüllt. Nunmehr beginnt der Meßvorgang, d. h., der Siebboden 14 wird freigelegt, und das Filtrat beginnt aus der sich öffnenden Zelle 5 e und den einander langsam folgenden Meßzellen5/ und 5m fortlaufend in den Auffangtrichter 25 und von hier in die Meßvorrichtung 26 abzufließen.
  • Diese Durchflußmessung kann z. B. durch Wiegen oder volumetrisch durch Messen mittels geeigneter Wassermesser erfolgen oder auch durch Wasserräder, Woltmannflügel, Rotamesser, Kippwaagen, D anaide oder durch Verbindung von Wiegen und Messen durch an Waagebalken aufgehängte Durchlaufgefäße, die bei einer bestimmten Durchlaufmenge einen entsprechenden Ausschlag geben, der auf einer SR-Grade (Schopper-Riegler) geeichten Skala sichtbar gemacht oder registriert wird. Eine solche Meßvorrichtung ist in Abb. 1 und 4 dargestellt. Hier ist der Meßtrichter 26 bei 27 an einem bei 28 drehbar aufgesetzten Waagebalken 29 angelenkt. Der Abfluß 30 ist gegenüber dem Zufluß 31 enger gehalten, und entsprechend der Stauhöhe ergibt sich ein Ausschlag des Waagebalkens 29, der auf der Skala 32, der die Mahlgrade anzeigt, abgelesen werden kann. Ein Gewicht 33 sorgt für Einstellung der Normallage. Die Skala 32 kann, wie Abb. 1 zeigt, in der Gehäusewand 1 eingelassen sein. Das abgelaufene Filtrat läuft über den schrägen Boden 6 des Gehäuses 1 zum Ablaßstutzen 24 für das Filtrat, aus dem unter Umständen auch die Vliese ausgespült werden können. Abb. 4a zeigt den Anschluß eines an sich bekannten Rotamessers an den Auffangtrichter 25.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform besteht auch die Möglichkeit, eine verminderte Zahl von Meßzellen vorzusehen und diesen Meßzellen eine entsprechende Anzahl ortsfester Meßbecher zuzuordnen. Hierbei ist dann die Anordnung so getroffen, daß eine, zwei, drei oder vier Meßzellen jeweils für sich gemessen und registriert werden, genau wie bei einer Einzelmessung mit dem Schopper-Riegler-Gerät. Bei zwei, drei oder vier Meßzellen sind beispielsweise zwei Meßbecherpaare für das langsam und für das schnell ablaufende Filtrat vorgesehen. Abb. 8 zeigt ein solches Meßbecherpaar, von denen der Meßbecher 35 das langsam ablaufende Filtrat aufweist. Der Meßbecher 36 ist für das schnell ablaufende Filtrat bestimmt und mit einem Flüssigkeitsstandanzeiger 37 verbunden, in dem die Spiegelhöhe und damit der Mahlungsgrad mit einem Schwimmer 38 an einer Skala 39 angezeigt wird.
  • Die Messung des Filtrates erfolgt hier somit vornehmlich nach einer Meßmethode entsprechend dem Mahlgradprüfer nach Schopper-Riegler. Das langsam ablaufende Filtrat fließt von einem Auffangtrichter40 durch den Rohrstutzen 41 mit verengtem Querschnitt in den Meßbecher 35 und das schnell ablaufende Filtrat durch das Rohr 42 mit größerem Querschnitt in den U-förmigen Meßbecher 36/37. Über den Auslauföffnungen 43 und 44 zum Stutzen 41 und Rohr 42 befindet sich eine Deckhaube 45 zur Verhinderung eines direkten Einlaufes in die Rohre 41 und 42. In Abb. 5 ist nur ein einziger Meßbecher 36 im Schnitt dargestellt. In Abb. 10 ist ein Meßbecher 35 z im Schnitt gezeigt und dahinter das Schwimmerrohr 37a des zweiten Meßbechers teilweise in Ansicht zu sehen.
  • Jedes Meßbecherpaar besitzt ein Bodenventil bzw. eine Bodenklappe 46, die über einen bei 47 angelenkten und mit einem Gewicht 48 versehenen Hebel 50 nach jeder Messung bei der fortlaufenden Drehung des Zellenrades z. B. mit einer sich mitdrehenden, eine Kurven1 aufweisenden Steuerschiene geöffnet wird, um das Filtrat der vorangegangenen Messung z. B. aus dem Ablaßstutzen24 des Gehäuses 1 zu entfernen.
  • Damit von den Meßzellen 5 das Filtrat jeweils in das zugehörige Meßbecherpaar abfließen kann, sind zwei entgegengesetzt geneigte Leitbleche 53 a (Abb. 5 und 10) und 53b (Abb. 5), z. B. an dem Boden 13 der Meßzellen, angesetzt, über die das Filtrat von dem Trichter 40 oder einer Rinne in die beiden den Meßbecherpaaren zugeteilten Ablauftrichter 54 a, 54 b (Abb. 10) gelangen kann.
  • Bei den Meßvorrichtungen nach Abb. 8 kann nach der erfolgten Messung in gleicher Weise, wie in Abb. 5 und 10 dargestellt, das Faservlies aus den Meßbechern 35 und 36 entfernt werden.
  • Wie die Abb. 6 zeigt, sind für die Messung des Mahlgrades jeder Meßzellenfüllung z. B. vier Meßzellen 5T bis 5IV vorgesehen. Diese können von an sich beliebiger Form sein und besitzen nach Abb. 6 Trapezform. Wie Abb. 7 zeigt, können diese Meßzellen auch rund ausgeführt werden. Je nach der Umdrehungszahl kann man zwei, drei oder vier Meßzellen vorsehen. Bei zwei Meßzellen sieht man zweckmäßig auch zwei ortsfeste Meßbecherpaare vor, und diese Zahl der Meßvorrichtungen kann auch bei drei oder vier Meßzellen Anwendung finden. Bei einer Meßzelle genügt ein Meßbecherpaar 35 und 36/37.
  • Die Abb. 9 zeigt eine Abwicklung der Meßzellen 51 bis 5tV mit den beiden an den Trichter 40 angeschlossenen Auffangtrichtern 54 a und 54 b und den unter jedem Auffangtrichter vorgesehenen Meßbecherpaaren 35 a und 35 b, wobei jeder Auffangtrichter nach Abb. 8 die verengten Stutzen 41 a und 41 b zur Ableitung für das langsam auslaufende Filtrat in die Meßbecher 35 a und 35 b und die Ablaufrohre 42a und 42b zur Ableitung des schnell ablaufenden Filtrats in die U-förmigen Meßbecher 36 a/37 a und 36 b/37 b aufweisen.
  • Aus dem Einlauftrichter 54 a fließen die Filtrate in die Meßbecher 35 a und 36 a/37 a und aus dem Trichter 54 b in die Meßbecher 35 bund 36 b/37 b. Diese Trichter 54 a und 54b zeigt die Abb. 10 im Querschnitt und Teilansicht. Mit Hilfe der an dem Drehgehäuse abwechselnd nach links und rechts geneigten Leitbleche 53 a und 53b wird erreicht, daß die Filtrate abwechselnd über die Trichter 54a und 54b in die beiden Meßbecherpaare gelangen.
  • Die erste Meßzelle 51 befindet sich in der Spülstellung. Im Anschluß hieran wird mit der Steuerschiene 20 über die Rolle 18 a und Spindel 18 der Abschlußkonus 17 auf den Siebboden 14 aufgedrückt, und die Meßzelle 511 kann vom Einlauf 2 aus mit dem Papierstoff gefüllt werden. Aus der Meßzelle 5Ill gelangt das Filtrat gerade in den Trichter 54a und kann in die hier angeschlossenen Meßbecher 35 a und 36 a/37 a zur Feststellung des Mahlungsgrades in der Skala 39 a gemessen werden. Die Meßzelle 51V läßt das Filtrat gerade in den Meßtrichter 54 b und in die Meßbecher 35b und 36 b/37 b ab, oder es kann auch eine umgekehrte Anordnung getroffen werden. Nach jeder Messung wird in der Stellung der Meßzelle 5' das Vlies wieder ausgespült, und der Vorgang vollzieht sich von neuem. Außerdem wird in der vorbeschriebenen Weise das Filtrat aus den Meßbecherpaaren 35 a und 36 a/ 37 b sowie 35 b und 36 b/37 b abgelassen.
  • Die kontinuierliche Messung des Mahlungsgrades kann bei beiden Ausführungsformen sowohl im Hauptstrom als auch im Nebenstrom des Papierstofffiusses erfolgen.
  • Die Meßeinrichtungen, so z. B. die Schwimmer oder die Waagebalken, können in an sich bekannter Weise mit elektrischen Anzeige- und Registriergeräten verbunden werden, um fortlaufend den Mahlungsgrad des aus den Mablvorrichtungen entnommenen Stoffes aufzuzeichnen.
  • PTENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Ermittlung des Mahlungsgrades von Papierstoff unter Verwendung der für Einzelmessungen bekannten Bestimmung der Entwässerbarkeit von Faserstoffaufschwemmungen in Abhängigkeit von der Dichte und der Menge, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von mit Siebböden versehenen Meßzellen durch eine gemeinsame Zuleitung, an der sie im Kreislauf vorbeigeführt werden, nacheinander mit der zu nennenden Faserstoffaufschwemmung und gegebenenfalls durch eine weitere Leitung mit Zusalzwasser gefüllt werden, worauf jeweils das in der Aufschwemmung enthaltene Wasser durch den Siebboden jeder Meßzelle abläuft und in Abhångigkeit von der Zeit gemessen wird, und daß die so indirekt gemessene Entwässerbarkeit der Faserstoffaufschwemmung durch ein auf den entsprechenden Mahlungsgrad geeichtes Meßgerät laufend angezeigt und/oder aufgezeichnet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus jeder Meßzelle ablaufende Wasser für sich der Messung zugeführt wird, die in an sich bekannter Weise dadurch erfolgt, daß durch eine enge Abfluß öffnung eines Auffangtrichters je Zeiteiriheit eine einem bestimmten hohen Mahlungsgrad entsprechende Mindestmenge Wasser ablaufen-kann, während die darüber hinaus je Zeiteinheit durch das Sieb gehende Wassermenge. die durch einen Überlauf schnell abfließt, gemessen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus mehreren Meßzellen abfließenden Wassermengen gesammelt der Messung zugeführt werden, die nach dem Durchflußverfahren in Abhängigkeit von der Zeit erfolgt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebböden der Meßzellen automatisch vor der Füllung jeder Meßzelle einzeln abgedeckt und nach der Füllung freigegeben werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Meßzelle nach dem Abfluß des Filtrates zur Beseitigung des fBiebrückstandes mit Wasser ausgespült wird, bevor der Siebboden automatisch wieder abgedeckt wird.
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein stationäres Gehäuse mit einem Einlauf für die zu messende Faserstoffaufschwemmung und durch eine Vielzahl von auf einem umlaufenden Transportorgan angeordneten, mit Siebböden versehenen Meßzellen, deren jede über dem Siebboden einen Konus besitzt, der durch ein Steuerungsorgan in Abhängigkeit von der Drehung des Transportorgans den Siebboden abwechselnd abdeckt und freigibt, wobei die Meßzellen so auf dem Transportorgan angeordnet sind, daß sie während des Umlaufs desselben nacheinander an dem Einlauf vorbeigeführt werden, sowie durch eine stationäre Meßeinrichtung zur Messung der aus den Meßzellen ablaufenden Filtrate in Abhängigkeit von der Zeit und durch eine auf Mahlungsgrade geeichte Anzeige- und/oder Registriervorrichtung, auf die die Werte der Meßeinrichtung übertragen werden.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein stationäres Gehäuse (1) mit einem Einlauf (2), eine Drehachse (4), die eine Vielzahl von Meßzellen (5) mit Siebböden (14) trägt, von denen jede mit einem Abdeckkonus (17) versehen ist, der durch die Steuervorrichtung (18 bis 20) in Abhängigkeit von dem Umlauf der Drehachse (4) automatisch betätigt wird, ferner durch einen Auffangtrichter (25), der das Filtrat aus den Meß-.zellen (5) auffängt, durch eine Meßeinrichtung (26 bis 333 zur Messung der Filtratmenge je Zeiteinheit im Durchfluß mit angeschlossener Anzeigevorrichtung und durch eine Brause (21) zum Ausspülen der Meßzellen.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnd durch die Konusse (17) anhebende Federn (19) und eine s.ie gegen .den Zug dieser Federn nach der jewelligen Aus spülung der Meßzellen und vor deren erneuter Füllung auf die Siebböden -drückende Steuerkurve (20).
    9. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein stationäres Gehäuse (.1) mit einem Einlauf -(2), eine Drehachse (4), die eine Vielzahl von Meßzellen (5) mit Siebböden (14) trägt, von denen jede mit einem Konus (17) versehen ist, der durch die Steuervorrichtung (18 bis 20) in Abhängigkei.t vom Um'lauf der Drehachse (4) automatisch betätigt wird, ferner durch eine der Zahl der Meß zellen entsprechende Vielzahl von Auffangtrichtern (54a -und -54b), die das Filtrat aus jeder einzelnen Meßzelle (5) getrennt auffangen, durch nach dem bekannten Prinzip von E;chopper-Riegler arbeitende Bileßeinrichtungen (36 bis.39 und 41 bis 45) für jede einzelne~Meßzelle zur indirekten Alessung der Entwässerungsgeschwindigkeit der Faservliese auf den einzelnen Siebböden der Meßzellen nebst einer angeschlossenen Anzeige- und/ oder Registriervorrichtung (4-6 bis 51) und durch eine Brause (21) zum Ausspülen der Nießzellen, 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, gekennzeichnet durch -steuerbare Bodenklappen an den Meßbechern zu deren Entleerung.
    In B!etracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 925 686, 689 020; USA.-Patentschrift Nr. 2546 654.
DEZ5396A 1956-02-22 1956-02-22 Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Pruefen des Mahlgrades von Papierstoff Pending DE1043669B (de)

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