DE1041901B - Vorrichtung zum Biegen von Kroepfungen an den freien Enden der federnden Draehte von Schalterteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Biegen von Kroepfungen an den freien Enden der federnden Draehte von SchalterteilenInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
BiSUOTHEK
QES DEUTSCHEN
PATENTAMTES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verformung von federnden Gegenständen, insbesondere
zum Biegen von Kröpfungen an den freien Enden der federnden Drähte von Schalterteilen.
Biegeformen zur Herstellung von rechtwinkligen Kröpfungen an Werkstücken sind bekannt. Es sind
auch bereits Vorrichtungen dieser Art bekanntgeworden, bei denen biegsame Werkstücke in Schräglage in
die Formen eingebracht und die Stempelflächen der Formen schräg gelegt werden. Diese bekannten Vorrichtungen
betreffen jedoch durchweg nicht die Verformung von federnden Werkstücken.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mittels deren die federnden Drähte eines
Schalterteils unter Einhaltung der Elastizitätsgrenze in die schräge Bearbeitungslage gebogen und im gleichen
Arbeitsgang die gewünschten Kröpfungen angebracht werden.
Die Erfindung geht davon aus, daß am bewegten Oberteil der Vorrichtung ein federnd geführtes, den
am Unterteil angelegten Schalterteil niederhaltendes Druckstück vorgesehen ist und daß die Enden der
Federn in eine schräge Arbeitslage gebogen werden. Die erfindungsgemäße Besonderheit besteht darin, daß
sich am Unterteil eine gewölbte Fläche im Bereich der freien Längen der Drähte mit zwei im Bereich der
Drahtenden liegenden Flächen befindet, von denen die erste sich rechtwinkelig an den gewölbten Teil anschließt
und die zweite mit der ersten einen von dem gekrümmten Teil wegweisenden rechten Winkel bildet.
Die Vorrichtung besitzt ferner einen auf- und abwärts beweglichen Oberteil mit einem als Niederhalter
ausgebildeten Wiegenteil im Bereich der gewölbten Fläche und einen daran anschließenden Formgebungsteil,
bestehend aus einem federnd verschiebbar gelagerten Biegestempel und einer mit der Seitenfläche des
Unterteils zusammenarbeitenden Biegefläche am Oberteil selbst.
Der Wiegenteil kann mit flacher Oberfläche ausgebildet sein und mit Hilfe eines in einem Schlitz geführten
Stifts kippbar und nachgiebig an einem Bolzen gehalten werden, so daß er die freien Drahtenden
über die gewölbte Fläche spannt und zwischen den beiden Formgebungsteilen schräg einstellt.
Die gewölbte Fläche kann ferner zur Aufnahme und Ausrichtung der freien Drahtenden während des Biegens
mit parallelen Rillen versehen sein.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar
zeigt
Fig. 1 eine senkrechte Schnittdarstellung durch den Ober- und Unterteil bei geschlossener Biegeform,
Fig. 2 und 3 eine Draufsicht und eine Seitenansicht eines Schalterteils, der mehrere herausragende Drähte
Vorrichtung zum Biegen von Kröpfungen
an den freien Enden der federnden
Drähte von Schalterteilen
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. Dr. R. Herbst, Rechtsanwalt, Fürth (Bay.), Breitscheidstr. 7
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 28. Mai 1954
Frank Anton Klasek, La Grange Park, 111. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
aufweist, an denen rechtwinklige Doppelbiegungen hergestellt werden sollen,
Fig. 4 einen senkrechten Teilschnitt durch die Vorrichtung, wobei sich Ober- und Unterteil in Offenstellung
befinden,
Fig. 5 eine senkrechte Schnittdarstellung nach Linie 5-5 der Fig. 1,
Fig. 6 eine Ansicht des Oberteils von unten und Fig. 7 eine Draufsicht des Unterteils.
Mit der Vorrichtung sollen rechtwinklige Doppelbiegungen 10 an den Enden einer Mehrzahl von Drähten
11 eines Schalterteils 12 hergestellt werden können, der ein Blockstück 13 aus Isoliermaterial aufweist,
in dem die Drähte eingebettet sind. Das Blockstück 13 ist mit zwei seitlichen Vorsprüngen versehen,
in die Ausrichtungslöcher 15 eingebohrt sind.
Die Biegevorrichtung enthält einen Unterteil 20., der
auf einer Platte 21 befestigt ist, die ihrerseits auf der (nicht dargestellten) Aufspannplatte einer Stempelpresse
festliegt. Der Oberteil 23 der Vorrichtung ist an einer Oberplatte 24 festgespannt, die an dem (nicht
dargestellten) Stempel der Presse derart befestigt ist, daß sie dessen Auf- und Abbewegung mitmacht. Der
Oberteil und der Unterteil sind in üblicher Weise mittels (nicht dargestellter) Führungszapfen gegenseitig
ausgerichtet. Der Unterteil 20 ist mit einem Tragteil 26 ausgestattet, der eine flache Ausnehmung 27 als
Einlagerungsstelle für das Blockstück 13 des Schalter-
«09 660/53
teils in horizontaler Lage aufweist. Zwei im Unterteil
angeordnete, unter Federwirkung stehende Stifte 28 sind für den Eingriff in die Löcher 15 des Blockstücks
vorgesehen, um den Schalterteil 12 in einer vorbestimmten Lage auf den Unterteil auszurichten. An der
Auf- und Abbewegung des Oberteils nehmen zwei mit ihm federnd nachgiebig verbundene Druckstempel 30
und 31 teil, die die Drähte 11 beiderseits des Blockstücks 13 erfassen und den Schalterteil 12 in horizontaler
Lage auf dem Unterteil festhalten. Die Druckstempel 30 und 31 sind an Stößeln 32 befestigt, gegen
deren Kopf Federn 33 drücken.
Der Unterteil 20 ist mit einer gewölbten Fläche 35 versehen, auf der, an das Blockstück 13 angrenzend,
die Drähte 11 aufliegen und die weiter abwärts geneigt als schräg gestellte Verformungsfiäche 37 ausgebildet
ist. Der Unterteil 20 ist mit einer weiteren kurzen Verformungsfläche 38 versehen, die sich unter
einem rechten Winkel an die Verformungsfläche 37 anschließt. Eine dritte geneigt liegende Verformungsfläche
39 verläuft im wesentlichen rechtwinklig zur Fläche 38 und parallel zu der Verformungsfiäche 37.
Der Oberteil 23 ist mit einem Stempel 42 ausgestattet, der zwei abgeschrägte Verformungsflächen 43 und 44
aufweist, die einen rechten Winkel einschließen und mit den Verformungsflächen 37 und 38 des Unterteils
zusammenarbeiten, um eine rechtwinklige Biegung an den Drähten 11 vorzunehmen. Der Stempel 42 ist im
Oberteil bei begrenzter Bewegungsmöglichkeit gleitend geführt und steht unter dem Einfluß einer Feder
45., die ihn nach unten in die Normallage drängt. Der
Oberteil weist außerdem eine schräg verlaufende Verformungsfläche 46 auf, die rechtwinklig zu der Verformungsflache
44 und im wesentlichen parallel zu den Verformungsflächen 43 und 39 verläuft. Die Verformungsfläche
46 wirkt mit den Verformungsflächen 39, 38 und 44 zusammen, um eine zweite rechtwinklige
Biegung an den Drähten 11 durchzuführen.
Vor dem eigentlichen Biegevorgang werden die Drähte 11 bei der ersten Bewegung des Oberteils 23
bis zur Auflage auf der gewölbten Fläche 35 gebogen, um die Enden der Drähte über die Verformungsflächen
37, 38 und 39 des Unterteils zu legen, so daß sie bei weiterer Bewegung des Oberteils 23 verformt werden.
Das Anpressen der Drähte gegen die gewölbten Flächen 35 bewirkt eine Wiegeplatte 50, die mit einem Ende
an einem Bolzen 51 und mit dem anderen Ende an zwei Bolzen 52 angelenkt ist. Der Bolzen 51 ist im
Oberteil verschiebbar und steht unter dem Einfluß einer nach unten drückenden Feder 53. Die Bolzen 52
sind ebenfalls so angebracht, daß sie eine begrenzte vertikale Bewegung ausführen können, und stehen
unter dem Einfluß der nach unten drückenden Federn 54. Wie Fig. 4 erkennen läßt, hat die Wiegeplatte 50
normalerweise eine horizontale Lage unterhalb des unteren Endes des Druckstempels 42. Wenn der Oberteil
23 gesenkt wird, erfassen die Druckstempel 30 und 31 die Drähte des Schalterteile beiderseits des Blockstücks
13. Danach kommt die Wiegeplatte 50 an den Drähten 11 zur Auflage. Bei -weiteren Abwärtsbewegungen
des Oberteils wird die Wiegeplatte in zunehmendem Maße gekippt und bringt dabei einen weiteren
Teil der Drähte 11 mit der gewölbten Fläche 35 des Unterteils in Berührung, bis die Endteile der
Drähte eine schräge Lage zwischen den Verformungsflächen des Oberteils und des Unterteils einnehmen.
Bei weiteren Abwärtsbewegungen des Oberteils 23 kommt der Stempel 42 an den Drähten zum Eingriff
und bildet zusammen mit den Verformungsflächen 37 und 38 der Matrize eine rechtwinklige Biegung.
Danach bewegt sich der Oberteil 23 bei stillstehendem Stempel 42 um ein weiteres Stück vorwärts, so
daß die Verformungsflache 46 die zweite rechtwinklige
Biegung an den Drähten 11 vornimmt. Um die Drähte
11 während der Biegung über die gewölbte Fläche 35 parallel zueinander zu halten, ist diese Fläche des
Unterteils mit Rillen 56 für die Aufnahme der Drähte ausgestattet.
Es können irgendwelche gemeinsamen Mittel vorgesehen sein, um die Werkstücke auf dem Unterteil in
die Bearbeitungsstellung zu bringen. Bei der dargestellten Ausführungsform wird der Schalterteil 12
selbsttätig zugeführt, was an sich nicht zum Erfinderischen gehört. Die Zuführungseinrichtung besteht aus
einer oberen Führungsschiene 57, die eine in die Nut 58 auf der Oberseite des Blockstücks 13 eingreifende
Rippe aufweist, und aus einer unteren, feststehenden Laufschiene 59 (Fig. S), auf welcher die Schalterteile
12 aufliegen. Die feststehende Laufschiene 59 ist für die Aufnahme des Tragteils 26 ausgeschnitten. Für
den Vorschub der Schalterteile 12 in die Bearbeitungsstellung zwischen Ober- und Unterteil ist eine Zuführungsschiene
61 vorgesehen, die auf der Oberseite der Führungsschiene 57 hin und her beweglich ist und eine
Mehrzahl von angelenkten Klinken 62 trägt. Der Tragteil 26 ist auf und ab beweglich und ruht auf zwei
Führungsbolzen 64, die unter dem Einfluß der Federn 65 nach oben gedruckt, am Unterteil so angebracht
sind, daß sie eine begrenzte Vertikalbewegung ausführen können. Der Tragteil 26 hält die Schalterteile
in einer solchen Höhe, daß sie oberhalb der Ausrichtstifte 28 liegen. Die Schalterteile 12 werden in ihrer
Bearbeitungsstellung auf den Tragteil 26 gebracht, während sich der Tragteil 26 und der Oberteil 23 in
ihrer oberen Stellung befinden. Beim Abwärtsbewegen des Oberteils erfassen die Druckstempel 30 und 31 den
Schalterteil 12 und bringen denselben zusammen mit dem Tragteil 26 in die untere Stellung gemäß Fig. 1,
wobei die Enden der Ausrichtstifte 28 in die Löcher 15 des Blockstücks 13 eingreifen.
Das Biegen der Drähte aus der Horizontallage in die gekrümmte Lage gemäß Fig. 1 hat keine bleibende
Verformung der Drähte zur Folge, da die Drähte nicht bis über die Elastizitätsgrenze gebogen werden. Wenn
der Oberteil 23 in die obere Stellung zurückkehrt, so nehmen auch die Drähte 11 ihre gestreckte Horizontallage
wieder ein.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Biegen von Kröpfungen an den freien Enden der federnden Drähte von Schalterteilen
mit am bewegten Oberteil federnd geführtem, den am Unterteil eingelegten Schalterteil niederhaltendem
Druckstück, bei der die Enden der Federn in geneigter Arbeitslage gebogen werden,
gekennzeichnet durch eine gewölbte Fläche (35) am Unterteil (20) im Bereich der freien Längen der
Drähte (11) mit zwei im Bereich der Drahtenden liegenden Flächen, von denen die erste (38) sich
rechtwinklig an den gewölbten Teil anschließt und die zweite (39) mit der ersten einen von dem gekrümmten
Teil wegweisenden rechten Winkel bildet, und durch einen auf- und abwärts beweglichen }
Oberteil (23) mit einem als Niederhalter ausgebildeten
Wiegenteil (50) im Bereich der gewölbten Fläche und einem daran anschließenden Form-"
gebungsteil, "bestehend aus einem federnd ver-
schiebbar gelagerten Biegestempel (42) und einer mit der Seitenfläche (39) zusammenarbeitenden
Biegefläche (46) am Oberteil selbst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wiegenteil (50) mit flacher
Oberfläche ausgebildet ist und nachgiebig und kippbar mit Hilfe eines in einem Schlitz geführten
Stifts an einem Bolzen (51) gehalten wird, derart, daß er die freien Drahtenden über die gewölbte
Fläche (35) spannt und zwischen den beiden Formgebungsteilen schräg einstellt.
3. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gewölbte
Fläche (35) mit parallelen Rillen (56) für die Aufnahme und parallele Ausrichtung der freien
Drahtenden während des Biegens derselben versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 295 294, 460 627,
828, 732 835;
Deutsche Patentschriften Nr. 295 294, 460 627,
828, 732 835;
USA.-Patentschrift Nr. 2 433 226.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 660/53 10.5»
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