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DE1041431B - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung einer Suspension von Teilchen in einer Traegerfluessigkeit mittels eines Hydrozyklons - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung einer Suspension von Teilchen in einer Traegerfluessigkeit mittels eines Hydrozyklons

Info

Publication number
DE1041431B
DE1041431B DED19645A DED0019645A DE1041431B DE 1041431 B DE1041431 B DE 1041431B DE D19645 A DED19645 A DE D19645A DE D0019645 A DED0019645 A DE D0019645A DE 1041431 B DE1041431 B DE 1041431B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrocyclone
auxiliary operating
operating fluid
particles
suspension
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED19645A
Other languages
English (en)
Inventor
Donald Albert Dahlstrom
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dorr Oliver Inc
Original Assignee
Dorr Oliver Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dorr Oliver Inc filed Critical Dorr Oliver Inc
Priority to DED19645A priority Critical patent/DE1041431B/de
Publication of DE1041431B publication Critical patent/DE1041431B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04CAPPARATUS USING FREE VORTEX FLOW, e.g. CYCLONES
    • B04C5/00Apparatus in which the axial direction of the vortex is reversed
    • B04C5/14Construction of the underflow ducting; Apex constructions; Discharge arrangements ; discharge through sidewall provided with a few slits or perforations
    • B04C5/18Construction of the underflow ducting; Apex constructions; Discharge arrangements ; discharge through sidewall provided with a few slits or perforations with auxiliary fluid assisting discharge

Landscapes

  • Cyclones (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung einer Suspension von Teilchen in einer Trägerflüssigkeit mittels eines Hydrozyklons Im Patent 942 081 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Klassieren von festen Stoffen, insbesondere schlammhaltigen, groben Teilchen, die in einer Flüssigkeit suspendiert sind, in einem Hydrozyklon beschrieben. Dabei werden die Mischung und Wasser unter Druck in einen Hydrozyklon, im allgemeinen kegeliger Bauart, eingeführt, der Schlamm abgetrennt und im Hydrozyklonoberlauf ausgetragen, während die sich schneller absetzenden Festteilchen im Hydrozyklonunterlauf auslaufen. Nach dem Hauptpatent wird zur Verdrängung des restlichen Schlammes aus der Fraktion der gröberen Teilchen und zu seinem Austragen zusammen mit der Fraktion der feineren Teilchen eine zusätzliche Betriebsflüssigkeit unter Druck tangential in den Umfang des in dem Hydrozyklon umlaufenden Stromes in einem Bereich seines engeren Durchmessers eingeführt, während die schlammfreien, in der Umfangszone verbleibenden Teilchen mit der Fraktion der gröberen Teilchen abgezogen werden. Im Hauptpatent sind weiterhin Vorrichtungen zum Einführen der Hilfsbetriebsflüssigkeit beschrieben, die eine Mehrzahl tangential am konischen Teil des Hydrozyklons in einer etwa parallel zur Längsachse der Apparatur verlaufenden Linie angebrachter Zuführungsleitungen umfassen.
  • Hiervon ausgehend beruht die Erfindung auf einer Anzahl neuer Erkenntnisse. Zunächst geht die vorliegende Erfindung von der Erkenntnis aus, daß in einem Hydrozyklon der nach dem Oberlaufaustrag laufende Innenwirbel an einer Ebene beginnt, die zwischen dem Unterlaufaustrag und dem Oberlaufaustrag liegt. Diese Tatsache macht sich beispielsweise dadurch bemerkbar, daß Teile, die vom Einlauf herkommend diese Ebene überschritten haben, nicht mehr zum Oberlaufaustrag gelangen, so daß diese Ebene mit »Nichtumkehrebene« bezeichnet werden kann. Eine weitere, der Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis besteht darin, daß auch für die nach dem Hauptpatent eingeführte Hilfsbetriebsflüssigkeit diese Anfangsebene des Innenwirbels eine kritische Stelle darstellt. Wird nämlich die Hilfsbetriebsflüssigkeit oberhalb dieser Ebene eingeführt, so verdrängt sie die Trägerflüssigkeit und den in ihr gegebenenfalls enthaltenen Schlamm im wesentlichen in die Oberlauffraktion. Dagegen kann eine derartige Verdrängung nicht mehr stattfinden, wenn die Hilfsbetriebsflüssigkeit unterhalb dieser kritischen Ebene eingeführt wird. In diesem Fall besteht ihre Wirkung im wesentlichen darin, den Unterlauf zu verdünnen. Eine weitere. der Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis ist die, daß die Wirkung der eingeführten Hilfsbetriebsflüssigkeit im wesentlichen in der Verdrängung der Trägerflüssigkeit aus der an der Hydrozyklonwand entlang gleitenden gröberen Fraktion besteht. Diese Verdrängungswirkung ist am stärksten in der Umgebung der Ebene, an welcher der Innenwirbel beginnt.
  • Auf Grund dieser Erkenntnisse wird nach der Erfindung die Hilfsbetriebsflüssigkeit nahe der senkrecht zur Längsachse des Hydrozyklons stehenden Ebene eingeführt, an welcher der im Hydrozyklon vorhandene, nach dem Oberlaufaustrag laufende Innenwirbel beginnt. Hierdurch wird erreicht, daß im Vergleich zum Verfahren nach dem Hauptpatent nur noch eine sehr geringe Menge von Hilfsbetriebsflüssigkeit benötigt wird, um eine beträchtliche Menge von Einspeiseflüssigkeit und den in ihr enthaltenen restlichen Schlamm von der Fraktion der sich schneller absetzenden Teilchen zu entfernen, ohne dabei den Oberlaufstrom durch Hilfsbetriebsflüssigkeit zu verdünnen. Es wird hierdurch das Verfahren nach der Erfindung, insbesondere für solche Anwendungszwecke besonders wertvoll, bei welchen eine solche Trennung erfolgen soll, ohne den Oberlauf zu verdünnen, beispielsweise beim Abtrennen von Kristallen aus ;Mutterlauge u. dgl.
  • Für andere Anwendungszwecke, bei welchen eine Verdünnung des Oberlaufes bis zu einem gewissen Grad unwesentlich ist, kann die Hilfsbetriebsflüssigkeit auch oberhalb der oben beschriebenen Nichtumkehrebene eingeführt werden. Der Verdünnungsgrad des Oberlaufes ist dabei jedenfalls eine Funktion des Abstandes zwischen dem Unterlaufauslaß und der Ebene, in welcher die Hilfsbetriebsflüssigkeit eingeführt wird. Es muß dabei jedoch beachtet werden, daß bei Einführung der Hilfsbetriebsflüssigkeit zwischen der Nichtumkehrebene und dem Oberlaufauslaß die Menge der Hilfsbetriebsflüssigkeit um so größer sein muß, je weiter sie von dieser Ebene entfernt eingeführt wird, um ein Höchstmaß der Verdrängung der Einspeiseflüssigkeit in den Oberlaufstrom zu erreichen.
  • In einer Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung wird die Hilfsbetriebsflüssigkeit an einer senkrecht zur Längsachse des Hydrozyklons stehenden Ebene eingeführt, die unterhalb des Begiiinens des Innenwirbels liegt. In dieser Ausführungsform bewirkt die Einführung der Hilfshetriebsflüssigkeit eine kleine Verdrängungsmenge, aber keinesfalls wird der Oberlaufstrom unter den Einführungsbedingungen der Hilfsbetriebsflüssigkeit wesentlich durch diese verdünnt. Statt dessen ist die vorherrschende Wirkung diejenige, daß der Unterlauf verdünnt wird.
  • Zweckmäßig wird in jedem Fall die Hilfsbetriebsflüssigkeit in einer Menge eingeführt, die etwa dem Flüssigkeitsgehalt der Unterlauffraktion gleich ist. Da nach der Erfindung die benutzte Hilfsbetriebsflüssigkeit nicht in praktisch bedeutsamen Mengen in den Oberlauf übertritt, ist es für besondere Anwendungszwecke auch möglich und zweckmäßig, eine Hilfsbetriebsflüssigkeit anderer Art als die Trägerflüssigkeit zu benutzen, beispielsweise kann bei der Behandlung einer wässerigen Suspension eine Hilfsbetrielisflüssigl%.eit benutzt werden, die sich nicht mit Wasser vermischt, wie Mineralöl, Äther od. dgl. Für andere Zwecke kann es dagegen vorteilhaft sein, wenn die Hilfsbetriebsflüssigkeit aus der Flüssigkeit besteht, die durch Entfernen der sich weniger schnell absetzenden Teilchen aus der Oberlauffraktion gewonnen wird.
  • Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird zweckmäßig ein Hydrozyklon konischer Bauart gemäß dem Patent 942 081 benutzt, der gemäß der Erfindung mit einer Anzahl von Einführungsleitungen für die Hilfsbetriebsflüssigkeit versehen ist, die am konischen Teil des Hydrozyklons t!nd mit ihren Einlaßöffnungen in gleichen Abständen voneinander in einer zur Längsachse des Hydrozyklons senkrecht stehenden Ebene angebracht sind.
  • Es ist ferner für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung vorteilhaft, wenn die Einführungsleitung oder die Einführungsleitungen für die Hilfsbetriebsflüssigkeit mit geringer Neigung gegen die Apexöffnung in dem konischen Teil des Hydrozyklons einmünden. Diese Neigung der Einführungsleitungen kann etwa gleich der Neigung der auf die Apexöffnung gerichteten Spiralbahn des Außenwirbels sein.
  • Auf Grund der oben beschriebenen, sich aus der dein Hauptpatent zugrunde liegenden Erfindung ergebenden neuen Erkenntnisse können das Verfahren nach dem Patent 942 081 und das Verfahren nach der Erfindung für die verschiedensten Anwendungsgebiete benutzt werden, für die bisher die Verwendung von Hydrozyklonen unmöglich war.
  • Das Verfahren nach dem Hauptpatent und das Verfahren nach der Erfindung eignet sich beispielsweise zum Trennen von in der Trägerflüssigkeit suspendierten Feststoffteilchen von der Trägerflüssigkeit selbst. wobei die im wesentlichen von Hilfsbetriebsflüssigkeit unverdünnte Trägerflüssigkeit im Oberlauf abgezogen und zurückgewonnen wird, während die abgetrennten Feststoffteilchen und die Hilfsbetriebsflüssigkeit im Unterlauf abgezogen werden.
  • Es ist auch möglich, das Verfahren nach dem Hauptpatent und das Verfahren nach der Erfindung zum Abtrennen einer Fraktion sich schneller absetzender Teilchen aus einer Suspension sich schneller absetzender Teilchen und sich weniger schnell absetzender Teilchen in einer Trägerflüssigkeit anzuwenden, wobei die Fraktion der sich schneller absetzenden Teilchen mit der Hilfsbetriebsflüssigkeit im Unterlauf abgezogen wird, während die sich weniger schnell absetzenden Teilchen und die von der Hilfsbetriebsflüssigkeit im wesentlichen unverdünnte Trägerflüssigkeit als Oberlauffraktion abgezogen werden.
  • Die Erfindung kann auch vorteilhaft bei der hydraulischen Trennung nach dem spezifischen Gewicht in Hydrozyklonen benutzt werden, beispielsweise um die Fraktion der schweren Teilchen zu entschlammen, flüssige Medien mittleren spezifischen Gewichtes von der Fraktion schwerer Teilchen oder dem Unterlauf zu entfernen, um Suspensionsmedien in der Fraktion leichter Teilchen oder dem Oberlauf im wesentlichen von Hilfsbetriebsflüssigkeit unverdünnt und im wesentlichen frei von schweren Teilchen des Unterlaufes zurückzugewinnen usw.
  • Die Erfindung kann auch in verschiedensten, den besonderen Fällen angepaßten Formen ausgeführt werden, ohne dabei vom wesentlichen Erfindungsgedanken abzugehen. Die vorliegenden Ausführungsformen sind daher auf jeden Fall als erläuternd und nicht beschränkend anzusehen.
  • Die weitere Beschreibung dieser Ausführungsformen geschieht an Hand der Zeichnung, in welcher Fig.1 eine schematische Funktionszeichnung ist und einen Hydrozyklon gemäß der Erfindung im Schnitt zeigt, Fig. 2 eine schematisierte, geschnittene Darstellung eines Hydrozyklons ist und eine andere Ausführungsform der Erfindung wiedergibt, in der die Hilfsbetriebsflüssigkeit stufenweise eingeführt wird, und Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des unteren Teiles der konischen Kammer des Hydrozyklons mit einer Mehrzahl von Einleitungen für die Hilfsbetriebsflüssigkeit ist, die alle in einer der unteren Austrag- (Apex-) Öffnung benachbarten Ebene liegen.
  • Nach Fig. 1 und 2 umfaßt der im wesentlichen konische Hydrozyklon 20 in bekannter Weise eine obere zylindrische Kammer 21, der die konische Kammer 22 gegenüberliegt und die an ihrem oberen Rand den Endverschlußtei123 mit dem mit seinem unteren Ende 25 bis unterhalb der Einmündung der Einspeiseleitung 26 in den Hydrozyklon ragenden röhrenförmigen Wirbelsucher 24 besitzt. Das unterste Ende der konischen Kammer 22 und zugleich der Punkt kleinsten Radius stellt in bekannter Weise den Apexauslaß 34 dar.
  • Unter den im Hydrozyklon 20 herrschenden bekannten Bedingungen werden die sich schneller absetzenden Teilchen 32 der eingespeisten Suspension gegen die Umfangswand der konischen Kammer 22 geschleudert, während die sich weniger schnell absetzenden Teilchen 33 in den Innenwirbel 39 geschwemmt werden. Der Außenwirbel 30 der sich schnell absetzenden Teilchen in der Suspension läuft an der Apexöffnung 34 aus, während der Innenwirbel 39 der sich weniger schnell absetzenden Teilchen in der Suspension durch den Wirbelsucher 24 ausläuft. Jedoch verhalten sich, wie bereits im Hauptpatent gezeigt wird, bei Entschlammungsvorgängen die Schlammteilchen 39. unter diesen Bedingungen wie etwa in der Einspeiseflüssigkeit gelöst (die hier auch mitunter als Trägerflüssigkeit angesprochen wird) und erscheinen daher in den an jedem Auslaß ausgetragenen Fraktionen im direkten Verhältnis wie die Menge der in jeder Fraktion verbliebenen Einspeiseflüssigkeit.Wenn auch der größere Teil der Schlammteilchen 31, wie bei 37 dargestellt, in den Innenwirbel 39 geschwemmt wird, so bleibt demnach doch beim herkömmlichen Hydrozyklon ein beachtlicher Teil der Schlammteilchen im Äußenwirbe130 und wird zusammen mit der Fraktion der sich schnell absetzenden Teilchen am Apexauslaß 34 ausgetragen; wird jedoch eine Hilfsbetriebsflüssigkeit unter Druck und geregelt in die konische Kammer 22 eingeführt, beispielsweise durch eine Einlaßvorrichtung 40, so wird die Einspeiseflüssigkeit vom Außenwirbel 30 in den Innenwirbel 39 gezwungen, und mit ihr werden die in ihr enthaltenen Schlammteilchen weggetragen, wie dies durch den Pfeil 38 angedeutet ist. Auf diese Weise wird die bei 34 ausgetragene Fraktion der sich schneller absetzenden Teilchen gewaschen.
  • Der höchste Wascheffekt, d. h. der Höchstbetrag des Waschens bei einer Mindestmenge eingeführter Hilfsbetriebsflüssigkeit wird dann erreicht, wenn die Hilfsbetriebsflüssigkeit unter Druck und geregelt dicht bei der Nichtumkehrebene in die konische Kammer 22 eingeführt wird. Der Abstand H dieser Ebene vom Apexauslaß 34 hängt von vielen Veränderlichen ab, deren eine die Menge der eingeführten Hilfsbetriebsflüssigkeiten ist; aber er kann annähernd mittels folgender Formel bestimmt werden: Dabei ist T die Unterlaufflußmenge (in Vulumeneinheiten), Qf die Einspeiseschlamm-Flußmenge, Q" die Hilfsbetriebsflüssigkeits-Flußmenge und D der Abstand zwischen dem Wirbelsucher und dem Apexauslaß.
  • Nach Fig.2 wird die Hilfsbetriebsflüssigkeit in die konische Kammer 22 durch die Einlaßvorrichtung 42 eingeführt, die oberhalb dieser Nichturnkehrebene, d. h. der Ebene höchster Waschwirkung, gelagert ist. Ein Waschen mit gleichzeitigem Entschlammen findet auch so statt, jedoch ist es nicht so wirksam; mit anderen Worten, es muß eine größere Volumenmenge von Hilfsbetriebsflüssigkeit eingeführt werden, um den gleichen Waschungsgrad zu erreichen. Nach Fig. 2 kann die Hilfsbetriebsflüssigkeit auch geregelt und unter Druck unterhalb der Ebene höchster Waschwirkung und oberhalb des Apexauslasses 34 über eine Einlaßvorrichtung 41 in die konische Kammer 22 eingeleitet werden. Auch hier ist das Waschen nicht so wirkungsvoll auf Grund der Schwierigkeit, die Trägerflüssigkeit mit dem in ihr gegebenenfalls enthaltenen Schlamm, wenn überhaupt, gegen den Strom der Fraktion sich schnell absetzender Teilchen in den Innenwirbel 39 zu zwingen. Ein Teil dieser Hilfsbetriebsflüssigkeit verdünnt aber die Fraktion der sich schneller absetzenden Teilchen, die im Unterlauf ausgetragen wird. Diese Verdünnung ist besonders wichtig, wo die Fraktion der sich schnell absetzenden Teilchen das Bestreben hat, den Unterlaufauslaß 34 zu verengen oder zu verstopfen. Bei der Einführung der Hilfsbetriebsflüssigkeit an jedem beliebigen Punkt, jedoch bei einer innerhalb der später näher erläuterten Grenzen geregelten Einführung wird durch diese Einführung weder ein nennenswerter Verlust der sich schneller absetzenden Teilchen in den Oberlauf noch eine wesentliche Verdünnung des Oberlaufes durch solche Hilfsbetriebsflüssigkeit verursacht.
  • Es ist dringend notwendig, daß die Hilfsbetriebsflüssigkeit unter gewissen kritischen Bedingungen in die konische Kammer des Hydrozyklons eingeführt wird. Beispielsweise sollte der Druck, unter welchem die Hilfsbetriebsflüssigkeit eingeführt wird, mindestens hinreichend groß sein, um die Flüssigkeit in den Außenwirbel einzupressen, aber nicht hinreichend groß, um die Stromlinien in der konischen Kammer auseinanderzureißen, so daß eine nennenswerte Menge sich schneller absetzender Teilchen im Oberlauf ausgetragen werden und die Hilfsbetriebsflüssigkeit sowohl den Unterlauf kurzschließt als den Oberlauf möglicherweise verdünnt. In gleicher Weise ist auch das Volumen der eingeführten Hilfsbetriebsflüssigkeitsinenge kritisch. Es ist an seiner Mindestgrenze hinreichend, um einen wesentlichen Wascheffekt hervorzurufen, aber nicht hinreichend, um das Austragen sich schnell absetzender Teilchen im Oberlauf und eine wesentliche Verdünnung des Oberlaufes durch Hilfsbetriebsflüssigkeit hervorzurufen.
  • Zur Erzielung des höchsten Wascheffektes besteht eine Menge kritischer Bedingungen, von welchen bereits einige angeführt worden sind. Die übrigen sind wie folgt zu benennen: Beispielsweise sollte die Hilfsbetriebsflüssigkeit tangential eingeführt werden und ferner vorzugsweise mit dem gleichen Winkel, mit dem der Fluß des Außenwirbels am jeweiligen Einführungspunkt, nach dem Apexauslaß hin gerichtet ist. Eine andere Bedingung für höchste Waschwirkung besteht darin, daß die Eingangsgeschwindigkeit der Hilfsbetriebsflüssigkeit etwa gleich derjenigen des Außenwirbels am Einführungspunkt ist. Falls die Eingangsgeschwindigkeit zu groß oder zu gering ist, wird nicht allein der Überlauf mit Hilfsbetriebsflüssigkeit verdünnt, sondern auch mehr Einspeiseflüssigkeit und in ihr enthaltener Schlamm, falls dies der Fall ist, im Unterlauf erscheinen. Eine weitere Bedingung für höchste Waschwirkung ist diejenige, daß die Einführungsmenge der Hilfsbetriebsflüssigkeit mit ihrem Höchstwert gerade noch etwas weniger ist, als daß sie den Betrieb des Hydrozyklons unstabil macht. Diese Menge ist von vielen Veränderlichen abhängig, aber sie kann annähernd bestimmt werden. So bestimmt sich die Höchstvolumenmenge (V) der eingeführten Hilfsbetriebsflüssigkeit in irgendeiner gegebenen Normalebene zur Längsachse des Hydrozyklons nach folgender Formel: Dabei ist d der Abstand der Einführungsebene vom Apexauslaß, D der Abstand zwischen dem Unterlaufauslaß und dem Oberlaufauslaß, Q f die Schlammeinspeise-Vulumenmenge, Q, die Hilfsbetriebsflüssigkeits-Volumenmenge, Su die Volumenmenge der Unterlaufteilchen und h' die Volumenmenge der Hilfsbetriebsflüssigkeit, die zusätzlich oder in anderer Weise irgendwo in die konische Kammer eingeführt wird.
  • Die Hilfsbetriebsflüssigkeit kann die gleiche sein wie die Trägerflüssigkeit, oder sie kann auch eine sich in ihrer Art von der Trägerflüssigkeit unterscheidende Flüssigkeit sein. Falls die Flüssigkeiten die gleichen sind, kann der Oberlauf aus einem U'aschliydr ozyklon nach der Erfindung nach einer Behandlung durch Schwerkraftabsetzen oder andere Methoden. um die feinen und Schlammteilchen zu entfernen, wieder als Hilfsbetriebsflüssigkeit oder zusätzliche Hilfsbetriebsflüssigkeit in den Hydrozyklon eingeführt werden.
  • Die Erfindung kann daher zum Auswaschen einer Trägerflüssi ykei t aus wertvollen, sich schnell absetzenden Teilchen benutzt werden, indem eine Hilfsbetriebsflüssigkeit eingeführt wird, die sich in ihrer Art von der Trägerflüssigkeit unterscheidet. In ähnlicher U'eise kann die Erfindung auch dazu benutzt werden, Teilchen aus einer wertvollen Suspensionsflü ssigkeit oder Trägerflüssigkeit auszuwaschen und diese Flüssigkeit im Oberlauf im v:-esentlichen von Hilfsbetriebsflüssigkeit unverdünnt zurückzugewinnen..
  • Nach Fig. 3 wird eine Mehrzahl von Einlaßvorrichtungen zum Einführen der Hilfsbetriebsflüssigkeit benutzt. Hiernach sind die Einlaßrohre 43 tangential so an die konische Kammer 22 angeschlossen, daß ihre Einlässe 44 mit gleichem Abstand voneinander um die konische Kammer 22 verteilt sind und in der gleichen Normalebene zur Längsachse des Hydrozyklons liegen. Diese Ebene liegt vorzugsweise geringfügig oberhalb der Ebene höchster Waschwirksamkeit, um derHilfsbetriebsflüssigkeitgenügend Zeit zu geben, um in die Zwischenräume zwischen den sich schneller absetzenden Teilchen im Außenwirbel einzutreten und die Trägerflüssigkeit mit den gegebenenfalls in ihr enthaltenen Schlammteilchen in der Ebene höchsten Wascheffektes zu verdrängen, Diese Ausführungsform hat gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 4 des Hauptpatents den Vorteil, daß eine wirkungsvollere Anwendung der Hilfsbetriebsflüssigkeit möglich gemacht wird.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Behandlung einer Suspension von Teilchen in einer Trägerflüssigkeit mittels eines Hydrozyklons, aus dem ein Teil der Suspension als Oberlauf und der restliche Teil der Suspension als Unterlauf geregelt abgezogen und eine Hilfsbetriebsflüssigkeit in einer Zone zwischen den Auslässen geregelt und unter Druck in den Hydrozyklon eingeführt wird, nach Patent 942 081, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbetriebsflüssigkeit nahe der senkrecht zur Längsachse des Hydrozyklons stehenden Ebene eingeführt wird, an welcher der im Hydrozyklon vorhandene nach dem Oberlaufaustrag laufende Innenwirbel beginnt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbetriebsflüssigkeit an einer senkrecht zur Längsachse des Hydrozyklons stehenden Ebene eingeführt wird, welche unterhalb des Beginnens des Innenwirbels liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbetriebsflüssigkeit in einer Menge eingeführt wird, die etwa dem Flüssigkeitsgehalt der Unterlauffraktion gleich ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hilfsbetriebsflüssigkeit anderer Art als die Trägerflüssigkeit benutzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbetriebsflüssigkeit aus der Flüssigkeit besteht, die durch Entfernen der sich weniger schnell absetzenden Teilchen aus der Oberlauffraktion gewonnen wird.
  6. 6. Hydrozyklon konischer Bauart nach Patent 942 081, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Einführungsleitungen für Hilfsbetriebsflüssigkeit, die am konischen Teil des Hydrozyklons und mit ihren Einlaßöffnungen in gleichen Abständen voneinander in einer zur Längsachse des Hydrozyklons senkrecht stehenden Ebene angebracht sind.
  7. 7. Hydrozyklon konischer Bauart nach Patent 942 081, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführungsleitungen für die Hilfsbetriebsflüssigkeit mit geringer Neigung gegen die Apexöffnung in den konischen Teil des Hydrozyklons einmünden. B.
  8. Hydrozyklon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Einführungsleitungen etwa gleich der Neigung der auf die Apexöffnung gerichteten Spiralbahn des Außenwirbels ist.
  9. 9. Anwendung des Verfahrens zur Behandlung einer Suspension von Teilchen in einer Trägerflüssigkeit mittels eines Hydrozyklons, aus dem ein Teil der Suspension als Oberlauf und der restliche Teil der Suspension als Unterlauf abgezogen und eine Hiilfsbetriebsflüssigkeit in einer Zone zwischen den Auslässen geregelt und unter Druck in den Hydrozyklon eingeführt wird, nach Patent 942 081 oder nach Anspruch 1 bis 5, zum Trennen von in der Trägerflüssigkeit suspendierten Feststoffteilchen von der Trägerflüssigkeit, wobei die im wesentlichen von Hilfsbetriebsflüssigkeit unverdünnte Trägerflüssigkeit im Oberlauf abgezogen und zurückgewonnen wird, während die abgetrennten Feststoffteilchen und die Hilfsbetriebsflüssigkeit im Unterlauf abgezogen werden.
  10. 10. Anwendung des Verfahrens zur Behandlung einer Suspension von Teilchen in einer Trägerflüssigkeit mittels eines Hydrozyklons, aus dem ein Teil der Suspension als Oberlauf und der restliche Teil der Suspension als Unterlauf abgezogen und eine Hilfsbetriebsflüssigkeit in einer Zone zwischen den Auslässen geregelt und unter Druck in den Hydrozyklon eingeführt wird, nach Patent 942 081 oder nach Anspruch 1 bis 5, zum Abtrennen einer Fraktion sich schneller absetzender Teilchen aus einer Suspension sich schneller absetzender Teilchen und sich weniger schnell absetzender Teilchen in einer Trägerflüssigkeit, wobei die Fraktion der sich schneller absetzenden Teilchen mit der Hilfsbetriebsflüssigkeit im Unterlauf abgezogen wird, während die sieh weniger schnell absetzenden Teilchen und die von Hilfsbetriebsflüssigkeit im wesentlichen unverdünnte Trägerflüssigkeit als Oberlauffraktion abgezogen werden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271651B (de) * 1965-07-29 1968-07-04 Grenobloise Etude Appl Entwaesserungszyklon
RU2392059C1 (ru) * 2009-04-24 2010-06-20 Виктор Михайлович Павловец Способ очистки газов от пыли
WO2010089309A1 (de) * 2009-02-05 2010-08-12 Akw Apparate + Verfahren Gmbh Hydrozyklonanordnung und verfahren zu dessen betrieb, sowie unterlaufdüse dafür

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