DE1041150B - Magnetische Steuerungsanordnung - Google Patents
Magnetische SteuerungsanordnungInfo
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- G05F—SYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
- G05F3/00—Non-retroactive systems for regulating electric variables by using an uncontrolled element, or an uncontrolled combination of elements, such element or such combination having self-regulating properties
- G05F3/02—Regulating voltage or current
- G05F3/04—Regulating voltage or current wherein the variable is AC
- G05F3/06—Regulating voltage or current wherein the variable is AC using combinations of saturated and unsaturated inductive devices, e.g. combined with resonant circuit
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine magnetische Steuerungsanordnung, bei welcher der Ausgangsstrom
oder die Ausgangsspannung nach Wahl ansteigt, konstant bleibt oder absinkt, wenn die Eingangsspannung über einen bestimmten Wert ansteigt.
Die Erfindung besteht darin, daß zwei Kreise vorgesehen sind, die parallel durch eine Spannung
gespeist werden, die der veränderlichen Eingangsspannung proportional ist, und von denen wenigstens
einer einen induktiven Widerstand mit gesättigtem Kern und einen dazu in Reihe geschalteten Scheinwiderstand
besitzt, während der andere Kreis einen gewöhnlichen induktiven Widerstand und einen dazu
in Reihe liegenden Scheinwiderstand (oder einen Kondensator und einen dazu parallel liegenden Scheinwiderstand)
aufweist, und daß die durch die Strom- und Spannungscharakteristiken der beiden parallel
liegenden Kreise festgelegten Teilströme in den genannten Schieinwiderständen elektrische oder magnetische
Größen erzeugen, die sioh im Ausgangskreis zwecks Differenzbildung entgegenwirken.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein erläuterndes Schaltbild,
Fig. 2 ein entsprechendes Diagramm,
Fig. 3 ein Schaltbild einer ersten Ausführungsform,
Fig. 4 ein zugehöriges Strom-Spannungs-Diagramm,
Fig. 5, 6, 7 und 8 Schaltbilder von vier weiteren Ausführungsformen,
Fig. 9 ein zur Fig. 8 gehöriges Strom-Spannungs-Diagramm,
Fig. 10 ein Schaltbild einer anderen Ausführungsform,
Fig. 11 ein Strom-Spannungs-Diagramm der Ausführungsform
nach Fig. 10,
Fig. 12 ein Schaltbild einer letzten Ausführungsform.
Zum leichteren Verständnis und um Wiederholungen zu vermeiden, werden bei den verschiedenen Ausführungsformen
für die entsprechenden Elemente die gleichen Bezeichnungen verwendet.
Es ist bekannt, daß die Spanntings-Strom-Charakteristik
eines induktiven Widerstandes mit einem Kern von hoher magnetischer Permeabilität eine
Biegung zeigt, die der Sättigungsspannung des Kerns entspricht.
Der Stromkreis nach Fig. 1 besteht aus einem induktiven
Widerstand L und einem Scheinwiderstand Z. Wenn die Wechselspannung U auf den Wert U0 ansteigt,
der der Sättigungsspannung entspricht, verhindert die Induktivität praktisch noch das Fließen
des Stromes in dem Kreis. Jenseits dieses Wertes ist der Kern des induktiven Widerstandes gesättigt und
Magnetische Steuerungsanordnung
Anmelder:
Societe anonyme des Ateliers
de Secheron, Genf (Schweiz)
de Secheron, Genf (Schweiz)
Vertreter: Dr. K. Schwarzhans, Patentanwalt,
München 19, Romanplatz 9
München 19, Romanplatz 9
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 26. November 1955
Schweiz vom 26. November 1955
Alain Wavre und Walter Bless, Genf (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
der Strom steigt linear mit der Spannung an, wie in Fig. 2 gezeigt.
Nach dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei der Fig. 1 entsprechende Stromkreise vorgesehen,
deren induktive Widerstände jedoch verschiedene Sättigungsspannungen besitzen. Die Sättigungsspannung
des induktiven Widerstandes L2 ist hier höher als diejenige des induktiven Widerstandes
L1. Wenn die beiden Stromkreise L1— Z1 und
L2 — Z2 von derselben Wechselstromquelle U gespeist
werden und wenn die Spannungen an den Klemmen der Impedanzen Z1 und Z2 abgegriffen werden, wie in
Fig. 3 gezeigt, wird sich für den die Belastungsimpedanz Zc durchfließenden Strom die in Fig. 4 gezeigte
Charakteristik ergeben. Wenn die Spannung U von U01 bis U02 steigt, erhöht sich der Strom, bis der
Kern des induktiven Widerstandes L2 gesättigt ist. Für eine Spannung U, die höher ist als CZ02, ist der
resultierende Strom ic proportional zur Spannungsdifferenz,
die zwischen den Klemmen der Scheinwiderstände Z1 und Z2 auftritt. Haben die beiden
Stromkreise eine gleiche ansteigende bzw. fallende Charakteristik, so bleibt der durch den Scheinwiderstand
fließende Strom ic konstant. Ändert man die Steigung einer der beiden Charakteristiken, so steigt
bzw. fällt der Strom ic abhängig von der Speisespannung
U, wie strichliert bzw. strichpunktiert in Fig. 4 gezeigt. Es läßt sich also je nach Wunsch eine
der drei Charakteristiken einstellen.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 unterscheidet sich von dem vorhergehenden dadurch, daß Gleich-
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richter G, vorzugsweise in Graetzschaltung, vorgesehen sind, wodurch der durch den Scheinwiderstand
Zc fließende Strom ic gleichgerichtet wird.
Nach dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel werden in jedem der Stromkreise L1— Z1
und L2 — Z2 Gleichrichter G1 bzw. G2 vorgesehen, so
daß der Belastungsstrom ebenfalls gleichgerichtet ist.
Um die abzugebende Leistung der Anordnung zu erhöhen, kann die magnetische Wirkung der durch die
Scheinwiderstände Z1 und Z2 fließenden Ströme ausgenutzt
werden; dies erfolgt durch eine in Fig. 7 gezeigte Anordnung. Die Scheinwiderstände Z1 und Z2
werden durch die Erregerwicklungen einer magnet tischen Steuervorrichtung T gebildet, z. B. einer
Gleichstrommaschine oder eines Magnetkörpers.
Bei der Anordnung nach Fig. 7 kann man einen Magnetverstärker mit parallel angeordneten Leistungswicklungen verwenden, so daß man ein großes Stabilisierungsgebiet
erhält. Das Schaltschema einer solchen Anordnung ist aus Fig. 8 zu ersehen. Die beiden
Scheinwiderstände Z1 und Z2 werden durch Vormagnetisierungswicklungen
eines Magnetverstärkers gebildet, der zwei Leistungswicklungen Ztl und Zi2
aufweist, die parallel geschaltet sind und durch die veränderliche Wechselspannung U gespeist werden.
Sind die Wicklungen Z1 und Z2 stromlos, so ist der
den Belastungsscheimviderstand Zc durchfließende
Strom ?"(. praktisch bis zu einem Wert Ut0 (Fig. 9)
gleich Null, der der Sättigungsspannung der Kerne der Wicklungen Ztl und Zf2 entspricht. Jenseits dieses
Wertes steigt die Stromstärke ic linear mit der Spannung
an, wie in Fig. 9 gezeigt. Für einem konstanten Vormagnetisierungsstrom ergeben sich die in Fig. 9
dargestellten horizontalen Geraden. Die Vormagnetisierungskonstante K ergibt sich durch die Differenz
(AT1 — AT2 = K) der Amperewindungen AT1 und
AT.-, der Vormagnetisierungswicklungen Z1 und Z2.
Auf diese Weise erhält man ein weites Stabilisierungsgebiet, z. B. zwischen den Punkten A und B.
Die bisher beschriebenen Anordnungen sind frequenzabhängig. Die folgenden Anordnungen sind
frequenzunabhängig. Sie besitzen zwei parallele Speisekreise, deren Spannung proportional der veränderlichen
Eingangsspannung ist. Der eine Kreis weist einen induktiven Widerstand mit gesättigtem
Kern auf, der in Reihe mit einem Scheinwiderstand liegt. Der andere entgegenwirkende Kreis besitzt
einen Scheinwiderstand, dessen Kennlinienneigung bei angelegter Spannung mit der Frequenz sich ändert,
wobei die Wirkungen der die besagten Scheinwiderstände durchlaufenden Ströme der zwei Kreise einander
entgegengerichtet sind.
Die Anordnung nach Fig. 10 ist analog derjenigen
nach Fig·. 3. Sie unterscheidet sich lediglich dadurch, daß der Kern des induktiven Widerstandes L1 nicht
gesättigt ist. Beide Kreise werden durch eine veränderliche Eingangsspannung U gespeist. Der eine
Kreis besitzt einen induktiven Widerstand L2 mit gesättigtem
Kern und einen in Reihe liegenden Scheinwiderstand Z2. Der andere Kreis besteht aus einem
gewöhnlichen induktiven Widerstand L1 und einem in
R-eihe liegenden Scheinwiderstand Z1. Die Wirkungen
(in diesem Fall die Spannungen an den Klemmen von Z1 und Z2) der durch die Scheinwiderstände Z1
und Z2 fließenden Ströme sind enfgegengeriehtet. Zc
ist der Belastangsscheinwiderstand.
Diese Anordnung" wird durch das Diagramm in Fig. 11 erläutert.
Die Gerade Oi1 stellt die Kennlinie des Stromkreises
mit der ungesättigten Selbstinduktion dar. Ist U20 die Sättigungsspannung des gesättigten induktiven
Widerstandes L2 und U 2Oi2 die Stromkennlinie
im zweiten Kreis, so wird der im Belastungsscheinwiderstand fließende Strom für eine Speisespannung
über U20 konstant bleiben, wenn die Neigungen der
beiden Kennlinien gleich sind. Bei dieser Anordnung bleibt der Strom trotz sich ändernder Frequenz praktisch
konstant. Für eine höhere Frequenz steigt die S ättigungsspannung des induktiven Widerstandes L2
ίο proportional zur Frequenz auf den Wert U20' an. Die
Kennlinie U20'i2 verschiebt sich parallel zu U20I2. Zugleich
erhöht sich der Scheinwiderstand des Kreises mit dem nicht gesättigten induktiven Widerstand
derart, daß sich die Stromkennlinie Oi' ergibt, wodurch sich für die Speisespannung JJ20' der gleiche
Strom durch den Belastungsscheinwiderstand ergibt wie vorher. Sinkt die Frequenz ab, so ergeben sich die
Kennlinien U20"i2" und Oi1", wobei der Belastungsstrom auch für die Spannung U20" der gleiche bleibt.
Die Änderung der Steigung der Kennlinie Oi1 durch
die Frequenz ist auch möglich, wenn man den ungesättigten induktiven Widerstand L1 durch einen Parallelkondensator
zu dem Scheinwiderstand Z1 ersetzt.
Beiden Fällen ist gemein, daß der Kreis, welcher den induktiven Widerstand L1 oder den kapazitiven
Beiden Fällen ist gemein, daß der Kreis, welcher den induktiven Widerstand L1 oder den kapazitiven
Widerstand enthält, ein entgegenwirkender Kreis mit einem Scheinwiderstand Z1 ist, wobei die Steigung
der Kennlinie entsprechend der Frequenz sich ändert.
Auch wenn sich die Steigung der einen Stromkennlinie mit der Frequenz ändert, ist der durch den Belastungsscheinwiderstand
fließende Strom nicht ganz unabhängig von der Eingangsspanflung mit einer von
der normalen abweichenden Frequenz, jedoch ist der bei geringen Frequenzschwankungen auftretende Fehler
unerheblich.
Für diese Anordnung kann ein Magnetverstärker mit in Reihe angeordneten Leistungswickluingen verwendet
werden um einen breiten Regelbereich und einen höheren Ausgangsstrom durch die in den beiden
Vormagnetisierungskreisen fließenden Ströme zu erhalten.
Fig. 12 zeigt das Schaltschema einer solchen Anordnung.
Zt und Z/ bilden die Leistungswicklungen des Magnetverstärkers;
Z1 and Z2 die Vormagnetisierungswicklungen,
die durch die Kreise gespeist werden, die den nicht gesättigten induktiven Widerstand L1 und
den gesättigten induktiven Widerstand L2 enthalten.
Der Fluß van Z1 and Z2 ist entgegengesetzt. Der
Scheinwiderstand der Vormagnetisierungskreise muß mit den Werten der induktives Widerstände L1 und L2
abgestimmt werden, was mit Hilfe der ohmschen Widerstände Rx und R2 geschieht. Diese Widerstände
R1 und Rg könnten auch parallel zu den Vormagnetisierungswicklangen
Z1 und Z2 gelegt werden. In beiden Fällen wird der in Reihe mit den induktiven
Widerständen L1 bzw. L2 liegende Scheinwiderstand
durch d'ie Vormagweti-siertingswTCkhmgZj bzw. Z2
und durch den ohmschen Widerstand R1 bzw. R2 gebildet.
Nach Fig. 12 sind die Leistungswicklungen Zt, Z/
des Magnetverstärkers· in Reihe geschaltet und werden durch die veränderliche Eingangsspannung U gespeist.
Diese Wicklungen könnten natürlich auch parallel
geschaltet sein.
Bei allen beschriebenen Anordnungen werden die KreiseL1Z1 and L2Z2 gerneinsam durch die Spannung
U gespeist. Es könnte in bestimmten Fällen von Vorteil sein, daß die zwei Kreise durch verschiedene,
zu U proportionale Spannung«! gespeist würden,
wobei die Verhältniszahl der an die beiden Kreise angelegten, auf die Spannung U bezogenen Spannungen
verschieden sein könnte. Natürlich könnte sie für einen von beiden gleich Eins sein.
Claims (10)
1. Magnetische Steuerungsanordnung, bei welcher der Ausgangsstrom oder die Ausgangsspannung
nach Wahl ansteigt, konstant bleibt oder absinkt, wenn die Eingangsspannung über einen
bestimmten Wert ansteigt, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kreise vorgesehen sind, die parallel
durch eine Spannung gespeist werden, die der veränderlichen Eingangsspannung proportional ist,
und von denen wenigstens einer einen induktiven Widerstand mit gesättigtem Kern und einen dazu
in Reihe geschalteten Scheinwiderstand besitzt, während der andere Kreis einen gewöhnlichen
induktiven Widerstand und einen dazu in Reihe ao liegenden Scheinwiderstand (oder einen Kondensator
und einen dazu parallel liegenden Scheinwiderstand) aufweist, und daß die durch die
Strom- und Spannungscharakteristiken der beiden parallel liegenden Kreise festgelegten Teilströme
in den genannten Scheinwiderständen elektrische oder magnetische Größen erzeugen, die sich im
Ausgangskreis zwecks Differenzbildung entgegenwirken.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der andere Kreis ebenfalls einen induktiven Widerstand mit gesättigtem Kern und
in Reihe dazu einen Scheinwiderstand besitzt, wobei die Sättigungsspannungen der induktiven
Widerstände in den beiden Kreisen voneinander verschieden sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Kreis einen solchen Scheinwiderstand besitzt, daß sich die Neigung
der Kennlinie mit der Frequenz ändert.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungen
an den Klemmen der Scheinwiderstände einander entgegenwirken.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwiderstände
durch Wicklungen gebildet sind, die derart angeordnet sind, daß aus den in ihnen erzeugten
magnetischen Feldern ein Differenzfeld gebildet wird.
6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2 oder 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Ausgangsseite Wechsel- oder mit Hilfe einer Gleichrichteranordnung Gleichstrom abgenommen
werden kann.
7. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwiderstände
durch die Erregerwicklungen einer magnetischen Steuervorrichtung gebildet sind.
8. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 3 und 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwiderstände von den Erregerwicklungen einer magnetischen
Steuervorrichtung und durch einen Abgleichwiderstand gebildet sind.
9. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheihwiderstände
durch die Vormagnetisierungswicklungen eines Magnetverstärkers mit parallel angeordneten
Leistungswicklungen gebildet werden, dessen Arbeitswicklungen durch die veränderliche Eingangsspannung
gespeist werden.
10. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 3, 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwiderstände
durch die Vormagnetisierungswicklungen eines Magnetverstärkers und durch einen Abgleichwiderstand gebildet sind, wobei die Leistungswicklungen
des Magnetverstärkers hintereinander oder parallel geschaltet sind und durch die veränderliche Eingangsspannung gespeist
werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 809 658/17» 10'.
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