DD296247A5 - Verfahren zur chemischen verguetung von weidenflechtmaterialien - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur chemischen Verguetung von Weidenflechtmaterialien. Das vorgestellte Verfahren soll im Bereich der Flechtwarenindustrie zur Erzeugung von Flechtmaterial aus einheimischer Weide mit verbesserten Festigkeitseigenschaften angewendet werden. Das Ziel der Erfindung besteht darin, wesentliche Eigenschaften von einheimischen Flechtmaterialien mit geringem energetischen und sonstigen Aufwand zu verbessern.{Weidenflechtmaterial; Verguetung; Festigkeitseigenschaften; Calziumhydroxid; Flechtwarenerzeugung}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung .
Das Verfahren ist für eine Anwendung im Bereich der Flechtwarenerzeugung (Industrie und Handwerk) vorgesehen. Die gemäß Verfahren erzeugten Flechtrohstoffe werden eingesetzt zur Herstellung von Flechtwaren mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannt sind Materialvergütungen mittels verdünnter Alkalien (DDR-Patent B27 K5/00, Nr. 57), die partiell im Holz verbleiben, so daß nachteilige Langzeiteffekte in Rechnung gesetzt werden müssen. Die umweltschonende Beseitigung der verbrauchten Laugen ist problematisch. Von Interesse wäre deshalb ein Verfahren, das mit erniedrigtem Kostenaufwand eine bleibende Alkalität im Holz sowie Umweitprobfeme bei der Ablaugenbeseitigung vermeiden würde.
Kaikwasser ist u. a. aufgrund seiner geringen Alkalität und der bisher nicht beachteten Wirkung der Carbonatbildung im Holz noch nicht als chemisches Holzvergütungsmittel eingesetzt worden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, mit minimalem Kostenaufwand und in möglichst einfacher Weise aus einheimischer Weide Flechtmaterialien herzustellen, deren Eigenschaften in einem solchen Maße verbessert sind, daß damit herkömmliche Flechtrohstoffe substituiert bzw. neuartige Einsatzmöglichkeiten bei der Flechtwarenerzeugung erschlossen werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das mit Hilfe leicht zugänglicher und billiger Chemikalien ohne größeren technischen Aufwand die Bereitstellung vergüteter Flechtrohstoffe gestattet.
Merkmale der Erfindung
Es wurde gefunden, daß mittels Lösung von Calciumhydroxid, deren geringe Alkalität für eine signifikante Vergütung von Holz nicht ausreicht, die Herstellung von Flechtrohstoffen mit erhöhten Festigkeitswerten (insbesondere Zug- und Biegefestigkeit) aus einheimischem Weidenmaterial möglich ist. Infolge der langsam stattfindenden Carbonatbildung im Holzgewebe werden die Endfestigkeiten erst nach etwa 6 Monaten erreicht, so daß im Laufe dieser Zeitspanne eine Verfestigung eintritt. Als für die Vergütung geeignete Rohstoffe kommen Weidenruten, Weidenschienen sowie andere auf der Basis von Weidenholz eingesetzte Flachtrohstoffe in Frage. Die Konzentration des Vergütungsmittels, die Behandlungstemperatur, die Behandlungszeit sowie die Festigkeitseigenschaften stehen miteinander im Zusammenhang. In Abhängigkeit von den gewählten Vergütungsbedingungen tritt eine Farbvertiefung der Rohstoffe in Erseneinung. Die optimalen Parameterkombinationen müssen in Abhängigkeit von den gewünschten Zieleffekten von Fall zu Fall fixiert werden.
Ausführungsbeispiel 1. Weidenschienen in den herkömmlichen Abmessungen werden in ein Bad von gesättigter Calciumhydroxidlösung 18h bei einer Temperatur von 293 K gelagert, anschließend wird das Material durch kurzzeitiges Abspülen mit Leitungswasser oberflächlich vom Vergütungsmittel befreit und an der Luft getrocknet. Die Verarbeitung erfolgt in der üblichen Weise bei Feuchtigkeitsgehalten des Flechtmaterials von ca. 25%, wobei die Zwischenlagerung 2 bis 3 Tage nicht überschreiten sollte.
Im vorarbeiteten Material entsteht durch allmähliche Calciumcarbonatbildung eine weitere Verfestigung. Unter den angeführten Versuchsbedingungen können Verbesserungen der Zugfestigkeit um 71 % und der Biegefestigkeit um 47% erreicht werden. 2. Weidenschienen in den herkömmlichen Abmessungen werden in einem Bad von gesättigter Calciumhydroxidlösung 1 h bei einerTemperatur von 373Kgekocht, anschließend wird das Material, wie in Beispiel 1 ausgeführt, weiterbehandelt. Unter den angeführten Versuchsbedingungen können Verbesserungen der Zugfestigkeit um 48% und der Biegefestigkeit um 12% erreicht werden.
Claims (2)
1. Weidenschienen in den herkömmlichen Abmessungen werden in ein Bad von gesättigter Calciurnhydroxidlösung 18h bei einer Temperatur von 293 K gelagert, anschließend wird das Material durch kurzzeitiges Abspulen mit Leitungswasser oberflächlich vom Vergütungsmittel befreit und an der Luft getrocknet. Die Verarbeitung erfolgt in der üblichen Weise bei Feuchtigkeitsgehalten des Flechtmaterials von ca. 25%, wobei die Zwischenlagerung 2 bis 3 Tage nicht überschreiten sollte. Im vorarbeiteten Material entsteht durch allmähliche Calciumcarbonatbildung eine weitere Verfestigung. Unter den angeführten Versuchsbedingungen können Verbesserungen der Zugfestigkeit um 71 % und der Biegefestigkeit um 47% erreicht werden.
1. Verfahren zur chemischen Vergütung von Weidenflechtmaterialien mit verbesserten Festigkeitseigenschaften, gekennzeichnet dadurch, daß die Rohstoffe mit einer wäßrigen Lösung von Calciumhydroxid 1 bis 23 h bei 293 bis393Kbzw. 0,1 bis 0,198MPa behandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß vorzugsweise eine wäßrige Calciurnhydroxidlösung im gesättigten Konzentrationsbereich bei Raumtemperatur eingesetzt wird.
Anwendungsgeblot der Erfindung
Das Verfahren ist für eine Anwendung im Bereich der Flechtwarenerzeugung (Industrie und Handwerk) vorgesehen. Die gemäß Verfahren erzeugten Flechtrohstoffe werden eingesetzt zur Herstellung von Flochtwaren mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannt sind Materialvergütungen mittels verdünnter Alkalien (DDR-Patent B 27 K 5/00, Nr. 57), die partiell im Holz verbleiben, so daß nachteilige Langzeiteffekte in Rechnung gesetzt werden müssen. Die umweltschonende Beseitigung der verbrauchten Laugen ist problematisch. Von Interesse wäre deshalb ein Verfahren, das mit erniedrigtem Kostenaufwand eino bleibende Alkalität im Holz sowie Umweltprobfeme bei der Abiaugenbeseitigung vermeiden würde. Kaikwasser ist u.a. aufgrund seiner geringen Alkalität und der bisher nicht beachteten Wirkung der Carbonatbildung im Holz noch nicht als chemisches Holzvergütungsmittel eingesetzt worden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, mit minimalem Kostenaufwand und in möglichst einfacher Weise aus einheimischer Weide Flechtmaterialien herzustellen, deren Eigenschaften in einem solchen Maße verbessert sind, daß damit herkömmliche Flechtrohstoffe substituiert bzw. neuartige Einsatzmöglichkeiten bei der Flechtwarenerzeugung erschlossen werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das mit Hilfe leicht zugänglicher und billiger Chemikalien ohne größeren technischen Aufwand die Bereitstellung vergüteter Flechtrohstoffe gestattet.
Merkmale der Erfindung
Es wurde gefunden, daß mittels Lösung von Calciumhydroxid, deren geringe Alkalität für eine signifikante Vergütung von Holz nicht ausreicht, die Herstellung von Flechtrohr.toffen mit erhöhten Festigkeitswerten (insbesondere Zug- und Biegefestigkeit) aus einheimischem Weidenmaterial möglich ist. Infolge der langsam stattfindenden Carbonatbildung im Holzgewebe werden die Endfestigkeiten erst nach etwa 6 Monaten erreicht, so daß im Laufe dieser Zeitspanne eine Verfestigung eintritt. Als für die Vergütung geeignete Rohstoffe kommen Weidenruten, Weidenschienen sowie andere auf der Basis von Weidenholz eingesetzte Flechtrohstoffe in Frage. Die Konzentration des Vergütungsmittels, die Behandlungstemperatur, die Behandlungszeit sowie die Festigkeitseigenschaften stehen miteinander im Zusammenhang. In Abhängigkeit von den gewählten Vergütungsbedingungen tritt eine Farbvertiefung der Rohstoffe in Erscneinung. Die optimalen Parameterkombinationen müssen in Abhängigkeit von den gewünschten Zieleffekten von Fall zu Fall fixiert werden.
Ausführungsbeispiel
2. Weidenschienen in den herkömmlichen Abmessungen werden in einem Bad von gesättigter Calciumhydroxidlösung 1 h bei einerTemperatur von 373 K gekocht, anschließend wird das Material, wie in Beispiel 1 ausgeführt, weiterbehandelt. Unter den angeführten Versuchsbedingungen können Verbesserungen der Zugfestigkeit um 48% und der Biegefestigkeit um 12% erreicht werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD34238890A DD296247A5 (de) | 1990-07-02 | 1990-07-02 | Verfahren zur chemischen verguetung von weidenflechtmaterialien |
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ID=5619702
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD296247A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN106113195A (zh) * | 2016-07-13 | 2016-11-16 | 阜南县大喜柳编工艺品有限公司 | 一种柳编制品的防霉防蛀处理方法 |
| CN106335113A (zh) * | 2016-08-27 | 2017-01-18 | 阜南县永兴工艺品有限公司 | 一种提升编织品成品率的柳条的处理方法 |
-
1990
- 1990-07-02 DD DD34238890A patent/DD296247A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
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| CN106113195A (zh) * | 2016-07-13 | 2016-11-16 | 阜南县大喜柳编工艺品有限公司 | 一种柳编制品的防霉防蛀处理方法 |
| CN106335113A (zh) * | 2016-08-27 | 2017-01-18 | 阜南县永兴工艺品有限公司 | 一种提升编织品成品率的柳条的处理方法 |
| CN106335113B (zh) * | 2016-08-27 | 2019-06-11 | 阜南县永兴工艺品有限公司 | 一种提升编织品成品率的柳条的处理方法 |
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