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DD286989A5 - Weiche hinter einer rotierenden Schere - Google Patents

Weiche hinter einer rotierenden Schere

Info

Publication number
DD286989A5
DD286989A5 DD286989A5 DD 286989 A5 DD286989 A5 DD 286989A5 DD 286989 A5 DD286989 A5 DD 286989A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
switch
scissors
switch blade
output side
crankshaft
Prior art date
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English (en)
Publication date

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Weiche hinter einer rotierenden Schere mit zwei Messerbahnen zum Schopfen der Anfaenge und Enden und zum Schneiden von Notschnittlaengen von Walzadern unterschiedlicher Abmessungen, insbesondere aus Rund- und breitem Flachmaterial, in einer Walzstrasze, mit der die je nach Abmessung auf der einen oder anderen Messerbahn geschopften Walzadern, sowie die Schopf- und Notschnittenden bei hoher Walzgeschwindigkeit unmittelbar an der Schere uebernommen, stoerungsfrei zu einem nachgeordneten Walzgeruest bzw. zu Schrottbehaeltern oder einem nachfolgenden Zerhacker abgeleitet werden koennen, wobei ein als Wechseleinheit eingerichteter Weichenkasten mit fester Weichenzunge und einer gegen die Weichenzunge hochschwenkbaren Klappe ausgangsseitig auf einer schwenkbaren, mit einem Stellungsbegrenzungsglied verbundenen Kurbelwelle loesbar gelagert und eingangsseitig mit einem loesbaren Kippgestaenge verbunden ist. Figur{Walzstrasze; Schere; Weiche, ausgangsseitig; Walzgeruest; Zerhacker; Schrottbehaelter; Weichenkasten; Weichenzunge; Klappe; Kurbelwelle, ausgangsseitig; Stellungsbegrenzungsglied; Kippgestaenge, eingangsseitig}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Weiche hinter einer rotierenden Schere mit zwei Messerbahnen zum Schöpfen der Anfänge und Enden von Walzadern und zum Schneiden von Notschnittlängen in einer Walzstraße.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Nach der Di) 235202 ist eine Weiche an einer Im Start-Stop-Betrieb arbeitenden rotierenden Schere für stabförmiges Walzgut
bekannt, die aus zwei nebeneinander befindlichen, mit einer abklappbaren Abdeckung versehenen Laufbahnen besteht, von denen die eine, fest angeordnete Laufbahn außerhalb der geraden Laufrichtung des Walzgutes, die andere, vertikal schwenkbare
Laufbahn in gerader Laufrichtung des Walzgutes liegt. Das stabförmige Walzgut wird vor der Schere in Richtung der fest angeordneten Laufbahn der Weiche hinübergeführt, und die
nach unten abgelenkten Anfangsschopfstücke gelangen unter einen nach unten geschwenkten Abweiser und von dort zu
Schrottsammlern. Der beim Schnitt an der Schere nach üben abgelenkte nachlaufende Walzstab wird in die gerade Laufbahn zurückgeführt und
gelangt somit auf die vertikal schwenkbare Laufbahn, die beim Abtrennen der Endschopfstücke nach unten in Richtung von
Schrottsammlern und beim Abtrennen von Probenetücken nach oben zu einer Probenfangvorrichtung geschwenkt wird. Diese Weiche eignet sich nicht zur Verarbeitung eines Programms mit unterschiedlichen Abmessungen der Walzadern,
insbesondere nicht für breites Flach- und starkes Rundmaterial und den hierzu notwendigen Scheren mit einem großen
Messerkreis. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Schopf· und Notschnittenden von Walzadern unterschiedlicher Abmessungen in einer Walzstraße, insbesondere Rund· und breites Flachmaterial, bei hoher Walzgeschwindigkeit sicher abzuführen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Weiche hinter einer rotierenden Schere mit zwei Messerbahnen zum Schöpfen der Anfänge und Enden und Teilen bei Notschnitt zu scheffen, die die je nach Abmessung auf der einen oder anderen Messerbahn der Schere geschöpften Walzadern sowie die Schopf- und Notschnittenden unmittelbar an der Schere übernimmt, störungsfrei zu einem Walzgerüst bzw. in Schrottkübeln oder einem nachfolgenden Zerhacker ableitet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein als Wechseleinheit eingerichteter Weichenkasten, der eino feste, zur Schere gerichtete Weichenzunge und eine gegen die Weichenzunge schwenkbare Klappe aufweist, ausgangsseitig auf einer schwenkbaren, mit einem Stellungsbegrenzungsglied verbundenen Kurbelwelle lösbar gelagert und eingangsseitig mit einem lösbaren Kippgestänge verbunden ist, wobei die Anordnung dor Kurbelwelle in Verbindung mit dem Kippgestänge sowohl ein Heranfahren des Weichenkastens an die Schere als auch eine individuelle Anpassung an das Walzprogramm gewährleistet. Ferner besteht das Kippgestänge aus einer längsverstellbaren Schubstange, die über eine Schwinge mit einem Arbeitszylinder verbunden ist, und einer Führungsstange, die die Schubstange mit einem am Weichenkasten lösbar gelagerten Hebel verbindet, wor ei die Lagerpunkto des Arbeitszylinders an der Schwinge bzw. der Führungsstange an einem Gestell einstellbar angeordnet sind.
Aus?ührung»beisplel Die Erfindung soll an eir.?m Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht des Weichenkastens, in Stellung Materialdurchlauf. Die Zeichnung zeigt den Weichenkasten 1, der aus zwei parallel angeordneten, zur (nicht dargestellten) Schere hin aufgebogenen Seitenwändan 2 und der zwischengesetzten Weichenzunge 3 besteht. Unterhalb der Weichenzunge 3 ist eine in den Seitenwinden 2 gelagerte Klappe 4 angeordnet, die durch einen Arbeitszylinder 5
gegen die Weichenzunge 3 hochscb senkbar ist. Die Weichenzunge 3 ist in vertikaler Richtung keilförmig ausgebildet, wobei die
Zungenspitze auf der Eingangsseite des Weichenkastens 1 liegt und in Richtung der Schere zeigt. Ausgangsseitig ist der Weichenkasten 1 lösbar auf einer Kurbelwelle 6 gelagert, die wiederum in einem Gestell 7 gelagert ist. Die Kurbelwelle 6 ist auf der einen Seite mit einem Arbeitszylinder 8 und auf der anderen mit einem Stellungsbegrenzungsglied 9
verbunden. Eingangsseitig ist ein verstell- und lösbares Kippgestänge 14 an den Weichenkasten 1 angelenkt.
Das Stellungsbegrenzungsglied 9 besteht aus einer über einen Hebel 10 mit der Kurbelwelle 6 verbundenen Gewindespindel 11,
deren vertikale Bewegung durch zwei gegen einen Anschlag 12 verstellbare, arretierbare Muttern 13 begrenzbar ist.
Das Kippgestänge 14 besteht aus einer längenverstellbaren Schubstange 15, die über eine Schwinge 16 mit einem Arbeitszylinder 17 verbunden ist, und einer Führungsstange 18, die die Schubstange 15 mit einem Hebel 19 verbindet, der am Weichenkasten 1 auf einem Wellenstumpf 20 dreh- und durch eine Keilverbindung 21 lösbar gelagert ist, wobei die Lagerpunkte 22 bzw. 23 des Arbeitszylinders 17 an der Schwinge 16 bzw. der Führungsstange 18 am Gestell 7 einstellbar
angeordnet sind.
Die Weiche hat folgende Wirkungsweise: Die Weiche muß vordere und hintere Schopfstücke zu Schrottkübeln, Notschnittenden zu einem nachfolgenden Zerhacker und
die abgeteilten Walzadern zu einem nachgeordneten (nicht dargestellten) Walzgerüst leiten. Walzadern aus Rund-sowie breitem und weniger breitem Flachmaterial werden zum Schöpfen der vorderen Enden unabgelenkt zur Schere und weiter zur Weiche geführt. Zum Schöpfen der hinteren Enden und beim Notschnitt gelangt das nicht auslenkbare breite Flachmaterial unabgelenkt zur Schere und zur Weiche.
Rund- und weniger breites Flachmaterial wird sowohl zum Schöpfen der hinterer Enden als auch bei Notschnitt zur anderen Messerbahn der Schere abgelenkt und von dieser zur Weiche geführt. Beim Schöpfen der vorderen Enden einer Walzader muß die Zungenspitze der Weichenzunge 3 mit gegen die Weichenzunge 3
hochgeschwenkter Klappe 4, bedingt durch die Walzgutabmessungen und den erforderlichen großen Messerradius, zur
Vermeidung von Störungen dicht an die Schere herangeführt werden. Zu diesem Zweck wird die Kurbelwelle 6 mit dem
aufsitzenden Weichenkasten 1 durch den Arbeitszylinder 8 entgegengesetzt zur Stablaufrichtung in eine vom
Stellungsbegrenzungsglied 9 vorgegebene, von der Abmessung der Walzader abhängige Stellung geschwenkt. Der am ausgeschwenkten Weichenkasten 1 angelenkte, sich mit der Bewegung des Weictienkastens aufrichtende Hebel 19 des
vom unbeaufschlagten Arbeitszylinder 17 festgehaltenen Kippgestänges 14 hebt den Weichenkasten 1 eingangsseitig so hoch an, daß das abgetrennte vordere Schopfstück einwandfrei unter Weichenzunge 3 und Klappe 4 hinweg zu den Schrotlkübeln und die nachfolgende, von der Schere angehobone Walzader oberhalb der Weichenzunge 3 zum nachgeurdneten Walzgerüst geleitet werden. Eine Anpassung an das Walzprogramm kann durch eine Veränderung der Schwenkbewegung des Hebels 19 erfolgen, indem die Schubstange 15 bzw. der Lagerpunkt 23 der Führungsstange 18 verstellt wird. Die Kurbelwelle 6 wird bei
Materialdurchlauf zum Walzgerüst wieder in Ausgangsstellung zurückgeschwenkt. Beim Schöpfen des hinteren Endes einer Walzader bzw. beim Notschnitt muß die Weichenzunge 1 in solche Stellung gebracht
werden, daß der Durchlauf der Walzader gewährleistet bleibt und die nachlaufenden hinteren Schopfstücke bzw.
Notschniitenden sicher gefangen und abgeführt werden. Zu diesem Zweck wird bei in Ausgangsstellung verbleibender Kurbelwelle 6 der Weichenkasten 1 mit Hilfe des durch den
zugehörigen Arbeitszylinder 17 betätigten Kippgestänges 14 in eine Stellung gehoben wird, daß der durchlautende Walzstab nicht behindert wird und das nachlaufende hintere Schopfende bei gegen die Weichenzunge 3 hochgeschwenkter Klappe 4 zu den Schrottkübeln bzw. das Notschnittende bei abgeschwenkter KJappe 4 zwischen dieser und der Weichenzunge 3 zum
Zerhacker abgeleitet werden können. Die vorgesehene Kinematik ermöglicht sowohl eine nahe Stelle der Weichenzunge 3 zur Schere bei einem Programm „Schöpfen
vorn" als auch eine weiter entfernte Stellung bei den Programmen »Schöpfen hinten" und „Notschnitt" sowie eine den
Walzprogrammen angepaßte veränderliche Bewegung der Weichenzunge 3 durch die Längenverstellbarkeit der Schubstange 15 und der Verstellmöglichkeit der Lagerpunkte 22 bzw. 23 des Arbeitszylinders 17 bzw. der Führungsstango 18. Der Weichenkasten 1 ist als eine Wechseleinheit eingerichtet und kann beispielsweise mit einem Hebezeug schnell
ausgewechselt werden.
Die erfindungsgemäße Weiche gestattet somit, die je nach Abmessung auf der einen oder anderen Messerbahn der Schere
geschöpften Walzadern bzw. die Schopf- und Notschnittenden unmittelbar an der Schere zu übernehmen und störungsfrei zu eitlem nachgeordneten Walzgerüst bzw. zu Schrottkübeln oder einen nachfolgenden Zerhacker abzuleiten.

Claims (2)

1, Weiche hinter einer rotierenden Schere mit zwei Messerbahnen zum Schöpfen der Anfänge und Enden von Walzedern und zum Schneiden von Notschnittiängen, bestehend aus einem festen und 3inem beweglichen Rinnenteil zum Ableiten der nach unten gelenkten Schopf- und Notschnittenden bzw. des nach oben gelenkten Walzgutes, gekennzeichnet dadurch, daß ein als Wechseleinheit eingerichteter Weichenkasten (1), der eine feste, zur Schere gerichtete Weichenzunge (3) und eine gegen die Weichenzunge hochschwenkbare Klappe (4) aufweist, ausgangsseitig auf einer schwenkbaren, mit einem einstellbaren Stellungsbegrenzungsglied (9) verbundenen Kurbelwelle (6) lösbar gelagert und eingangsseitig mit einem lösbaren Kippgestänge (14) verbunden ist.
2. Weic! > nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Kippgestänge (14) aus einer längenverstellbaren Schubstange (15), die über eine Schwinge (16) mit einem Arbeitszylinder (17) verbunden ist, und einer Führungsstange (18), die die Schubstange mit einem am Weichenkasten (I) lösbar gelagerten Hebel (19) verbindet, besteht, wobei die Lagerpunkte (22; 23) des Arbeitszylinders an der Schwinge bzw. der Führungsstange an einem Gestell (7) einstellbar angeordnet sind.

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