DD275987A3 - Vorrichtung zum pneumatischen verspritzen von pastoesen stoffen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine konstruktive Loesung fuer eine Vorrichtung zum Verspritzen von pastoesen Stoffen mittels Druckluft, insbesondere von Zementmoertel zur Auskleidung von Rohrleitungsbauteilen. Ziel ist die Einsparung von Arbeitszeit zum manuellen Nachglaetten durch Sicherung einer feinen Oberflaechenstruktur. Die Aufgabe besteht in der Aufbereitung des zu verspritzenden Beschichtungsstoffes vor Eintritt in den Treibstrahl. Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung mit konzentrischer Fuehrung von Druckluft und Beschichtungsstoff, bei der sich in der Wandung zwischen beiden Kanaelen vor der Treibduese eine Vielzahl feiner Bohrungen befindet. Die aus diesen austretenden Druckluftstrahle lockern den Beschichtungsstoff auf und bewirken eine weitere Zerteilung, so dass beim Eintritt in den Treibstrahl hinreichend kleine Partikel vorliegen. Dadurch wird eine Schichtoberflaeche erzielt, die kein Nachglaetten erfordert. Die Vorrichtung ist in Figur 1 dargestellt. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft die konstruktive Gestaltung einer Vorrichtung zum Verspritzen von pastösen Stoffen mittels Druckluft. Bevorzugtes Anwendungsgebiet ist das Herstellen von Zementmörtelschichten auf der inneren Oberfläche von Rohrleitungsbauteilen.
Zur Auskleidung von Rohren und Rohrleitungen mit Zementmörtel werden durch Eigen- oder Fremdantrieb axial bewegte Vorrichtungen mit rotierenden Schleuderköpfen eingesetzt. Die so applizierte relativ rauhe Schicht wird durch eine an der Schleudervorrichtung befindliche, ebenfalls rotierende Glätteinrichtung nachgearbeitet. Diese Verfahrensweise ist aus geometrischen Gründen im wesentlichen auf gerade Rohre oder Rohrleitungsabschnitte mit konstant bleibendem Durchmesser begrenzt.
Krümmer, Abzweigungen, Reduzierungen sowie andere von der Hohlzylinderform abweichende Bauteile oder Abschnitte werden vorteilhaft nach dem pneumatischen Spritzverfahren beschichtet. Bei den dazu verwendeten Vorrichtungen werden Druckluft und Zementmörtel durch zueinander konzentrisch angeordnete Kanäle zugeführt. Die Mörtelzuführung erfolgt mittels Pumpe.
Durch die aus zentrisch oder ringförmig angeordneten Treibdüsen austretenden Druckluftstrahle wird der Zementmörtel mitgerissen und nach Passieren einer äußeren Fangdüse auf das Objekt geschleudert.
Nach der DD 236022 wird eine Lösung für eine Vorrichtung zum Mörtelspritzen vorgeschlagen, bei der die Mörtelzuführung zentrisch erfolgt und um deren Mündung mehrere von einem Ringraum ausgehende, im spitzen Winkel zur Hauptachse geneigte Treibdüsen angeordnet sind.
Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß die Oberfläche der damit hergestellten Mörtelschichten sehr rauh ist und daher einer nachfolgenden Glättung bedarf, die von Hand ausgeführt werden muß. Die Ursache für diesen Nachteil ist in dem kompakten Zustand des zugeführten Mörtels zu sehen. Durch die aus den ringförmig angeordneten Treibdüsen austretenden Druckluftstrahle wird der zentral aus dem Zuführungskanal austretende Strang nur in relativ grobe Haufwerke zerteilt, die anschließend sofort auf das Objekt geschleudert werden.
Ziel der Erfindung ist die Einsparung von Arbeitszeit zum manuellen Nachglätten von gespritzten Zementmörtelschichten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den der Spritzvorrichtung zugeführten Beschichtungsstoff vordem Eintreten in den Treibstrahl so aufzubereiten, daß er in feiner Verteilung auf das zu beschichtende Objekt auftrifft.
Zur Lösung der Aufgabe wird eine Vorrichtung mit konzentrisch zueinander geführten Kanälen für die Druckluft und den Beschichtungsstoff vorgeschlagen, bei der erfindungsgemäß in der Wandung zwischen beiden Kanälen in Strömungsrichtung vor dem engsten Querschnitt des Druckluftkanals eine Vielzahl feiner Bohrungen vorgesehen ist.
Die Erfindung ist dadurch vorteilhaft ausgestaltet, daß sich die Bohrungen überwiegend im Bereich des Beginns der gemeinsamen Führung der Kanäle befinden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung erfährt der Kanal für den Beschichtungsstoff in Strömungsrichtung hinter den Bohrungen eine Querschnittserweiterung.
Von der erfindungsgemäßen Lösung geht die vorteilhafte Wirkung aus, daß aus den Bohrungen Druckluftstrahle austreten, die den Beschichtungsstoff auflockern und zerteilen. Dadurch wird neben einer Verbesserung des Förderverhaltens im Kanal für den Beschichtungsstoff die Aufnahme hinreichend kleiner Partikel in den Treibstrahl gesichert.
Durch die überwiegende Anordnung der Bohrungen am Beginn der gemeinsamen Führung beider Kanäle wird aufgrund des größeren Förderwegs des Beschichtungsstoffs im aufgelockerten Zustand eine intensive Zerteilung ermöglicht. Bei radialer Zuführung des Beschichtungsstoffs in den außen angeordneten Ringkanal wird weiterhin durch die Auflockerung in diesem Bereich eine bessere Verteilung über den gesamten Ringquerschnitt erzielt und der Bildung von Ablagerungen und Verstopfungen entgegengewirkt.
Die kontinuierliche Erweiterung des Kanalquerschnitts stellt eine Voraussetzung für eine weitere Auflockerung und Zerteilung des Beschichtungsstoffs vor Eintritt in den Treibstrahl dar.
Ausführungsbeispiel
Die vorstehend beschriebene Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zum Verspritzen von Zementmörtel erläutert.
In beiliegender Zeichnung zeigen:
Fig. 1: den Längsschnitt und Fig. 2: einen Schnitt zur Figur 1
dieser Vorrichtung.
Zum Hüllrohr 1 ist der Düsenkörper 3 mittels des Anschlußstücks 2, an dem der nicht dargestellte Druckluftschlauch befestigt ist, zentrisch angeordnet. Im vorderen konisch verjüngten Teil des Düsenkörpers 3 ist die Treibdüse 4 eingearbeitet, deren Innendurchmesser geringer als der des hinteren Teils des Düsenkörpers 3 ist. In der Wandung des hinteren Teils befinden sich die Bohrungen 5, deren Achsen gering in Strömungsrichtung und im Bereich des Stutzens 6 für die Mörtelzuführung auch gering von der Normalen in Richtung Scheitel geneigt sind. Das vordere Ende des Hüllrohrs 1 ist durch die Fangdüse 7 abgeschlossen. Am Hüllrohr 1 ist weiterhin das Griffstück 8 befestigt, in dem die nicht dargestellten Betätigungseinrichtungen zum Schalten der Druckluft- und Mörtelzuführung installiert sind.
Die aus den Bohrungen 5 austretenden Druckluftstrahle lockern die aus dem Stutzen 6 in den Ringkanal 9 gedrückte Mörtelmasse auf, wobei die leicht tangential Anstellung der Achsen der Bohrungen 5 eine Förderung nach oben begünstigt. Die aufgelockerte Mörtelmasse wird unter zusätzlicher Wirkung des Treibeffekts der durch die Bohrungen 5 strömenden Druckluft in Richtung Fangdüse 7 transportiert und dabei weiter zerteilt. Die sich aufgrund der konischen Ausführung des Vorderteils des Düsenkörpers 3 ergebende Erweiterung des Querschnitts vom Ringkanal 9 liefert den für die Expansion der im Ringkanal befindlichen Druckluft und für die weitere Auflockerung und Zerteilung der Mörtelmasse erforderlichen Volumenzuwachs.
An der Mündung der Treibdüse 4 wird die nun hinreichend aufgelockerte Mörtelmasse durch die vom Treibstrahl ausgehende Saugwirkung erfaßt und in diesem durch die Fangdüse 7 auf die zu beschichtende Konstruktion geschleudert. Die Struktur der erzeugten Schichtoberfläche ist so fein, daß eine nachfolgende Glättung nicht erforderlich wird.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum pneumatischen Verspritzen von pastösen Stoffen mit konzentrisch zueinander angeordneten Kanälen für die Druckluft und den Beschichtungsstoff, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Wandung (3) zwischen beiden Kanälen in Strömungsrichtung vor dem engsten Querschnitt (4) des Druckluftkanals eine Vielzahl von feinen Bohrungen (5) befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Bohrungen (5) am Beginn der gemeinsamen Führung von Druckluftkanal (3; 4) und Kanal für den Beschichtungsstoff (9) befinden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal für den Beschichtungsstoff (9) in Strömungsrichtung hinter dem Bereich der Bohrungen (5) eine kontinuierliche Querschnittserweiterung erfährt.
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