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DD264350A3 - Vorrichtung zum kontinuierlichen Messen rheologischer Stoffwerte nichtnewtonischer Flüssigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Messen rheologischer Stoffwerte nichtnewtonischer Flüssigkeiten Download PDF

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Publication number
DD264350A3
DD264350A3 DD27897985A DD27897985A DD264350A3 DD 264350 A3 DD264350 A3 DD 264350A3 DD 27897985 A DD27897985 A DD 27897985A DD 27897985 A DD27897985 A DD 27897985A DD 264350 A3 DD264350 A3 DD 264350A3
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
measuring device
measurement
transducer
rheological
continuous
Prior art date
Application number
DD27897985A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Claus
Karin Hinkel
Hans Klemm
Original Assignee
Forschung Rationalisierung Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Forschung Rationalisierung Veb filed Critical Forschung Rationalisierung Veb
Priority to DD27897985A priority Critical patent/DD264350A3/de
Publication of DD264350A3 publication Critical patent/DD264350A3/de

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  • Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)

Abstract

Der Messwertaufnehmer ist in Verbindung mit der dargestellten Vorrichtung zum kontinuierlichen Messen rheologischer Stoffwerte nichtnewtonscher Fluessigkeiten, insbesondere fuer die Prozessmessung in den Betrieben der Suesswarenindustrie, aber auch der Fluessiggummiverarbeitung und der Lack- und Farbenherstellung vorgesehen. Ziel der Erfindung ist es, einen Messwertaufnehmer zu schaffen, der integriert in eine kontinuierliche rheologische Messvorrichtung genau und schnell misst sowie zur Rohstoff- und Arbeitszeiteinsparung beitraegt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Messwertaufnehmer fuer eine kontinuierliche rheologische Messvorrichtung mit Mehrfachpunktmessung zu schaffen. Ein Getriebemotor treibt mit konstanter Drehzahl zwei Schaufelraeder an, die mit jeweils fuenf Quadern bestueckt sind. Jeder Quader erzeugt beim Eintauchen in das Messgut ein direktes oder indirektes Drehmoment, das entsprechende Messeinrichtungen erfassen. Die sukzessiv gewonnenen drehmomentproportionalen elektrischen Signale werden von der elektronischen Auswerteeinheit verarbeitet. Sie fuehrt die Berechnung der Viskositaet und Fliessgrenze durch, die von Messgeraeten angezeigt und/oder registriert werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung I
Die Erfindung dient dem kontinuierlichen Messen der Theologischen Größen Viskosität und Fließgrenze von flüssigen und i
pastösen nicht-newtonschen Flüssigkeiten, insbesonderer heller und dunkler Schokoladenmassen. Der erfindungsgemäße Meßwertaufnehmer ist in Verbindung mit der Theologischen Vorrichtung für die Prozeßmessung in den Betrieben der Süßwarenindustrie, aber auch der Flüssiggummiverarbeitung und ci?r Lack- und Farbenherstellung vorgesehen. !
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus der DE-PS 290987 ist eine diskontinuierlich arbeitende rheologische Meßvorrichtung bekannt. Ein auswechselbarer
Meßkörper wird motorisch mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben und einmal durch das Meßmedium bewegt. Der als '
Kugel ausgebildete Meßkörper ist über einen Schaft mit der Kraftmeßeinrichtung verbunden. Das Drohmoment oder die Länge
der am Meßkörper haftenden Meßgutfahne ist ein Maß für die Fließeigenschaften. >
Diese Vorrichtung weist den Mangel auf, daß sich nur ein einzelner Meßkörper auf einer nichtgeschlossenen Kreisbahn bewegt.
Sie ist nur für die Bestimmung der Fließeigenschaften von newtonschen Medien einsetzbar, dient der orientierenden '
Viskositätsmessung bei geringer Meßgenauigkeit im Labormaßstab und laßt keine kontinuierliche Meßwerterfassung zu.
Die Vorrichtung erlaubt nur Einzelpunktmessungen in großem zeitlichen Abstand. Für den Einsatz zur Prozeßregelung ist sie
ungeeignet. Der Herstellungsprozeß von nicht-newtonschen Medien ist meßtechnisch nicht absicherbar. Dies führt zu .
Produktionsverlusten, nicht optimalem Rohstoffeinsatz teurer Importrohstoffe, der Nichteinhaltung der i
Materialverbrauchsnormen und einer Verschleißerhöhung oer Verarbeitungsmaschinen.
Ziel der Erfindung '
Ziel der Erfindung ist es, einen Meßwertaufnehmer zu schaffen, der in Verbindung mit weiteren Vorrichtungselementen ein genaues Messen der Fließeigenschaften, insbesondere von nicht-nowtonschen Flüssigkeiten, gestattet, wodurch eine Regelung
derVfarbeitungsmaschinen bei optimiertem Rohstoffeinsatz ermöglicht wird. '
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Meßwertaufnehmer für eine kontinuierlich arbeitende rheologische Meßvorrichtung mit Mehrfachpunktmessung zu schaffen. !
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, d»R die Vorrichtung einen Meßwertaufnehmer aufweist, der vorzugsweise j
als Schaufelradanordnung ausgebildet und mit einem Anti ieb direkt oder indirekt gekoppelt ist. Der Meßwertaufnehmer besteht j
aus einem oder jwei odar mehreren Schaufelrädern. Jedes Schaufelrad ist mit vom Meßgut abhängiger Anzahl, symmetrisch '
versetzter, nicnt biegsamer, das Meßgut verdrängender, vorzugsweise Quadern, von unterschiedlicher Verdrängungsfläche j
bestückt. Die Schaufelräder besitzen die gleiche Anzahl, aber in der Größe untarschiedliche Verdrängungskörper. D!" !
Schaufelräder sind so auf einer gemeinsamen Achse versetzt angeordnet, daß ein gleichzeitiges Eintauchen der Verdrängungskörper ausgeschlossen ist.
Weiterhin besteht die Vorrichtung aus einer direkten oder indirekten Drehmomentmeßeinrichtung, elektrischem Signalwandler, j
A/D-Wandler, Temperaturmeßeinrichtung und Mikrorechner. i
Ein Motor, vorzugsweise ein Synchrongetriebemotor, treibt mit vom Meßgut abhängiger, aber konstanter Drehzahl, einen !
drehbaren Meßwertaufnehmer, der vorzugsweise als Schaufelradanordnung ausgebildet ist und dessen Drehachse parallel zur j
Meßgutoberfläche liegt, an. Jeder auf dem Schaufelrad befestigte Verdrängungskörper, vorzugsweise Quader, erzeugt beim j
Eintauchen in das Meßgut ein direktes oder indirektes Drehmoment, das entsprechende elektronische Meßeinrichtungen erfassen und in ein drehmomentproportionales alektrisches Signal umwandeln. Ein A/D-Wandler bereitet dieses für den Mikrorechner auf. Dieser übernimmt die Auswertung der Einzelmeßwerte nach den bekannten Berechnungsformeln für die ι
Viskosität und Fließgrenze.
-2- 284 350 I
Ausführungsbeispiele j
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Figur 1: Schematische Darstellung der Meßvorrichtunp nach dem Prinzip der direkten Drehmomentmessung
Figur 2: Schematische Darstellung der Meßvorrichtung nach dem Prinzip der indirekten Drehmomentmessung !
(Messung der Stromaufnahme des Antriebselementes) {
Figur3: Darstellung eines Schaufelrades {
Figur 4: abgerollte Manteloberfläche eines Schaufelrades {
Beispiel 1 :
Gemäß Figur 1 ist der Synchrongetriehemotor 1 mit der Torsionsmeßeinrichtung 2 und diese mit dem Schaufelrad 3 verbunden. ;
Die Meßvorrichtung ist um das Schaufelrad 4 erweiterbar, welches nach dem Schaufelrad 3 angeordnet Ist. Schaufelrad 3 ist ,. ι
gemäß Figur 3 mit den Quadern 5 bis 9 und Schaufelrad 4 mit den Quadern 10 bis 14 bestückt. Alle Quader sind symmetrisch j
untereinander versetzt und unterschiedlich in ihrer Verdrängungsfläche. Die Funktionselemente 1 bis 4 sind gemeinsam auf der Platte montiert. Die Meßvorrichtung besteht weiterhin aus den A/D-Wandlern 15,21, der Temperaturmeßeinrichtung 20 und dem Mikrorechner 16. Der Synchrongetriebemotor 1 treibt mit konstanter Drehzahl etwa 0,1 see"1, über die i
Torsionsmeßeinrichtung 2 die auf einer gemeinsamen Drehachse befindlichen Schaufelräder 3 und 4 an. Jeder der zehn Quader 5 bis 14 erzeugt beim Eintauchen in das Meßgut 19 ein Drehmoment, das die Torsionsmeßeinrichtung 2 erfaßt und in die drehmomentproportionalen Spannungssignale a6 bis a14 umwandelt. Oer A/D-Wandler 15 bereitet diese für den Mikrorechner 16 !
auf. Dieser berechnet die Viskosität c und die Fließgrenze d, deren Wert durch bekannten periphere Geräte angezeigt und/oder !
registriert werden.
Beispiel 2
Gemäß Figur 2 ist der Synchrongetriebemotor 1 direkt mit dem Schaufelrad 3 und dem Schaufelrad 4 verbunden. Alle drei
Vorrichtungselemente sind auf einer gemeinsamen Drehachse angeordnet und auf der Platte 20 montiert. Die Schaufelräder 3,4 j
sind ebenfalls mit den zehn Quadern 5 bi<? 9 bzw. 10 bis 14 entsprechend Figur 3, bestückt. Die Größe und Anordnung der Quader ist analog dem Ausführungsbeispiel 1.De Meßvorrichtung besteht aus dem Strommesser 17,1/U-Wandler 18, A/D-Wandler 15 und 21, Temperaturmeßeinrichtung 20 und Mikrorechner 16.
Der Synchrongetriebemotor 1 treibt mit konstanter Drehzahl etwa 0,1 see"1 direkt das Schaufelrad 3 und 4 an. Jeder der zehn Quader 5 bis 14 verursacht beim Eintauchen in das Meßgut 19 aufgrund der verschiedenen Verdrängungsflächen eine unterschiedliche Stromaufnahme des Antriebselementes 1 im Vergleich zum Leerlauf betr" )b. Der Strommesser 17 ermittelt den zu jedem Quader gehörenden Stromwert b6 bis b,4. Diese drehmomentproportionalen St.omsignale b5 bis bu wandelt der I/U-Wandler 18 in die drehmomentproportionaien Spannungen bsbisb|4um. die wie im Ausführungsbeispiel 1 weiter verarbeitet, die Signale c und d angezeigt und/oder registriert werden.
Der erfindungsgemäße Meßwertaufnehmer gestattet es, in Verbindung mit den weiteren Vorrichtungselementen, die Theologischen Stoffwerte Viskosität und Fließgrenze von nicht-newtonschen Medien, nach dem Prinzip der Mehrfachpunktmessung mit hoher Genauigkeit zu messen. Eine derartige Theologische Meßvorrichtung ist für Prozeß- und Labormessung geeignet. Mit ihr können klein- und grobHicpersive Meßgüter gemessen werden. Die kleinen Meßzeiten gestatten das Erfassen kurzzeitiger Viskositäts- und Fließgrenzenänderungen von nicht-newtonschen Flüssigkeiten. Eine mit diesem Meßwertaufnehmer ausgerüstete Meßvorrichtung ist für den Einsatz zur Rezepturoptimierung in der schokoladenmassenherstollenden Industrie einsetzbar.
Die Meßbarkeit der Viskosität und der Fließgtenze ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung einer vollautomatisierten Schokoladenmassenherstellungsanlage. Beide Theologischen Parameter sind entscheidende Regelgrößen im automatisierten Herstellungsverfahren. Die Einsparung hochwertiger Impoftrohstoffe (z.B. Kakaobohne und Kakaobutter), Verschleißminderungen an den Verarbeitungsmaschinen, Energieeinsparung und Produktionssteigerung wäre die positive ökonomische Bilanz.

Claims (1)

  1. Meßwertaufnehmer für kontinuierliches Messen Theologischer Stoffwerte nicht-newtonscher
    Flüssigkeiten mit einer mikrorechnergestützten elektronischen Auswerteinheit, wobei ein
    drehzahlkonstanter Motor divekt oder indirekt über eineTorsionsmeßeinrichtung mit einem drehbaren
    Meßsystem, dessen Drehachse parallel zur Meßgutoberfläche liegt, gekoppelt ist, dadurch
    gekennzeichnet, daß das drehbare Meßsystem als Schaufelradanordnung (3,4) ausgebildet ist, die
    aus einem oder mehreren Schaufelrädern besteht, und daß jedes Schaufelrad mit mindestens zwei
    nicht biegsamen, das Meßgut verdrängende Körper unterschiedlicher Verdrängungsfläche bestückt
    ist, wobei die Anzahl der Verdrängungskörper von der Art des Meßgutes abhängt und diese
    untereinander symmetrisch versetzt und angeordnet sind.
    Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
DD27897985A 1985-07-26 1985-07-26 Vorrichtung zum kontinuierlichen Messen rheologischer Stoffwerte nichtnewtonischer Flüssigkeiten DD264350A3 (de)

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Date Code Title Description
IF04 In force in the year 2004

Expiry date: 20050727