DD255927A1 - Anordnung zur gurtfuehrung an gurtumlenkstellen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Gurtfuehrung an Gurtumlenkstellen von Endlosfoerderern, deren Gurt im Obertrum gemuldet ist, deren Gurtumlenkstelle aus auf einer kurvenfoermigen Bahn angeordneten und mit dem Foerdergestell verbundenen Rollenstationen besteht. Die bekannten derart aufgebauten Umlenkstellen werden so veraendert, dass mit ihnen eine gezielte Gurtfuehrung moeglich ist und die Gurtfuehrung mindestens bis zum Gutabwurfpunkt erhalten bleibt. Das wird dadurch erreicht, dass je Rollenstation quer zur Foerderrichtung mindestens zwei Tragrollen (1) nebeneinander angeordnet sind. Die sich jeweils an den Raendern des Obertrums befindenden Tragrollen (1) sind in der zum Gurt (3) vertikalen Ebene in einem Muldungswinkel b angestellt und in Foerderrichtung schwenkbar angeordnet. Der Muldungswinkel b nimmt von Rollenstation zu Rollenstation ab. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Gurtführung an Gurtumlenkstellen, insbesondere an der Gurtabwurfstelle, von Endlosförderem mit höherer Leistungsfähigkeit.
Zur Gewährleistung des Geradlaufes des Gurtbandes eines Endlosförderers ist bekannt, Lenkrollenstationen vor die als zylindrische Trommel ausgebildete Umlenkstelle zu setzen. Um den dadurch bedingten Aufwand zu verringern, hat man bereits ballige Trommeln zur Gurtführung verwendet. Jedoch sind diese bei langen Gurtbandförderern wenig wirkungsvoll. Zum geraden Auflauf des Gurtes auf die Umlenktrommel unmittelbar vor der Aufgabestelle ist eine Lenkrollenstation im Untertrum erforderlich. Der praktische Einsatz dieser balligen Umlenktrommeln hat sich vermutlich auch wegen ihres gegenüber zylindrischen Umlenktrommeln deutlich größeren Fertigungsaufwandes nicht durchgesetzt.
Da zur Vergrößerung der Förderquerschnittsfläche bei Gurtbandförderern mit höherer Leistungsfähigkeit der Gurt im Obertrum gemuldet wird, ist beim Auflauf auf die zylindrische oder ballige Umlenktrommel eine Gurtaufmuldung erforderlich. Wegen der : dabei unvermeidlich auftretenden zusätzlichen Gurtbeanspruchungen muß für die Gurtaufmuldung eine ganz bestimmte Länge ei -ohalten werden, die bei Gurten mit Stahlseilen etwa fünfmal größer sein muß als bei Gurten mit Gewebeeinlagen. Diese Gurtaufmuldung führt zwangsläufig zur Gutstromverbreiterung und damit an der Übergabestelle zur Gutstreuung in Quer- und Längsrichtung. Das erfordert zusätzlichen Aufwand bei der Gestaltung der Übergabeschurre, um Verluste durch Rieselgut so gering wie möglich zu halten.
Nachtetlig ist auch die verhältnismäßig große Masse der Umlenktrommeln, was insbesondere bei Auslegern mit größeren Förderweglängen zu einem großen Moment führt. Eine geringere Masse weisen derartige Umlenkstellen auf, bei denen Rollenstationen auf einem gedachten Kreisbogen angeordnet sind (DD-PS 96916, SU-US 967895, SU-US 416297). In allen drei Fällen ist infolge der festen Anordnung der Rollen keine gezielte Gurtführung möglich. Ebenso ist bei gemuldeten Gurten, ähnlich wie bei Umlenktrommeln, eine längere Übergangsstrecke zur Aufmuldung erforderlich.
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand zur Gurtführung sowie zur Gestaltung günstiger Übergabebedingungen wesentlich zu senken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten,an Gurtumlenkstellen auf einer kurvenförmigen Bahn angeordneten Rollenstationen mit einfachen Mitteln derart zu verändern, daß sie eine sichere Gurtführung gewährleisten und eine kurze Aufmuldungsstrecke und somit eine Verringerung der Streuung des Gutes ermöglichen, ohne den Gurt einer wesentlich höheren Beanspruchung als bei langen Aufmuldungsstrecken auszusetzen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß je Rollenstation quer zur Förderrichtung mindestens zwei Tragrollen nebeneinander angeordnet sind. Die sich jeweils an den Rändern des Obertrums des Gurtes befindenden Tragrollen sind in der zum Gurt vertikalen Ebene in einem Muldungswinkel β angestellt und in Förderrichtung schwenkbar angeordnet. Der Muldungswinkel/3 nimmt innerhalb der Umlenkstation an der Abwurfstelle von einer Rollenstation zur nächsten ab bis er im Bereich des Abwurfpunktes des Gutes einen Wert von β = 0° besitzt.
Für eine Reduzierung der Beanspruchung des Gurtes sowie für eine Gurtreinigung ist es vorteilhaft, die dem Umkehrpunkt des Gurtes nachfolgenden, an den Rändern des Gurtes befindlichen Tragrollen in einem negativen Muldungswinkel β anzustellen, wobei der Betrag des Muldungswinkels β innerhalb der Gurtumlenkstelle von einer Rollenstation zur nächsten wächst.
Eine Verringerung der Streuung des Gurtes kann zusätzlich noch durch eine Anpassung der Abwurfparabel an die Abwurfbedingungen erreicht werden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, die Rollenstationen in radialer Richtung verstellbar undsomit montagefreundlich an dem Gestell der Umlenkstelle anzuordnen.
Wenn die Tragestationen außerdem radial jeweils über ein Antriebselement mit dem Gestell der Umlenkstelle verbunden sind, können sie während des Betriebes des Gurtbandes verstellt werden. Dadurch wird eine kontinuierliche Änderung der Abwurfparabel und damit eine gezielte Gutstromübergabe bei geringen Streuverlusten erreicht.
Die Erfindung kann sinngemäß auch für die Umlenkstelle an der Aufgabestelle des Gutes angewendet werden. In diesem Fall ändern sich die Aufmuldungswinkel β in umgekehrter Richtung. Die Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung an der Aufgabestelle hat den Vorteil, daß die Einmuldungsstrecke zwischen Umlenkstelle und Aufgabestelle entfallen kann, so daß die gesamte Länge des Endlosförderers zum Fördern des Gutes zur Verfügung steht.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Tragrollen innerhalb der Gurtumlenkstelle wird die Funktion der Gurtführung, der gezielten Gutstromübergabe und der Vermeidung von Rieselgut allein durch die entsprechende Einstellung der einzelnen Tragrollen realisiert, so daß die eben genannten Funktionen von einer einzigen Stelle aus, nämlich von der Umlenkstelle, realisiert werden.
Eine rechnerische Überprüfung hat überraschenderweise ergeben, daß für alle diese Aufgaben prinzipiell Tragrollen eingesetzt werden können, die auch für die Stützung des Lasttrums auf der Förderstrecke verwendet werden.
Wird an der Abwurfstelle der Gurt gleichzeitig angetrieben, ist der Einsatz der bekannten Elektrogurttrommeln anstelle von Tragrollen in dieser Anordnung möglich.
Die Zahl der nebeneinander anzuordnenden Tragrollen hängt von der Gurtbreite, der resultierenden Gurtzugkraft, der verfügbaren Tragrollenlänge und der Tragfähigkeit der eingesetzten Wälzlager ab. Von der Gurtkonstruktion, der Gurtdicke und der Gurbeanspruchung wird in erster Linie die erforderliche Anzahl von Tragrollenstationen in der Gurtumlenkstation bestimmt.
Durch die Anordnung dieser Tragrollenstationen auf einer Umlenkbahn mit unterschiedlicher Krümmung anstelle eines gedachten Kreisbogens kann der Abwurfpunkt und die Abwurfrichtung des Gutstromes so beeinflußt werden, daß eine gezielte Gutübergabe entsprechend den Erfordernissen möglich ist.
Durch die Möglichkeit, die Seitenrollen quer zum Gurt mit unterschiedlichem Winkel anzustellen, kann die Gurtmuldung auf der Strecke bis zur Umlenkeinrichtung beibehalten bzw. braucht nur geringfügig verringert werden. Dadurch wird eine unveränderte seitliche Gutstromführung bis zum Abwurfpunkt erreicht und es werden Streuverluste vermieden.
Die Anstellung der Seitenrollen in Bewegungsrichtung des Gurtes wird zur Gurtführung und damit zur Verhinderung des Gurtschieflaufes genutzt.
Durch große Krümmungsradien der Umlenkbögen, die mit herkömmlichen Trommeln nicht erreichbar sind, kann die Biegebeanspruchung des Gurtes günstig beeinflußt werden.
Da die Masse einer solchen Umlenkeinrichtung erheblich kleiner ist als die einer Trommel mit vergleichbarem Radius, ist auch bei großen Umlenkbögen noch eine Masseeinsparung erzielbar. Auf großen Umlenkwegen kann auch die Zahl der hintereinander angeordneten Tragrollenstationen groß sein, so daß die spezifische Flächenpressung zwischen Gurt und Tragrollen nicht größer als bei einer herkömmlichen Trommel sein muß. Durch die enge Anordnung derTragrollen und die Biegesteifigkeit der Gurte entspricht der Krümmungsradius des Gurtes nicht dem der einzelnen Tragrollen, sondern er ist größer und stellt sich entsprechend dem Krümmungsradius des Umlenkabschnittes ein.
Vorteilhaft ist auch, daß die Montage und Reparatur der Umlenkstation auf Grund der geringeren Masse der zu montierenden bzw. auszuwechselnden Tragrollen wesentlich einfacher möglich ist als bei Umlenktrommeln. Sie entspricht dem Aufwand bei der Montage bzw. Wechsel einer Tragrollenstation auf der Förderstrecke.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: eine Seitenansicht der Anordnung der Rollenstationen bei einem Gurtbandförderer, Fig. 2: einen Schnitt durch die Umlenkstation und
Fig. 3: eine Seitenansicht der Anordnung mit verschiebbar angeordneten Rollenstationen.
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Aus Fig. 1 und 2 ist erkennbar, daß Tragrollen 1 im Bereich der Umlenkstelle auf Querträgern 2 so angeordnet sind, daß sie eine kurvenförmige Bahn, den sogenannten Umlenkbogen des Gurtes 3 beschreiben. Die Querträger 2 können sowohl durchgehend als auch geteilt ausgeführt sein. Letztere ermöglichen eine noch leichtere Auswechselbarkeit. Jeweils drei nebeneinander angeordnete Tragrollen 1 bilden eine Rollenstation. Diebeiden äußeren Tragrollen 1 sind bei den ersten beiden Rollenstationen der Umlenkstelle noch schräg angestellt, so daß der Gurt 3 des Gurtbandförderers bis zum Abwurfpunkt gemuldet bleibt, wobei der Muldungswinkel der ersten Rollenstation noch größer ist als der der vor dem Umkehrpunkt gelegenen Rollenstation. Die Querträger 2 sind an einer Tragkonstruktion 4 mittels Schrauben 5 leicht montierbar befestigt. Die Tragrollen 1 sind wie bei standardisierten Tragrollenstationen gelagert.
Zur Verbesserung der Selbstreinigung sowie zur Verringerung der Gurtbeanspruchung des Gurtes 3 wird er nach seinem Umkehrpunkt konvex gemuldet, d.h. die beiden äußeren Tragrollen 1 werden, wie aus Fig.2 zu erkennen, in einem negativen Muldungswinkel angestellt. Dabei nimmt die konvexe Muldung vom Umkehrpunkt bis zum Untertrum stufenförmig zu. In Fig.3 wird ein Umlenkbogen mit geringerer Krümmung gezeigt, der bei hohen Gurtbeanspruchungen zweckmäßig ist. Außerdem ist zu sehen, wie durch Verwendung beispielsweise von Hydraulikzylindern 6 die Lage einer oder mehrerer Tragrollen 1 verändert werden kann, um den Gutabwurfpunkt zu verschieben.
Claims (4)
1. Anordnung zur Gurtführung an Gurtumlenkstellen, insbesondere an der Gurtabwurfstelle, von Endlosförderern mit höherer Leistungsfähigkeit, deren Gurt im Obertrum gemuldet ist, deren Gurtumlenkstelle aus auf einer kurvenförmigen Bahn angeordneten und mit dem Fördergestell verbundenen Rollenstationen besteht, gekennzeichnet dadurch, daß je Rollenstation quer zur Förderrichtung mindestens zwei Tragrollen (1) nebeneinander angeordnet sind, wobei die sich jeweils an den Rändern des Obertrums des Gurtes (3) befindenden Tragrollen (1) in der zum Gurt (3) vertikalen Ebene in einem Muldungswinkel β angestellt und in Förderrichtung schwenkbar angeordnet sind und der Muldungswinkel β innerhalb der Gurtumlenkstelle an der Gurtabwurfstelle von einer Rollenstation zur nächsten abnimmt, bis er im Bereich des Abwurfpunktes des Gutes einen Wert von /3 = 0° besitzt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die an den Rändern der dem Umkehrpunkt des Gurtes (3) nachgeordneten Rollenstationen befindlichen Tragrollen (1) in der zum Gurt (3) vertikalen Ebene einen negativen Muldungswinkel β aufweisen, dessen Betrag innerhalb der Gurtumlenkstelle von einer Rollenstation zur nächsten wächst.
3. Anordnung nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Rollenstationen in radialer Richtung verstellbar angeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Tragrollenstationen radial jeweils über ein Antriebselement mit dem Fördergestell des Endlosförderers verbunden sind.
Priority Applications (1)
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| DD29836186A DD255927A1 (de) | 1986-12-23 | 1986-12-23 | Anordnung zur gurtfuehrung an gurtumlenkstellen |
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1986
- 1986-12-23 DD DD29836186A patent/DD255927A1/de unknown
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