DD238956A1 - Verfahren und vorrichtung zum wenden von zuschnitteilen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wenden von Zuschnitteilen in der Bekleidungsfertigung, insbesondere beim Einsatz der Naehrobotertechnik. Ziel der Erfindung ist es dabei, den Wendevorgang im automatisch ablaufenden Prozess zu realisieren, wobei der Wendevorgang waehrend des Transportes von einer Arbeitsstation zur naechstfolgenden realisiert und ohne eine zusaetzliche Arbeitsstation in die automatische Verarbeitung von textilen Zuschnitten einzufuegen. Erfindungsgemaess wird dies durch ein Verfahren erreicht, wobei Greifelemente zum Erfassen von Zuschnitteilen durch eine Relativbewegung in oder entgegen der horizontalen Transportrichtung vorzugsweise im Bereich der Vorder- oder Hinterkante des Zuschnitteils aufgesetzt wurden und waehrend des horizontalen Transportes die Relativbewegung ein Wenden des Zuschnittes bewirkt. An einem horizontal beweglichen Rahmen sind zusaetzliche Fuehrungselemente angeordnet, die eine Relativbewegung zur Bewegung des Rahmens ermoeglichen. Durch entsprechende Steuersignale ist es moeglich, die erforderliche Relativbewegung auf beliebige Zuschnitte anzuwenden, um ein sicheres Wenden zu gewaehrleisten. Das Verfahren und die Vorrichtung sind besonders fuer den Einsatz der Naehrobotertechnik in der Bekleidungsfertigung geeignet. Fig. 1
Description
Steuersignalen die Größe der Relativbewegung variiert wird und somit ein vollständiges oder auch teilweises Wenden möglich
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus Führungselementen mit Antrieb und einen dadurch beweglichen Rahmen für die horizontale Hauptbewegung.
Am Rahmen sind weitere Führungselemente, die in Wirkverbindung mit über einen Antrieb vertikal beweglichen Greifelementen stehen, befestigt.
Die Greifelemente sind zur Durchführung der Relativbewegung ebenfalls über einen Antrieb horizontal beweglich.
Entsprechende Steuersignale auf die Antriebe bewirken, daß mit der erforderlichen Relativbewegung jeder beliebige Zuschnitt entsprechend den für den weiteren Verarbeitungsprozeß erforderlichen technologischen Erfordernissen gewendet wird.
Die Relativbewegung bewirkt also zum einen die gewünschte Position der Greifer über der Vorder- oder Hinterkante des Zuschnittes, zum anderen dient sie in Verbindung mit der Hauptbewegung dazu, den Zuschnitt nach dem Wenden an der gleichen Position wie ohne Wendevorgang abzulegen. Vorteilhaft ist, daß zum Wenden von Zuschnitteilen während der automatischen Verarbeitung keine zusätzliche Arbeitsstation notwendig ist und die Ausführung der Relativbewegung während des Transportvorganges von einer Arbeitsstation zur nächstfolgenden durchgeführt werden kann. Somit wird gesichert, daß der Wendevorgang keinen nachteiligen Einfluß auf die Taktzeit der Verarbeitungsanlage hat. Das Wenden des Zuschnittes als Bestandteil des Vereinzelungsvorganges wirkt sich vorteilhaft auf die Sicherheit des Vereinzelungsvorganges aus. Der Zuschnitt kann sowohl gewendet als auch ungewendet weitergeführt werden, wobei sich dies sehr einfach über Steuersignale oder mechanische Elemente realisieren läßt.
Das Ablegen des Zuschnitteiles auf eine Unterlage kann sowohl im abgesetzten Zustand der Greifelemente als auch im angehobenen Zustand erfolgen. Weiterhin ist es möglich, mit den Greifelementen Zuschnitteile direkt von einem Stapel zu erfassen und auch einer entsprechenden Arbeitsstation abzulegen.
Ebenfalls von Vorteil sind die einfachen technischen Elemente die zur Ausführung der Relativbewegung notwendig sind.
Die erfindungsgemäße Lösung kann in jeder teil-oder vollautomatischen Anlage insbesondere Nährobotern, Anwendung finden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Dabei zeigen die
Fig. 1: das Schema der Vorrichtung der erfindungsgemäßen Lösung
Fig. 2,3,4, 5: die Wirkungsweise des Verfahrens der erfindungsgemäßen Lösung
Greifelemente 1, die über einen Arbeitszylinder 6 auf einen Zuschnitt abgesenkt werden, können über einen Arbeitszylinder 4 geschlossen werden und erfassen somit ein Zuschnitteil 13, vorzugsweise im Kantenbereich des Zuschnittes. Die an einem Querbalken 3 befestigten Greifelemente 1 werden über einen Arbeitszylinder 6 und Führungen 11, die an einer Halterung 12 befestigt sind, in vertikaler Richtung bewegt.
Die Greifelemente 1, die Arbeitszylinder 4 und 6, der Querbalken 3, die Schließelemente 2, die Halterung 12 und die Führung 11 sind mittels Führungsstangen 5 mit dem Rahmen 7 verbunden.
Über einen Arbeitszylinder 8 werden die an den Führungsstangen 5 angeordneten Elemente in horizontaler Richtung relativ zur Hauptbewegung bewegt.
Durch die Führungsbahn 9 kann eine Hauptbewegung in horizontaler Richtung von einer Arbeitsstation zur anderen realisiert werden.
Mit der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist es möglich, während des Verarbeitungsprozesses ein Zuschnitteil 13 wahlweise, entsprechend den technologischen Erfordernissen, zu wenden.
Je nach geforderter Überseite des Zuschnitteiis 13 kann über den Arbeitszylinder 8 entweder die Vorderkante oder die Hinterkante des Zuschnitteiis 13 erfaßt werden. Ist es notwendig, ein Zuschnitteil 13 zu wenden, wird dieses an der Vorderkante erfaßt und während der Bewegung der Vorrichtung auf der Führungsbahn 9 von einer Arbeitsstation zur anderen gewendet.
Durch die Relativbewegung über den Arbeitszylinder 8 ist ein lagegerechtes Ablegen des Zuschnitteiis 13 gewährleistet.
Ist kein Wendevorgang notwendig, erfolgt keine Relativbewegung der Greifelemente 1 über den Arbeitszylinder 8 und der Zuschnitt wird an der Hinterkante erfaßt und ebenfalls lagegerecht abgelegt. Der Transport von einer Arbeitsstation zur anderen erfolgt ebenfalls über die Führungsbahn 9. Entsprechend angeordnete Stellmechanismen gewährleisten die Verarbeitung unterschiedlicher Zuschnitteile.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern erstreckt sich auf verschiedene Abwandlungen derselben.
Claims (4)
1. Verfahren zum Wenden von Zuschnitteilen vorzugsweise in der Bekleidungsfertigung, insbesondere beim Einsatz der Nährobotertechnik, gekennzeichnet dadurch, daß der Wendevorgang integrierter Bestandteil des Verarbeitungsprozesses ist und durch relative Bewegung des erfaßten Zuschnitteiles zur Haupttransportbewegung realisiert wird, wobei der Wendevorgang entsprechend den technologischen Erfordernissen des Verarbeitungsprozesses eingeleitet wird.
2. Verfahren zum Wenden von Zuschnitteilen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Wenden vom Stempel erfolgt.
3. Vorrichtung zum Wenden von Zuschnitteilen, gekennzeichnet dadurch, daß in einer Arbeitsstation Greifelemente (1), Arbeitszylinder (4), (6), (8), Führungsstangen (11) und (5), ein Rahmen (7) und Führungsbahnen (9) angeordnet sind.
4. Vorrichtung zum Wenden von Zuschnitteilen nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß an einem Rahmen (7) zwei horizontale Führungen (9) und (5) und eine Führungsbahn (9) relativ verschiebbar angeordnet ist.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wenden von Zuschnitteilen vorzugsweise in der Bekleidungsfertigung, insbesondere beim Einsatz der Nährobotertechnik.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Nach US 186986 ist eine Wendevorrichtung bekannt, die auf das Umwenden von Stoffwerkstücken abgestimmt ist. Ein Werkstück wird entlang einer Fördereinrichtung bewegt und unterbricht die Bahn des Lichtstrahls einer Lampe und einer fotoelektrischen Zelle. Das Signal der Fotozelle wird verzögert, so daß das Werkstück weiter bis zu einer Greifvorrichtung transportiert wird. Die Greifvorrichtung klemmt die Vorderkante des Werkstückes und hebt diese an. Die Fördereinrichtung, die aus mit Elastomeren beschichteten Walzen besteht, transportiert anschließend den noch aufliegenden Rest des Werkstückes weiter unter der festgehaltenen Vorderkante vorbei.
Nach Ablauf der Verzögerung des durch Unterbrechung des Lichtstrahls gewonnenen Signals wird die eingeklemmte Vorderkante gelöst und wird nun die neue Hinterkante. Nachteilig ist, daß mit dieser Vorrichtung nicht von einem Stapel von Zuschnitten gearbeitet werden kann. Die Zuschnitte müssen der Wendevorrichtung einzeln zugeführt werden. Dies bedeutet bei manueller Werkstückzuführung einen zusätzlichen Zeitaufwand, da das einmal manuell aufgenommene Teil manuell schneller gewendet ist. Bei vorausgesetzter automatischer Zuführung von Werkstücken bedeutet diese Wendevorrichtung eine zusätzliche Arbeitsstation in einer automatischen Nähanlage, die nur mit hohem technischen Aufwand realisiert werden kann. Nach DE-OS 2 247 235 ist eine Wende-, Anpaß-und Nähvorrichtung bekannt, die nach dem gleichen Prinzipwiediein US 186986 beschriebene Vorrichtung arbeitet. Statt der Greifvorrichtung zum Festhalten und Anheben der Vorderkante eines Zuschnittes wird ein Wenderahmen angewendet. Der Wenderahmen besteht aus einem U-förmigen Stab, dessen beide Enden an einer horizontalen Schiene befestigt sind. Vor und hinter dem U-förmigen Stab befinden sich elastomerbeschichtete Walzen für den Transport des Werkstückes. Nach Auslösung eines entsprechenden Signals durch das Werkstück hebt ein Arbeitszylinder den U-förmigen Stab mit der Vorderkante des Zuschnittes an und klemmt diese gegen eine elastische Leiste. Die Transportwalzen fördern den noch aufliegenden Rest des Werkstückes weiter und nach Freigabe der geklemmten Vorderkante ist diese die neue Hinterkante. Steuerungstechnisch kann diese wahlweise für jedes zweite Teil realisiert bzw. auch außer Betrieb gesetzt werden.
Die Nachteile dieser Vorrichtung entsprechen den bereits beschriebenen. Außerdem hängt die Funktionsfähigkeit der Vorrichtung in starkem Maße von der Reibpaarung Werkstück-Walze und von der Eigensteifigkeit des textlien Teiles ab. Bei relativ steifen, glatten Materialien ist die Funktion nicht gewährleistet, da nur durch das Eigengewicht des auf den Walzen liegenden Stoffes der Transport realisiert werden kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wenden von Zuschnitteilen zu schaffen, wobei der Wendevorgang im automatisch ablaufenden Prozeß realisiert wird und der erforderliche technische Aufwand zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung minimal ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wenden von insbesondere textlien Zuschnitteilen zu schaffen, wobei der Wendevorgang während des Transportes von einer Arbeitsstation zur nächstfolgenden realisiert wird, ohne eine separate Arbeitsstation in die automatische Verarbeitung von textlien Zuschnitten einzufügen. Erfindungsgemäß wird dies durch ein Verfahren erreicht, wobei Greifelemente zum Erfassen von Zuschnitteilen durch eine Relativbewegung in oder entgegen der horizontalen Transportrichtung vorzugsweise im Bereich der Vorder- oder der Hinterkante des Zuschnitteiis aufgesetzt werden und während des horizontalen Transportes die Relativbewegung ein Wenden des Zuschnittes bewirkt. Dies kann sinnvoller Weise nach dem Vereinzellungsvorgang und oder auch während jedes Transportvorganges von einer Arbeitsstation zur nächstfolgenden realisiert werden oder Bestandteil des Vereinzelungsvorganges sein. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß mittels Stellelementen oder
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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