DD221968A3 - Verfahren zur zersetzung von natriumamalgen in vertikalzersetzern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung ist anwendbar für die Zersetzung des Natriumamalgams, wie es bei der Chloralkalieelektrolyse nach dem Quecksilberverfahren anfällt. Ziel der Erfindung ist es, die Amalgamzersetzung in Vertikalzersetzern so durchzuführen, dass die Parameter der Zersetzung eingehalten werden, aber der Einsatz des fabrikneuen und teuren Elektrographits entfällt. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Vertikalzersetzer mit gebrochenen verunreinigten Elektroden aus der Chloralkalielektrolyse gefüllt werden, die Füllung mit Wasser gespült wird und sodann die Zersetzung wie üblich durchgeführt wird.
Description
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Anmelder: VEB Chemische Werke Buna 4212 Schkopau
Bevollmächtigter Vertreter:
Dr, Harry Schlief im Kombinat . VEB Chemische Werke Buna, 4212 Schkopau
der Erfindung
Verfahren zur Zersetzung von Natriumamalgam in Vertikalzersetzern - '
Die.Erfindung ist anwendbar für die Zersetzung des tiatriuüiamalgams, wie es bei der Chloralkalielektrolyse nach dem Quecksilberverfahren anfällt. [ '
Die Zersetzung des Amalgams in Vertikalzersetzern wurde erstmals 1934 im DRP 598 314 beschrieben. Danach erfolgt die Zersetzung in Türmen, die mit Graphitbrocken gefüllt sind. In die Türme werden das Amalgam und Wasser eingeleitet. Es entsteht Natronlauge und das Quecksilber wird zu~
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rückgewonnen. Seit* 193^ sind viele Versuche unternommen worden, um die Zersetzung zu verbessern. :
Im praktischen Betrieb werden jedoch die meisten Zersetzertürme nach wie vor mit gebrochenem fabrikneuen Slektrographit gefüllt. Dem. gleichzusetzen ist die Verwendung von Abfällen aus der mechanischen Bearbeitung von fabrikneuem Elektrographit, wie sie bei der .Elektrodenherstellung anfallen. An den Zersetzergraphit werden vor allem folgende Forderungen gestellt j hohe Festigkeit (wegen der mechanischen Beanspruchung durch das schwere Quecksilber), hoher Kohlenstoffgehalb und Freiheit von Stoffen, die die Natronlauge verunreinigen könnten* wie ζ. B. NaCL. Obwohl nach.Zeitner (Chem. Ing. Technik 34-, ν 1962, S. 353-57) an das Zersetzerniaterial nicht "so hohe Reinheitforderungen gestellt werden wie bei Anoden", wird praktisch fabrikneuer Elektrographit,wie er auch : für die Anoden verwendet wird, eingesetzt. Ein Nachteil , dieser Vorgehensweise ist es, daß Elektrographit knapp und sehr teuer ist.
Ziel der Erfindung ist es, die Zersetzung d.es Natriumamalgams so durchzuführen, daß die bestehenden Qualitätsanforderungen an die Natronlauge erfüllt werden, die Zersetzung ebenfalls wie bisher erfolgt aber nicht der teure und , schwer beschaffbare fabrikneue'Elektrographit eingesetzt werden muß. · . ' ':,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde^ ein Verfahren ζux Zersetzung von Natriumamalgam in Vertikalzersetzern zu entwickeln, wobei die Einhaltung der! bekannten Qualibätsmerk-
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male (Natriumgehalt im Quecksilber, RaOH-Qualiüät, Lichtabsorption) gewährleistet wird. Im übrigen sollen die obigen Anforderungen erfüllt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den bekannten Zerset;zertürmen niohu mehr der fabrikneue Elektrograph.it eingesetzt wird, sondern die verunreinigten Elektroden aus der Chloralkalielektrolyse mittels eines Brechers auf die gewünschte Korngröße gebracht werden, in die Zersetzertürme eingefüllt, mit i/fösser gespült und sodann in Betrieb genommen werden.
Bisher wurden die verunreinigten Anoden wesentlich als Abfallprodukt angesehen und als Aufkohlungsmittel für die Stahlindustrie verwendet. Die erfindungsgemäße Verwendung der verunreinigten Elektroden aus der Chloralkalielektrolyse ist aus folgenden Gründen unerwartet:
1". Das Zersetzermaterial muß hohe mechanische Festigkeit aufweisen, um den Abrieb durch das Quecksilber minimal zu halten. Die verunreinigten Anoden besitzen aber nicht mehr die ursprüngliche Festigkeit des ftlektrographits (Cotton Wilkinson "Anorg. Chemie", T9&7, Seite 277).
2. Das Zersetzermaterial darf die entstehende Natronlauge nicht über gewisse Toleranzgrenzen hinaus verunreinigen* das betrifft vor allem NaCl. Die verunreinigten Anoden sind jedoch mit einer starken Salzschicht (vor allem NaCl) versehen, wobei die Salze nicht nur an der Oberfläche angelegt sind, sondern sich auch im Inneren der Graphitbrocken befinden. Auf Grund der inneren Salze wäre eine Verunreinigung der NaOH au erwarten gewesen.
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; 3. Es ist; zu erwarben, daß die Reinigung, der verunreinigten Anoden vom Salz einen hohen Aufwand erfordert. Überraschenderweise zeigte sich jedoch, daß zweimaliges Spülen mit Flußwasser und nur einmaliges Spülen
/ ·-; mit relativ sauberem Wasser ausreicht.
Bemerkenswert ist noch, daß der Elektr©graphit während der Chloralkalielektrolyse etwas quillt, wodurch die Porosität des Zersetzermaterials verbessert wird, was man als vorteilhaft für die Zersetzung, ansieht. \ .'.."·.
Es ist natürlich möglich, die aus den verunreinigten Elektroden gewonnenen Graphitstücken mit üblichen fabrikneuen Zersetzergraphit in'beliebigem Verhältnis zumischen.
Die Erfindung soll anschließend an einem Ausführunesbei» spiel näher.erlaUGert werden.
Ausführungsbeispiel ;
Die verunreinigten Graphitelektrodenreste aus der Chloralkalielektrolyse nach dem Quecksilberverfehren hatten einen Salzgehalt von 9>5 Gew.-%. In einem Walzenbrecher wurden die Stücke auf eine Größe von 12 bis 16 mm zerkleinert und 550 kg davon wurden in einen Zersetzerturm
eingefüllt. Es wurde'dreimal gespült, zweimal Flußwasser ο ' · .3 ..:-.
(0,6 nr) und einmal mic Trinkwasser (0,3 m ). In der letzten Spüllösung waren noch 20 mg/1 Chloride enthalten, im Zersetzermaterial noch 0,028 % Cl nachweisbar.
" -.... ' · 3 : ·
Die spezifische Leistung des Zersetzens betrug 210 KA/m ο / Koch nach 8 Monaten lag die Leistung des nach der vorliegenden Erfindung arbeitenden Zersetzerturms innerhalb der Toleranzgrenzen, die für Zersetzer mit nach bekanntem'.Sband/ der'Technik üblicher Graphitfüllung gelten: Konzentration
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der Natronlauge zwischen 40 und 50 %, Na-Gehalt im ' Quecksilber am Ausgang des Zersetzers kleiner 0,01 Gew.~% und Lichtabsorption bei 40 ma Schichtdioke im lichtelektrischen Kolonimeter nach B. Lange kleiner als 10 %.
Claims (1)
- 20 2 .131B&findungsanaprucbVerfahren zur Zersetzung von Natriumamalgam in -Vertikalzersetzern mit Wasser· und Graphit, gekennzeichnet dadaroh, 'daß gebrochene verunreinigte, stark salzhaltige Graphitelektroden aus der Chloralkalielektrolyse, gegebenenfalls in Mischung mit üblichem fabrikneuen Zersefezergrsph.it;, nsch ihrer Spülung min Wasser, vorzugsweise zweimal mit Plußwasser und einmal mit Wasser besserer Qualität, verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD20213177A DD221968A3 (de) | 1977-11-15 | 1977-11-15 | Verfahren zur zersetzung von natriumamalgen in vertikalzersetzern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DD221968A3 true DD221968A3 (de) | 1985-05-08 |
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ID=5510501
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| DD (1) | DD221968A3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2004048624A1 (de) * | 2002-11-26 | 2004-06-10 | Basf Aktiengesellschaft | Verfahren zur entfernung von quecksilber aus mit quecksilber verunreinigten lösungen |
-
1977
- 1977-11-15 DD DD20213177A patent/DD221968A3/de unknown
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