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DD224203A1 - Polymere phytoeffektoren als neue mittel zur biologischen prozesssteuerung - Google Patents

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DD224203A1
DD224203A1 DD26200484A DD26200484A DD224203A1 DD 224203 A1 DD224203 A1 DD 224203A1 DD 26200484 A DD26200484 A DD 26200484A DD 26200484 A DD26200484 A DD 26200484A DD 224203 A1 DD224203 A1 DD 224203A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
amino
polymer
triazole
bound
triazoles
Prior art date
Application number
DD26200484A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Wermann
Hans-Juergen Bauer
Manfred Hartmann
Gerlinde Globig
Guenter Schwarz
Ingrid Seewald
Original Assignee
Fahlberg List Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fahlberg List Veb filed Critical Fahlberg List Veb
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Publication of DD224203A1 publication Critical patent/DD224203A1/de

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Abstract

Die Erfindung betrifft die Anwendung von chemisch an ein Polymerrueckgrat gebundenes 3-Amino-1,2,4-triazol als Phytoeffektor mit vornehmlich herbizider Wirkung und verbesserter Stabilitaet gegenueber physikalischen, chemischen und biochemischen Abbauvorgaengen sowohl bei Blatt- als auch bei Bodenapplikationen. Die neuen polymergebundenen 3-Amino-1,2,4-triazole koennen je nach Anwendungszweck allein oder in Kombination mit anderen niedermolekularen oder polymergebundenen Wirkstoffen eingesetzt werden.

Description

Titel der Erfindung Polymergebundenes 3-Amino-1,2,4-triazol als neuer Phytoeffektor
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Anwendung von chemisch an ein Polymerrückgrat gebundenes 3-Amino-1,2,4-triazol als Phytoeffektor mit vornehmlich herbizider Wirkung.
Wachstumsregulierende Stoffe mit hoher Wasserlöslichkeit haben den Nachteil, daß sie relativ schnell durch Regenfälle oder künstliche Beregnung sowohl direkt von der Pflanze abgewaschen werden als sich auch durch Auswaschprozesse und Abfließen in tiefere Bodenschichten einer Wurzelaufnahme entziehen. Das 3-Amino-1,2,4-triazol ist ein Blattherbizid mit systemischer Wirkung. Es wird rasch von den Blättern, aber auch durch die. Wurzeln aufgenommen. Durch seine hohe Wasserlöslichkeit kommt es jedoch zu erheblichen Wirkstoffverlusten auf den Blattoberflächen. Ferner ist auch im Boden ein rascher Rückgang der Wirkstoffkonzentration infolge Auswasch- sowie schnellen Metabolisierungsprozessen zu verzeichnen. Eine Erhöhung der Persistenz des 3-Amino-1,2,4-triazols sowohl auf der Pflanze als auch in oberen, wurzelnahen Bodenschichten hätte eine größere Wirkstoffeffektivität zur Folge. Die dadurch mögliche Verminderung der bisherigen Aufwandmengen sowie eine verlängerte Wirkdauer ist mit erheblichem Nutzen verbunden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß 3-Amino-1,2,4-triazol wachstumsregulierende Eigenschaften besitzt und als Herbizid angewendet wird (US-Patent 2.670.282).
Der Wirkungsgrad dieser Substanz wird aufgrund seiner niedermolekularen Natur und hohen Wasserlöslichkeit von physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen, wie z. B. Auswaschen, Abbau zu weniger aktiven oder inaktiven Metaboliten, wesentlich'beeinflußt. Eine seitenständige, reversible, chemische Fixierung durch kovalente Bindung von 3-Amino-1,2,4-triazol an Polymerketten zur Beeinflussung seines biologischen Wirkungsgrades ist bisher nicht beschrieben. In der US-PS 2.824.086 wird über den Einbau von 3-Amino-1,2,4-triazol in Polymerketten durch Umsetzung mit organischen Diisocyanaten und Kohlensäureestern berichtet, wodurch Polymere mit Erweichungspunkten über 300 0C entstehen, die thermoplastisch sind und aufgrund ihrer guten Hitzebeständigkeit zur Verwendung als Werkstoffe vorgeschlagen werden. Seitenständig an eine Polymerkette gebundenes 3-Amino-1,2,4-triazol wird von G. G. Skworzova et al. [ Khim. Geterosikl. Soed. J_1_, 1566 (1973)] durch radikalische Polymerisation von N-Vinyl-3-amino-1,2,4-triazol erhalten. In diesen Publikationen finden sich jedoch weder Aussagen über eine Freisetzbarkeit des polymergebundenen 3-Amino-1,2,4-triazols noch über biologische Wirkungen.
Weiterhin ist aus der Patentliteratur bekannt, daß zur Steuerung einer kontrollierten Freisetzung physikalische Mischungen aus polymeren Stoffen und 3-Amino-1,2,4-triazol, wie Granulate auf Polystyrenbasis, Massen aus Buten-1-polymeren oder anderen polymeren Kunststoffen hergestellt werden können. Diese physikalische Einbettung des Wirkstoffes in eine Polymermatrix hat jedoch bisher aufgrund der lediglich labilen Haftung des 3-Amino-1,2.4-triazols an die eingesetzten Trägermaterialien keine signifikanten Vorteile gegenüber der "Soloanwendung" des Amitrols gebracht.
Die Freisetzung von aktiver Substanz und deren Korrelation zur Gesamtwirkdauer sind noch nicht zufriedenstellend, so daß praktische Nutzungen bisher nicht bekannt geworden sind..
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Nachteile des als Phytoeffektor bekannten 3-Amino-1,2,4-triazols sowie deren physikalischen Mischungen mit Polymeren durch die Entwicklung von neuen, kovalent polymergebundenen Phytoeffektoren mit 3-Amino-1,2,4-triazol als Wirkkomponente mit wesentlich verbesserter Stabilität gegenüber physikalischen, chemischen und biochemischen Abbauvorgängen zu mindern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe eines weitgehenden Schutzes gegenüber den erwähnten Abbauvorgängen wird erfindungsgemäß gelöst, indem das biologisch aktive 3-Amino-1,2,4-triazol sowohl über den heterocyclischen Stickstoff als auch über die exo-ständige Aminogruppe amidartig an ein Polymerrückgrat reversibel chemisch gebunden wird. Dadurch entstehen überwiegend wasserunlösliche Wirkstoff-Reservoirs, aus denen 3-Amino-1,2,4-triazol durch Hydrolyse oder durch den Einfluß von Mikroorganismen gesteuert freigesetzt werden kann/ Es wurde gefunden, daß polymergebundenes 3-Amino-1,2,4-triazol der allgemeinen Formel I, II und III
Il
II
on
M-
ΎΥΙ
NH
III
herbizid wirksam ist, wie die entsprechenden niedermolekularen Acylderivate des 3-Amino-1 ,2 ,'4-triazols , dabei jedoch wesentlich hydrolysestabiler ist.
In den Formeln I, II und III ist R ein organischer Rest, der Bestandteil einer Polymerkette ist. ·· .
M-
IV
c -η m
C -O
C=O
Die erfindungsgemäßen Verbindungen mit über unterschiedliche Amidgruppen polymergebundenem 3-Amino-1,2,4-triazol können neben den beiden Grundbausteinen der allgemeinen Formeln IV und V weitere Bausteine R' enthalten, die aus einem Vinylcomonomeren, wie z. B. Styren, Methacrylsäuremethylester, Acrylsäure, p-Vinyldiphenyl, Vinylacetat u.a.,hervorgegangen sind. R-GO- stellt einen polymerisierten Acylrest dar, der z. B. aus der Acrylsäure, Methacrylsäure, 4-Vinylbenzoesäure, Allylessigsäure, dem Fumarsäuremonoethylester oder einer anderen ungesättigten Säure entstanden sein kann. Durch geeignete Auswahl von R und R wird es möglich, die hydrophilen bzw. hydrophoben Eigenschaften der bioziden Polymeren variabel zu gestalten und entsprechend den anwendungsbedingten Anforderungen einzustellen. Sowohl durch Veränderung der Nachbargruppenwechselwirkung als auch durch zusätzliche Vernetzungsreaktionen wird die Abspaltung des biologisch aktiven 3-Amino-1,2,4-triazols aus den Polymeren modifizierbar. Die erfindungsgemäßen polymeren Verbindungen I, Ii un(j Uj wur(}en durch vorzugsweise radikalische Polymerisation oder Copolymerisation ungesättigter Acylderivate des 3-Amino-1,2,4-triazols hergestellt.
Die zur Homo- bzw. Copolymerisation geeigneten, ungesättigten 1-Acyl-5-amino-i ,·2,4-triazole werden nach bekannten Syntheseverfahren aus den entsprechenden ungesättigten Carbonsäurechloriden und 3-Amino-1,2,4-triazol in THF bei 0 - 20 0C hergestellt. Zur Synthese der isomeren 3-Acylamino-1,2,4-triazole erfolgt die Umsetzung der ungesättigten Carbonsäurechloride mit' 1-Acetyl-5-amino-i,2,4-triazol, der sich eine Hydrolyse der entsprechenden N,N'-Diacylverbindung anschließt. Das 3-Allylacetylamino-1,2,4-triazol ist mit wesentlich erhöhter Ausbeute durch thermische Umlagerung des 1-Allylacetyl-5-amino-1,2,4-triazols erhältlich. In Tabelle 1 und 2 sind Beispiele für die im Rahmen der.Erfindung eingesetzten ungesättigten Acyl-3-amino-1,2,4-triazole aufgeführt [h.-J. Bauer, M. Hartmann, K. Wermann; Makromol. Chem. 183, 2971 (1982); M. Hartmann, K. Wermann; Z. Chem. _23, 97 (1983)].
Die ungesättigten Ausgangsstoffe werden nach bekannten Verfahren in Lösung (bevorzugt in DMP oder DMSO) oder in Substanz bevorzugt durch radikalische Polymerisation in die erfindungsgemäßen Verbindungen I, II und III überführt, wobei ihr Polymerisations- und Copolymerisationsverhalten dem strukturell ähnlicher ungesättigter Acylderivate entspricht. In den Tabellen 3, 4 und 5 ist eine Auswahl von bisher nicht bekannten erfindungsgemäßen Verbindungen I, II und III zusammengestellt.
Der Vorteil dieser Verbindungen I, II und III gegenüber 3-Amino-1,2,4-triazol und niedermolekularen Acyl-3-amino-1,2,4-triazolen besteht in der weitgehenden Wasserunlöslichkeit und einer relativ erhöhten Hydrolysebeständigkeit. Sie besitzen zum Teil filmbildende Eigenschaften und sind wesentlich schwerer auswaschbar., Von Vorteil ist weiterhin, daß die vollständige oder teilweise Freisetzung des biologisch aktiven 3-Amino-1,2,4-triazols durch steuerbare chemische und physikalische Faktoren wie Bindungsart zum Polymerrückgrat, Variation des Polymerrückgrates unter Berücksichtigung sterischer und elektronischer Effekte, Hydrophilie/Hydrophobie der Polymermatrix und Einbau von Vernetzungsstellen entsprechend dem Anwen-
dungszweck gezielt eingestellt werden kann. Aus diesen Vorteilen wird sichtbar, daß die Voraussetzungen für eine effektivere Nutzung beispielsweise der herbiziden Wirkung des 3-Amino-1,2,4-triazols gegeben sind.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen I, II und III erfolgt vorteilhaft gemeinsam mit geeigneten Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln und u. U. oberflächenaktiven Substanzen oder auch anderen gebräuchlichen Hilfsstoffen in Form von nach üblichen Methoden hergestellten Stäubemitteln, Spritzpulvern, Granulaten, Pasten usw. durch Stäuben, Sprühen, Streuen oder Gießen. Dabei können die polymergebundenen 3-Amino-1,2,4-triazole je nach Anwendungszweck allein oder in Kombination mit anderen niedermolekularen oder polymergebundenen Wirkstoffen eingesetzt werden.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie einzuschränken.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden in einem thermostatierten Gefäß mit bidestilliertem Wasser unter Rühren hydrolysiert (Korngröße der Polymeren 0,063 mm bis 0,2 mm). In bestimmten Zeitabständen werden 5 ml-Proben über eine Fritte entnommen und das Hydrolysevolumen wieder mit 5 ml bidestilliertem Wasser vervollständigt. Der in den entnommenen Proben enthaltene freigesetzte Wirkstoff 3-Amino-1 ,2,4-triazol wird direkt in wäßriger Lösung UV-spektroskopisch unter Auswertung des Absorptionsmaximums bei 198 - 200 nm (Nachweisgrenze 3-15 ppm) quantitativ bestimmt (siehe Tabelle 6) .
Beispiel 2
In Gefäßversuchen wurde unter Verwendung eines Bodens mittlerer Sorptionskapazität (SL) bei einer Wasserkapazität von 60 % die herbizide Wirkung o. g. Substanzen bei Vor- und Nachauflaufbehandlunggetestet. Die Applikation der neuen chemischen Verbindungen erfolgte als Spritzpulver in wässriger Suspension mittels Injektorspritze unmittelbar nach der Aussaat der Unkräuter (VA) sowie auf 14 Tage wachsende Bestände (NA). Zur Bonitur der herbiziden Potenz fand folgender Schlüssel Verwendung:
Boniturnote Schadstärke Unkrautbesatz
1 2 3
5 6 7 8 9
Stellvertretend für die erfindungsgemäßen Verbindungen sind die Versuchsergebnisse in Tabelle 7a - c unter Verwendung der angegebenen Boniturskala dargestellt.
Die Ergebnisse der in Tabelle 7a aufgeführten Verbindungen wurden unter standardisierten Versuchsbedingungen erhalten, während die in Tabelle 7b aufgeführten Beispiele unter extremen Versuchsbedingungen, stärkere Beregnung unter höheren Temperaturen, getestet wurden. Unter diesen Bedingungen werden die hohe Wasserlöslichkeit und die Metabolisierung des Amitrols, die zu erheblichen Wirkstoffverlusten führen, besonders deutlich.
vernichtet 0
5
30
50
70
85
95
ungeschädigt 100
Die angeführten Beispiele dagegen zeigen eine größere Wirkstoffeffektivität sowie eine verlängerte Wirkdauer, wie auch aus Tabelle 7c ersichtlich ist. In diesem Versuch erfolgte eine Wiedereinsaat von Testpflanzen 4 Wochen-nach der Applikation der ersten Testpflanzen.
Tabelle 1: Ungesättigte 1—Acyl—5-amino-1.2.4-triazole
N CO
NH,
Lfd. Nr, CHp = R
1 CH2 = CH
2 CH2 = C(CH3)
3 4-CH2 CH-(CH2)2
4 E-CH3 - GH-C6H4
5 OOC-CH = CH
• (0C)
171 113 114 160 176
Tabelle 2: Ungesättigte 5-Acylamino-1,2,4-triazole
h—NH—CO
HN—f
Lfd. Nr.
Fp. (0C)
CH2 = CH CH2 = C(CH3) CH0 = CH-(CH0),
4-CH2 = CH-C6H4 E-CH3OOG-CH = CH 295 216 214 276 260
Tabelle 3: Polymere 1-Acyl-5-amino-i,2,4-triazole
^M
Lfd.
Coraonomer für R1
Amitrolgehalt (Gew. JJ)
M .10 (g/mol)
15 16 17 18 19 20 21 22 23
-CH2-CH-
-CH2-CH-
-CH2-CH-
-CH2-GH-
-CH2-C(CH3)-
-CH2-C(CH3)-
-CH2-C(CH3)-
-CH2-CH-C6H4-
-CH2-CH-C6H4-
-CH2-CH-C5H4-
I -CH2-CH-C6H4-
i —CHp-CH-C /-Hl·-
-CH2-CH-C6H4-
-CH2-CH-C5H4-
Styren
Methylmethacrylat
Acrylsäure
Styren Methylmethacrylat
Styren
Methylmethacrylat Vinylacetat Acrylsäure
1-Acryloyl-5-amino-1,2,4-triazol
1-Methacryloyl-5-amino-1,2,4-triazol
CH3OOC-CH-CH-
Styren
p-Vinyldiphenyl -CH0-CH-(CH0)o- Vinylacetat
CH3OOC-CH-CH-
59,6 6,3 13,0 24,4 54,0 28,0 28,5 36,8 27,1 22,9 26,1 25,4 28,0
32,2
26,0 21 ,1 5,7
a)
6,1
5,1
100,0
5,0
7,5
2,3 3,8 2,4 3,3
2,2
·,
hergestellt durch polymeranaloge Umsetzung von durch Chlorameisensäureethvlester aktivierter Polyacrylsäure mit Amitrol
Tabelle 4: Polymere 3-Acylamin.o-1 , 2 , 4-triazole
HM-
NH
ft;
- <rn.
Lfd.
Nr.
Comonomer für R1
Amitrol
gehalt
(aew.%)
M .10 ^ (g/mol)
28 -CHg-CH-
29 -CH2-CH-
30 -CHg-CH-
31 -CH2-C(CH3)-32. -CHg-C(CH3)-
33 -CHg-C(CH3)-
34 -CHg-CH-C6H^-
35 -CHg-CH-C(
36 -CHg-CH-C6H^-
I I
37 CH3OOC-CH-CH-
38 GH-OOC-CH-CH-
I I
39 CH3OOC-CH-CH-
40 -CHg-CH-(CHg)-
Styren Methylmethacrylat
Styren Methylmethacrylat
Styren
Methylmethacrylat
Styren
p-Vinyldiphenyl
Vinylacetat
Vinylacetat
59,5 22,4 18,5 54,1 18,7 14,3 28,2 (34,6) 25,7 23,2 16,0 28,0 3,1
5,5
1,5
5,7
Tabelle 5:
Copolymere aus 1-Acyl-5-amino-1,2,4-triazol und' 3-Acylamino-i,2,4-triazol
HN N
NH
, III
Lfd. Nr. R R1 Amitrolgehalt (Gew. %)
41 -CH2-C(CH3)- I -CH2-CH- 43,4
42 -CH2-C(CH3)- -CH2-C(CH3)- 38,0
43 -CHp-C(CHO- -CH2-CH-CgH4- 37,6
44 I -CH2-OH-OgH4- I -CHp-CH-CgH4- (22,8)
45 46 I Λπ ΠΧΊ Π XJ -CH2-CH-CgH4- I —CHp—CH—C/-Hr — I /•Ίττ ηττ η ττ -OH2-OH-OgH4- -CH2-C(CH3)- 18,6 22,8
Tabelle 6: Hydrolytische Freisetzung von polymergebundenem 3-Amino-i,2,4-triazol in bidest. HpO
Polymer Hydrolyse- freigesetztes Amitrol (%)/ Lfd. Nr. temperatur nach Stunden (Tendenz) gem. Tab. 3-5 (0C)
17 30 18/144 (konstant)
60 50/24 (schwach steigend)
18 30 38/168 (schwach steigend)
t50= 23 Tage
60 50/24 (steigend, t10Q = 11 Tage)
19 30 50/12 (schwach steigend)
20 30 50/1 (schwach steigend)
21 30 50/168 (schwach steigend)
22 30 100/24
25 30 50/24 (steigend, t10Q = 15 Tage)
60 50/1 (steigend, t10Q = 13 Tage)
27 30 22/144 (konstant)
60 50/60 (stark steigend,
Voo = 8 Tase)
33 30 41/168 (schwach steigend)
60 50/120 (schwach steigend)
36 30 16/195 (konstant)
37 30 20/24 (konstant)
60 13/48 (konstant)
40 30 100/72
Tabelle 7a:
Standardisierte Versuchsbedingungen gemäß Beispiel 2
Testpflanzen
Aufwandmenge 6 kg/ha AS
Amitrol
10 kg/ha AS 6 kg/ha AS
Verbindung Nr. 14 - 15
VA NA 3 VA NA VA NA 1
Medicago sativa 1 1 (NA) 1 1 1 1 1
Lactuca sativa 1 1 1 1 1 1 1 1
Lycopersicon esculentum 1 1 1 1 1 1 1 1
Beta vulgaris 1 1 1 1 1 1 1 1
Lolium multiflorum 1 1 1 1 2 1 1 1
Sinapis alba 1 2 1 1 2 1 2 1
Avena sativa 1 1 1 1 1 1 3 1
1 1
1 6 3 kg/ha AS 2
1 Verbindung 14 (NA 1
Stellaria media 1 1 1
Senecio vulgaris 1 1 1
Anthemis arvensis 1 1 1
Ag'rostemma git hag ο 1 1 1
Lamium purpureum 1 1
Chenopodium album Aufwandmenge 1 1
Polygonum lapathifolium 6 1
Thlaspi arvense . 1
Spergula arvensis Amitrol 1
Galium aparine 1 1
Apera spica-venti 1 1
Poa annua 1 1
Setaria glauca 1 1
Bromus secalinus 1 1
Echinochloa crus-galli 1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Tabelle 7b:
Extreme Versuchsbedingungen
Stärkere Beregnung/höhere Temperaturen
Aufwandmenge.
Testpflanzen 6 kg/ha AS Amitrol NA NA VA Verbindung Nr 20 . 27 VA VA NA
VA 3 3 1 . NA 1 1 1
Medicago sativa 2 2 2 1 i 1 1 1
Lactuca sativa 2 2 2 1 1 1 1 1
Lycopersicon esculentum 2 2 2 3 1 1 2 1
Beta vulgaris 7 4 7 6 2 1 4 2
Lolium multiflorum 6 4 4 3 7 1 1 2
Sinapis alba 3 8 9 9 5 2 9 6
Avena sativa 7 Aufwandmenge 9 .
3 kg/ha AS Amitrol Verbindung Nr, 20 27
Testpflanzen VA ' VA NA NA
2 2 2 1
Medicago sativa 7 2 1 . 1
Lactuca sativa 7 4 2 1
Lycopersicon esculentum 7 9 2 1
Beta vulgaris 9 7 7 4
Lolium multiflorum 6 3 5 4
Sinapis alba 9 9 ' 9 9
Avena sativa
Tabelle 7c: Wiedereinsaat nach 4 Wochen im VA
Testpflanzen Amitrol Verbindung Nr.
3 6 3 6 kg/ha AS
Lactuca sativa 9 9 7 7
Sinapis alba 9 9 7 5
Avena sativa 9 9 9 8

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Punkt 1
    Polymere Phytoeffektoren als neue Mittel zur biologischen Prozeßsteuerung dadurch gekennzeichnet, daß sie Polymere aus ungesättigten 1-Acyl-5-amino-1,2,4-triazolen und/oder ungesättigten 3-Acylamino-1,2,4-triazolen der allgemeinen Formeln I, II und III,wobei R für einen polymerisierten organischen Rest steht und R ein Comonomer bedeutet,
    C=-D
    rrru
    NH
    II
    -.4 _
    rn.
    HH-N.
    NH C=O
    III
    neben herkömmlichen Formulierungsmitteln und/oder ausgewählten Trägerstoffen enthalten.
    Punkt 2
    Polymere Phytoeffektoren gemäß Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß sie allein oder in Kombination mit den entsprechenden niedermolekularen Ausgangsstoffen eingesetzt werden können.
    Punkt 3
    Polymere Phytoeffektpren „gemäß Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß sie vor oder nach dem Auflaufen der Unkräuter in Aufwandmengen von 1-10 kg/ha ausgebracht werden.
    Punkt 4
    Polymere Phytoeffektoren gemäß Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß sie in Kombination mit anderen niedermolekularen oder polymergebundenen Phytoeffektoren angewendet werden können.
DD26200484A 1984-04-16 1984-04-16 Polymere phytoeffektoren als neue mittel zur biologischen prozesssteuerung DD224203A1 (de)

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