DD224157A1 - Schaltungsanordnung zur erdschlussrichtungserfassung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung kommt in nicht wirksam geerdeten Drehstromnetzen zur selektiven Erfassung von Erdschluessen zum Einsatz. Ziel ist es, die Anzahl der Fehlentscheide bei der Erdschlussrichtungsmessung zu verringern, wobei die Aufgabe darin besteht, bei Erdschlusseintritt in der Naehe der Spannungsnulldurchgangs- und bei Laufzeitunterschieden zwischen Summennullstrom und Verlagerungsspannung eine sichere Feststellung der Lage des Erdschlusses zu ermoeglichen. Erfindungsgemaess wird dem Eingangsstrom- und Eingangsspannungswandler je ein Tiefpass nachgeschaltet. Die frequenzbegrenzten Eingangsgroessen werden neben den bekannten Polaritaetsspeichern und Strom- und Spannungsanregungen auch Strom- und Spannungsanregungen zugefuehrt, denen jeweils ein Hochpass und ein Zweiweggleichrichter vorgeschaltet ist. In einer kombinatorisch, sequentiellen Logik wird der Uebernahmepuls fuer die beiden Polaritaetsspeicher gebildet. Im Spannungszweig entscheidet eine Prioritaetslogik, ob der Uebernahmepuls fuer den Spannungspolaritaetsspeicher von der Spannungsanregung oder von der Stromanregung gebildet wird, wobei die Spannungsanregung die Prioritaet besitzt. Eine Rueckstellogik verhindert eine falsche Messwertausgabe, falls Stoergroessen wirksam waren. Figur
Description
Anmelder: ^ Berlin, 26.4.1934
Kombinat VSB ' (P 1467)
Elektro-Apparate-Werke .
Berlin-Treptow
Zentrum fib? Forschung und
Technologie ' ' ·
1055 Berlin, Storkower Str. 101
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Schaltungsanordnung zur Srdschlußrichtungserfassung
H 02 Ή 3/16
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Erdschlußrichtungserfassung und wird vorzugsweise in isolierten oder kompensierten Drehstromnetzen zur selektiven Erfassung von Erdschlüssen eingesetzt. Dazu müssen die Eingangsgrößen Summennullstrom und Verlagerungsspannung der Schaltungsanordnung zugeführt v/erden. Dauererdschlüsse und' ErdschluBwischer, die langer als eine wählbare Zeit bestehen, können so erfaßt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Bestimmung der Lage eines Erdschlusses in einem nicht wirksam geerdeten Wetz ist es bekannt, die Wirkleistungsrichtung der Grundwelle zu messen. Die Wachteile dieses Verfahrens liegen in einer relativ großen Fehlerwahrscheinlichkeit, da cos ψ sehr klein werden kann und somit Winkelüber- tragungsfehler der Wandler sowie Wandler- und Leitungsun-· Symmetrien einen großen Einfluß auf das Meßergebnis haben.
Weiterhin ist bekannt, die Polarität der ersten Halbwelle der Yerlagerungsspannung und des Summennullstromes festzustellen. Die Richtung des Erdschlusses ist durch
ν.
Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung der Polaritäten von Verlagerungsspannung und Siimmennullstrom gegeben. Auf diesem Prinzip basiert das angegebene Erdschlußrelais , (DD-WP 61 044). Die Polaritäten der. ersten Halbwelle von Strom und Spannung werden in vier getrennten bistabilen Stu-.. ' fen gespeichert. Die Auswertung auf Koinzidenz der Polaritäten erfolgt nach Ablauf einer Zeitstufe, die durch das Setzen eines Polaritätsspeichers gestarte-t wird. Sollten Störimpulse , ein Setzen der Polaritätsspeicher bewirkt haben, so werden diese nach einer festen Zeit,' falls keine.Yerlagerungsspannung anliegt, zurückgesetzt. Um eine höhere Empfindlichkeit des Spannungseingangsgliedes zu erreichen, wird der Ansprechwert bei Vorhandensein.eines' gesetzten Stromspeichers herabgesetzt.
Nachteilig ist,,, daß- die- Anrege empfindlichkeit dar Strom- und Spanruingseingänge durch die in den Leitungen und Wandlern auf-, tretenden Unsymmetrien vorgegeben ist, die bereits Unsymmetriestrom und -spannung bewirken. Sin Brdschlußeintritt in der Nähe eines Nulldurchganges führt zu unsicheren Sichtungsentscheiden, da die Amplituden der ersten Halbwelle unter der Ansprechschwelle des Strom- bzw.. Spannungseinganges liegen können. Ss ist damit nicht gewährleistet, daß die erste Halbwelle von Summennullstrom- und Verlagerungsspannung ausgewertet wird. Durch Laufzeitunterschiede zwischen Verlagerungsspannung und Summennullstrom am ^rdschlußrelaiseinbauort kann es zu Meß-', fehlern kommen. So wird das bekannte Srdschlüßrelais bei.-einer geringen zeitlichen Verzögerung der Verlagerungsspannung gegenüber dem Summennullstrom einen unsicheren Richtungsentscheid treffen, wenn die im gesunden Netz bereits vorhandene Unsymmetrie spannung eine Amplitude aufweist, die größer als die durch' Ansprechen des Stromspeichers herabgesetzte Ansprechschwelle des Spannungseinganges ist. . *
3?in weiterer Nachteil ist die Beeinflussung des Meßergebnisses durch hochfrequente 'Vorgänge während des Srdschlußeintritts, die nicht die eigentlich auszuwertenden Umladevorgänge der Leitungskapazitäten darstellen. .
In einer weiteren Schaltungsanordnung (üü"-.?,S 21 59 193) wird vorgeschlagen, Summennullstrom und Verlagerungsspannung je einer Widerstandsbrücke zuzuführen. Hit zwei entgegengesetzt gepolten Gleichrichterbrücken werden die Spannungsabfälle an einem Zweig der Widerstandsbrücke abgenommen und gleichgerichtet. Je nach Phasenlage zwischen Strom- und Spannungseingang ergeben sich positive oder negative Ausgangsspannungen. Die positive Ausgangsspannung startet eine monostabile Stufe, deren nichtnegierter und der negierte Ausgang jeweils an ein AHD-Tor"gelegt sind. Diese AND-Tore werden etwas zeitverzögert (-<5 bis) bei Überschreiten einer Ansprechschwelle durch die Verlagerungsspannung kurzzeitig geöffnet. In einer bistabilen Stufe wird das Meßergebnis gespeichert.
Die Nachteile dieser Anordnung sind, daß Störgrößen zwar erfaßt, aber nicht .erkannt werden, daß durch die geringe Ansprechempfindlichkeiten ein relativ breiter Bereich, um die Nulldurchgänge nicht sicher erfaßbar ist, daß Unsymmetrieströme und -spannungen, die im gesunden Netz ständig vorhanden sein können, in der Lage sind, das Meßergebnis zu verfälschen und daß zeitliche Verschiebungen zwischen Verlagerungsspannung und Summennullstrom ebenfalls einen falschen Bichtungsentschaid bewirken können.
Ziel der Erfindung
Mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zur Srdschlußrichtungserfassung wird eine Verringerung der Fehlentscheide bei der Messung der Srdschiußrichtung erreicht. Damit läßt sich die Lage des 3rdschlusses im nicht wirksam, geerdeten Netz sicherer feststellen.
Darlegung des Yiesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur Erdschiußrichtungserfassung anzugeben, die auch bei Srdschlußeintritt in der Nähe des Spannungsnulldurchgangs und bei- Laufzeitunterschieden zwischen Summennullstrom und Verlagerungsspannung eine sichere Feststellung der Lage des Srdschiusses ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird' das dadurch erreicht, daß den beiden gekannten Eingangswandlern jeweils- eine Tiefpaßstufe folgt, die nur die zur Auswertung der Polaritäten der ersten Halbwelle relevanten Frequenzen passieren läßt. Im Summennullstromzweig ist an den Ausgang der Tiefpaßstufe zusätzlich zu dem bekannten Polaritätsspeicher für. den Strom und der, bekannten Stromanregung eine Stromanregung geschaltet, der ein Hochpaß und eine Zweiweggleichrichtung vorgelagert ist. Damit ist eine Stromanregung gegeben, die von der Grundwelle nicht beeinflußt wird. Die Aus--., gänge der beiden Stromanregungen werden über ein OR-Gatter zusammengefaßt, dessen Ausgang am Eingang eines AKD-Tors liegt. Über dieses AHD-Tor kann ein erstes Flip-Flop gesetzt werden, wenn ein über ein OR-Gatter zusammengefaßtes Ausgangssignal der beiden Spannungsanregungen, das in einer Zeitstufe verzögert wird, noch nicht am AND-Tor anliegt. Der Ausgang,des ersten Flip-Flops steuert eine Rückstellogik, eine zweite Zeitstufe, •dive Prioritätslogik, die Aus gab esc haltung und den Polaritätsspeicher für den Summennullstrom an.
An der.Tiefpaßstufe im Yerlagerungsspannungszweig wird neben dem bekannten Polaritätsspeicher für die Spannung und der bekannten Spannungsanregung eine zweite Spannungsanregung, der ein Hochpaß und eine Zweiweggleichrichtung vorgelagert sind, angeschlossen· Diese zweite Spannungsanregung wird somit nicht von der Grundwelle beeinflußt. Ihrem Ausgang folgt ein AND-Tor, dessen weitere Eingänge einmal mit dem negierten Ausgangssignal der bekannten Spannungsanregung und zum anderen mit dem negierten Ausgangssignal der zweiten Zeitstufe verbunden sind. Das · dem AED-Tor folgende zweite Flip-Flop kann so nur gesetzt werden, wenn das erste Flip-Flop im Stromzweig nicht um die- Zeitverzö- > gerung der zweiten Zeitstufe früher gesetzt wurde und die. zweite Spannungsanregung nicht bereits angesprochen hat. Der Ausgang v des zweiten Flip-Flops liegt an der Rückstellogik, 'der Prioritätslogik und, wie bereits beschrieben, an einem CR-Gatter.
Die Prioritätslogik steuert den bekannten Polaritätsspeicher
für die Spannung an.
Λ
In einer Ausgestaltung der Erfindung besteht die Prioritätslogik aus einem OR-Gatter, das einmal vom Ausgang des zweiten Flip-Flop und zum andere η vom Ausgang eines AND-Tors, dessen erster Eingang am negierten Ausgangssignal des zweiten Flip-Flops und der zweite Eingang am. Ausgang des Impulsformers, der am Ausgang des ersten Flip-Flops angeschlossen ist, liegt, angesteuert wird. Der Impulsformer erzeugt beim Setzen des ersten Flip-Flops im Stromzweig einen kurzen Ausgangsimpuls.
Nach einer 'weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht die Ruckstellogik aus einem OR-Gatter, das von einer bekannten Rückstelleinrichtung und von einem AKD-Tor, welches an einem Eingang mit dem negierten Ausgangssignal der bekannten Spannungsanregung und am anderen Eingang mit dem Ausgang eines ' weiteren OR-Gatters verbunden ist, angesteuert wird. Die Eingänge des letztgenannten OR-Gatters liegen jeweils an...', einer Zeitstufe, wobei die eine vom Ausgang des ersten Flip-Flops im Stromzweig und die andere vom Ausgang des zweiten Flip-Flops im Spannungszweig gestartet wird.
Hach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Einstellung der bekannten Stromanregung mit der der zweiten . ., Stromanregung und die Einstellung der bekannten Spannungsanregung mit der der zweiten Spannungsanregung koppelbar.
Schließlich sind nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die zweite Stromanregung auf einen niedrigeren Ansprschwert als die bekannte Stromanregung und die zweite Spannungsanregung auf einen niedrigeren Ansprechwert als die bekannte Spannungsanregung einzustellen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand .eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werdan.
Tom zu überwachenden, nicht wirksam geerdeten Hetz werden dia Eingangsgrößen Summennullstrom I«. und Yarlagarungsspannung ϋπ den Singangswandlern zugeführt. Der sich an der Sekundärseite
dieser Eingangswandler jeweils anschließende Tiefpaß hat die Aufgabe, nur die für die Auswertung der Polaritäten der ersten Halbwelle relevanten Frequenzen passieren zu lassen. Die Grenzfrequenz könnte." beispielsweise 2OkHz betragen. .. Die Polaritätsspsicher für Strom I^ und Spannung U^ sind D Flip-Flop, an deren Dateneingang"D die aus den Eingangsgrößen der Yerlagerungsspannung U^ oder des Suiimiennullstromes I^ gebildete Rachteckspannung anliegt. Die erforderlichen Einspeicherpulse' am Takte ingang C der D Flip-Flops.werden von de.r erfindungsgemäßen Schaltung bereitgestellt. Der den Schwellwertschaltern für den Strom I^-i &nd Spannung U>-^ vorgelagerte Hochpaß hat die Aufgabe, die Grundwelle und niedrige Harmonische der Grundwelle vom Schwellwertschalter fernzuhalten. Beispielsweise beträgt seine Grenzfrequenz 500 Hz. Nach Zweiwegglaichrichtung gelangt die frequenzbegrenzte Spannung an den einstellbaren Schwellwertschalter U=»,, bzw. I=-^, der bei Überschreiten seiner eingestellten Schwelle einen Ausgangspuls an den Setzeingang. '" · des geweiligen RS Flip-Flops abgibt, welches das Überschreiten der Änsprechschwelle speichert. Im Yerlagerungsspannungszweig U^j ist vor diesem RS Flip-Flop 2 ein AHD-Tor d eingefügt, das nur für eine durch das Verzögerungsglied TI bestimmte Zeit, z.B. 1,5 ms, nachdem das RS Flip-Flop 1 im Stromzweig gesetzt wurde und wenn die Spannungsanregung U=*"2 nicht, bereits angesprochen hat, geöffnet ist., =
Im Summennullstromzweig I^ sind vor dem Setzeingang S des RS Flip-Flops 1 ein OR-Gatter a und ein AHD-Tor>b geschaltet. Am OR-Gatter a sind die .beiden Stromanregungen I> ^ und I=^2 zusammengefaßt. Sine AnregungsmeLdung kann nur dann über das AITD-Tor b an das RS Flip-Flop 1 gelangen, solange keine der Spannungsanregungen U=-^ bzw. U=* ^ 1^211 die Zeit T3 vorher an-.gasprochen hat. ·/ '
Die einstellbaren Strom- und Spannungsanregungen I3^2' ^^2 sind ebenfalls Schwellwertschalter, deren Ansprechwerte größer als die im gesunden überwachten Hetz bzw. in den Meßwandiern vorhandenen Unsymmetrieströme und -spannungen eingestellt werden. Im Gegensatz dazu wird die Ansprechschwelle der Stromanregung I5*^ und der Spannungsanregung U^ auf einen
·. : ' '. - 7 -.
niedrigen Wert eingestellt. Das ist möglich, da die Unsymmetrieströme und -spannungen der Grundwelle an diesen Anregungen nicht anliegen. Auf diesem Wege wird eine hohe Ansprechempfindlichkeit erreicht. Die Einstellung der Ansprechwerte der beiden Stromanregungen Ι5--} und 1^2 sowie eier der Spannungsanregungen ü>/j und U>2 können zur Yereinfachung der Einstellung für den Betreiber jeweils miteinander gekoppelt werden.
Die Funktion des gesamten Schal^ungskomplexes soll anhand verschiedener Srdschlußfalle dargestellt werden.
Fall 1:
Erdschluß erfolgt in größerer Entfernung von Spannungsnulldurchgang, die. höherfrequenten Umladeschwingungen sind ausgeprägt vorhanden, z.3. niederohmiger Erdschluß. Im Summen-, nullstromzweig I^ gelangen die von hochfrequenten Storschwingungen durch den Tiefpaß befreiten Umladeschwingungen an die Stromanregungan I>^ unä I>2· -°a ^a -^&plitaide der ersten Halbwelle ausreichend groß ist, sprechen beide Stromanregungen ,annähernd gleichzeitig an, über das OR-Gatter a und dem geöffneten MD-Tor b wird.das RS Flip-Flop Λ gesetzt. Damit erhält der Takteingang C des D Flip-Flops im Polaritätsspeicher I\das ÜbernahmeSignal. Die Polarität der ersten Halb-. welle des Stromes I,, wird im Polaritätsspeicher I abgespeichert. Das AMD-Tor b wird nach Ablauf der Zeit T3 gesperrt.. Die Zeitstufe T3 wird durch Ansprechen einer der beiden , Spannungsanregungen gestartet. Gleichzeitig mit dem Geschehen im Stromzweig T-^ läuft im Spannungszweig U^, folgendes ab: Die Spannungsanregungen U>^ und U^p sprechen annähernd gleichzeitig an. Da die durch das am.RS Flip-Flop 1" im Strom-, aweig anliegende Übernahmesignal gastartete Zeitverzögerung ΤΪ noch nicht abgelaufen ist,, ist das AND-Tor.d geöffnet. Das RS Flip-Flop 2 Im. Spannungsaweig wird gesetzt, über das OR-Gatter g 'der Prioritätslogik P gelangt das Übernähmesignal an den Takteingang C des D Flip-Flops im .Poiaritätsspeicher U Sollte die Verlagerungsspannung U^1- zeitlich später als der SummennulIstrom I^ erscheinen, so wird zunächst durch den
übe rna tune pul s, der vom Stromzweig durch das Setzen., des RS '.Flip-Flops 1 am Ausgang des Impulsformers in der Prioritätslogik P erzeugt wird, die Einspeieherung im Polaritätsspei- "eher U erfolgen. Mit dem Eintreffen der Yarlagerungsspannung U^. erscheint dann, wie oben beschrieben,' ein nochmaliges Übernahmesignal für den Polaritätsspeicher U.-'Damit ist gewährleistet, "daß im Polaritätsspeicher ü mit Sicherheit die erste 'Halbwelle gespeichert wird. Die Ausgange der beiden Polari^- . täfesspeicher liegen am Eingang der die Eoinzidenz feststellenden Iquivalenz/Antivalenzschaltting. . Nach Ablauf der einstellbaren Zeitstufe T-, die durch die Yerlagerungsspannung U«· über die Spannungsanregung ü>2 gestartet ist, wird ein Signal an die Ausgabeschaltung gegeben.
Fall 2:
Erdschluß' erfolgt in der Nähe des lulldurchgängs. Die Ampli-'tude) der höherfrequenten umlade schwingungen ist klein. Im Suiiimennullstromzweig spricht die Stromanregung I>^ auf^ Grund, der niedrigen Ansprechschwelle sofort an. Bei der Stromanregung I5^p is* ^s nicht gewährleistet, da die erste Halbwelle für die gewählte Ansprechschwelle unter Umständen zu klein ' ist. Somit wird die Feststellung der Polarität des Stromes I^ durch die Stromanregung l5*-^» wis bereits beschrieben, ausgelöst. Im Terlagerungsspannungszweig spricht ebenfalls die •. Süannungsanregung U->·^, auf Grund ihrer niedrigen Ansprechschwelle beim Auftreten der ersten Halbwelle der höherfrequenten UmIadeschwingung* sofort an. Da die Zeitverzögerung 11 noch nicht abgelaufen ist, .wird über ,das AlTD-Tor d das HS ij'lip-Flop 2 gesetzt und damit die Speicherung der Yerlageruhgsspannungspolarität im Polaritätsspeicher U ausgelöst. Spätestens nach 10 ms wird die Spannungsanregung ü>p angesprochen haben und ein Signal an die Bückstellogik und die· Zeitstufe T abgeben. In der Rücksteliogik wird mit diesem Signal das AUD-Tor h gesperrt. Auf diese Weise wird die Ausgabe eines Eückstellsignals blockiert. An der Äquivalenz/ Antivalenzschaltung kann das Ergebnis des Vergleichs dar beiden gespeicherten Halbwellenpolaritäten abgenommen werden.
Fall 3:
Die Frequenz der beim Erdschluß auftretenden UmIadeSchwingungen ist klein. Unter diesen Bedingungen sprechen die Stromanregung I ^ und die Spannungsanregung U»^ nicht an, Die · · Stromanregung I^2 ^Γ<3· anregen und die Speicherung der Polarität der ersten Halbwelle des Summennuilstroms I„ auslösen. Durch diesen tfoernahmepuls wird die Zeitstufe Ti angeregt, und über die Prioritätslogik P gelangt ein Übernahmepuls an den Polaritätsspeicher U. Nach Ablauf der Zeit OM wird das AHD-Tor d im Spannungszweig gesperrt, so daß ein später auftretendes Ansprechen der Spannungsanregung U».* keinen nochmaligen Ubernahmepuls auslösen kann.
Die Spannungsanregung U>2 spricht spätestens 10 ms nach Srdschlußeintritt an. Damit wird die Zeitstufe T gestartet,und das ARD-Tor h in der Rückstellcgik wird gesperrt. Der Koinzidenzvergleich kann durchgeführt werden.
In den bisher behandelten drsi Fällen gibt die Rückstelleinrichtung nur dann ein Rückstellsignal für die beiden HS Flip-Flop 1 und 2 ab, wenn die Verlagerungsspannung wieder unter den an. der Spannungsanregung U^p eingestellten Schwellwert sinkt. Das Rückstellsignai liegt dann so lange an, bis beide RS Flip-Flop rückgesetzt sind. Des weiteren kann eine zwangsweise- Ruckstellung durch z.B. Handrückstellung, Fernrückstellung und Rückstellung beim Einschalten der Versorgungsspannung erreicht werden. In der Zeichnung sind diese Arten der Rückstellung.im Block "reset" zusammengefaßt. Da dieser Block "reset" am OR-Gatter i anliegt, ist eine Ruckstellung zu .jedem beliebigen Zeitpunkt möglich.
Fall 4: Störvorgänge
Bei Störvorgängen können einige oder alle Anregungen ansprechen. Kennzeichnend für Störvorgänge ist ihre im Vergleich zum Erdschluß kürzere Dauer. !
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- Haben alle vier Anregungen gleichzeitig angesprochen, so wird erst nach Absinken der Storspannung am Yerlagerungsspannungseingang ϋ>τ unter den Ansprechwert der Sparmungs^- anregung U>ρ und nach Ablauft der Zeitstufe T2 zurückgesetzt, da dieser Fall zunächst wie ein normaler Erdschluß behandelt wird. s _ >
- Hat eine oder haben beide Stromanregangen angesprochen, die Spannungsanregungen nicht, so wird, nach der Zeitverzögerung 12, die zum Beispiel 10 ms beträgt, das AHD-Gatter h in der Rückstellogik P geöffnet, so daß über das OR-Gatter i zurückgesetzt wird., - ^
- Hat nur die Spannungsanregung U>/j angesprochen, so wird ,nach Ablauf der Zeit T3 durch Sperren des AED-Tors b ein Setzen des RS J1I ip-Flops 1 im Stromzweig verhindert undnach Ablauf der Zeit T4-, die z.B. 2,5 ms. beträgt, ein Rück-'Stellsignal abgegeben. Das AiTD-Gatter h ist in der Rück- . stellogik P durch das fehlende Ansprechen der Spannungs-'anregung U> 2 geöffnet. .
- Hat nur die Spannungsanregung U^2 abgesprochen, wird sofort das Setzen des RS Flip-Flops 2 im Spannungszweig und nach Ablauf der Zeit T3 das Setzen des RS Flip Flops 1 im'Stromzweig verhindert. An die Ausgabeschaltung wird vom Ausgang des RS Flip-flops, 1 kein Signal abgegeben.
Mit Hilfe dieser erfindungsgeaäßen Schaltungsanordnung wird gegenüber dem Stand der Technik gewährleistet, daß eine hohe Ansprechempfindlichkeit erreicht wird. Somit ist eine sichere Richtungsfeststellung des Erdschlusses,auch wenn er.in der Hähe eines Nulldurchgangs der Spannung eingeleitet wurde, ermöglicht,, daß Zeitverzögerungen der der Schaltungsanordnung zugeführten .Sumniemmliatrom- und Verlagerungsspannungssignale keinen 'Sinfl-uß auf das Meßergabnis haben, daß trotz erhöhter Ansprechempfindlichkeit keine Erhöhung der Störempfindlichkeit eintritt und daß hochfrequente Netzvorgänge, die nicht mit den beim Erdschluß auftretenden und auszuwertenden ümladeschwingungen zu tun haben,-unwirksam gemacht werden.
Claims (5)
- • . - 11-Frfindungsanspruch1. Schaltungsanordnung zur Srdschlußrichtungsfassung in . isolierten oder kompensierten Hetzen mit je einem Singangswandler und je einem Polaritätsspeicher für Summennullstrom und Ye r la ge rungs spannung, je einer Stromanregung und Spannungsanregung, einer Äquivalenz/Antivalenzstufe, einer Ausgabeschaltung und einer Zeifcstufe,. gekennzeichnet dadurch, daß den beiden jJingangswandlern jeweils eine Tiefpaßstufe (TP) folgt, an welche im Summe nnul Istromzweig au dem Polaritätsspeicher CO und der ,Stromanregung (I >?) eine Stromanregung (I>^,), der ein Hochpaß (HP) und eine Zweiweggleichrichtung vorgelagert sind, angeschlossen ist, daß die Ausgänge der beiden Stromanregungen (I> ^; I>2) über ein OH-Gatter (a) zusammengefaßt werden, dessen Ausgang am Eingang eines AND-Tors (b) liegt, daß über dieses AED-To r (b) ein Flip-Flop (1) gesetzt wird, dessen Ausgang einmal an einer Rückstellogik (SL), zum anderen an der Zeitstufe (11)' und der Prioritätslogik (P), weiterhin am Polaritätsspeicher (I) und an der Ausgabeschaltung (A) liegt, daß an der Tiefpaßstufe (T?) im Yerlagerungsspannungszweig (U>T) neben dem Polaritätsspeicher (U) und der Spannungsanregung (ü>o) eine Spannungsanregung (IJ>^)j der ein Hochpaß (HP) und eine Zweiweggleichrichtung vorgelagert sind, angeschlossen ist, deren Ausgang an einem Zingang eines ARD-Tors (d), dessen weitere Eingänge einmal mit dem negierten Ausgangssignal der Spannungsanregung (U>P) und zum anderen mit dem negierten Äusgangssignal der Zeitstufe (T1) verbunden sind, daß über das AND-Tor (d) ein Flip-Flop (2) gesetzt wird, -- dessen Ausgang an der Prioritätslogik, an der Rückstelllogik (RL) und ebenso wie der Ausgang der Spannungsanregung (U >p) an einem Eingang des CR-Gatters (e) angeschlossen ist, daß dem Ausgang des OR-Gatters (e) eine Zeitstufe (T3) folgt, die mit ihrem Ausgang am negierenden Eingang des AITD-Tors (b> anliegt, daß die Prioritätslogik den Polaritätsspeicher (U) ansteuert, daß die Rückstellogik (RL),' die auch von der Spannungsanregung (ü>-p) angesteuert wird, die Flip-Flops.(1;2) zurücksetzt. · .
- 2. Schaltungsanordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Prioritätslogik (P) aus einem OR-Gatter (g) besteht, das einmal vom Ausgang des Flip-Flops (2) und zürn . anderen vom Ausgang eines AHD-Tors (f), dessen erster Singang am negierten Ausgangssignal des Flip-Flops (2) und dar zweite Eingang am Ausgang des Impulsformers, der am Ausgang des Flip-Flops (1) angeschlossen ist, liegt, angesteuert wird», , ' '
- 3. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die RucksteHogik (RL) aus einem OS-Gatter (i) besteht, das von einer bekannten RücksteHeinrich-· tung (reset) und von einem AITD-Tor (h) , v/elshes an einem-'.Hingang mit dem negiarten Ausgangssignal der bekannten Spannungsanregung (U>p) und am anderen Eingang mit dem Ausgang^eines weiteren OK-Gatters (c) verbunden ist, angesteuert wird, daß die Eingänge des OR-Gatters (c) ^a-. weils an dar Zeitstufe (T2), die mit dem Ausgang des Flip-Flops (1) verbunden ist und an der Zeitstufe (14),' die am Ausgang des Flip-Flops (2) angeschlossen ist, liegen.
- 4. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 bis.3» gekennzeichnet dadurch, daß die Stromanregung (I > *), einstellbar und daß diese Einstellung mit der der Stromanregung (I>p) koppelbar ist, daß die Spannungsanregung (U >-i) einstellbar und daß diese Einstellung., mit der dar Spannungsanregung (U>2) koppelbar ist. . '
- 5.. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Stromanregung (1?^) und die Spannungs-.. anregung (U >^) auf einen niedrigeren Ansprechwert als die Stromanragung (I">p)'und dia Spannungsanragung (U >0) eingestellt ist.- Hierzu 1 Blatt Zeichnung -
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26311384A DD224157A1 (de) | 1984-05-17 | 1984-05-17 | Schaltungsanordnung zur erdschlussrichtungserfassung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26311384A DD224157A1 (de) | 1984-05-17 | 1984-05-17 | Schaltungsanordnung zur erdschlussrichtungserfassung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD224157A1 true DD224157A1 (de) | 1985-06-26 |
Family
ID=5557100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD26311384A DD224157A1 (de) | 1984-05-17 | 1984-05-17 | Schaltungsanordnung zur erdschlussrichtungserfassung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD224157A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5103365A (en) * | 1989-11-16 | 1992-04-07 | Togami Electric Mfg. Co., Ltd. | Downed conductor automatic detecting device |
| WO2011036007A1 (de) * | 2009-09-25 | 2011-03-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Messwandler mit einem elektrischen wandler und einem sensor |
-
1984
- 1984-05-17 DD DD26311384A patent/DD224157A1/de not_active IP Right Cessation
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