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DD202026A5 - Verfahren zur herstellung von 8-arylalkyl-3-phenyl-3-nortropanolen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 8-arylalkyl-3-phenyl-3-nortropanolen Download PDF

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Publication number
DD202026A5
DD202026A5 DD23528481A DD23528481A DD202026A5 DD 202026 A5 DD202026 A5 DD 202026A5 DD 23528481 A DD23528481 A DD 23528481A DD 23528481 A DD23528481 A DD 23528481A DD 202026 A5 DD202026 A5 DD 202026A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
general formula
compounds
phenyl
chloro
preparation
Prior art date
Application number
DD23528481A
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Langbein
Herbert Merz
Rainer Sobotta
Rudolf Bauer
Hans M Jennewein
Joachim Mierau
Original Assignee
Boehringer Sohn Ingelheim
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Sohn Ingelheim filed Critical Boehringer Sohn Ingelheim
Priority to DD23528481A priority Critical patent/DD202026A5/de
Publication of DD202026A5 publication Critical patent/DD202026A5/de

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 8-Arylalkyl-3-phenyl-3-nortropanole fuer die Anwendung als Arzneimittel, insbesondere Neuroleptika. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer Mittel mit verbesserter neuroleptischer Wirkung und verminderter Nebenwirkung. Erfindungsgemaess werden Verbindungen der Formel I hergestellt, worin Ar einen Rest der Teilformeln II bis V bedeutet, wobei R hoch 1 Wasserstoff, Fluor, Brom, Methyl oder Methoxy ist; und X die Reste > CO, > CH-CN, > CHOH, weitere Reste a), b), c) oder -O-, -S- oder -NH- bedeutet; und R Wasserstoff oder 4-Fluor, 4-Chlor, 4-Trifluormethyl, 3-Trifluormethyl, 3-Trifluormethyl-4-chlor, 4-Methyl oder 4-Methoxy bedeutet und deren Saeureadditionssalze.

Description

4 4 12.5.1982
AP C 07 D/235 234/4 60 022/18
Verfahren zur Herstellung von 8-Arylalkyl-3~phenyl-3-nortropanole
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer 8-Arylalkyl-3~phenyl-3-no.rtropanole und deren Säureadditionssalze ο
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische, insbesondere neuroleptische Eigenschaften· Sie werden angewandt als Arzneimittel, insbesondere als Heuroleptika·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der Patentanmeldung liegen folgende Veröffentlichungen zugrunde! US-PS 3 438 991»
Als ZBS-dämpfendes Mittel, Sedativa und Tranquilizer ist das strukturverwandte, gleichfalls neuroleptisch wirkende Mittel Haloperidol (1 -(3-p-J?luorbenzoylpropy 1)-4-p~chlorpheny 1-4-hydroxypiperidin) bekannt*
Es wird angewandt zur Behandlung psychischer Erkrankungen, insbesondere Schizophrenieo
Dieses Mittel hat insbesondere den lachteil extrapyramidaler Nebenwirkungen»
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer Mittel mit verbesserter neuroleptischer Wirkungen und Verminderung von unerwünschten Nebenwirkungen, die zur Behandlung einer Vielzahl psychischer Erkrankungen geeignet sind, wie z» B« Schizophrenie, Schlafstörungen und Psychoneurosen»
2352 8 4 4-
12*5.1982
AP C 07 D/235 284/4
60 022/18
Pariegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verbindungen mit den gewünschten Eigenschaften und Verfahren zu ihrer Herstellung aufzufinden«
Erf indungs gemäß ,werden neue 8-Arylalkyl-3-phenyl-3-*iiortropanole der allgemeinen Formel
Ar-X-CH0-CH0-CH0-N 2 2 2
OH
sowie deren physiologisch verträgliche Säureadditionssalze mit wertvollen therapeutischen Eigenschaften hergestellt« In der allgemeinen Formel I bedeutet Ar einen Rest der Teilformel
oder
wobei
R1 Wasserstoff, Fluor, Brom, Methyl oder Methoxy ist; und
X die Reste
>c~ CIf
-CI, ^>CHOH,
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AP C 07 D/235 284/4
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F oder -0-, -S- oder
; und
R Wasserstoff oder 4-Fluor, 4-Chlor, 4-Trifluormethyl, 3-Trifluormethyl, 3-Trifluormetnyl-4-chlor, 4-Methyl oder 4-Methoxy.
Bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin Ar einen 4-Fluorphenylrest, Σ die Reste >C0, > CH-CiJ,
> CHOH oder /~~\ un^ R ein Halogenatom bedeu-
>CH-v"^ y-F tet. Ganz besonders bevorzugt \=S sind Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin
Ar einen 4-Fluorphenylrest, X>CO, > CH-CN und R ein HaIogenatoni bedeutet.
Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin Σ die Reste
> CH-ClI, > CHOH, >CH-/ \-F, >Q-/~\~F, >C-/ \
12.5-1982
AP C 07 D/235 284/4 SO 022/18
bedeuten, besitzen ein asymmetrisches Kohlenstoffatom und kommen daher sowohl als Racemat als auch in Porm ihrer optischen Antipoden vor«.
Pharmakologisch wertvoll sind beispielsweise solche Verbindungen der Formel I, worin Ar einen 4-£1luorphen;><l»
rest,
Σ die Reste >C0, > CH-CN, > CHOH oder >CH-/
R ein Halogenatom bedeutet, sowie deren Säureadditionssalze
und beispielsweise
8-(4-p-Pluorphenyl-4-oxobutyl)-3-(4-chlorphenyl)-3-nortropanol oder dessen Säureadditionssalze·
Erfindungsgemäß werden die Verbindungen der Formel I vorzugsweise nach folgenden Verfahren hergestellt:
a) die Herstellung der neuen Verbindungen kann durch Umsetzung eines 3~Phenyl-3~nortropanols der allgemeinen Formel II
II
worin R die oben genannte Bedeutung hat, mit einem Alkylierungs-
mittel der allgemeinen Formel III
erfolgen, worin Y ein Halogenatom oder einen Alkylbenzolsulfon oxyrest bedeutet und Ar und X wie oben angegeben definiert sin
Besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel III, worin Y ein Chlor-', oder Bromatom oder einen Tosyloxyrest darstellt
Man verwendet die berechnete Menge des Alkylierungsmittels ode: einen stöchiometrischen 'Überschuß davon und arbeitet zweckmäßi( in Gegenwart eines s.äurebindenden Stoffes, wie z.B. Triäthylam Dicyclohexyläthylamin, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Calciuj oxyd'oder' vorzugsweise Natriumhydrogencarbonat.
Obwohl auf Lösungsmittel verzichtet werden kann, ist die Durchführung in inerten Lösungsmitteln,wie Chloroform, Toluol, Xthai Nitromethan, Tetrahydrofuran oder vorzugsweise Dimethylformamii zweckmäßiger. Die Reaktionstemperatur ist in weiten Grenzen variabel. Zweckmäßig sind Temperaturen zwischen 500C und 1500C, vorzugsweise 1000C. Die Zugabe von katalytischen bis molaren Mengen Kaliumiodid oder Natriumiodid erweist sich als günstig.
b) Zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I,
worin X die Gruppen /} ;\ , -0- oder -S- bedeutet,
>CH-,
kann man ein 8-Arylalkyl~nortropin-3-on der allgemeinen Formel
Ar-X'-CH2-CH2-CH2-N ^^^
VH-
worin X1 die Gruppen >CH-
-F , -O- oder -S- bedeutet
und Ar wie oben angegeben definiert ist, mit einer Lithiumphenyl-Verbindung der allgemeinen Formel
Li-
umsetzen,, worin R die oben genannte Bedeutung hat. Zweckmäßigerweise arbeitet man mit molaren Mengen an Lithiumphenyl-Verbindung und führt die Umsetzung in inerten Lösungsmitteln durch,die keine aktiven Wasserstoffatome oder mit Lithiumarylen umsetzbare Gruppen enthalten, wie Benzol, Toluol,Petroläther oder aliphaticehe oder cycloaliphatische Äther„ Als Äther kommen insbesondere Diäthyläther, Tetrahydrofuran und Dioxan in Frage.
Die Reaktionstemperatur ist kritisch? die besten Ausbeuten werden bei niederen Temperaturen von -40 bis -150C erhalten.
c) Zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I,
worin X die Gruppe
und R 4-Fluor bedeuten, kann
man ein 8-Aroylpropyl-nortropin-3-on der allgemeinen Formel
. Λν> πλ r<T_r AI — vU—Uiip—
4 -β -
worin Ar die.oben angegebene Bedeutung besitzt, mit mindestens 2 Molen 4-Fluorphenyl-lithium umsetzen. Die Reaktionsbedingung für diese spezielle Form der Arylierung sind die gleichen wie die im Verfahren b genannten.
d) Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin X die CO-C-rupp bedeutet, können durch Ketalspaltung erhalten werden, indem ma ein 8-Arylalkyl-3-phenyl-3-nortropanol der allgemeinen Formel
Ar-C-CHo-CHo-CHo-N.
0/ \0 \ Γ \ I -H-R ν
H2C
worin Ar und R die oben genannten Bedeutungen besitzen, mit ve; dünnten Säuren umsetzt.
Die Ketalspaltung wird vorzugsweise in einem wässrigen organist Lösungsmittel vorgenommen, z.B. einem niederen aliphatischen Alkohol. Als Säuren verwendet man bevorzugt verdünnte Mineralsauren, wie Halogenwasserstoffsäuren oder Schwefelsäure.
Die nach den Verfahren a, b, c und d erhaltenen Reaktionsprodu] werden aus den Reaktionsansätzen mit Hilfe bekannter Methoden isoliert. Gegebenenfalls können die so erhaltenen Rohprodukte noch unter Anwendung besonderer Verfahren, z.B. durch Säulenchromatographie, gereinigt werden, ehe man sie in Form der Bas» oder geeigneter Säureadditionsverbindungen kristallisiert.
Die für die Verfahren a, b und c eingesetzten Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel II, IV und VI können auf folgend« T,vege hergestellt v/erden: Nortropinon der Formel VIII ist nach c Verfahren der GB-PS 1 167 688 erhältlich. Durch Benzylierung G oder Äthoxycarbonylierung (B) erhält man die substituierten No] tropinone der Formel IX und X. Aus diesen werden die entspreche den Nortropanole der allgemeinen Formeln XI und XII durch Reak~
ait Lithiurnphenylen hergestellt. Als Lösungsmittel dienen Benzol, toluol, Petroläther oder "Äther. Die Reaktionstemperaturen dürfen sinen kritischen Bereich nicht überschreiten und liegen bei 35° bis -150C Die Spaltung zu den Nortropanolen der allgemeinen "ormel II erfolgt nach dem Weg A durch katalytische Entbenzyl-.ierung über Metallkatalysatoren wie Palladium/Kohle. Die Lösungsmittel sind in weiten Grenzen variierbar; günstig sind Alkohole rie Methanol, Äthanol oder i-Propanol. Der Druckbereich ist be- ;renzt auf maximal 5 bar. Der Temperaturbereich ist variabel, ollte aber 500C nicht überschreiten.
uf dem V/eg B werden die Nortropanole der allgemeinen Formel 11 urch Verseifung der Verbindungen der Formel XII erhalten. Die erseifungsbedingungen sind in weiten Grenzen variabel. Vorugsweise verwendet man Kalilauge oder Natronlauge in Alkohol/ asser-Gemischen. Auch der Temperaturbereich ist unkristisch, orteilhaft ist Rückflußkochen.
Weg A
VIII
vv — CH2N
IX
Li-<
-> C9HcOCON. _ .
C0H1-OCON
XI
HN
OH
II
Ausgangsverbindungen der Formel VII erhält man nach Verfahren i durch Alkylierung eines 3-Phenyl-3-nortropanols der allgemeine! Formel II mit einem Alkyierungsmittel der allgemeinen Formel
xii:
worin Ar und Y wie oben angegeben definiert sind.
Die erfindungsgemäßen 8-Arylalkyl-3-phenyl-^-nortropanole der allgemeinen Formel I können auf übliche v/eise in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze überführt v/erden. Zur Salzbildung geeignete Säuren sind beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Capronsäure, Valeriansäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Milchsäure, Wein- j säure, Zitronensäure, Apfelsäure, Benzoesäure, p-Hydroxybenzoesäure, p-Aminobenzoesäure, Phthalsäure, Zimtsäure, Salicylsäure, Ascorbinsäure, Methansulfonsäure, 8-Chlortheophyllin und dergleichen.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I zeigen das typische Wirkungsbild der Neuroleptika und sollen daher als ZNS-dämpfende Mittel>als Sedativa und Tranquilizer eingesetzt werden. Gegenüber dem strukturverwandten,gleichfalls neuroleptisch' wirkenden Haioperidol (1-(3-p-Fluorbenzoylpropyl)-4-p-chlorphenyl 4-hydroxypiperidin) zeigen die neuen Verbindungen ein günstigeres Wirkungsprof il.
Die Verbindungen wurden im Apomorpliin-Klettertest an der Haus nach B. Costall et al., Europ. J. Pharmacol. 50, 59 ff (1978) untersucht. Sie zeigen starke apomorphinantagonistische Wirkungen,j die die Wirkungen von Haloperidol vielfach beträchtlich übertreffen. Diese Eigenschaften lassen nach dem Stand der Technik neuroleptische Wirkungen am Menschen erwarten. Aussagen über Nebenwirkungen wie Sedation oder Störungen der Motokoordination konnten mit Hilfe folgender Te st anordnungen gemacht v/erden: Die Motilitätsprüfung an Mäusen nach T.H. Svensson und G. Thieme, Psychopharmacol. (Berlin) 14, 157 ff (1969) gibt Hinweise auf Sedation. Der Ataxietest am rotierenden Stab (Rotarod) bei Mäusen nach N.W. Dunham und T.S. Miya, J. Amer. Pharm. Assoc". · Sei. Ed., 46, 208 ff (1957) erlaubt Aussagen über Störungen der Motokoordination. Bezüglich der Nebenwirkungen verhalten
235284
- ίο -
sich die erfindungsgemäßen Verbindungen günstiger als die Vergleichssubstanz Haloperidol.
Zur biochemischen Charakterisierung der erfindungsgemäßen Verbindungen dienten BindungsStudien an Ratten. So wurden die .Substanzen im "Ή-Spiroperidol-Bindungstest (Bindungstest mit tritium-markiertem 8-[3-(p-Fluorbenzoyl)-propyl]-l-phenyl-l,3,8 triazaspiro[4,5]decan-4-on) an Synaptosomen-Präparationen aus Rattenhirn (otriatum) nach J. Creese, D.R. Burt und S.H. Snyder Science 188, 1217 (1975) untersucht. Sie zeigen ein gegenüber d Haloperidol vielfach besseres Bindungsverhalten und sind somit als stark wirksame Neuroleptika charakterisiert. Außerdem erfolgten Untersuchungen über a-adrenerge und oc-adrenolytische Eigenschaften mit Hilfe von tritium-markiertem 2-[2-(2!,6'-Dimethoxy-phenoxy)-ethyl-amino-methyl]-benzodioxanhydrochlorid, einen a-adrenergen Antagonisten. In diesem Bindungstest zeigen die erfindungsgemäßen Verbindungen vielfach dem Haloperidol übe: legene Eigenschaften (D.C. U'Prichard, D.A. C-reenberg und S.H. Snyder, Mol. Pharmacol. 13, 454 ff (1977)). Untersuchungen auf muscarinisch anticholinerge Bindungseigenschaften wurden in Bindungstesten mit tritium-markiertem 3-Quinuclidinyl-benzilat nach Yamamura und S.H. Snyder, Proceed. Nat. Acad. Sei. USA, 71 1725 -.1729 (1974) durchgeführt. Hier zeigen die erfindungsgernä. Verbindungen teilweise stärkere anticholinerge Bindungseigenschaften als Haloperidol.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I können allein oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen zur Anwendung gelangen. Geeignete Anwendungsformen sind beispielsweise Tabletten, Kapseln, Zäpfchen, Lösungen, Säfte, Emulsionen oder dispersible Pulver. Entsprechende Tabletten können beispielsweise durch Mischen des oder der Wirkstoffe mit bekannten Hilfsstoffen,beispielsweise inerten Verbindungsmitteln, v/ie Calciumcarbonat, Calciumphosphat oder Milchzucker, Sprengmittel] wie Maisstärke,Alginsäure, Bindemitteln wie Stärke oder Gelatin Schmiermitteln wie Magnesiumstearat oder Talkum und/oder Mittel:
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zur Erzielung eines Depoteffektes wie Carboxypolyinethylen, Carboxymethylcellulose, Celluloseacetatphthalat oder Polyvinylacetat erhalten werden.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Pormel I können enteral oder parenteral angewandt werden· Bei oraler Verabreichung haben sich Einzeldosierungen von 0,5 - 10 mgj vorzugsweise 1 - 5 mg als zweckmäßig erwiesen»
Ausführungsbei spiel
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beispielen näher erläutert·
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung in nicht, beschränkender Weise»
A» Vorprodukte und Ausgangsverbindungen 8-Benzylnortropinon
161,6 g (1 Mol) Hortropinonhydrochlorid (nach GB-PS 1 167 688 aus dem Tropinon durch Phosgen-Entmethylierung hergestellt), 139*2 g (1,1 Mol) Benzylchlorid, 336 g (4 Mol) Hatriumbicarbonat und 16,6 g (0,1 Mol) Kaliumiodid werden in 1600. ml absolutem Dimethylformamid 1,5 Stunden bei 100 0C gerührt« Anschließend wird das Lösungsmittel abdestilliert, der Rückstand in 1,5 Liter Essigester suspendiert und dreimal mit je 500 ml Wasser kräftig geschüttelt. Die Essigesterphase wird über Magnesiumsulfat getrocknet, abfiltriert und eingeengt* Das verbleibende Öl löst man in 700 ml Äthanol und versetzt die Lösung mit 390 ml 2,5 Ii äthanolischer Salzsäure» Das auskristallisierte Salz wird nach dem Abkühlen abgesaugt, einmal mit 50 ml eiskaltem Äthanol und dreimal mit je 50 ml Äthanol/Äther
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1i1 gewaschen» Es werden 201,4 g weiße Kristalle in einer Ausbeute von 80 % der Theorie mit einem Schmelzpunkt von 195 - 196 0C gewonnen.
1417 χ HCl ber« C 66,79 .H 7,21 Έ 5,56 Cl 14,08 (MW: 251,75) gef· 66,40 7,58 5sO6 14,11
8-Carbäthoxinortropinon
161,6 g (1 Mol) Ifortropinon-hydrochlorid werden mit 252,7 g (2,5 Mol) Triethylamin in 1450 ml absolutem Methylenchlorid
- 12 - . j
vorgelegt und mit 119,4 g (1,1 Mol) Chlorameisensäureäthylester, gelöst in 600 ml absolutem Methylenchlorid, tropfenweise innerhalb von 30 min versetzt. Dabei steigt die Temperatur auf 400C. Die Mischung wird 4 Stunden bei Zimmertemperatur nachgerührt. Anschließend wird die Suspension einmal mit 500 ml V/asser unter Zufügen von etwas Eis, zweimal mit je 500 ml verdünnter Salzsäure und nochmals zweimal mit je 500 ml Wasser kräftig geschüttelt. Die organische Phase saugt man nach dem Trocknen mit j Magnesiumsulfat ab und filtriert die braune Lösung, über 50 g Kieselgel. Am Rotationsverdampfer wird dann bei 400C eingeengt. Es bleiben 178,5 g eines farblosen Öles in einer Ausbeute von 90,5 /o, das sofort weiter umgesetzt wird.
Zu 100 ml einer 1,6 N Lithiumbutyllösung in Hexan (0,16 Mol) werden unter Stickstoff bei -35° C in 200 ml Äther innerhalb von 10 min 38,3 g p-Brombenzotrifluorid (0,17. Mol) in 100 ml Äther getropft. Nach 5 min gibt man sehr schnell 25,8 g (0,12 Mol) 8-Benzylnortropinon in 150 ml Äther bei -400C dazu. Das Reaktionsgemisch bleibt 1 Stunde bei -40 bis -1O0C und wird -anschließend vorsichtig auf 200 ml Wasser gegeben, das 10 g Ainmoniumchlorid enthält. Die Ätherphase wird abgetrennt, einmal mit 100 ml einer 1 N Ammoniumchloridlösung und zweimal mit je 100 ml Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen über Magnesiumsulfat wird die Lösung abgesaugt, über 200 g Kieselgel filtriert und eingeengt. Der verbleibende Rückstand wird in 25 ml Äthanol gelöst, mit molarer Menge alkoholischer Methansulfonsäure und wenig Äther versetzt. Nach einiger Zeit kristallisiert das Methansulfonat aus, das filtriert und mit Alkohol/Äther gut gewaschen v/ird. Man erhält auf diese Weise 37,3 g des Methansulfonates entsprechend einer Ausbeute von 68 % der Theorie mit einem Schmelzpunkt von 2500C.
C21H22F3NO χ CH3SO3H ber. C 57,76 H 5,73 F 12,46 N 3,06 (Ml·/: 457,44) gef. 57,63 5,51 12,50 2,86
Auf diese Weise wurden die folgenden Verbindungen hergestellt:
Fp. 0C 8-Benzyl-3-phenyl-3-nortropanol-methansulfonat - 220°
8-Benzyl-3- (4-f luorphenyl )-3-nortropanol-methan-
sulfonat ' 221°
8-Benzyl-3-(4-methylphenyl)-3-nortropanol-hydro-
chlorid . 237°
8-Benzyl-3-(4-methoxyphenyl)-3-nortropanol-hydro-
Chlorid ' 196°
8-Benzyl-3-(3-trifluormethylphenyl)-3-nortropanol-
methansulfonat 229 - 230°
8-Carbätho.xi-3- (^-chlorghen^l )-3-nortroganol
Man legt 100 ml einer 1,6 molaren Butyllithium-Hexanlösung in 200 ml absolutem Äther vor. Bei -350C und unter Stickstoff werden innerhalb von 10 min. 32,5 g (0,17 Mol) p-Chlorbrombenzol in 100 ml Äther dazugetropft. Wach 5 min Rühren gibt man 23,7 g (0,12 Mol) frisch bereitetes 8-Carbäthoxinortropinon in 150 ml Äther sehr schnell dazu. Dabei steigt die Temperatur auf -150C, Die Suspension wird v/ieder auf -35 C abgekühlt und erst innerhalb von 1 1/2 Stunden auf +1O0C erwärmt. Die Lösung zersetzt man vorsichtig mit 200 ml Wasser. Dabei wird mit 10 g Ammoniumchlorid abgepuffert. Die Ätherphase wäscht man noch dreimal mit jeweils 100 ml Wasser. Anschließend wird die organische Phase mit Magnesiumsulfat getrocknet, abgesaugt und am Rotationsverdampfer bei 4O0C eingeengt. In 250 ml Methylenchlorid/Methanol (98/2) löst sich der Rückstand, der über 500 g Kieselgel filtriert und eingeengt wird. Der Rückstand kristallisiert aus Äther/Petroläther (40/60) und ergibt 13,6 g weiße Kristalle entsprechend einer Ausbeute von 36,6 % mit einem Schmelzpunkt von 1150C.
Gl6H20C1N03 ber# C 62>03 H 6>51 G1 1Ί-'45 N. 4,52 (MW: 309,79) gef. 62,32 6,65 11,40 4,47
235284 k -i4-
Entsprechend wurden folgende Verbindungen erhalten: .
Fp. 0C
8-Carbäthoxi- 3- (4-chlor-3-trif luormethylphenyl) -3-nortropanol I670
8-Carbäthoxi-3-phenyl-3-nortropanol 104°
5-(4-Trixluormethylphenyl)-5-nortropanol-methansulfonat 14 g (0,031 Hol) 8-Benzyl-3-(4-trifluormethylphenyl)-3-nortropanol-methansulfonat v/erden in 140 ml Methanol gelöst, mit 1,4 g 5 % Palladium/Kohle versetzt und bei 5 bar und 50°C hydriert. Nach 2 Stunden ist die Wasserstoffaufnahme beendet. Die warme Lösung wird abgesaugt und am Rotationsverdampfer bei 500C eingeengt. Der Rückstand kristallisiert aus Isopropan Dabei erhält man 9,6 g weiße Kristalle entsprechend einer Aus-
beute von 85 ,4 % mit einem Schmelzpunkt von 273°C F 15 ,52 N 3,
C14H16F3NO χ CH3SO3H ber C 49,04 H 5,49 15 ,76 3,
(MW: 367,38) gef 48,85 5,22
Analog wurden die folgenden Verbindungen erhalten: .
Fp. 0C
3-Phenyl-3-nortropanol-methansulfonat 216 - 217° 3-(4-Fluorphenyl)-3-nortropanol-methansulfonat 229°
3-(4-Methylphenyl)-3-nortropanol-hydrochlorid 252°
3-(4-Metho:d.phenyl)-3-nortropanol-hydrochlorid . 216°
3-(3-Trifluorphenyl)-3-nortropanol-methansulfonat 207°
18,6 g (0,06 Mol) 8-Carbätho:ci-3-(4-chlorphenyl)-3-nortropanol werden zusammen mit 19,4 g (0,35 Mol) Kaliunihydroxid in einem Gemisch aus 190 ml i-Propanol und 12,5 ml Wasser 70 Stunden unter Rückfluß gerührt. Dann versetzt man mit 200 ml Wasser' und neutralisiert mit Eisessig. Nach 1/2 Stunde Rühren engt
Γ*
- 15 -
man im Vakuum am Rotationsverdampfer ein. Der Rückstand löst · sich in 150 ml 10 Joiger Methansulf ons äure, die Lösung wird zweimal mit je 100 ml Äther geschüttelt. Aus dieser Ätherphase können 9 g Ausgangsverbindung zurückerhalten werden.
Die saure wäßrige Phase ergibt nach Alkalischstellen mit konzentrierter Kalilauge und Ausschütteln mit dreimal je 150 ml Methylenchlorid, das 5 % Butanol enthält, einen Rückstände Dieser wird in Äthanol gelöst und mit molarer Menge äthanolischer Salzsäure versetzt. Nach Zugabe von wenig Äther kristallisieren 6,3 g Hydrochloric!, in einer Ausbeute-von 38,3 % mit einem Schmelzpunkt von 2710C.
χ HCl ber. C 56^94 H 6,25 Cl 25,86 N 5,11 (M¥:~274,19) gef. 57,10 6,29 25,87 5,12
Analog wurden folgende Verbindungen erhalten:
3-Phenyl-3-nortropanol-hydrochlorid . 216 - 217°
3-(4-Chlor-3-trifluormethylphenyl)-3-nortropanolmethansulfonat - 195°
16,1 g (0,1 Mol) Nortropinonhydrochlorid werden zusammen mit 30,9 g (0,11 Mol) 4,4-Bis-4'-Fluorphenylbutylchlorid, 25,4 g (0,3 Mol) Natriumbicarbonat und 5 g Kaliumiodid in 250 ml Dimethylformamid 4 Std. auf IQO0C unter Rühren erhitzt. Danach wird das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer bei 700C entfernt. Der Rückstand wird in 200 ml Essigester aufgenommen und mit je 100 ml V/asser zweimal gewaschen. Die organische Phase j
wird über Natriumsulfat getrocknet und über 10-g Kieselgel j filtriert. Anschließend engt man am Rotationsverdampfer ein. i Der Rückstand wird in Äthanol gelöst und mit 0,1 Mol äthanolischerj Salzsäure in leichtem Überschuß versetzt. Ss kristallisiert
235284 4
- 16 -
das Hydrochloric!, das einmal aus Äthanol umkristallisiert wire Man erhält 18,6 g obiger Verbindung in einer Ausbeute von 45,7 % mit einem Schmelzpunkt von 2100C.
C23H25F2NO X HCl ber. C 68,05 H 6,46 Cl 8,74 N 3,45 (MW: 405,90) gef. 68,02 6,60 8,84 3,42
16,2 g (0,·1 Mol) Nortropinon-hydrochlorid werden zusammen mit 26,9 g (0,11 Mol) jithylenketäl des 4-Chlor-4'-fluorphenylbutyrophenon, 25,4 g (0,3 Mol) Natriumbicarbonat und 5 g Kalii Öodid in 250 ml Dimethylformamid 3 Std. auf 1000C. unter Rührer erhitzt. Danach wird das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer bei 7O0C entfernt. Der Rückstand wird in 200 ml Essigester aufgenommen und mit je 100 ml Wasser zweimal gewaschen, getrocknet und eingeengt. Den Rückstand löst man ,in 500 ml 2 N Salzsäure unter Zusatz von 500 ml Äthanol und erwärmt 1 Stunde auf 500C unter Rühren. Anschließend wird die Lösung bei 500C am Rotationsverdampfer eingeengt.
Man stellt unter Eiskühlung mit 50 ml konzentriertem Ammoniak alkalisch und schüttelt 3 mal mit Je 100 ml Methylenchlorid . aus. Die organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet und über 10 g Kieselgel filtriert. Anschließend engt man am Rotationsverdampfer ein. Der Rückstand wird in Äthanol gelöst, mit 0,1 Mol äthanolischer Salzsäure in leichtem Überschuß versetzt und das Hydrochlorid kristallisiert. Man saugt ab und kristallisiert nochmals aus Äthanol um, wobei man 17,5 g obiger Verbindung in einer Ausbeute von 53,8 % mit einem Schmelzpunkt von 173°C erhält.
qFN" O2 χ HCl ber. C 62, 67 H 6, 50 F 5 ,83 N 4, 30
325 ,81) gef. 62, 46 6, 47 5 ,82 4, 23
O £ Q H ®k -17-
3. Herstellungsbeispiele
Beispiel 1 (Verfahren a und d)
8-J[4-2-Fluorpheny_l-4-oxobuty_l )-3- (4-chlorghen^l )-3-nortro"oanol-
27,4 g (OjI Mol) 3-(4~Chlorphenyl)-3-nortropanolhydrochlorid werden zusammen mit 26,9 g (0,1 Mol) Äthylenketal des 4-Chlor-4f-fluorphenylbutyrophenon, 25,4g (0,3 Mol) Natriumbicarbonat und 5 g Kaliumiodid in 250 ml Dimethylformamid 5 Stunden auf 1000C unter Rühren erhitzt, Danen wird das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer bei 700C entfernt. Der Rückstand wird in 200 ml Essigester aufgenommen, mit je 100 ml Wasser zweimal gewaschen und eingeengt. Der Rückstand wird in 500 ml 2 N Salz säure und 500 ml Äthanol gelöst. Die Salzsäure-Lösung erwärmt man 30 min auf 50 C. Nach dem Abkühlen engt man ein. Den Rückstand stellt man unter Eiskühlung mit 50 ml konzentiertem Ammoniak alkalisch und schüttelt dreimal mit je 100 ml Methylenchlorid j aus. Die organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet und j über 10 g Kieselgel filtriert. Anschließend engt man am Rotations-] verdampfer ein. Der Rückstand wird in 50 ml Äthanol gelöst, mit 0,1 Mol äthanolischer Salzsäure und dann mit Äther versetzt, so daß die Trübung gerade wieder verschwindet. Man erhält 24,5 g obiger' Verbindung in einer Ausbeute von 56 % mit einem Schmelzpunkt von 244°C.
C23H25ClFNO2 χ HCl ber. C 63,01 H 5,98 Cl l6,18 F 4,33 N 3,20 (W,i: 433,36) gef. 62,88 5,64 15,76 4,28 2,91
Analog dem Beispiel 1 wurden die in der Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen hergestellt. Sie leiten sich von der allgemeinen Formel ab.
Ar-X-(CH0UN
35284
0^ - 18 ·- Tabelle 1: Verbindungen der allgemeinen Formel I
Beispiel
Ar
R Schmelzpunkt: C Sa
3 4 5 6
10 11 12 13 14 15
16
>C0
>co
-GO >C0
>co >co
>G0
>CH-C=N -0-
-ίΐΕΐ-
>CH-OH
OH
H. 228
H 229
H 217
H 211 - 212
H 268
H 249
H 201 - 203
237
H 199 - 200
H 143
H 193 - 194
H 160
H 146 - 148
265
202
266
2Η( Ηί HC HC HC
2HC HC KC
- 19 -
Beisniel Ar R SchmelzDkt.: C Salz
17 18 19 20
23 24. 25 26
29 30
F-
>CH-OH
OH
CaN
^CH-CN
>CH-0H
OH
C=N ^CH-CN
4-CF
4-CF,
4-CF
4-CF:
4-Cl
210 144 252 232 262
2SO
127
CH-SCH
CH,SO-H
nzs on, rr 3 D
HCl
HCl
HCl
Base
4-F 226 CH7SOJH 3 D
4-F 199 CH3SO3H
4-F 225 CH3SO3H
4-F 227 HCl j
4-F 215 HCl
4-F 259 HCl
4-Cl 173 CH3SO3H
- 20 -
Ar R Schmelztet. : C
Sal:
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41
42
43 44 45
F-
-Q
-0-
—S—
-NH-
-co
>co
>co
>CH-0H
OK
>C0
>C0
>C0
4-Cl
4-Cl
4-Cl
4-Cl
4-Cl 4-Cl 4-Cl 4-Cl 4-Cl 4-Cl
4-Cl
238
204
196
197
4-Cl 228 - 229
273
220
227
205
219
227
258
4_Gl+3-CF^ 183
4-C1+3-CF- 202
CH3SO5]
CH3SO3]
2HCl
CH^SO-J
4-C1+3-CF
240
HCl
CH3SO3I
CH3SO3I
H^SO^ j j
HCl HCl
HCl
CH3SO3I
CH^SO-,1 HCl
.Beispiel Ar
bcnenlzOiTC. : υ ^aIz
F-Q
F-ζ^ F-M ^
4-C1+3-CF-
•"Ο"™
4-C1+3-CF,
>CH-0H . 4-G1+3-GF:
OH
CN >C0
>G0
-O-
S—
KH-
Λ-F 3-CF,
-GF
3-GF3
3-CF 117
170
?-f\- -Wd- 4-01+3-CF,. 184 - 185
120
238 ,
300
219 -
194
192 -
Base
CH3SO3H
ίΐ·τθυ-
2HCl
HGl _ 147 HGl
HGl
GH-SO7H D J
HCl
Base
CH-30-H
CH^SO-H D D
2HGl
."!76 CH-SC-
176
35284
- 22 -
Beispiel
R Schmelzplrt. :
61 62 63 64
65 66
67
68
69 70 71 72 73 74
>CK-OH
OH
CN
3-CF:
3-CF:
3-CF
3-CF3
4-CK
>CH-C=N 4-CH
-"CH-(ZVF 4-CK-
-NH-
>co >co >co >co >co
4-CH3
4-CH5
4-CH-
4-CH
^TJ
·—uri-
4-OCH,
4-0CH-
4-OCH-
- 173 CH^SC
231 207
285
203 194
227
215 181 212 205 180 143 166 184
CH3SC
CH-.3C D
CH3SC
2HC CE,S'C
CH3SC
CH-,3C
CH-.SC D
- 23 -
BeisiDiel
Ar :i R Schmeizpkt.: 0C Salz j
77
79 80 81 82
33
-NH- ^CH-OH
>CH-C5N 4-OCK, 4-OCH, 4-OCH3 4-OCH3 4-OCH3 4-OCH,
4""0CH3
152 195
177
172
191 130 207
219
CH-SCH
CH3SCH
CH-,SO-H D D
CH,SO,H 3 3 ι
2HCl HCl HCl I
HCl
235284 A-2*-
Beispiel 84 (Verfahren b)
N-£4 f 4-Bis-p-FluorphenYlbutvl )-3-^4-f luorphen^l^-^-nortrcganolmethansulfonat
Unter Stickstoff werden 50 ml einer 0,16 molaren Butyllithium-Hexanlösung in 100 ml Äther vorgelegt und bei -350C mit 14,9 g (0,085 Mol) p-Fluorbrombenzol in 50 ml Äther innerhalb von 10 min versetzt. Nach weiteren 5 min kräftigem Rühren bei -35 C gibt man 14,8 g (0,04 Mol) N-(4,4-Bis-4f-Flucrphenylbutyl)-nortropinon in 70 ml Äther schnell dazu und läßt 1 Stunde bei dieser Temperatur nachreagieren. Anschließend wird die Lösung auf 100 ml V/asser unter Zugabe von 50 g Ammoniumchlorid gegeben. Die Ätherphase wird dreimal mit je 50 ml Wasser gut gewaschen, getrocknet über Magnesiumsulfat und eingeengt. Der Rückstand wird in 200 ml Petroläther suspendiert und die Lösung abdekantiert. Der Rückstand löst sich in Äthanol auf. Zugabe von molarer'Menge Methansulf onsäure in Äthanol kristallisiert das Methansulfonat obiger Verbindung, das aus wenig Äthanol umkristallisiert wird. Man erhält 12,4 g in einer Ausbeute von 55,1 % mit einem Schmelzpunkt von 2260C (identisch mit 3eispiel 25).
3 χ CH3SCUH ber. C 64,15 H 6,10 F 10,15 .M 2,49 561,65) gef. 64,37 . 6,12 9,84 2,36
235284
Beispiel 85: (Verfahren c)
Unter Stickstoff werden 50 ml (0,08 Hol) n-3utyllithium/Hexan-Lö'sung in 100 ml absolutem Äther vorgelegt. Dazu tropft man bei -350C 14,9 g (0,085 Mol) p-Fluorbrombenzol in 50 ml iither innerhalb von 10 Minuten dazu. Nach v/eiteren 5 Minuten werden 7,2 g ('0,025 Mol) N-(4-Fluorphenyl-4-oxobutyl)-nortropinon-Base in 30 ml Äther innerhalb von 5 Minuten schnell dazugetropft. Bei -40 bis -25 G läßt man 1 Stunde nachreagieren. Die Suspension wird auf 100 ml Wasser, dem 40 g Ammoniumchlorid zugefügt sind, gegossen« Die Ätherphase wird abgetrennt, dreimal mit je 50 ml Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wird in 200 ml Petroläther (Kp0: 40 - 6O0C) verrührt und abdekantiert. Der Rückstand wird in Äthanol gelöst, mit äthanolischer Salzsäure versetzt und durch Zugabe von Äther kristallisiert. Der Rückstand wird mehrmals aus Alkohol/Äther kristallisiert. Man erhält 1,4 g Hydrochlorid der obigen Verbindung in einer Ausbeute von 10,8 % mit einem Schmelzpunkt von 2150C. Die Verbindung ist mit Beispiel 27 identisch.
29302 HCl ber. C 67,24 H 6,03 F 11,00 N 2,70
(MW: 518,00) gef. 67,26 6,13 10,95 2,54
H - 26 -
C. Pharmazeutische Formulierungsbeispiele
a) Dragees
1 Drageekern enthält:
Wirkstoff gemäß vorliegender Erfindung 2,On
Milchzucker 28,5 π
Maisstärke 17,0 η
Gelatine . - 2,0 η
Magnesiumstearat 0,5 ε
Herstellung:
Die Mischung der Wirksubstanz mit Milchzucker und Maisstärke wird mit einer 10r/iigen wässrigen Gelatinelösung durch ein Sieb mit 1 mm Maschenweite granuliert, bei 4O0C getrocknet und nochmals durch ein Sieb getrieben. Das so erhaltene Granulat wird mit Magnesiumstearat gemischt und verpreßt. Die se erhaltenen Kerne werden in üblicher Weise mit einer Hülle überzogen, die mit Hilfe einer wässrigen Suspension von Zucker, Titandioxid, Talkum und Gummi arabicum aufgebracht wird. Die fertigen Dragee werden mit Bienenwachs poliert
Dragee-Endgewicht: 100 mg.
b) Tabletten
Wirkstoff gemäß vorliegender Erfindung 2,Or
Milchzucker ' 55,0 ι
Maisstärke 38,0 r
lösliche Stärke 4,0 ι
Magnesiumstearat - 1,Or
. .. . 100,0 r
235284
-27-
Herstellung:
Wirkstoff und Mägnesiumstearat werden mit einer wässrigen Lösung der löslichen Stärke granuliert, das Granulat getrocknet und innig mit Milchzucker und Maisstärke vermischt. Das Gemisch wird sodann zu Tabletten von 100 mg Gewicht verpreßt, die 2 mg Wirkstoff enthalten.
c) Suppositoryen
1 Zäpfchen enthält:
Wirkstoff gemäß vorliegender Erfindung 1,0 mg
Zäpfcheninasse 1699,0 mg
Herstellung:
Die feingepulverte Substanz wird mit Hilfe eines Sintauch-Homogenisators in die geschmolzene und auf 400G abgekühlte Zäpfchenmasse eingerührt. Die Masse wird bei 350C in leicht vorgekühlte Formen gegossen.
d) Ampullen
Wirkstoff gemäß vorliegender Erfindung 2,0 mg
Natriumchlorid 18,0 mg
destilliertes Wasser ad 2,0 ml
Herstellung:
Wirkstoff und Natriumchlorid werden in Wasser gelöst, die Lösungfrei von suspendierten Partikeln filtriert und in 2 ecm-Ampullen unter aseptischen Bedingungen abgefüllt. Zuletzt werden die Ampullen sterilisiert und verschlossen
Jede Ampulle enthält 2 mg Wirkstoff.

Claims (5)

28 12·5·.1982 AP C 07 D/235 284/4 60 022/18 Erfindungsanspruch
1
wobei R Wasserstoff, Fluor, Brom, Methyl oder Methoxy
ist; und
Σ die Reste >CO, >CH-CN, >CH-OH, >CH-<
- // V-P oder -0-, -S- oder -MH
bedeutet; und
R Wasserstoff oder 4-Pluor, 4-Chlor, 4-Tri fluorine thy I, 3-Trifluormethyl, 3-Trifluormethyl-4-chlor, 4-Methyl oder 4-Methoxy bedeutet, und von deren Säureadditionssalzen, gekennzeichnet dadurch, daß man
235284
29
12.5.1982
AP C 07 D/235 284/4
60 022/18
a) ein 3-Phenyl-3-nortropanol der allgemeinen Pormel
II
U-*
worin R die oben genannte Bedeutting hat, mit einem Alkylierungsmittel der allgemeinen Pormel
Ar-X-CH2-CH2-CH2-Y
III
umsetzt,
worin Y ein Halogenatom oder einen Alkylbenzolsulfonyloxyrest bedeutet und Ar und X wie oben angegeben definiert sind; oder
b) zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen
Pormel I, worin X'die Gruppen r ^ , -0-
Vp oder -S- \z=zj bedeutet,
ein S-Arylalkyl-nortropin-3-on der allgemeinen Pormel
Ar-X·-CH0-CH0-CH0-I
worin X! die Gruppen >CH-
P, -0- oder -S- be-
deutet und Ar wie oben angegeben definiert ist, mit einer Iith.iumph.eny!-Verbindung der allgemeinen Pormel
12·5·1982
AP G 07 D/235 284/4
60 022/18
umsetzt j
worin R die oben genannte Bedeutung hat; oder
c) zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin X die Gruppe und R 4-
bedeuten, ein 8~Aro.ylpropyl-nortropin-3-on der allgemeinen Formel
Ar-CO-CH2-CH2-GH2-Ii
VI
worin Ar die oben angegebene Bedeutung hat, mit mindestens 2 Molen 4~Slluorpheny 1-lithium umsetzt; oder
d) zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin X die GO-Gruppe bedeutet, ein 8-Arylalkyl· 3-phenyl-3-nortropanol der allgemeinen Formel
VII
Ar-C-CH0-CH0-CH0-I ^- \ c. 2 2 \ O O
1V
worin Ar und R die oben genannten Bedeutungen besitzen, mit verdünnten Säuren umsetzt; und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen in ihre Säureadditionssalze
überführt«.
2352 8 4 4-
12·5·1982
AP C 07 D/235 284/4 60 022/18
1. Verfahren zur Herstellung von 8-Arylalkyl-3-phenyl-3~ nortropanolen der allgemeinen Formel
worin
Ar einen Rest der Teilformel -
oder
bedeutet,
2» Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß man die Umsetzungen a) und d) in Gegenwart eines säurebindenden Stoffes durchführt*
3· Verfahren nach Punkt 1 und/oder 2, gekennzeichnet dadurcüj daß man die Umsetzung a) bei Temperaturen von 50 bis 150 0C, die Umsetzung b) und c) bei Temperaturen von -40 bis -15 0C durchführt.
4* Verfahren nach einem dei* vorhergehenden Punkte 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß man die Umsetzungen in einem inerten Lösungsmittel vornimmt«
5· Verfahren zur Eerstellung von pharmazeutischen Zubereitungen, gekennzeichnet dadurch, daß man Verbindungen der Formel.I nach Punkt 1 mit üblichen galenischen Hilfsund Trägers tof fen zu üblichen pharmazeutischen Darreichungsformen verarbeitet»
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