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DD206079A1 - Flammenschutzmittel - Google Patents

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Publication number
DD206079A1
DD206079A1 DD23905182A DD23905182A DD206079A1 DD 206079 A1 DD206079 A1 DD 206079A1 DD 23905182 A DD23905182 A DD 23905182A DD 23905182 A DD23905182 A DD 23905182A DD 206079 A1 DD206079 A1 DD 206079A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
water
phosphate
soluble substances
substances
ammonium
Prior art date
Application number
DD23905182A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Bussenius
Karl-Heinz Eggert
Walfried Quandt
Original Assignee
Univ Magdeburg Tech
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Univ Magdeburg Tech filed Critical Univ Magdeburg Tech
Priority to DD23905182A priority Critical patent/DD206079A1/de
Publication of DD206079A1 publication Critical patent/DD206079A1/de

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  • Fireproofing Substances (AREA)
  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)

Abstract

DIE ERFINDUNG BETRIFFT EIN FLAMMENSCHUTZMITTEL ZUR LOESCHUNG BZW. VERHINDERUNG VON BRAENDEN, DAS AMMONPHOSPHAT ENTHAELT. ES SOLL EIN WESENTLICH GERINGER AUFWAND FUER MATERIAL UND HERSTELLUNG SOWIE FUER DIE REINIGUNG DES BRANDOBJEKTES ERFORDERLICH SEIN. AUSSERDEM SOLL DIE QUALITAET DES LOESCHVORGANGES ERHOEHT WERDEN. HIERZU IST DER ANTEIL DES TEUREN AMMONPHOHPHATS BEI GEWAEHRLEISTUNG EINES SCHNELLEN, SICHEREN LOESC HENS ZU SENKEN. MIT DEM FLAMMENSCHUTZMITTEL SOLL EIN SICHERER DAUERHAFTER SCHUTZ GEGEN ENTFLAMMEN VON BRANDSTOFFEN ERREICHT WERDEN. WEITERHIN SOLL NACH DEM LOESCHEN AUF VERHAELTNISSMAESSIG EINFACHE WEISE EINE GUTE REINIGUNG DES BRANDOBJEKTES BOEGLICH SEIN. ERFINDUNGSGEMAESS IST DAS AMMONPHOSPHAT UNTER ZUSATZ WEITERER SCHWER BRENNBARER WASSERLOESLICHER SUBSTANZEN IN WASSER GELOEST, WOBEI DER GEWICHTSANTEIL DES AMMONPHOSPHATS UND DER UEBRIGEN SCHWER BRENNBAREN WASSERLOESLICHEN SUBSTANZEN AN DER WAESSRIGEN LOESUNG INSGESAMT ETWA 8 BIS 50 % UND DER GEWICHTSANTEIL DES AMMONPHOSPHATS AN DEM GESAMTANTEIL DER WASSERLOESLICHEN SUBSTANZEN ETWA 40 BIS 60 % BETRAEGT.

Description

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Titel der Erfindung Flammens cliut zmi 11 e 1
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Plammenschutzmittel zur Löschung bzw. Verhinderung von Bränden, das Aimnonphosphat enthält·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Löschmittel in Pulverform, insbesondere unter Verwendung von Aimnonphosphat en, herzustellen· Pulverförmige Löschmittel haben den Nachteil, daß durch das Löschen das Brandobjekt sehr stark verschmutzt wird. Die Beseitigung des Pulvers nach dem Löschen ist mit sehr hohem Aufwand verbunden, daß das Pulver insbesondere wegen der Erhaltung der notwendigen Rieselfähigkeit auch bei längerer Lagerung zum Schutz vor Luftfeuchtigkeit antihygroskopisch gemacht werden muß· Hierdurch ist die Beseitigung des Pulvers durch einfaches Auflösen in Wasser nicht möglich. Dieser Mangel wirkt sich insbesondere bei Maschinen und anderen Gegenständen mit hohem Versperrungsgrad aus. Einerseits ist es schwierig, das Pulver an alle Stellen zu bringen und andererseits ist das eingedrungene Pulver nur sehr schwer wieder zu entfernen, da es nicht wasserlöslich ist. Auf Grund des Schadens, der durch Verbleiben von Pulverteilchen
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entstehen kann, werden pulverförmige Löschmittel bei Vorhandensein von hochwertigen Maschinen, beispielsweise Druckmaschinen, oder Maschinen zur Papierherstellung, nicht verwendet· Auf Grund der Verwendung von Ammonphosphaten und der notwendigen großen Mengen, die durch die konzentrierte Anwendung zum Löschen erforderlich sind, sowie durch das Antihygroskopisch machen ist die Herstellung pulverförmiger Löschmittel verhältnismäßig teuer. Ein wesentlicher weiterer Nachteil besteht darin, daß durch Verwendung der bekannten pulverförmigen Löschmittel eine Rückzündung, die sich aus schwer erkennbaren Glutnestera ergeben kann, nicht auszuschließen ist·
Die Verwendung von Wasser als Löschmittel hat in bestimmten Fällen erst bei längeren Löschzeiten und Verspritzen größerer Mengen, die zu Wasserschäden führen können, die notwendige Wirkung· Eine Rückzündung ist ebenfalls nicht ausgeschlossen·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Flammenschutzmittel zur Löschung bzw. Verhinderung von Bränden, das Ammonphosphat enthält, bei dem ein wesentlich geringerer Aufwand für Material und Herstellung sowie für die Reinigung des Brandobjektes erforderlich ist. Außerdem soll die Qualität des Löschvorganges erhöht werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flammenschutzmittel zur Löschung bzw. Verhinderung von Bränden zu schaffen, das gestattet den Anteil des teuren Ammonphosphats bei weiterer Gewährleistung eines sicheren, schnellen Löschens eines Brandes zu senken. Mit dem Flammenschutzmittel soll ein sicherer dauerhafter Schutz gegen Entflammen von Brandstoffen erreicht werden·
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Weiterhin soll nach dem Löschen auf verhältnismäßig einfache V/eise eine gute Reinigung des Brandobjjektes möglich sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch, gelöst, daß das Ammonphosphat unter Zusatz weiterer schwer brennbarer wasserlöslicher Substanzen in Wasser gelöst ist, wobei der Gewicht sant eil des Ammonphosphats und der übrigen schwer brennbaren wasserlöslichen Substanzen an der wässrigen Lösung insgesamt etwa 8 bis 50 % und der Gewichtsanteil des Ammonphosphat s an dem Gesamtgeteil der wasserlöslichen Substanzen etwa 40 bis 60 % beträgt·
Vorzugsweise beträgt der Gesamtgewichtsanteil der schwer brennbaren wasserlöslichen Substanzen an der wässrigen Lösung 10 bis 15 % und der Gewichtsanteil des Ammonphosphats an dem Gesamtgewichtsanteil der wasserlöslichen Substanzen vorzugsweise 45 bis 55 %. Als schwer brennbare wasserlösliche Sub- : stanzen finden neben Ammonphosphat vorteilhaft Ammonsulphat, Ammonbikarbonat und Harnstoff Verwendung·
Das Plammenschutzmittel kann in der beschriebenen Zusammensetzung sowohl zur Verwendung als Löschmittel als auch zur Verwendung als Streich-, Sprüh- oder Tauchmittel für feste Brandstoffe zum Schutz gegen Entflammen vorgesehen sein.
Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, daß auf Grund der Verminderung des Anteils der teuren schwer brennbaren Substanz Ammonphosphat und auf Grund der besseren Handhabung der wässrigen Salzlösung gegenüber pulverförmigen PlammenschutzmitteIn unter Beibehaltung des guten Löscheffekts gleichzeitig ein hoher Schutz gegen Rückzündung oder Glimmbrände, wie sie insbesondere nach der Löschung von Papier- oder Holzbränden immer wieder auftreten, erreicht wird·
Weiterhin können Plammenschutzmittelreste in Porm der angetrockneten schwer brennbaren wasserlöslichen Substanzen auch an unzugänglichen Stellen durch Wasser verhältnismäßig leicht entfernt werden.
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Das Eindringen der schwer brennbaren Substanzen in den Brandstoff bzw. das Überziehen seiner überfläche mit diesen Substanzen kann vorteilhaft zum vorbeugenden Schutz von Papier, Holz oder andere leicht brennbare Substanzen genutzt werden, insbesondere um bei Papier- oder Holzlagern die Brandgefahr bzw. Brandausweitung wesentlich zu mindern.
Ausführungsbeispiel
nachstehend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden·
Bei einer bewährten Ausführung ist das Flammenschutzmittel
bezogen auf die Gesamtmasse der wasserlöslichen Substanzen
wie folgt zusammengesetztϊ
Ammonphosphat 55 % Gewichtsanteil Ammonsulphat 20 % Gewichtsanteil Ammonbikarbonat 20 % Gewichtsanteil
Harnstoff 5 % Gewichtsanteil
Aus der Gesamtmasse der vorgenannten Substanzen wird durch Auflösung in V/asser eine wässrige Salzlösung mit einer Konzentration von etwa 15 % hergestellt.
Das flüssige Plammenschutzmittel wird beispielsweise beim Brand einer Papiermaschine auf das Brandgut mit Hilfe bekannter Verteilungseinrichtungen aufgetragen. Die bei der Verteilung entstehende Flüssigkeitsnebelwolke gestattet gegenüber einer Pulverwolke in jeder Phase des Brandes eine wesentlich günstigere Brandbekämpfung· Außerdem wird durch den feuerhemmenden Effekt der schwerbrennbaren Substanzen, die bei der Benetzung des Brandgutes während des Löschvorganges in das Brandgut eindringen bzw· auf der Oberfläche gut haften, die bisher mögliche Rückzündung des Brandes verhindert· Störende Flammenschutzmittelreste können auf Grund ihrer Wasserlöslichkeit nach dem Brand aus der Papiermaschine mit Wasser verhältnismäßig leicht entfernt werden.
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Besonders günstig wirkt sich der feuerhemmende Effekt der schwer brennbaren Substanzen, der wässrigen Salzlösung beim Brand eines Papierlagers aus, weil hier bekannterweise die Gefahr der Rückzündung oder eines Glimmbrandes nach dem Lösch-Vorgang besonders groß ist·

Claims (4)

239051 1 Erfindungsanspruch
1. Flammenschutzmittel zur !löschung bzw. Verhinderung von Bränden, das Arnmonphosphat enthält, gekennzeichnet dadurch, daß das Ammonphosphat unter Zusatz weiterer schwer brennbarer wasserlöslicher Substanzen in Wasser gelöst ist, wobei der Gewichtsanteil des Ammonphosphats und der übrigen schwer brennbaren wasserlöslichen Substanzen an der wässrigen Lösung insgesamt etwa 8 bis 50 % und der Gewichtsanteil des Ammonphosphats an dem Gesamtanteil der wasserlöslichen Substanzen etwa 40 bis 60 % beträgt.
2. Flammenschutzmittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Gesamtgewichtsanteil der schwer brennbaren wasserlöslichen Substanzen an der wässrigen Lösung vorzugsweise 10 bis 15 % und der Gewichtsanteil des Ammonphosphats an dem Gesamtgewichtsanteil der wasserlöslichen Substanzen vorzugsweise 45 bis 55 % beträgt·
3· Flammenschutzmittel nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als schwer brennbare wasserlösliche Substanzen neben Ammonphosphat vorteilhaft Ammonsulphat, Ammonbikarbonat und Harnstoff Verwendung finden.
4. Flammenschutzmittel nach Punkt 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß das Flammenschutzmittel sowohl zur Verwendung als Löschmittel als auch zur Verwendung als Sprüh-, Streich- oder Tauchmittel für feste Brandstoffe zum Schutz gegen Entflammen vorgesehen ist.
DD23905182A 1982-04-16 1982-04-16 Flammenschutzmittel DD206079A1 (de)

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