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DD160576A3 - Mittel zur bekaempfung phytopathogener pilze und bakterien - Google Patents

Mittel zur bekaempfung phytopathogener pilze und bakterien Download PDF

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DD160576A3
DD160576A3 DD23114881A DD23114881A DD160576A3 DD 160576 A3 DD160576 A3 DD 160576A3 DD 23114881 A DD23114881 A DD 23114881A DD 23114881 A DD23114881 A DD 23114881A DD 160576 A3 DD160576 A3 DD 160576A3
Authority
DD
German Democratic Republic
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cmb
weight
carbendazim
fungicides
spp
Prior art date
Application number
DD23114881A
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English (en)
Inventor
Lothar Adam
Ursula Albrecht
Ulrich Burth
Axel Kramer
Sieghard Lueck
Rainer Mueller
Lothar Neeb
Hubert Rattba
Wolfgang Weuffen
Original Assignee
Lothar Adam
Ursula Albrecht
Ulrich Burth
Axel Kramer
Sieghard Lueck
Rainer Mueller
Lothar Neeb
Hubert Rattba
Wolfgang Weuffen
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Publication date
Application filed by Lothar Adam, Ursula Albrecht, Ulrich Burth, Axel Kramer, Sieghard Lueck, Rainer Mueller, Lothar Neeb, Hubert Rattba, Wolfgang Weuffen filed Critical Lothar Adam
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Priority to DE8282105548T priority patent/DE3269609D1/de
Priority to AT82105548T priority patent/ATE18332T1/de
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur chemischen Bekaempfung phytopathogener Pilze und Bakterien im Getreide-, Kartoffel-, Obst-, Gemuese- und Zierpflanzenbau, bestehend aus einem synergistisch wirkenden Gemisch des antimikrobiellen Wirkstoffs 2-Chlor-6-methyl-4-benzylphenol mit Fungiziden im Mischungsverhaeltnis von 100:1 bis 1:100, vorzugsweise bei der Anwendung gegen pilzliche und bakterielle Mischinfektionen mit Mischungsverhaeltnis von 5:1 bis 1:50.

Description

231148 3
T itel der Erfindung
Mittel zur Bekämpfung phytopathogener Pilze und Bakterien
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Mittel, die ein fungi- und bakteriostatisch wirksames Phenolderivat und Fungizide als Wirkstoffe enthalten sowie ihre Anwendung zur chemischen Bekämpfung von Mykosen und Bakteriosen im Getreide-, Obst-, Kartoffel-, Gemüse- und Zierpflanzenbau.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Mykosen, und Bakteriosen der Kulturpflanzen verursachen jährlich Ernteverluste und Verluste an gelagertem Erntegut, die auf mehr als 20 Milliarden Dollar geschätzt werden. Heben züchterischen Maßnahmen kommt dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine entscheidende Bedeutung zur Ausschöpfung der hohen Ertragspotenz unserer Kulturpflanzen und zum Schutz des gelagerten Erntegutes zu. Für viele Pflanzenkrankheiten sind noch keine hinreichend wirksamen oder ausreichend praktikable Lösungen bekannt (pilzliche und bakterielle Mischfäulen, Rindenkranldieiten im Obstbau u. a·). Die Ursache ist darin zu suchen, daß zahlreiche Fungizide mit guter Wirksamkeit bei in-vitro-Anwendung unter den Bedingungen des praktischen Einsatzes im Pflanzenschutz versagen. Es ist bekannt, daß zur Bekämpfung von pilzlichen und bakteriellen Mischfäulen an Laiger gut (Kartoffeln) Fungizide, ins-
-BAPR1983*0705O5
16 i 1 4 8 3
besondere Benzimidazolfungizide und hochwirksame Bakterizide (z. B· das in der Humanmedizin verwendete Antibiotikum Chloramphenicol) als Mischpräparat eingesetzt werden (DD-PS 107204, 110423 und 130427)·
Es ist ferner bekannt, daß Phenolderivate, wie Chlorphenol, Pentachlorphenol, Kresol, Chlorkresol, Benzylphenol, Benzylchlorphenol, Thymol fungi- und bakteriostatisch wirksam sind und deshalb zum Teil als Desinfektionsmittel genutzt werden· Diese Phenolderivate können als potentielle Eombinations— partner für Fungizide in Frage kommen» JJ acht eile dieser V er— bindungen sind die teilweise sehr hohe Phytotoxizität und Warmblütertozizität, die ihren Einsatz im Pflanzenschutz ausschließt· Der fungi- und bakteriostatische Wirkstoff 2-Chlor-6-methyl-4-benzylphenol (CiJB) stellt einen neuen Wirkstoff vom Verbindungstyp bekannter antimikrobiell wirksamer Phenole dar, bei dessen Synthese von einem Abfallprodukt (4-Chlor— 2-methylphenol) der Herbizidsynthese ausgegangen wird (DD-PS 131746). CMB zeichnet, sich u, a» durch Wirksamkeit gegen Dermatophyten und hefeähnliche Pilze sowie besonders gegen grampositive Eokkenbakterien aus* Sein Einsatz kann bei sehr guter Warmblüterverträglichkeit als Antiseptikum dermal und oral erfolgen, was zu entsprechenden Aowendungsempfehlungen in der Human- und Veterinärmedizin führte,
Z iel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es,, neue Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung phytopathogener Pilze und Bakterien mit verbesserten Gebrauchswerteigenschaften zu entwickeln, die bei minimaler Phytotosizität und minimaler Warmblütertoxizität eine maximale fungizide und bakterizide Wirkung besitzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung phytopathogener Pilze und Bakterien zu entwickeln, die zum Einsatz gegen scnwerbekämpfbare Mykosen oder Bakteriosen geeignet sind und eine minimale Phytotoid.-zität und eine minimale Warmblütertoxizität aufweisen.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß Gemische von dem fungi- und bakteriostatischen Wirkstoff 2-Chlor-6-methyl-4-benzylphenol (CIvB) mit verschiedenartigen Fungiziden eine ausgezeichnete Bekämpfung pilzlicher und bakterieller Schaderreger einzeln oder in Mischinfektionen ermöglichen und außerdem eine über das für die einzelnen entsprechenden Verbindungen beschriebene Maß hinausgehende Wirkangssteigerung zeigen. Der synergistische Effekt dieser Gemische kann dann., erreicht werden, wenn für die Formulierungen Mischungsverhältnisse des Phenolderivats OMB : Fungizid von 100 : 1 bis 1 : 100 verwendet werden; ein optimaler Effekt wird gegen pilzliche Schaderreger sowie pilzliche und bakterielle Mischinfektionen mit einem Mischungsverhältnis von 1 : 50 bis 1 : 5 erreicht. Der wirkungssteigernde Effekt des Phenolderivats CIiB in Kombination mit Fungiziden wird noch mit Anwendungskonzentrationen von CMB gefunden, die bei alleiniger Anwendung von ClB gegen die entsprechenden Schaderreger ohne Wirkung sind.. Die Grundlage dieses wirksungssteigernden Effekts des Phenolderivats CMB stellt somit ein allgemeines, unspezifisches Prinzip der Wirkungsverbesserung von Fungiziden dar. Zur Anwendung kommen verschiedene Fungizide wie Schwefel, Kupferoxidchlorid, Pentachlornitrobenzol, Dithiocarbamate (Zineb, Maneb, Mancozeb, Fentin-y acetat), Captan, Captafol, Propamocarp, Ozathiine (Carboxin, 0xycarbo3d.n), Benzimidazole (Benomyl, Carbendazim, Thiophanat-Methyl, Thiabendazol,und Fuberidazol), Pyrimidine (Ethirimol, Dimethirimol, Nuarimol und Fenarimol), Morpholine (Tridemorph, Dodemorph, Aldimorph und Fenpropemorph) , Triforine, Pyrazophos, Triadimefon, Triadimenol, Phenapronil, Propiconazol, Trimorphamid, Prochloraz, Dithalimphos, Chloraniformethan, Dichlobutrazol, BÄetalaxyl u. a., mit denen mehr als additive Wirkungen erreicht wurden. Vorzugsweise kommen zur Behandlung von pilzlichen und bakteriellen Misch Infektionen, gegen Rindenerkrankungen im Obstbau usw. Benzimidazolfungizide, Metalasyl, Schwefel oder Dithiocarbamate zur Anwendung. Die erfindungsgemäßen Gemische werden mit den üblichen Träger- und Zusatzstoffen in eine für die Anwendung geeignete Form gebracht. Den erfindungsgemäßen
Mitteln können, weiterhin Zusätze von Insektiziden, Bakteri·- ziden, Viriziden, Sikkanten, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie Mitteln zur Steuerung biologischer Prozesse beigemischt werden, durch die ihr Verwendungszweck zur Pflanzenhygiene und Pflanzenpflege erweitert wird· Die Applikation der vorzugsweise wässrigen Spritzbrühen kann mit einer Vielzahl von Techniken erfolgen·
Ausführungsbeispiele:
Der aufgefundene Synergismus wird mit der als Formulierung oder Tankmischung applizierten erfindungsgemäßen Kombination erhalten.
Ss wurde festgestellt, daß verschiedene Formulierungstypen (Spritzpulver, Stäube, Lösungen, Suspensionen, Emulsionskonzentrate usw.) zur Anwendung kommen können und den vorteilhaften Effekt ergeben· Diese Formulierungen enthalten je nach Typ ein Gemisch aus dem Wirkstoff CMB sowie einem Fungizid, einen oder mehrere inerte Träger (z.B. Kaolin, Glimmer, Bentonit, Sepiolit, Diatomeenerde, synthetische Kieselsäure usw»), Netz-, Dispergier- oder Emulgiermittel (ζ. Ββ Ligninsulfonate, Dinaphthalmethan-disulfonate, PoIyvinylsulfonate,Alkylsuccinate, Natriumsulfit, Alkylbenzole sulfonate, Alkylphenylpolyglykolether usw·), Haftmittel (z. B. Polyvinylalkohole, pflanzliche und tierische Wachse, Albumine, Dextrine, Gummiarabicum, natürliche und synthetische Harze usw.), Lösungsmittel (z. B· DESO, DIvIF, HIvEPT, Triazetin, Propylengl^kol usw.), Öle (mineralische und Triglyceride) und bei Bedarf Antiballungsmittel. Speziell für die Herstellung von Spritzpulvern oder Stäuben können Mahlhilfsmittel neben anderen inerten Trägern notwendig sein, wobei dann Substanzen wie Kreidepulver, Quarzmehl, Tonerden, natürliche Silikate oder Salze wie Natriumsulfat, Natriumbicarbonat, Natriumphosphate, Natriumthiosulfat und Natriumcarbonat zur Anwendung kommen«
Formulierungsbeispiele für erfindungsgemäße Mittel: Mittel zum Einsatz in Tankmischungen mit Fungiziden Mittel I
30 Gew.-^o CMB
44 Gew.-% Xylol
6 Gew. -% η-B utanol
8 Gew.-^ Propylenglykol
12 Gew.-% ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel II
1 Gew.-% CMB
50 Gew.-$ Carbendazim
4 Gew.-fo Propylenglykol
35 Gew.-^ synthetische Kieselsäure
4 G ew. -# SuIf it ab laugepulver
6 Gew.-$ ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel III
50 ."; Gew.-ψο Carbendazim
5 Gew.-^ Propylenglykol
35 Gew.-$ synthetische Kieselsäure
3 G ew * -fo Sulfit ab laugepulver
3 dew,-^7O ethoxylierter Allcylphenylpolyglykolether
Mittel IY
5,00 Gew.-^ CMB
31,25 Gew.-^ Carbendazim
8,00 G ew. -fo Propylenglykol
41,00 Gew.-% synthetische Kieselsäure
6,75 Gew.-% Natriumligninsulfonat
7,00 Gew.-% ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel V .
30,0 Gew.-% GIB
0,5 Gew»-% Carbendazim 57,5
^π ς Gew.-^ Calciumcarbonat
6,0 Gew.-^ Natriumligninsulfonat
6,0 Gew.-$ ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel YI
30 Gew.-^ CMB
3 Gew.-^ Garbendazim
55 G ew . -fo C ale iumc arb onat
6 Gew.-$j Sulfitablaugepulver
6 Gew.-% etiioxylierter AliylpiieiLylpolyglylvOlether
Mittel VII
30 Gew. ^S GIB
6 G ew. -% C arb endaz im
52 Gew.-% Kaolin
6 Gew.-^a Ca-Dodecylbenzolsulfonat
6 Gew.-^ ethoxylierter AllcT-lphenylpolyglykolether
Mittel VIII
32 Gew.-9S GMB
4 Gew.-^ Garbendazim
52 Gew.-^ Kaolin
6 Gew».-$ Oa-Dodecylbenzolsulfonat
6 Gew.-fö ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel IX
20 Gew.-^ GMB
40 Gew.-^o Garbendasiin
32 ' Gew.-^5 synthetische. Kieselsäure
4 G exv. -$ SuIf it ab laugepulver
4 Gew.-ψο etho^lierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel Σ
15 Gew.-% 05©
15 Gew.-% Garbendazim
20 G ew. -4> Propylenglykol
38 G ewβ -% Kao1in
6 G ew.-$ SuIfitablaugepulver
6 Gew.-?ä ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel XI CIiB ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
9,1 Gew.-% Maneb
30,0 Gew.^5- Propyienglykol GIB
10,9 Gew.-% synthetische Kieselsäure Zineb
40,0 Gew.-% Gew.-% SuIf it ab laugepulver Propyienglykol
5,0 Gew.H^ synthetische Kieselsäure
5,0 XII SuIfitablaugepulver
Mittel Gew.-$ ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
19,8 Gew.-^
6,0 Gew.-% CIiB
20,2 Gew. ^ Maneb
44,0 Gew.-% Propyienglykol -
5,0 Gew.-^ synthetische Kieselsäure
5,0 XIII SuIfitab laugepulver
Mittel Gew. -0 ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
19,8 Gew.-%
6,0 Gew.-^ CLIB
20,2 Gew.-^ Metalaxyl
44,0 Gew. -% Propyienglykol
5,0 Gew. -^ synthetische Kieselsäure
5,0 XIV SuIfitablaugepulver
Mittel G ew · -fo ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
34 Gew.-^
S Gew.-^δ 03SIB
10 Gew. -fo Schwefel
36 Gew.-% Diatonieenerde
5 Gew-,-% SuIfitablaugepulver
7 XV ethoxylierter Alkylphenylpolyglykolether
Mittel Gew. -fy
25 Gew.-^
30 Gew.-%
35 Gew.-55
5 Gew.-^S
5
£0 \ I H Q
Mittel .XVI -$ CMB
25 Gew· -$> C apt an
25 Gew· -% Kaolin
40 Gew. -fa Hatriumlaurylsulfat
3 Gew· -fo ITatriumligninsulfonat
7 Gew.
Beispiel 1: Test gegen Rindenkrankheitserreger des Obstes in der Petrischale
Sin erfindungsgemäßes Gemisch wird hergestellt, indem GH1B zu dem Benzimidazolfungizid Carbendazim im Verhältnis 60 : 1 gemischt, und mit den üblichen Formulierungshilfsstoffen formuliert werden (Mittel V)· Das erfindungsgemäße Gemisch bzw» CMB oder Carbendazim wurden Hähragar für Pilze zugesetzt und in Petrischalen übertragen. Als Testergebnis werden verschiedene Erreger von Eindenkrankheit en des Obstes (ITectria spp·, Phomopsis spp,, Pezicula spp., Phytophthora spp· und Gloeosporium spp·) angeimpft. Die Auswertung erfolgt über die Messung des Myzelwachstums und wird durch den fungiziden Wirkungsgrad' ausgedrückt· Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in der Tabelle 1 dargestellt» Das erfindungsgemäße Mittel V liegt in der fungiziden Wirkung gegen die Rindenkrankheitserreger deutlich über dem fungiziden Wirkungsgrad der Einzelsubstanzen·
Tabelle 1: Fungizide Wirkung des erfindungsgemäßen Mittels "V im Vergleich zu GIB und Carbendaziin gegen Rindenkrankheitserreger des Obstes im Petrischalentest
Erreger Variante Anwendungs- Wirkungsgrad
konz· bzw.
Wirkstoff
in ppm
Uectria spp· CMB 300 100
+ Carbendazim
CMittel V)
CMB 300 30
Carbendazim 1 60
Erreger Variante Anwendungs- Wirkungsgrad 100
konz. bzw· in %
Wirkstoff
in ppm 35,
Phomopsis spp. ' GMB 300 70
+ Garbendazim - 100
(Mittel Y)
01©
Oarbendazim 5 30
Pezicula spp· GMB 3OO
+ Garbendazim 55
(Mittel V)
Ci1B 3OO
Garbendazim 1 40
Phytophthora GMB 300 0
spp. + Carbendazim 100
(Mittel V)
GlIB 300
Carbendazim 5 25
Gloeosporium GMB 300 MO
spp . + Garbendazim
(Mittel V)
CMB 300
Garbendazim 1
Beispiel 2: Beizung gegen Weizensteinbrand (Tilletia spp,)
Pur diese Untersuchungen werden zwei erfindungsgemäße Gemische folgenden Mischungsverhältnisses GMB zum Benz imidazo 1-fungizid Carbendasim von 10 : 1 (Mittel VI) und 5 : 1 (Mittel VII) mit den üblichen Formulierungshilfsstoffen hergestellt und nach der Gaßner-Methode geprüft. Die fungizide Wirkung der Prüfmittel wird durch Beizung künstlich mit Tilletia-Sporen kontaminiertem Weizensaatgut (Sorte "Alcedo") und Inkubation in geschlämmtem Boden ermittelt. Als Bewertungskriterien gilt die Sporiedienbildung. Die Ergebnisse der Testung der erfindungsgemäßen Gemische im Vergleich zu Phenylquecksilberacetat sind in Tabelle 2· dargestellt. Der antimikrobielle Wirkstoff hemmt die Sporidienbildung gut. Er wird aber in seiner Wirkung von den erf indungsgeinäßen Gemischen übertroffen. Die Wirkung des Vergleichspräparates wird nur von einem erfindungsgemäßen Mittel (VI) erreicht«,
Tabelle 2: Ergebnisse der Beizung gegen #eizensteinbrand (Tilletia spp.)
V ariante Aufwandmenge Hemmung der
(Wirkstoff) Sporidien-
• pro 100 kg bildung
Saatgut Kennzahl
unbehandelte Kontrolle 20 2 S S 1
CMB + Carbendazim (Mittel YI) 10 S t 2 S 3
CMB + Garbendazim (Mittel YII) 20 S + 2
CMB 10 S 2
CMB 4". g_ 2
Phenylquecksilb eracetat ,88 3
Legende:
Kennzahl O = Sporidienbildung über 60 %
1 = Sporidienbildung 15··«60 %
2 = Sporidienb ildung 3. ».15 %
3 = Sporidienbildung 0... 3 %
Beispiel 3: Prüfung der erfindungsgemäßen Gemische gegen
Primärbefall mit Apfelmehltau (Podosphaera leucotricha) an Apfelbäumen
Apfelbäume der Sorte "Jonathan" werden mit dem erfindungsgemäßen Gemisch (Mittel VIII,- Mischungsverhältnis CMB : Carbendazim wie 8 : 1) in der Ruheperiode (Januar) behandelt. Im Frühjahr erfolgt durch Auszählen der Mehltaukerzen nach dem Austrieb eine Ermittlung der fungiziden Wirkung der Prüfmittel· Die fungizide Wirkung der Prüfmittel ist in Tabelle 3 dargestellt. Das erfindungsgemäße Mittel ist in' der fungiziden Wirkung den Einze!komponenten überlegen und ermöglicht eine gute Reduzierung des Trieb Spitzenbefalls·
Tabelle 3: Fungizide Wirkung de3 erfindungsgemäßen Mittels . VIII, von CMB und Carbendazim gegen den Primär— befall mit Apfelmeh.ltau an Apfelbäumen nach. Behandlung in der Vegetationsruhe
V ariante · befallene Wirkungsgrad
T rieb enden ,-*>>
unbehandelte Eontrolle . 70 -
CMB + Carbendazim (Mittel VIII) 22 68
CMB · _ 30 57
Carbendazim 67 4
Beispiel 4: Prüfung der erfindungsgemäßen Gemische gegen Getreidemehltau (Erysiphe graminis DC.)
Zwei erfindungsgemäße Gemische werden hergestellt, indem CMB mit dem Benzimidazolfungizid Carbendazim im Verhältnis von 2 : 1 (Mittel IX) bzw« 1 : 1 (Mittel X) gemischt und den üblichen Formulierungshilfsstoffen formuliert werden. Zur Versuchsdurchführung werden Weizenpflanzen im Einblattstadium mit Erysiphe graminis DC. f. sp. tritici Marchai infiziert und nach 24 Stunden mit den erfindungsgemäßen Gemischen(Mittel IX und X), mit CMB und Carbendazim tropfnaß behandelt. Der fungizide Wirkungsgrad der Prüfmittel ist in Tabelle 4 dargestellt. Der fungizide Wirkungsgrad wurde aus den Boniturnoten über den Befallsgrad ermittelt.
Die erfindungsgemäßen Gemische zeigen einen deutlichen synergistischen Effekt. Während mit den Mischkomponenten in Einzelanwendung nur eine unzureichende Wirkung erreicht wird, ist mit den erfindungsgemäßen Gemischen eine ausgezeichnete Getreidemehltaubekämpfung unter Laborbedingungen möglich.
Tabelle 4: !Fungizide Wirkung der erf indungs gemäßen Mittel im Vergleich zu GMB und Carbendazim gegen Getreidemehltau (Erysiphe graminis DG. f. sp. tritici Marchai)
Variante ' Wirkstoff- Wirkungsgrad
konzentra- /^n tion (%) w
CMB + Carbendazim (Mittel IX) 0,1 +.0,05 "- 99
CEiB + Carbendazim (Mittel X) 0,05 + 0,05 97
OMB 0,1 38
CMB 0,05 31
Carbendazim . 0,05 45
Beispiel 3' Testung eines erfindungsgemäßen Gemisches gegen Eiwinia amylovora Burr.
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gemisches wird CLiB mit Maneb im Verhältnis von 1 : 3j3 gemischt (Mittel XI) und zur Testung in vitro (Petrischalen) angewandt. Die Auswertung der bakteriziden Wirkung erfolgt über das Bakterienwachstum auf der Rähragarschicht der Petrischale mit Hilfe von Kennzahlen (s. Tabelle 2, Legende). Die Ergebnisse der Testung der bakteriziden Wirkung sind in Tabelle 5 dargestellt. Das erfindungsgemäße Gemisch (Mittel XI) zeigt eine deutlich bessere Wirkung gegen Erwinia amylovora als die Einzelkomponenten CIvB und Maneb.
Tabelle 3'· Bakterizide Wirkung eines erf indungs gemäßen Gemisches (Mittel XI) von GMB mit Maneb gegen Eiwinia amylovora Burr.
Variante Anwendungskon— Bakterien—
konzentration wachstum
(%) (Kennzahl)
unb ehandelte Kontrolle 0 ,03 + 0,1 0
CMB + Maneb (Mittel XI) 0 ,1 3
Maneb 0 ,03 2
CMB 2
£. *,/ i I -τ W w
Beispiel δ: Testung erfindungsgemäßer Gemische bestehend aus CMB und nicht systemischen Fungiziden gegen Phythophthora spp·
Zur Herstellung erfindungsgemäßer Gemische wird CMB mit Zineb (Mittel XII) bzw. Maneb (Mittel XIIl) im Verhältnis 3,3 : 1 gemischt und mit den üblichen Formulierungshilfsstoffen als Flüssigformulierung eingesetzt. Die Prüfung erfolgte nach der Methode 6 - 2.1.3· des Methodenkatalogs zur Pflanzenschutzmittelprüfung der DDE an Tomatenblättern. Die fungizide Wirkung der Prüf mittel wurde über die Anzahl angegangener Infektionen ermittelt CTabeile 6). Die erfindungsgemäßen Gemische (Mittel XII und XIII) zeigen einen deutlich Synergistischen Effekt bei der Verwendung der nichtsystemischen Fungizide Zineb und Maneb.
Tabelle 6: Fungizide Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel (XII und XIII) gegen Phytophthora spp.
V ariante Änwendungs- Wirkungsgrad
konzentration (fo) (bzgl. -Wirkstoff)
CMB t Zineb (Mittel XII) 0,1 + 0 ,03 69
CMB + Maneb (Mittel XIII) 0,1 + 0 ,03 SO
Zineb 0,03 25.
Maneb 0,03 38
CMB 0,1 23
Beispiel 7> Test an.Kartoffelknollen im Labor
Zur Herstellung der erfindungs gemäßen Gemische werden CiB und Carbendazim im Verhältnis CMB : Carbendazim 1 : 50 (Mittel II) und im Verhältnis CMB : Carbendazim 1 : 12,3 (Mittel III) gemischt und mit üblichen Formulierungshilfsstoffen formuliert. Diese Formulierungen werden in einem Lab ortest gegen Fusarium-Trockenfäule (Fusarium spp.), bakterielle Naßfäule (Erwinia spp.) und Mischfäule (Fusarium spp. + Srrinia spp.) an Kar-
toffelknollen der Sorte "Adretta" nach, künstlicher Infektion untersucht, Der fungizide Wirkungsgrad der Prüfmittel ist in Tabelle 7 dargestellt« Der fungizide Wirkungsgrad wurde aus dem Befallsgrad ermittelt· Die erfindungsgemaßen Mittel II und III liegen in der fungiziden Wirkung gegen die drei Fäuletypen deutlich über dem fungiziden Wirkungsgrad der Einzelsubstanzen· Besonders ist die ausgezeichnete Wirkung gegen bakterielle Naßfäule und Mischfäule hervorzuheben, die äußerst schwer bekämpfbar sind·
Tabelle Fungizide Wirkung der erfindungsgemaßen Mittel im Vergleich zu CMB und Carbendazim gegen Fusarium-Q?rockenfäule (Fusariuni spp.), bakterielle Naßfäule (Erwinia sppe) und Mischfäule (Fusarium spp· + Erwinia spp»)
Variante
Aufwandmenge (Wirkstoff; pro Tonne
Wirkungsgrad in % Fusarium Naß- Misch-Trocken— faule faule faule
CMB + Carbendazim (Mittel II) 2,5 S + 125 g 83 100 95
CIjB + Garb endazim (Mittel III) 10 g + 125 g 92 100 98
CIiB 2,5 S 28 - 7
CMB 10 g 37 40 10
Carbendazim ,125 S 70 10 10
Beispiel 8: Test gegen Venturia inaequalis
Die Herstellung der erfindungsgemaßen Kombinationen erfolgt als Tankmischung von- CMB (Mittel I) und Zineb im Verhältnis 1 : 2 und 1:3. Die Tankmischungen von C1\E und Zineb sowie CIvB und Zineb als Vergleichsmittel werden an Apfelbäumen (Sorte "Gelber Köstlicher") gegen Venturia inaequalis eingesetzt. Der fungizide Wirkungsgrad der untersuchten Varianten ist in Tabelle 8 dargestellt· Die erfindungsgemäßen Kombinationen CMB + Zineb liegen im fungiziden Wirkungsgrad deutlich über dem der Einzelsubstanzen.
Tabelle 8: Fungizide Wirkung der erfindungsgemäßen Kombinationen (Tankmisciaung) von GIjIB + Zineb im Vergleich zu CMB und Zineb gegen Yenturia inaequalis
Variante Anwendungskonzentration (%) Wirkungsgrad (%)
CMB + Zineb 0,04 + 0,08 100
OMB + Zineb 0,03 + 0,09 ' 100
omb. 0,03 32
CMB 0,04 35
Zineb 0,09 25

Claims (4)

Erfindungsanspruch
1. Mittel zur ciiemisclien Bekämpfung von phytopathogenen Pilzen und Bakterien im Getreide-, Kartoffel-, Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau, gekennzeichnet dadurch, daß sie ein Synergistisch wirkendes Gemisch des antimikrobiellen Wirk- . Stoffs 2-0hlor-6-methyl-4-benzylphenol mit Fungiziden neben üblichen Träger- sowie Zusatzmitteln und/oder oberflächenaktive Stoffe enthalten.
2. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Mischungsverhältnis zwischen 2-0hlor-6-methyl-4-benzylphenol und der Pungizid-(Gemisch)-Komponente 100 : 1 bis 1 : 100 beträgt, vorzugsweise bei der Anwendung gegen pilzliche und bakterielle Mischinfektionen 5 : 1 bis 1 : 50.
3. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, da£ vorrangig Benzimidazolfungizide, Metalaxyl oder Dithiocarbamate zur Anwendung kommen·
4· Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mittel für die Erweiterung der Einsatzbreite, zur Pflanzenhygiene und Pflanzenpflege zusätzlich Insektizide, Bakterizide, Virizide, Herbizide, Sikkanten, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Mittel zur Steuerung biologischer Prozesse in geeigneten Konzentrationen einzeln oder in Kombinationen enthalten.
DD23114881A 1981-06-25 1981-06-25 Mittel zur bekaempfung phytopathogener pilze und bakterien DD160576A3 (de)

Priority Applications (9)

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DK281182A DK281182A (da) 1981-06-25 1982-06-23 Middel til bekaempelse af phytopatogene sampe og bakterier
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