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DD146895A5 - Verfahren zur herstellung von anhydrischem alkohol - Google Patents

Verfahren zur herstellung von anhydrischem alkohol Download PDF

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DD146895A5
DD146895A5 DD79216804A DD21680479A DD146895A5 DD 146895 A5 DD146895 A5 DD 146895A5 DD 79216804 A DD79216804 A DD 79216804A DD 21680479 A DD21680479 A DD 21680479A DD 146895 A5 DD146895 A5 DD 146895A5
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DD
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alcohol
gasoline
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water
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DD79216804A
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John M Chambers
Original Assignee
John M Chambers
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit Benzin denaturiertem wasserfreiem Alkohol zum Fertigmischen mit zusaetzlichem Benzin zur Herstellung von Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff, wobei der waeszrige Alkohol einer Dehydratisierungstrockenkolonne zusammen mit Benzin zugefuehrt wird. Erfindungsgemaesz wird Benzin ohne Butanentzug als Schleppmittel fuer die Herstellung von wasserfreien alkoholreichen Mischungen herangezogen, wobei das Benzin ohne Butanentzug direkt der Kolonne zusammen mit dem waeszrigen Alkohol oder in der Naehe der Stelle der Einfuehrung des waeszrigen Alkohols in die Kolonne eingegeben wird,unter Wiedergewinnung der alkoholreichen Mischungen als Bodenprodukte der Kolonne. Erfindungsgemaesz fuehren die aufsteigenden Daempfe des Benzins das Wasser und einen gewissen Teil des Alkohols als azeotropes Gemisch mit, das als Dampf am Kolonnenkopf der Kolonne austritt. Dieser Dampf gelangt zur Kondensation, um eine Benzinschicht zu bilden, die der Kolonne zurueckgefuehrt wird, und eine Wasserschicht, die entfernt wird. Der absolute Alkohol kann auch direkt aus einem vergorenen Ausgangsmaterial gewonnen werden.

Description

η \ f fi(i A "1- Berlin, den 18.4.1980
2 I ©ο 4 AP B 01 D/216 804
56 494/12
Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Alkohol'
Anwendungsge"biet .der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Iviotorkraftstoff» Im besonderen betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von absolutem Alkohols der Benzin in ausreichender Menge enthält, um den Alkohol zu denaturieren, so daß dieser in geeigneter Weise zum Mischen mit Benzin zur Gewinnung von Benzin/Alkohol-I.Iotorkraftstoff verwendet werden kann«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In den zurückliegenden Jahren sind der rasch gestiegene Verbrauch an natürlichen Erdölerzeugnissen, im besonderen an Benzin, und die sich ergebende Verminderung der natürlichen Erdölvorräte in der ganzen Welt zu ernsthaften Problemen geworden. Sowohl Sparmaßnahmen als auch !Forschungsarbeiten im Hinblick auf Ersatzkraftstoffe sowie die Erforschung anderer Energiequellen haben eine ausschlaggebende Bedeutung erlangt und eine Vielzahl von Programmen sind erörtert und tatsächlich begonnen worden, um diese fundamentalen Probleme zu lösen«, Unter diesen Programmen gibt es viele, die sich mit Motorkraftstoffen einschließlich der Suche nach neuen Kraftstoffen, der Veränderung der gegenwärtig bekannten Kraftstoffe, der Verbesserung der Herstellungsverfahren für Kraftstoffe, · der Entwicklung von neuen Motortypen und weiterhin damit beschäftigen, den Wirkungsgrad der gegenwärtigen Motoren zu erhöhen und weniger Kraftstoff zu verbrauchen.
Die Technologie der Veränderung von gegemvärtig bekannten . Motorkraftstoffen ist seit einiger Zeit bekannte Beispiels-
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v/eise ist das Mischen von Benzin und Alkohol sowie von Benzin, Alkohol und/oder V/asser zur Gewinnung eines geeigneten Motorkraftstoffes für Verbrennungsmotoren seit vielen Jahren bekannte Derartige Kraftstoffe sind jedoch bis jetzt niemals allgemein kommerziell akzeptiert worden wegen der bequemen Verfügbarkeit von Benzin aus natürlichem Erdöl zu relativ akzeptablen Preisen«, Die abnehmenden Vorräte an natürlichem Erdöl und die gestiegenen Preise für natürliches Erdöl in jüngster Zeit haben jedoch solche veränderten Kraftstoffe attraktiver gemacht«,
Unter den derartig veränderten Kraftstoffen ist für Verbrennungsmotoren am besten geeignet ein Kraftstoff aus einem Gemisch von Benzin mit einem Gehalt an Alkohol, Der Alkohol verfügt nicht nur über gute Verbrennungseigenschaften, sondern steht auch ohne Schwierigkeiten aus einer Vielzahl von Quellen zur Verfügung« Zu diesen sind zum Beispiel zu zählen: Ireber als industrielles Nebenprodukt und ebenfalls Alkohol als Produkt aus Abfällen. Dies gilt besonders für Ethylalkohol,
Andererseits ist bekannt, daß Alkohol und hier im besonderen der Ethylalkohol ein azeotropes Gemisch mit V/asser bildet und von diesem Wasser durch einfache Destillationsverfahren nicht vollständig getrennt werden kann. Kommerzielle Anlagen erzeugen im allgemeinen Ethylalkohol mit einem Mengenanteil an Wasser von 6 bis 7 Masse-%· Wenn dieser Alkohol mit Benzin im Bereich von etwa 10 % Alkohol und 90 % Benzin gemischt wird, ergeben sich zwei flüssige Phasen·
Das übliche Verfahren zur Herstellung eines Alkohol/BenzinGemisches besteht darins zunächst das Wasser aus dem kommerziell hergestellten Alkohol zu entfernen. Zu diesem Zweck
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wird von einem Schleppmittel Gebrauch gemacht» Anschließend wird der trockene Alkohol mit einem geeigneten Motorkraftstoff wie etwa Benzingemisch. Das gemischte Produkt wird im allgemeinen als Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff bezeichnet« Beispielsweise "beinhaltet ein typisches Verarbeitungssystem zur Herstellung eines Benzin/Alkohol-Hotorkraftstoffes eine Dehydratisierungstrockenkolonne sowie eine Stripper- oder Rückgewinnungskolonne unter Verwendung von Benzol oder anderen geeigneten Materialien, die ein ternäres azeotropes Gemisch mit dem wäßrigen Alkohol im Sinne eines Schleppmittels bilden, um das Wasser aus dem kommerziellen Alkohol zu entfernen. Der absolute Alkohol wird mit dem Benzin gemischt, um den Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff zu bilden. Ein derartiges System ist jedoch nicht nur relativ kompliziert, sondern muß auch Sorgfaltig mit dem Schleppmittel im Gleichgeicht gehalten werden, um zu einem absoluten Alkohol als Destillationsrückstand zu gelangen, wie weiter unten näher erläutert v/erden wird» Deshalb sind die gegenwärtig bekannten Systeme und Verfahren zur Herstellung von Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff aus den weiter oben erwähnten Gründen unvorteilhaft, und es besteht eine Notwendigkeit für ein Verfahren zur Herstellung eines Motorkraftstoffes mit einem Gehalt an Alkohol, das die vorhergehend erwähnten vorhandenen lachteile nicht aufweist,,
Weiterhin ist es für den Alkoholhersteller wünschenswert, an Stelle von Alkohol direkt einen Kraftstoff herzustellen und anschließend die Dehydratisierung vorzunehmen» Alkohol muß unter der Aufsicht der Regierung hergestellt werden, und die gegenwärtigen Bestimmungen erfordern, daß ein Regierungsbeauftragter zur Kontrolle der Quantität der erzeugten 190 Normal- oder höheren Alkohole zugegen ist, wenn ein
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Denaturierungsmittel dem Alkohol zugesetzt wird. Besondere Denaturierungsformeln und - Vorschriften verlangen, daß der Alkohol nur unter Zollverschluß zu einer anderen unter zollamtlichem Verschluß stehenden Stelle transportiert v/erden darf, v/o die Weiterverarbeitung zu Essig, Diethylether, Eiweißextrakt ionsmitt el od* dgl β erfolgt, oder daß der Alkohol unter der Aufsicht der Regierung vollständig denaturiert wird« Vollständig denaturierte Erzeugnisse müssen unter Aufsicht hergestellt werden» Nur dann können diese Produkte von den Produktionsstätten ohne Beschränkungen bezogen v/erden. Die beiden vollständig denaturierten Erzeugnisse mit den Mischungsverhältnissen Nr. 18 und Nr. 19 gemäß den gegenwärtig spezifizierten BATP-Vorschriften (BATP = Bureau Alcohol and' Tax Formula) erfordern die Zugabe von bestimmten Materialien auf jeweils 378,5 1 (100 Gallonen) Alkohol« Beispielsweise verlangt das Mischungsverhältnis Nr. 18 die Zugabe 9»463 1 (2,5 Gallonen) Methylisobutylketon 0,473 1 (0,125 Gallonen) Pyronat 3,785 1 (1,0 Gallonen) Benzin oder Kerosin auf jeweils 378,5 1 (100 Gallonen) Alkohol, Andererseits verlangt das Mischungsverhältnis Nr8 19 d-ie Zugabe von 15,14 1 (4 Gallonen) Methylisobutylketon und 3,785 1 (1 Gallone) Benzin oder Kerosin· Angesichts der gegenwärtigen Programme zur Herstellung von Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff in den Ver-. einigten Staaten sehen die augenblicklichen Vorschriften vor, daß ein Alkohol mit einem Gehalt an Benzin von wenigstens 10 % als vollständig denaturiert zu klassifizieren ist und somit ohne Beschränkungen von einem Destillierbetrieb bezogen werden kann«,
Ziel der - Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines mit hohem Wirkungsgrad arbeitenden Verfahrens für die Herstellung
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eines absoluten Alkohols mit 85 bis 90 % Alkohol, wobei der Rest bekanntem bleifreiem Zapfsäulenbenzin entspricht, der als Mischkomponente zur Herstellung eines Benzin/Alkohol-Motorkraftstoffes geeignet ist,
Darlegung /ies V/es ens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, geeignete Verfahrensschritte aufzufinden, welche die Herstellung eines wasserfreien Alkohols als Iviischkomponente bzw» die Herstellung eines Benzin/Alkohol-Motorkraftstoffes ermöglichen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird wäßriger Alkohol zunächst in eine Dehydratisierungstrockenkolonne mit oberen und unteren Zonen und versehen mit einer Vielzahl von Böden unter jeweiliger Anordnung in der Kolonne übereinander eingebracht« Der wäßrige Alkohol gelangt in der Kolonne zum Verdampfen, und die Dämpfe strömen in Richtung nach oben in die obere Zone, während ein Kohlenwasserstoff in Form von Benzin oder einer Benzinfraktion in die obere Zone an einer Stelle der Kolonne über der Stelle des Einbringens des wäßrigen Alkohols eingeführt wird. Das Benzin strömt dabei in Richtung nach unten unter Berührung mit den aufsteigenden Dämpfen und gelangt in die untere Zone der Kolonne unter Mitführung eines Extraktionsalkohols aus den Dampfen mit dem Benzin. Die Dämpfe am Kolonnenkopf enthalten dabei das Wasser. Alkohol und Benzin bilden die obere Zone der Kolonne, Ein im wesentlichen wasserfreies Gemisch aus Benzin und Alkohol wird aus der Boden- oder unteren Zone der Kolonne zurückgewonnene
Benzin wird dabei als Schleppmittel für die Herstellung von wasserfreien alkoholreichen Mischungen herangezogen, wobei
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das Benzin ohne Butanentzug direkt der Kolonne zusammen mit dem wäßrigen Alkohol oder in der Mähe der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols in die Kolonne, eingegeben wird, unter 'Wiedergewinnung der alkoholreichen Mischungen als Bodenprodukte der Kolonne*
Ausgedrückt in anderen V/orten betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Motorkraftstoff mit einem Gehalt an Alkohol» Bei diesem Verfahren wird ein wäßriger Alkohol zunächst in die obere Zone einer Dehydratisierungstrockenkolonne mit oberen und unteren Zonen und versehen mit einer Vielzahl von Böden unter jeweiliger Anordnung in der Kolonne übereinander eingebracht, während ein Kohlenwasserstoff in Form von Benzin oder einer Benzinfraktion in die obere Zone an einer Stelle der Kolonne über der Stelle des Einbringens des wäßrigen Alkohols eingeführt wird. Es kommt dabei zur Bildung eines ternären azeotropen Gemisches des wäßrigen Alkohols und des Benzins. Das ternäre azeotrope Gemisch wird einer erhöhten Temperatur unterworfen, und der wäßrige Alkohol gelangt zum Verdampfen. Die Dämpfe strömen in Richtung nach oben in die' obere Zone, während das Benzin unter Berührung mit den aufsteigenden Dämpfen in Richtung nach unten strömt und unter Mitführen und Extrahieren des Alkohols aus den Dämpfen in die untere Zone der Kolonne gelangt« Während die v/asserhaltigen Dämpfe als Kopfprodukt angesehen werden, bilden Alkohol und Benzin die obere Zone der Kolonne. Ein im wesentlichen wasserfreies Gemisch aus Benzin und Alkohol wird aus der Boden- oder unteren Zone der Kolonne zurückgewonnen«
Erfindungsgemäß handelt, es sich bei dem Alkohol vorzugsweise um Ethylalkohol bzw* um einen kommerziellen denaturierten Ethy!alkohol. Der Alkohol wird dabei in die Kolonne in flüs-
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siger Form, in Darapfform oder als Gemisch aus Alkohol mit Wasser eingebracht«
Da Benzin ein Gemisch aus Cv -1 ρ ""Kohlenwasserstoff en mit einem erheblichen Bereich von Siedepunkten darstellt, d. h«, im allgemeinen handelt es sich um Siedepunkte in einem Bereich von etwa 80 0P (27 0C) bis etwa 410 0P (210 0C), .würde Benzin oder eine Bensinfraktion nicht als ein geeignetes oder sogar mögliches Schleppmittel für die Entfernung von Wasser durch azeotrope Destillation angesehen oder in Erwägung gezogen. Bei dem vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren, wo es sich bei dem gewünschten Produkt um ein Alkoliol/Benzin-Gemisch. handelt 9 wird das Benzin oder eine Benzinfraktion jedoch im Sinne eines Kombinationsschleppmittels und -extraktionsmittels verwendet, welches im Kopfteil der Trockenkolonne zugesetzt wird, um aus der unteren Zone zusammen mit dem Alkohol ohne V/asser abzufließen» Da das Benzin in Richtung nach unten durch die obere Zone der Kolonne strömt, gelangt es sukzessiv in Berührung mit den aufsteigenden Dämpfen des wäßrigen Alkohols und führt vorzugsv/eise den Alkohol nach unten.durch die Kolonne. Darüber hinaus kommt es zu einer höheren Konzentration an Benzin oder der Benzinfraktion in dem gesamten Bereich der unteren Zone der Dehydratisiermigstrockenkolonne, da es aus der unteren Zone abfließt, wodurch die Flüchtigkeit des Wassers in der gesamten Kolonne erhöht und demzufolge ein wasserfreies Bodenprodukt erzeugt wird, bei dem es sich um den Benzin/ Alkohol-Motorkraftstoff oder um einen mit Alkohol gemischten Motorkraftstoff handelt.
Obgleich die Masse des Benzins durch CV * 2-Kohlenwasserstoffe gebildet wird, wobei Siedepunkt über 60 C zu beobachten sind, gibt es einen Vorlauf in der Destillationsfraktion mit einem Anteil an C^-Fraktionen (siehe Fig..4) von etwa 7 %, wobei
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Siedepunkt im Bereich von 27 °C bis 60 0C zu verzeichnen sind, und ebenfalls einen kleinen Mengenanteil an Butan mit einem Siedepunkt bei -0,5 °G. Polglich macht, selbst wenn abgekühltes Wasser in.dem Verflüssiger verwendet wird (und bei 27 0C ' siedendes Material ist bereits kondensiert), die gesamte Ausbeute einschließlich der Destillationsanteile mit direkter Heizung und der restlichen Anteile auf den Füllkörpern nur 85 % aus ο Im Rahmen der weiteren Durchführung des Verfahrens, wie es im allgemeinen weiter oben erläutert wurde, wobei das Benzin dem Kopfteil der Kolonne in einer Menge zugeführt wird, die dem 6- bis 9-fachen Durchsatz des Alkohols entspricht, ergibt sich das Wasser als eine gesonderte flüssige Phase auf vielen Böden. Durch die Entfernung dieses Wassers durch Abfließenlassen sowohl von den Auswechselböden als auch selbstverständlich von dem Rücklaufdekanter am Kolonnenkopf wird ohne Schwierigkeiten eine wasserfreie Alkohol/Benzin-Bodenfraktion am Boden der Kolonne unter starker Wärmereduzierung gewonnen·
Das erfiiidungsgemäße Verfahren ist insbesondere gekennzeichnet durch die Kondensation der Dämpfe am Kolonnenkopf,· die Trennung des Kondensates, beispielsweise durch Dekantieren, in eine Schicht aus Benzin und Alkohol mit einem kleineren Mengenanteil an Wasser und eine Schicht aus Wasser und Alkohol mit einem kleineren Mengenanteil an Benzin, die Entfernung der Wasserschicht und die Rückführung der Benzinschicht in die Dehydratisierungstrockenkolonne an einer Stelle über der. Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols oder unter der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols in die Kolonne« ·
Weiterhin ist das erfindungsgemäße Verfahren gekennzeichnet durch die Einführung der Kondensatwasserschicht in eine
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Stripperkolonne j das Ausstrippen des Benzins und des Alkohols daraus als Kopfprodukt und Kondensation desselben, das Zurückführen wenigstens eines Teiles des Kondensates zurück in die Stripperkolonne und die Y/iedergev/innuhg des Wassers aus dem Rückstand der Stripperkolonne, wobei der Rest des Kondensates der Dehydratisierungstrockenkoloiine zurückgeführt wird β
Erfindungsgemäß werden die nichtkondensierten Leichtsiederfraktionen des verwendeten Benzinschleppmittels in das Alkohol/Benzin-Finalprodukt in der Y/eise einbezogen, daß die Leichtsieder im Gegenstrom in einer V/aschkolonne eine Kontakt behandlung erfahren, wobei das abgekühlte Alkohol/Benzin-Produkt aus der Trockenkolonne als- Waschmedium verwendet wird.
Insbesondere kann auch derart verfahren werden, daß das Benzin auf eine vorbestiminte Temperatur erhitzt wird, um solche Leichtsieder gemäß der obigen Beschreibung zu entfernen, bevor die Einführung des Benzins als Schleppmittel in die Trockenkolonne erfolgt, und die Leichtsieder wieder in das flüssige Alkohol/Benzin-Produlct aufgenommen werden.
In der Anlage zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens 'sind die einzelnen Kopfkolonnenböden der Trockenkolonne in der Weise konstruktiv angeordnet, daß eine Wasserschichtphase von dem Benzinrücklauf getrennt und eine Wasserschichtphase : von den Kolonnenboden entfernt wird, wenn sich die Wasserschichtphase herausgebildet hata
Erfindungsgeinäß wird derart verfahren, daß die Wasserschichten mit dem gelösten Benzin, die durch Dehydratisierung des Alkohols entfernt werden, durch die Verwendung des Strippdampfes von der Anfangsgewinnung des Alkohols aus einem vergorenen
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Material aufgesättigt v/erden, wobei die Dampfleitung mit einem Rückschlagventil ausgestattet wird, um zu gewährleisten, daß keine Verunreinigung des vergorenen Ausgangsmaterials auftritt, und das gelöste Benzin das gesamte gewonnene Produkt der Kolonne verunreinigt, das gesamte V/asser durch unabhängige Strippböden zu Austragszwecken ausgestrippt wird und keine Flüssigkeiten oder Dämpfe, einerlei welchen Ursprungs, in den Stripper für das vergorene Ausgangsmaterial zurückgelangen·
In einer besonderen Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann eine wasserfreie Fraktion direkt aus einem vergorenen Ausgangsmaterial oder aus einer vergorenen Maische durch die folgenden Bearbeitungsstufen gewonnen werden: Kontaktbehandlung des vergorenen Ausgangsmaterials oder der vergorenen Maische direkt mit Dampf; Verflüchtigung des Alkohols in dem Ausgangsmaterial oder in der Maische und Gewinnung eines alkoholfreien Rückstandes; Weiterleitung des Alkoholdampfes durch einen Einwegströrnungsmechanisrnus in eine Kolonne, die mit einer Vielzahl von Böden in einer übereinanderliegenden Anordnung ausgestattet ist; Rücklauf des Alkoholdampfes über die Vielzahl von Böden und Anreicherung des Alkoholdampfes zu einem hochprozentigen Alkohol; Ausnutzung des Rücklaufes und des Dampfes zur Anreicherung zusätzlichen Alkohols aus einem verdünnten wäßrigen benzinhaltigen Rücklauf und Kontaktbehandlung der gesamten anfallenden Wasseranteile von der Anreicherungsstufe mit Frischdampf vor dem Austrag zur Abwasserbeseitigung; Zuführen des angereicherten Alkohols mit wiedergewonnenem Benzin aus dem Rücklauf als Verunreinigungsmittel zusammen mit zusätzlichem Benzin, das freigestellt erhitzt werden kann, um die Leichtsieder zu'entfernen, in eine Trockenkolonne; Erwärmung des Alkohol/Benzin-Eintrages mit · Wärme von einem Rückverdampfer und unter Verdampfung der azeotropen Fraktionen aus Alkohol, Benzin und Wasser am Kolon-
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nenkopf; Kondensation der azeotropen Fraktionen und Bildung von zwei flüssigen Phasen; Rückführung der Benzinphase als Rücklauf in die Trockenkolonne; Recycling der Wasserphase als Initiator vorher in die Kolonne zur Alkoholanreiclierung; Abkühlung und Unterkühlung der wasserfreien Alkohol/Benzin-Destillationsrückstände; Kontaktbehandlung der niedrigsiedenden Anteile im Gegenstrom, die von den verschiedenen Kondensationen herstammen und von dem Benzineinsatzproduktvorheiaer, und Herstellung eines Finalproduktes, das einem vollständig denaturierten Alkohol entspricht, der ohne weiteres von den Herstellungsbetrieben bezogen werden kann und das gesamte ursprünglich zugesetzte Benzin aufweisto
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, einen absoluten Alkohol mit 35 % bis 90 % Alkohol herzustellen, wobei der Rest bekanntem bleifreiem Zapfsäulenbenzin entspricht. Dieser absolute Alkohol wird direkt aus einem vergorenen Ausgangsmaterial gewonnen, ohne daß die Möglichkeit besteht, einen nichtverunreinigten Alkohol aus dem System zu entnehmen oder zurückzugewinnen.
Erfindungsgemäß werden weder der Brennereitreber noch andere Aufgabegutrückstände der Vergärung mit dem bei dem Verfahren verwendeten Benzin verunreinigt.
Das erfindungsgemäße Verfahren liefert ein Produkt, das als vollständig denaturiert zu klassifizieren ist. Es kann ohne Beschränkung von den Produktionsstätten bezogen werden. Auf diese Weise besteht keine Notwendigkeit, das Produkt in Gegenwart eines BATT-Vertreters zu denaturieren.
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Die Erfindung umfaßt weiterhin ein vollständiges Betriebsverfahren zur befriedigenden Herstellung eines Alkohols aus einem vergorenen Ausgangsmaterial für einen Kraftstoff, wobei der Alkohol in dem Ausgangsraaterial in der üblichen Konzentration bis etwa 12 Vol.-% Alkohol vorliegt«
Obwohl ein derart beschriebenes Destillationsverfahren im besonderen sehr erfolgreich verläuft, bringt die Einbeziehung dieses Verfahrens in ein Gesamtverfahren viele Probleme mit sich« Demzufolge versteht es sich, daß innerhalb des Geltungsund Anwendungsbereiches des verbesserten Verfahrens der vorliegenden Erfindung eine 'Gesamtanlage gemeint ist, die in zufriedenstellender V/eise einen Alkohol aus einem vergorenen Ausgangsmaterial für einen Kraftstoff erzeugt. Das vergorene Ausgangsmaterial enthält einen Alkohol in der üblichen Konzentration von bis zn Λ2 Vol.-% Alkohol.
Ausführungsbeisp_iel·
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erlauter.
In den beiliegenden Zeichnungen' zeigen:
Fig· 1: in schematischer Darstellung ein bekanntes Verarbeitungssystem zur Herstellung von Benzin/Alkohol-Motorkraft stoff;
Pig» 2: in schematischer Darstellung das erfindungsgemäße Verarbeitungssystem mit gleichzeitiger Dehydratisierung des Alkohols und Mischen mit Benzin;
3: in schematischer Darstellung die detaillierte Anlage zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
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Pig. 4: eine Siedekurve für bleifreies Benzin.
Pigβ 1 zeigt schematisch ein typisches bekanntes Verfahren zur Herstellung von Hotorkraftstoff mit einem Gehalt an Alkohol, wobei das Wasser von dem wäßrigen Alkohol durch die Verwendung. von Benzol im Sinne eines Schleppmittels getrennt und der absolute Alkohol nachfolgend mit Benzin gemischt wird ·
Es handelt sich dabei um ein typisches bekanntes Verarbeitungssystem zur Herstellung von Hotorkraftstoff mit einem Gehalt an Alkohol, d. h. zur Herstellung von Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff. Dieses System enthält gemäß der Darstellung in Pig. 1 eine Dehydratisierungstrockenkolonne 1A und eine Stripper- oder Rückgewinnungskolonne 2A, die dazu dient, das Wasser aus dem wäßrigen Alkohol zu entfernen. Der normale kommerzielle Alkohol enthält im allgemeinen 6 bis 7 Masse-% Wasser im gewonnenen Zustand» Der auf diese Weise erhaltene absolute Alkohol wird nachfolgend mit Benzin gemischt, um zu dem Benzin/Alkohol-l.Iotorkraftstoff zu gelangen..
Die Kolonne 1A, die in obere und untere Zonen unterteilt ist, ist mit einer Vielzahl von Böden-(nicht wiedergegeben) versehen. Die Kolonne verfügt ebenfalls über eine untere Austrittsleitung 4A, 'durch die wasserfreier Alkohol, wie etv/a Ethylalkohol, zu einem Vorratsbehälter 5A geleitet wird» Eine weitere Austrittsleitung 6A ist mit der oberen Zone, der Kolonne 1A und mit einem Dekantierbehälter 7A verbunden, dem die aus den Dämpfen gebildete Flüssigkeit aus der oberen Zone der Kolonne 1A zugeleitet wird, nachdem die Kondensation der betreffenden Dämpfe in dem Verflüssiger 8A stattgefunden hat. Der Behälter 7A ist ebenfalls mit einer Rückleitung 9 A versehen, durch welche ein Teil der Flüssigkeit
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leitet wird. Die Kolonne 1A wird durch den Rückverdampfer 3A erhitzt.
Ein Ausgleichsbehälter 1OA, in dem sich Benzol als Schleppmittel befindet, das dem Behälter 1OA von einer Quelle (nicht wiedergegeben) zugeleitet wird, ist über die Leitung 11A mit der Pumpe 12A mit der Leitung 9A verbunden« Dadurch gelangt das Benzol in die obere Zone der Kolonne 1Λ. Über die Zuleitung 13A gelangt das Benzol ebenfalls in die untere Zone der Kolonne 1A« Außerdem verbindet die Leitung 14A die Leitung 9A mit dem Ausgleichsbehälter 1OA, um Flüssigkeit von dem Behälter 7A, die aus der oberen Zone der Kolonne 1A herstammt, zuzuleiten und diese mit dem Frischbenzol zu mischen«
Der Behälter 7A ist ebenfalls mit der Leitung 15A versehen, die eine Verbindung mit der oberen Zone der Rückgewinnungs- oder Stripperkolonne 2A darstellte Diese Kolonne 2A ist wie die Kolonne 1A in untere und obere Zonen unterteilt und mit einer Vielzahl von Böden (nicht wiedergegeben) in einer Art und V/eise versehen, die auf diesem Gebiet der Technik bekannt ist. Eine Austrittsleitung-16A befindet sich am Boden der Kolonne 2A, um das abgetrennte Wasser zu entfernen, das in einfacher V/eise ausgetragen oder für andere Verwendungszwecke weitergeleitet werden kann» Hitze wird der Kolonne 2A von dem Rückverdampfer 17A zugeführt, oder das Erhitzen kann durch direktes Einspritzen von Frischdampf aus einer geeigneten Quelle (nicht wiedergegeben) vorgenommen werden. Der Dejnpf am Kolonnenkopf wird von der Kolonne 2A über die Zuleitung 18 A dem Verflüssiger 19A zugeleitetj wodurch der Rücklauf für den Kopf der Kolonne 2A bedingt wird. Hinzu kommt der Rücklauf für das Gesamtprodukt aus dem Benzol und dem Alkohol,
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der von dem Wasser befreit wurde. Die Zuführung des Wassers erfolgt dabei zu der Kolonne 2Λ über die Leitung 15A, und die Rückführung zu der Trockenkolonne 1A geschieht über die Leitung 2OA,
Das Benzin von einer geeigneten Quelle (nicht wiedergegeben), wird in dem Behälter 21A gelagert und mit dem absolutem Alkohol aus dem Behälter 5A in dem gewünschten Verhältnis in der Leitung 22A gemischt, um zu einem Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff zu gelangen, der zur Aufbewahrung für zukünftige Verwendungszwecke abgelassen wird. Der Alkohol wird dabei von dem Behälter 5A über die Leitung 23A der Leitung 22A zugeleitet* Es ist darauf hinzuweisen, daß bei dieser Anordnung der anfänglich eingehende wäßrige Alkohol der oberen Zone der Kolonne 1A über die Leitung·24A von einer geeigneten Quelle (nicht wiedergegeben) zugeleitet wird.
Wie weiter oben erwähnt wurde, stellt das Benzol ein brauchbares Schleppmittel dar, obgleich andere geeignete Materialien, die ein ternäres azeotropes Gemisch mit dem wäßrigen Alkohol bilden, wenn derartige Materialien zusammengebracht werden und zwei flüssige Phasen bilden, wenn sie kondensieren, in gleicher Weise eingesetzt werden können. Während.des Betriebes liefert die obere Zone der Kolonne 1A einen reichen Dampf in dem ternären azeotropen Gemisch am Kolonnenkopf. Dieser Dampf wird in dem Verflüssiger 8A kondensiert, wobei das Kondensat anschließend dem Dekantierbehälter 7A zugeleitet wird, wo die beiden flüssigen Phasen voneinander getrennt werden. Die obere Phase besteht aus Benzol und Alkohol mit.einem geringen Mengenanteil an Wasser0 Die Benzolschicht wird· der Trockenkolonne als Rücklauf zurückgeführt und die Wasserschicht der Rückgewinnung^-· oder Stripperkolonne züge-
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leitet, in der das Wasser als Bodenrückstand eliminiert und der organische Teil (Benzol und Alkohol) mit einem geringen Wasseranteil dann als Kopfprodukt zugeleitet und der oberen Zone der Trockenkolonne 1A zurückgeführt wird«
Damit nun die Trockenkolonne einen absoluten Alkohol als Bodenprodukt liefern kann, muß eine erhebliche Konzentration an Schleppmittel, wie etwa Benzol, auf den Böden der unteren. Zone der Kolonne unterhalb der Stelle vorhanden sein, an der der eingehende wäßrige Alkoholkraftstoff in die Kolonne eingeführt wird« Dies geschieht dadurch, daß Benzol oder eine benzolreiche Phase aus dem Ausgleichsbehälter der Kolonne über den Rücklauf oder an anderen Stellen zugegeben wird, bis die Bodenprodukte trocken sind« Im Anschluß hieran wird eine ausreichende Menge der Schicht aus dem Dekantierbehälter oder aus der Rücklaufleitung in den Ausgleichsbehälter entfernt, bis die Bodenprodukte gerade kein Benzol mehr aufweisen. Wenn die Kolonne nicht mit Benzol über die obere Zone gefüllt wird und ausreichend Vorräte vorhanden sind, um ebenfalls Benzol in der unteren Zone zur Verfügung zu haben, wird das bevorzugte Bodenprodukt Wasser oder wäßriger Alkohol sein,. und dies unabhängig davon, wie viele Siedezonen oder Böden in der Kolonne verwendet werden«· So läßt sich erkennen, daß das typische bekannte System für die Herstellung eines Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff es nicht nur relativ kompliziert ist, sondern auch in empfindlicher Weise ausgeglichen werden muß, um wasserfreien Alkohol zu gewinnen, der dann anschließend mit dem Benzin gemischt werden muß, um das endgültige Produkt des Benzin/^lkohol-Motorkraftstoffes zu erhalten« Darüber hinaus befindet sich der Alkohol unter einer genauen regierungsamtliehen Kontrolle, muß in Gegenwart eines Regierungsbeauftragten denaturiert, und schließlich müssen Chemikalien züge-
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setzt werden.
In der Pig· 2 ist schematisch eine Systemanordnung dargestellt, die sich für die Herstellung eines Motorkraftstoffes mit einem Gehalt an Alkohol entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren und unter Verwendung von Benzin oder einer Benzinfraktion im Sinne eines Schlepp- und Extraktionsmittels eignet»
Im Gegensatz zu dem in Pig* 1 dargestellten bekannten Verfahren ist das in Pig. 2 wiedergegebene Verfahren entsprechend der vorliegenden Erfindung nicht nur vereinfacht, sondern vermeidet auch die Ilotwendigkeit einer getrennten Dehydratisierung des wäßrigen Alkohols und eines nachfolgenden Mischens davon mit Benzin, um zu dem endgültigen gewünschten Erzeugnis zu gelangen. Aus der Pig. 2 ist zu ersehen, daß das detaillierte Ausgleichssystem, von welchem in dem System gemäß Pig. 1 Gebrauch gemacht wird, eliminiert ist.
In dem in Pig. 2 wiedergegebenen System entspricht die Dehydratisierungstrockenkolonne 1 derselben in Pig. 1 dargestellten Kolonne 1A, ausgenommen daß diese Kolonne 1 in der oberen Zone mit einer zusätzlichen Eintrittszuleitung 25 versehen ist, die sich in der ITähe des Kopfes der oberen Zone befindet, um das Benzin oder eine Benzinfraktion in die betreffende Kolonne 1 einzuführen. Dieses Benzin oder eine Benzin-! fraktion wird als Kombinationsschleppmittel oder -extraktionsmittel im Verhältnis von etwa 9:1 gegenüber dem eingehenden wäßrigen Alkohol benutzt. Der wäßrige Alkohol'wird dabei über die Leitung 24 wie bei den vorhergehenden. Systemen zugeleitet, Andererseits wird das Produkt Benzin/Alkohol-Liotorkraftstoff mit dem Alkoholanteil unter Wasserentzug direkt aus dem Boden der Kolonne 1 über die Leitung 4 abgelassen und zur zukünfti-
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gen direkten Verwendung als Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff Lagertanks zugeleitet.
Das erfindungsgemäße Vorfahren wird mit Hilfe der Systemanordnung der Pig« 2 in der folgenden Art und V/eise durchgeführt:
Wäßriger Alkohol wird entweder als Dampf oder in flüssiger Form, wie etwa handelsüblicher Ethylalkohol mit einem Wassergehalt von 6 bis 7 Masse-%, über die Zuleitung 24 in die Kolonne 1 eingebrachte Wie denjenigen gut verständlich sein dürfte, die auf diesem Gebiet der Technik versiert sind, ist der Teil der Kolonne 1 über der Zuführungsstelle oder über dem Aufgabeboden als obere Zone der Kolonne anzusehen und der Teil der Kolonne unterhalb der Zuführungsstelle oder unterhalb des Aufgabebodens als untere Zone» Benzin oder eine Benzinfraktion wird als Schleppmittel und Extraktionsmittel der oberen Zone der Kolonne 1 über die Zuleitung 25 zugeführt. Es kommt dabei zu der Bildung eines ternären azeotropen Gemisches mit dem wäßrigen Alkohol, und die Kolonne 1 wird durch den Rückverdampfer 3 erhitzt. Da sich das Benzin oder die Benzinfraktion in Richtung nach unten durch die Kolonne 1 bewegt, wie weiter oben erwähnt wurde, kommt es zu einer sukzessiven Berührung des Benzins bzw· der Benzinfraktion mit den aufsteigenden Dämpfen des wäßrigen Alkohols, und vorzugsweise strömt der Alkohol ebenfalls in Richtung nach unten«
Sowohl das Benzin oder die Benzinfraktion als auch der Alkohol bewegen sich in Richtung nach unten durch die Kolonne 1 in die untere Zone und durch die Leitung 4 gelangen die Flüssigkeiten in Vorratsbehälter» Erhalten wird als Produkt ein Mo-
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torkraftstoff, d. h· ein'Benzin/Alkohol-Motorkraftstoff, ein Benzin mit einen Gehalt an'Alkohol oder eine.alkohoIreiche Mischfraktion, wobei in dem Kraftstoff im wesentlichen kein Wasser mehr vorhanden ist«
In der Zwischenzeit werden die aufsteigenden Dämpfe, die sich aus Wasser, Benzin oder der Benzinfraktion und Alkohol zusammensetzen, im Kopfteil der Kolonne 1 als Dampf am Kolonnenkopf gesammelt und über die Leitung β dem Behälter 7 zugeleitet» Dabei durchlaufen sie den Verflüssiger 8, wo es zur Kondensation -kommt. In dem Behälter 7 wird das Kondensat durch Dekantierung in zwei flüssige Phasen oder Schichten getrennt. Die obere Schicht entspricht hauptsächlich Benzin mit einem Gehalt an Alkohol und einem geringeren Mengenanteil an Wasser. Die untere Schicht besteht aus Alkohol und Wasser mit einem geringeren I-iengenanteil an Benzin«
Die Benzinschicht wird über die Leitung 9 der Kolonne 1 zurückgeführte Sie wird im allgemeinen dem oberen Boden der Kolonne zugeführt, wenn es sich darum handelt, ein Produkt aus Benzin und Alkohol im Mischungsbereich 90 % - 10 % bis - 30 % herzustellen« Die Zuführung erfolgt aber teilweise in die obere Zone oder in die untere Zone in der Nähe der Zuführung 24, wenn Produkte hergestellt werden sollen, die nur 10 % bis 20 % Benzin enthalten, und eine Benzinfraktion als Dehydratisierungsmittel verwendet wird.
Andererseits wird die Wasserphase oder -schicht mit dem Gehalt an Alkohol und einem geringeren Mengenanteil an Benzin in dem Behälter 7 über die Leitung 15 der oberen Zone der Rückgewinnungs- oder Stripperkölonne 2 zugeleitet, die einen ähnlichen Aufbau wie die Kolonne 2Ader Fig. 1 aufweist» Die
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Kolonne 2 wird durch den Rückverdampfer 17 oder durch direktes Einspritzen von Frischdampf auf eine Temperatur erhitzt, die ausreicht, um das Benzin und den Alkohol zu verdampfen· Diese Dämpfe werden als Dämpfe am Kolonnenkopf aufgefangen und über die Leitung 18 dem Verflüssiger 19 zugeleitet, in dem die Kondensation der Dämpfe stattfindet» Ein Teil des Kondensates wird anschließend über die Leitung 20 der oberen Zone der Kolonne 1 an einer Stelle der Kolonne 1 über der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols in die Kolonne 1 zurückgeführt und der Rest der oberen Zone der Stripperkolonne 2 . zurückgeleitet, vorzugsweise über die Zuleitung 26B auf der Höhe des oberen Bodens· In der Zwischenzeit strömt das Wasser, aus der oberen Zone der Stripperkolonne 2 in Richtung nach unten in die untere Zone und wird über die Leitung 16 entweder als Rückstand zum Austrag gebracht oder für andere Zwecke weitergeleitet*
Das Vorhandensein von Butan und anderen Bestandteilen mit ziemlich niedrigen Siedepunkten in dem Benzin führt zu einer geringen Temperatur am Kolonnenkopf in der Leitung 6 und zu einem nachfolgenden Verlust dieser leichtsiedenden Anteile aus dem System» In einem Herstellungsbetrieb für Alkohol wünscht man im allgemeinen, ein exakteres Alkoholerzeugnis herzustellen und nicht den großen Überschuß an Benzin zu verwenden»
Wir wenden uns nun der Pig. 3 zu· Es handelt sich hierbei um die Wiedergabe der detaillierteren und·wünschenswerteren Verkörperungen der vorliegenden Erfindung zur Verwirklichung des Endergebnisses«
Pig. 3 entspricht einem Ablaufdiagramm, welches schematisch
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eine vollständige Systemanordnung zur Herstellung von absolutem Alkohol im Rahmen einer vollkommenen Denaturierung mit Benzin unter Heranziehung des denaturierenden Benzins im Sinne des Schleppmittels/Extraktionsmittels wiedergibt.
Die in Pig· 3 wiedergegebende Anlage v/eist im allgemeinen einen Haischetripper 52 mit etwa 24 Abstreifböden (nicht wiedergegeben) auf, wie sie auf diesem Gebiet der Technik bekannt sind. Diese Abstreifböden befinden sich unterhalb der Zuführungsstelle. Im Durchschnitt sind 18 bis 28 Abstreifböden die Regel. Ein einzelner Schaumtrennboden ist über der Zuführungsstelle angeordnet, wobei kein Rücklauf zu verzeichnen ist« Die Vorerwärmung erfolgt mindestens auf 69 C (155 F), sofern die Vorerwärmung durch den Wärmeaustausch nur mit dem Dampf am Kolonnenkof geschieht. Wünschenswert' ist aber eine Vorerwärmung auf 77 C (170 P) oder höher, sofern die Vorerwärmung durch einen wärmeaustausch mit den Maischedestillationsrückständen oder mit Hilfe einer anderen verfügbaren wiedergewinnbaren Wärmequelle geschieht» Die Anlage beinhaltet ebenfalls einen Maischerektifizierapparat 57 mit 24 bis 42 (nicht wiedergegebenen) Rektifizierboden. In diesen Rektifizierapparat 57 gelangt der Dampf von dem Maischestripper 52 und der Dampf von einem Wasserstripper mit 15 bis 22 Böden. Dieser wird durch eine kleine Menge Frischdampf erwärmt und weits als Gesamtrückstände nur die Menge an Wasser in dem Dampf aus dem Maischestripper 52 auf. Das Kopfprodukt des Maischerektifizierapparates 57 wird durch die Vorerwärmung des Maischeeintrages kondensiert. Die Anlage enthält des weiteren einen Verflüssiger 59 und/oder andere Einrichtungen mit einem ausreichenden Rücklauf, um gewöhnlich ein Hormalprodukt mit den Werten 190 bis 191,5 (obgleich in einigen Fällen nur ein Udrmalprοdukt"mit dem Wert 185) (190 =
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90%iger; 191,5 = 91,5#iger; 185 = 85#iger. Ethylalkohol) zu erhalten» Vorhanden ist des weiteren eine Trockenkolonne 83 mit etwa 50 Böden (obwohl 20 bis 25 Böden ausreichend sind, auch wenn sie einen erhöhten Wärmeverbrauch aufweisen). Die Erwärmung dieser Trockenkolonne 8.3 erfolgt mit Hilfe eines Rückverdampfers 84 von unten her« Diese Trockenkolonne 83 weist einen Verflüssiger 86 am Kopfteil auf, einen Dekanter 89 für den Rücklauf sowie entsprechende Dekantierböden« Diese dienen der Trennung des Wassers in den verschiedenen Zonen der Kolonne 83 in Mengenanteilen bis zu etwa 40 % der Menge der Wasserschicht, die von den Dekantierböden entfernt wird. Die Temperatur am Kolonnenkopf der Trockenkolonne 83 wird in der Weise geregelt, indem die Wassermenge variiert wird, die dem Hauptverflüssiger 86 zugeleitet wird. Mehr Wasser ergibt eine niedrigere Temperatur am Kolonnenkopf, und weniger Wasser trägt zu einer höheren Temperatur am Kolonnenkopf bei. Die nichtkondensierten niedrigsiedenden Anteile aus dem Verflüssiger 86 der Trockenkolonne 83 und/oder die niedrigsiedenden Anteile von einem Benzineinsatzproduktvorheizer 75 werden einer Entlüftungswaschkolonne 98 im unteren Teil zugeleitet. Dem Kopfteil dieser Waschkolonne 98 werden die Destillationsrückstände der Trockenkolonne 83, ein Alkohol-BenzinProdukt, zugeleitet, abgekühlt auf eine Temperatur von etwa 10 0C (50 0P) durch den Kühler 100 und durch den Unterkühler-101, Die Wasserschicht mit dem Gehalt an Benzin und Alkohol, die aus dem Dekanter 89 am Kolonnenkopf der Trockenkolonne 83 und von den besonderen Dekantierböden herstammt, wird dem Maisclierektifizierungsapparat 57 zugeleitet, in dem von dem Dampf des Maischestrippers 52 Gebrauch gemacht wird, um den Alkohol aus dem vergorenen Ausgangsmaterial anzureichern und das aufgelöste Benzin zurückzugewinnen. Das Benzin wird dem Benzineinsatzproduktvorheizer 75 zum Zwecke der Eliminierung
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des Butans zugeleitet. Im Anschluß daran erfolgt ein Vermischen mit dem Kopf produkt des Alkohol/Benzin-Maischerektifizierapparates 57 zum Zwecke der Zuleitung zu der Trockenkolonne 83«
Der Betrieb des Systems im Maßstab einer Versuchsanlage in einer Brennerei zeigt, daß es wünschenswert ist, statt des bekannten Bensin/Alkohol-lüotorkraftstoffes mit einem Alkoholgehalt von 10 % einen durch Benzin denaturierten Alkohol herzustellen,, Ein derartiger Betrieb lieferte zum Beispiel die folgenden Ergebnisse unter Verwendung von normalen bleifreiem Benzin und einem Eintrag aus Dämpfen absoluten Alkohols· Das Verhältnis des Alkohols zu dem Benzin wurde in wünschenswerter V/eise erhöht, um Anteile an Alkohol bis zu 85 % bis 90 % zu erhalten* Die anfänglichen experimentellen Versuche wurden mit einem Eintrag aus Dämpfen absoluten Alkohols und der Zugabe des Benzins zu dem Kopfteil eines vertikalen Verflüssigers durchgeführt· Dadurch sollte der Dampf am Kolonnenkopf gewaschen werden, um die leichtsiedenden Anteile zurückzuhalten und die Trennung in dem Kopfdekanter zu verstärken. Bei einem 10/yigen bis 12/Sigen Benzinprodukt lag die Temperatur am Kolonnenkopf der Trockenkolonne bei 28 C bis 30 C, und die Wasserschichten waren auf etwa 10 Kolonnenboden in der oberen Zone der Kolonne anzutreffen. Die Kolonnenboden ergaben etwa 40 % der Gesamtwasserschicht. Das Produkt wies einen Wassergehalt auf, der im allgemeinen kleiner als etwa 0,01 % war, aber das Iviaterialgleichgewicht 'war nicht vorhanden, was auf erhebliche Verluste an leichtsiedende.n Anteilen in dem Dampf, der aus der Kolonne ausgetragen wurde, und in der Wasserschicht, die abgelassen wurde, schließen ließ. Versuche mit Benzin unter Zuführung .zu dem "Boden am Kolonnenkopf der Trockenkolonne ergaben eine Temperatur am Kolonnenkopf von
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50 C und eine Rücklaufwasserschicht in der Größenordnung von 20 %, wovon etwa 20 % von den Kopfdekantierböden der Trockenkolonne herstammten» Das Alkohol/Benzin-Produkt enthielt bei 60 % Alkohol etwa 0,1 Masse-% Wasser. Bei einem Eintrag eines flüssigen Alkohols lag die Temperatur am Kolonnenkopf bei 36 C, der Y/assergehalt in dem Rücklauf betrug 30 %, wovon etwa 30 % von den oberen 8 Böden herstammten. Die Wasserschicht von den Kolonnenboden entfernte die geringfügige gelbe Farbe von dem verwendeten bleifreien Benzin, und ein sehr schweres, ölartiges und v/achsartiges Material war in dem V/asser anzutreffen, welches aus der Wasserwiedergewinnungskolonne als Rückstand zum Austrag gelangte, selbst wenn die dort anzutreffende Temperatur gerade über 100 C lag. Es war jedoch klar, daß in Gegenwart eines Benzins ohne Butanentzug die Trockenkolonne gut arbeitet, wo man die Entfernung des V/assers durch Dekantieren von den Böden ausnutzte, statt eine erhebliche Menge an zugeführter zusätzlicher Wärme dafür zu verwenden, um das gesamte Wasser als Kopfprodukt auszutreiben. Die im wesentlichen bei 100 0C nichtfluchtigen Bestandteile in dem Benzin werden unter den Böden zugeleitet, die das Wasser abscheiden. Wenn sich die Temperatur am Kolonnenkopf veränderte, so war dies auch der Pail mit dem Prozentsatz an Wasser in der Rücklaufwasserschieht und dem Anteil an V/asser, der durch Dekantieren von den Böden entfernt wurde. Bei einem 55%igen Alkohol/Benzin-Produkt mit einem Wassergehalt von etwa 0,1 Masse-% und bei einer Temperatur am Kolonnenkopf von 30 0C machte das Rücklaufwasser etwa 40 % Wasser aus, wovon etwa 25 % von. den 8 Kolonnenboden am Kolonnenkopf herstammten» Die Benzinschicht aus dem Dekanter enthielt etwa 0,1 Masse-% Wasser und 4 bis 6 Masse-% Alkohol. Bei einem 85%igen Akoholprodukt und einer Temperatur am Koloiinenkopf von 35 0C entsprach das-Wasser" etwa.40 %; 30 % Wasser bei
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einer Temperatur am Kolonnenkopf von 50 0C, 19 % Wasser bei einer Temperatur am Kolonnenkopf von 60 C und 10 % Wasser bei einer Temperatur am Kolonnenkopf von 74 °C, wobei kein Nebenwasser erzeugt wird. Über einer Temperatur von etwa 65 C am Kolonnenkopf, wenn der Alkohol über etwa 70 % in den Destillationsrückständen ausmachte, nahm der Wassergehalt in dem Alkohol/Benzin-Produkt auf etwa 1,5 Masse-% bei der Temperatur am Kolonnenkopf von 74 0C zu« Über etwa 80 % Alkohol in den Destillationsrückständen ist es ohne gekühlte Entlüftungsverflüssiger schwierig, ein Produkt mit nur 0,1 Masse-% Wasser herzustellen, und zwar wegen des Verlustes der kleinen Menge der wirksamen Schleppfraktion. Beste Ergebnisse wurden bei einer Temperatur von etwa 50 C und unter den Bedingungen erhalten, gernäß welchen ein Teil der Benzinschicht von dem Dekantor unterhalb des Einlaufbodens der Trockenkolonne zurückgeführt wird. IJur durch das Hinzufügen einer Waschkolonne zu dem Benzin aus dem Entlüftungsverflüssiger und unter Verwendung des Alkohol/Benzin-Produktes unter Abkühlung auf etwa 10 0C (50 P) als Waschmedium ließ sich das Gesamtmaterialgleichgewicht in der gesamten Anlage ausgleichen Da das Butan und die leichtsiedenden Anteile in dem Benzin bei normalen Temperaturen im Bereich von 21 bis 27 0C (70 0P bis 80 0P) gelöst sind, ist es leicht, sie in dem Alkohol/Benzin-Produkt wiederaufzulösen, indem sie aus .den Abgasen des Entlüftungsverflüssigers herausgewaschen werden.
Es ist darauf hinzuweisen, daß der Rücklauf der Wasserschicht zu dem Maischerektifizierapparat 57 eine erhebliche Menge an Benzinfraktionen enthält, und der gesamte Alkohol, der aus dein Maischeeintrag ausgestrippt wird, in dem Liaischerektifizierapparat 57 verunreinigt wird. E;s ist somit unmöglich, irgendwelchen Alkohol· ohne Verunreinigung mit Benzin aus dem System
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zu entnehmen· Daher kann·nur ein mit Benzin verunreinigter Alkohol dem System entnommen v/erden, was durch den Geruch des Produktes nachweisbar ist. Andererseits macht es ein Rückschlagventil in der Dampfleitung von dem Maischestripper 52 zu dem Iiaischerektifizierapparat 57 für ein beliebiges Benzin, für alle Dämpfe oder andere Komponenten unmöglich, in den Maischestripper 52 zu gelangen und den Hebenprodukt eintrag zu verunreinig en«,
Benzin, das.von drei verschiedenen Tankstellen bezogen und sowohl als normales bleifreies Benzin als auch als Reformat verkauft wurde, und eine Plattformatfraktion, die direkt von einer Fraktionierraffinerie bezogen wurde, wurden in verschiedenen experimentellen Versuchen im Rahmen des beschriebenen Systems verwendet. Entbutanisiertes Benzin ergab einen geringeren Rücklauf der Benzinschicht am Kolonnenkopf im Vergleich zu einem Benzin ohne Butanenentzug.
Eine detailliertere Beschreibung des vollständigen, in 3 veranschaulichten Systems und der Funktionsweise desselben folgt weiter unten. Vergorenes Material mit einem Alkoholgehalt von gewöhnlich 11 bis 12 Vol.-% (immerhin kann zum Beispiel eine vergorene Molke mit einem Alkoholgehalt von 2,5 VoI,~% für diese Zwecke verwendet werden) wird über die Zuleitung 50 durch den Vorerwärmer 51 dem Maischestripper 52 zugeleitet. Frischdampf oder Direktdampf wird dem Maischestripper 52 über die Zuleitung 53 zugeführt, um den Alkohol aus dem überströmenden Eintrag auszustrippen und bei 54 ein alkoholfreies Bodenprodukt für die Futtermittelgewinnung zu bekommen» Der Dampf am Kolonnenkopf in der Leitung 55 mit etwa 20 bis 50 Masse-% Alkohol strömt durch das Rückschlagventil 56 hindurch und gelangt in den Maischerektifizierapparat
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57. Der Dampf am Kolonnenkopf in Leitung 58 mit dem Alkohol aus dem Gärtank und zusätzlich mit dem in den Wasserschichten aufgelösten Alkohol und Benzin, die über die Leitungen 63 und 64 dem Kektifizierapparat 57 zugeführt werden, wird teilweise in dem Einsatzproduktvorheizer 51 und in dem Verflüssiger 59 kondensiert und anschließend zuletzt bis zu einem gewissen Grade mit kältestem Kühlwasser in dem Entlüftungsverflüssiger 60, Die kondensierte Plüssigkeit aus diesen Verflüssigern wird über die Leitung 61 als Rücklauf zusammen mit dem aufgenommenen Produkt über die Leitung 62 durch Temperaturregelung zum Zwecke einer Alkoholanreicherung dem Zwischenbehälter 73 zugeleitet. Wenn der vergorene Eintrag Puselol enthält, kann dieses über die Leitung 69 entfernt werden, in dem Fuselölseparator 70 getrennt werden, wobei die entsprechende Schicht über die Leitung 71 zurückgeleitet wird, und alle Ölprodukte über die Leitung 72 dem Zwischenbehälter 73 zugeleitet werden. Die Bodenprodukte aus dem Maischerektifizierapparat 57 v/erden dem Wasserstripper 65 zugeleitet. In diesem erfolgt ein Ausstrippen durch Dampf über die Zuleitung 66, und zum Austrag gelangt ein alkoholfreies Wasser über die Leitung 67*zur Abwasserbeseitigung« Der Dampf aus dem Wasserstripper 65 strömt durch die Leitung 68 in den Maischerektifizierapparat 57 zurück.
Das Benzin wird in dem gewünschten Verhältnis zu dem Alkoholgehalt des vergorenen Eintrages über die Zuleitungen 74 und.77 dem Benzineinsatzproduktvorheizer 75 zugeführt. Dampf kann über die Leitung 80 zum Zwecke der Temperaturregelung zugeführt werden« Der Austritt erfolgt dabei über die Leitung 79 in den Zwischenbehälter 73· Das Alkohol/Benzin-Gemisch wird dann über die Leitung 81 in die Leitung 82 geleitet, wo es zu einer direkten Vereinigung mit .dem gesamten Benzin oder mit einem Teil des Benzins aus Leitung 74 kommt, ohne dabei eine
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Erwärmung zum. Eintrag in die Trockenkolonne 83 vorzunehmen· Der Rückverdampfer 84 liefert dem Boden der Trockenkolonne Wärme, und der Dampf am Kolonnenkopf der Trockenkolonne 83 gelangt über die Leitung 85 in den Verflüssiger 86. Die Temperatur in der Leitung 37 wird aufrechterhalten, indem das Kühlwasser zum Verflüssiger 86 kontrolliert wird, und der Entlüftungsverflüssiger 88 dient dazu, um derartiges Material zu kondensieren, das mit dem kältesten Kühlwasser ohne Schwierigkeiten kondensiert werden kann. Der Rücklauf von dem-Verflüssiger 88 wird dem Dekanter 89 zugeleitet, wobei die Benzinschicht in der Leitung 90 durch die Leitung 91 als Rücklauf dem Kopf der Trockenkolonne 83 oder teilweise über die Leitung 92 einem unteren Boden der Kolonne zugeführt wird. Das Wasser aus dem Dekanter 89 wird über die Leitung 63 dem Maischerektifizierapparat 57 zugeleitet und ebenfalls die Wasser schicht en, die γόη mehreren Böden am Kopf der Kolonne 83 über die Leitungen 64A, 64BS 64C usw. dekantiert wurden, über die Leitung 64o Die Destillationsrückstände an absolutem Alkohol werden über die Leitung 99 entfernt, in dem Kühler
100 gekühlt j mit derart abgekühltem Wasser in dem Kühlapparat
101 abgeschreckt oder unterkühlt und anschließend über Leitung 102 dem Kopfteil der Entlüftungswaschkolonne 98 zugeleitet» Die Butane und die anderen niedrigsiedenden Anteile, die in den Entluftungsverflüssigem 88; 98 nicht ohne weite-' res kondensierbar sind, strömen durch die Leitungen 93 und in die Leitung 95? die mit den Dämpfen aus dem Benzineinsatzproduktvorheizer über die Leitung 96 und die Produkt "behält er-entlüftungsleitung 106 verbunden ist, um über die Leitung 97 ' in die Entlüftungswaschkolonne 98 zu gelangen. Hier löst das herunterkommende abgekühlte Alkohol/Benzin-Produkt alle kondensierbaren Komponenten auf, wobei nur die Möglichkeit besteht, daß kondensierbare Bestandteile über die Leitung
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über eine Flammenrückschlagsicherung austreten können. Das Alkohol/Benzin-Produkt strömt mit alle leichtsiedenden Anteilen über die Leitung 104 in den Produktbehälter 105 zur späteren Überführung in Lagerbehälter oder zur weiteren Verwendung über die Leitung 108«
Es versteht sich, daß, während das erfindungsgemäße Verfahren im besonderen von Hutzen ist bei der Herstellung von Alkoholmißchungsfraktionen für Hotorkraftstoffe mit einem Gehalt an Ethylalkohol, die Bezeichnungsweise Alkohol, wie sie in der vorliegenden Beschreibung stets verwendet wird und ebenfalls in den späteren Punkten des Erfindungsanspruches, in der Weise zu verstehen ist, ebenfalls andere Alkohole oder ähnliche sauerstoffgesättigte organische Verbindungen mit zu beinhalten, wie etwa beispielsweise, aber nicht darauf beschränkt, Propanol, Butanol, Pentaiiol u, dgl. und desgleichen ihre isomeren Formen oder irgendwelche kommerziellen denaturierten Mischungsverhältnisse für Ethylalkohol.
Das Verfaliren gemäß der vorliegenden Erfindung kann unter ausserordentlich veränderlichen Bedingungen des Druckes und der Temperatur ausgeführt werden« Im allgemeinen wird das Verfahren unter den.Bedingungen eines Überdruckes ausgeführt. Es versteht sich in dieser Beziehung, daß die wirkungsvollsten Druckbedingungen, von denen bei der .Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung Gebrauch zu machen ist, in der Hauptsache von den besonderen Siedepunkten des verwendeten Benzins oder der verwendeten Benzinfraktion abhängig sind.
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Es versteht sich, daß es im Sinne der vorliegenden Erfindung liegt, das Verfahren in der V/eise auszuführen, von einem Gemisch von Alkoholen, und zwar entweder in flüssiger Form oder in Form von Dämpfen, Gebrauch zu machen und desgleichen ein Benzin/Alkohol-Pinalprodukt anzustreben, welches sehr unterschiedliche Mengenverhältnisse an Benzin und Alkohol aufweisen kann»
Es versteht sich daher, daß die hier beschriebenen Verkörperungen der vorliegenden Erfindung nur Veranschaulichungszwecken dienen und die Konzeption der vorliegenden Erfindung dadurch nicht eingeschränkt wird, außer durch die Definitionen in den weiter unten angegebenen Punkten des Erfindungsanspruches»

Claims (8)

  1. -31- 18.4.1980
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    Erfindungsanspruch
    1» Verfahren zur Herstellung einer Hischgrundkomponente mit einem Gehalt an Alkohol zum Vermischen mit Benzin zur Her-"stellung eines Benzin/Alkohol-I.iotorkraftstoff es, v/obei wäßriger Alkohol und Benzin in eine Dehydratisierungstrockenkolonne eingebracht werden, die mit einer Vielzahl von Boden in einer Anordnung in der Kolonne übereinander und mit einem Rückverdampfer am untereren Teil und einem Verflüssiger am Kopfteil der Kolonne verseilen ist, wobei Dämpfe am Kolonnenkopf mit einem Gehalt an Benzin, Alkohol und Wasser anfallen und eine im wesentlichen wasserfreie Mischung aus Alkohol und Benzin aus der unteren Zone der Kolonne wiedergewonnen wird, gekennzeichnet dadurch, daß Benzin ohne Butanentzug als Schleppmittel für die Herstellung von wasserfreien alkoholreichen Mischungen herangezogen wird, wobei das Benzin ohne Butanenentzug direkt der Kolonne zusammen mit dem wäßrigen Alkohol oder in der Nähe der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols in die Kolonne eingegeben wird, unter Wiedergewinnung der alkoholreichen Mischungen als Bodenprodukte der Kolonne.
    2, Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet durch die Kondensation der Dämpfe am Kolonnenkopf, die Trennung des Kondensates in eine Schicht aus Benzin und Alkohol mit einem kleineren kengenanteil an Wasser und eine Schicht aus Wasser und Alkohol mit einem kleineren Mengenanteil an Benzin, die Entfernung der V/asserschicht und die Rückführung der Benzinschicht in die Dehydratisierungstrockenkolonne.
    6qU 4 -32- 18.4.1980
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    3* Verfahren gemäß Punkt 2, gekennzeichnet durch die Rückführung der Benzinschicht in die Dehydratisierungstrockenkolonne an einer Stelle über der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols in die Kolonne.
    4· Verfahren gemäß Punkt 2, gekennzeichnet durch die Rückführung eines Teiles der Benzinschicht in die Dehydratisierungstrockenkolonne an einer Stelle unter der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols·
    5. Verfahren gemäß Punkt 2, gekennzeichnet durch die Einführung der Koiidensatwasserschicht in eine Stripperkolonne, das Ausstrippen des Benzins und des Alkohols daraus als Kopfprodukt und Kondensation desselben, das Zurückführen wenigstens eines Teiles des Kondensates zurück in die Stripperkolonne und die Wiedergewinnung des V/assers aus dem Rückstand der Stripperkolonne, wobei der Rest des Kondensats der Dehydratisierungstrockenkolonne zurückgeführt wird.
    6β Verfahren gemäß Punkt 2, gekennzeichnet durch eine Trennung durch Dekantieren des Kondensates in eine Schicht aus Benzin und Alkohol mit einem Gehalt von kleineren Mengenanteilen an Wasser und eine Schicht aus Wasser und Alkohol mit einem Gehalt von kleineren Mengenanteilen an Benzin.
    7· Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei dem der Dehydratisierungstrockenkolonne eingeführten Kohlenwasserstoff um eine Benzinfraktion handelt.
  2. 8. Verfahren gemäß Punkt, 1, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei dem Alkohol um Ethylalkohol handelt»
    21 6804 ~33~ 18.4.1980
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  3. 9. Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der
    wäßrige Alkohol in die Kolonne in flüssiger Form einge- führt wird« .
    10« Verfahren gernäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der wäßrige Alkohol in die Kolonne in Dampfform eingebracht wird,
    11* Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der wäßrige Alkohol in die Kolonne als Gemisch aus Alkoholen mit Wasser eingebracht wird«
  4. 12. Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die nichtkondensierten Leichtsiederfraktionen des verwendeten Benzinschleppmittels in das Alkohol/Benzin-Finalprodukt in der Weise einbezogen werden, daß die Leichtsieder im Gegenstrom in einer Waschkolonne eine Kontaktbehandlung erfahren, wobei das abgekühlte Alkohol/Benzin-Produkt aus der Trockenkolonne als Waschmedium verwendet wird«
    13· Verfahren gernäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Benzin auf eine vorbestiramte Temperatur erhitzt wird, um solche Leichtsieder gemäß der obigen Beschreibung zu entfernen, bevor die Einführung des Benzins als Schleppmittel in die Trockenkolonne erfolgt, und die Leichtsieder gemäß Punkt 12 wieder in das flüssige Alkohol/Benzin-Produkt aufgenommen werden.
    14« Verfahren gemäß Punkt 13, gekennzeichnet dadurch, daß die Benzinschicht der Dehydratisierungstrockenkolonne an einer Stelle über der Stelle der Einführung des .wäßrigen Alkohols in die besagte Kolonne zurückgeführt
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    wird ο
    15· Verfahren gemäß Punkt 13» gekennzeichnet dadurch, daß
    ein Teil der Benzinschicht der Dehydratisierungstrocken-.' kolonne an einer Stelle unter der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols zurückgeführt wird·
    I6e Verfahren gemäß Punkt 13» gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei dem Kohlenwasserstoff, der in die Dehydratisierungstrockenkolonne eingeführt wird, um eine Benzinfraktion handelt.
  5. 17. Verfahren gemäß Punkt 13, gekennzeichnet durch die Einführung der Kondenswasserschicht in eine Stripperkolonne, das Ausstrippen des Benzins und des Alkohols daraus als Kopfprodukt und Kondensieren dieser Komponenten, den Rücklauf wenigstens eines Teiles des Kondensates in die Str ipperkolonne und die Wiedergewinnung des Wassers aus dem Rückstand der Stripperkolonne, während der Rest des Kondensates der Dehydratisierungstrockenkolonne zurückgeführt wird β
    18« Verfahren gemäß Punkt 13» gekennzeichnet durch das Trennen des Kondensates in eine Schicht aus Benzin und Aiko-" hol mit einem kleineren V/asseranteil und eine Schicht aus Wasser und Alkohol mit einem kleineren Benzinanteil durch Dekantieren. . ·
  6. 19. Verfahren gemäß Punkt 13» gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei dem Alkohol um Ethylalkohol handelt.
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    20* Verfahren, gemäß Punkt 13, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei dem Alkohol um einen kommerziellen denaturierten Ethylalkohol handelt.
    β Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die einzelnen Kopfkolonnenböden der Trockenkolonne in der Weise konstruktiv angeordnet sind,.daß eine Wasserschichtphase von dem Benzinrücklauf getrennt und eine V/asserschient phase von den Kolonnenboden entfernt wird, wenn sich die Wasserschichtphase herausgebildet hat.
  7. 22. Verfahren, gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Wasserscliichten mit dem gelösten Benzin, die durch Dehydratisierung des Alkohols entfernt v/erden, durch die Verwendung des Strippdampfes von der Anfangsgewinnung des Alkohols aus einem vergorenen Material aufgesättigt werden, wobei die Dampfleitung mit einem Rückschlagventil ausgestattet wird, um zu gewährleisten, daß keine Verunreinigung des vergorenen Ausgangsmaterials auftritt, und das gelöste Benzin das gesamte gewonnene Produkt der Kolonne verunreinigt, das gesamte Wasser durch unabhängige Strippböden zu Austragszwecken ausgestrippt wird und keine Flüssigkeiten oder Dämpfe, einerlei welchen Ursprungs, in den Stripper für das vergorene Ausgangsinaterial zurückgelangen.
    23· Verfahren zur Herstellung einer Mischgrundkomponente mit einem Gehalt an Alkohol zum Vermischen mit Benzin zur Herstellung eines Benzin/Alkohol-Motorkraftstoffes, wobei wäßriger Alkohol und Benzin in eine Dehydratisierungstrockenkolonne eingebracht werden,. die mit einer Vielzahl von Böden in einer Anordnung in der Kolonne übereinander und mit einem Rückverdampfer und mit einem Ver-
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    flüssiger verseilen ist, um ternäre azeotrope Gemische aus Alkohol, Wasser und Benzin zu bilden, die einer Fraktionierung unterworfen werden, wobei Dämpfe am Kolonnenkopf mit einem Gehalt an Benzin, Alkohol und Wasser anfallen, die Dämpfe am Kolonnenkopf kondensiert . werden, das Kondensat in eine Schicht aus Benzin und Alkohol mit einem kleineren Wasseranteil und in eine Schicht aus Wasser und Alkohol mit einem kleineren Benzinanteil getrennt wird, die Wasserschicht entfernt wird und eine im wesentlichen wasserfreie Mischung aus Alkohol und Benzin als Bodenprodukt aus der Dehydratisierungstrockenkolonne gewonnen wird, gekennzeichnet dadurch, daß Benzin ohne Butanentzug als Schleppmittel für die Herstellung von wasserfreien alkoholreichen Mischungen herangezogen wird, wobei das Benzin ohne Butanentzug direkt der Kolonne zusammen mit dem wäßrigen Alkohol oder in der Ilähe der Stelle der Einführung des wäßrigen Alkohols in die Kolonne eingegeben und die Benzinkondensatschicht in die Kolonne zurückgeführt wird unter Wiedergewinnung der alkoholreichen Mischungen als Bodenprodukte der Kolonne.
    24· Verfahren zur Herstellung einer wasserfreien Fraktion aus einem vergorenen Ausgangsmaterial oder aus einer vergorenen Maische,· gekennzeichnet durch die folgenden Bearbeitungsstufen ι Kontaktbehandlung des vergorenen Aus-.gangsmaterials oder der vergorenen Maische direkt mit Dampf; Verflüchtigung des Alkohols in dem Ausgangsmaterial oder in der Maische und Gewinnung eines alkoholfreien Rückstandes; Weiterleitung des Alkoholdampfes durch einen EinwegstrÖmuiigsmechaiiismus in eine Kolonne, die mit einer Vielzahl von Böden in eine-r übereinanderliegenden Anordnung ausgestattet ist; Rücklauf des. Alkoholdampfes über
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    die Vielzahl von Böden und Anreicherung des Alkohol- dampfes zu einem hochprozentigen Alkohol; Ausnutzung des Rücklaufes und des Dampfes zur Anreicherung zusätzlichen Alkohols aus einem verdünnten wäßrigen benzinhaltigen Rücklauf und Kontaktbehandlung der gesamten anfallenden Viasseranteile von der Anreicherungsstufe mit Frischdampf vor dem Austrag zur Abwasserbeseitigung; Zuführen des angereicherten Alkohols mit wiedergewonnenem Benzin aus dem Rücklauf als Verunreinigungsmittel· zusammen mit- zusätzlichem Benzin, das freigestellt erhitzt werden kann, um die L'eichtsieder zu entfernen, in eine Trockenkolonne; Erwärmung des Alkohol/Benzin-Eintrages mit Wärme von einem Rückverdampfer und unter Verdampfung der azeotropen Fraktionen aus Alkohol, Benzin und V/asser am Kolonnenkopf; Kondensation der azeotropen Fraktionen und Bildung von zwei flüssigen Phasen; Rückführung der Benzinphase als Rücklauf in die Trockenkolonne; Recycling der Viasserphase als Initiator vorher in die Kolonne zur Alkoholanreicherung; Abkühlung und Unterkühlung der wasserfreien Alkohol/Benzin-Destillationsrückstände; Kontaktbehandlung der niedrigsiedenden An teile im Gegenstrom, die von den verschiedenen Kondensationen herstammen und von dem Benzineinsatzproduktvor-.heizer, und Herstellung eines Finalproduktes, das einem vollständig denaturierten Alkohol entspricht, der ohne weiteres von de η Herstellungsbetrieben bezogen werden kann und das gesamte ursprünglich zugesetzte Benzin aufweist.
  8. 25. Verfahren gemäß Punkt 24, gekennzeichnet durch das Abtrennen und das Entfernen einer Wasserphase von den einzelnen Kolonnenboden am Ko.pf der Kolonne, sobald sich diese V/asserphase aus dem Benzinrücklauf gebildet hat.
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