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CH705876A2 - Messmodul zur kapazitiven Prüfung eines länglichen textilen Prüfgutes. - Google Patents

Messmodul zur kapazitiven Prüfung eines länglichen textilen Prüfgutes. Download PDF

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Publication number
CH705876A2
CH705876A2 CH6632013A CH6632013A CH705876A2 CH 705876 A2 CH705876 A2 CH 705876A2 CH 6632013 A CH6632013 A CH 6632013A CH 6632013 A CH6632013 A CH 6632013A CH 705876 A2 CH705876 A2 CH 705876A2
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CH
Switzerland
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measuring
capacitor
measuring module
rotation
capacitor electrodes
Prior art date
Application number
CH6632013A
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English (en)
Inventor
Alfred Zimmermann
Original Assignee
Uster Technologies Ag
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Publication date
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Publication of CH705876A2 publication Critical patent/CH705876A2/de

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Abstract

Das Messmodul eignet sich zur kapazitiven Prüfung von in einem Messbereich (13) verlaufendem länglichem textilem Prüfgut (9). Mindestens zwei erste Kondensatorelektroden (41.1–41.4) sind auf einer ersten Trägerplatte (21) angeordnet. Auf einer zur ersten Trägerplatte (21) parallelen zweiten Trägerplatte ist mindestens eine zweite Kondensatorelektrode angeordnet. Die ersten Kondensatorelektroden (41.1–41.4) haben unterschiedliche Abstände von einer Ebene (23) der ersten Trägerplatte (21). Die erste Trägerplatte (21) ist um eine Drehachse (71) drehbar, so dass bei verschiedenen Drehlagen verschiedene erste Kondensatorelektroden (41.1–41.4) zusammen mit jeweils einer zweiten Kondensatorelektrode den im Messbereich (13) liegenden Messspalt bilden. Somit ergeben sich bei verschiedenen Drehlagen unterschiedliche Messspaltbreiten.

Description

TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Messmodul zur kapazitiven Prüfung von in einem Messbereich verlaufendem länglichem textilem Prüfgut, insbesondere von Faserband, Vorgarn oder Garn, gemäss Oberbegriff des ersten Patentanspruchs. Das Messmodul eignet sich besonders, aber nicht ausschliesslich, für den Einsatz in textilen Laborprüfgeräten.
STAND DER TECHNIK
[0002] Seit Längerem werden kapazitive Messvorrichtungen verwendet, um textiles Prüfgut wie Faserband, Vorgarn oder Garn auf seine Gleichmässigkeit hin zu prüfen. Dabei wird das Prüfgut entlang seiner Längsrichtung durch ein elektrisches Feld in einem Messspalt zwischen zwei Kondensatorplatten eines Messkondensators geführt. Es ist von Vorteil, für unterschiedlich dicke Messgüter unterschiedlich breite Messspalte zur Verfügung zu stellen. Die Durchmesser der Messgüter liegen in einem weiten Bereich zwischen weniger als 0.1 mm und mehreren Millimetern.
[0003] Die EP-0 924 518 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Messen von Eigenschaften eines textilen Produktes in einem Messspalt, in dem das textile Produkt eingeführt wird. Dabei weist der Messspalt auf seinen beiden Flächen je eine Elektrode eines Messkondensators auf, zwischen denen das Produkt eingeführt wird. Des Weiteren weist der Messspalt je eine Elektrode eines Kompensationskondensators und je eine Leitung auf, womit sich Störeinflüsse wirksam kompensieren lassen.
[0004] Die Vorrichtung gemäss der EP-0 266 614 A2 enthält einen Messkamm für das Prüfgut, dessen plattenartige Vorsprünge Messspalte verschiedener Spaltbreite definieren, in welchen das Prüfgut zur Bestimmung der Kenngrössen geführt ist. Der Messkamm ist quer zur Laufrichtung des Prüfgutes verstellbar ausgebildet, und jeder Messspalt ist auf eine Sollposition einstellbar. Dadurch durchläuft das Prüfgut jeden Messspalt unter den gleichen geometrischen Bedingungen und erfährt keine von Messspalt zu Messspalt verschiedenen Auslenkungen, so dass die Genauigkeit und die Aussagekraft der gewonnenen Messergebnisse verbessert werden.
[0005] Die Erfindung gemäss der EP-0 942 282 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Messen von Eigenschaften eines textilen Prüfgutes in einem Messspalt, in dem das textile Prüfgut eingeführt ist, wobei der Messspalt durch zwei Wände gebildet ist. Um eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen, bei der das Einstellen der Führung erleichtert ist und bei der das Prüfgut trotzdem genau genug geführt ist, ist ein Führungselement für das Prüfgut im Messspalt vorgesehen, das einer Wand zugeordnet und zu dieser ortsfest eingestellt ist.
[0006] In der EP-1 035 413 A2 ist eine Vorrichtung zum automatischen Prüfen der Gleichmässigkeit von textilem Prüfgut, insbesondere von Garnen, Bändern und Vorgarnen, offenbart, an dem das textile Prüfgut kontinuierlich durch einen aus mehreren auf einer Befestigungsplatte einseitig befestigten Kondensatorelektroden gebildeten Messmodul hindurchgeführt wird. Die Kondensatorelektroden sind dabei parallel nebeneinander angeordnet und stehen von der Befestigungsplatte orthogonal ab. Die für die Messung wirksame Breite des Messspaltes an der Stelle des durchlaufenden Prüfgutes ist mit Hilfe einer Positioniereinrichtung kontinuierlich oder in Stufen einstellbar.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein weiteres kapazitiv arbeitendes Messmodul zur Prüfung von länglichen textilen Prüfgütern schaffen, mit dem unterschiedlich dicke Prüfgüter geprüft werden können, ohne dass dazu der Prüfgutpfad wesentlich geändert werden muss.
[0008] Diese Aufgabe wird durch das Messmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Das erfindungsgemässe Messmodul dient zur kapazitiven Prüfung von in einem Messbereich verlaufendem länglichem textilem Prüfgut, insbesondere von Faserband, Vorgarn oder Garn. Es umfasst eine erste Kondensatorelektrode und eine zweite Kondensatorelektrode, die voneinander beabstandet und zueinander parallel einander gegenüber angeordnet sind sowie einen Kondensator mit einem im Messbereich liegenden Messspalt mit einer definierten Messspaltbreite zur Aufnahme des Prüfgutes bilden. Die Messspaltbreite ist einstellbar. Auf einer ersten Trägerplatte sind mindestens zwei erste Kondensatorelektroden in unterschiedlichen Abständen von einer Ebene der ersten Trägerplatte angebracht. Auf einer zur ersten Trägerplatte parallelen zweiten Trägerplatte ist mindestens eine zweite Kondensatorelektrode angeordnet. Mindestens die erste Trägerplatte ist um eine Drehachse drehbar, so dass bei verschiedenen Drehlagen verschiedene erste Kondensatorelektroden zusammen mit jeweils einer zweiten Kondensatorelektrode den im Messbereich liegenden Messspalt bilden und sich somit bei verschiedenen Drehlagen unterschiedliche Messspaltbreiten ergeben.
[0010] Die Drehachse kann senkrecht oder parallel zu einer Ebene einer der beiden Trägerplatten liegen. Es ist auch möglich, zwei Drehachsen vorzusehen, von denen eine erste senkrecht und eine zweite parallel zu einer Ebene einer der beiden Trägerplatten liegt.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform sind auf der zweiten Trägerplatte mindestens zwei zweite Kondensatorelektroden in unterschiedlichen Abständen von einer Ebene der zweiten Trägerplatte angebracht.
[0012] Es können beide Trägerplatten um jeweils eine Drehachse drehbar und die Drehachsen der beiden Trägerplatten fluchtend zueinander ausgerichtet sein. Als Spezialfall davon können die beiden Trägerplatten für eine synchrone Drehung auf einer gemeinsamen, die Trägerplatten verbindenden Drehachse angeordnet sein. Dabei ist vorzugsweise jeder ersten Kondensatorelektrode eine zweite Kondensatorelektrode zugeordnet sowie zu dieser parallel und gegenüber angeordnet, so dass bei einer synchronen Drehung der beiden Trägerplatten jeweils zwei einander zugeordnete Kondensatorelektroden den Kondensator mit dem im Messbereich liegenden Messspalt bilden. Die beiden Trägerplatten können im Wesentlichen symmetrisch bezüglich einer Symmetrieebene sein.
[0013] Die Trägerplatten bestehen vorzugsweise aus einem dielektrischen Material.
[0014] Die Kondensatorelektroden können auf einer Elektrodenhalterung aus einem dielektrischen Material angeordnet sein.
[0015] Die Kondensatorelektroden bestehen vorzugsweise jeweils aus einer leitfähigen, aufgedampften Beschichtung. Alternativ können sie jeweils aus einer metallischen Platte bestehen.
[0016] Zur Vermeidung von Abrieb ist es vorteilhaft, wenn die Kondensatorelektroden gegen den Messspalt hin jeweils mit einer abriebfesten Schutzschicht versehen sind.
[0017] Auf beiden Trägerplatten können zusätzlich Kondensatorelektroden angeordnet sein, die mindestens einen ausserhalb des Messbereiches liegenden Kompensationskondensator bilden. Dadurch ist es möglich, unerwünschte äussere Einflüsse wie Luftfeuchtigkeitsänderungen zu kompensieren.
AUFZÄHLUNG DER ZEICHNUNGEN
[0018] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. <tb>Fig. 1<sep>zeigt eine schematische Frontalansicht einer Trägerplatte gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung; <tb>Fig. 2<sep>zeigt schematische Seitenansichten von unterschiedlichen lichten Weiten zwischen den Kondensatorelektroden gemäss der Ausführungsform nach Fig. 1; und <tb>Fig. 3 und 4<sep>zeigen schematische Seitenansichten von erfindungsgemässen Messmodulen. <tb>Fig. 5<sep>zeigt eine schematische Frontalansicht einer Trägerplatte gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0019] Fig. 1 zeigt eine schematische Frontalansicht einer Trägerplatte 21 von zwei zueinander parallelen Trägerplatten 21, 22 (vgl. Fig. 3) für den Einsatz in einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen kapazitiven Messmoduls 1. Ein längliches textiles Prüfgut 9 wird parallel zur Zeichenebene, bspw. von oben nach unten, zwischen zwei Kondensatorelektroden 41.2, 42.2 durchgeführt, von denen in Fig. 1 nur die eine Kondensatorelektrode 41.2 zu erkennen ist.
[0020] Die folgenden Erläuterungen nehmen gleichzeitig auch auf die Fig. 2 Bezug, die eine schematische Seitenansicht von unterschiedlichen möglichen Breiten 15 von Messspalten 14 zwischen Kondensatorelektroden 41.2, 42.2 gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 darstellt. Dabei ist eine zweite Trägerplatte 22, die in diesem Ausführungsbeispiel gleich wie die erste Trägerplatte 21 ausgestaltet ist, spiegelsymmetrisch bezüglich einer Symmetrieebene 16 angeordnet, so dass die einander zugeordneten Kondensatorelektroden 41.2, 42.2 einander gegenüberliegend angeordnet sind. Mit anderen Worten, die Darstellung der Fig. 1entspricht dem zweitobersten Bild der Fig. 2 mit den einander gegenüberliegenden Kondensatorelektroden 41.2, 42.2.
[0021] Zwei Trägerplatten 21, 22 bilden in diesem Ausführungsbeispiel die Basis für die Montage von hier jeweils vier Kondensatorelektroden 41.1-41.4 beziehungsweise 42.1-42.4 für die Prüfung von länglichem textilem Prüfgut 9. Jede Trägerplatte 21, 22 ist einstückig aus einem robusten dielektrischen Material, vorzugsweise aus einem Keramikmaterial, hergestellt. Die Trägerplatten 21, 22 liegen in dieser Ausführungsform als kreisrunde Scheiben vor. Stattdessen könnten die Trägerplatten 21, 22 eine rechteckige (vgl. Fig. 5) oder eine andere Form haben.
[0022] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist die Trägerplatte 21 dieser Ausführungsform im Zentrum eine Drehachse 71 auf, die einerseits auf der Rückseite der Trägerplatte 21 montiert werden kann. Die Drehachse 71 verläuft vorzugsweise senkrecht zu einer Ebene 23 der Trägerplatte 21. Um diese Drehachse 71 kann die Trägerplatte 21 im Einbauzustand im oder gegen den Uhrzeigersinn um ein ganzzahliges Vielfaches von 90° gedreht werden, was in Fig. 1 mit einem Doppelpfeil 73 angedeutet ist.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform sind beide Trägerplatten 21, 22 auf fluchtend zueinander ausgerichtete Drehachsen gelagert und synchron drehbar. In einem besonders bevorzugten Spezialfall davon können die beiden Trägerplatten 21, 22 für eine synchrone Drehung auf einer gemeinsamen, die Trägerplatten 21, 22 verbindenden Drehachse 71 angeordnet sein, wie in Fig. 3 gezeichnet. In diesem Fall verbindet die Drehachse 71 die beiden gegenüberliegenden Trägerplatten 21, 21. So ist erstens ein vordefinierter gegenseitiger Abstand der beiden Trägerplatten 21, 22 und zweitens eine synchrone Drehung der beiden Trägerplatten 21, 22 gewährleistet. Somit verändert sich die relative Position der beiden gegenüberliegenden, einander zugeordneten Elektroden 41.2, 42.2 nicht. Ein Elektrodenpaar 41.2, 42.2 bildet jeweils einen Messspalt 14 für das Prüfgut 9, während die anderen drei Paare 41.1, 42.1; 41.3, 42.3; 41.4, 42.4 ausserhalb des Messbereiches 13 liegen und nicht an der Messung beteiligt sind. Durch Drehen der Drehachse 71 und der mit ihr verbundenen Trägerplatten 21, 22 kann ohne Veränderung des jeweiligen Abstandes zwischen den jeweiligen Kondensatorelektroden 41.1, 42.1 etc. ein anderes Elektrodenpaar zur Messung herangezogen werden. Die Abstände zwischen den jeweiligen Kondensatorelektroden 41.1, 42.1 etc. und somit die zur Verfügung stehenden Messspaltbreiten 15 (vgl. Fig. 2) liegen vorzugsweise zwischen 0.1 mm und 10 mm.
[0024] Die Oberfläche der Trägerplatte 21 bietet Platz für die Montage von Elektrodenhalterungen 31.1 -31.4. Die Elektrodenhalterungen 31.1 -31.4 sind ebenfalls, wie die Trägerplatte 21, aus einem dielektrischen Material gefertigt. In diesem Ausführungsbeispiel bilden die Elektrodenhalterungen 31.1-31.4 eine kreuzförmige oder sternförmige Struktur mit vier freien Enden, auf denen sich jeweils eine Elektrode 41.1-41.4 befindet. Die Struktur der Elektrodenhalterungen kann jedoch auch weniger oder mehr als vier freie Enden aufweisen oder in anderer Geometrie vorliegen. Die Elektrodenhalterungen 31.1-31.4 sind so ausgebildet, dass jedes freie Ende in einem unterschiedlich grossen Abstand von einer Ebene 23 der Trägerplatte 21 angebracht ist.
[0025] Auf den Trägerplatten 21, 22 bzw. auf den darauf befindlichen Elektrodenhalterungen 31.1-31.4, 32.1-32.4 sind in der Ausführungsform der Fig. 1-3 je vier Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 angeordnet. Die Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 werden bevorzugt mittels Metallbedampfung auf den Elektrodenhalterungen 31.1-31.4, 32.1-32.4 angebracht, können aber alternativ als aufgeklebte Metallplättchen installiert werden. Eine andere Ausführungsform der Erfindung kommt ohne Elektrodenhalterung aus, d. h. die Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 sind direkt auf den Trägerplatten 21, 22 angebracht.
[0026] Die Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 können rechteckige, runde oder andere Formen besitzen, so dass das Prüf gut 9 im entsprechenden Messspalt 14 ideal gemessen werden kann. In der Ausführungsform von Fig. 1sind die Kondensatorelektroden 41.1-41.4 rechteckig, wobei das Prüfgut 9 jeweils parallel zur schmalen Seite der an der Messung beteiligten Kondensatorelektrode 41.2 verläuft. Die Grösse des Messfeldes, also die wirkende Fläche der Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4, kann beispielsweise einige Quadratzentimeter oder weniger betragen.
[0027] Zum Schutz der Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 sind diese vorteilhafterweise gegen den Messspalt 14 hin mit jeweils einer Schutzschicht 41, 52 (siehe Fig. 2) versehen. Diese ist vorzugsweise aus einem abriebfesten Material gebildet, beispielsweise aus Glas.
[0028] Elektrische Leitungen 61.1-61.4 verbinden die Kondensatorelektroden 41.1-41.4 mit einer (nicht eingezeichneten) elektrischen Schaltung zum Anlegen einer elektrischen Wechselspannung an die jeweilige Elektrode 41.1-41.4 und/oder zur Verarbeitung und Auswertung eines an der jeweiligen Elektrode 41.1-41.4 abgegriffenen elektrischen Signals. Die Leitungen 61.1-61.4 können durch die Drehachse 71 zur elektrischen Schaltung geführt werden. Die elektrischen Verbindungen können dank bekannten Mitteln zur Kontaktierung sich drehender Teile wie flexiblen Kabeln oder Schleifkontakten auch während und nach einer Drehung 73 gewährleistet werden.
[0029] Bei der Messung wird die eine wirksame Kondensatorelektrode 41.2 mit einer elektrischen Wechselspannung aufgeladen, deren Frequenz vorzugsweise im Bereich über 10 MHz und deren Amplitude vorzugsweise im Bereich über 10 V liegt. Somit wird im Messspalt 14 zwischen den wirksamen Kondensatorelektroden 41.2, 42.2 ein elektrisches Wechselfeld erzeugt, das mit dem Prüfgut 9 wechselwirkt. Durch Abgreifen eines elektrischen Signals von der anderen wirksamen Kondensatorelektrode 42.2 können z. B. Änderungen der im Kondensator befindlichen Prüfgutmasse ermittelt werden. Alternativ können alle Kondensatorelektroden 41.1-41.4 der einen Trägerplatte 21 mit der Wechselspannung aufgeladen werden. Wie aus dem Stand der Technik bekannt, können auf den Trägerplatten 21, 22 nebst den Elektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 der Messkondensatoren auch (nicht eingezeichnete) Elektroden von Kompensationskondensatoren angebracht sein. Solche Kompensationskondensatoren dienen der Kompensation störender äusserer Einflüsse wie Luftfeuchtigkeitsänderungen.
[0030] Dank der Erfindung kann der Messspalt 14 je nach Dicke des Prüfgutes 9 an das Prüfgut 9 und insbesondere an seinen Querschnitt angepasst werden. Da mehrere Messkondensatoren mit verschiedenen Plattenabständen zur Auswahl stehen, kann der Plattenabstand, d. h. die Breite 15 des Messspaltes 14, durch Drehen 73 einer oder beider Trägerplatten 21, 22 verändert werden. Für Prüfgüter 9 mit grossem Querschnitt wird man entsprechend grosse Messspaltbreiten 15 wie im obersten Bild der Fig. 2 wählen, für Prüfgüter 9 mit kleinem Querschnitt kleine Messspaltbreiten 15 wie im untersten Bild der Fig. 2.
[0031] Statt auf den Elektrodenhalterungen 31.1-31.4, 32.1-32.4 können die Kondensatorelektroden 41.1-41.4, 42.1-42.4 direkt auf den Trägerplatten 21, 22 aufgebracht sein. In diesem Fall müssen die Trägerplatten bzw. ihre einander zugewandten Ebenen 23, 24 so strukturiert sein, dass die Kondensatorelektroden 41.1-41.4 mindestens einer Trägerplatte 21 in unterschiedlichen Abständen von der Ebene 23 der betreffenden Trägerplatte 21 angeordnet sind.
[0032] Die Fig. 4 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Messmoduls 1 mit unterschiedlich hohen Elektrodenhalterungen 31.1-31.4 auf einer Trägerplatte 21 gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Eine erste der beiden Trägerplatten 21, 22 entspricht der Ausführungsform von Fig. 1. Sie ist auf einer Drehachse 71 montiert und weist mehrere, bspw. vier Kondensatorelektroden 41.1-41.4 auf, die in unterschiedlichen Höhen über der Trägerplattenebene 23 (vgl. Fig. 1) angebracht sind. Eine zweite der beiden Trägerplatten 21, 22 ist nicht drehbar. Sie weist vorzugsweise nur eine Kondensatorelektrode 42 auf. Zwischen den zwei einander gegenüber liegenden Kondensatorelektroden 41.2, 42 ergibt sich ein Messspalt 14 mit einer ersten Messspaltbreite 15. Nach einer Drehung der ersten Trägerplatte 21 um die Drehachse 71 stellt sich eine andere Breite 15 des Messspaltes 14 ein. Allerdings entsteht bei dieser Ausführungsform nach der Drehung 73 eine Asymmetrie der Lage des Prüfgutes 9 bezüglich der beiden Elektroden. Diese Asymmetrie kann durch eine Änderung der Achsenlage des Prüfgutes 9 bezüglich der Lage des Messmoduls 1 beseitigt werden. Eine solche Lageänderung kann durch Verschieben des Prüfgutes 9 und/oder des Messmoduls 1 erfolgen, was in Fig. 4 durch einen Doppelpfeil 93 angedeutet ist. Der benötigte Verschiebungsweg ist klein und liegt höchstens im Bereich von einigen Millimetern. In den vorangehenden Ausführungsbeispielen erfolgten die Drehungen 73 um Achsen 71 im Wesentlichen senkrecht zu einer Ebene 23 einer der Trägerplatten 21, 22. Im Unterschied dazu ist es auch möglich, eine Drehung um eine Achse auszuführen, die parallel zu einer Ebene 23 einer der Trägerplatten 21, 22 steht. Fig. 5zeigt eine Ausführungsform, in welcher die Drehachse 81 parallel zu den Trägerplattenoberflächen und somit auch parallel zum Prüfgut 9 liegt. Die Darstellung der Fig. 5 ist analog zu derjenigen von Fig. 1; entsprechende Elemente sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet und brauchen hier nicht nochmals erklärt zu werden. Beide Trägerplatten 21, 22 werden parallel und synchron miteinander um ±180° gedreht 83. Die gemeinsame Drehachse 81 liegt vorzugsweise in einer Symmetrieebene der beiden Trägerplatten 21, 22, so dass der Messspalt 14 vor und nach der Drehung 83 symmetrisch bezüglich der genannten Symmetrieebene, in welcher auch die Längsachse des Prüfgutes 9 liegt, ist. Zur Drehung 83 muss das Prüfgut 9 aus dem Messmodul 1 entfernt werden. Diese Ausführungsform stellt zwei Messkondensatoren mit unterschiedlichen Elektrodenabständen zur Verfügung.
[0033] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die oben diskutierten Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere sind Kombinationen der oben diskutierten Ausführungsformen möglich. So kann z. B. das erfindungsgemässe Messmodul 1 zwei zueinander senkrecht stehende Drehachsen aufweisen, von denen eine erste Drehachse senkrecht und eine zweite Drehachse parallel zu einer Ebene 23 einer der beiden Trägerplatten 21, 22 liegt, womit eine Kombination der Ausführungsformen gemäss den Fig. 3 und 5 vorliegt. Bei Kenntnis der Erfindung wird der Fachmann weitere Varianten herleiten können, die auch zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehören.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0034] <tb>1<sep>Messmodul <tb>13<sep>Messbereich <tb>14<sep>Messspalt <tb>15<sep>Messspaltbreite <tb>16<sep>Symmetrieebene <tb>21,22<sep>Trägerplatten <tb>23,24<sep>Ebenen der ersten bzw. zweiten Trägerplatte <tb>31, 32<sep>Elektrodenhalterungen <tb>41, 42<sep>Kondensatorelektroden <tb>51, 52<sep>Beschichtungen <tb>61<sep>Leitungen <tb>71<sep>Drehachse <tb>73<sep>Drehung <tb>81<sep>Drehachse <tb>83<sep>Drehung <tb>9<sep>Prüfgut <tb>93<sep>Verschiebung des Prüfgutes

Claims (14)

1. Messmodul (1) zur kapazitiven Prüfung von in einem Messbereich (13) verlaufendem länglichem textilem Prüfgut (9), insbesondere von Faserband, Vorgarn oder Garn, umfassend eine erste Kondensatorelektrode (41.1-41.4) und eine zweite Kondensatorelektrode (42.1-42.4), die voneinander beabstandet und zueinander parallel einander gegenüber angeordnet sind sowie einen Kondensator mit einem im Messbereich (13) liegenden Messspalt (14) mit einer definierten Messspaltbreite (15) zur Aufnahme des Prüfgutes (9) bilden, wobei die Messspaltbreite (15) einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer ersten Trägerplatte (21) mindestens zwei erste Kondensatorelektroden (41.1-41.4) in unterschiedlichen Abständen von einer Ebene (23) der ersten Trägerplatte (21) angeordnet sind, auf einer zur ersten Trägerplatte (21) parallelen zweiten Trägerplatte (22) mindestens eine zweite Kondensatorelektrode (42.1-42.4) angeordnet ist und mindestens die erste Trägerplatte (21) um eine Drehachse (71, 81) drehbar ist, so dass bei verschiedenen Drehlagen verschiedene erste Kondensatorelektroden (41.1-41.4) zusammen mit jeweils einer zweiten Kondensatorelektrode (42.1-42.4) den im Messbereich (13) liegenden Messspalt (14) bilden und sich somit bei verschiedenen Drehlagen unterschiedliche Messspaltbreiten (15) ergeben.
2. Messmodul (1) nach Anspruch 1, wobei die Drehachse (71) senkrecht zu einer Ebene (23, 24) einer der beiden Trägerplatten (21, 22) liegt.
3. Messmodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Drehachse (81) parallel zu einer Ebene (23, 24) einer der beiden Trägerplatten (21, 22) liegt.
4. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei auf der zweiten Trägerplatte (22) mindestens zwei zweite Kondensatorelektroden (42.1-42.4) in unterschiedlichen Abständen von einer Ebene (24) der zweiten Trägerplatte (22) angebracht sind.
5. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei beide Trägerplatten (21, 22) um jeweils eine Drehachse drehbar und die Drehachsen der beiden Trägerplatten (21, 22) fluchtend zueinander ausgerichtet sind.
6. Messmodul (1) nach Anspruch 5, wobei die beiden Trägerplatten (21, 22) für eine synchrone Drehung auf einer gemeinsamen, die Trägerplatten (21, 22) verbindenden Drehachse (71) angeordnet sind.
7. Messmodul (1) nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei jeder ersten Kondensatorelektrode (41.1-41.4) eine zweite Kondensatorelektrode (42.1-42.4) zugeordnet sowie zu dieser parallel und gegenüber angeordnet ist, so dass bei einer synchronen Drehung der beiden Trägerplatten (21, 22) jeweils zwei einander zugeordnete Kondensatorelektroden (41.2, 42.2) den Kondensator mit dem im Messbereich (13) liegenden Messspalt (14) bilden.
8. Messmodul (1) nach Anspruch 7, wobei die beiden Trägerplatten (21, 22) im Wesentlichen symmetrisch bezüglich einer Symmetrieebene (16) sind.
9. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Trägerplatten (21, 22) aus einem dielektrischen Material bestehen.
10. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei (die Kondensatorelektroden (41.1-41.4, 42.2-42.4) auf einer Elektrodenhalterung (31, 32) aus einem dielektrischen Material angeordnet sind.
11. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Kondensatorelektroden (41.1-41.4, 42.1-42.4) jeweils aus einer leitfähigen, aufgedampften Beschichtung bestehen.
12. Messmodul (1) nach einem der Ansprüche 1-10, wobei die Kondensatorelektroden (41.1-41.4, 42.1-42.4) jeweils aus einer metallischen Platte bestehen.
13. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Kondensatorelektroden (41.1-41.4, 42.1-42.4) gegen den Messspalt (14) hin jeweils mit einer abriebfesten Schutzschicht (51, 52) versehen sind.
14. Messmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei auf beiden Trägerplatten (21, 22) zusätzlich Kondensatorelektroden angeordnet sind, die mindestens einen ausserhalb des Messbereiches (13) liegenden Kompensationskondensator bilden.
CH6632013A 2013-03-26 2013-03-26 Messmodul zur kapazitiven Prüfung eines länglichen textilen Prüfgutes. CH705876A2 (de)

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CN113588775A (zh) * 2020-04-30 2021-11-02 新疆金风科技股份有限公司 检测装置

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CN113588775A (zh) * 2020-04-30 2021-11-02 新疆金风科技股份有限公司 检测装置

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